MAN-Traktor.de Forum

Allgemeines => Restaurierungsberichte => Thema gestartet von: MDM5 am 17.08.2011, 21:02:08

Titel: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.08.2011, 21:02:08
Hallo zusammen

bin schon länger hier im forum als "zaungast" unterwegs und kann nur dazu sagen: respekt, wie hier den alten maschinen wieder neues leben eingehaucht, und mit welchen einsatz zu werke gegangen wird.

da MAN-Traktoren bei uns scheinbar so gut wie unbekannt sind, ich auch mit chronischen platzmangel zu kämpfen habe,
war die möglichkeit selbst einmal so eine maschine zu besitzen bzw. zu restaurieren wieder in die ferne gerückt

jedoch stieß ich durch zufall auf ein internetinserat eines 440A der "nur" 60km entfernt steht,
es wurde gleich eine besichtigung vereinbart und wie ich so vor dem trekker stand wurde mir langsam klar was hier fuer eine baustelle auf mich zukommt

nach ein paar tagen bedenkzeit haben wir uns nochmal getroffen, und mit hilfe eines kollegen wurde noch einen anhänger herausverhandelt
der preis ist dennoch gesalzen und es gibt auch einige mängel die ich aber aufgrund fehlender fachkenntnis nur schwer beurteilen kann,
jedoch bin ich der meinung das solch eine chance nicht so schnell wieder kommt zumal auch die heimfahrt auf eigener achse möglich scheint

nach der überstellungsfahrt versuche ich mir einen überblick über die zu erwartenden arbeiten zu verschaffen
wichtig ist mir die funktion, das schäden behoben und der rost eingedämmt wird, das lackieren kann warten
als prozessleitechniker verfüge ich leider nur über einfache kenntnisse bezüglich mechanik/metallverarbeitung und hoffe mir, hier den einen oder andern trick abschauen zu können

schöne grüsse aus Tirol
manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: BELA G. am 17.08.2011, 21:18:29
Willkommen im Forum und schöner Emma den du hast.
Gruß Béla
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 17.08.2011, 22:52:28
Hallo Manni,
dein 440er sieht doch gut aus. Wenn die "inneren Werte" auch so gut sind,
hast du ein Programm vor dir, das mit Grundkenntnissen und den richtigen
Tipps der Profis im Forum zu schaffen ist.

Ich denke, meine Vorkenntnisse waren auch nicht besser als deine, und ich habe es (fast)
geschafft.

Also nur Mut, und ran!!

Ich bin gespannt auf den Werdegang deines 440ers.

Gruß
Jörg

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NicNic am 17.08.2011, 23:00:48
Hallo Manni
Sei auch von uns gegrüßt.
Dein 440 macht einen guten Eindruck, wenn Du dann auch noch
auf eigenen Achsen nach Hause kommst ist alles andere halb so wild.

Gruß Nico & Ulli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 18.08.2011, 00:28:18
Hallo Manni,

herzlich Willkommen im Forum. Dein 440er ist ein schönes Fahrzeug, Kompliment! Und wenn Du damit 60km auf eigener Achse nach Hause fahren kannst, dann dürfte es an der Technik nicht allzu weit fehlen! Viel Spaß damit und her mit Fragen und Bildern zur Restauration!  ;)

Viele Grüße aus Bayern,
Simon
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.08.2011, 00:51:27
Hallo Manni,

wenn ich die schöne Umgebungen in Tirol auf Deinen Bildern anschaue, würde ein 60km Mitfahren am Beifahrersitz nach Hause ein Genuss gewesen ...

Viel Freude mit Deinem AS 440 A !!

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 18.08.2011, 09:22:14
Hallo Manni, auch ich möchte dich herzlich hier im Forum begrüßen und dir zu deinem noch wirklich sehr gut aussehenden MAN beglückwünschen.
Ebenso bin ich schon gespannt auf die Bilder deiner Restauration.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.08.2011, 06:31:22
hallo, und danke fuer den netten empfang hier im forum

bevor ich "starte" noch ein paar worte über mich und meinen hintergrund:
richtigerweise heiße ich Manuel B. (28) wohne in Schwaz, Tirol und bin bei einem elektro grossbetrieb als "mädchen-fuer-alles" beschäftigt

vor ungefähr 2 jahren wurde hier in schwaz ein verein mit 4 kollegen gegründet der eine art werkstätte fuer alles betreibt
jedes mitglied kann die räumlichkeiten fuer projekte, arbeiten oder einfach als stauraum nutzen

untergekommen sind wir in einer stillgelegten fabrikshalle aus den 50ern (wegen der explodierenden grundstückpreise sind die möglichkeiten bei uns sehr begrenzt)
der grosse vorteil ist, das sich die halle nur ein paar hundert meter vor der stadt befindet und wir auch an sonn- und feiertagen nach herzenslust krach machen können
negativ ist das instandhaltungsarbeiten von uns durchgeführt werden müssen, was bei einer bruchbude sie seit fast 20 jahren leersteht nicht einfach ist

ich fuer meinen teil habe vor einigen jahren angefangen alte maschinen vor der schrottpresse zu retten, zu zerlegen und versuchen wider in gang zu bringen.
da in meiner kleinen dachgeschosswohnung überhaupt kein platz ist kam die idee mit der vereinswerkstätte keinen moment zu früh

ein foto von uns vieren bei einem unserer "beutezüge"( ich stehe rechts)

(http://www.hard-base.at/images/galerie/2011-03-07_Kompressor_holen/IMG_6547.JPG)


von der überstellungsfahrt gibt es auch 2 videos leider nur in mässiger qualität

http://www.youtube.com/watch?v=ncI3pJz-IX0 (http://www.youtube.com/watch?v=ncI3pJz-IX0)

http://www.youtube.com/watch?v=oMrCidarNo4 (http://www.youtube.com/watch?v=oMrCidarNo4)

so und nun auf zur arbeit!

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.08.2011, 12:47:48
hallo, und schönen sonntag allerseits

bei der überstellungsfahrt lief soweit alles glatt,
ölstand wurde sicherheits halber 2 mal kontrolliert

was aufgefallen ist: die ladekontrollleuchte begann plötzlich zu flackern , dann leuchtete sie konstant und ging nach ca 1 min wider aus,
nach abstellen des motors leuchtete auch nichts mehr,  das muss ich mir noch genauer ansehn
wenn der motor heiss, und das gaspedal zu 2/3 betätigt ist dann klappern die ventile ordentlich, dürfte länger keiner nachgestellt haben
 
------------------------------------------

nach einer 2 tägigen "durchleuchtung" habe ich eine liste der durchzuführenden arbeiten/mängel erstellt (wird sich sicher noch ausweiten)

- ventildeckeldichtung fehlt, ölaustritt
- auspuff undicht, bzw wartungsdeckel stümperhaft zugeschweisst
- lichtmaschine scheinbar defekt ?
- vorne funktioniert nur abblendlicht
- elektrik vorne gut hinten stark verbastelt (lusterklemmen, isolierschlauch und einziehdraht sind "normalerweise" bestandteile einer wohnungsinstallation)
- temperaturanzeiger fehlt
- hupenknopf fehlt
- am stabilisator wurden die muttern mit der stange verschweisst
- dieselleitungen schwitzen stark
- ölwanne undicht
- hydraulik in sehr schlechten zustand (rohre sind massiv verbogen und lecken)
- ölaustritt bei riemenscheibe (nur im betrieb)
- triebwerk auf der linken seite extrem stark mit erde, ruß, öl verschmiert (teilweise fast 1cm stark)
- rechts nur geringe bremswirkung (nach den flecken zu urteilen dürfte die bremse verölt sein)
- kotflügel haben mehrere "reparaturversuche" hinter sich (am rechten ist der spachtelkitt 5mm stark)
- der erste gang macht geräusche beim fahren
- abdeckblech unter kupplungspedal nicht original und am kotflügel angeschweisst
- felgen haben starke dellen
- haube hat leichten hagelschaden
- kreuzgarnituren an der kardanwelle sind stark ausgeschlagen
- rost im tank
- kühlwasserablasshahn am motorblock nicht original und leckt
 
generell kann man sagen das der/die vorbesitzer praktisch keine wartung durchgeführt haben
die öle sind stark überaltert/ verwässert
das fett bei den schmiernippeln ist bockhart eingetrocknet

als erstes werde ich mir mal die lichtmaschiene vornehmen, mich interesiert was während der überstellungsfahrt vorgefallen ist

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.08.2011, 21:28:37
hallo zusammen

habe es nun endlich geschafft die fotos zu sortieren

da sich die ladekontrolleuchte während der überstellungsfahrt seltsam verhielt ging ich von einem problem mit der lichtmaschine aus

nach abnahme der haube fiel gleich die lockere schraube auf

[attach=1]

beim zerlegen kamen einige metallspäne zum vorschein
auch sind die anschlussdrähte der feldwicklung blank

[attach=2]

die M10 senkschrauben (halten die feldwicklungen) sitzen bombenfest

[attach=3]

ohne die rohrzange an den schraubenzieher anzusetzen ging nichts

[attach=4]

nachdem die grobe arbeit erledigt ist machen ich jetzt einen "lokalwechsel"

die lockere schraube hat ordentlich metall abgetragen und auch die feldwicklung beschädigt

[attach=5]

die isolation an der reglerverdrahtung ist bereits brüchig

[attach=6]

die feldwicklung im detail

[attach=7]

an dieser stelle hatte  die schraube die wicklung durchtrennt

[attach=8]

da die lager ziemlich mit metallstaub verschmutzt sind werden sie gleich mitgetauscht
fuer das hintere lager musste ich mir eine vorrichtung basteln da ich keinen innenabzieher dieser grösse habe

[attach=9]

vorne taugt zum glück einen normaler abzieher

[attach=10]

eine skf vertretung gibt es in der nächsten grossen stadt,
also sollte die beschaffung der lager keine probleme machen

wie ich die kaputte papierumwicklung ersetzte weiss ich noch nicht aber da findet sich noch eine lösung

ich glaube das sich der generator noch reparieren lässt zumal der regler keinen schaden hat

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.09.2011, 21:49:13
hallo

ich konnte alle teile beschaffen also geht jetzt ans zusammenbauen

die beiden kugellager auswechseln war noch einfach
die variante mit gummiabdeckungen an beiden seiten gefällt mir beser als die offene bauform

[attach=1]

beim ausgrissenen gewinde im boden wirds schon schwieriger, im schraubenhandel gibt es diese gewindereparaturhülse
ist glaube ich einfacher als zuschweissen und neu bohren

[attach=2]

beim demontieren des reglers hat sich die textilisolation der drähte verabschiedet
ich habe die befestigungslaschen abgelötet und einen schutzschlauch darübergelegt

[attach=3]

fuer die fehlende papierumwicklung wurde ein verstärktes kunstoffband verwendet

[attach=4]

im vergleich vorne der 12V anker vom 440er
hinten der der 24V anker vom D1246M

[attach=5]

nach etzwas fummelei sind wie feldwicklungen wider an ihrem platz

[attach=6]

der anker ließ sich sich leich einbauen und auch die beiden schrauben halten wider fest

[attach=7]

zurück in der werkstatt gleich einen probelauf gestartet

nach anfänglichen schwierigkeiten mit einem wackelkontakt
lief die lichtmaschine beim 2ten versuch sofort anstandslos

was mir nun erst jetzt auffief:  die ladekontrolleuchte leuchtet nun sofort beim einstecken des zündnagels

[attach=8]

nach anfänglichen zweifeln, ob ich das ding nicht doch besser wegwerfen sollte (beim ersten blick in die zerlegte lichtmaschine)
bin ich erleichtert das die reparatur doch einfacher war als ich mir vorgestellt hatte

mal sehn was ich als nächstes mache

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 03.09.2011, 21:58:49
Hallo MDM5,

die Ladekontroll-Leuchte geht erst aus, wenn der Schlepper läuft, auch dann wird ja erst geladen !
Und im Standgas kann sie auch schon mal flackern soweit ich mich erinnere !?
Wenn sie leuchtet ist dies ein Warnsignal, das etwas faul ist.

