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Allgemeines => Restaurierungsberichte => Thema gestartet von: MAN-Rhöni am 13.01.2020, 19:07:17

Titel: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.01.2020, 19:07:17
                                 Hallo, MAN-ler!

Wie versprochen, möchte ich im neuen Jahr mit meinem Bericht über die Instandsetzung und Restauration meines kürzlich erworbenen 4L1,Bj.59, beginnen. Nachdem ich die Werkstatt hergerichtet hatte, wurde der "Kleine" erst mal vom groben Schmutz befreit, um zu sehen, was unter dem Dreck zum Vorschein kommt. Dann wurde er von der großen Blechkiste auf dem rechten Kotflügel befreit. Einige Wehwechen sind schon zum Vorschein gekommen. Dazu aber später mehr. Insgesamt macht er einen recht ordentlichen Eindruck. Nun wird er die nächsten Monate ( oder Jahre?) erst mal in der Werkstatt verbringen. Einige Schichten Farbe hat er anscheinend in den letzten 60 Jahren auch schon abbekommen. Der Anfang ist gemacht !! Werde euch in den nächsten Monaten mit einigen Fragen"nerven", da ich nicht so der Techniker bin.

             Viele Grüße im neuen Jahr     von Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 13.01.2020, 20:32:02
Hallo Thomas,

eine schöne aufgeräumte Werkstatt hast du da, und natürlich auch einen schönen Trecker. Auf dem ersten Blick sieht er doch noch ganz ordentlich aus. Aber aus Erfahrung weiß ich, das einige Macken erst unter 3 Schichten Farbe zum Vorschein kommen. Ebenso auch technische Mängel erst nach dem auseinander nehmen ersichtlich sind. Danach wird deine Werkstatt bestimmt auch ein wenig eng werden, denn so ein Trecker hat viele Einzelteile. Aber wenn du erst mal angefangen hast, dann kannst du nicht mehr davon ablassen. Das ist der sogenannte MAN-Virus. Den haben schon viele hier im Forum. Ich auch.

Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.01.2020, 21:04:22
                                    Hallo, Armin !

Danke,wo du recht hast, hast du recht. Wird wohl nicht lange so aufgeräumt bleiben. Mit ein paar Teilen kann ich zum Lagern eine Etage höher ausweichen, wenn sie nicht so schwer sind. Ja, mit dem Virus das ist so eine Sache. Ist mittlerweile der 5. Schlepper, den ich herrichte, inklusive meinem Bruder und Onkel, wobei die Technik meistens in Ordnung war. Hier werde ich etwas mehr zu tun haben, aber ich habe ja kompetente Mitstreiter. Und wo ein Anfang ist...  Also schon mal im Voraus danke für eure Unterstützung.

                                         Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 14.01.2020, 19:01:19
                                  Hallo, MAN-ler!

Habe heute schon mal etwas genauer hingeschaut und einige Dinge entdeckt, die mir aufgefallen sind. Wie schon geschrieben, ist die vordere Blattfeder gebrochen. Habe im Netz eine gefunden die noch ganz gut aussieht. Nur eine Haltespange ist abgebrochen. Allerdings war der ganze Tragbock mit dabei. Wie bekommt man die Spange von der Feder? Weiterhin ist der Hebel für die Zapfwelle abgesägt und zur Seite zum Trittbrett gebogen. Wahrscheinlich war die Hydraulikleitung im Weg. Wo ist der originale Anschluss der Leitung? Aus dem Lenkgetriebe tropft Öl. Außerdem hat es viel Spiel.(ZF Gemmer Lenkung 7328 100 225) Gibt es noch Firmen, die so ein Getriebe überholen, oder jemand aus dem Forum? Mir fehlt die Zeit und das Werkzeug dazu. Auch die Elektrik muss wahrscheinlich komplett erneuert werden. Habe auch einen Überrollbügel organisiert. Leider waren die falschen Halterungen dabei. Hat jemand die originalen (Bild aus dem Netz) oder kann die mit den  Gewindestäben gebrauchen?
Wie ihr seht, geht die Fragerei schon los. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Antworten geben. Das solls erst mal gewesen sein.

                                             Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 14.01.2020, 19:14:15
             
                         Hallo, ich bins nochmal

Habe leider das Bild von der originalen Halterung des Überrollbügels im vorigen Beitrag vergessen. Dafür ist ein Bild vom Kupplungspedal mit einem angeschweißten Anschlag am Trittbrett zu sehen. Das war doch bestimmt nicht so original angebracht, oder?
                                                Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Luci am 14.01.2020, 20:44:13
Hallo Thomas.
In der Schlepperpost macht immer einer Werbung für die Lenkgetriebe.

http://www.jens-lieber.de//?p=119

Kann aber nichts dazu sagen!
Vielleicht hat sonst schon jemand Erfahrungen gesammelt.

Gruß Alex
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 14.01.2020, 20:54:15
Hallo Thomas,
leider kann ich dich bei deinen Fragen kaum weiterhelfen, weil ich bis jetzt nur Trecker mit Halbrahmen aufgebaut habe. Deiner ist rahmenlos und ganz anders aufgebaut. Aber der Anschlag am Kupplungspedal ist bestimmt nicht original. Vielleicht hatte der Vorbesitzer lange Beine und deshalb die Kupplung anders eingestellt.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-fantast am 14.01.2020, 21:14:07
Hallo Thomas,

genau so einen Anschlag für das Kupplungspedal hat meinen 4L1 auch!

Die Spangen des Federpaketes sind empfehlenswert anzuwärmen (rot), ansonsten brechen sie beim Ausbiegen leicht ab.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 14.01.2020, 21:48:10
                   Hallo, Alex, Armin und Magne !

Vielen Dank für eure Antworten und Hinweise. Werde mich beim Lenkgetriebe mal kundig machen. Ich glaube Eicher setzt auch noch ZF- Lenkgetriebe instand. Bei der Kupplung muss ich mal ausprobieren. Sie ging eigentlich recht gut zu betätigen. Dann könnte ich es auch so lassen. Lange Beine hab ich auch. Beim Federpaket werde ich es in einer Schmiede im Nachbarort machen lassen, damit nicht noch eine Spange abbricht.

    Also nochmals Danke und bis bald             Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.01.2020, 19:05:04
                          So, liebe MAN-ler,

will mich mal kurz wieder zu Wort melden. Bei mir geht's leider nicht so schnell voran, wie ich möchte, da ich noch im Arbeitsleben stehe. Aber das Wochenende naht ja. Habe heute mal den Überrollbügel angehalten. Ich finde, er passt ganz gut zum Rundhauber. Bevor die Kotflügel runter kommen, will ich erst die Befestigungslöcher bohren, damit hinterher der Lack nicht beschädigt wird. Die Breite passt schon mal, war vorher auch auf einem MAN. Die Befestigungsstreben zur Hinterachse hab ich leider noch nicht bekommen (Beitrag vom 14.1.) Da sie aus Flacheisen bestehen, kann man sie auch anfertigen. Wie sieht es mit der Höhe von Kotflügel bis Oberkante Bügel aus, gibt es da Vorschriften? Wenn ich sitze, schließe ich mit meinem Kopf genau mit dem Bügel ab.(70 cm) Könnte ihn aber noch 10 cm nach oben rausziehen. Ist vielleicht auch Ansichtssache. Wenn alle Löcher gebohrt sind, geht's dann ans Abbauen der Blechteile.

           Schon mal allen ein schönes WE        Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: NicNic am 16.01.2020, 22:58:06
Moin Thomas
Wie passt den die Höhe vom Bügel mit deinen Garagentoren?
Meist ist das der begrenzende Faktor.

Gruß Ulli
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 18.01.2020, 19:38:39
                        Hallo, MAN-ler!

Will mich mal wieder melden, konnte einiges schaffen, gestern und heute.
- @ Ulli: Ja, Ulli, da hast du gar nicht so Unrecht. Bei der Restauration von meinem Deutz bin ich mit abgefahrenen   Reifen in die Werkstatt, nachdem neue draufwaren, kam ich nicht mehr durchs Tor heraus. Zum Glück konnten wir einiges an Luft ablassen, sonst hätte ich die ganze Kabine abbauen müssen.

Der Überrollbügel wurde eingemessen und die Löcher gebohrt. Habe bis Höhe Tor noch 15 cm Platz und kann ihn somit noch 10 cm verlängern. Ich will mir ja nicht den Kopf stoßen ,wenn er mal umkippt. ;) Die Streben zur Achse macht mir mein Bruder. Nun konnte ich die hinteren Kotflügel abbauen. Sie sind noch in einem erstaunlich guten Zustand. Der Dreck in der Versteifung war sandig und leicht heraus zu bekommen.
Die Radlager waren trocken und haben auch kein Spiel. Wahrscheinlich sind sie schon mal gewechselt worden. Auch die Bremse macht einen guten Eindruck. Werde es mal weiter beobachten. Als nächstes muss das Lenkgetriebe raus, hoffentlich bekomme ich das Lenkrad ab.
So, das solls erst mal gewesen sein. Einen schönen Sonntag wünscht euch

                                                                                              Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.01.2020, 20:18:00
                   Hallo, liebe MAN-ler !

Eine Woche ist fast wieder rum, möchte euch auf dem Laufenden halten und wieder ein paar Fragen loswerden. Habe mich heute an den Ausbau meiner Ersatzfeder gemacht. Nachdem ich sie eine Woche mit Rostlöser und Kriechöl eingeweicht habe, ging es an das Lösen der Schrauben am Federtragzapfen. Ohne Verlängerung und menschliches Gegengewicht von ca.100kg war nichts zu machen. Letztendlich alle 4 Bolzen herausbekommen. Hat jemand von euch die Maße der Büchse und Bolzen in den Federaugen parat und eine evtl. Bezugsquelle ? (kleine Achse)
Als nächstes musste das obere Kreuzgelenk der Kardanwelle ausgebaut werden, da das Lagerkreuz zu viel Spiel hat.
Habe bei Firlbeck eins gefunden für MAN, weiß jemand, ob es passt? Gleich mal die Rutschkupplung inspiziert, kein Lagerspiel und innen schön trocken-eine Baustelle weniger.
Nachdem ich die Trittbleche entfernt habe, konnte ich mir den restlichen Zapfwellenhebel etwas genauer anschauen. Wie schon geschrieben, wurde er einfach zur Seite gebogen und abgeschnitten. Hat jemand zufällig ein Foto, wie er im Original aussieht?
Auf der rechten Seite ist mir aufgefallen, dass beim Betätigen der Lenkbremse beide Räder bremsen.  Habe dann auf einem Bild gesehen, dass die zwei Gabelköpfe vertauscht waren und die Lenkbremse starr mit dem Hauptbremspedal verbunden war. Mit dem Lenkgetriebe bin ich noch nicht weiter gekommen, da ich noch keinen passenden Abzieher fürs Lenkrad habe. So, dass solls  mal wieder gewesen sein.

Einen schönen Sonntag wünscht euch   Thomas


Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 26.01.2020, 16:58:40
Hallo Thomas,
das Lenkrad habe ich immer so runterbekommen. Lenkgetriebe mit Lenkrad komplett abgebaut und die Mutter von der Lenksäule  abgeschraubt. Dann das Lenkrad auf dem Schraubstock, zw. den Klemmbacken aufgelegt und mit einem Aludorn und einem größeren Hammer, einen beherzten Schlag auf die Lenkwelle von oben gegeben. Hat immer funktioniert. Ist ein Konus im Lenkrad mit Feder.
Viel Erfolg.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 26.01.2020, 17:47:19
                         Hallo Armin,

 danke für den Tipp, werde es nächste Woche mal versuchen. Muss erst noch das Armaturenbrett abklemmen, dann    bleibt ja nur noch die kleine Tafel am Lenkstock hängen. Hoffentlich ist außer den Lagern nichts weiter beschädigt, selbst die sind ja für den Typ (ZF GD 28a) mittlerweile schlecht zu bekommen. ich will ja sehen, dass ich es bei einer Firma überholt bekomme.

             Einen schönen Restsonntag wünscht     Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.02.2020, 15:14:07
                 Hallo, MAN-ler!

Nach gut einer Woche will ich euch über den Stand der Dinge informieren und meine Fragen loswerden. Danke an eure bisherigen Hinweise und Infos. Lagerkreuz der Kardanwelle wurde ausgebaut und ein neues bei Firlbeck bestellt. Die Anbauteile über der Vorderachse wurden abmontiert, um für den Federwechsel Platz zu schaffen.(Frontgewicht, Tank mit Halterung, Wasserkühler usw.). Danach die Teile grob gereinigt. Kühler und Tank sind in einem guten Zustand. MAN vorne hochgebockt und Vorderachse kontrolliert. Bis jetzt keine größeren Mängel ersichtlich. Lager und Kreuzgelenke weisen kein größeres Spiel auf. Als nächstes muss die Vorderachse vom Bock getrennt werden, um die defekte Feder abzumontieren. Mal sehen, wie der Tragzapfen aussieht. Bei näherem Hinschauen entdeckt, dass die Wasserpumpe undicht ist. Lohnt sich eine Reparatur oder soll man gleich eine neue bestellen? (245 €) Auch die Keilriemen müssen getauscht werden, sowie Kühlerschläuche und Zuleitungen. Denke, dass es Normteile sind und es beim Ersatz keine Probleme gibt. Beim Lenkgetriebe bin ich noch nicht weitergekommen. Bei Kleinanzeigen wird ein Lagersatz mit Laufrollen angeboten, kennt jemand die genaue Bezeichnung der Teile für ZF GD 28a? So, dass solls erst mal gewesen sein. Anbei noch ein paar Bilder.

                                 Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 09.02.2020, 15:00:50
                           Hallo, MAN-ler!

Letzte Woche gings wieder etwas weiter bei mir. Dank einiger Gehilfen konnten wir die Vorderachse ausbauen, um an die Feder zu kommen. Sie war total hinüber. Die Schrauben der Mittelhalterung waren alle locker und die ganze Feder nach rechts gerutscht. Danach Tragzapfen gelöst und alles nach vorne rausgezogen. Der Zapfen sieht noch recht gut aus, nur 1-2 mm Spiel. Ich denke, dass ich ihn ohne Überholung wieder verwenden kann. Was sagen die Fachleute? Als nächstes die Büchsen und Federbolzen ausgebaut. Bis auf einen war das Spiel noch im Rahmen werde aber alle 3 wechseln. Die Ersatzfeder wird überholt und neu ausgebuchst. Auch das Lenkgetriebe konnte ich ausbauen. Wie schon befürchtet, kamen mir die Rollen der Lager beim Aufschrauben entgegen. Ein Kumpel schaut sichs mal genauer an, dann sehen wir weiter. Leider waren auch die Spurstangenköpfe an der Lenkstange hinüber. Kann man den eingepressten Kopf wechseln, oder braucht man eine komplette neue Schubstange. Gibt es die als Ersatzteil oder passt eine von einem anderen Schlepper? (Konus ist 16/18 und Länge 120 cm)
Kreuzgelenk  der Kardanwelle wurde getauscht und ist wieder einsatzbereit.
Nächste Woche werd ich mal beim Lackierer vorbeischauen, die haben jetzt nicht soviel zu tun. Mal sehen, was er angibt. Dann könnte ich schon mal die Blechteile in Auftrag geben. Den Rest mache ich selber.

So, ich wünsche euch noch einen nicht so stürmischen Restsonntag!          Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 09.02.2020, 15:41:12
Hallo in die Rhön, hallo Thomas,

den Tragzapfen würde ich bei dem geringen Spiel auch so lassen. Eingepresste Spurstangenköpfe habe ich bei meinem Fendt Geräteträger auch schon auf Gewinde umrüsten lassen. Das war eine kaufmännische Entscheidung, weil die lange Lenkstange in der Fendt Apotheke ein Schweinegeld kosten sollte.
Oder du fragst mal beim Streiber nach, bei ihm habe ich für unseren 4R2 gut gebrauchte bekommen.
Der Preis dafür war auch ok.

Grüße aus dem benachbartem Hessenland

Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 09.02.2020, 16:24:52
Hallo Thomas,
wenn schon die Spurstangenköpfe ausgeschlagen sind, dann nimm neue. Kosten kein Vermögen. Habe selber bei mir schon mehrere gegen Gewinde ausgetauscht. Eine entsprechende Gewindehülse angefertigt und die dann an der alten Stange fachgerecht angeschweißt. So kann man auch gut die Länge einstellen.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 09.02.2020, 17:58:28
                           Hallo Gerhard und Armin !

Danke für eure Antworten. Den Tragzapfen werde ich so belassen. Wenn die Spur wieder richtig eingestellt ist und die Spurstangenköpfe gewechselt sind, sollte es so gehen. Die Kugel an der Verstrebung ist auch noch in Ordnung. Und ackern muss er bei mir bestimmt nicht mehr. Mit den Köpfen werde ich es so machen. Hab mal ein bisschen gegoogelt, eine passende neue Stange für einen Deutz würde von den Maßen hinkommen und soll 109 Euronen kosten. Wäre auch noch zu verschmerzen.

                 Grüße nach Hessen und ins Eichsfeld       Thomas

                       
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.02.2020, 19:28:24
                   Hallo, liebes Forum!

Brauche mal wieder eure Unterstützung bzw. Ratschläge. Hatte ja am Anfang von der hakeligen Schaltung berichtet. Heute habe ich das Getriebe geöffnet, um mir die Sache mal etwas genauer anzuschauen. Wie schon befürchtet, wurde von den Vorgängern daran rumgefriemelt. Wahrscheinlich hat sich einer im Schweißen geübt. Nicht nur dass der Hebel abgebrochen war und unsauber angeschweißt wurde, leider sieht es am Ende des Hebels nicht besser aus. Auch hier wurde einfach drübergebraten. Der Hebel lässt sich nicht mal mehr ausbauen. Im Inneren hoffe ich, dass es noch so weit in Ordnung ist. Die Stege zum Rückwärts- bzw. 5./6. Gang sind ziemlich rund, wahrscheinlich wurde der Hebel beim Schalten nicht angehoben. Nun zu meiner Frage: Wie kann MAN das wieder einigermaßen reparieren, um ordentlich schalten zu können. Gibt es noch Teile oder kann es neu angefertigt werden. Freue mich über eure Ratschläge und Antworten, gerne auch als PM. Anbei einige Fotos.

                      Danke im Voraus    Gruß    Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MDM5 am 16.02.2020, 12:03:27
Hallo Thomas,

gleich vorweg: eine einfache Patentlösung gibt es dafür leider nicht. Die Kompromisslösung ist aufschweißen und Feilen.
Das ist allerdings problematisch, der Hebel ist aus einem härtbaren Stahl (vermutlich C45 oder ähnlich) Schweißen kann hier zum Sprödbruch führen.
Außerdem ist (sofern nicht ein spezieller Schweißzusatz benutzt wird) die aufgeschweißte Stelle immer weicher und damit auch schneller wieder verschlissen / abgenutzt.

Bei mir (AS 440) war der Hebel die ersten 3-4 cm gehärtet um ihn Verschleißarm zu machen.
Ich habe den Hebel geradegebogen und die Kappe entfernt, so konnte mein Dreher das Teil vermessen und neu Anfertigen.
Außerdem wurde die Spitze wieder eingehärtet.

[attach=1]


ZF hat hier meineserachtes auf eine Lösung gesetzt die nicht 100% optimal ist: Das anschweißen der Schutzkappe auf den Hebel.
Ich sehe immer wieder Schalthebel die genau hinter dieser Schweißstelle abgebrochen sind. Ich bin mir zwar sicher das die Hebel entsprechend behandelt wurden um dem Sprödbruch vorzubeugen aber es hat scheinbar nicht immer funktioniert?


grüße

manni
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.02.2020, 13:54:11
             Hallo manni,

 vielen Dank für deine Antwort. Sieht wirklich professionell aus eure Arbeit. Dass es nicht einfach wird, habe ich mir schon gedacht. Zumal das originale Aussehen bei mir nicht mehr zu erkennen ist. Habe gestern abend nach längerer Suche einen gebrauchten Schalthebel von einem ZF 8 Getriebe gefunden und bestellt. Sieht genau wie in der ETL- Liste aus und ist auch noch in gutem Zustand, was das gehärtete Teil betrifft. Sollte er nicht passen, kann ich ihn wieder zurückschicken. Vielleicht könntest du mir dann mal die Maße durchgeben. Ich hoffe aber ,dass die Hebel vom ZF 8 und vom ZF 8/6 Getriebe gleich sind. Hänge mal die Bilder an. Also nochmals danke

                                          Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.02.2020, 14:29:58
                     Hallo, MAN-ler!

Konnte wieder ein paar Fortschritte erzielen. Schubstange und Federbolzen beim LaMa- Händler abgeholt. Stange sieht ziemlich original aus bis auf ein paar kleine Unterschiede. Büchsen hat mir mein Kumpel passend gedreht. Auch am Kupplungspedal wurde eine Buchse eingesetzt. Sitzt jetzt wieder schön fest. Vorderfeder wurde von der Schmiede gerichtet. Lenkgetriebe und Wapu sind noch in Arbeit. Am Schlepper habe ich ziemlich alles abgebaut, um ordentlich daran arbeiten zu können. Elektrik ist in einem jämmerlichen Zustand und muss komplett erneuert werden. Da ich es nicht selber machen kann, suche ich nach anderen Möglichkeiten. Vielleicht hat von jemand einen guten Vorschlag. Eine Hydraulikleitung verlegt mir ein Klempner aus der Nachbarschaft neu. Ging kreuz und quer nach hinten zum Kraftheber. Halte euch weiter auf dem Laufenden.

