Autor: SUN Thema: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz  (Gelesen 5694 mal)

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Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #20 am: 14.03.2021, 07:41:03 »
Hallo,
da muss ich Magne Recht geben. Die Schwungscheibe würde ich austauschen. Dann hast Du auch gleich einen anderen Anlasserzahnkranz.

Gruß
ali


Hallo Ali,

danke auch für deine Info zur Kupplung.

Gestern sollte eigentlich die Montage von Motor und Getriebe erfolgen. Aus diversen Gründen hat das aber zeitlich nicht gepasst.
Heute Morgen erst habe ich dann auch deine Meldung gesehen. Da Magne auch schon die Reibfläche bemängelt hat bin ich mir nicht ganz sicher wie ich weiter verfahren soll. Nach dem Abdrehen denke ich ist die Fläche soweit wieder gut, eben halt nur mit den kleinen Rissen. (Im äußeren Bereich waren es ja 0,25mm, nach innen hin wird es ein kleinen bisschen mehr gewesen sein, denke so 0,05-0,1mm da die Reibfläche etwas schräg eingelaufen war. Wird wohl eine Verschleißerscheinung sein) 
In wie weit sich das auf meine Hobbyausfahrten auswirkt, ist für mich nicht greifbar.
Auf der anderen Seite liebäugle ich mit einem kleinen Müller Mitteltal UDBK. Der hätte eine Gesamtmasse von 5,8t.
Das ist bestimmt schon etwas mehr als nur Hobbyausfahrt.
Ich werde mal schauen wo ich ggf. ein (noch) gutes Schwungrad auftreiben kann.
Wenn also jemand noch was gutes rumliegen hat, gerne eine Meldung machen.

Falls nicht, muss das alte halt rein und halten.

Gruß
Stefan





Offline hobbyman

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #21 am: 14.03.2021, 11:51:39 »
Hallo Stefan,
Frag Mal nach bei Wolfgang Stenzel, als ich bei Ihm war hatte er viele Motorteile.
Sogar geschliffene Kurbelwellen, ist aber ein paar Jahre her.
Im Forum aktiv als Wolf51.
Viel Erfolg und Grüße, Michael.

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #22 am: 15.03.2021, 07:03:09 »
Hallo Michael,

danke für die Info. Werde ich mal nachfragen.

Gruß
Stefan

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #23 am: 16.03.2021, 07:33:18 »
Hallo Magne,

ist gut, werde ich entsprechend berücksichtigen. Habe das Maß aktuell mit 29,75mm ermittelt.
In der Schleppertechnik finde ich nichts darüber, ob dieses Maß soweit Ok ist oder ggf. schon Materialabtrag vorliegt.
Wir werden es dann einfach so beibehalten.


Hallo zusammen,

gestern habe ich eine Rückinfo von F&S bekommen. Hatte dort die Anfrage zum Tiefenmaß zwischen Kupplungsaufnahme und Anpressplatte gestellt. Wollte euch das nicht vorenthalten. Für alle interessierten:
Für eine starre Kupplungsscheibe ist das Sollmaß = 29,40mm
Bei einer gefederten Kupplungsscheibe ist das Sollmaß 30,00mm

Also bin ich bei mir 0,35mm über dem Soll. Das wäre dann wohl dem Verschleiß über die Jahren zuzurechnen. Hatte mir das schon fast gedacht. Als Aussage von F&S dazu, wäre dies aber auch kein großes Problem, da ist noch viel Luft, ohne das die Kupplung anfängt zu schleifen. Hatte dazu während der ersten Probefahrten auch schon bereits mit der neu aufgearbeiteten Kupplung keine Probleme festgestellt und da war die die Fläche noch nicht nachgearbeitet. Kann also jetzt nur besser sein.