Gruß Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.09.2011, 20:00:00
Hallo Jürgen

du hast recht,
sie geht jetzt auch aus wenn der motor läuft
jedoch war dies das erste mal das ich diesen vorgang beobachten konnte
vorher hat die leuchte wegen der beschädigten wicklung nur hin und wieder geflackert

ich habe während der überstellungsfahrt über das ganze leider nicht wirklich nachgedacht   :-\
zum glück lies sich der motor leicht starten
da die batterie nicht geladen wurde hätte es leicht sein können das nach einer rast sich der motor aufgrund schwachen akku nicht mehr starten liesse

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 04.09.2011, 20:12:52
Hallo Manni,

ich find klasse was Ihr Jung's da auf die Beine stellt.
Hoffentlich habt Ihr viel Freude an euren Projekten !

Grüße aus dem Tor zum Sauerland  :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.09.2011, 23:36:28
Hallo

nachdem ich in den letzten wochen mit einer fertigstellung zu kämpfen hatte ist leider nicht viel passiert

die hydraulik leckt stark, und nach einigen wochen stillstand sind die ölflecken am boden schon fast münzengross
die verrohrung ist nicht mehr zu gebrauchen und wird demontiert

[attach=1]

die pumpe sieht noch gut aus, die befestigung ist aber mangelhaft (schrauben sind verbogen bzw gewinde beschädigt)
habe sie demontiert, gereinigt und eingelagert

[attach=2]


auch in sachen elektrik muss noch einiges getan werden,  mich verblüfft das hier noch alles funktioniert

[attach=3]

das hintere kreuzgelenk der karadanwelle hat massives spiel
nach abschaben des gröbsten drecks sieht man die schrauben wieder
2 gewinde wurden schief auf M10 aufgebohrt
was die arbeit nicht gerade leichter macht

[attach=4]

nach abnahme des flansches trat einiges an öl aus
ich werde wohl nicht herumkommen, die kupplung muss auch runter

[attach=5]

die ganze kreuzgarnitur wackelt schon sehr, ich vermute mal das hier nichts mehr zu retten ist
aus austreibhilfe habe ich einen alte stecknuss benutzt

[attach=6]
 
nach dem waschen sehe ich meinen verdacht leider bestätigt

in 2 büchsen waren bereits alle nadeln raus, eine hatts total zerbröselt die anderen haben risse
das kreuz hat starke abrücke von den nadeln

[attach=7]

das mass ist 30 x 82
ich werde mich mal umhören vielleicht gibt es die kreuzgarnitur ja noch

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.09.2011, 00:32:55
Hallo MANler,

kennt jemand von welchem Schleppertyp dieser Kraftheber herkommt?  Er scheint sehr gut am Getriebedeckel zu passen, also keine Adapterplatte ist hier benötigt.

Gruss MAN-fantast
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 25.09.2011, 07:39:03
Hallo Manni,

die neue Kreuzgarnitur bekommst Du bei Johann Zintl, dort hab ich auch die für meinen D40A gekauft. Auch Peter Streiber sollte sie haben.
Wichtig ist, daß die Gabeln nicht eingelaufen sind, denn da hilft nur noch Auferodieren und den nächst größeren Durchmesser verwenden.

Gruß,
Simon
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.09.2011, 08:15:54
Hallo Manni,

eine Alternative:  Habe bei mir solche Kreuzgarnitur bei GKN Uni Cardan Service kriegen können, UC-Nr.:  0012210.  Wenn Du evtl. ein Walterscheid Händler in der Nähe hast, können sie bestimmt weiterhelfen.

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.09.2011, 12:07:30
Hallo Magne, Hallo Simon,

mit der kreuzgarnitur bin ich auf ebay fündig geworden  http://www.ebay.de/itm/300593534257#ht_1744wt_982 (http://www.ebay.de/itm/300593534257#ht_1744wt_982)
werde meinen kollegen mal befragen ob er das teil auftreiben kann, wenn nicht bleibt mir immer noch der ebay shop

wegen dem kraftheber:
er ist an den originallöchern im getriebedeckel befestigt, jedoch ist mir aufgefallen das hier scheinbar ein anderer deckel montiert ist ? ( ZF logo fehlt)
auch ganz symetrisch ist das ganze nicht, die sitzschale ist ca 8cm aus der mitte

was mich jedoch stört ist das der sitz zu weit vorne ist, aber hier wird sich auch noch eine lösung finden

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.09.2011, 12:39:11
Hallo manni,

die Jeep Kreuzgarnitur ist wahrscheinlich ohne Fettnippel versehen, - persönlich würde ich nie eine solche bei einem Schlepper ohne Nabenreduktion einbauen ...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 25.09.2011, 15:01:17
Hallo Manni,

ich kann mich nur dem Magne anschließen, nur mit Schmiernippel!

Ich hab die Bezeichnung meines Kreuzgelenkes grad zur Hand:
EDS1091 von Fa. EDS (=European Driveshaft Services). Näheres unter www.eds-driveshaft.com (http://www.eds-driveshaft.com).

Manchmal ist es doch sinnvoll, sich das Stück der Verpackung mit der Teilebezeichnung zur ETL zu legen!  :)

Gruß,
Simon
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.09.2011, 19:21:51
Hallo Magne, Hallo Simon,

habe heute ordentlich rumtelefoniert, und habe es sogar geschaft jemanden ausfinding zu machen der eine duratrail kreuzgarnitur besitzt
die abmessunungen haben zwar nicht gepasst aber ich konnte ein paar fotos knipsen

mir wurde ausserdem versichert das auf dem 30x82er kreuz schmiernippel sind

wenn ihr mir davon abratet werde ich eine alternative suchen

das problem ist leider immer noch, einige händler versenden nicht nach österreich oder verlangen horrende versandkosten

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 25.09.2011, 19:31:32
Hallo mein MAN Freund,

an dem Versand soll es nicht liegen,sollten die Teile nicht nach Öst. versendet werden oder zu teuer sein kann man da was machen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.10.2011, 16:51:08
Hallo MAN Leo

danke fuer das angebot, ich werde mich bei bedarf melden 


weiter gehts mit dem heckkraftheber

nachdem das öl abgelassen ist habe ich den deckel abgenommen
allerdings war noch ein halbes kaffeehäferl drinnen was sich auch sogleich über die werkbank verteilte

[attach=1]

auch beim trennen der vorder und hinterseite gab es wieder eine schweinerei
irgendetwas mache ich wohl falsch ?

[attach=2]

bevor noch alles vollgeschmiert ist habe ich die teile auf die waschanlage gebracht

[attach=3]
[attach=4]

diese schraube liess sich auch nicht mit gewalt entfernen

[attach=5]

die teile machen einen guten eindruck und nach einer reinigung gehts wieder ans zusammen bauen
bis auf das herauskratzen des stinkenden schlamms aus dem ölvorratsbehälter gibt hier nichts zu tun

der zusammenbau geht schneller als gedacht

[attach=6]
[attach=7]
[attach=8]

eigentlich ging das ganze schon zu einfach
aber ich bin auch froh wenn nicht jedes bauteil zum "überraschungsei" wird

es warten jedoch schon andere arbeiten,
die montage der kranbahn geht in die endphase

und der winter ist nicht mehr weit,
damit ich die freien tage um weihnachten nutzen kann ohne zu erfrieren muss das alte gemäuer geheitzt werden

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 03.10.2011, 19:07:09
Hallo Manni,

ich kann Dir auch nur anbieten, wenn Du was hast, das Dir der Lieferant nicht nach Österreich schickt, Du kannst gerne zu mir liefern lassen. Ich arbeite in München und hab viele Arbeitskollegen und Musikfreunde in der Gegend um Rosenheim, irgendwie kommst Du dann schon zu den Teilen.

Gruß,
Simon

P.S.: Saubere Arbeit!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.10.2011, 12:10:40
Hallo Simon,

auch dir danke fuer das angebot

mit der arbeit ist das so eine sache, motivation habe ich genug nur an der zeit und am geld scheitert's derzeit

aber unterkriegen lasse ich mich so schnell nicht

am einem freitagabend  habe ich noch ein paar stunden gefunden um die rutschkupplung zu demontieren
nach vorsichtigen klopfen mit einem gummihammer kam mir das teil auch gleich "entgegen"

[attach=1]

öl ist ausgetreten was aber recht schnell aufhörte
muss noch nachsehn ob noch welches drinnen ist
vermute mal das ein defekter dichtring den grossteil schon ausgelassen hat

[attach=2]

da es schon spät ist und die konzentration nachlässt verschiebe ich die putzaktion auf samstag vormittag
 
[attach=3]

nach einer grobreinigung habe ich die bolzen "entdrahtet" und die madenschrauben herausgedreht

[attach=4]

wies drinnen ausschaut war vorauszusehen, alles dreck und ölverschmiert

[attach=5]

nach einigen stunden schrubben schauts gleich besser aus

[attach=6]

am gehäuse muss ich noch die zwei ausgrissenen gewinde reparieren,
aber das werde ich einen kollegen machen lassen der hat das bessere geschick

ein alter freund hat mir zudem betriebsanleitung und ersatzteiliste beschafft was die arbeit erleichtert

 
schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 22.10.2011, 12:20:58
Hallo Manni,
die Undichtigkeit des Abtriebes muß nicht zwingend am defekten Simmerring liegen.
Der Simmerring läuft auf dem Zwischenring, der gegen das Lager geschoben wird.

Die Fläche zum Lager hin muß mit Dichtmasse abgedichtet werden, da sonst das Öl
dort durch dringt, und an der Welle entlang läuft.

Die selbe Konstellation befindet sich auch an der Vorderachse, Eingang Kardanwelle.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 22.10.2011, 13:30:22
Hallo Jörg,

ich möchte hier etwas berichtigen  ;) - der Simmerring läuft nicht auf dem Zwischenring, sondern auf der Trägerwelle der Rutschkupplung bzw. dem Mitnehmerflansch der Kardanwelle.  Wenn man zusätzlich die beiden Flächen des Zwischenringes mit Dichtmasse abdichtet ist man in der Regel 100% sicher.  Die ET-Liste schreibt hier (nach aussen) entweder Dichtring, Abil 0,25 mm oder Papier 0,3 mm vor; finde selber die Dichtmasse auch hier gut geeignet.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 22.10.2011, 13:50:35
Magne, danke für die Korrektur!

Ich hatte es so in Erinnerung. Sorry!

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 22.10.2011, 14:27:50
Hallo MAN-Kollegen,

Öl in der Rutschkupplung ist eine Schwachstelle des Aussenabtriebes bei den meisten MAN-Eckhaubertypen, besonders wenn die Keilnuten ein beginnendes Radialspiel bekommen haben.  Bei ZF A 208/210 und 216 ist der Zwischenring mit einem O-ring gegen das Lager versehen und der "Zwischenring" ist eher eine Distanzhülse wo auch der Simmerring läuft - dann hat man zusätzlich einen Fluchtweg für das Öl eliminiert.  Bei Problemfälle ist es möglich auf der ZF Lösung umzubauen.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 22.10.2011, 18:59:34
Hallo Magne,

Zitat:
Bei Problemfälle ist es möglich auf der ZF Lösung um zubauen.