                         Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.02.2020, 20:36:20
                      Hallo MAN-ler,

konnte auch dank eurer Hilfe letzte Woche wieder einiges erledigen. Der Schalthebel erwies sich als guter Griff und wurde von meinem Schlosserkumpel etwas aufgearbeitet. Mein Klempnernachbar verlegte eine ordentliche Hydraulikleitung. Auch die Wapu wurde mit Hilfe des Forums neu abgedichtet und überholt. Habe mich gestern an den Ausbau der ESP und Düsen gewagt, ging besser als gedacht. Vor allem das Ausschrauben der Düsen hatte ich mir schwerer vorgestellt. Sehen noch ganz passabel aus. Danke nochmal an Armin und Leo für ihre guten Ratschläge. Düsen und ESP habe ich heute zum Überprüfen in gute Hände gegeben. Im Motorinneren hat sich etwas Ölschlamm abgesetzt. Hat jemand eine Idee, wie man ihn schonend entfernen kann, ohne den Motor weiter zu öffnen?
Konnte auch schon einige Blechteile (Haube, Kotflügel, Sitz, Armaturenhalter usw.)zum Lackierer bringen. Durch den milden Winter haben sie im Moment nicht soviel zu tun. Soll mir recht sein, dann kann die Farbe noch ein paar Monate aushärten. Habe mich für den 2-K Lack von Mipa entschieden, der Rumpf wird mit Kunstharz lackiert.
Alles in allem also eine erfolgreiche Woche. :)

                 Einen schönen Sonntag wünscht euch      Thomas 
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: fenner200 am 23.02.2020, 21:05:04
Hallo Thomas,

den Innenraum deines Motors bekommst du ganz gut mit Benzin sauber, Lappen und Benzin. Ich geh davon aus dass du dann auch wieder enbereichsöl verwendest, dann wird der rest der über bleibt auch nicht gelöst, von daher keine Gefahr.

Mach weiter so, seht gut aus ;)

Grüße Christian
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.02.2020, 21:38:11
                   Hallo Christian,

danke für deine anerkennenden Worte. Habe schon viele Tipps von euch bekommen, die mir weitergeholfen haben. Hätte mich sonst vielleicht an manche Sachen nicht drangetraut. Werde es mit Benzin oder Diesel probieren und dank einem Rat dazu die gegenüberliegende Öffnung aufschrauben (Öleinfüllstutzen). Da ich nicht vorhabe, den Ölfilter umzurüsten, werde ich wieder Einbereichsöl 20W20 verwenden. Hoffe, dass es ohne größere Probleme weitergeht, um die Technik wieder in Ordnung zu bringen. Alles andere dann nach und nach.                                                    In diesem Sinne schöne Grüße
                                                       Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: fenner200 am 23.02.2020, 22:30:30
Nimm ruhig das 30er, das schadet unseren alten Emmas nicht und ist gut für den Öldruck.

Grüße Christian
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.02.2020, 14:36:59
Hallo Christian und Leo,

danke für eure Ratschläge, werde dann auch das 30er verwenden, wenn es für die alten MANs verträglich ist. Welchen Vorschlag habt ihr fürs Getriebe- und Hydrauliköl, hier gibt es ja auch verschiedene Meinungen. Im Handbuch steht SAE 80 fürs Getriebe bzw. Motorenöl für die Hydraulik. (SAE 20)

                    Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: fenner200 am 24.02.2020, 17:28:07
30er ist auf jeden Fall geeignet. Im Getriebe und hydraulik einfach das empfohlene verwenden.

Grüße Christian
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 26.02.2020, 19:27:11
Danke nochmal für die Antwort Christian, so werd ichs machen. Ist ja noch ein bisschen Zeit bis dorthin. ;)

                            Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.02.2020, 20:48:21
                  Hallo, MAN-ler !

Habe mir letzte Woche mal was zur Erbauung gegönnt. Wie heißt es so schön: MAN gönnt sich ja ... :D
Außerdem hätte sich sonst mein MAN benachteiligt gefühlt in meiner Sammlung. Das Aluschild passt schön an den Frontgrill, wenn er mal fertig ist. Und wie der Zufall es will stimmt es auch mit dem Typenschild überein.  :)
Morgen gibt's dann wieder einen kleinen Bericht über die Fortschritte beim 4L1.

Euch allen einen schönen Sonntag     Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 29.02.2020, 21:30:14
Hallo Thomas,
schöne Sammlung hast du da. Bestimmt auch von jedem Emblem ein Modell hinter dem Tor stehen. Da passt ein MAN immer dazu.
Weiter so.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.02.2020, 22:44:38
                                                                                                                                                                           
     Ja Armin,habe auch noch ein paar Motorräder in meiner Sammlung. Aber langsam wird der Platz knapp. Der MAN kommt zu den Motorrädern in die Werkstatt, die anderen beiden Schlepper müssen mit der Scheune vorlieb nehmen
.

                Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.03.2020, 16:49:17
             Hallo, MAN-ler!

Bin wieder ein Stück vorangekommen. Habe die Vorderachse von altem Fett und Heu befreit, welches sich um die Kreuzgelenke gewickelt hatte. Zustand und Lagerspiel sind nach Prüfung in Ordnung, sodass ich hier alles so belassen kann. Danach an die Motorreinigung gemacht und mit Benzin und Sprühpistole den Ölschlamm ausgewaschen. Schöne schwarze Brühe herausgekommen. Da die Hände einmal schwarz waren,  gleich noch den Vorderachsbock innen von Fett und Dreck gereinigt - auch keine schöne Arbeit. Zum Schluss noch den neuen Schalthebel in den Getriebedeckel eingebaut und mit Federn und Kugeln wieder aufs Getriebe aufgeschraubt. Was soll ich sagen, jetzt weiß MAN erst wieder wo die Gänge liegen. Alle Gänge lassen sich jetzt wieder butterweich schalten. Dieselleitungen wurden abgebaut und sollen nächste Woche zur Neuanfertigung in den Nachbarort.

                  Viele Grüße   Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 01.03.2020, 21:04:36
Hallo Thomas,
es heißt ja immer, Wer gut schmiert, der gut fährt. Soll ja auch so sein. Allerdings denke ich auch, dass es manchmal übertrieben wird mit dem Abschmieren. Da werden Kartuschen-weise Fett in die Nippel gedrückt, das beim Fahren dann überall anhaftet. Da sammelt sich im Laufe der Jahre so manches Pfund in Hohlräumen an. Da braucht man dann für eine gründliche Reinigung auch jede Menge Reiniger und Putzlappen. Am Besten geht da immer noch Bremsenreiniger. Und wer noch die Möglichkeit hat, Kleinteile in einer professionellen Maschine waschen kann, der hats gut.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.03.2020, 18:37:43
Hallo, Armin!
Bin erst mal froh, das ich die gröbsten Dreck bzw. Fett- und Ölrückstände soweit entfernt habe. Sammelt sich in 60 Jahren einiges an. Jetzt kann MAN erst mal kontrollieren, ob es undichte Stellen gibt und die Dichtungen erneuern. Ist mir aber immer noch lieber, es ist zu viel Fett dran, als gar keins. Habe schon 3 Dosen Bremsenreiniger verarbeitet, wird aber noch nicht reichen. Will nun die Vorderachse soweit komplettieren und vor dem Anbau gleich grundieren, jetzt wo MAN überall schön hinkommt. Aber das ist schon wieder eine andere Baustelle.

                Viele Grüße   Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 11.03.2020, 17:50:08
          Hallo, MAN-ler!

Wollte mich wieder mal bei euch melden, nachdem ich am Wochenende nicht dazu gekommen bin. Es gibt gute Nachrichten vom Lackierer. Er hat die ersten Teile gestrahlt und teilweise gespachtelt. War heute mal dort und habe es mir angeschaut. Sieht schon richtig gut aus. Wenn der Rest ausgebeult und gespachtelt ist, geht's mit dem Grundieren weiter. Dann kommt schon der Lack drauf  :D  :D  Der milde Winter hat eben auch seine Vorteile. Habe auch gleich wieder einige Teile zum Strahlen und Grundieren vom Rumpf mitgenommen. Die Lackierung mache ich dann selbst. Habe mich auf gutes Anraten hin nun auch entschlossen, die Kupplungsglocke zu öffnen, um das Ausrücklager und die Scheibe zu begutachten. Meine Frage: Soll ich den MAN am kleinen oder am großen Schraubenkreis trennen? Was ist sonst noch zu beachten? So, am Wochenende dann mehr.
Anbei noch ein paar Bilder aus der Lackierbude.

                                                                         Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 11.03.2020, 20:24:21
Hallo Thomas,
die Blechteilen scheinen noch gut in Ordnung zu sein. Da hat der Lackierer einfaches Spiel. Wenn ich so an meine Kotflügel denke, da musste ich vorher erstmal ordentlich den Hammer schwingen, um die Beulen auszutreiben. Und nebenbei gefühlte hunderte Löscher zugeschweißt. Dem entsprechend sah die Oberfläche auch aus. Zum Glück gibt es gute Spachtelmasse mit Faser.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MDM5 am 11.03.2020, 20:31:24
Hallo Thomas,


leider kenne ich den 4L1 zu wenig um dir wirklich weiterhelfen zu können. Daher nur ein allgemeiner Tipp: wenn der Schlepper auseinander ist Kurbelwellenabdichtung begutachten. (außer sie wurde schon gemacht)

Bei mir war auf den ersten Blick von außen nichts außergewöhnliches zu sehn. (ja, verdreckt war er schon)
Als ich die Kupplungsscheibe abgebaut hatte kam raus das noch die Originale Dichtpackung drin war und diese schon längst am Lebensdauer ende angekommen ist.


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Grüße

manni
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 11.03.2020, 22:39:41
           Hallo Armin,

mit den Blechteilen habe ich wirklich Glück gehabt. Habe selbst über den Zustand der Kotflügel und Haube gestaunt. Löcher waren auch einige zuzuschweißen, die waren aber alle nachträglich reingebohrt. Auch alte Spachtelmasse und größere Beulen hielten sich in Grenzen. Die Vorbesitzer scheinen recht umsichtig gewesen zu sein. Nun will ich hoffen, dass auch die Technik noch einigermaßen mitspielt. Bis jetzt bin ich recht zufrieden mit dem Zustand.

                                          Gruß  Thomas
                                     
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 11.03.2020, 22:52:33
     Hallo Manni,

danke für deinen Tipp. Leider wusste der Vorbesitzer auch nicht, was schon alles gewechselt wurde. Deswegen möchte ich auch kein Risiko eingehen und werde alles kontrollieren. Auch das Ausrücklager und den Dichtring zum Getriebe werde ich mir anschauen. Jetzt wo alles abgebaut ist, hat man nur den halben Aufwand.

                            Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.03.2020, 19:24:26
  Hallo MAN-ler,

möchte euch wieder auf dem Laufenden halten. Habe außer den begonnene Blechteilen noch ein paar Sachen erledigen können. Zwei neue Dieselleitungen wurden angefertigt und die Keilriemen erneuert. Der abgebrochene Zapfwellenhebel wurde gerichtet und entsprechend verlängert, so dass MAN ihn wieder gebrauchen kann. Die Vorderachse habe ich geschliffen und grundiert, die Blattfeder entrostet und mit Rostumwandler an den unzugänglichen Stellen behandelt. Danach mal mit meinem Nachbarn an einigen Aluteilen probiert. Er hat eine entsprechende Scheibe mit Motor zum abschleifen und polieren. Sieht schon recht ordentlich aus. Habe mich entschlossen, alle Aluteile wieder aufzuarbeiten. Gibt ein schöneres Bild. Dank einem Angebot aus dem Forum sind die ESP mit Regler und Düsen zur Aufarbeitung und Einstellung. Waren ganz schön verdreckt. ( Bilder gebe ich an euch weiter) Kann ich nur empfehlen!! Also, es hat wieder ein bisschen gerückt  :D  :D

             Viele Grüße und hoffentlich eine virenfreie Woche      Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 19.03.2020, 21:33:39
Hallo MAN-ler,
hatte die Woche etwas Zeit, um einige Säuberungs- und Verschönerungsarbeiten durchzuführen. Habe dazu das erste mal mit Entlacker gearbeitet. Hat allerdings auch etwas gedauert, bis 4 oder 5 Schichten alte Farbe entfernt waren. Kaltstarteinrichtung, Halterung LiMa, Dieselfilter- und Hahn und weitere Kleinteile erstrahlen nun wieder in altem Glanz. Werde auch den Ventildeckel und die Hydraulikpumpe noch behandeln. Die Feder wurde entrostet und grundiert. Konnte auch eine neue Ratsche für den Spaltfilter erwerben, da die alte ausgeleiert war. Außerdem den Ventildeckel abgeschraubt und Ventile in Augenschein genommen. Am Samstag wird der Motor an der Glocke getrennt, um nach der Kupplung und den Lagern zu schauen. Muss dazu erst noch eine Vorrichtung bauen. Am Sonntag dann dazu mehr. Anbei noch einige Fotos. :)

                                      Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 20.03.2020, 08:01:52
Hallo Thomas,

ich verfolge Deinen Restaurationsbericht sehr interessiert.
Du machst gute und gründliche Arbeit und es geht zügig voran. Mache weiter so, das wird ein schöner Schlepper.

Gruß Theo   
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 20.03.2020, 09:41:20
Hallo,

das sehe ich auch so. Ist ja ein atemberaubendes Tempo......

........und du hast auch noch die Zeit uns durch deine aufschlußreiche Beiträge teilhaben zu lassen.

Danke!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.03.2020, 19:47:36
       Hallo Theo und Gerhard !

Danke für euren Antworten und Zuspruch. Nachdem ich mich im November letzten Jahres im Forum angemeldet hatte, habe ich auch viele Restaurierungsberichte gelesen, um einen Eindruck von dem ganzen Vorhaben zu bekommen. Durch diese Berichte und Antworten auf meine Fragen konnte ich guten Gewissens mit der Restauration beginnen. Da ich auch selbst wieder einiges weitergeben möchte und nicht nur stiller Mitleser sein will, habe ich mich entschlossen, auch einen ausführlichen Bericht an euch weiter zu geben. Es freut mich, dass er im Forum gut ankommt. Durch die derzeitige Situation habe ich etwas mehr Zeit, da ich beruflich etwas zurückfahren musste. Wollte eigentlich nicht so tief in die Materie eindringen, durch gute Ratschläge und Hilfe habe ich mich aber entschieden, alles gründlich zu machen, damit MAN sich hinterher nicht ärgert und es nochmal machen muss. ;)

    Viele Grüße und vor allem Gesundheit       Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 20.03.2020, 22:04:19
Hallo Thomas,
wenn man viel Zeit hat, da schafft man auch viel. Wie ich sehe, benutzt du Scheidel Abbeizer. Eine gute Wahl. Der wird auch von den Profis genommen. Aber sehr aggressiv und für die Haut unfreundlich. Also nur mit ausreichend Schutz verwenden. Und schreib weiter fleißig über deine Arbeiten. Es lesen hier mehr mit, als du glaubst.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.03.2020, 22:58:38
  Hallo Armin,

ja wenn MAN dranbleiben kann rückt es schon, aber die Umstände können einem schon nachdenklich machen. Wenigstens hat MAN etwas zu tun, wenn die Ausgangssperre kommen sollte. Das lenkt etwas von der ganzen Misere  ab. Den Abbeizer habe ich durch das Forum gefunden. Ich verwende ihn nur im Freien mit Handschuhen. Aber ganz ohne Anstrengung geht's bei den vielen Schichten nicht. Es freut mich, dass mein Bericht so viel gelesen wird, da lohnt sich die Mühe wenigstens. Nochmals danke für deine Antwort.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.03.2020, 18:43:50
  Hallo MAN-ler und Mitleser!

Da ich heute etwas früher fertig geworden bin und mein letzter Bericht gut ankam, möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen. Nachdem ich gestern die Vorbereitung zur Schleppertrennung gemacht habe, war es heute soweit. Mit meinem Bruder und dem Nachbarn nahmen wir das Tagwerk in Angriff. Mein hilfreicher Nachbar hatte noch eine Konsole übrig, an die ich 4 Rollen anbrachte und mit Bohlen verschraubte. Nach dem Lösen des Kranzes und absenken auf die Konsole konnte der Motor auf den Rollen nach vorne gezogen werden. Nach ca. 2 Stunden war das Tagwerk vollbracht und mit einem Fläschchen Bier angestoßen. Ausrücklager und Kupplung wurden in Augenschein genommen. Auf den ersten Blick sind keine Beschädigungen zu erkennen. Am Ausrücklager wurde schon mal gearbeitet. Unterhalb der Schwungscheibe an der Kupplungsseite war dickflüssige Schmiere zu fühlen. mal sehen wie die Kurbelwellendichtung aussieht. Wahrscheinlich muss sie erneuert werden. Kupplungsscheibe war durch das Gehäuse schlecht zu erkennen. Auf jeden Fall wird sie mit ausgetauscht.
Konnte auch gestern und heute noch ein paar Verschönerungsarbeiten an der Pumpe und am Kühler machen und wieder zwei Schilder freilegen. Bilder dazu in der nächsten Antwort. :) :)

          Bleibt alle gesund !!     Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.03.2020, 18:48:57
und weiter geht's. Leider ein Bild doppelt, deshalb noch ein Kupplungsbild

      Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 21.03.2020, 20:43:18
Hallo Thomas,
das hat aber geschafft, das freie WE. Schon viel wert, wenn der Nachbar mit praktischen Werkzeug aushelfen kann. So ein Rollbock ist schon von Nutzen, besonders, wenn man das öfters macht. Die Schmiere in der Kupplungsglocke stammt bestimmt von der Kurbelwellendichtung. War bei meinen Treckern auch immer so. Die Spur ist unverkennbar. Wirst du sehen, wenn du die Schwungscheibe demontiert hast. Der Kühler sieht auch noch tip top aus. Wenn er dicht ist, hast du viel Geld gespart. Weiter so.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.03.2020, 21:03:48
   Hallo Armin,                                                                                                                                                                     bis zum Ausbau war er noch dicht, ich hoffe das bleibt auch so. Hat mich schon viel unterstützt, mein Klempnernachbar. Am Kühler muss eine Halterung nachgelötet werden, macht er mir nächste Woche. Ihm gefällt der einfache und stabile Aufbau am Schlepper, deshalb kommt er immer mal zum Schauen und Helfen. Der Lohn ist ein Fläschchen Bier. Schön, dass es sowas noch gibt. Habe ich mir schon gedacht, dass die Schmiere vom KW-Lager kommt, werde nächste Woche mal den Kupplungskorb und die Schwungscheibe abbauen. Gibt es was zu beachten, oder einfach nur die Schrauben lösen?
                                     Gruß   Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: NDS_MAN am 22.03.2020, 12:24:41
Hallos Thomas,
ich verfolge deinen Bericht mit grußem Interesse.
Da ich bei meinem 4n2 demnächst auch etwas unternehmen muß. Er bekommt in letzter Zeit immer mehr Wehwechen.
Mach weiterso.  Dein Bericht ist sehr interessant.
Eine Frage habe ich noch zu deinem Kühler. Wie berkommt mann den so sauber?
Mit dem Beizmittel das du benutzt?
Wünsche dir bei den weiteren Arbeiten viel Erfolg.
Allen zusammen einen schönen Sonntag noch.

MfG
Uli
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.03.2020, 14:22:33
Hallo Uli,

danke für dein Interesse. Wollte auch erst nicht soviel machen, aber dann kommt eins zum anderen. Nun habe ich mich durchgerungen, Stück für Stück in Angriff zu nehmen. Ja, habe das oben erwähnte Abbeizmittel von Scheidel verwendet. Je nach Schichtdicke muss es einige Zeit einwirken, bei mehreren Schichten auch mal über Nacht. Den Rest dann mit Spachtel oder Drahtigel entfernen und mit Reinigungspaste nachreiben.

Ebenfalls noch einen schönen Sonntag        Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 22.03.2020, 14:31:51
Hallo zusammen,
wenn man Abbeizer benutzt, so kann man auch nach der Einwirkphase mit einem Druckluftnadler, oder Drahtigel bzw. Zopfbürste gute Ergebnisse erzielen. Das geht aber nur auf massiven Untergrund, wie Gussteile oder massiven Blechteilen. Bei dem Messingblech vom Kühler würde ich auf solche mechanischen Hilfsmittel verzichten. Und bei allem chemischen Produkten immer auf ausreichen Arbeitsschutz achten. Haben zur Zeit genug andere Sorgen und Probleme. In diesem Sinne allen Mitlesern einen schönen Sonntag und bleibt gesund und Zuhause.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.03.2020, 19:48:30
Hallo, MAN-ler und Gäste!