Im weiteren hat F&S auch etwas zu den Rissen in der Schwungscheibe gesagt. Die Schwungscheibe war augenscheinlich nicht blau angelaufen gewesen, da es keine sichtbaren punktuellen/großflächigen Verfärbungen im Bereich der Anpressplatte gibt. Damit meinte er den direkten Bereich innen wo die Befestigungsschrauben der Schwungscheibe zur KW sind und auch den äußeren Bereich, wo die Anschraubfläche der Kupplung ist. Die Risse sind wohl durch eine schleifende Kupplung entstanden. Das könnte auch passen, denn ich erinnere mich, dass die alte Kupplungsscheibe total runter war und es auch keinen Einstellweg am Fußpedal gab. Das Pedal hat die Kupplung sofort betätigt, Leerweg war nicht vorhanden. Da hat wohl jemand in der Vergangenheit ziemlich wenig Ahnung gehabt.

Mit all den Info´s bin ich der Meinung, das Schwungrad nicht zu wechseln, zumal ich bisher auch keine Rückinfo über brauchbare bekommen habe. Einzig werde ich nochmal in mich gehen und ggf. das Schwungrad nochmals demontieren um auch die letzten Zehntel auf das Sollmaß zu bekommen. Noch ist der Motor nicht am Getriebe und der Montageaufwand daher sehr gering.
Muss ich nur meinen Dreherkumpel davon von überzeugen da nochmal Hand anzulegen ;D. Mal sehen wie schnell er Zeit dafür hat.
Ggf. bekomme ich ja noch in der Zwischenzeit eine Info über eine gute gebrauchte Schwungscheibe.

Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 16.03.2021, 08:50:20 von SUN »

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #24 am: 21.03.2021, 10:29:52 »
Hallo zusammen,

ich hatte mich mittlerweile dazu entschieden nichts mehr an der Schwungscheibe zu machen. Die bleibt so wie sie halt ist. Denke und hoffe das dies auch später kein Nachteil für mich werden wird. Daher konnte ich den Motor endlich ans Getriebe bringen. Also kleine Hochzeit gefeiert.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4147.jpg

Nach der Motormontage habe ich noch den Ölwannendeckel mit einer 3mm Abil N Dichtung montiert. Habe mal gehört, dass die Dichtungsstärke ca. 10% der Breite ausmachen sollte. Bevor ich den vorderen Achsblock wieder montiere habe ich einen kleinen Fehler von der ersten Montage korrigiert und an die Stellen Farbe gebracht wo ich nachher nicht mehr so richtig dran komme.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4149.jpgAS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4150.jpg

Auch noch vor der Achsmontage die Keilriemen wieder an Ort und Stelle gebracht. Speziell das Spannen des Riemens für den Kompressor ist echt schwer. So richtig wollte der nicht. Hab dabei die ein oder andere Schraube verbogen. Naja, trotzdem hat er verloren und ist auch drauf und gut gespannt.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4151.jpg

Seit gestern steht der MAN dann auch wieder auf den eigenen vier Füßen. Das ist jetzt gut 1 Jahr her wo ich ihn auseinander genommen habe um Getriebe und Motor zu reparieren. Klappt halt nicht immer alles so schnell wie man es gerne hätte.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4155.jpg

Es folgen jetzt noch die ganzen diversen kleinen Baustellen um alles wieder fertig zu bekommen. Werde auch die Kühlerhalterung wie von Magne in Manni´s Bericht beschrieben nachbauen, da ich diese für sehr Sinnvoll halte.

Gruß
Stefan
 

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #25 am: 28.03.2021, 11:41:04 »
Hallo zusammen,

die Woche ist nicht viel passiert. Einzig die Kühlerhalterung habe ich nach den Informationen von Magne (aus dem R-Bericht von Manni) nachgefertigt.