Du hast uns wieder einmal eine sehr gute Lösung präsentiert, es freut mich immer wieder das wir dich hier im Forum haben da
du immer eine Lösung für uns parat hast.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2011, 21:33:19
Hallo zusammen,

beim durchblättern der anleitungen fiel mir auf das es einen betriebsstundenzähler gibt

also gleich rüber in die werkstätte nachsehen

habe nach einiger zeit den zähler dann gefunden, ist ziemlich versteckt montiert

[attach=1]

ich vermute mal das hier etwas nicht stimmt
636h kommt mir schon ziemlich wenig vor

soviel ich gesehen habe ist er mit einer bleiplombe versiegelt die ich eigentlich nicht zerstören möchte,
um besser ran zu kommen werde ich wohl den kühler abzubauen müssen

danach hatte sich noch ein alter kollege eingefunden der mir noch geholfen hat das motoröl abzulassen
die schraube war so extrem fest das wir zu zweit am schlüssel ziehen mussten

[attach=2]

ich lasse der brühe einige tage zeit damit alles rauskommt
das zeug erinnert mehr an pudding als an öl,
ist sicher schon eine ganze weile nicht mehr gewechselt worden

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.11.2011, 21:24:35
Hallo,

habe wieder mal etwas zeit zum schrauben (eher putzen) gefunden

wollte vor einiger zeit mal den ölstand im hinterradgetriebe kontrollieren, allerdings schaffte ich es nicht den messstab herauszuziehen

nachdem der kraftheber letztens demontiert wurde, habe ich es nun geschafft einen schraubendreher durch die schlaufe zu stecken um mit beiden händen ziehen zu können

das ding war reingerostet, als ich den stab abgewischt hatte gabs gleich die nächste überraschung

[attach=1]

die schleifspuren sind so tief das es die zweite kerbe abgetragen hat, was hat der,die vorbesitzter da blos angestellt ??

werde bei gelegenheit mal ins getriebe sehen, ob die eve. die zahnräder auch schaden genommen haben


beim reinigen der lenkung fiel mir dann DAS ins auge

[attach=2]

bei vollem rechtseinschlag trifft das kugelgelenk den kotflügel

da dürfte irgendwo was verbogen bzw verstellt sein


den zugeschweissten auspuff werde ich auch dieser tage noch bearbeiten

[attach=3]

die kaputte ventildeckeldichtung habe ich bereits bei DS bestellt damit die schmiere hier ein ende hat

[attach=4]

ein peschelrohr an einem traktor, sachen gibts....

[attach=5]

nach 2 harten stunden ist mal das gröbste ab

[attach=6]

so genug fuer heute, der meiste dreck klebt nun an meinen händen bzw an der hose

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 09.11.2011, 08:34:22
Hallo Manni,
das Putzen ist zwar immer ne dreckige Angelegenheit, aber wenn man dann später das Ergebnis sieht, dann entschädigt das doch für die schmierige Arbeit! ;)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.11.2011, 21:27:45
Hallo Alex,

du hast recht, zum glück ist ja ein ende in sicht wenn auch noch etwas weiter weck

dieser tage ging leider nicht viel, habe nur ein paar kleinere arbeiten geschafft

das kühlerwasser wurde abgelassen damit ich den hinteren hahn demontieren kann

[attach=1]

nach einem kurzem blick in den kühler: überraschung!

[attach=2]

nach einer weile fummeln mit einem magnetischen schraubendreher ist das teil raus,
keine ahnung wo das ding herkommt

[attach=3]

dann noch hinten den rest rauslassen und mit der pumpenzange die hülse rausdrehen

[attach=4]

[attach=5]

leider ist das originalgewinde zerstört und das derzeit geschnittene rohrgewinde G19 (3/8") ist auch in sehr schlechten zustand, habe hiervon leider kein foto
ich werde versuchen einen ersatzhahn zu besorgen, dann kann ich auch überlegen wie man weiter vorgeht

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 13.11.2011, 21:43:04
Hallo Manni,

das "Ding" aus dem Kühler ist eine Keilscheibe, sowas wie eine Unterlegscheibe für schräge Flächen damit
die Schraubenköpfe gerade aufliegen.
Keilscheiben werden im Stahlbau verbaut zB. an U-Eisen oder Stahlträgern dort sind die Flansche ja schräg.
Es stammt nicht vom MAN.

Gruß Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NicNic am 13.11.2011, 22:50:52
Hallo Jürgen
Entschuldige das ich Dir wiederspreche, diese Keilscheiben wurden
bei den Rundhaubern unter der Frontmaske zur Befestigung von
Chromschiene und MAN-Zeichen an der Maske verwendet.

Gruß Ulli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 14.11.2011, 19:41:19
Hallo Ulli,

das wußte ich leider nicht, sorry  ???
Ich denke wohl doch noch zu viel an meinen Beruf.
Aber er hat ja auch einen Eckhauber, und ich hab da bis jetzt immer nur Federringe gefunden !

Gruß Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.11.2011, 20:24:07
Hallo Ulli,
Hallo Jürgen,

danke fuer die genaue ausführung

mich würde interesieren wie das teil in den kühler kam, aber was solls
glücklicherweise ist kein schaden dadurch aufgetreten

in letzter zeit blockiert mich die holzarbeit ziemlich
habe jedoch einen abend freiboxen können und wollte das komplette getriebeöl ablassen,
da dieser tage die mobile problemstoffsammlung unterwegs ist und ich so das alte zeugs gratis loswerden kann

leider fiel mir zu spät auf, das der mitgebrachte altölbehälter viel zu klein ist

also leider nur das schaltgetriebe ablassen
aber was da zum vorschein kam war schon etwas erschreckend

ca 2 l wasser und dunkelbraunes öl in puddingform

ausserdem scheint das linke hinterrad luft zu verlieren,
er steht jetzt schon eine weile und es bildet sich ein "standplatten" aus

ja so geht mir die arbeit wenigstens nicht aus

falls sich jemand genau ansehn möchte wie das öl ausgesehn hat :  ;)

http://www.youtube.com/watch?v=s_dm4y0ShGk (http://www.youtube.com/watch?v=s_dm4y0ShGk)

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.12.2011, 19:57:27
Hallo zusammen,

habe mich dieser tage nochmal der kardanwelle gewidmet

ich war hier etwas unschlüssig da vorne ein anderes kreuzgelenk eingebaut ist als hinten bei der rutschkupplung

[attach=1]

hat eine weile gedauerd bis ich gesehn hab wie die büchsen gesichert sind

[attach=2]

nach dem heraushebeln der klammern wars recht einfach

[attach=3]

[attach=4]



das mass ist 31,3 auf 82
ist es normal das hinten und vorne verschiedene kreuzgarnituren verbaut sind ?
kann mir das nur schwer vorstellen


dieses bild bot sich mir heute beim aufräumen

[attach=5]

so geht die arbeit nicht aus...

jedoch habe ich diese woche etwas anderes geschafft

Kranbahn ist montiert und einsatzbereit  :D

[attach=6]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.12.2011, 23:32:57
Hallo zusammen,

weiter gehts mit dem auspuff

da mein vorgänger das problem mit dem undichten deckel auf seine eigene weise gelöst hat
gibts auch hier wieder arbeit

[attach=1]

leider geht durch das aufschneiden einiges an material verloren

[attach=2]

meine schweisskünste könnten besser sein, noch dazu kommt  das gerät überfordert mich mit seinen vielen einstellmöglichkeiten etwas

[attach=3]

5 min schweissen, 30 min wider abschleifen

[attach=4]

der haltebolzen war abgebrochen, warscheinlich wurde der deckel deswegen einfach zugeschweisst

das zu kurz gewordene rohr hab ich mit einem blechstreifen wieder auf mass gebracht

[attach=5]

die alte messingmutter konnte ich noch mit viel rostlöser retten, bzw vom abgebrochenen bolzen entfernen

[attach=6]

bin recht zufrieden mit dem ergebnis,

allerdings muss ich mir noch überlegen wie ich die delle in der mitte des topfes herausbekomme

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 25.12.2011, 23:39:22
Hallo Manni,
das hast du gut hin bekommen.

Beim Schweißen ergeht es mir ähnlich.
Erst zu viel Draht verbraten, um ihn dann wieder ab zu schleifen.

Wenn du mit Schutzgas arbeitest, muß du die Werkstücke möglichst frei von
Rost haben, das erleichtert die Arbeit kolossal.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 25.12.2011, 23:43:25
Ich würde auch sagen das dir das recht gut gelungen ist.
Es ist nicht immer einfach an den alten Sachen Schweißarbeiten durch zu führen, erst recht nicht wenn man es nicht richtig gelernt hat und immer nur wieder mal so bei Gelegenheit macht.

Also für diese Arbeit schon mal Daumen hoch!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN 2K1 am 25.12.2011, 23:53:27
Hut ab für einen ungeübten Schweißer ein sehr gutes Ergebnis

Ich muss auch anmerken,dass dies unter erschwerten Bedingung erbracht wurde. Das dünne Blech ist gleich"durchgebraten".
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.02.2012, 22:22:11
Hallo zusammen,

Ja das mit dem Schweissen ist so eine  Sache, elektrisch liegt mir zwar irgendwie besser aber da bleibt von so dünnen Blechen nichts übrig.
Der Auspuff war eine gute Übung, die Kotflügel werden da schon schwieriger werden.

Seit meinem letzten Beitrag ist es schon eine weile her, aber i war in der Zwischenzeit nicht untätig.

 
Als ich das Kühlerwasser abgelassen habe, fiel der kleine Messinghahn in seine Einzelteile auseinander. Der Splint welcher die Feder zurückhält war durchgerostet.

[attach=1]

Beim Versuch die Reste aus der Bohrung zu kratzen brach der Messingstummel ab.

Ich bohrte das Loch weiter hinten neu, allerdings hatte die Feder nun zuwenig Platz.

Also wurde der Stummel mit Silberlot nachmodelliert und das 1,5er Loch wieder vorne gebohrt.

[attach=2]

nach der Endreinigung sieht er ganz gut aus ich hoffe das er auch dicht ist.

[attach=3]



Vor einiger Zeit habe ich das Motoröl abgelassen, nun wollte ich den Ölwannendeckel demontieren allerdings war hier die V-Strebe noch im Weg.

Die 24er Muttern an der Vorderachse rührten sich erst gar nicht, erst WD 40 und einige Fusstritte gegen den Ringschlüssel brachten Bewegung rein.

Die Lagerschale der Kugel war einfach abzubauen, allerdings war die gute Laune nicht von Dauer.

[attach=4]

[attach=5]

Die Kugel hatte wohl schon einiges an Spiel, und jemand kam auf die glorreiche Idee hier Scheiben einzulegen.

Die Abdrücke in der Schale und an der Kugel sind deutlich zu sehen.

Tja, wieder eine Baustelle mehr von der ich noch nichts wusste.

Die 30er Muttern sind mit der Strebe verschweisst, das kann nicht so bleiben.

[attach=6]

Ich trage die Naht mit einer Fächerscheibe ab als plötzlich....

[attach=7]

.. die Mutter mitsamt dem Bolzen zu Boden fällt.

[attach=8]

Da hat wohl jemand beim fahren ein Hinderniss "übersehen"
Nun ist mir auch klar wie die Dellen auf der linken Seite der Kühlermaske entstanden sind

Nach solchen Momenten schwindet meine Motivation wie Eis in der Sommersonne, aber nach ein paar Tagen Auszeit wirds schon wieder.

Da mein Teilelager nun fertig ist sollte ich nun schneller vorankommen, da ich nun nicht mehr auf die Vereinskollegen Rücksicht nehmen muss.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 00:00:53
Hallo Tirol!

Manni, Deiner AS 440 A hat leider die frühe, weiche V-Strebe Ausführung (bis Werk-Nr. 500014), nach Muster von den Streben für AS 325/330 A, verbaut.  In Deinem Fall würde ich mich nach die spätere, stabile Ausführung umsehen.  Die Lösung mit der Verstellmutter bzw. Kontermutter hinten war sicher vom Werk gut gemeint, ist aber keine dauerhafte oder durchgedachte Konstruktion ...   Auf meinem Bild erkennst Du wie Die verstärkte Ausführung ausgestaltet ist.