Ich bins schon wieder. Wenns euch zu schnell geht, sagt es mir bitte. ;) Habe mich heute an den Ausbau der Einscheibenkupplung und des Schwungrades gewagt, um zu sehen, was hinter dem großen Schwungrad los ist. Danke noch mal an eure Hinweise, besonders an Armin und Leo. Nach dem Lösen der Schrauben an der Kupplung konnte ich sie herausnehmen und inspizieren. Auf den ersten Blick machte sie noch einen akzeptablen Eindruck, Beläge noch nicht bis auf den Nieten und trocken, aber sehr hart und glasig. Auf der Scheibe fand ich einen Stempel mit 11/62. Ob der Belag schon mal gewechselt wurde, weiß ich nicht. Werde sie wahrscheinlich komplett überarbeiten lassen. Kennt jemand von euch eine gute Adresse?
Dann machte ich mich an den Abbau des Schwungrades, wobei der große Ring noch abgenommen werden musste. Er war unten schon ziemlich ölverschmiert.
Das Sicherungsblech und die entsprechenden Schrauben sahen noch ziemlich jungfräulich aus. Ich weiß nicht, ob sich da schon mal jemand dran vergriffen hat. Nach dem Lösen der Schrauben stellte ich mir erst mal einen Stuhl hin, um das Rad heraus zu bekommen. Es machte mir einen ziemlich schweren Eindruck und ich war alleine. Nach etwas Ruckeln und Wackeln konnte ich es eben auf den Stuhl bugsieren. Dann noch eine schiefe Ebene angelegt und auf den Boden gerollt. Ich hätte es nicht anheben wollen. Danach das Gehäuse inspiziert. Wie Armin schon gemutmaßt hat, war eine breite Ölspur zu erkennen. Also war die Anstrengung nicht vergebens. :) Jetzt weiß ich auch, warum einer der Vorbesitzer eine so schöne Ölauffangwanne gebaut hat. ;)
Die Zähne vom großen Zahnkranz sind vorne etwas abgenutzt. Ich weiß nicht, ob das noch im Toleranzbereich liegt?
Was meint ihr dazu?
Bilder dazu in der nächsten Antwort!
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.03.2020, 19:57:08
So, noch ein paar Bilder zum Schwungrad
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 23.03.2020, 21:31:02
Hallo Thomas,
hast du aber zum Glück noch einen stabilen Stuhl gehabt. Der Zahnkranz sieht übel aus. Kann mich erinnern, das man diese wechseln kann. Der ist meiner Meinung nach aufgeschrumpft. Das bedarf aber Erfahrung, den Zahnkranz runter zu nehmen und andersherum wieder aufzuziehen. Wie es aussieht, hast du auch noch einen Burgmannring als Kurbelwellendichtung verbaut. Weiß nicht, ob du auf Wedi umbauen kannst. Da müssten sich mal die Experten zu Wort melden. Zur Kupplungsscheibe, denke mal, sieht noch ganz gut aus. Der Belag ist noch recht dick. Habe da schon wesentlich dünnere gesehen, so dass die Nieten schon geschliffen haben. Wenn keine Risse sichtbar sind, und die Nieten noch alle fest sind, dann alles schön sauber machen und einfach wieder einbauen. Für unsere Zwecke noch gut genug. Aber hier wären andere Aussagen auch interessant.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MDM5 am 23.03.2020, 21:49:53
Hallo Thomas,

Auf der Scheibe fand ich einen Stempel mit 11/62. Ob der Belag schon mal gewechselt wurde, weiß ich nicht.

das dürfte die Originalscheibe sein, wenn möglich mit dem Stempel am Automat vergleichen.

Bei mir wurde die Scheibe in den 80er schon mal getauscht, der Automat ist aber noch Original BJ '53

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Der Starterkranz ist "gut benutzt" ich wollte bei meinem 440er zuerst auch den Kranz drehen aber der hält bombenfest, so wurden nur die Grate abgefeilt. Solange es keine Zahnausbrüche gibt hätte ich da jetzt nicht das Riesenproblem gesehen.

grüße

manni
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.03.2020, 22:53:03
Hallo Armin und manni,

danke für eure Antworten. Der Kranz sieht im letzten Bild durch die Nahaufnahme etwas schlimmer aus. Es ist zwar ein Grat und Abrieb vorhanden, aber es ist jetzt nicht so gravierend. Im oberen Bild sieht man ihn komplett. Zähne sind nicht ausgebrochen. Möchte mich eigentlich nicht daran wagen. Haben eine Firma in der Nähe, die ihn mir evt. bearbeiten kann. Muss mal wegen dem Drehen fragen. Die Kupplung sieht soweit noch ganz gut aus, wenn ich mir die Scheibe von manni anschaue, sieht meine aber sehr hart und glänzend aus. Wenn sie wirklich schon so alt ist, werde ich sie tauschen oder neu belegen lassen, dann dürfte sie mich aushalten. Ja, Armin, das ist noch ein alter Kneipenstuhl aus den 60er Jahren, der hat schon einiges ausgehalten. In der ETL steht bei mir als Dichtring Radialdichtring 85x105x13,  ist glaube ich vom Baujahr abhängig. Mache erst mal alles sauber, vielleicht kann man dann mehr erkennen. Werde mich dann noch mal mit dir in Verbindung setzen.

                   Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 24.03.2020, 10:19:57
Hallo Thomas,

entferne den Grat an den Zähnen vom Zahnkranz und laß ihn drin. Ich hab schon schlechtere gesehen und die funktionieren auch noch.

Kauf von dem gesparten Geld eine Kiste Budweiser.......Prost!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.03.2020, 16:12:13
Hallo Gerhard,

danke für deine Antwort.Mit dem Kasten Bier das ist keine schlechte Idee, muss nur wieder etwas wärmer werden. Wenn du mal in der Nähe bist, trinken wir ein Fläschchen zusammen. Mit dem Kranz werde ich es so machen, hält mich wahrscheinlich noch aus. :)

Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.03.2020, 20:24:08
Hallo, MAN-ler !

Habe heute nach dem Saubermachen der Glocke die Sache einmal genauer anschauen können. Nach nochmaligem Schauen in der ETL und Rücksprache mit Armin ist doch tatsächlich schon ein Simmerring und kein Burgmannring verbaut. Da es sich im unteren Bereich um einen Güldner-Motor handelt, wurde ab einer bestimmten Motornummer bzw. Baujahr auf Simmerring umgestellt. Erspart einem die Umrüstung. Auf euer Anraten wird der große Zahnkranz entgratet und etwas beigeschliffen. Das Anlasserritzel sieht augenscheinlich noch recht gut aus. An der Kupplung habe ich nach einigem Suchen auch den Stempel an der Druckplatte gefunden. Stimmt mit dem Baujahr überein. Die Scheibe selbst ist von 11/62.Werde sie auf jeden Fall austauschen oder neu belegen. Also gute Nachrichten und ein Grund für ein Bierchen.

                              Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: kobbi am 24.03.2020, 21:27:48
                                    Moin Thomas
Die Zähne sehen doch noch gut aus !
Wenn es anders währe, währe da auch ein Leistungsverlust
bei der Kraftübertragung, das kann schon einiges ausmachen.
Bei den Lagern des Anlassers ist es eben so.

Du machst das schon, sieht gut aus !

                                               Gruß Jens
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.03.2020, 22:05:23
Hallo Jens,

ich denke auch, dass nach dem Entgraten und Schleifen alles soweit wieder funktioniert. Es waren vorher auch keine Geräusche oder Probleme beim Anlassen zu bemerken. Es ist schön, dass ihr euch mit euren Ratschlägen und Tipps an der Restauration beteiligt. Da geht das Arbeiten gleich besser von der Hand.

         Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN Martl am 25.03.2020, 14:32:11
Servus Thomas.

Bei mir war es das gleiche in Grün.
Ich habe die Verzahnung mit der Feile bearbeitet das reicht völlig aus.
Bei mir ist auch ein Simmering drinn und der hat enau so gesuppt.
Wie viel Spiel hat eigentlich dein Kurbelwellenhauptlager???
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.03.2020, 18:55:19
Hallo Martin,

fast die gleichen Bilder wie bei mir. Mit dem Zahnkranz denke ich wird es mit Feilen und Entgraten gut sein. Bei über 60 Jahren Laufzeit ist es ja auch verständlich, wenn sich hier und da mal ein Lager oder Simmerring verabschiedet. Bis zum Hauptlager bin ich noch nicht vorgedrungen, da lasse ich einen Fachmann danach schauen. Beim Drehen der Kurbelwelle konnte ich kein Spiel bemerken, aber das will ja nichts heißen. Weiterhin viel Erfolg!

                             Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 25.03.2020, 20:55:23
Hallo Thomas,
habe heute mal an dem Deckel von Regler etwas Farbe abgekratzt. unter dem MAN-grün kommt dann die nächste Schicht Farbe. Die sieht aus, wie Fendt-grün. Darunter ist dann rotbraune Grundierung. Hast du diese Zusammenstellung an anderen Teilen auch festgestellt, oder ist das nur bei dem Motor so. Schon etwas eigenartig. Kann mir nicht vorstellen, dass MAN mal die Farbe ausgegangen ist und daher auf andere zurück greifen musste.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Luci am 25.03.2020, 21:13:37
Hallo Armin.
Die selbe Frage stelle ich mir auch manchmal.
Bei mir kommt an Stellen so ein Deutzgrün zum Vorschein, wo ich denke so genau hat den niemand falsch lackiert!  :(
Gruß Alex
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 25.03.2020, 21:28:21
Hallo,
sollte da wohl doch mal eine Serie andersfarbig vom Band grollt sein? Dazu müssten sich aber noch mehr Besitzer von diesem Typ melden.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.03.2020, 21:43:01
Hallo Armin und Alex!

Die hellgrüne Farbe ist am ganzen Schlepper zu finden. Dachte ein Vorbesitzer hätte ihn so lackiert, bei den vielen Schichten ist mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen ,dass es die Schicht nach der Grundierung ist. Ist schon recht seltsam, wenn er in dieser Farbe so vom Werk gekommen wäre. Auf jeden Fall ist die Farbe ziemlich schlecht zu entfernen, sie hält wie verrückt. Auch am Kühler war sie zu finden.

                                        Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Wipf9 am 26.03.2020, 08:13:16
Hi, nur mal ein Ansatz: Der 4L1 hat ja einen Güldner-Motor (den MAN auf M-Verfahren modifiziert hat) …. Die älteren Gülnder hatten genau dieses Grün da bei uns im Dorf so einer lief.
Evtl. gibt's da nen Zusammenhang? Bei meinem 4L2 ist definitiv keine Grüne Farbschicht unter dem MAN-Grün
LG
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 26.03.2020, 09:08:33
Hallo zusammen,

guter Gedanke! Bei einem 2F1 habe ich diese grüne Güldner Farbe auch schon entdeckt.

Allerdings nur am Motor, aber das würde ja passen.

Bei einem meiner RMW Traktoren ebenfalls, der hat einen Güldner 2LD Motor drin.

Das scheint so üblich gewesen zu sein, Motor bei Güldner aus der laufenden Produktion eingekauft und mit der neuen Werksfarbe überlackiert.

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 26.03.2020, 19:24:15
Hallo ihr beiden,

klingt zunächst logisch, aber dann dürfte ja am Rest des Schleppers keine hellgrüne Farbe zu finden sein. Dem ist aber nicht so. Habe auch an der Vorderachse und am Getriebe diese Farbe gefunden. Also weiterrätseln.
Habe heute meinen Motor zur Begutachtung und Instandsetzung zu einem guten Bekannten gebracht. Mal sehen, was außer dem Simmerring noch für Überraschungen zum Vorschein kommen. Halte euch auf dem Laufenden.

              Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN Martl am 26.03.2020, 19:27:16
Servus zusammen.

Das ist eine Begründung die mir einleuchtet so habe ich das noch gar nicht gesehen
aber bestimmt richtig.Den diese Lackunterschiede gab es nur am Motor und
nirgenswo anders. :o Irrtum und am Getriebe auch also haben die von Güldner mehr mit der Güldner Lackierung zugekauft
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Luci am 26.03.2020, 20:53:34
Hallo zusammen.
Meiner ist ja ein P und somit ein "reiner" MAN.  :(
Weiter rätseln.
Gruß Alex
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: man leo am 27.03.2020, 08:33:26
Hi, um die Verwirrung noch größer zu machen ich habe zwei 4L1 und an keinem ist die grüne Farbe gewesen.
Der eine war komplett grün lackiert, aber unter dem grün war die MAN Farbe.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MDM5 am 27.03.2020, 09:46:00
Hallo zusammen,

auch bei mir gabs an diversen Teilen die Dunkelgrüne Farbe:


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Grüße

manni
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: 18ender am 27.03.2020, 09:51:38
Moin, ich bin zwar kein "Pathologe" aber seid ihr sicher, dass ihr die Schichten unten/drüber richtig zuordnen könnt. Zwei meiner MAN waren auch mit Deutz Grün Bauernblind übergemalt, das ist größtenteils abgeblättert.... jetzt könnte man da Deutzgrün in der Unterzahl denken, dass das die Grundfarbe gewesen sei....
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: manboliden am 27.03.2020, 13:04:22
Habe bei meinem 2L1 auch das Farbenspiel,
Grün, Blau, Grün, Rostrot (Grundierung)  an einigen stellen auch noch Schwarz unterm Blau.
Nicht nur am Motorblock, auch Getriebeblock und den Achstrichtern!
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 27.03.2020, 21:50:41
Hallo, zusammen!

Habe auch noch mal ein bisschen gesucht, teils ist die hellgrüne Farbe wirklich als Deckfarbe über der Grundierung, teils wurde anscheinend aber auch schon drüberlackiert. Ist schon ganz schön verwirrend das Ganze.
Habe heute mein überholtes Lenkgetriebe von meinem Schlosserkumpel bekommen, sieht aus wie neu. Lager und Simmerringe wurden gewechselt, alles abgedichtet und mit Fließfett gefüllt. Funktioniert wieder tadellos. Und natürlich wieder ein Herstellerschild freigelegt  :)
                               Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 30.03.2020, 20:40:43
Hallo,
stelle meine Bilder auch nochmal ein, da auch bei anderen Beiträgen durch den Ausfall des Forums die Bilder im letzten Beitrag nicht mehr zu öffnen sind.
                                                    Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 31.03.2020, 15:43:10
Hallo, MAN-Freunde!

War heute wieder mal beim Lackierer, um mich nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Die Haube und ein Kotflügel sowie einige Kleinteile sind schon gefüllert und innen beschichtet. Ein Kotflügel muss noch gespachtelt werden. Sieht schon sehr gut aus. Die anderen Teile wurden sandgestrahlt und grundiert, sodass ich sie weiter bearbeiten kann. An einigen Sachen muss noch etwas gespachtelt werden, dann sind sie lackierfertig. Hat also wieder ein Stück gerückt. :) :)
Anbei noch etwas fürs Auge  ;)
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 31.03.2020, 20:50:16
Hallo Thomas,
das ruckt ja bei dir gewaltig. Eben erst angefangen zu schrauben und nun, wenn das so weitergeht, steht der Traktor Pfingsten beim TÜV. Bei mir dauern solche Projekte meistens 2 Jahre. Trotzdem schön dran teilzuhaben an deinen Berichten. Mach weiter so.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 31.03.2020, 22:05:09
Danke Armin,
werde mein Bestes versuchen. Aber ganz so schnell wird's doch nicht gehen. Hatte halt Glück, dass die Firmen im Moment nicht so viel zu tun haben und kleinere Sachen zwischenschieben können. Außerdem habe ich auch viele gute Bekannte und Helfer, die mich unterstützen. Mal sehen, wie die Hinterachse lager- und dichtungsmäßig aussieht, dann sehen wir weiter. Will euch ja auch noch ein bisschen auf dem Laufenden halten. Außerdem gibt's im Frühjahr auch wieder mehr zu tun. Muss nebenbei noch ein paar Meter Holz machen, denn der nächste Winter kommt bestimmt. ( oder auch nicht ?). Hauptsache wir bleiben alle gesund und können uns an unseren schönen MAN's weiterhin erfreuen.
                               Viele Grüße  Thomas

                           
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 05.04.2020, 11:21:41
Hallo, MAN-ler!
Möchte euch wieder über ein paar Fortschritte informieren. Geht im Moment etwas langsamer voran, da bei dem schönen Wetter noch andere Sachen zu erledigen sind. Das Reglergehäuse am Motor wurde entlackt und der Alulook wieder hergestellt. Neue Einsätze für die Düsen besorgt, da die alten nicht mehr ordentlich funktionierten. Der Auspufftopf wurde sandgestrahlt und neu verzinkt. Das Gasgestänge und Spaltfiltergestänge wird auf Kugelköpfe umgebaut, da das alte Gestänge an den Winkeln schon recht dünn geworden ist. Anbei noch ein paar Fotos.

Einen schönen Sonntag und bleibt alle gesund!!     Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: manboliden am 05.04.2020, 16:27:13
Hallo thomas,
wie konservierst du den Alulook?  Habe auch einige Teile bei meinem 2L3 auf Alulook reduziert und ihn mit Klarlack überzogen.
Hält jedoch nicht lange. Nach etwa 1 jahr läuft es an und leichter (Flug) Rost bildet sich.
Kann es an dem Lack liegen? Habe guten Bootslack verwendet.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 05.04.2020, 17:09:15
Hallo Udo,
am Traktor selbst habe ich bis jetzt noch nicht konserviert. An meinen Motorrädern nehme ich Auto-Schutzwachs. Hat bisher gut funktioniert. Manche machens auch mit Klarlack, das wird aber nach einiger Zeit gilblich. Denke, es liegt an der Sonneneinstrahlung. Nochmal schön mit Elsterglanz abgerieben und mit Schutzwachs konserviert. Einfach mal ausprobieren bei einem Teil.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 07.04.2020, 21:37:12
Hallo, MAN-ler!
Konnte heute wieder einige Sachen erledigen. Da im Moment die Auftragslage nicht so rosig ist, sind meine Gestänge für Gas und Spaltfilter schon fertig geworden. Saubere Arbeit! Außerdem wurde der Tragbock nochmals gesäubert und abgeschliffen. Mit meinen Nachbarklempner machte ich mich an das Lösen der Muttern  der Vorderachsgabel und an den Hinterrädern. Dazu brachte er entsprechende Stecknüsse mit (XXL). An der Vorderachse ging es mit Verlängerung recht gut, bei der Hinterachse wollten die Splinte schon nicht  raus. Also heißgemacht und die verrosteten Splinte rausgefriemelt. Dann Stecknuss mit Verlängerung aufgesetzt und mit Muskelkraft aufbekommen.
Wie geht es jetzt weiter? Welcher Abzieher wird benötigt, um die Nabe abzubekommen, was ist noch zu beachten?
Freue mich über eure Vorschläge.
                                                       Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.04.2020, 20:16:38
Hallo, MAN-ler !

Wollte mich mal wieder bei euch melden, nachdem ich letzte Woche mit Holzmachen  zutun hatte und am Schlepper nicht viel erledigen konnte. Danke für eure Rückmeldungen und Ratschläge für die Hinterachse. Nachdem die Kronenmutter gelöst war, machte ich mich ans Abschrauben des Vorgeleges. Beim Ablassen des Öles kam nur noch ein Tassenkopf voll zusammen. Nehme an, dass das übrige Öl zwischen Radnabe und Vorgelegedeckel ausgelaufen ist, da die ganze Felge eingesaut war. Nach dem Lösen der Schrauben und ein paar vorsichtigen Schlägen mit dem Gummihammer löste sich der Vorgelegedeckel mit dem großen Stirnrad und der Nabe ohne Probleme vom Zwischengehäuse ab. Die Zahnräder und Lager sind noch tiptop in Ordnung. Gut, dass sie nicht komplett trocken waren. Auch vor der Bremse im Gehäuse des Achstrichters ist Öl zu erkennen. Als nächstes müsste das Zwischengehäuse runter, damit ich an die Bremse komme. Muss ich dazu die komplette Steckachse mit rausziehen oder kann sie im Getriebe verbleiben? Das Wechseln der Simmerringe lass ich in einem Metallbetrieb machen, da ich die Werkzeuge dazu nicht habe. Die Entlüftungsschraube war komplett mit Farbe zu, da konnte nichts mehr entweichen. Anbei noch ein paar Bilder. :)               
Bleibt schön gesund!       Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.04.2020, 21:58:59
Hallo MAN-ler,

konnte heute wieder einige Sachen an der Hinterachse erledigen. Da ich zu Hause nicht das entsprechende Werkzeug habe, bin ich mit der Radnabe und dem Vorgelege zu meinem Schulkameraden in den Nachbarort gefahren. Dort hat er einen Metallbetrieb für Lohnarbeiten. Um die Nabe vom Achsstummel abzuziehen, wurde sie entsprechend erhitzt und mit einem XXL-Abzieher unter Druck gesetzt. Zunächst wehrte sie sich noch. Nach entsprechender Einwirkzeit und einigen Schlägen mit dem Hammer gab sie schließlich auf. Nach dem Abziehen des Lagers konnte der defekte Simmerring entfernt werden. Die beiden Lager sind noch in Ordnung. Dann baute ich noch das Zwischengehäuse ab, um zu sehen, wie die Bremse aussieht. Beim rausziehen der Steckachse sah ich eine milchige Masse daran. Beim Ablassen des Öls aus dem Allradantrieb kam über ein Liter Wasser heraus, auf dem ein paar Fettaugen schwammen. Nun wusste ich, wo die Sauerei herkam. Wahrscheinlich ist durch den Allradhebel Wasser ins Allradgetriebe gelaufen. Nach Inspizieren der Bremse sah ich das nächste Übel. Die Beläge total porös und zig-mal gebrochen. Hinter der Bremstrommel alles voller Öl und Dreck. Auch hier der Simmerring total hinüber. Anbei noch einige Bilder für euch.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.04.2020, 22:03:47
und hier die restlichen Bilder
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 15.04.2020, 22:19:24
Hallo Thomas,
gut, dass du die Narbe vom Stummel runter bekommen hast. Nur so kannst du die Verschleißteile wechseln. Bremsbeläge müssen nun auch neue drauf. Da gibt es heute 2 Möglichkeiten. Entweder aufnieten, oder aufkleben. Wirst du sicher beides machen lassen müssen.  Das mit dem Dreck und Öl in der Bremstrommel kenne ich nur zu gut. Sind meistens noch die originalen Beläge von vor über 50 Jahren drauf. Echte Raritäten. Wie sehen dann die Bremstrommeln von innen aus?
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.04.2020, 22:35:42
Hallo Armin,
sie hat sich wirklich lange gewehrt, aber wie du schon sagtest, mit dem Hammer ein paar kräftige Schläge und nicht so zimperlich sein. Die Beläge auf der Bremse sind wirklich uralt und wie aus Glas. So sehen sie auch aus. Die Trommel ist erstaunlicherweise ohne größere Riefen, kann man auf dem Bild nicht so erkennen. Wer erledigt solche Arbeiten mit den Belägen, oder wieder Selbermachen ?