Hier erstmal die Ausgangslage. Das Halteblech am Kühler ist an der Biegung abgebrochen. Dient aber zumindest schon mal zum Maße abnehmen.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4156.jpg

Augenscheinlich ist das Blech mit drei Nieten am Kühler befestigt. Ich habe die erstmal runtergefeilt, damit ich die Nieten vernünftig ausbohren kann. Es stellt sich heraus, das Blech ist immer noch fest, also auch noch mit dem Kühler verlötet. Da musste ich mal überlegen wie ich weitermachen soll. Das Blech zu entfernen wäre nur mit Wärmebehandlung möglich gewesen. Das neue Anbringen auch wieder im Lotverfahren. Da schon alles Lackiert ist wollte ich das eigentlich vermeiden. Entsprechende Möglichkeiten hatte ich auch nicht zur Hand und die Gefahr irgendwas am Kühler kaputt zu machen wollte ich dann auch nicht eingehen. Ich habe mich deshalb dazu entschlossen, dass Blech am Kühler zu belassen und einfach nur ein neues drüber zu montieren. Ist dann zwar nicht 100% Original, aber die einfachste Lösung.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4157.jpg

Um einen Anfang zu haben, hab ich mit dem Flachstahl begonnen, da ich ja die groben Info von Magne vorliegen hatte.
Der Flachstahl hat die Maße 30x6mm. An einer Seite die 11mm Bohrungen mittig 20mm vom Ende angefertigt. Vom gleichen Ende 40mm angerissen und dort den Flachstahl ca. 40°gebogen. Den Flachstahl nach dem Biegen auf der Endlänge 264mm abgesägt und auch an diesem Ende wieder eine 11mm Bohrung mittig 20mm vom Ende gebohrt.
Das Blech hat die Breite 40mm und Stärke 2mm und am Kühler eine Länge bis zur Bruchkante von 65mm. Die Maße der drei Bohrungen am Kühler auf das Blech übertragen und 6,5mm gebohrt. Vom Kühlerstutzen die Rundung am Blech ausgespart. Das Blech dann bei 65mm um ca. 50° gebogen. Die Überschneidung vom Blech auf den Flachstahl ausgemessen. Hier ergab sich eine Länge ca. 75mm. An diesem Ende dann auch die 11mm Bohrung eingebracht und die beiden Ecken 10x45° abgeschrägt.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4158.jpg

Es folgt die erste komplette Anprobe. Sieht soweit ganz gut aus.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4159.jpg

Alles Lackiert und fertig angebaut. Die Schrauben M6 mit Karosseriescheibe bewusst von innen eingebaut. Das war zwar extrem fummelig und nur mit einem biegsamen Magnetstab zu bewerkstelligen, aber ich wollte größt mögliche Teile innen haben, damit die nicht durch die Kühlerlamellen durchfallen können und in die Wapu kommen, falls die Schraubverbindungen sich mal losrappeln sollten. Ich denke das Endergebnis ist Ok und kann seinem Zweck dienlich sein.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4166.jpg

Gruß
Stefan

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #26 am: 08.04.2021, 11:10:25 »
Hallo zusammen,

aktuell geht es nicht wirklich vorwärts, eher rückwärts aus eigener Unwissenheit.
Aber auch dieser kleine Rückschritt hat letztendlich wieder etwas gutes mit sich gebracht.