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 18.02.2012, 08:52:35
Hallo Manni,

ich hatte bei meinem B18 A1 das gleiche Problem mit der V-Strebe, sie war an gleicher Stelle
gebrochen, ich habe die Bruchstelle spitz angeschliffen und soweit wie die verstärkte Ausf. in Magnes Bild mit der Mutter verschweißt und beigeschliffen sieht jetzt so wie die verstärkte
Ausf. aus und hält nun schon 4Jahre.  ;)

Gruß Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 09:45:23
Hallo Manni,

eine kleine Abschweifung vom Thema; Deiner 440 ist wahrscheinlichst sein ganzes Leben in Österreich gelaufen (?) und wäre damit ein Exporttyp.  Die Felgenfarbe ist genauso wie ich an allen Eckhaubern (ausser AS 325 A) bei uns kenne.  Anfangs Deiner Bericht ist es auf Bildern zu erkennen, dass er eine ältere Schicht mit Elfenbein-Lack an den Innenseiten der Felgen besitzt - ist das Originallack??  Unser andere MAN-Freund aus Österreich - emathinger - hat Einsatzbilder der 440 seines Vaters früher hier im Forum eingestellt - die Felgen sind auch hellelfenbeinfarbig ...  Vielleicht wurden die Nürnberger Exporttraktoren so bei MAN ausgeliefert?  Wie war es z.B. in Belgien oder in die Niederlande?  Auskünfte würde mich brennend interessieren  ::)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.02.2012, 11:34:04
Hallo Magne, Hallo Jürgen,

die verstärkte Version sieht gut aus. Solche Schweissarbeiten traue ich mir allerdings noch nicht zu, ich werde mal mit einem Kollegen meines Vaters reden.

Magne, ich kenne die Vorgeschichte des Traktors leider nicht, bzw. habe ich versäumt den Vorbesitzer genauer zu fragen. :/
Die Maschine wurde die letzten ~15 Jahre dazu benutzt um bei Umzügen Wagen zu ziehen usw., leider wurden zu dieser Zeit praktisch keine Wartungsarbeiten durchgeführt.

Auch die Fahrzeugpapiere sind nicht mehr erhalten. Das wird ziemlich interesant werden wenn ich versuche eine Nummerntafel zu bekommen.
Es ist zwar bei uns zulässig ohne Anmeldung, nur mit 25hm/h Schild auf der Strasse zu fahren, wenn ich allerdings einen Unfall habe wirds problematisch.
Aber das ist noch in weiter ferne. 

Ich sollte es heute oder morgen in die Werkstatt schaffen, und werde mal den Lack auf der Felge runterschleifen mal sehn wieviele Schichten drauf sind

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 18.02.2012, 12:18:51
hallo magne ,schau mal unter www.gebrauchttraktor.at  dort steht ein man allrad (as440?) ZUM VERKAUF in österreich ,ich weiss nicht wie so ein link hier ein zu stellen ,betrifft dieNIEDERLANDE habe ich mehrfach die verstell felgen auf man traktoren gesehen aber meines wissen wurden die damals von importeur Brinkman und Niemeyer  vorgesehen
Hallo Manni,

eine kleine Abschweifung vom Thema; Deiner 440 ist wahrscheinlichst sein ganzes Leben in Österreich gelaufen (?) und wäre damit ein Exporttyp.  Die Felgenfarbe ist genauso wie ich an allen Eckhaubern (ausser AS 325 A) bei uns kenne.  Anfangs Deiner Bericht ist es auf Bildern zu erkennen, dass er eine ältere Schicht mit Elfenbein-Lack an den Innenseiten der Felgen besitzt - ist das Originallack??  Unser andere MAN-Freund aus Österreich - emathinger - hat Einsatzbilder der 440 seines Vaters früher hier im Forum eingestellt - die Felgen sind auch hellelfenbeinfarbig ...  Vielleicht wurden die Nürnberger Exporttraktoren so bei MAN ausgeliefert?  Wie war es z.B. in Belgien oder in die Niederlande?  Auskünfte würde mich brennend interessieren  ::)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 12:42:05
Hallo Bastian,

wenn ich bei mir Dein Link einlege, kommt immer "MeinProf.at - Lehrevaluation Online" zum Vorschein.  Könntest Du bitte das Bild vom MAN runterladen und hier wieder einstellen?

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 18.02.2012, 12:46:49
ich hätte es auch schon bemerkt ,ich habe es geändert  www.gebrauchttraktor.at
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Ostbelgien am 18.02.2012, 12:48:22
Hallo Magne und Bastian,

hier ist der Link zur Anzeige mit Bild.

http://www.gebrauchttraktor.at/showad.php?adid=1009610
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 13:08:38
Leonard und Bastian,

vielen Dank an Euch beiden!  So sieht ein "normaler" Nürnberg-Eckhauber für mich aus ... Der Felgenlack bei diesem Exemplar sieht noch jungfräulich aus ...

Gruss
Magne

P.s.:  Bastian, Du hattest ja ein Fragezeichen nach der Typenangabe in Antwort 9 geschrieben.  Ich denke im Inserat ist das meiste falsch angegeben, - warum, ist auch ein Rätsel wenn der Originaltypenschein noch vorhanden ist ...  Was sicher ist, den MAN hat G-Motor und Sitzgestell bzw. Getriebedeckel für ATE-Kraftheber ausgelegt und kann, wenn nichts gebastelt ist, nicht später als Sommer 1955 gebaut worden sein.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 18.02.2012, 14:36:07
Hallo Leute,

dieser Schlepper ist schon Asbach -Uralt, der wurde schon vor ewiger Zeit angeboten, ich wundere mich das der mit diesen Bildern noch so existiert.
Ich kann mich erinnern, dass wir hier im Forum darüber gesprochen haben, wegen dem Winkeleisen auf der Seite bis zum Gewicht.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.02.2012, 17:02:32
Hallo zusammen,

Fotos von der Innenseite der Felge

Ich hoffe man erkennt etwas die letzte Farbschicht ist sehr dick aufgetragen


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 20:10:04
Hallo Manni,

herzlichen Dank für die Mühe mit den aussagekräftigen Bildern!  Das scheint wie ab Werk zu sein, jedenfalls ist das Ergebnis wie ich es gewohnt bin ...  Ich habe genauer über die Fahrgestellnummer Deines MAN recherchiert; er ist ein sehr früh Baujahr 1954, etwa Januar gebaut - etwa Sommer 1954 wurde die Nummerreihe von 3501../.. zu 8-5000../.. umgestellt.

Das Rätsel warum es in Deutschland die vollgrünen unter den "Nürnbergern" gab, ist leider noch nicht gelöst ...  Die Frage richte ich an den alten "MAN-Hasen", nur wo habt Ihr Euch verkrochen??  ;D

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 18.02.2012, 20:29:43
Magne, die sitzen irgendwo in der Ecke und lachen sich den Ast ab.  >:( 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 18.02.2012, 20:45:20
magne ich kann nicht folgen wass du meinst das ich etwas über ein typenbezeichnung unter antwort 9 geschrieben habben sollte, wegen die Felgendiskussion hier habe ich auch leider kein auskunfte ,ich kann nur sagen dass ich manchmal auf geschilderde bildere (blechschilder) man traktoren gesehen habe die die innenseite grün lackiert haben und die aussenseite elfenbein .   
Leonard und Bastian,

vielen Dank an Euch beiden!  So sieht ein "normaler" Nürnberg-Eckhauber für mich aus ... Der Felgenlack bei diesem Exemplar sieht noch jungfräulich aus ...

Gruss
Magne

P.s.:  Bastian, Du hattest ja ein Fragezeichen nach der Typenangabe in Antwort 9 geschrieben.  Ich denke im Inserat ist das meiste falsch angegeben, - warum ist auch ein Rätsel wenn der Originaltypenschein noch vorhanden ist ...  Was sicher ist, den MAN hat G-Motor und Sitzgestell bzw. Getriebedeckel für ATE-Kraftheber ausgelegt und kann, wenn nichts gebastelt ist, nicht später als Sommer 1955 gebaut worden sein.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.02.2012, 21:04:48
Bastian, entschuldige, - hier ist ein Tippfehler vorhanden - Antwort 9 statt 49!  In Antwort 49 hast Du in der Parenthese ein Fragezeichen geschrieben, - also (as440?)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 18.02.2012, 21:36:59
ach so ja .der traktor  könnte ich mich erinnern als ein as440 deswegen , aber das baujahr stimmt dann nicht , auch hier in die niederlanden kommt es oft vor das man traktoren unter falschen typenbezeichnung vorgestellt werden ,kaum zu glauben aber auch wenn das typenschild noch dran ist ! Die wissen da gar nicht was die da im hause haben
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.02.2012, 11:08:42
Hallo zusammen,

Den alten Diesel habe ich schon letztes Jahr abgelassen, nun beginne ich mit der demontage.
Als ich den letzten Rest aus dem Tank holte roch es stark nach Heizöl.
 
[attach=1]

An der Stelle wo der Tank am Unterbau aufliegt wurde bereits geschweisst, auch innen hat sich bereits stark Rost angesetzt.

[attach=2]

Unter dem Tank hat sich eine grössere Menge Dreck gesammelt.

[attach=3]

Die Schrauben sind durch den ausgetretenen Diesel gut geschmiert.

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

Bevor ich weitermache ist erstmal wieder putzen angesagt.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 19.02.2012, 16:16:36
Hallo zusammen,

ich wusste das ich den Schlepper hier schon einmal gesehen habe, und habe den Bericht gefunden von dem AS 440A mit dem selben Bild.
Hier der Link dazu.

http://www.forum.man-traktor.de/index.php/topic,989.msg5050.html#msg5050
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: barny am 19.02.2012, 18:08:10
Hallo,
Bin ja auch gerade am restaurieren von einem 440AS.
Für was ist das kleine Winkelbech zum Umklappen auf dem rechten Trittblech ? Hubbegrenzung des Gasgestänges.
War das eine Geschwindigkeitsbegrenzung?
Bei dem Schlepper  fehlt leider das Oberteil der Hydraulik.
Wahrscheinlich ist es bei der Montage des Anbauwinde demontiert worden.
Werde dem Schlepper eine feste Ackerschiene bauen. Wenn jemand Bilder von der Ackerschiene hat bitte melden oder Bilder einstellen.
Gruß Bernd
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 19.02.2012, 19:09:50
Hallo Bernd,

das kleine Winkelblech zum Umklappen neben dem Gaspedal ist für Begrenzung der Motordrehzahl.  Normdrehzahl für Zapfwellebetriebene Geräte ist 540 U/min (später auch 1000), der AS 440 A hat aber 735 U/min beim Vollgas.  Wenn man das Winkelblech oder Anschlagwinkel auf dem Gestänge umklappt, kann man die Motordrehzahl, durch das verstellbare Klemmstück oder Anschlagbock, reduzieren.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.02.2012, 20:30:47
Hallo Leute,

über den Zweck dieses Blechwinkels habe ich auch schon mal nachgedacht.  (und bin zu keiner Erkenntnis gekommen) :D

weiter gehts mit zerlegen der Frontpartie

[attach=1]

Der Kühler lies sich recht einfach abbauen, es sind sogar noch die Filzunterlagen vorhanden.

[attach=2]

Es hilft alles nichts, jetzt gehts der Plombe des Betriebsstundenzählers an den Kragen.   :o

[attach=3]

Nach dem die Riemen entfernt sind, habe ich die Scheibe der Wasserpumpe abgezogen.

[attach=4]

Am Wassereintritt in den Block ist deutlich starker Rost zu sehen.

[attach=5]

Nebenbei lasse ich die beiden Dieselfilter leerlaufen, die Patronen sehen noch recht gut aus.