Grüße ins Eichsfeld !    Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: NDS_MAN am 16.04.2020, 10:07:34
Hallo Thomas,

das mit dem Öl im linken Achstrichter war bei unserem B18A auch so.
Es sah aus wie Kakao und war auch genau so flüssig.
Die Ursache dafür hast du ja bereits erkannt.
Wir machen seitdem vor dem waschen immer einwenig Fett um den Allradhebel.
Seit dem haben wir kein Problem mehr mit Wasser im Öl.

An sonnsten ein sehr interessanter Bericht, das mit dem Getriebe ist fast genau so wie bei unserem B18A.
Kommt mir bekannt vor ( ist aber bereits auch über 15 Jahre her wie die Zeit vergeht).

Bitte mach weiter so mit deinem Bericht. Ich wünsche Dir noch viel Erfolg bei deinen Arbeiten.

MfG
Uli
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.04.2020, 21:48:52
    Hallo Uli,

danke für dein Interesse, ich freue mich über jeden Zuspruch. Habe ja auch schon viel Unterstützung aus dem Forum bekommen. Ich nehme an, dass  beim Abkärchern noch einiges an Wasser dazugekommen ist, denn der erste Schwall war noch klar. Zum Schluss kam dann die Vanillesauce heraus. Mit dem Fett das ist eine gute Idee. Es gibt viele Teile die mit dem 18 er gleich sind. Ist glaube ich auch ein ZF A-8/6 Getriebe verbaut. Auch die Vorderfeder habe ich von einem 18er geholt, da meine gebrochen war. Ja, mal sehen ,was noch für Überraschungen kommen. Im Moment geht's ganz gut voran.

Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.04.2020, 22:19:22
Hallo, MAN-Freunde,

damits nicht langweilig wird, geht's gleich weiter. Habe heute die Steckachse mit Zwischengehäuse zerlegt und alles gereinigt. Beim Lösen der Nutmutter fiel mir auf, dass die Kanten schon tüchtig zerklopft waren. Durch das Linksgewinde wahrscheinlich fest statt lose geschraubt. Mal sehen ob ich eine neue angefertigt bekomme. Das große Lager auf der Achse hat fühlbares Spiel, werde es wohl wechseln müssen. Simmerring auch knochenhart und viel Ölkniest unter der Bremstrommel. Die beiden anderen Radlager sind noch ohne Spiel und fest im Lagersitz. Denke, dass sie mich aushalten. Nach dem Reinigen noch ein paar Sachen grundiert. Wenn die Teile da sind, hilft mir mein Schulkollege wieder beim Zusammenbau. Anbei noch ein paar Bilder

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 16.04.2020, 22:34:32
Hallo Thomas,
Sicherungsbleche und Nutmuttern gibt es neu. Bremstrommel sieht auf den Bild noch ganz gut aus. Mit etwas feinem Schmirgel die Bremsfläche sauber machen, sollte ausreichen. Bremsbeläge selber bohren und aufnieten, erfordert schon etwas Erfahrung. Vielleicht gibt es ja noch ein paar Tips aus dem Forum. Warte erstmal ab. Ansonsten musst du viel Zeit im Moment haben, so schnell wie du den Trecker zerlegst. ;) Weiter so mit den Berichten.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.04.2020, 23:08:20
Hallo Armin ,
danke für den Hinweis mit den Nutmuttern. Dachte gar nicht, dass sowas noch hergestellt wird. Hoffentlich bekomme ich auch eine mit Linksgewinde. Mit der Bremse suche ich noch jemanden, der mir die Beläge wieder erneuert. Gesäubert und abgeschmirgelt habe ich sie.  Werde wohl oder übel nun auch die andere Seite aufmachen müssen, obwohl hier noch kein Öl ausgetreten ist. Im Moment habe ich durch die Corona- Sache noch etwas Luft, kann sich aber schnell wieder ändern. Schön, dass meine Berichte hier Anklang finden. :) Bilder von der Bremse folgen noch.

Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 19.04.2020, 13:19:04
Hallo MAN-ler !

Mittlerweile schon beim 100. Beitrag angekommen. Nochmals danke für eure rege Beteiligung. Habe euch einige Bilder vom Bremsenabbau eingestellt. Ein Problem ergibt sich in der Beschaffung eine neuen Dichtringes im Achstrichter. MAN sieht das ausgetretene Öl im Gehäuse. Es ist kein Simmerring im herkömmlichen Sinn, sieht aber fast so aus. Er nennt sich Gummischnurring (ZF 34.63.0) mit der Größe 41,5x62x10/8. Ist beim Ausbau leider zerbröselt. (Letze zwei Bilder) Was kann man als Ersatz nehmen, da die Ringe nicht mehr verfügbar sind? Er sitzt auch zwischen 2 Stegen, einen normalen Dichtring wird man da sicher nicht hineinbekommen.  >:(  Wer kann helfen??
Danke im Voraus!             Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.04.2020, 21:13:59
Hallo, MAN-ler!

Möchte euch weiter auf dem Laufenden halten. War heute beim Lackierer meines Vertrauens und habe mir die Fortschritte angeschaut. Bis auf einen Kotflügel ist alles soweit vorbereitet. Denke, dass es nächste Woche mit dem Decklack losgeht. Bin schon mächtig gespannt. Hoffe, dass es auch der richtige Farbton ist. Er will erst ein paar kleine Teile spritzen, die ich mir dann anschaue. Auf dem Rückweg noch bei meinem Schulkameraden vorbeigeschaut und ein defektes Lager abgezogen und neue Simmerringe und das Lager bestellt. Danke nochmal an Leo und Armin für ihre Infos. Die Nutmutter fertigt er mir neu an. Als nächstes will ich mich mit der anderen Seite beschäftigen, ist bald nichts mehr dran am Schlepper. Anbei wieder was fürs Auge. :) :)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 21.04.2020, 21:35:07
Hallo Thomas,
sehen jetzt schon chic aus, deine Blechteile. Wie werden die erstmal im MAN grün erstrahlen...
Ansonsten gibt es noch vieles abzubauen, am Rest vom Trecker. Und das Getriebe ist auch nicht mal so schnell abgedichtet und eventuell neu gelagert. Wie du siehst, gibts noch eine Menge zu tun. Aber wenn schon auseinander, dann alles. Hast du schon eine Lösung für dein Bremsen-Problem. Hat sich noch niemand gemeldet?
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: NDS_MAN am 22.04.2020, 09:42:11
Hallo Thomas,

wie du weiter oben schreibst möchtest du auch auf der rechten Seite das Portalgetriebe abbauen.
Hierbei musst du darauf achten, das die Differentialsperre eingeschaltet ist.
Es kann sonnst passieren, das Dir der Betätigungsmechanismus auseinander fällt.

Wenn ich mich richtig erinnere haben wir diese mit einem Seil oder Draht im eingeschaltetem Zustand um die Achse fixiert.
Wünsche Dir noch viel Erfolg bei deinen weiteren Arbeiten.

Bleibt alle Gesund!

MfG
Uli
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.04.2020, 21:20:02
Hallo Armin und Uli !

Danke für eure Hinweise und Informationen.
@ Armin: Ja, die Teile sehen schon super aus. Hätte ich alleine nicht alles geschafft. Mal sehen, wann die ersten Teile fertig sind. An das Getriebe wollte ich eigentlich nicht dran, da noch alles trocken ist und auch die Schaltung wieder super funktioniert . Das Getriebeöl war noch ganz frisch, eventuell ist schon mal was gemacht worden. Schauen wir mal. Mit der Bremse habe ich noch gewartet, bis die andere Seite abgebaut ist, habe bis jetzt noch keine Rückmeldung bekommen.
@ Uli: Danke nochmal für den Hinweis, hatte es in einem Bericht schon mal gelesen. Werde eine Schraubzwinge   anbringen, passt gut dran. Auf der anderen Seite habe ich den Allradhebel gezogen, damit nichts herunterfällt. Ohne solche Tipps hätte man hinterher viel Arbeit. Danke für deinen Zuspruch, hoffe dass alles weiter so gut läuft, auch mit eurer Hilfe. Auch euch vor allem Gesundheit, kommen auch wieder ruhigere Zeiten!

          Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Luci am 22.04.2020, 21:39:04
Hallo Thomas,
ich hatte die Bremsbeläge für meinen P hier bestellt.

https://bremsen-schoebel.de/

Da kannst du die auch hinschicken!
Gruß Alex
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.04.2020, 22:05:33
Hallo Alex,

danke für deine Info. Da ich selbst noch keine Bremsen belegt habe, werde ich sie zum Aufarbeiten hinschicken. Muss nur noch mal nach der Stärke schauen, da die linke Trommel etwas ausgedreht wurde. Will morgen die andere Seite abbauen, dann werde ich alles zusammen neu belegen lassen.

Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.04.2020, 20:02:06
Hallo MAN-Freunde,

habe heute die rechte Bremse aufgemacht. Sieht nicht ganz so übel wie links aus. Obwohl die Stärke noch geht, fielen die ersten Teile der Beläge beim Abziehen der Trommel schon heraus. Auch alles gerissen und glashart. Werde jetzt alles zusammen neu belegen lassen. Danke noch mal für die angegebenen Adressen. Obwohl die Seite ohne Ölverlust war und noch alles trocken ist, werde ich die Simmerringe im Vorgelege und Achstrichter vorsichtshalber wechseln, da sie sicher genauso alt sind, wie auf der anderen Seite. Für den Dichtring im Achstrichter habe ich leider noch keinen Ersatz gefunden. Hat vielleicht einer von euch diese Dichtung schon mal ersetzt?. Für eine Info wäre ich dankbar. Anbei noch einige Fotos.
                                                       Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: mortl am 24.04.2020, 20:52:30
Hallo Thomas,

ich habe mich gerade mit deinen Dichtring beschäftigt vom li. Achstrichter, wenn ich die ET-Liste studiere Tafel 34 komme ich auf
einen Wedi 42x62x10 Bild 25.

Auf Tafel 29 erscheint deine Nr.: ZF 34.63.0 unter Bild 12a das aber einen Moosgummi bezeichnet.
Magne, hat mal eine seltene Zeichnung eingestellt von diesen "Dichtring" http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/as-440-a-mit-bagger/msg4041/#msg4041 (http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/as-440-a-mit-bagger/msg4041/#msg4041)

Leider habe ich kein Bild wo dieser Dichtring 12a auf Tafel 29 genau verbaut ist, da er auf der Tafel leider nur benennt wird.
Ich denke das dieser Dichtring/Moosgummi gedacht ist den Bremsstaub abzuhalten, der würde auch in diese 2 Stege vom System her passen.
Aber wo sitzt dann der Wedi von Bild 25 ?
Vielleicht hat jemand Fotos wo dies zu sehen ist.

Gruß Martin



Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.04.2020, 20:31:43
Hallo Martin,
danke für deine Recherchen. Einen Moosgummiring habe ich auch nicht gefunden. Den Ring, den ich ausgebaut habe, hat die Maße 41,5x62x8/10. Er sitzt am Beginn des Achstrichters. Hatte vor dem Ausbau ein Bild gemacht. Auch vom ausgebauten Ring noch ein paar Fotos. Ist schon ziemlich deformiert. Für einen Simmerring ist er mir zu weich. Eine Feder war aber darin. Er war von außen in die Stege eingedrückt. In dieser Form ist er leider nicht mehr verfügbar. Vielleicht kannst du mit den Bildern was anfangen.

Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.04.2020, 21:11:19
Hallo, MAN-Freunde !
Konnte wieder ein paar Fortschritte machen. Die Bremsbacken habe ich gestern zu einem LaMa- Händler in der Nähe gebracht. Bis nächste Woche will er mir sie neu belegen. Machen sie dort selber. Preis ist auch in Ordnung.
Heute mit meinem Klempnernachbarn im Home - Office gearbeitet, da der Metallbetrieb am Samstag zu war. Nachdem wir gestern schon mal probiert hatten, die Nabe vom Achsstummel abzuziehen, ging es heute mit neuem Elan ans Werk. Da das Propangas alleine nicht heiß genug war, schloss er seine Azethylenflasche noch mit an. Mein Schlosserkumpel brachte einen entsprechenden Abzieher mit. Die Konsole wurde umfunktioniert und als Halterung für das Vorgelege hergerichtet. Nachdem wir mit einer zwei Meter Verlängerung den Abzieher vorgespannt hatten, warf er seinen Brenner an und los gings. Nach ca. 10 Minuten Dauerfeuer gab es die ersten Knackgeräusche. Nach weiteren "Rückmeldungen" gab es einen Knall und die Nabe samt Abzieher flog in hohem Bogen von der Welle und landete ca. einen Meter neben der Konsole (so, wie auf den beiden Bildern zu sehen). Gut, dass keiner im Weg stand. Daraufhin wurde erst einmal angestoßen. Noch das Zwischengehäuse geöffnet, und das Tagwerk war vollbracht.

              Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 25.04.2020, 22:41:52
Hallo Thomas,

wählerisch seid ihr nicht mit dem Einsatz eurer Mittel...................

..........beim Bier auch nicht! Budweiser, Radebeger, Veltins!!!

Mach bestimmt immun gegen Corona, weiterhin viel Erfog bei eurer Arbeit!

Gruß
Gerhard

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.04.2020, 23:06:19
Hallo Gerhard,
du weißt doch wie das ist, da kommen immer so bunte Blättchen am Samstag, wo verschiedene Geschäfte ihr Bier anbieten. Früher hatte alles ein Preis oder man musste nehmen, was da war. Ja, bei einer geglückten Aktion kann MAN schon mal ein Fläschchen aufmachen und für die Gesundheit ists im Moment auch förderlich. Mein Nachbar hat immer gute Ideen, bis jetzt hats meistens geklappt, auch wenn man mal improvisieren muss. Danke für deine Erfolgswünsche und ebenfalls alles Gute! :)

                   Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: mortl am 26.04.2020, 08:32:57
Hallo Thomas,

kannst du mal ein Bild machen, wo die Stege zu sehen sind wo der Dichtring drin war.

Gruß Martin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 26.04.2020, 14:12:17
Hallo Martin,
stelle dir noch ein paar Fotos von den beiden Stegen ein. Ist mitunter schwierig zu erkennen. Im Vordergrund eine waagrechte Fläche mit 6 mm Tiefe. Dann der erste höhere Steg, im Abstand von ca. 7 mm der zweite kleinere Steg. Der vordere Rand des Ringes liegt am ersten Steg an, der Rest sitzt dazwischen. Nochmals vielen Dank für deine Bemühungen.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 28.04.2020, 22:01:16
Hallo Thomas,
bisher effektive Arbeit von dir und deinem Kumpel. Außergewöhnliche Arbeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen. Da darf man manchmal nicht zimperlich sein. Der 4L1 ist noch robust gebaut, ebenso der Motor. Kein Vergleich zu den Rundhaubern mit Halbrahmen. Da wurde schon wesentlich leichter gebaut.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.04.2020, 22:51:57
Hallo, Armin!

Ja, den Eindruck habe ich auch. Ist noch ganz schön Material verbaut. Allein das Gewicht der Vorgelege ist schon immens. Da spart man sich die Radgewichte. Da geht es nur mit Hilfsmitteln und Muskelkraft und hilfsbereiten Kumpels. MAN lernt immer dazu und traut sich auch an schwierige Dinge. Dank eurer Ratschläge und Infos geht manches leichter von der Hand.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: mortl am 01.05.2020, 13:11:04
Hallo Thomas,

würdest du mal den äußeren Steg messen ob da der Wedi 42x62x10 passen würde?  ::)

Gruß Martin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: man leo am 01.05.2020, 13:48:30
Hi Martin, ich verfolge die Reparatur von Rhöni seit Anfang an, da ich meine Bremsen am 4L1 auch machen muss wegen den Simmerringen.
Deine Frage ist mir auch schon durch den Kopf, ob man da einen Ring setzen kann. Da ich aber ihn zur Zeit noch nicht zerlegen kann, bleibt mir die Frage offen. Aber es gibt für alles eine Lösung auch für dies.  :D
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.05.2020, 15:22:43
Hallo, Martin und Leo!

Der Durchmesser des Ringes vor dem 1. Steg beträgt 55 mm. Er hat aber nur eine 6 mm breite Auflagefläche.Ich habe versucht, es mal darzustellen.Es ist wie eine optische Täuschung. Erst die waagrechte Fläche mit 6 mm, dann der erste schmale senkrechte Steg, dazwischen der Hohlraum, dann der zweite Steg. Im Hohlraum saß der Dichtring mit der Beschriftung 41,5x62x10/8. Siehe Bild weiter oben. Ein Simmerring in dieser Größe würde nicht passen.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.05.2020, 15:52:15
Hallo, MAN-ler !

Habe gestern Nachricht bekommen, dass es mit meinem Motor losgeht. Die Druckprüfung war leider nicht berauschend. Kompression unter 20 bar. Druck entweicht ins Kurbelgehäuse. Nach dem Öffnen viel Ruß, Ablagerungen und Ölkohle durch unsaubere Verbrennung. Wahrscheinlich falsche Einstellung der ESP oder der Ventile oder unterschiedliche Abnutzung der Kolbenringe. Die Laufbüchsen liegen noch unter der Verschleißgrenze, sodass wahrscheinlich neue Kolbenringe reichen. Nachdem erst mal alles gesäubert wird, kommt der Kopf zum Planen. War wohl nicht anders zu erwarten bei dem Alter und der Laufleistung. Dann schauen wir mal weiter. Der Zylinderkopfdeckel wurde schon mal fein gemacht.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 01.05.2020, 21:15:59
Hallo Thomas,
mal zu deinem Dichtring. Ich kenne mich da nicht so aus bei deinem 4L1. Nur so eine Anmerkung. Könnte es sein, dass bei dir im Achstrichter 2 Dichtringe verbaut waren? Innen ein Simmering, 42x62x10, ausgebaut hast du 41,5x62x10/8, und davor ein weitere, der vor dem Steg außen saß. Ähnlich wie ein Staubring, oder Abstreifring von Hydraulikzylindern bekannt. Wie du schreibst, ist die Spannfläche nur 6mm, bei dem Durchmesser kann das kein normaler Wedi sein. Tippe da auf einen Staubring. Werde mal weiter recherchieren.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.05.2020, 21:50:41
Hallo Armin,
ein normaler Simmerring passt nicht zwischen die beiden Stege, da er beim Montieren zwischen die Stege gedrückt wird und somit flexibel sein muss. Die Dichtlippe fungiert sozusagen als Anschlag. Aber Martin sprach auch von einem Moosgummiring der den Bremsstaub abhalten soll. Der könnte vor dem eigentlichen Dichtring gesessen haben und von den Maßen her passen. Leider war beim Ausbau nichts mehr davon zu finden. Habe den ausgebauten Dichtring meinem Schlosserkumpel mitgegeben, er will mal sehen, ob er was auftreiben kann. Wie Leo schon anmerkte - eine Lösung wird es bestimmt geben. Danke für deine Recherchen!
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MDM5 am 01.05.2020, 22:10:05
Hallo Thomas,

ein Gedanke von mir zum Thema Dichtring: Könnte es sein das dieses Blech (roter Pfeil) der Rest des Metallgehäuses von einem "B1" Wellendichtring (siehe mein Foto) ist?


[attach=1]


[attach=2]


grüße

manni
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.05.2020, 22:34:47
Hallo manni,
haben wir auch erst gedacht und etwas fester mit einem Haken gezogen, deshalb auch die Einkerbung. Aber der Steg verstärkt sich
 ca. 2 cm nach unten, man kommt gerade noch mit dem Finger dazwischen. Er würde auch nicht nach vorne durchpassen, da er im Durchmesser größer ist als der vordere Steg.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: mortl am 02.05.2020, 08:22:56
Hallo Thomas,

wie Manni vermutet ist der Wedi 42x62x10 hinter dem Gehäuse eingeschlagen,du wirst den Achstrichter abnehmen müssen.
Meine Vermutung ist, das der alte Wedi wie Manni schon schreibt noch im Gehäuse sitzt, ohne den Dichtgummi.
Hier einen Bericht von Martin da sieht man den Wedi hinter dem Gehäuse.
 http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/restaurierung-man-4l1-aus-suedbayern/?action=dlattach;attach=78845;image

Mit dem Dichtring wo du ausgebaut hast, wollte man ein zerlegen des Achstrichters umgehen.