Nachdem ich ja eigentlich schon ziemlich gut voran gekommen war, hatte mich irgendwann die Idee gepackt, per Hand schon mal Öl vorzupumpen, damit alle Lager vor dem E-Start Öl haben. Gleichzeitig wollte ich schauen ob auch Öldruck ansteht. Ähnlich wie Manni das schon bei sich im R-Bericht gemacht hatte. Nun hat sich beim drehen per Hand ein metallisches Geräusch aufgetan, welches ich zuvor nicht so gehört habe. Da begann natürlich das grübeln woher es kommen könnte. Nach einigem hin-/her suchen, habe ich mich dazu entschlossen doch nochmal den Stirndeckel aufzumachen um nachzuschauen. Damit kam ich dann zwar der ganzen Sache schon näher, aber wirklich geholfen hatte danach erst der Abbau der Kipphebelwelle. Das Geräusch war weg. Also konnte es ja nur mit dem Ventiltrieb und Nockenwelle zusammenhängen. Blöd das ich davor das andere schon alles abgebaut hatte. Hätte ich mir sparen können. Weiter wusste ich, dass an der Nockenwelle speziell beim Zylinder 4 die Laufoberfläche ziemlich stark angerosten und angefressen war. Das hatte ich erst ziemlich spät nach der Säuberungsaktion wo die KW draußen war gesehen. Da war es aber meines Erachtens schon zu spät um wieder alles aufzumachen. Sollte nun dies jetzt wieder mein selbst geschaufeltes Grab werden. Ich habe mich dazu entschlossen nach einer besseren NW zu suchen. Zwischenzeitlich habe ich den vorderen Stirndeckel abgebaut, da ich dachte der müsse in jedem Fall ab um die NW raus zu bekommen. Wieder ein Fehler, hätte ich nicht machen müssen. Naja, wenigstens konnte ich dann auch dort alles von Öl und Rost sauber machen. Das Wochenende war vorbei und ich konnte wieder mal Kontakt zum Motorenfachmann aufnehmen. Danach hab ich mich noch mehr geärgert. Das alles hätte ich überhaupt nicht machen müssen. Das Geräusch war nur mangels Öl an den neuralgischen Stellen Nockenwelle/Ventiltrieb aufgetaucht. Sobald da mal wieder richtig Druck im Ölsystem gewesen wäre, sollte es wohl weg sein.

Zwischenzeitlich habe ich die neue NW bei mir und schon gut sauber gemacht, auch diese hat ein paar kleiner Macken, aber nichts im Vergleich zur alten.
Neu:
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4182.jpg
Alt:
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4183.jpgAS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4184.jpg

Ich warte jetzt noch auf meinen Kumpel das er die Tellerventilstößel an der Lauffläche etwas abgeschliffen hat, die waren auch etwas angegriffen. sollte nächste Woche passieren. Danach kann ich erst wieder zusammenbauen. Ist nämlich auch Interessant. Hatte zuvor extra bei Manni im R-Bericht nachgeschaut wie es mit den Stößeln ist. Nach dieser zylindrischen Form konnten die Stößel von oben rein. So dachte ich mir könnte ich die auch nach oben raus holen. Geht bei meinen aber nicht. Die sehen wirklich so aus wie in der ETL mit einem Bund unten. Also zuerst die NW raus und die Stößel nach unten raus gedrückt. Mal sehen wie gut ich die wieder an ihren Platz bekomme wenn schon alles andere drin ist. Hoffe mein flex. Magnetstab leistet gute Hilfe.

Nun noch eine Frage in die Runde. Bei Manni hatte ich gesehen, dass er den Stirndeckel ohne Dichtpapier wieder montiert hat.
In der ETL ist eine Dichtung 0,5mm angegeben. Seht ihr ein großes Problem diese Dichtung weg zu lassen? Ich habe nämlich keine und müsste die erst wieder besorgen gehen. Meine Bedenken wenn man die Dichtung weg lässt: Der Stirnraddeckel hat ja später ein paar Punkte wo er Anlageflächen für die Zahnräder hat. Beim NW-Rad mach ich mir wenig sorgen, da hier eine Kugel mit Feder die NW an der richtigen Position hält. Bei der ESP bin ich mir nicht ganz sicher, aber meine da war noch was Luft, sollte dann auch keine Thema sein. Wie ist es aber mit dem Druck auf das Rad der Ölpumpe. Ich sehe da zwar auch eine Kugel und laut ETL müsste ein Feder drin sein, aber bei mir bewegt die sich nicht. Durch die fehlenden 0,5mm drückt man da dann ja schon mehr drauf und da gibt definitiv aktuell nichts nach. Oder ich muss das mal öffnen und nachsehen. Bitte mal um eure Meinung dazu ob es ggf. sogar besser ist den höheren Druck aufzubauen.

Gruß
Stefan
 

Offline MAN-fantast

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #27 am: 08.04.2021, 19:34:56 »
Hallo Stefan,

sicher ist, die drei Stellen haben alle ein Federweg.  Beim ESP-Rad erfolgt das anhand des gefederten Gleitbolzens in der Stundenzähler-Flanschbuchse montiert.  Die Details findest Du unter "Antrieb der Einspritzpumpe" auf Seite 27 in der ET-Liste.