[attach=6]

Auf der Waschanlage habe ich derweilen angefangen die Pumpe zu zerlegen, und es ist wieder mal soweit...

[attach=7]

... da steckt was drinnen. Mittlerweile habe ich mich schon fast dran gewöhnt das überall Fremdteile rausfallen.

[attach=8]

Die Welle und das Laufrad sehen noch recht brauchbar aus.

[attach=10]



So nebenbei:  bei M.A.N hatte man auch Plombenzangen mit Firmenlogo   8)

[attach=9]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 20.02.2012, 21:40:09
Hallo Manni,

ich möchte wegen der Bilder ein paar Kommentare ableiern. 

Die Wasserführung am Eintritt im Motorblock ist möglich aus zu bauen.  Der Blechkanal hat Schlitze für die Verteilung vom abgekühlten Wasser zu den Zylinderlaufbüchsen und ist deshalb sehr wichtig für die Kühlwasserzirkulation.  Bei so starkem Rost, wie auf dem Bild, ist der Kanal wahrscheinlichst hinten zu gestopft.  Die zwei M8 Befestigungsschrauben hinter den Druckleitungen an der ESP soll man mit Vorsicht ausdrehen, sie können bei Rost geschwächt sein!

Schade dass der Vorbesitzer nur Vorfiltereinsätze (Grobfilter) als Dieselfilter verwendet hat  >:( , das braucht nicht tragisch sein, ist aber kein gutes Zeichen ...

Die Anlaufbüchse (für den Schleifring) im Wasserpumpengehäuse sieht nicht ganz gut aus ... - kann man allerdings in einer Drehbank wieder fit machen.

Wie Du siehst, ich verstehe Mut zu machen  :)

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 20.02.2012, 22:28:48
abend ,ich muss irgendwann auch noch dieser wartung/reparaturen am meiner 440er machen ,ich frage mich ab ob mann das kühlrohr ins motorblock wieder angeschraubt kriegt wenn die laufbuchsen noch montiert sind ? Und wo bekommt man die neue abdicht / gleitringe für die wasserpumpe ?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 20.02.2012, 22:52:57
Guten Abend Bastian,

Die Zylinderlaufbüchsen sind kein Hindernis, das Problem ist eher das Kühlrohr aus dem Motorblock zu kriegen, wegen Rostansammlungen um das Rohr.  Alle benötigten Teile für die Abdichtung im Schaufelrad sind möglich bei jeden MAN-LKW-Händler zu besorgen; jedenfalls war es so bis letztes Frühjahr.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.02.2012, 20:23:09
Hallo Magne,

den Blechkanal werde ich mir nochmal genauer ansehen, der Rost an dieser Stelle ist wirklich sehr stark fortgeschritten.


Die Scheibe der Wasserpumpe ist stark mit alten Fett verklebt, in meinen Unterlagen habe ich gesehen das sich die Scheibe zerlegen lässt.
Die Schrauben wurden vorne entfernt und von hinten wieder eingedreht, die Köpfe habe ich dann im Schraubstock festgespannt.
Mit einem Putzlappen und dicken Handschuhen bewaffnet, gelang es recht schnell den Oberteil abzuschrauben.

[attach=1]

Die Dieselfiltergehäuse sind fast leer gelaufen und werden abgebaut.

[attach=2]

[attach=3]

Der Nebenstromölfilter hielt nur noch an 2 lockeren Schrauben am Block, die restlichen scheinen verlorengegangen.

[attach=4]


Wieder zuhause habe ich mich dann mit dem Betriebsstundenzähler gewidmet.
Ohne Uhrmacherschraubendreher geht bei den kleinen M2 Schlitzschrauben nichts mehr.

[attach=5]

Etwas Öl ist eingedrungen aber sonst sieht es recht gut aus.

[attach=6]

Nach einer Reinigung wird das ganze wieder zusammengefummelt, mit einem 70er nagel lässt sich die Funktion gut simulieren.
>> Das Teil läuft anstandslos also muss der Fehler wo anders liegen.

[attach=7]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 22.02.2012, 23:05:22
Hallo Manni,

bevor Du neue Dieselfiltereinsätze einbaust, prüfe den Federweg für den gefederten Sitz des Einsatzes nach - sie sitzen sehr oft wegen Kondenswasser fest.  Gibt es hier kein Federweg wird ein neues Filter kaum bzw. schlecht abgedichtet und die Filterung entsprechend mängelvoll.  Ein wichtiges Detail, dem öfter übersehen wird ... vielleicht für Dich gekannt (?)

Gruss MAN-Schrauber aus Norwegen 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 23.02.2012, 06:09:32
Hallo Magne,
bei meinen Dieselfiltern war es genau so, wie du schreibst.
Ohne deinen Hinweis hätte ich dieses Detail übersehen.
Aus diesem Grund sind solche Tipps von dir immer gut und wichtig.

Manni, insgesamt ist dein MAN in einem beneidenswert sauberen Zustand.
Das erleichtert die Arbeiten kolossal und spart eine Menge unproduktiver
Arbeit.

Gruß
Jörg


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.02.2012, 21:48:31
Hallo zusammen,

ich werde beim zusammenbau der Filter an dich denken Magne.  :)

Es stimmt, die Verschmutzungen halten sich in Grenzen, allerdings geht recht viel Zeit fuer Nebensächlichkeiten (Hin- und Heimfahrt, Heizen, ständiges aufräumen wegen Platzmangel) drauf.
Alle Teile dich ich abbaue werden gewaschen, beschriftet und eingelagert, nicht zu vergessen die Fotodokumentation.
Ich hatte bei früheren Projekten oft das Problem das ich mich einfach nicht mehr erinnern konnte wie etwas zusammengebaut war, weil im Eifer des Gefechts nur wenige Fotos bzw. Notizen gemacht wurden.

So werde ich sicher bis Sommer 2013 brauchen, ich habe keine Eile nur meine Vergesslichkeit ist nicht zu unterschätzen.  :D


Nachdem vorne nicht mehr viel übrig ist gehts hinten weiter.

Ich habe bei den Bodenblechen angefangen.

[attach=1]

Nachdem die Schrauben aus dem Block entfernt sind, lässt sich der Kotflügel entfernen.
Das Bodenblech ist mit dem Koflügel verschweisst.

[attach=2]

Das hintere Blech ist noch erhalten

[attach=3]

Der Kraftheber wird ins Lager gebracht, und die rechte Seite wird in Angriff genommen

[attach=4]

Böcke besitze ich keine, es muss ein 200er Kantholz herhalten.

[attach=5]

Durch den Dreck sieht man eine Schweissnaht am Bremshebel

[attach=6]

[attach=7]

Hier wurde deutlich herumgemurxt, ich baue das ganze Teil ab.
Es bleibt nur wenig Platz um den Abtrieb an der Bremstrommel und den Befestigungslöchern des Kotflügels vorbeizuschwenken, aber es gelingt.

[attach=8]

Ich wollte vorher noch das Öl ablassen und habe die Schraube unten am Abtrieb entfernt >> es kamen nur 2-3 Löffel voll heraus.
Also oben Einfüllschraube raus und reingeleuchtet, es wurde Fett eingefüllt.
Das selbige wurde auch am Dichtring vorbei in die Handbremse gedrückt.

[attach=9]

Hier ist definitiv einiges an Arbeit zu erwarten, aber wo ein Wille da ein Weg.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 23.02.2012, 22:25:24
Hallo Manni,
ich habe auch sehr viel fotografiert.
Das ist in der Tat eine gute Möglichkeit den Zusammenbau zu erleichtern.

Wenn der Abtrieb voll Fett war, liegt die Vermutung nah, daß der Abtrieb undicht war/ist.

Dann ist die Rutschkupplung sicher total verölt. Die würde ich also auch zerlegen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 23.02.2012, 23:14:37
Hallo Manni,

habe auch solche mit Fett eingefüllte Abtriebe gesehen; dann sind öfter die Tellerräder hinüber oder beschädigt worden.  Das grösste Problem mit Ölleck vom Abtrieb entsteht wenn die Keilnuten der Ritzelwelle bzw. Handbremstrommel ausgeschlagen sind - also die Trommel wackelt auf der Welle - dann hilft es meistens nicht den Simmerring zu tauschen.  Bin gespannt wie es bei Deinem MAN aussieht ...

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 24.02.2012, 09:39:04
Hallo Manni,
ist der Hubarm der Heckhydraulik auf der Welle des Krafthebers verschweißt worden?
Habe ich das richtig gesehen, oder mich total getäuscht?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.02.2012, 22:51:42
Hallo zusammen

Jörg, es stimmt die Rutschkupplung war total verölt, die habe ich allerdings schon gemacht.  (Beitrag #25)

Ich war heut einen kurzen Abstecher in der Werkstatt und es war genau so wie Magne gesagt hat, die Trommel wackelt fast 5mm auf der Welle.
Auch den Blechkanal habe ich heute mal inspiziert, die rechte Schraube liess sich einfach ausdrehen, die linke liegt genau hinter der Dieselleitung.
Danach habe ich versucht mit einem Stück Draht und einer Spitzzange den Kanal heraus zu ziehen, leider sind nur ein paar traurige Reste übrig.

[attach=1]

In den nächsten Wochen werde ich versuchen Kontakt zu einem Maschinenbauer in der Nachbarstadt herzustellen, mal sehen wie willig die Leute da sind mir zu helfen und natürlich "quanta costa".


Karl-Ernst, du hast richtig gesehen die Arme sind auf die Wellen geschweisst.  Allerdings glaube ich das das so gehört, um die Arme abzubauen muss man im Mittelteil 2 dicke Bolzen austreiben
danach lassen sie sich herausziehen.


[attach=2]

[attach=3]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.02.2012, 21:00:31
Hallo zusammen,

ich mache mich ans zerlegen des Allradabtriebes, fuer diese Arbeit lasse ich mir sehr viel Zeit, um Missgeschicke zu vermeiden.

Ich beginne an der Abtriebsseite.

[attach=1]

Nach entfernen des Deckels sieht man bereits den Rost.

[attach=2]

Die Bohrungen zum Abdrücken sind erst nach dem herauskratzen des Drecks verwendbar.

[attach=3]

Nachdem die Dichtmasse "aufgibt" lässt sich das ganze Teil recht einfach herausziehen.
Drinnen ist alles dick mit Fett verschmiert.

[attach=4]

Beim waschen der Entlüftungschraube fällt auf das hier gebastelt wurde, den Zweck des aufgeschweissten Stabes versuche ich noch zu ergründen.

[attach=8]

Um die Welle herauszubekommen kommt der Abzieher dran.
Die ersten 2-3 Runden gehen etwas hart aber dann rutscht die Welle fast von alleine raus.

[attach=5]

Die Hülse zwischen den Lagern wird zweckentfremdet um das Schräglager auszudrücken.
Ich habe einen grossen Gummihammer angesetzt um nicht vesehentlich das Zylinderrollenlager zu treffen, dann ein paar leichte Schläge mit dem kleinen Hammer auf den grossen und schon fällt es unten raus.

[attach=6]

So lassen sich die Teile leichter waschen.

[attach=7]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.02.2012, 22:36:30
Hallo Manni,

der Entlüfter mit aufgeschweisstem Stab ist original ab Werk-Nr. 350166.  Das wurde so gelöst um Ölaustritt vom Entlüfter besser zu vermeiden; benenne selber der Stab eine Ölfalle.  Das Geheimnis ist das seitlich, oben gebohrte Loch am Stab  ;)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.02.2012, 12:00:55
Hallo,

und nun die 2te hälfte.

[attach=1]

Die Gewinde zum abdrücken sind erst nach bearbeiten mit dem Gewindebohrer brauchbar.