Im Forum hat "18ender" einen Bericht eingestellt wo das zerlegen schon mal beackert wurde.
http://www.forum.man-traktor.de/getriebe/zerlegen-der-allrad-hira-achse-zf-86/msg7171/#msg7171

Ich habe noch ein Bild angehängt, wo man schön sieht wie die Teile zusammengesetzt sind, da ist auch mit der Nr. 30 der
Wedi zu erkennen.

Gruß Martin

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.05.2020, 16:11:55
Hallo, Martin und manni !

Klingt logisch, da werde ich wohl um einen Abbau nicht drumrumkommen. Muss noch mal genau hinschauen. Auf der anderen Seite ist auch wieder nur ein Abdichtring mit 40x62x12 angegeben. Wenn ich den herausbekomme, müsste er ja eigentlich identisch mit dem auf der linken Seite sein. Muss aber erst das Bremsgestänge noch abbauen. Dann vergleiche ich mal. Er ist mit der Nr. 4 in der ETL angegeben. Danke erst mal für eure Bemühungen.
Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 03.05.2020, 20:16:41
Hallo, MAN-Freunde!

Die Arbeit am Motor geht zügig weiter. Reglerdeckel und Ventile wurden ausgebaut. Ventile noch gut in Schuss, wurden evt. schon mal gewechselt bzw eingeschliffen. Auch im Gehäuse viele Teerablagerungen. Kolben sind noch die originalen, werden nächste Woche mit der KW ausgebaut und überprüft. Könnte mit neuen Ringen davonkommen, wenn alles gut geht. Kopf wird gestrahlt und geplant, Kupplungsscheibe wurde neu angefertigt.
Habe gestern das rechte Vorgelege gesäubert. Gut, dass ich es geöffnet habe, am Simmerring ist schon eine Ölspur zu sehen, das große Lager hat Spiel. Nutmutter hatte auch Linksgewinde, obwohl andere Drehrichtung. Bremstrommel sieht noch gut aus. Nächste Woche kommen die Dichtringe und die großen Lager zum Wechseln an beiden Vorgelegen. Anbei noch ein paar Bilder. :) :)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.05.2020, 19:17:43
Hallo MAN- Freunde !

Dank eurer Hilfe konnte ich heute das Rätsel um den ausgebauten Dichtring am linken Achstrichter lösen. Wie Manni, Martin und Armin schon vermuteten, waren die zu sehenden Metallstege wirklich die Reste des alten Dichtrings. Das Innenleben haben wir herausgezogen. Habe mich heute mal drangetraut und mit einem kleinen Meißel den Mantel des Wedis nach innen ausgeklopft, dann vorsichtig den Rand zerteilt und ihn nach vorne herausgedreht. Danke noch mal für eure Hinweise. Nun kann ich den Trichter abbauen und neue Dichtringe einsetzen. Werde dabei auch die Lager zum Getriebe hin begutachten. Auf der rechte Seite weiß ich dann Bescheid.
Mit der Bremse bin ich auch weitergekommen, die Backen wurden neu belegt und die Trommel etwas ausgedreht. Ihr seht, die Arbeit geht nicht aus. Anbei noch ein paar Bilder.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 10.05.2020, 14:05:53
Hallo, MAN-ler!

Möchte euch mal wieder über den Stand der Dinge informieren. Vorgelege sind weiterhin in Arbeit, da noch 2 Lager fehlen. Beim Lackieren stockt es auch im Moment, da die Firma Kurzarbeit macht. Motorüberholung läuft weiter, Kopf ist zum Planen, Kolbenringe werden bestellt. Nachdem das Rätsel um den Dichtring gelöst wurde, geht es jetzt an den Abbau der Achstrichter. Zufällig einen Unterstellbock gefunden, passt schön unter das Getriebe. Öl abgelassen, sieht noch sehr gut aus, keinen metallischen Abrieb im Trichter gefunden. Nächste Woche gehts weiter. Am WE mit meinen beiden Gehilfen auf den Baufortschritt und die Lösung des Rätsels angestoßen, Hygieneregeln wurden eingehalten! ;) Für Gerhard noch ein Bild für seine Strichliste. Bitte den falschen Schriftzug am Schlepper zu entschuldigen. ;)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 10.05.2020, 19:59:22
Hallo Thomas.

mit Bewunderung lese ich deine Berichte.
Die Strichliste mit dem Bier werde ich vervollständigen... beim Schnaps habe ich als Nachbar-Wessi auch noch was in dem Getränkekeller.....

......aus der Wendezeit!
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 10.05.2020, 20:57:50
Hallo Gerhard,
da hast du ja noch richtige Schätze ausgegraben. Wenn du Glück hast, sind der Rhöni und Aro sogar noch zu genießen. Gibt es heute auch wieder zu kaufen. Wurde damals gerne als Dankeschön für ein erhaltenes "Westpaket"verschickt. Auch als sogenannte "Bückware" bekannt. Nochmal danke für dein Interesse an meinen Berichten, deine Beiträge zeugen aber auch von viel Erfahrung und Fachwissen.
              Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 10.05.2020, 21:23:06
Hallo,
ihr seid wahrlich nicht wählerisch, bei der Auswahl an Getränken. Da greift man auch mal wieder nach alten Bewährten. Obwohl Gerhard sein Aro doch schon ehr nach Altöl aussieht. Trotzdem weiter gutes Gelingen beim Restaurieren und immer einen freundlichen Nachbarn, der gerne mal mit anpackt. Auch, wenn man sich nur mal zum Biertrinken trifft. Dank Corona ist das jetzt wieder öfters der Fall.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 10.05.2020, 22:14:24
Hallo Armin und Gerhard,

ist wohl doch eher was fürs Museum. Mit dem Altöl hast du recht, ist meinem abgelassenen Getriebeöl recht ähnlich. Da wollen wir doch lieber mit was Frischem anstoßen. MAN kann sich ja nicht nur einigeln und die Helfer wollen ja auch etwas bei Laune gehalten werden. Ist doch schön, wenn in dieser Zeit nicht nur an sich gedacht wird. Und ein Bierchen nach getaner Arbeit gehört schon dazu. Danke für die Restaurations-Wünsche und euch allen eine schöne Woche und bleibt gesund!
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.05.2020, 19:20:49
Hallo MAN-Freunde !

Habe mich heute mal an den Abbau des linken Achstrichters gemacht. Schrauben ließen sich alle gut lösen Dank meiner Rollkonsole konnte ich den Abbau alleine ausführen. Nachdem die 8 Schrauben gelöst waren, klopfte ich mit dem Gummihammer den Trichter vorsichtig aus dem Getriebeblock heraus und zog ihn nach vorne weg. Dabei sah ich schon die Schmiere, die sich aus dem Allradgehäuse bis zum Lager verteilt hatte. Auch der Simmerring, der sich in seine Einzelteile zerlegt hatte, kam mit heraus. Lager sieht noch ganz gut aus und hat wenig Spiel. Allradabtrieb , soweit zu sehen, ist in Ordnung und lässt sich leicht drehen. Werde zunächst alles reinigen und dann den Allradabtrieb ausbauen, um den vorderen Wedi  einbauen zu können. Meine Frage zum Wedi am Getriebe : Muss der Dichtring erst in den Trichter eingesetzt werden, dann müsste beim Einbau der Sprengring im Bild 6 zunächst entfernt werden und während des Anbaus wieder auf die Allradwelle geschoben werden?  Vielleicht hat schon mal jemand Erfahrung damit gemacht. Anbei noch einige Bilder.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.05.2020, 20:26:13
Hallo. MAN-ler!

Habe gestern kurzfristig Nachricht vom Lackierer bekommen, dass die Teile bis auf die Haube abholbereit sind. War wie Weihnachten und Ostern auf einen Tag. Bin gleich losgedüst, um die Sachen zu holen. Sieht alles sehr gut aus, ich denke Mipa war die richtige Wahl. Die Haube wird nächste Woche noch mit den MAN-Schriftzügen und dem Rand um die Maske versehen. Dann ist alles  vorbereitet. Bin mit der Arbeit sehr zufrieden, die Teile können erst mal richtig aushärten, bis ich mit der Montage beginnen kann. War natürlich wieder ein Grund zum Anstoßen mit meinen Helfern. Da die Haube noch nicht da war, mussten wir wieder ein bisschen improvisieren. Haben diesmal auch an unsere MAN-Freunde aus dem Norden und Süden gedacht. Gerhard, zück dein Stift!!  :D :D

Gruß  Thomas

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 16.05.2020, 22:13:02
Notiert! ;) ;)

Prost! :) :)
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 16.05.2020, 22:27:20
Hallo Thomas,
das Blech glänzt ja wie eine ....Na ja, das traue ich mir gar nicht hier zu schreiben. Große Klasse. Damit kannst du nur noch zu Ausstellungen fahren. Zum Arbeiten viel zu schade. Weiter so und immer schön gesund bleiben.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.05.2020, 22:50:30
Hallo Gerhard und Armin,

ja ich denke da kann MAN schon mal anstoßen, haben sich wirklich Mühe gegeben die Lackierer. Nun muss ich mich ebenfalls ins Zeug legen, dass er auch "untenrum"so schön wird. Zum Arbeiten habe ich ja meinen 45er Deutz, der MAN kann dann mit mir zusammen in Rente gehen, alt genug ist er ja ;) . Und Spazierfahrten sind ja auch sehr schön. Ein bisschen arbeiten darf er noch, MAN will ja den Allradantrieb mal ausprobieren. Aber bis dahin gehen noch ein paar Wochen ins Land, Baustellen gibt es noch genug. Euch beiden  noch ein schönes Feierabendbierchen und ebenfalls viel Gesundheit!

Prost !  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.05.2020, 17:56:00
Hallo, MAN-Freunde!

Nicht dass ihr denkt wir sind nur am Anstoßen, ein bisschen wurde gestern auch noch gearbeitet. Habe den Allradabtrieb geöffnet, um zu sehen,wie es dort aussieht. Etwas von der Schmiere war noch vorhanden, obwohl ich schon mal alles ausgespült hatte. Zahnräder sehen noch recht ordentlich aus, will erst mal alles säubern und dann ausbauen. Weiß jemand von euch, wie ich  den Allrad-Hebel und die Schaltgabel von der Schiebemuffe bekomme? Dann kann ich erst das Kegelrad mit dem Lager ausbauen, um an den Simmerring zu kommen, der uns so geärgert hat. Anbei noch einige Bilder.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.05.2020, 21:28:25
Hallo, MAN-ler!
Möchte euch wieder über ein paar Fortschritte informieren. Konnte heute das "Sahnehäubchen " des Schleppers nach einigen Wochen beim Lackierer abholen. Ich denke das Warten hat sich gelohnt. Schriftzüge und Umrandung wurden aufgebracht. Beim Schriftzug auf der Haube ist leider beim A das kleine Dreieck mitlackiert worden. Ich denke aber, dass ich mit einem kleinen Pinsel das wieder beheben kann. Ansonsten saubere Arbeit entsprechend meinen Vorstellungen. Schriftzug am Sitz und PS-Angabe habe ich als Aufkleber mitbekommen. Farbton sieht sehr ansprechend aus und kommt meiner Meinung dem Original recht nahe.
Anbei noch was fürs Auge :D :D

Einen schönen Männertag wünscht euch   Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 20.05.2020, 22:08:57
Hallo Thomas,
wow, einfach klasse...
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.05.2020, 22:37:22
Danke Armin,
ich gebe es an die Lackiererei weiter. Haben sich wirklich Mühe gegeben. Ein paar Kleinigkeiten findet man immer, aber es ist ja auch kein Luxuswagen - sondern ein Luxusschlepper  ;) Habe mich für diese Variante entschieden, auch wenn es andere Meinungen zum Restaurieren gibt. Zum Schluss muss es einem selbst gefallen und wie schon gesagt, viel arbeiten soll er ja nicht mehr.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.05.2020, 19:52:19
Hallo MAN-Freunde,

nachdem wir mal 2 Tage pausiert haben, konnten mein Schlosserkumpel und ich wieder ein paar Kleinigkeiten erledigen.
Der Allradabtrieb wurde ausgebaut, um an den Simmerring zu kommen. Kegelräder nimmt er mir mit, um ein Lager und einen Dichtring zu wechseln. Rechter Achstrichter mit Differentialsperre abmontiert und gesäubert. Simmerringe ausgebaut und neue bestellt.
Die beiden Vorgelege bei meinem Schulkollegen fertig vormontiert und mitgebracht. Noch grundieren, dann sind sie einbaufertig.
Als nächstes will ich den Kraftheber abbauen und die Dichtungen wechseln. Dabei gleich das Differenzial und Getriebe inspizieren.
Also bis zu nächsten Runde!
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.05.2020, 20:09:57
Hallo, MAN-Freunde!

Haben diese Woche den Hydraulikblock vom Getriebe abgeschraubt, der gleichzeitig der Getriebedeckel vom Differenzial ist. Ging relativ gut, hat nur etwas geklebt. Wurde schon mal neu abgedichtet, wie an der blauen Dichtmasse zu erkennen ist.Am Differenzial sind keine Schäden zu erkennen. Die Innenseite des Blocks hat einiges an Farbe verloren. Welche Sorte verwendet ihr, die vom Öl nicht angegriffen wird? Anschließend noch den Deckel mit dem Simmerring von der Zapfwelle abgebaut und zum Wechseln meinem Schlosserkumpel mitgegeben. Möchte auch die O-Ringe im Deckel und den Nutring wechseln. Welche Größe hat der Nutring vom Kolben, konnte in der ETL leider nichts finden. Kraftheber ist von Bosch, TYP HY 712/1. Hänge mal ein Vergleichsbild aus dem Forum an. Vielen Dank für eure Bemühungen.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-fantast am 28.05.2020, 23:07:05
Hallo Thomas,

der Nutring hat die Größe 60x80x10.  Ist uns mal im Forum ermittelt worden.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: NicNic am 29.05.2020, 07:53:02
Moin
Ich empfehle immer die Maße am Kolben/Buchse nachzumessen, dann ist es genau.
Bei so manchem Block sind über die Jahre schon Änderungen eingeflossen
(weil keine Teile zu bekommen waren/sind).

Gruß Ulli
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.05.2020, 23:02:36
Hallo, Magne und Ulli !

Vielen Dank für eure Antworten. Habe mich heute mal an den Abbau des Deckels vom Hubkolben gemacht. Dank der Anleitung im Forum konnte ich den Nutring ohne kompletten Ausbau des Kolbens nach vorne herausziehen. Das Maß des eingebauten  Nutringes beträgt 60x80x12 mm. Stimmt also fast mit Magnes Maß überein. Durch die verschiedenen Ausführungen wird es wahrscheinlich auch unterschiedliche Größen der Nutringe geben. Bilder folgen morgen. Nochmals danke für eure Bemühungen!

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 30.05.2020, 20:37:42
Hallo, MAN-ler!
Habe mich heute mit dem Kraftheber beschäftigt, nachdem ich gestern den Nutring noch ausgebaut habe. Dichtringe im Deckel sind bestellt, Nutring gibt es auch in der Größe. Am Kolben ist eine kleine Beschädigung am Rand, war wohl einer zu unvorsichtig beim Wechseln des Ringes. Hoffe, dass es nichts ausmacht. Die Buchse sieht noch recht gut aus, keine größeren Riefen erkennbar. Filter muss auch getauscht werden. Beim Säubern des Deckels sind mir 2 Schraubenköpfe mit diversen Dichtmaterialien aufgefallen. Nachdem ich sie herausgezogen habe, staunte ich nicht schlecht, was da alles zum Vorschein kam. Was kann man da verwenden, dass es etwas professioneller aussieht, um die Bohrungen abzudichten?
Block noch abgeschliffen und die Unterseite grundiert. Mein Schlosserkumpel brachte mir den überholten Abtrieb mit Rutschkupplung und den Deckel für die Zapfwelle wieder mit. Wie immer, super Arbeit  :D :D

Schöne Pfingsten wünscht euch   Thomas!
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.06.2020, 21:52:36
Hallo MAN-Freunde !
Wollte mich auch mal wieder melden.Konnte diese Woche nicht viel machen, da andere Dinge zu erledigen waren. Die restlichen Simmerringe von den Achstrichtern habe ich erhalten und kann sie nun montieren. Danach werden sie abgeschliffen und grundiert, sodass der Zusammenbau langsam beginnen kann. Habe mir mal die Haubenleiste vorgenommen. Leider ist der Chrom nicht mehr zu retten und muss neu gemacht werden. In meiner Umgebung habe ich niemanden gefunden, der Aluminium verchromt. Hat von euch schon mal jemand die Zierleiste verchromen lassen oder kennt eine Adresse? Ich möchte gerne das Original behalten, da es genau passt. Für eine Rückmeldung wäre ich dankbar.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 06.06.2020, 23:02:23
Hallo Thomas,

habe vor J a h r en mal Kofferrraumverschlüsse für einen Fiat Topolino bei einer Firma

Kreile in Frankfurt/M verchromen lassen.

Ich weiß nicht, ob die das noch machen. Die Auflagen in diesen "Giftküchen" sind in den letzten Jahren vom Gesetzgeber sehr hoch aufgehängt worden.

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.06.2020, 23:28:40
Hallo Gerhard,
werde mal googeln, ob es die Firma noch gibt. Das Problem ist das Alu, weil hier der Aufwand höher ist. Möchte ja für so ein kleines Teil auch keine Unsummen bezahlen. Danke nochmal für deine Info.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: ali am 07.06.2020, 09:44:44
Hallo und Moin,
wie lang ist die Schiene? Ich habe hier noch zwei neue 43 cm und 30 cm (4R3 und 4P1).

Gruß
ali
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 07.06.2020, 10:46:33
Moin Ali,
danke für dein Angebot. Die Leiste vom 4L1 ist knapp 50 cm lang. Die letzte Befestigung ca. 6 cm vom Ende,würde also nicht passen.
Schade, vielleicht hat jemand noch eine entsprechende liegen, wenn ich keinen zum Verchromen finde.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 07.06.2020, 12:20:09
Hallo Thomas,
hab dir ne PM gesendet.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 08.06.2020, 20:48:55
Hallo MAN-ler,
kann euch wieder einige Fortschritte bei der Motorinstandsetzung vermelden. Kolbenringe wurden gewechselt der Kopf ist vom Planen zurück und wurde montiert. Ventile wurden eingeschliffen und der Regler neu eingestellt. Dichtungen und Simmerringe an der Kurbelwelle und an den beiden Deckeln gewechselt, alles gesäubert und montiert. Ihr seht, langsam sieht er wieder wie ein Motor aus, auch wenn er nur 2 Zylinder hat  ;) ;)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: don_quietsch am 09.06.2020, 12:46:25
Hallo Thomas,
habe vor 2 Jahren die gleiche Leiste von meinem 4P1 bei der Firma Damm Chrom in Aachen aufarbeiten lassen.
Ist bestens geworden, war auch nicht ganz billig und die Firma Damm ist auch ein wenig eigenwillig.
Sind im Internet gut zu finden.
Gruß
Helmut
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 09.06.2020, 13:55:12
Hallo Helmut,

vielen Dank für die Adresse, habe noch einige Anschriften bekommen, die ich mal abgrasen will. Ich denke, dass ich etwas passendes finden werde.

Gruß  Thomas

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.06.2020, 19:27:38
Hallo, MAN-Freunde!

Habe mich gestern und heute mal mit dem Einbau der Simmerringe in die Achstrichter beschäftigt. Beim Abbau des Zapfwellenhebels habe ich noch einen weiteren Dichtring entdeckt, der vorher nicht zu erkennen war. Diesen muss ich noch nachbestellen. Auch für die Hydraulik fehlen noch zwei O-Ringe. Achstrichter erst mal gereinigt und die Farbe grob abgeschliffen. Mein Schlosserkumpel hat mir das passende Werkzeug mitgebracht, um die Metallringe sauber einzuschlagen. Etwas Öl an die Ränder und dann gings los. Hat alles prima geklappt und somit wieder eine Baustelle weniger. :D :D
Anbei noch ein paar Bilder.   Schönen Sonntag!

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.06.2020, 19:45:29
Hallo MAN-ler1

Kann euch wieder über ein paar Fortschritte berichten. Das Beste zuerst: Der Motor wurde wiederbelebt und hat die ersten Töne von sich gegeben  ;D  ;D  ;D  Bis jetzt alles im grünen Bereich. Restlicher Simmerring für Zapfwellenhebel und Dichtungen für die Hydraulik sind eingetroffen. Die Achstrichter sind für das Grundieren vorbereitet und werden morgen gespritzt. Am Freitag will ich sie mit meinem Schlosserkumpel montieren. Wenn das kein Grund für ein Bierchen ist  ;)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 17.06.2020, 21:11:28
Hallo Thomas,
ein Bierchen kann man immer trinken, auch wenn kein Grund dafür da ist. Aber du hast Grund genug. Wenn deine Restauration weiter so zügig von der Hand geht, dann sehe ich dich noch in diesem Sommer, sofern wir noch einen bekommen, mit deinem neuen Schmuckstück schon auf den Straßen durch die Rhön tuckern. Weiter gutes Gelingen.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.06.2020, 21:46:25
Hallo Armin,

ohne die Hilfe von "Guten Freunden" hat MAN es weitaus schwerer, eine Restauration vorzubereiten und durchzuführen. Deshalb hat mir auch das Schild so gut gefallen und passt auch noch zum Typ, was will MAN mehr.Ich will mir keinen Termin setzen, es ist ja noch allerhand zu tun und vor Rückschlägen ist man nicht gefeit. Schauen wir mal weiter und freuen uns auf jeden Fortschritt.
Danke für deine Wünsche zum guten Gelingen und auf ein Bierchen, oder...