Dein früher eingestelltes Bild vom Rad der Ölpumpe hat mich sehr gewundert.  Warum ist der Antriebszapfen voller Körnerschläge und Beschädigungen nach Meißelschläge?  Ist die Kugel fest liegt hier ein Fehler vor.

Selber habe ich wie Manni die Papierdichtung weg gelassen und ohne Probleme mit Dichtmasse gearbeitet.  Die Feder im Antriebszapfen zur Ölpumpe ist zwar stramm, läßt sich dennoch mit dem Daumen gut eindrücken.
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #28 am: 09.04.2021, 12:41:52 »
Hallo Magne,

habe nochmal im Stirnraddeckel geschaut. Für die ESP federt es auch ganz gut und leichtgängig. Alle anderen Druckpunkte sehen auch gut aus, keine tiefen Kratzer. Habe ich alles mit Vlies sauber gemacht.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4184.jpg

Zu der Ölpumpe habe ich auch keine Erklärung was da gemacht wurde. Das war schon alles so. Denke in der Vergangenheit hatte es da mal Probleme gegeben. Könnte mir gut vorstellen, dass der kleine Blechdeckel den Federduck nicht halten konnte und mit allerhand Gewalt dazu gezwungen wurde. Die Kugel lässt sich nur mit einem Schraubstock eindrücken (die Feder ist ziemlich kräftig) und lässt sich dann ein wenig drehen. Hier mal Bilder von Nah. Habe die Meißelausbeulungen etwas mit der Feile bearbeitet und alles sauber gemacht. Ansonst sieht alles ganz gut aus.
AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4185.jpgAS440A Öldruck am Motor D9214 Gz - IMAG4187.jpg

Da ja alles scheinbar gut federt, werde ich die Dichtung auch weg lassen und die Dichtflächen für den Stirndeckel gut mit Dichtmittel einstreichen.

Gruß
Stefan

Offline MDM5

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #29 am: 10.04.2021, 21:59:40 »
Hallo Stefan,

boah eh, da muss aber ordentlich Wasser reingekommen sein so wie die Nocke angerostet ist, ist das vorne oder hinten?
Wenn es Hinten (Schwungradseite) ist, sollte die Ölleitung zwischen Nockenwelle und Kopf "gecheckt" werden.
Das wurde hier im Forum schon mal debattiert aber ich weis nicht mehr wo.

Das Problem ist: bei der Ölleitung gibt es eine Mulde wo sich Flüssigkeit sammeln kann, solange das nur Öl ist > egal, wenn aber Wasser sich hier sammelt droht die dünne Leitung durchzurosten und der Kopf bekommt kein Öl mehr.

Ich habe keine guten Erfahrungen mit Dichtungspapier gemacht (vermutlich Anwendungsfehler) es wurde ausnahmslos immer undicht oder sifft so langsam vor sich hin, daher mache ich fast alles mit Dichtmasse.
Ich musste zwar an gewissen Stellen nacharbeiten aber bis jetzt ist alles dicht geworden.

Die Kugel der Ölpumpe geht bei mir auch sehr hart, und hat einige flache Stellen, aber ich finde da jetzt nicht kritisch.


Grüße

manni

Offline MAN-fantast

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #30 am: 10.04.2021, 22:21:06 »
Hallo,

wie ich mich erinnere wurde das Thema Durchrostung der Druckölleitung zur Kipphebelschmierung kurz im Thema "Motorüberholung 9214f" von "Friedrich B45A" erwähnt.

Ab Antwort 9 geht's los.
« Letzte Änderung: 10.04.2021, 22:37:14 von MAN-fantast »
Schönen MAN-Gruß aus Norwegen

Magne

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #31 am: 11.04.2021, 11:22:21 »
Hallo Manni,

ja, die Roststellen an der NW sind am letzten Zylinder Schwungradseite.
Genau wie du sagst ist dort auch das kleine Rohr welches in den ZK noch oben führt.