[attach=2]

Da hier die Passung kürzer ist ging das ganze auch wesentlich leichter.
Bis jetzt sind keine offensichtlichen Schäden durch die Fettfüllung zu bemerken.

[attach=3]

Um die grosse Mutter zu öffnen, habe ich ich die Welle mit 2 Holzstücken eingeklemmt, zum Glück saß sie nicht besonders fest.

[attach=4]

Jetzt wird mal fleissig geputzt um das Fett aus den letzten Winkeln zu bekommen.

[attach=5]

Es sieht gut aus würde ich mal sagen, keine Ausbrüche oder Grate an den beiden Kegelrädern, die Schräglager haben praktisch kein Spiel und die Kugel darin noch starken Glanz.
Die Teile werden eingelagert, denn die Katastrophe in Form des Handbremshebels wartet schon...

[attach=6]

Ich weiss ehrlich gesagt nicht was ich dazu noch sagen soll, aber egal los gehts.
Als erstes hab ich die Schweissnaht Stück fuer Stück mit einer Fächerscheibe abgetragen, durch den schlechten halt der Naht auf dem Hebel ist das ganze recht schnell erledigt.
Die beiden Hebel sind nun wieder getrennt, man sieht das bereits versucht wurde die Welle auszutreiben, wenn ich in der Ersatzteiliste richtig gesehn habe sollte die Welle bündig mit dem Hebel sein,
eventuell etwas vorstehen.
Hier ist die Welle 8mm hinten, kein gutes Zeichen.

[attach=7]

Der Versuch einen Abzieher einzusetzen bleibt wie ewartet wirkungslos, der Hebel ist hinten bereits stark abgenutzt die Finger finden keinen Halt.
Ausserdem kann ich nicht komplett gerade anstetzen, der Guss darunter ist im Weg.

[attach=8]

Ich überlasse das ganze mal meinem Rostlöser, vielleicht kann ja der noch was ausrichten. In dieser Sache sehe ich allerdings ziemlich schwarz.

 
schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 26.02.2012, 12:29:40
Hallo Manni,
die Geschichte mit dem Handbremshebel durfte ich über ca. 3 Monate geniessen.
In meinem Bericht kannst du das Drama nachlesen.

Ich habe mit viel Rostlöser, und zum Schluß mit Meisseln gearbeitet, um den Hebel
von der Welle zu drücken.

[attach=1]

Wichtig ist, dem Rostlöser Zeit zu lassen.

Ich hoffe, bei dir dauert es nicht so lange.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.02.2012, 13:08:17
Hallo Manni,

das beschriebene Problem mit den Hebeln ist für MAN-Schraubers wohlbekannt, selber verwende ich bei Problemfälle folgendes Arbeitsverfahren:  Trenne erst auf der Handbremsenseite (s. Illustrationsfoto) den Hebel von der Bremswelle anhand eine recht kleine Fächerscheibe.  Das ist in der Regel schnell erledigt, denn die Schweissnaht kommt man ziemlich gut zu.  Nachher kan man alles auf der Abtriebseite herausziehen und der Hanbremswellenstummel in einer hydraulischen Presse herausdrücken.  Ich hoffe damit Du verstehst was ich meine (?)

Gruss aus Norwegen
Magne

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 26.02.2012, 13:39:19
Magne,
es ist gut, daß du auf diese Variante hinweist.

Als du sie mir vorgeschlagen hast, war ich zu "feige" sie zu nutzen.
Ich hatte keine Vorstellung, wie ich den Hebel wieder hätte aufschweissen können.
Heute würde ich sie meiner Methode vorziehen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.02.2012, 19:09:48
Hallo zusammen,

Jörg, ich habe mir deinen "Kampf mit dem Hebel" angesehn. Wahrscheinlich hätte ich nicht das Durchhaltevermögen gehabt.

Die Fotos sind von der Vorwoche, in der zwischenzeit habe ich noch 2 versuche mit einem Kollegen unternommen. Es wurde teilweise mit brachialer Gewalt gearbeitet, allerdings ohne Erfolg.
Bis zum äussersten zu gehn habe ich vermeiden, da der alte Guss das sicher nicht mitmacht.
Solche Momente sind fuer mich die schwierigsten, es gibt keine "Standartvorgehensweise".

Magne dein Vorschlag gefällt mir, sollte sich die nächste Woche nichts anders ergeben werde ich es so machen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.02.2012, 21:47:07
Hallo Manni.

es wundert mich zuweilen, dass ich aus meinem Aussenposten in Europa mir Sorgen über einen MAN in Tirol mache  ::) , aber ich dauere fort:  Ich habe mich mehr über das Rostproblem im Motor überlegt.  Der Motor hat vermutlich ansehnliche Rostablagerungen zwischen den Zylinderlaufbüchsen, also eine Überhitzungsgefahr besteht.  Man sollte bei solchen Fälle ein Kamera wie bei Artroskopie einstecken können  :P , der Weg liegt ja, ohne die Wasserführung verbaut, frei ...  Wie war es beim hinteren Ablasshahn beim Ablassen des Kühlwassers? - gab es ein ordentlicher Wasserstrahl?  Das Verhalten hier kann manches über den Zustand sagen ...

Habe Dir ein paar Bilder vom, glaube messingen, Wasserkanal geschossen damit Du der Teil heil vorstellen kannst.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: schattenburg am 26.02.2012, 21:55:56
Hallo, sehr wichtig zum prüfen da nicht nur Rost ein Problem ist sondern auch verdeckte Frostschäden am Messingwasserrohr!!! Dann bekommen die letzten
Zylinder keine richtige Kühlung mehr!! Das fällt erst garnicht auf erst wenn richtig Leistung gefordert wird!!!

Guss Frank
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.02.2012, 20:31:47
Hallo Magne,

beim ablassen des Kühlmittels kam das Wasser nur zögerlich, und am ende war es nur noch brauner Schlamm.
Das Rohr wurde fast komplett vom Rost zerfressen, es ist ziemlich sicher anzunehmen das sich die Reste überall verteilt haben.

Der Wasserkanal war bei mir nur aus Schwarzblech, ein Messingrohr hätte meiner Meinung nach nie so schlecht ausgesehen.
Wie ich die Reste aus dem Block bekomme weiss ich noch nicht, aber beim Motor vermute ich noch mehrere Probleme.  :-\

Leider kenne ich mich mit Verbrennungsmotoren nur wenig aus, selber Überholen entfällt sicher, denn die Wahrscheinlichkeit etwas falsch bzw. kaputt zu machen ist bei wenig Erfahrung recht gross.
Vermutlich aber, wird es darauf hinauslaufen das ich ihn von einem Fachbetrieb aufarbeiten lasse, allerdings glaube ich nicht das es hier in Tirol möglich ist.
Es sind einfach noch zu viele Fragen offen um hier objektiv zu entscheiden, da ich aber keine Eile habe lasse ich das ganze auf mich zukommen.
 

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 29.02.2012, 07:36:31
Hallo Manni,

wenn ich in der ETL nachschaue, gibt es tatsächlich zwei Ausführungen von den Wasserführungen.  Einmal mit Gewindestück S 3008 und einmal S 3377; nichts betreff Material ist erwähnt.  Mein Bild zeigt ein Rohr aus einem Bj.-53 G-Motor und das hat zusätzlich zwei Schlitze vorne links (wie in der ETL) und ist auch aus Schwarzblech!  Daraus kann man schliessen, bei Kürbelgehäuse 136 A 38 (ab Motor 350163/51 und 350165/46) ist die Wasserführung aus Messing ...  Mein Kugelschreiber läuft in meiner ETL  ;)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: emathinger am 29.02.2012, 09:45:28
Hallo Manni
Dachte eigentlich du wärst schon erfroren  da man schon so lange nichts mehr von dir und deinem 440 vernommen hat.
Wenn ich mich mal vorstellen darf .
Komme aus Oberösterreich (Wels Linz) und bin ebenfalls dabei also schon mehr oder weniger in der Endphase (Die Kohle ist verbraucht)einen 440 zu Restaurieren
Wenn ich mir deinen Man so ansehe so erinnert es mich stark an den meinen , ein Problem jagt das andere , dein zerbrösseltes Wasserführungsrohr im  Motorblock ist ja eine schöne Sch......Möchte  dir ja nicht den Appetit verderben aber ich denke mir über eine Motorreperatur wirst du nicht hinweg kommen
Zur  motorreperatur müsste man sagen,auch in Österreich kann so ein Motor ohne Gossen aufwand instand gesetzt werden
Vorausgesetzt die Bestandteile sind Vorhanden(Streiber Zintel.)
Bei meinem wurde so ziemlich alles erneuert(Kolben Hauptlager Pleuellager Einspritzdüsen Kühlernetz diverse Lager Messingbüchsen) m,ir wird schlecht.
Vielleicht kann ich dir ja mal bei einem Problem weiterhelfen ,wünsche dir viel Spaß mit deinem MAN und Hals und Beinbruch????
Bin gerade dabei mein Drahtseil auf die Winde zu bekommen ,aber trotz Einstellplann läuft das Ding nicht richtig
Die Abstimmung der Zahnräder scheint nach Absprache mit Schlang und Reichert richtig zu sein wo da wohl wieder der Fehler liegt????
Gruß Gerald
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.02.2012, 20:02:00
Hallo Gerald,

das mit dem erfrieren hätte durchaus passieren können.  ;)

Eigentlich wollte ich in den Weihnachtsferien einige arbeiten erledigen, wie schon erwähnt kann ich nur am Wochenende schrauben da es sich werktags einfach nicht lohnt.
Leider hat mir meine Gesundheit wieder mal einen Strich durch die Rechung gemacht, so blieben die freien Tage fast ungenützt.
Ende Jänner/Anfang Feber wo es mir wieder einigermassen besser ging, kam dann die Kältewelle und der extreme Scheefall.

Der Rekord lag bei -25 gemessen vor meiner Wohnung, in meiner Werkstatt hatte es ca. -6, nach 2h heizen konnte man das Werkzeug wieder anfassen ohne kleben zu bleiben.
Das Holz bekomme ich zum Glück gratis sonst hätte ich keine chance im Winter in der Werkstätte zu arbeiten.

Der Motor ist eins meiner grösseren Probleme, es ist mir klar das hier noch ordentlich Geld in die Hand zu nehmen ist, mein mangelndes Fachwissen macht die Situation nicht besser.
Ich denke wichtig ist es fuer die überholung Leute zu haben die es ehrlich mit einem meinen,  die sich mit solch alten Gerät auskennen,
und auch bereit sind das ganze "Drama" mit Ersatzteilen usw. durchzuziehen.

Habe bei anderen Projekten schon einige negative Erfahrungen gemacht, das angefangenes einfach nicht zu Ende ( manche Leute kommen damit nicht klar das sich kleine arbeiten plötzlich in grosse ausweiten) gebracht wird,
oder einfach "murx-murx, pfusch-pfusch" Deckel drauf und fertig.

Aber ich bin mir sicher das es hier einen Weg geben wird, wenn auch nicht von heut auf morgen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.03.2012, 17:59:49
Hallo zusammen,

weiter gehts mit der Demontage der Bremstrommel.

[attach=1]

Nachdem die Inbusschrauben "entdrahtet" sind lässt sich das Teil einfach abnehmen, allerdings wartet dahinter eine Nutmutter fuer die ich keinen Schlüssel habe.
Also wird kurzerhand aus einer M20 Mutter und einem 1 1/2" Rohr etwas gebastelt, da links kein Reifen mehr montiert ist musste ich die Nabe mit einer Brechstange blockieren.

[attach=2]

Die Mutter ist nicht sehr fest angedreht, die selbstgebaute Nuss hält.

[attach=3]

Die Haube der Bremstrommel ist schnell runter, der Wellendichtring dahinter ist auseinandergebrochen und die Reste sehen stark zerfressen aus.