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.06.2020, 18:54:03
Hallo MAN-Freunde,
konnte die Woche wieder einiges erledigen. Nach 5-monatigem Abbau und Ersatzteilbeschaffung konnten nun die ersten größeren Teile wieder montiert werden. Nach dem Aufbringen des Haftgrundes auf die Achstrichter ging es wieder ans Zusammenbauen. Mit Hilfe meines Schlosserkumpels setzten wir den Allradabtrieb im linken Achstrichter zusammen. Beim Anbringen den Allradhebel gezogen halten, da sonst die Anlaufscheibe herunterfällt! Auch auf den Sprengring am Differenzial achten! Ging alles soweit gut. Auf der anderen Seite vergaßen wir das Herunterdrücken der Differenzialsperre, so dass beim Rausziehen der Antriebswelle die Klaue herunterfiel. Also das Ganze noch einmal. Aber letztendlich alles in Ordnung und das Bierchen hat umso besser geschmeckt.

Auch am Motor gibt es weitere Fortschritte. War heute mal bei meinem MAN-Freund zum Probelauf, hört sich schon super an. Öldruck bei fast 3 Bar. Nun erfolgt noch das EKG, um alle Krankheiten auszumerzen. Dazu muss er erst ans Kühlsystem angeschlossen werden und länger laufen. Dann wird noch die Feinjustierung gemacht. Denke, dass er in der nächsten Zeit fertig wird - großes Lob  :D  :D
Anbei noch ein paar Bilder.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.06.2020, 17:35:52
Hallo MAN-ler !
Nachdem wieder eine Woche vergangen ist, möchte ich euch über den Fortgang der Restauration informieren. Habe in der letzten Woche begonnen, die Teile des Vorgeleges vorzubereiten; säubern, schleifen, Haftgrund aufbringen usw. Am Samstag dann mit der Montage des rechten Vorgeleges und der Bremse begonnen.Gut, dass ich mir beim Abbau der Bremse Bilder gemacht habe, sonst kann es schnell zu Verwechslungen kommen. Funktionsprobe hat aber prima geklappt. Dann das Vorgelege auf der Konsole Stück für Stück wieder montiert. Dichtmasse zwischen die Teile und alles verschraubt. Hoffe, dass alles dicht ist. Nun muss das ganze Teil wieder an den Achstrichter geschraubt werden. Dazu brauche ich aber Verstärkung. Meine Schildersammlung auch wieder etwas erweitert.   ;)     Anbei noch ein paar Bilder. :D

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 28.06.2020, 18:24:58
Hallo Thomas,

die Bilder helfen nicht nur allen eifrigen Mitlesern, der eigene Nutzen beim Zusammenbau ist sicher hilfreich. Besonders dann, wenn der Zusammenbau nicht so zügig läuft, wie bei dir. :) :)

Du macht eine tolle Dokumentation!

Ach ja, die oberen 3 Schilder sind a u c h schön! ;) ;)

Gruß
Gerhard


Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.06.2020, 18:45:58
Danke Gerhard,

bei einer "so langen Zeit" kann MAN schon mal was vergessen. Gut, dass man dann im Forum nachschauen kann. Jetzt wos ans Zusammenbauen geht, macht die Sache auch wieder mehr Laune, besonders wenn MAN Helfer und gute Ratgeber hat. Deshalb sollen
meine Mitstreiter, die eine Instandsetzung noch vor sich haben, auch davon profitieren. Ja, das untere Schild ist natürlich nicht zu toppen, ich glaube, ich muss dir auch mal wieder was zum Zählen ablichten  ;) ;)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 28.06.2020, 20:15:02
Hallo Thomas,
eine lückenlose Dokumentation von Bildern bei der Demontage ist zwingend erforderlich. Besonders, wenn keine Ersatzteilliste, bzw. keine Bedienungsanleitungen vorhanden sind. Diejenigen, die schon mehrere mal Trecker und Motoren repariert haben, werden sicherlich jetzt schmunzeln. Aber wer wie du erst seinen ersten MAN Trecker instant setzt, der ist froh, wenn er Bilder von der Demontage hat. Der Zusammenschrauben macht eh mehr Freude, als das reinigen der abgeschraubten Teile. Sei es das Reinigen von Motor/ Getriebe, oder das Entrosten. Und wenn der Motor erst wieder läuft, dann hat sich die Plackerei doch gelohnt. Und ein Bierchen zum Schluss muss auch sein.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.06.2020, 20:38:41
Hallo Armin,
da hast du sicherlich recht. Gerade bei den Kleinteilen muss MAN schon manchmal überlegen, wo was hingehört. Auch die Zeichnungen der Baugruppen im Forum sind sehr hilfreich. Beim nächsten MAN gehts dann sicherlich schon einfacher von der      Hand. ;D  Und du als Fachmann gibst ja auch immer super Tipps. Mal sehen, was am Ende alles übrig bleibt.  ;) Ja, beim Reinigen und Entrosten gabs oftmals schwarze Hände. Aber die Mühe hat sich gelohnt und Stück für Stück kommt MAN voran.
Also dann aufs nächste Bierchen  :D

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: man leo am 29.06.2020, 08:13:53
Hi Thomas, jedes Bild ist sehr wertvoll wo man macht, vor allem bevor man die Teile zerlegt.
Es gibt Teile wo so und anderst herum passen und dann steht man dumm da wie war es jetzt. Die meisten Restaurationen gehen weit über ein Jahr hinaus und dann hat man einiges vergessen. Ich habe schon mehrere restauriert und bin auch auf die Bilder angewiesen, denn nicht jeder MAN ist gleich.
Weiterhin viel Erfolg
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: man leo am 29.06.2020, 08:14:18
 8)
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.06.2020, 18:31:56
Hallo Leo,
habe mir wirklich angewöhnt, bei der Zerlegung und beim Zusammenbau Fotos zu machen. Am Anfang vergisst MAN es manchmal, aber jetzt habe ich die Kamera immer griffbereit. Außerdem lassen sich Fragen dadurch viel besser klären. Und für den Restaurationsbericht sind Bilder immer gern gesehen. Habe mir exra eine neue Kamera zugelegt, damit die Qualität auch stimmt. Auch von dir habe ich immer gute Ratschläge und Hinweise bekommen, durch deine Erfahrung bei den Restaurationen. Schön, dass so etwas weitergegeben wird. Danke nochmal für deine Erfolgswünsche. Ich glaube, jetzt bin ich schon etwas zuversichtlicher geworden, wenn die vielen Teile wieder abnehmen.

Weiterhin alles Gute  :)     Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: man leo am 30.06.2020, 10:20:06
Hi Thomas, wir brauchen immer wieder Kollegen wo uns weiter helfen können, da man ja die Erfahrung nicht hat. Ich habe hier nicht viele Leute gehabt wo mir helfen konnten, da ich nur einen Rundhauber habe und der Rest sind Eckhauber. Aber ich wusste gleich wer hier Erfahrungen mit den Eckhaubern hat, da er damit aufgewachsen ist. Ich bin froh und stolz, dass ich unser Norweger Magne kennenlernen durfte auch persönlich.Ohne ihn wäre ich manches mal ins Stocken geraten, aber er konnte mir sehr genaue und präzise Angaben machen wie es ist und wie ich es umsetzen muss und kann. Und deshalb bin ich auch bereit anderen weiter zu helfen wenn ich kann und gefragt werde.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 05.07.2020, 19:27:29
Hallo MAN-Freunde!

Danke nochmal für eure Antworten und Infos zum Zusammenbau. Denke, mit der Dokumentation und euren Ratschlägen doch eine große Hilfe zu haben. Möchte euch wieder ein paar Infos zum Stand der Dinge geben. Nach dem Zusammenbau des rechten Vorgeleges habe ich mit meinem Schlosserkumpel und der altbewährten Konsole ohne Probleme das Vorgelege montieren können. Hoffen wir, dass alles dicht geworden ist. Auch die Sperre funktioniert wie sie soll. Habe mich dann ans Entlacken und Abschleifen des Getriebes gemacht. Die oberen Schichten gingen ganz gut ab, aber die rote und grüne Grundierung sitzt bombenfest. Habe ich auch zum größten Teil draufgelassen als Grundfarbe. Dann erst mal etwas Ordnung geschaffen, damit beim Zusammenbau nichts verloren geht. Auch am Motor gibt es wieder Fortschritte. Nachdem eine undichte Stelle am Kühler gelötet wurde und die Teile angebaut sind, kann nun der Probebetrieb starten und die restlichen Einstellungen erfolgen. Geht bei mir zur Zeit auch etwas langsamer voran, da noch andere Dinge zu erledigen sind. Freue mich trotzdem über jedes Teil, dass wieder montiert werden kann.  :D  :D                 
Anbei noch ein paar Bilder.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 05.07.2020, 21:49:20
"Da wächst zusammen, was zusammen gehört!" ;) ;) :) :)
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 05.07.2020, 22:15:07
Hallo Gerhard,

kann MAN so sagen, ist ja mittlerweile auch schon wieder 30 Jahre her, kaum zu glauben. Aber unsere MAN's haben noch ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel. Auch kaum zu glauben. Schön, dass sie wieder zum Leben erweckt werden.
Schönen Abend noch  :)      Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 12.07.2020, 15:49:33
Hallo MAN-ler,

kann euch heute erfreuliche Infos zu Restauration geben. Nach mehrwöchiger Überholung und Instandsetzung konnte ich gestern das Herzstück des Schleppers in Empfang nehmen. Ich kann nur eins sagen - absolute Spitze. ;D ;D ;D Das Warten hat sich gelohnt. Nach dem Abladen erfolgte nochmal ein Probelauf. Er schnurrt wie ein Kätzchen, absolute Laufruhe , Leerlaufdrehzahl konstant bei 600 Umdrehungen, Höchstdrehzahl ca. 1800. Alle Dichtungen und Simmerringe dicht, Kühler und Kühlkreislauf ohne Wasserverlust, Öldruck bei ca. 2,75 bar. Startet sofort und hat kaum Rauchentwicklung, was will MAN mehr. Danke nochmal an alle Mitstreiter und besonders an den Instandsetzer. Stelle euch später noch eine Liste mit den durchgeführten Arbeiten ein. Jetzt gehts an den Zusammenbau, damit es wieder Platz in der Werkstatt gibt. So ein Ereignis muss natürlich gefeiert werden. Beim Fachsimpeln und einem Fläschchen Bier mit meinen Helfern verging der Abend recht schnell und die Flaschen leerten sich.  8) 8)
Anbei noch ein paar Fotos.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 13.07.2020, 22:20:47
Hallo Thomas,
habe mir eben mal deinen Bericht vom Anfang an im Schnelldurchlauf angesehen. Du bist wahrlich gut im Rennen. Im Januar angefangen und heute schon am zusammenbauen der einzelnen Komponenten. Und wer deinen Bericht liest, der sieht, dass du alles mit deinen Leuten auch ordentlich machst. Das ist nicht nur ein bisschen Farbe abkratzen, sondern auch bis ins kleinste Detail alles auseinander zu nehmen und zu begutachten und bei Bedarf auch zu reparieren. Aber nur so kannst du sicher gehen, das es auch funktioniert. Vielleicht wird es hinterher auch noch das eine oder andere Problem mit dem Trecker geben, aber das ist anderen Besitzern nach dem Restaurieren auch schon passiert. Hauptsache, der Motor läuft rund. Ohne ihn ist alles nichts. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Schrauben. Und schreibe weiter fleißig deinen Bericht.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.07.2020, 23:06:43
Hallo Armin,
ich wollte am Anfang auch nur das Nötigste machen, aber dank eurer Ratschläge und Infos habe ich mich dazu entschlossen, die Sache etwas gründlicher anzugehen. Wäre ja auch schade, wenn MAN am Ende vieles doppelt machen müsste. Und an der Hinterachse hat MAN ja gesehen, dass Simmerringe, Bremsen und auch Lager einen Wechsel bitter nötig hatten. Bin wirklich froh, dass ich mit dem Gröbsten durch bin, vor allem was das Säubern und Abschleifen anbetrifft. Jetzt kann ich in aller Ruhe mit dem Aufbau weitermachen und die Teile Stück für Stück wieder anbringen und lackieren. Und mit dem Motor ist natürlich das Sahnestück fertig geworden.  :D :D    Ohne meine Helfer und Unterstützer wäre ich noch lange nicht soweit gekommen, deshalb an dieser Stelle nochmal mein besonderer Dank an alle, die mich bisher so aktiv begleitet haben. Kleinere Rückschläge wird es sicherlich geben, aber im Großen und Ganzen bin ich optimistisch, mein Projekt zu Ende zu führen. Danke für deine Ratschläge und Erfolgswünsche. Natürlich werde ich meinen Bericht zu Ende bringen und auch darüber hinaus vom Einsatz berichten.  ;) ;)

Viele Grüße ins Eichsfeld    Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.07.2020, 23:16:41
Hallo, MAN-Freunde!

Möchte euch heute nach dem erfolgreichen Probelauf am WE einen kleinen Bericht über die Instandsetzung meines Motors einstellen. Wenn ihr Fragen dazu habt, gebe ich es gerne an meinen Instandsetzer weiter. Viel Spaß beim Lesen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen bei seiner Überholung.  :)  :)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 16.07.2020, 17:44:18
Hallo Thomas,

vielen Dank für den interessanten Bericht zu den Reparaturarbeiten an Deinem 9532-Motor.
Ich bin schon überrascht, dass an den Kurbelwellenzapfen praktisch kein Verschleiß gemessen werden konnte und die Hauptlager auch noch im Toleranzbereich lagen. Ebenso war es ja auch offensichtlich an den Pleuelzapfen so, da ja Pleuellager im Originalmaß eingesetzt werden konnten. Ich könnte die Liste fortführen mit Kolben und Büchsen und dergleichen mehr.
Weißt Du, wie viel Betriebsstunden der Motor etwa hatte?
Wenn die Kompression nur noch bei 20 Bar lag, muss der Schlepper viel gelaufen sein.
Mich würde auch noch die Kompression im kalten und warmen Zustand des Motors jetzt nach der Reparatur interessieren?

Gruß Theo
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 16.07.2020, 19:15:07
Hallo Theo,
danke für dein Interesse, werde die Fragen mal weiterleiten. Ich weiß nur von meinem Vorbesitzer, dass er vorher bei einem Bauern gelaufen ist und der Vorbesitzer ihn in den letzten 10 Jahren auch nur für kleinere Ausfahrten benutzt hat. Stundenzähler war leider nicht verbaut. Aber vielleicht können unsere Experten anhand der originalen Trittbretter und der Pedale die ungefähren Stunden schätzen. Auf jeden Fall sind sie noch nicht glatt gerieben. Hänge mal 3 Fotos an. Wie gesagt, die anderen Fragen gebe ich weiter.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.07.2020, 15:46:15
Hallo zusammen!
Habe für euch noch einige Infos betreffs des Motors. Wie schon gesagt, über die Betriebsstunden kann ich keine Angaben machen.
Zum Motor selbst noch folgende Aussage des Instandsetzers:

Zu der Kurbelwelle: Wir reden hier von einem 2-Zylinder mit 25 PS. Der 9532 Motor ist von Güldner und nicht von MAN. Alleine die Größe der KW ist schon um einiges schwerer, als die vergleichbare vom MAN. Außerdem scheint sie von bessere Qualität. Deshalb auch nur geringste, bis keine Abnutzungsspuren auf allen Zapfen der KW. Es nutzten sich nur die Lagerschalen ab. Bei diesem Motor waren die Pleuellagerschalen besonders stark abgenutzt. Jedoch die Hauptlagerschalen wiesen kaum Abnutzungsspuren auf.
Zu den Laufbüchsen: Auch diese hatten wenig Abnutzung durch die Kolbenringe. Die Laufbüchsen wurden deshalb nur gehont und anschließend neue Kolbenringe eingebaut.
Der Schwachpunkt war zweifelsfrei der Zylinderkopf. Alle 4 Ventile schlossen nicht dicht. Deshalb auch die schlechten Kompressionswerte.
Zu der ESP: Zweifelsfrei wurde schon in der Vergangenheit mindestens einmal an der ESP geschraubt. Dafür gab es genug Hinweise.
Die Messwerte ergaben folgende Werte.:
Die Fördermenge war 1/3 zu viel, wie vorgeschrieben. Der Förderbeginn bei diesem Motor, normalerweise 43 Grad vor OT, fing erst bei 18 Grad vor OT an.
Die Einspritzdüsen waren total verschlissen und mussten erneuert werden.
All diese Faktoren zusammen, reichten aus, um das Startverhalten beim Kauf zu bestätigen. Ohne Spray ging hier nichts.
Manchmal sind es nur die kleineren Dinge, die einen guten Motor zum Leben erwecken.

Noch eine Anmerkung von mir: Es wurde hier wirklich eine fachgerechte und saubere Arbeit abgeliefert!  :D :D
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 17.07.2020, 18:04:22
Hallo Thomas,

der 9532-Motor ist ein sehr robuster und unempfindlicher Motor mit einer langen Lebensdauer. Der Motor wurde mit den erforderlichen Komponenten für das M-Verfahren (Kolben, Zylinderkopf, Einspritzdüsen, Einspritzpumpe) bestückt und somit auf das M-Verfahren umgestellt.
Der 9532-Motor ist im Vergleich zum 2N1-Motor deutlich einfacher zu überholen und auch längst nicht so filigran aufgebaut wie der 2N1-Motor. Das macht sich beim Aufwand und vor allem auch bei den Kosten für eine Überholung bemerkbar.

Eine Frage noch:
Welchen Öldruck hat der Motor im Leerlauf bei warmen oder besser noch bei Betriebstemperatur?

Gruß Theo 
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 17.07.2020, 22:03:47
Hallo Thomas,
leider kann man nicht immer anhand von Abnutzungsspuren, wie Trittblech, bzw. Pedalen erkennen, wie viel der Trecker runter hat.
Das kommt auch immer auf den Fahrer drauf an. Da gibt es solche, und solche. Und für was der Trecker eingesetzt wurde, ist ebenso von Bedeutung. Ohne einen Stundenzähler kann man nur spekulieren, was der Motor geleistet hat. Ebenso ist eine gewisse Pflege auch nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Man denke da nur mal an den nötigen Öl, bzw. Filterwechsel. Letztendlich kann man nur aufgrund von gesammelten Erfahrungen und vorliegenden Verschleißteilen sagen, was der Motor geleistet hat.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 17.07.2020, 22:25:10
Hallo Thomas,

anhand der Trittbleche eine Stundenzahl zu schätzen ist sehr schwierig. Bremspedal oder noch besser Kupplungspedal lassen da eher Rückschlüsse erkennen.
Frontladerschlepper weisen in der Regel größeren Verschleiß an der Pedalerie auf.

Also...schwierig!

In deinem Fall wage ich trotzdem mal eine ganz vorsichtige Einschätzung..um die 6000 Betriebsstunden!

Gruß
Gerhard

 
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 17.07.2020, 23:08:35
Hallo, MAN-Freunde!

Vielen Dank für eure Antworten und Ergänzungen. Sicherlich ist es schwierig anhand von Abnutzungen oder Verschleißteilen die Laufleistung einzuschätzen. Aufgrund der erforderlichen Reparaturen bzw.Austauschteile denke ich mal, dass Gerhard bei seiner Schätzung nicht schlecht liegt. Wäre natürlich für mich ein positiver Nebeneffekt und in den nächsten Jahren ein beruhigendes Gefühl. Der Öldruck lag bei warmem Motor bei ca. 2,5 bar, Betriebstemperatur hat der Motor bei den Probeläufen kaum erreicht, ich denke aber dass es keine größeren Abweichungen beim Dauerbetrieb geben wird. Im Moment ist noch ein doppeltes Flügelrad verbaut, wahrscheinlich wird ein einfaches für die Kühlung ausreichen. Ich freue mich schon auf die erste Probefahrt mit dem überholten Motor.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 18.07.2020, 22:51:24
Hallo Thomas,
wie warm dein Motor im Einsatz wirklich wird und was dann für ein Öldruck noch im Leerlauf anliegt,wirst du erst sehen, wenn du ihn richtig den Berg rauf jagst. Am Besten noch mit einen Anhänger hintendran. Unser 2N1 mit 28 PS musste ordentlich was leisten. Wir hatten einen 3-Scharpflug, mit dem ist mein Vater zu seiner Zeit ordentlich über den Acker gedonnert. Und unsere Äcker sind steinreich. Da kam es öfters vor, dass der Kühler gekocht hatte. An dem Motor war aber auch nur ein 2-flügeliges Windrad montiert. Irgendwann einmal war dann auch der Motor kaputt. Wollte damit nur sagen, dass dein Motor von Güldner wesentlich belastbarer sein wird, als der Nachbau von MAN. Schließe mich den Ausführungen von Theo voll an.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 18.07.2020, 23:47:08
Hallo Armin,
Habe bis jetzt immer nur luftgekühlte Schlepper gefahren (Güldner, Deutz, Bautz), deshalb habe ich noch keine Erfahrungen mit wassergekühlten gemacht. Am 4L1 ist von Haus aus keine Öldruck-Anzeige verbaut Da ich noch eine Öffnung am Armaturenbrett frei habe, wollte ich eine Öldruckanzeige nachrüsten. So hat man immer den Öldruck im Blick. Eine Frage noch dazu. Welches Manometer ist am besten geeignet, welcher Öldruck sollte maximal angezeigt werden? Kann man die Öldruckkontrollleuchte vom Fühler her auch mit einbinden? Zu Ackern braucht mein MAN nicht mehr, soviel kann ich jetzt schon sagen. Aber etwas Brennholz darf er schon noch holen, da kann ich ihn mal ausprobieren. Danke für eure Tipps und Infos.  :)
Einen schönen Sonntag wünscht  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 19.07.2020, 18:43:29
Hallo Thomas,

hier ein Link zu einer klassischen Öldruckanzeige:

https://www.theopold-parts-shop.de/?cat=c189_Oeldruckmanometer--Oeldruckanzeige-oeldruckmanometer-oeldruckanzeige.html

Der Öldruck am Motor lässt sich einstellen und kann/sollte bis zu 4 Bar betragen. Das Öldruckventil findest Du unter einer großen Hutmutter an der vorderen Motorverschalung.
Abgreifen kannst Du den Öldruck am Anschluß des Spaltfilters. Von hier aus wird auch der Drehzahlregler versorgt.