Hallo Magne,

den Bericht habe ich mir mal kurz angeschaut.


Beim letzten Probelauf kam auch bei sehr geringem Öldruck, Öl oben an den Kippehebeln an.
Denke das Rohr sollte daher noch OK sein. Habe aber nochmal schnell mit einem Endoskop nachschauen wollen und abgebrochen.
Muss dafür erstmal den Ölschlamm dort raus bekommen. Was zum starken Rostansatz an der NW geführt hat ist natürlich schwer zu sagen. Vielleicht irgendein alter Schaden damals (wie scheinbar so viele an diesem Block) ohne aber die NW getauscht zu haben.

Gruß
Stefan

Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #32 am: 15.04.2021, 07:04:32 »
Moin an alle,

zwischenzeitlich hatte ich ja die Einspritzdüsen zum kontrollieren weg.
Leider teilte mir mein Kumpel dann gestern mit, dass er die Düsen zwar soweit gut zum "schnarren" gebracht hat, der Druck 130bar stimmt und ein super vernebeltes Sprühbild liefern, jedoch immer ein ganz wenig nachtropfen.

Die Flachsitzdüsen sind von Deckel und der Vorbesitzer hatte die irgendwann schon mal neu machen lassen, da gab es wohl noch ET dafür. Eigentlich sind die nie gelaufen, außer meine kleineren Versuche bzw. Probefahrten.

Hat jemand von euch hier rat für uns, was man tun könnte. Gibt es ggf. doch noch irgendwo ET dafür. Wäre eine Kombi mit Deckel ESP und Bosch Einspritzdüsen denkbar. Aber selbst hierfür würde ich dann neue/gebrauchte komplette Bosch Düsen brauchen.


Gruß
Stefan

Offline RMW-Gerhard

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #33 am: 15.04.2021, 09:43:17 »
Hallo Stefan,

ich meine, hier ist über das Thema schon irgendwann geschrieben worden. Die Umrüstung auf Bosch Düsen sollte möglich sein.
Infrage käme dann die Bosch Düse DNOSD 126 mit dem entsprechenden Bosch Düsenhalter.

Früher konnten die Düsen durch Nachläppen in einer Fachwerkstatt wieder in Ordnung gebracht werden.
Vielleicht weiß ja hier jemand noch so einen "alten Fachbetrieb."


Gruß
Gerhard
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Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #34 am: 15.04.2021, 11:11:56 »
Hallo Gerhard,

danke für die Info. Auch ein weiteres Mitglied hatte mir Info zukommen lassen.

Nach einigem Stöbern im Forum habe ich weitere Infos gefunden. Auch welche die du eingestellt hattest.

Die Bosch Düse DNOSD126 (0 434 250 002) kann mit einer Spannmutter (Bosch 2 433 349 031) auf einen Deckel Düsenstock gebracht werden. Es sind dann für die Zapfendüse 140bar (anstatt 130bar für Flachsitzdüse) einzustellen. Im weiteren dann noch der richtige Düsenabstand zum Kolben mittels Kupferringe zu bewerkstelligen.
Die Spannmutter ist so ohne weiteres nicht mehr zu bekommen. Wer hätte da vielleicht noch 4 Stück für mich?
Oder aber halt 4 komplette Bosch Düsenstock KB50SA361?

Nur das mit dem Einstellen des Förderbeginn ist noch eine Rätsel. Alleine in den MAN Unterlagen sind schon unterschiede drin:
In der Betriebsanleitung S.61 steht für Deckel 30° vOT. In der Schleppertechnik S.43 steht 34° vOT. Eingestellt war der Motor bisher immer auf 30° vOT und lief damit sehr ruhig.

In der Betriebsanleitung S.61 steht dann für Bosch 35° vOT. In der Schleppertechnik S.43 steht 44° vOT für Zapfendüsen. In den bereitgestellten Unterlagen lese ich dann auch die 44° vOT bei Motoren für 2000 1/min.

Oh M.A.N, was ist nun richtig. Wer hat das schon mal so umgestellt und kann davon berichten?

Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 15.04.2021, 11:51:39 von SUN »

Offline RMW-Gerhard

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #35 am: 15.04.2021, 12:28:11 »
Stefan,

der Förderbeginn sollte von der eingestellten Motor(-höchst)drehzahl abhängig sein. Je höher diese Drehzahl, desto früher der Förderbeginn.

Motoren mit 1500 U/min = 38 Grad v.OT
                  2000          = 44 Grad v.OT

Manchmal hilft da auch ein wenig experimentieren! ;) ;) ;)


Gruß
Gerhard
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Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #36 am: 16.04.2021, 07:05:44 »
Moin Gerhard und alle anderen,

nochmal danke an dich für die Bestätigung meiner Information aus den Unterlagen.

Wüsste aber gerne noch warum es diesen doch recht großen unterschied in der Gradzahl gibt.
Warum gibt es den Unterschied überhaupt schon zwischen Bosch und Deckel, obwohl diese anfänglich ja beide mit Plansitzdüsen gearbeitet haben und in den Unterlagen welche ich habe, ist nichts hinsichtlich der unterschiedlichen Drehzahlen 1500 / 2000 für Deckel vermerkt. Habe immer Interesse an solchen Hintergrundinformationen. Hilft dann später beim experimentieren.
Klar ist mir schon, dass alleine durch den etwas höhen Einspritzdruck von 10bar hier eine Gradverschiebung stattfinden muss. Es dauert ja bestimmt Millisekunden länger diese 10bar mehr aufzubringen. Macht die Formveränderung Plansitzdüse / Zapfendüse so viel unterschied? Vielleicht kann ja jemand eine Erklärung geben.

Gruß
Stefan


Offline ali

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #37 am: 16.04.2021, 09:44:22 »
Hallo,
der Einspritzzeitpunkt wird von verschiedenen Dingen beeinflusst.
Ausführung der Düse: Öffnungsdruck, Spritzbild, Nadelform
Form des Einspritznockens, z.B. wieviel Zeit während des Einspritzvorgangs vergeht
Auslegung des Reglers.

Ich würde mich an den Einstelldaten aus dem Buch Schleppertechnik orientieren. Wobei mit der Kombination Bosch und Deckel meiner Meinung nach kein optimaler Motorlauf erreicht wird.

Dann hilft nur, ausprobieren bis zum Optimum.

Gruß
ali
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Offline SUN

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #38 am: 22.04.2021, 12:00:27 »
Hallo Ali,

auch dir danke ich für deine Info. Werde dazu dann später wieder berichten wenn ich bei den Probeläufen angekommen bin.

Sorry, hab schon länger nichts zu berichten, da gerade nicht viel bei mir läuft, da ich mit dem besorgen der Teile beschäftigt bin. Die Düsen sind ja so recht gut zu bekommen. Bei der Bosch Düsenspannmutter gibt es erhebliche Probleme. Eine sichere Lieferzusage habe ich für September  :(. Habe aktuell aber noch eine Sache laufen und hoffe da zeitnah erfolgreich zu sein. Zum Glück ist noch ist ein bisschen Zeit bis der Motor wieder komplett zusammen ist.

Zwischenzeitlich habe ich endlich die Ventilstößel vom Schleifen zurück. War auch erstmal wieder ein Schock. 8 Stück abgegeben und nur 7 wieder zurück bekommen  :o. Zum Glück hatte sich der letzte nur unter der Schleifmaschine versteckt. Hatte wohl keine Lust mehr in den Motor eingebaut zu werden. Naja der Puls ist mittlerweile wieder im normalen Bereich.

Zeitnah werde ich dann wieder mit dem Zusammenbau beginnen und berichten

Gruß
Stefan

Offline ali

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Re: AS440A Öldruck am Motor D9214 Gz
« Antwort #39 am: 22.04.2021, 13:29:00 »
Hallo,
ich habe noch eine Düsenspannmutter. Bei Interesse, bitte Nachricht und Lieferanschrift.
Gruß
ali
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