[attach=4]

Und weil ich grad so schön in Fahrt bin gleich ran an die Riemenscheibe.
Es hängen immer einige Tropfen Öl an der Unterseite der Scheibe, vermutlich ist auch hier die Abdichtung beschädigt.

[attach=5]

Die Nutmutter ist bereits so locker das sie mit der Hand einfach abgeschraubt werden kann, das Sicherungsblech dahinter hat keine Nasen mehr.
Die Verschmutzung an dieser Stelle ist so stark das die Schrauben fast nicht mehr enkennbar sind.

[attach=6]

Der Stummel lies sich auch ohne die Abdrücklöcher ausziehen, beim zerlegen dann werden einige Schäden sichtbar.
Das Zylinderrollenlager ist abgenutzt und beim Rillenlager haben die Kugeln bereits Löcher, beide müssen ersetzt werden.

[attach=7]

Der 90x3 Seegerring ist gebrochen, nach etwas wippen mit 2 Schraubenziehern lässt sich der Rest entfernen.

[attach=8]

Nach der Reinigung sieht man auch die ausgeschlagenen Keilnuten der Bremstrommel gut.

[attach=9]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 04.03.2012, 19:50:22
Hallo Manni,
hast Du nicht irgendwo geschrieben:"Das Du nicht so vom Fach bist, bzw. dich nicht so gut auskennst"! ???
Ich finde Du lieferst hier `ne gute Arbeit ab!
Weiter so, in der Hoffnung das die "Schäden"sich im Rahmen halten!
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 04.03.2012, 21:41:07
Hallo Manni,

eine Handbremstrommel mit so ausgeschlagenen Keilnuten habe ich bisher nie gesehen  :o , hat der MAN ohne eingeschaltetes Allrad überhaupt gelaufen?  Wie sehen dann die Keilnuten an der Welle aus?  Ich muss ja, wegen des Hebeldramas voriges Wochenende, fragen:  Hast Du die Teile aus einander bekommen?

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 04.03.2012, 23:21:28

 hat der MAN ohne eingeschaltetes Allrad überhaupt gelaufen? 

Magne, das verstehe ich nicht.
Warum soll der MAN ohne eingeschalteten Allrad nicht fahren können?
Es handelt sich doch um die Handbremse, und die hat mit dem Hinterachsantrieb nichts zu tun.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 05.03.2012, 06:34:25
Hallo Jörg,

dieser Schaden ist typisch für MANs die mit eingeschaltetem Allrad viel/fast immer gearbeitet haben.  Alle Kräfte bei einer arbeitende Allradachse werden durch die Handbremstrommel/Keilnuten übertragen, - mit ausgeschaltetem Allrad ist die Trommel "frei".  Sorry für meine schlechte Formulierung.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN 2K1 am 05.03.2012, 06:45:50
Hallo Magne

Ich komme da irgendwie nicht so ganz mit. Könnten du mir den Zusammenhang Handbremse/Allrad noch etwas genauer erklären?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.03.2012, 07:12:15
Hallo zusammen,

Alex ich brauche sicher 3 mal so lange wie jemand vom Fach, aber ich versuche mir so viel Zeit wie nötig zu nehmen um die Fehler in Grenzen zu halten.
Das funktioniert halt leider nicht immer.

Magne den Allrad hatte ich nur 1 mal Testhalber eingeschaltet, so wie es aber  aussieht der Vorbesitzter öfter.
Ich hinke mit meiner Berichterstattung wieder mal hinterher, den Handbremsbebel habe ich ausseinnander, aber es lief nicht  wie geplant.

"Viele Köche verderben den Brei" sagt man, leider trifft dieses Sprichwort auch hier.

Wir hatte die Idee es noch mal mit einem Abzieher mit Klemme und heiss machen zu versuchen.
Nach 2 versuchen brach die Welle hinter dem Hebel einfach ab, ob das Material durch die Hitze geschwächt war oder ob hier vorher schon ein Schaden war weiss ich nicht   :(   

Danach fuhr ich zu meiner Vater in die Werkstatt um den Rest mit der Presse auszutreiben.
15t Druck waren nötig um den Stummel zu lösen, ohne die Presse wäre hier keine chance gewesen.

Von der ganzen Aktion gibt es nur 2 Handyfotos ich hatte die Kamera vergessen, alles in allem eher negativ aber ich denke es wird sich reparieren lassen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 05.03.2012, 07:28:51
Hallo Ulrich,

also der Kupplungsflansch für die Schiebemuffe (Schaltmuffe für Allrad) wird an der Nabe der Bremstrommel geschraubt, damit wird die Trommel durch seine Keilnuten ein Bestandteil des Antriebsstranges zur Vorderachse.  Ich hoffe mein Illustrationsfoto das ganze besser erklären kann (?)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN 2K1 am 05.03.2012, 07:34:00
Danke Magne jetzt kann ich mir das besser vorstellen. Ist das bei den Rundhaubern auch so?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 05.03.2012, 07:44:51
Ulrich, ich kenne diese Lösung nur bei ZF A-15, A-15V, A-17. A-20/18 und 20/18II; also keine Rundhauber.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN 2K1 am 05.03.2012, 07:58:42
Danke für die Info. Wie was gelernt. :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.03.2012, 18:42:17
Hallo zusammen,

derzeit besteht meine Hauptbeschäftigung aus putzen, besonders die alte Dichtmasse ist nur schwer runterzukriegen.
Die Metalldichtringe sitzen gut, ich habe mal gesehen das hier ein grosser Schraubenzieher und rohe Gewalt recht schnell zum Erfolg führen,
allerdings verursacht das unschöne Druckstellen am Guss.

Beim Allradgehäuse liess sich ein Trick anwenden, an der Haube der Bremstrommel und bei der Riemenscheibe habe ich eine Kombizange benutzt.

[attach=1]

Ich habe mir mal einen Entlacker bei e-bay bestellt mal sehn ob das Zeug sein Geld wert ist, fuer die rauhen Gussteile sollten das besser funktionieren als schleifen. 

Danach habe ich noch begonnen die linke seite zu demontieren, die Nabenabdeckung ist mit Öl vollgelaufen.

[attach=2]

Trommel und Bremse lassen sich recht leicht abbauen, die Bremsklötze sind wie erwartet ölverschmiert.
Die Bohrung im Flansch ist mit Dreck zugesetzt.

[attach=3]

Es ist soweit, ich wage nun einen Blick unter den Getriebedeckel.

[attach=4]

Der Lack blättert von selbst ab und an den blanken Stellen macht sich schon der Rost breit. Ich werde wohl nicht herumkommen und alles zerlegen müssen.

[attach=5]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 07.03.2012, 18:52:09
Hallo Manni,
die Simmerringe aus Metall bekommt man gut heraus, wenn du in den Mantel
ein Kleines Loch bohrst, und eine Spax-Schraube reindrehst.
Dann kannst du mit einem Kuhfuß die Ringe raus ziehen.
Gegen Druckstellen kann man ein Stück Holz o. Ä. unterlegen.

Du hast ja noch schön viel Schmierkram zu erledigen, bin ich froh, daß ich damit durch bin.

Wenn du die Bremsen neu belegst, achte darauf, wo die kurzen Beläge angebracht waren.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 09.03.2012, 09:33:04
Hallo Manni,

Wie heißt dein Entlacker?
Ich habe mit dem Zeug von Wolftech recht gute Erfahrungen gemacht, es sollte halt einigermaßen Warm sein.
Das ergibt sich ja jetzt wohl hoffentlich von Tag zu Tag von alleine.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.03.2012, 19:31:32
Hallo Jörg,

Die Idee mit der Spax Schraube hört sich gut an, ich werde bei Gelegenheit einen Versuch wagen.
Bei den Bremsen hatte ich schon den Verdacht das der Belag gebrochen, bzw. ein nicht Originaler verwendet wurde >>> jetzt ist mir klar das so gehört  :D


Karl-Ernst, ich habe von der Fa. Scheidel den "Oxystrip Superlöser" bestellt, ist aber leider noch nicht bei mir angekommen.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 09.03.2012, 20:00:42
Manni, die Backenlänge von den Bremsen hängt mit der auflaufende und ablaufende Backenseite zusammen.
Die Ablaufende Backe ( kurz ) ist in Drehrichtung der Bremstrommel.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.03.2012, 11:19:28
Hallo zusammen,

da ich in absehbarer Zeit ein paar Firmen abklappern möchte, habe ich den Ausbau der Welle auf welcher die Bremstrommel sitzt vorgezogen.

Der Deckel, auf dem auch die Differentialsperre befestigt ist hat mir ganz schön zu schaffen gemacht.
Locker war er sofort, bis ich allerdings den "dreh raus" hatte wie der Stift aus dem Achsrohr geht brauchte es recht viel Geduld.

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Fast hätte ich vergessen das Ölleitblech zu demontieren, hier gibt es einen kopfüber eingebauten M8 Bolzen der am Stummel einen Schlitz zum festhalten aufweisst.

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Die Nutmutter war leicht zu entfernen und wies auch schon einige Spuren auf. Das austreiben der Welle war dank eines anwesenden Freundes problemlos.

[attach=3]

Bei der Sperre gibt es eine starke Feder die ich fast unterschätzt hätte, nach dem entfernen des Sicherungsringes wurde der Stift und die Scheibe herausgeschleudert.

[attach=4]

Der Mähwerksantrieb ist als nächstes dran, die beiden Muttern werden gleichzeitig als Abdrücker wirksam

[attach=5]

Nachdem alles störende abgebaut ist wechsle ich die Klötze gegen standsicherere Palleten aus.

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Die bereits lockeren Bolzen des Tragzapfens werden gelöst und mit hilfe des Krans wird die Vorderachse herausgefahren.

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Das Gewicht der Vorderachse ist trotz demontierter Räder enorm, hier erweisst es sich als sehr hilfreich das der Kran auch über die Werkbank fährt.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.03.2012, 13:00:34
Hallo,

weiter mache ich mit dem Tragblock. Ringschrauben wären sicher die bessere Lösung gewesen, aber das Rohr hat auch seinen Zweck erfüllt.

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Das trennen von Motor und Kupplunggsgehäuse war einfacher als angenommen, ich habe das ganze mit Keilen nach einer Wasserwaage ausgerichtet um ein verkanten der Welle zu verhindern.
Nach dem lösen des Lochkreises, genügte ein Ruck und der Motor rutschte von der Welle.

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Fuer das Lenkgetriebe wollte ich erst eine Stecknuss zuschleifen, habe mir dann aber doch einen tiefgekröpften Schlüssel besorgt.

[attach=3]

Davor aber noch den S-förmigen Hebel abbauen, dachte ich mir. Die Kronenmutter sitzt bombenfest obwohl kein Rost zu sehen ist.
Erst der lange 41er bringt Bewegung rein, mit aller Gewalt wollte ich auch nicht drehen da der Lenkfinger ja stark belastet wird. Mit etwas Geduld und viel Kriechöl gings dann doch, der Widerstand wurde allerdings bis zum letzten Gewindegang nicht weniger, hier ist definitiv etwas nicht richtig. Bei genauerer Betrachtung sieht das Gewinde aus wie ein Sagzahn.

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Auch hier alles Ölverschmiert.

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Was ich schon fast vergessen hatte:

Beim ausbau des Ölmesstabes vom Schaltgetriebe kam das zum vorschein.

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Der Stab ist fast durchgeschliffen und am ende sind "Bissspuren" zu sehen, eigentlich will ich gar nicht wissen wie es im Schaltgetriebe aussieht...

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.03.2012, 19:58:15
Hallo zusammen

Der Mähwerksantrieb ist heute dran, bis auf die Tatsache das ich wieder mal eine "Ölpest" verursacht habe gibt es hier nicht aussergewöhnliches.
Eigentlich habe ich bevor der Demontage die Ablasschraube mehere Wochen offen gelassen, das auch der Rest des Öls herauskommt
>>> hat leider nicht funktioniert, egal jetzt ist es raus.