Gruß Theo 
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 19.07.2020, 22:18:42
Hallo Theo,
danke für deine Hinweise und den Link zum Öldruck-Manometer. Werde mir das Manometer natürlich in Elfenbein bestellen, passt am besten zu den Armaturen Denke mal, dass bis 5 Bar ausreichen sollten. Bei mir befindet sich der Anschluss des Fühlers in der Nähe der Kupplungsglocke auf der linken Seite. Mit einem T-Stück sollte der Öldruck und auch die Kontrollleuchte mit eingebunden werden können.
                Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 20.07.2020, 08:06:16
Hallo Thomas,

eine Anzeige für 5 Bar reicht auf jeden Fall aus. Ich habe ein Manometer mit einer Skala bis 5 Bar in hellelfenbein genommen. Der Öldruckschalter sitzt bei mir auch an der Kupplungsglocke. Einen Adapter für den Öldruckschalter und die Öldruckleitung anzufertigen bedarf schon eines geeigneten Maschinenparks und etwas Geschick. Die Leitung am Spaltfilter anzuschliessen ist deutlich einfacher. Du nimmst eine längere Hohlschraube für Doppelanschluß, legst die entsprechenden Dichtscheiben dazwischen und ziehst die Schraube mit Gefühl an.
Den maximalen Öldruck kannst Du am Öldruckventil, das unter der vorderen Motorverschalung unter eine Hutmutter sitzt, einstellen bzw. begrenzen. Mehr als 4 Bar brauchst Du auf keinen Fall.

Gruß Theo
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.07.2020, 20:26:49
Hallo. Theo!
Vielen Dank für deine ausführlichen Installationshinweise. Das ist eine gute Möglichkeit, muss man erst mal drauf kommen. Bis dahin ist noch etwas Zeit, aber MAN muss ja schon vorausplanen. Nach der Hutmutter muss ich mal schauen, werde ich schon finden. Wenn ich erst soweit bin, werden sicherlich noch einige Fragen auftauchen. Also nochmals danke!
  Gruß Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.07.2020, 21:25:52
Hallo MAN-Freunde!
Habe in der nächsten Zeit etwas Urlaub, den ich zum Aufbau des 4L1 nutzen möchte. Am WE wurde das linke Vorgelege montiert.Heute habe ich die Bremse und den Allradabtrieb für die Montage vorbereitet. Den Abtrieb erst mal probehalber angeschraubt, um das Spiel zu prüfen. Alles soweit in Ordnung. Morgen wird dann alles zusammengebaut. Brems- und Kupplungshebel gesäubert und mit neuen Gabelköpfen bestückt. Da am Differential an der Vorderachse etwas zu viel Spiel vorhanden war und am Simmerring Öl austrat, wurde das Kegelrad mit Lagerbüchse ausgebaut. Soweit noch alles in Ordnung, bis auf den Simmerring, der ausgetauscht wird. Einen vorhandenen Passring lasse ich weg, um das Spiel zu verringern. Dann sollte wieder alles passen und dicht sein. Anbei noch ein paar Bilder.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Marlin am 20.07.2020, 23:40:41
Servus,

wie hast du die Rutschkupplung abgedichtet (Bild 4) ?
ich kann machen was ich will, bekomme die stelle nicht dicht, trotz neuem Wedi...

Gruß
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.07.2020, 23:31:11
Hallo Marlin,
habe bisher auch nur den Wedi vor der Rutschkupplung gewechselt. Da ich noch am Zusammenbau bin, ist bisher auch noch kein Öl eingefüllt worden. Den Eingang zum Allradabtrieb habe ich zusätzlich mit Dichtmasse abgedichtet. In den nächsten Tagen fülle ich dann Öl in die Vorgelege und den Allradabtrieb. Bin auch gespannt, ob alles dicht ist.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-fantast am 22.07.2020, 06:59:36
Hallo,

eine kleine Ergänzung zur Abdichtung der Rutschkupplung.  Der Ring vor dem vorderen Lager muß man beiderseitig mit Dichtmasse behandeln.  Ein Vorteil ist dann den Ring zum Lager ankleben bevor man den Wedi einbaut.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: ali am 22.07.2020, 08:38:40
Hallo,
welcher Passring wurde weggelassen?  Es ändert sich dadurch das Flankenspiel! Durch Überprüfung mit Tuschierpaste muss das Tragbild der Zahnräder überprüft werden, ansonsten sind in kürzester Zeit die Zahnräder unbrauchbar.
Ausmessen des Zahnspiels geht auch. Ist aber wohl nur bei entsprechender Ausrüstung mit Messgeräten möglich.

Gruß
ali
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Marlin am 22.07.2020, 12:34:09
Hallo,

eine kleine Ergänzung zur Abdichtung der Rutschkupplung.  Der Ring vor dem vorderen Lager muß man beiderseitig mit Dichtmasse behandeln.  Ein Vorteil ist dann den Ring zum Lager ankleben bevor man den Wedi einbaut.


Hallo,

ich kann dir nicht richtig folgen, von welchem Ring genau sprechen wir?

Gruß
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-fantast am 22.07.2020, 13:06:11
Hallo,

Tafel 34, Bild Nr. 18 auf Seite 137 in der ET-Liste.  ZF 22.614.0 benannt, liegt zwischen 3308 Lager und Rutschkupplungsträger.  Im Werk wurde Dichtmasse zwischen Lager und Ring benutzt, zwischen Ring und RK-Träger hatte MAN eine besondere 0,3 mm Papierdichtung, P 3246, zum Einsatz.   
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.07.2020, 20:43:05
Hallo MAN-Freunde!
Danke für eure Hinweise zur Abdichtung zwischen RK und Abtrieb. Da mir mein Kumpel die Wedis erneuert und neu abgedichtet hat, muss ich erst noch auf Dichtheit prüfen. Dank an Magne für seine Hinweise zur Abdichtung an der Rutschkupplung. Will hoffen, dass ich den Abtrieb nicht noch mal ausbauen muss.
@ Ali : Der Passring bezog sich auf die Vorderachse. Da das Spiel zwischen den Kegelrädern recht groß ist, wurde mir geraten, den Passring  zwischen Lagerbüchse und Gehäuse herauszunehmen und dann das Spiel erneut zu überprüfen. Würde den Ring auf 0,5 mm schätzen.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 22.07.2020, 21:23:32
Hallo, MAN-ler!
Konnte gestern und heute einiges schaffen. Ja, wenn MAN Urlaub hat... Nach dem Zusammenbau des Vorgeleges habe ich mit meinem Kumpel nach altbewährter Technik das Vorgelege montiert. Auch der Allradabtrieb wurde abgedichtet und verbaut.Anschließend die Bremsgestänge und Hebel angebracht und eingestellt. Heute habe ich den Hydraulikblock mit neuem Nutring, Filter und O-Ringen bestückt und mit Haftgrund behandelt Dann wurde er mit Hilfe von meinem Nachbarn auf das Getriebe gehoben und befestigt. Noch das restliche Getriebe grundiert und im Anschluss noch ein Bierchen zusammen getrunken. Soll für heute erfüllt!  ;D ;D
Noch ein paar Bilder fürs Album  ;)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: ali am 23.07.2020, 12:37:27
Hallo,
nur den Passring weglassen, weil vermutlich zu großes Spiel vorhanden ist, geht in die Hose. Es kann doch auch das Lager für das Tellerrad ausgelaufen sein. Wenn dann das Kegelrad durch Weglassen des Passringes nachgesetzt wird um das Zahnspiel zu verringern, ist das Zahnflankenspiel völlig im Eimer. Daher mit Tuschierpaste kontrollieren! Der Passring heißt nicht umsonst Passring. Es gab ihn unterschiedlich dick, um das Spiel einzustellen. Auf der Tellerradseite ist übrigens auch ein Passring.

Gruß
ali
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.07.2020, 21:33:17
Hallo Ali,

danke nochmal für deine Hinweise. Werde nochmal genau überprüfen, wo das Spiel herkommt.Sollte es am Lager liegen, wird es getauscht und der Ring kommt wieder dazwischen. Wäre schade, wenn bei dem gute Zustand der Zahnräder etwas Schaden nehmen würde.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 23.07.2020, 22:00:42
Hallo, MAN-Freunde!
Habe heute frisches Getriebeöl ins Getriebe, den Mähwerkantrieb, den Allradabtrieb und in die Vorgelege eingefüllt. Viel ist von den 20 Litern nicht mehr übriggeblieben. Vorher alle Dichtringe erneuert und die Schrauben gesäubert. Bis jetzt noch keine Undichtheit aufgetreten. Bin schon mal etwas erleichtert und hoffe, dass es auch im Fahrbetrieb so bleibt, damit sich die Arbeit auch gelohnt hat. Werde morgen noch mal alles kontrollieren. Als nächstes wird der Motor hübsch gemacht und die Anbauteile grundiert, um bald "Hochzeit" feiern zu können.  ;)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.07.2020, 18:18:12
Hallo,MAN-Freunde!

Habe heute morgen kontrolliert, ob alles dicht ist. Leider hat sich an der Welle zum Mähwerksantrieb eine undichte Stelle gezeigt. :(       
Da im Behälter fast kein Öl mehr war, hatte ich nicht nach dem Simmerring geschaut. Weiß jemand von euch, wie der Dichtring zum Antrieb gewechselt wird? Bekommt man die Buchse (ETL Nr. 7) nach vorne heraus oder muss man den Deckel vom Mähantrieb öffnen, um den Dichtring  Nr.8 - zu wechseln. Danke schon mal im Voraus.
Habe den Motor mit Haftgrund eingesprüht. Anlasser, Reglergehäuse und LiMa werde ich schwarz absetzen, der Zylinderkopfdeckel und die Abdeckung am Motor bleiben im Alu-Look. Alles andere wird MAN-Grün.  8)

Schönes WE - Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-fantast am 24.07.2020, 21:21:17
Hallo Thomas,

die Buchse Nr. 7 (Simmerringhalter) bekommt man nach vorne heraus, wirst Du auch in der BA auf Seite 61 erkennen.  Das Problem ist ein geeignetes Werkzeug zu finden.  MAN hatte damals eine eigene Vorrichtung aus ZP/ZF im Angebot, eine sogenannte "Bärenklaue"   Mein Bild zeigt ein Werkzeug womit ich für eine solche Operation erfolg habe; hier für Mähwerksantrieb an einem gleich konstruierten A-10.

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 25.07.2020, 18:35:58
Hallo Magne,
danke für deine fachkundige Auskunft. Was würden wir nur ohne dich machen? ;) Mein Schlosserkumpel hatte auch die Vermutung, aber da der Rand so knapp ist, haben wir daran gezweifelt. Mal sehen, was er sich einfallen lässt wegen dem Werkzeug. Man muss ja in die Nuten kommen, um die Buchse herauszuziehen. Und das originale Werkzeug wird man kaum bekommen. Außerdem ist nach vorne wenig Platz in eingebautem Zustand, da die Welle sich in einer Nische befindet. Nochmals danke und "Geht nicht" gibts nicht.  :) Schönen Sonntag    Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Hauke am 26.07.2020, 12:56:05
Hallo Thomas,

bitte halte uns auch zu diesem Thema auf dem laufenden! Ich habe perspektivisch eine ähnliche Aufgabenstellung an einem A8 Getriebe und mir kam noch keine gute Idee wie man welches Werkzeug in der "Nische"  ansetzen könnte! Vielleicht durch das Loch im Kupplungsgehäuse? Ich bin gespannt was Dein Kumpel sich ausdenkt...
(Ich gehe davon aus daß Du ohnehin darüber schreibst, es ist echt interessant Deinem Bericht zu folgen  :) )
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 26.07.2020, 17:45:04
Hallo Hauke,
danke für dein Interesse.Habe schon mit ihm gesprochen, aber eine richtige Idee hat er auch noch nicht. Will sich erst mal die Schnittzeichnung in der BA anschauen. Selbst mit dem Werkzeug von Magne würde es schwierig, da nach vorne der Platz fehlt und das Loch im Gehäuse auch nicht so groß ist. Werde erst mal den Deckel abschrauben und schauen, ob man vielleicht die Buchse von innen nach außen herausbekommt.
Habe gestern die Kupplung angebaut und die LiMa grundiert sowie den Ring an der Glocke gesäubert. Mal sehen, ob es nächste Woche mit der Montage des Motors klappt. Erst muss der Simmerring gewechselt werden. Wenns was Neues gibt, melde ich mich.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 27.07.2020, 22:34:48
Hallo Hauke und MAN-ler!
Habe mich heute mal an die Problemstelle Simmering Mähantrieb gemacht.Da von innen laut Schnittzeichnung keine Möglichkeit besteht, an den Dichtring zu kommen, habe ich mir von außen die Sache genauer angeschaut. Da noch eine Buchse in der ETL angegeben war, habe ich mit einem Federzieher etwas gefummelt und die Buchse von der Welle bekommen. Nun war etwas Platz vorhanden. Nach dem Säubern sah ich, dass innen im Simmeringhalter eine Nut eingefräst ist. Mit einem Abzieher, den ich mal bei ebay bestellt hatte, probierte ich, in die Nut zu kommen. Nach etwas Bearbeiten und Schleifen konnte ich den Abzieher in der Wellennut drehen und festklemmen. Durch das Loch im Kupplungsgehäuse konnte ich den Abzieher spannen. Da sich am Anfang nichts tat, wurde das Gehäuse um die Buchse erhitzt und nach einigen Minuten löste sich der Halter und ich konnte ihn nach vorne herausziehen und den Simmerring ausbauen.  ;D ;D  Ich hoffe, einigermaßen verständlich erklärt zu haben, anbei noch einige Bilder zu Veranschaulichung. Hoffentlich war das die letzte undichte Stelle  ::)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Hauke am 28.07.2020, 09:50:44
Hallo Thomas,

perfekt beschrieben und dokumentiert!

könntest Du noch ein Bild Deiner Schnittzeichnung einstellen? Dann könnte ich ein paar Details vergleichen. Bei meinem älteren A-8 muß vermutlich "nur" die innere Bundbuchse raus um an den WeDi zu kommen, die äußere Buchse existiert nicht. Der WeDi scheint direkt ins Gehäuse eingesetzt.
Gruß
Hauke
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 28.07.2020, 23:18:30
Hallo Hauke,
sieht wirklich so aus, als ob bei dir der Dichtring direkt im Gehäuse sitzt. Da hast du dir einiges Gefummel gespart. Hänge dir die Schnittzeichnung an, ist aber nicht so deutlich wie deine zu erkennen. Versuche nochmal, mehr Kontrast zu bekommen
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.07.2020, 00:14:56
Hallo, MAN-Freunde!
Da ich morgen mit meinen Kumpels den Motor wieder anbauen will, waren noch einige Vorbereitungsarbeiten zu erledigen. Nachdem ich einen neuen Simmerring in die Buchse gedrückt habe und den O-Ring auf die Welle geschoben habe, konnte ich mit einem Rohr vom Klempnerkumpel den Simmeringhalter wieder einschlagen. Danach wurde die Bundbuchse mit den Scheiben an das Lager geschoben und mit der Riemenscheibe gesichert. Zum Schluss noch Öl eingefüllt. Nun hoffe ich, dass alles wieder dicht ist. War ein ganz schöner Aufwand. Anschließend noch den großen Kranz am Motor befestigt und die "Hochzeit" für morgen vorbereitet. Wenn alles klappt, werden hinterher noch ein oder zwei Bierchen getrunken.  :D :D
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 30.07.2020, 18:03:41
Hallo MAN Freunde,
nach einer ausgiebigen "Hochzeitsfeier" will ich mich mal melden. Mit vereinten Kräften und einem geliehenen Motorheber sind wir die Sache angegangen. Motor wurde angehoben und ausgerichtet. Mit zwei Gewindestäben wurde der Motor bis ans Getriebe herangeschoben und grob eingefädelt. Nach vorsichtigem Wackeln und Hebeln rutsche er schließlich auf die Kupplungswelle. Anschließend alle Schrauben befestigt und Funktionsprobe gemacht. Klappt alles tadellos, kuppelt aus und lässt sich durchgängig bewegen. Nach einer knappen Stunde war alles erledigt und wir konnten uns dem gemütlichen Teil widmen. Möchte euch meine Helfer auch mal vorstellen: vorne links mein Klempnernachbar, dahinter mein Schlosserkumpel, rechts daneben ein anderer Nachbar und vorne rechts meine Wenigkeit. Nochmal ein dickes Lob für die uneigennützige Hilfe und die vielen gute Ideen, auch an die Mitglieder des MAN-Forums. Anschließend noch das ein oder andere Bierchen gezischt und ein gutes Tröpfchen im Öko-MAN-grünen Becherchen geleert. Ein erfolgreicher Tag ging zu Ende mit den ein oder anderen Nachwehen.  :D :D 

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 30.07.2020, 18:33:14
Hallo Thomas,

das habt ihr gut gemacht. Es freut mich, dass die Hochzeit so gut geklappt hat. Die Hochzeitsfeier habt ihr euch verdient.

Gruß Theo
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 30.07.2020, 18:59:54
Thomas,

da schließ ich mich an!

Herzlichen Glückwunsch für dich und die Mannschaft. Wenn der MAN nicht bestens fährt, dann weiß ich es auch nicht!!

"Edles Pils" und "Feiner Hausschnaps".............. ;) ;) ;), da habt ihr euch vermutlich mehr als die 180g/Psh genehmigt?

Gruß
Gerhard

Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 30.07.2020, 19:21:45
Hallo Theo und Gerhard!
Ja, bei einem so edlen Schlepper darfs auch mal was Besonderes sein. Ich freu mich auch, dass sich die vielen Stunden und Mühen gelohnt haben, um bis hierher zu kommen. Nun wird alles noch in Ruhe zusammengebaut und hübsch gemacht und dann wollen wir uns am Resultat erfreuen.  :D
@ Theo : Ich gebe den Dank gerne weiter, ist wirklich eine dufte Truppe, da macht das Schrauben doppelt Spaß.
@ Gerhard : Ich glaube, die Sorte hast du noch nicht auf deiner Liste und im Kasten und in der Flasche war heute morgen nichts mehr zu finden, also wirds schon ein bisschen überm Limit gewesen sein, geschmeckt hats auf jeden Fall. Gut, dass keiner an die Arbeit musste. ;D ;D
Bei der ersten Fahrt sind meine Mitstreiter auf jeden Fall mit dabei, da gehts mal in die Natur!

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Hauke am 30.07.2020, 19:50:10
Hallo Thomas,

das sieht ja sehr gut aus! (Der Trecker auch...)

Da dürfte die erste Ausfahrt ja auch nicht mehr in ganz weiter Ferne liegen, müßt ihr nur noch ausknobeln wer zurück fährt...
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 30.07.2020, 20:33:54
Hallo Hauke,
Ja danke, sieht schon langsam wieder wie ein Schlepper aus. Wird noch ein Weilchen dauern aber bei der ersten Ausfahrt gebe ich das Lenkrad nicht aus der Hand. Da darf noch so gutes Bier dabei sein. ;)
Geht auch mal wieder langsamer voran, wenn der Urlaub rum ist. Aber ich mach mir da kein Stress, liege ja bis jetzt ganz gut im Rennen.  8)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 01.08.2020, 17:23:43
Hallo, MAN-Freunde!
Nachdem es gestern und heute sehr heiß war, wurden nur Kleinigkeiten erledigt. Mit dem noch vorhandenen Motorheber wurde der Vorderachsbock nach dem Grundieren an den Motor gehoben und verschraubt.
Meine Haubenleiste ist nach einigen Wochen wieder vom Verchromen gekommen. Sehr saubere Arbeit und ich weiß, dass sie hundertprozentig passt. Preis war auch in Ordnung. Nachdem ich alle Teile für das Differential der Vorderachse habe, wird diese nächste Woche fertig montiert und angebaut. Ausrichtung erfolgt später.

Schönen Sonntag  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 03.08.2020, 22:00:23
Hallo, MAN-ler!
Habe heute den Vorderachsantrieb wieder zusammengebaut, nachdem ich den Simmerring und einige Schrauben ersetzt habe. Habe zunächst ohne den Passring probiert. Lief auch schön leicht , aber beim Anziehen der Schrauben ging das Differential schwergängiger. Wie Ali vermutet hat, war das Spiel in den Doppelgelenken und nicht zwischen den Zahnrädern. Also Passring wieder eingesetzt und alles angezogen. Da 3 vorhandene Schrauben mit Federring definitiv zu kurz waren, habe ich längere abgesägt und eingeschraubt. Noch den Flansch für die Kardanwelle aufgeschoben und mit Sicherungsmutter befestigt.
Antrieb läuft wieder schön weich. Das vorhandene Spiel werde ich belassen - Landmaschinen brauchen Luft! ;) ;)
Nochmals danke für eure Hinweise!
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 05.08.2020, 20:31:09
Hallo, MAN-ler!
Konnte heute meine restlichen Teile vom Sandstrahlen abholen. Damit sie nicht wieder anrosten, wurden sie gleich mit Haftgrund beschichtet. Gestern schonmal LiMa, Dieselfilter, Anlasser und Einspritzanlage mit mattschwarz lackiert. Kühler wird auch schwarz. Langsam habe ich alle Teile für das Grundieren und Spritzen zusammen. Werde erst das Schleppergerüst 2x grundieren und dann die Einzelteile. Danach das gleiche mit dem Decklack. Bevor die Blechteile montiert werden, erfolgt erst eine ausgiebige Probefahrt, um eventuelle Leckstellen zu finden, was ich natürlich nicht hoffe. So langsam kommt wieder alles an seinen angestammten Platz.  :D :D
Anbei wieder ein paar Fotos.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 06.08.2020, 11:48:50
Hallo Thomas,
habe erstmal alle deine Berichte der letzten 2 Wochen gelesen. Ich muss schon sagen, Hut ab. Dank deinen Mitstreitern hat es ja gewaltig geruckt. Nun lässt die erste Probefahrt bestimmt nicht mehr all zu lange auf sich warten. Und ich hoffe mal, das es ein voller Erfolg wird. Geschmiert und geölt habt ihr ja nach allen Vorschriften. Auch bei der Auswahl der Schmierstoffe habt ihr nur das Beste eingefüllt. Nicht nur, dass hinterher euch der Kopf gebrummt hat, sondern dass der Motor dann auch ordentlich brummt und röhrt. Alles Gute bis dahin.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 06.08.2020, 11:49:35
Hallo Thomas,
habe erstmal alle deine Berichte der letzten 2 Wochen gelesen. Ich muss schon sagen, Hut ab. Dank deinen Mitstreitern hat es ja gewaltig geruckt. Nun lässt die erste Probefahrt bestimmt nicht mehr all zu lange auf sich warten. Und ich hoffe mal, das es ein voller Erfolg wird. Geschmiert und geölt habt ihr ja nach allen Vorschriften. Auch bei der Auswahl der Schmierstoffe habt ihr nur das Beste eingefüllt. Nicht nur, dass hinterher euch der Kopf gebrummt hat, sondern dass der Motor dann auch ordentlich brummt und röhrt. Alles Gute bis dahin.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.08.2020, 19:38:23
Hallo, Armin!
Danke für deinen Zuspruch. Dank meiner Gehilfen und guter Tipps aus dem Forum hat alles prima geklappt. Schmierstoffe alle eingefüllt und bis jetzt auch dicht. Gemäß dem Motto "Wer gut schmiert, der gut fährt", haben wie nur hochwertige Brenn- und Schmierstoffe verwendet, um die Nachwehen etwas abzumildern.  ;) ;) Werde mich nächste Woche mit dem Lackieren beschäftigen und wenn alles klappt die Teile soweit anbauen, dass erstmal eine kleine Probefahrt möglich ist. Mal sehen, wie weit ich komme. Mipa-Farbe ist heute eingetroffen für den unteren Teil. Bei der momentanen Hitze kann man sich nur im Schatten aufhalten. Werde mir in der Scheune eine kleine Lackierstrecke aufbauen.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 06.08.2020, 20:44:48
Hallo,

nach erfolgreicher Restaurierung erfolgt die Zertifizierung zur


MAN Werks-und Kundendienstwerkstatt (Inhaber: MAN-Rhöni)


Südthüringen


Ach ja, mit angeschlossenen Kiosk für Brenn-und Schmierstoffe ;) ;)

Dann werde ich auch Kunde!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 06.08.2020, 20:49:51
Hallo Gerhard 
Dem kann ich nur zustimmen. Wenn's einer verdient, dann Thomas.
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.08.2020, 21:56:36
Hallo ihr Beiden,
eine gute Idee.Ihr müsst aber noch ein bisschen warten, bis ich in Rente bin. Dann kann ich das Geschäft als Nebenerwerb anmelden. Etwas Fachliteratur habe ich mir schon zugelegt. :D :D  Zur Eröffnung seid ihr natürlich herzlich eingeladen. Ihr seid ja auch vom Fach. Dann machen wir eine kleine Ausfahrt mit anschließender Werksbesichtigung mit Verköstigung. Was haltet ihr von dem Vorschlag?  ;) ;)

Schöne Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 06.08.2020, 22:11:25
Einwan(d)frei !! ;) ;)
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: M-verfahren am 07.08.2020, 06:02:22
Oh , bei Euch gibts auch Hausschnaps ??????????  aua  :)
Gruß Jürgen
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 07.08.2020, 17:51:40
Hallo Jürgen,
bei uns gibts nicht nur Rhöntropfen und Rhönbier, sondern auch andere edle und hochwertige Brennstoffe. Früher kannte man solche feinen Hochleistungsschmierstoffe nur vom Hörensagen oder vom Intershop, aber seit wir mittendrin liegen, können wir auch die anderen schönen Sachen von unseren Nachbarn genießen.  8) . Für den MAN nur das Beste !!  :D
Übrigens, der Hausschnaps ist sehr verträglich und desinfizierend (selbst ausprobiert) ;)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 07.08.2020, 22:19:00
Hallo Thomas,
das Angebot gilt. Und wegen Nachschub vom Hausschnaps, da mach dir mal keine Sorgen.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 10.08.2020, 22:19:43
Hallo, MAN-Freunde!
Habe heute eine Frühschicht eingelegt, um der Hitze etwas auszuweichen. Ab 6.00 Uhr abgeklebt, danach mit Grundieren begonnen. Ging recht gut, bis Mittag war es einigermaßen erträglich. Habe das Schleppergerüst und die Vorderachse zweimal grundiert. hat alles gut geklappt. Kleinteile kommen später dran. Danach noch den Kühler in die Kur genommen und mattschwarz lackiert. Morgen will ich dann den Decklack aufbringen, mal sehen was das Wetter sagt. Ist meine letzte Urlaubswoche, da muss es nochmal rucken, wie Armin immer sagt.  :D :D
Anbei noch ein paar Fotos - Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 11.08.2020, 21:36:30
Hallo, MAN-ler,
weiter gehts mit dem Lackieren. Habe wieder beizeiten begonnen. Nachdem die Farbe gemischt war, ging es mit der Vorderachse los. Danach habe ich mich von vorne nach hinten durchgearbeitet mit der ersten Schicht Decklack. Nach dem Frühstück das Ganze noch einmal. Lack ist trotz der Wärme gut verlaufen, da ich noch im Schatten gearbeitet habe. Gegen 11.00 Uhr war ich durch. Einige Stunden "einbrennen lassen "  8) danach noch die Abklebungen beseitigt. Mit einem Teil vom Lackierer verglichen. Ich konnte keinen Unterschied im Farbton feststellen, Tagwerk vollbracht - ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wieder ein paar Fotos zur Erbauung  ;) ;)

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 11.08.2020, 22:55:20
Hallo Thomas,
sieht sehr gut aus, das Ergebnis. Das Wetter hat dir sicher gut geholfen, auch wenn es manchmal schon zu heiß war. Nun hast du es aber bald geschafft und dem ersten Start nach der ganzen Schinderei steht dann hoffentlich nichts mehr im Wege. Für den Rest, wie die elektrische Anlage, biete sich dann der Herbst gut an.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 11.08.2020, 23:09:58
Hallo, Armin!
Ist schon ein gutes Gefühl, wenn MAN beim Lackieren angekommen ist. Noch die restlichen Teile fertig beschichten und dann ans Zusammenbauen gehen. Ab nächster Woche gehts wieder langsamer voran. Dann erst mal schauen ob alles dicht ist und bis zum Spätherbst hoffe ich, dass es geschafft ist. Danke für deine Einschätzung, bin auch sehr zufrieden mit dem Ergebnis.  :D
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-2L2 am 12.08.2020, 08:06:17
Hallo Thomas,

die Lackierung ist gut geworden! So wie es aussieht, hast Du mit der Pistole lackiert? Hattest Du damit schon Erfahrung?
Wenn alle Teile lackiert sind kommt der Zusammenbau und dann ist auch ein Ende in Sicht.

Gruß Theo
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Hauke am 12.08.2020, 12:38:49
Hallo Thomas,

sieht gut aus!
Da wird das Zusammenbauen richtig Spaß machen!

Gruß
Hauke
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 12.08.2020, 22:20:47
Hallo Theo und Hauke,
danke für eure Einschätzung. Trotz der Wärme hat die Lackierung gut funktioniert. Die Farbe darf allerdings nicht zu schnell trocknen, sonst gibt es den Orangeneffekt. Deshalb habe ich schon beizeiten begonnen. Ist sie zu dünn, gibts Nasen.
@ Theo: Ja, ich mache das hobbymäßig schon ca. 40 Jahre . Habe mein erstes Auto auch schon selbst lackiert, danach noch Autos, Motorräder und mittlerweile auch schon den 5. Schlepper. Habe noch die erste Lackierpistole, funktioniert immer noch gut.
Heute wurden die Kleinteile grundiert, morgen dann der Decklack. Bilder gibts dann morgen.
Anbei noch zwei ältere Bilder vom Bautz 300.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.08.2020, 20:37:09
Hallo, MAN-Freunde!
Damit das Sommerloch nicht zu groß wird, will ich euch über den weiteren Fortgang der Arbeiten informieren. Habe gestern bei schweißtreibenden Temperaturen die restlichen Teile grundiert. Dazu in der Scheune eine stabile Wäscheleine angebracht und los gings. Gut, dass ich im Schatten war. Ruckzuck war die Wäsche trocken.  ;) Heute meinte es der Wettergott gut mit uns, heute morgen gleich Regen und Abkühlung den ganzen Tag über. War das eine Wohltat. Unter Dach wurden 2 Schichten Decklack gespritzt. Morgen früh kommen dann die bereits grundierten Teile dran und dann habe ich fertig mit Lack. Nachmittags wird mit meinem Schlosserkumpel die Vorderachse angebaut. Anbei noch ein paar Bilder von der Wäscheleine XXL. :D :D
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 13.08.2020, 21:33:06
Hallo Thomas,
der Sommer geht langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Für dich war er allerdings sehr erfolgreich. Innerhalb von nur 8 Monaten einen Trecker komplett überholt und lackiert. Abgesehen von der Elektrik, die dann noch ansteht, hast du ordentlich vorgelegt. Und trotzdem immer noch Zeit gehabt für ein Feierabendbier mit deinen Helfern. So macht das Hobby Spaß. Nun nur noch die Achse dran, Räder drauf und am Sonntag gehts das erste mal durch die Felder.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.08.2020, 22:30:46
Hallo Armin,
so schnell wie die Polizei bin ich nun auch nicht, auch wenn es tüchtig gerückt hat. Wenn die Achse dran ist, kommen erst mal die Teile, die MAN zum bewegen braucht. Und die Räder sind ja auch noch überholungsbedürftig. War schon ganz schön anstrengend die letzten Wochen. Jetzt geht es wieder langsamer voran und dann sehen wir weiter und das Feierabendbier gehört auf jeden Fall mit dazu. ;)
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.08.2020, 18:31:47
So liebe MAN-ler,
habe gestern die Lackierung bis auf ein paar Kleinigkeiten abgeschlossen, außer den Rädern und Überrollbügel. Diese Teile hatte ich schon sandstrahlen und grundieren lassen, sodass ich nur noch 2 x Decklack aufbringen musste. Wetter spielte wieder mit, kein Wind und nicht so heiß. Vormittags erste Schicht, nach dem Antrocknen noch mal drüber und an der Leine trocknen lassen. Nachmittags mit meinem Schlosserkumpel die Vorderachse montiert und grob eingestellt. Für die Vermessung habe ich jemanden aus dem Nachbarort, der eine Vorrichtung dafür gebaut hat. Noch die Räder abmontiert und das wars erstmal. Abends wie gehabt ein schönes Bierchen mit meinen Helfern getrunken.
Werde zunächst mit den Rädern weitermachen und dann nach und nach die Teile montieren.

Schönen Sonntag    Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 19.08.2020, 22:04:30
Hallo MAN-ler,
heute mal wieder etwas Zeit gehabt, um mit meinem Schlosserkumpel die Vorderachse auszurichten. Haben zuerst nochmal alles vermessen und in der Schleppertechnik nach den entsprechenden Einstellungen geschaut. Durch die defekte Feder hatte sich einiges verschoben, allerdings nicht so gravierend. Haben zuerst die Achse mittig ausgerichtet und dann die Parallelität zur Hinterachse eingemessen. Nachdem alles ausgerichtet war, wurde das Federpaket am Tragzapfen festgezogen und die Kardanwelle angebracht. Wenn die Räder montiert sind, wird die Vorspur und der Radeinschlag noch eingestellt. Am Sturz ist bei dieser Achse keine Veränderung möglich. Sieht alles in allem schon recht ordentlich aus. Werde in den nächsten Tagen Kühler und Tankhalterung montieren und den Motor mit den restlichen Teilen bestücken. Dann gehts Stück für Stück weiter.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.08.2020, 20:53:16
Hallo MAN-Freunde,
konnte heute nach Feierabend wieder ein paar Teile anbauen. Habe zunächst die Halterung für den Dieselfilter und den Filter selbst montiert. Danach den Kühler mit den beiden Bolzen am Tragbock befestigt. Anschließend noch LiMa mit Keilriemen am Motor angebracht und zum Abschluss die Tankhalterung an den Tragbock geschraubt. Und schon ist der Tag zu Ende. Aber das WE steht ja bevor, mal sehen wie weit ich komme.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 24.08.2020, 20:15:50
Hallo, MAN-ler!
Wieder ein kleiner Zwischenbericht zum Aufbau. Habe am WE die beiden vorderen Radnaben geschliffen und lackiert. Dann das alte nachgebaute Frontgewicht auseinandergeschraubt und die Halterung mit Zugmaul neu gespritzt. Da die Haube am Gewicht angelegen hat und dadurch eingedrückt wurde, wird es nicht mehr montiert.Sollte jemand noch ein originales für Rundhauber liegen haben, gerne bitte per PM. Der Nachguss hat sich leider verzögert, vielleicht klappts ja nächstes Jahr.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 29.08.2020, 19:06:30
Hallo MAN-Freunde,
auch wenn es zur Zeit berufsbedingt etwas langsamer vorangeht, möchte ich euch wieder über ein paar Fortschritte informieren.
Habe den Kühler am Motor angeschlossen. Dazu hat mir mein Klempnerkumpel das S-Rohr aus passenden Teilen angefertigt, etwas grün gemacht und schon fällt es nicht mehr auf. Der Thermostat wurde am oberen Kühleranschluss eingebunden. Anschließend den Tank in die Halterung eingesetzt und ausgerichtet. Dabei gleich die Halterung für das Frontgewicht und das vordere Zugmaul angebracht. Als nächstes werden die Dieselleitungen an den Filter und die ESP verlegt und der Auspuff und Luftfilter angeschraubt.
Dann ist der Motor langsam startbereit. Die anderen Teile liegen zur Anbringung bereit, nur die Zeit fehlt etwas im Moment.

Schönen Sonntag von  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.09.2020, 21:18:49
Hallo, liebe MAN-Freunde!
Hatte gestern etwas Grund zum Feiern, möchte euch ein wenig teilhaben lassen. Auch wenn der 4L1 noch nicht ganz fertig ist, hat er sich schon mal ein Schleifchen verdient. 121 Jahre MAN(n) - Power sind ein schöner Anlass. Mit einer kleinen Ausfahrt gings los, leider noch nicht mit dem MAN, aber mein Bruder hat ausgeholfen. Dann langsam mit Feiern begonnen. Meine Schlepperfreunde ( im Bild vor dem MAN) hatten mir einen schönen"LPG-Kuchen" mitgebracht. Einige von euch werden ihn vielleicht noch kennen. ;) Mit einem MAN auf dem Acker wäre das Malheur bestimmt nicht passiert  ;D Die Bänke füllten sich und es wurde ein schöner Abend. Ein paar Teile konnte ich auch wieder anbringen, aber der "Runde" ging diese Woche vor.

Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: FrontMAN am 02.09.2020, 21:41:07
Hallo Thomas,
alles Gute sowie viel Gesundheit zu deinem 60. Geburtstag. Da haben deine Freunde sich aber was Feines ausgedacht. Kuchen und Bier. Tolle Mischung. Aber viel Spaß hattet ihr sicherlich trotzdem gehabt. So ein Anlass muss ja auch gefeiert werden.
Gruß Armin
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.09.2020, 21:56:20
Hallo Armin,
vielen Dank für die Glückwünsche. Mein 4L1 und ich sind ja fast das gleiche Baujahr, dass muss MAN schon ein bisschen feiern. Den Kuchen haben wir erst heute angeschnitten, da war mein Vater mit Geburtstag dran. War eine tolle Idee. Zum Bier haben wir doch lieber was Deftiges gegessen, hat sich auch besser mit dem Verdauungsschnäpschen vertragen. ;D
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: RMW-Gerhard am 02.09.2020, 22:00:59
Hallo Thomas,

ich schließe mich mit den Geburstagsgrüßen an. Alles Gute und immer genug Druck im Reifen, Diesel im Tank, ein"Helles" im Kühlschrank und nen "Braunen" im Glas!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 02.09.2020, 22:29:57
Danke Gerhard für deine Geburtstagswünsche ,
bei der nächsten Ausfahrt mit dem MAN bist du ja dann hoffentlich auch dabei wie abgemacht. Muss mich wieder etwas ins Zeug legen, damit es im Herbst noch klappt. Also bis dahin viele Grüße
  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Jacoby am 03.09.2020, 14:22:46
Hallo Thomas, auch aus dem Schwabenländle, nachträglich alles Gute zu 60. Geburtstag. Sicher ist dein MAN bald das Zugfahrzeug und löst den Deutz ab. Grüße Jacoby
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 03.09.2020, 17:47:40
Danke Jacoby,
für die Geburtstagsgrüße aus dem Schwabenländle. Ja, so ist es geplant, die Fahrt zur Fertigstellung soll dann mit dem eigenen MAN erfolgen. Da kann der Allradantrieb gleich in Aktion treten. Bis zum 60. hab ich es nicht ganz geschafft ;) ,hoffe dass es noch vor dem Winter klappt.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: Hauke am 04.09.2020, 19:38:20
Hallo Thomas,
auch von mir herzliche Glückwunsch zum Geburtstag! Da habt ihr gemeinsam ja schon ein schönes Sümmchen an Jahren, du und dein MAN. Wie auf den Bildern zu sehen seid Ihr aber ja beide noch (bzw. wieder) gut im Lack!

Gruß
Hauke
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 04.09.2020, 20:12:40
Hallo Hauke,
danke für deine Glückwünsche und das Kompliment. Fast hätte es geklappt mit dem gleichen Baujahr, aber MAN kann nicht alles haben. Mit dem Lack das ist so eine Sache, es wäre schön, wenn man ihn nach 60 Jahren auch mal erneuern könnte wie beim Schlepper. ;) Aber solange das Bierchen noch schmeckt, wollen wir uns nicht beklagen und uns am neuen Lackkleid unserer "Emmas"
erfreuen.  :D
Viele Grüße  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 12.09.2020, 20:28:52
So, liebe MAN Freunde,

nachdem die Festwoche vorüber ist und noch einige andere Dinge zu erledigen waren, geht es wieder ein bisschen voran. Konnte in den letzten Tagen und heute einige Sachen erledigen. Restliche  Öle aufgefüllt und alles abgeschmiert und gekennzeichnet. Auspuff und Lüfterring ausgerichtet und montiert. Die Dreipunktaufhängung angebracht und Sitzgestell aufgeschraubt. Habe heute mit dem Abschleifen der Räder begonnen. Will sehen, ob ich sie nächste Woche fertig lackieren kann bei dem schönen Wetter. Also, es geht langsam weiter.  :D  Anbei wieder ein paar Fotos.
Gruß  Thomas
Titel: Re: Instandsetzung und Restauration 4L1
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.09.2020, 15:03:28
Hallo MAN-ler!
Auch von mir wieder mal einige Infos über den Fortgang der Arbeiten. Habe mit meinem Schlossekumpel letzte Woche den Lenkhebel und die Lenkschubstange angebaut und grob eingestellt. Lässt sich leicht bewegen und schlägt nirgends an. Auch die Gestänge für Hand- und Fußgas haben wir neu montiert und mit Kugelgelenken versehen. Für den Spaltfilter muss noch eine Schraube abgedreht werden, dann kann das Gestänge mit der Lenkung verbunden werden.
Gestern die vorgeschliffenen Felgen abgeklebt und grundiert. Das Abkleben hält länger auf als das Spritzen selbst. Sieht schon ganz ordentlich aus. :D  In der nächsten Woche wird dann der Decklack aufgebracht. Dann können die Räder schon mal zum Probelauf montiert werden.  :) :)  Anbei wieder ein paar Bilder.

Gruß  Thomas