[attach=1]

Wie es hier weitergeht weiss ich noch nicht so ganz, verwendung fuer den Mähwerkantrieb habe ich eigentlich keine da der Balken usw. fehlt.
Eventuell lasse ich ihn auch ganz weg und mache einen Deckel drauf.

Die Lenkstange wollte ich schon früher in Angriff nehmen, nachdem sich beim vorderen Kugelkopf allerdings nichts rührte und ich auch den filigran aussehenden Hebel nicht überlasten wollte, musste ich es als ganzes von der Vorderachse abbauen.

Mit dem Schraubstock so nah wie möglich eingespannt und 2-3 saftige Schläge, Problem gelöst.

[attach=2]

Fuer die reingerosteten 14er Bolzen vom Federpacket brauchte ich vollen "Körpereinsatz"
Die Schrauben scheinen nicht Original zu sein, sie reichen nur halb durch die Bohrungen, mich wundert das die Gewinde das ausgehalten haben.

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Bei der Vorderachse begann plötzlich Wasser auszulaufen, Hauptsache Öl war keins mehr drinnen.

[attach=4]

Das Geschmiere um die Doppelrollengelenke ist gewaltig, im Zwischenraum hatte sich Erde, Steine und ähnliches angesammelt.
Bevor ich hier weiter zerlege wird erst mal gereinigt.

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Das Getriebe wollte ich mit der Dieselspritze auswaschen, allerdings ist keiner der vorhandenen 3 Kompressoren einsatzfähig.
Ich werde mich wohl oder übel darum zuerst kümmern müssen bevor es weitergeht.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 18.03.2012, 20:18:51
Hallo Manni,
die Bolzen beim Federpaket gingen bei meinen AS440a auch nicht durch.
Bist du sicher, daß es 14er sind, ich meine mich zu erinnern, daß es 16er Bolzen sind.

Wie sehen die Seegeringe der Kreuzgelenke aus, die die Buchsen der Nadellager sichern?

Wenn du Ersatz brauchst, bekommst du sie gut und günstig bei Simon (@M-Driver)

[attach=1]

Er hat auch die Version auf Lager, bei der die Zunge für die Verdrehsicherung zur
Mitte zeigt.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.03.2012, 23:27:18
Hallo Jörg,

habe heute nachgemessen es sind M14x100, laut Ersatzteilliste wäre das Original.
Wie bereits angesprochen reichen die Bolzen gerade mal bis zur häfte durch, das gefällt mir nicht. 

Ich werde mir das noch genauer anschauen, vielleicht habe ich etwas übersehen, wenn nicht werden die alten Bolzen gegen 110er getauscht.

Die Seegerringe sind derzeit alles gleiche verbaut (was ich auf die schnelle gesehen habe)
allerdings sind sie bei mir verkehrt drinnen, ich weiss jetzt nicht ob das einen unterschied macht.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 20.03.2012, 06:00:58
Moin Manni,
deine sind nicht verdreht, sondern es ist die andere Ausführung.
Es gibt welche mit "Rücken" wie auf meinem Bild, und die ohne wie bei
deinem AS440 A. Simon hat beide Ausführungen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 20.03.2012, 07:01:12
Hallo MAN-Kollegen,

eine kleine Ergänzung zu den Seegerringen:  Die Ausführung mit "Rücken" ist die Ersatzteilversion; diese spätere Ringe sind stabiler als Verdrehsicherung für die Buchsen.  Ist der MAN mit solchen ausgestattet hat er mal die Rollendoppelgelenke überholt bekommen oder neuere komplette Wellen wurden mal eingebaut.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.03.2012, 12:05:09
Hallo,

weiter gehts mit zerlegen der Radnabe, beim lösen der Schrauben platzt der alte Lack ab und es kommt ein Detail zum vorschein:
Die Naben waren mal grün

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Der Hohlraum darunter ist mir reichlich Fett gefüllt, nach einer schnellen Säuberung sieht man die Nutmutter welche bereits so locker ist das sie mit der Hand abgschraubt werden kann.

[attach=2]

Danach fällt alles auseinander, nach einer groben Reinigung wird erkennbar das, das Sicherungsblech nicht benutzt wurde.
Ich habe noch ein halbes Kilo altes Fett herausgeholt, Schäden sind keine erkennbar.

[attach=3]

Ich begann die Welle aus dem Achsschenkel herauszuklopfen, als sich nach dem 3ten Schlag nichts bewegte fiel mir ein ich hatte in Jörg's Restaurierungsbericht gesehen das es hier einen schwer zu erreichenden Seegerring gibt welcher zuerst entfernt werden muss.

Dieser Geistesblitz kam keine Sekunde zu früh, vermutlich hätte ich weitergeschlagen bis etwas kaputt gegangen wäre.

Mit der geraden Zange kommt man nur schwer zu, nach ein paar Minuten fummeln ging es aber doch, das auseinandernehmen war nun einfach.

[attach=4]

[attach=5]

Das Rollendoppelgelenk liegt nun frei ich beginne mit dem ausbauen der "Spezialringe". Die Ringe sind derart verkeilt das sie sich nur durch die Zange allein nicht lösen lassen, beim zusammendrücken der Zange federt nur das vordere drittel, der Rest sitzt fest. Die Bruchgefahr ist gross, nach dem einsprühen mit WD40
und abklopfen mit einem Gummihammer gelingt es mit viel Vorsicht alle 4 Ringe ohne Schaden abzubauen.

Ich war der Meinung das sich nach dem Lösen der Linsensenkkopfschrauben der Gelenkbolzen einfach herausziehen lässt, habe deshalb hier zuerst weitergemacht.
Die Schrauben lassen sich gut ausdrehen und nach dem die Zwischenscheibe ab ist liegen die Nadeln frei. Ich wollte die selbigen zuerst einfach herausschütteln aber das Fett ist stärker, auch das fummeln mit einem dünnen Kufperdraht bringt keinen Erfolg.

Ein alter Festplattenmagnet brachte hier den Durchbruch, die Nadeln werden hochgezogen.

[attach=6]

Die anderen 3 Seiten sind so kein Problem mehr nun bleiben nur mehr die Büchsen.
Als erstes versuche ich die "Schraubstockmethode"

[attach=7]

Das funktioniert schon mal ganz gut, als jedoch die Schutzkappe mit dem Dichtring nicht durchgehen will wird es eng, wenn ich jetzt weitermache werden beide zerquetscht. Also das ganze in die Gegenrichtung gedrückt >>> hier das gleiche Problem.

[attach=8]

Es sieht nicht gut aus egal was sich mache irgendwas muss immer "dran glauben". Ein letzter Versuch mit 2 grossen Schraubenziehern wird noch gestartet, bei welchem ein kurzes Stück an der Aussenseite der Büchse abplatzt.
Nach einer kurzen Denkpause versuche ich einen anderen Weg

Ein M8 Bolzen wird auf die Büchse geheftet.
Die starke Hitze schädigt den Stahl, ich versuche die einen Mittelweg zwischen "durchbraten der Büchse" und "Bolzen hält nicht" zu finden.
Der "Goashax" wird angesetzt.

[attach=9]

Erfolg! Nach einem kurzen Ruck rutscht die Büchse heraus, das Zapfenkreuz lässt sich herauskippen.

[attach=10]

Auf der gegenüberliegenden Seite wurde die selbe Methode angewendet.

Meine Nerven sind fuer heute am Ende, waschen und sortieren werde ich demnächst.

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 24.03.2012, 18:54:57
Hallo Manni,

die Demontage der Kreuzgelenke war bei mir ähnlich schwierig.
Das Aufschweißen der Schraube hätte ich mich nicht getraut.

Die Montage hingegen ist einfacher.

Wie sehen Buchsen und Bolzen aus? Hast du Druckspuren, oder kannst du die Nadel
wieder einbauen?

Du solltest auch auf die Fläche der Welle kontrollieren, auf der der Simmerring des Achsrohres läuft.
Wenn die eingelaufen ist, läuft die Achse leer.

Gruß
Jörg


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.03.2012, 11:51:07
Hallo Jörg,

Das ranschweissen der Schraube war eine ziemlich freche Aktion von mir, habe erst jetzt gesehen das es kleine Wellendichtringe gibt die an die Stelle von
Schutzkappe & Dichtring eingesetzt werden können. Also hätte ich drauf keine Rücksicht nehmen müssen.

Auf der anderen Seite werde ich es so wie du machen mit den aufgeschnittenen Beilagscheiben.

Nachdem jetzt alle Teile sortiert und gereinigt sind sehe ich nur an einem Zapfen leichte druckstellen, leider ist das Foto nichts geworden.
Alle anderen Teile sehen noch recht gut aus, ich vermute mal das hier schon eine Reparatur durchgeführt wurde ?
Nachdem wie die Handbremstrommel ausgesehen hat wurde der Allrad recht häufig benutzt.

[attach=1]

[attach=2]

Die Fettkanäle sind mit altem Fett verstopft hier muss ich noch mal ran.
Weiss jemand wie ich die Gelenkbolzen aus dem Kreuzgelenk herausbekomme? (Foto 2)
Die Gummis sind schon ziemlich bröselig und ich würde sie wenn möglich austauschen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 25.03.2012, 15:20:46
Hallo Manni,
den Gelenkbolzen kannst du mit einer Presse ausdrücken (ca. 20to).
Ich habe das bei meinem nicht gemacht.
Ich denke, die Dichtung ist in erste Linie dazu da, kein Wasser eindringen zu lassen.
Da ich nicht vor habe durch tiefes Wasser zu fahren, habe ich die Dichtungen nicht
gewechselt.
1mal im Jahr einen Hub aus der Fettpresse, und die Gelenke sind immer gut geschmiert und sauber.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.03.2012, 19:42:39
Hallo Manni,

die Gummidichtungen sind mehrmals durch dieses Forum gesucht, leider ohne Erfolg.  Die Gummis haben original ein wichtiges Detail, - ein Anlaufring bzw. Druckring für die Lagernadeln ist zum Ring vulkanisiert (s. mein Bild).  Diese Dichtstelle ist, ausser wie Jörg beschreibt, auch nur eine "Endstation" für das Fett und muss der Gelenkbolzen nicht dringend heraus, meine ich lieber die Dinge in Ruhe lassen.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.03.2012, 21:37:34
Hallo Magne,

du hast mich überzeugt ich lasse den Bolzen drin. Wenn mir beim ausdrücken ein Fehler unterlaufen sollte habe ich nur noch mehr Arbeit.

Die Fettwege habe ich gereinigt, bei meinem Vater in der Arbeit haben sie ja noch funktionierende Kompressoren.  ::)

Dabei sind mir einige Details aufgefallen.

Aus welchen Grund ist der Gelenkbolzen hohl ? Das würde ja heissen das alte Fett wird auf die gegenüberliegende Seite gedrückt, oder entweicht es etwa doch durch die Gummidichtungen? Ich glaube ich stehe auf der Leitung...
Ich glaube mich erinnern zu können das dieses Thema bereits hier im Forum debattiert wurde, allerdings hab ich den Beitrag nicht mehr gefunden.
Wäre super wenn jemand einen Hinweis geben könnte.

danke im voraus und schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 25.03.2012, 21:51:11
Manni,
den Fettweg habe ich mir wie folgt gedacht:

Vom Schmiernippel durch die Buchse der Nadellager (dort wo im Mitnehmerring ein Loch mit
Dichtgummi sitzt), durch das Nadellager durch, dann durch die Bolzen und das Zapfenkreuz
in das Nadellager unter dem Deckel.
Durch die Bohrung des Gelenkbolzens kann möglicherweise eine "Notschmierung" des gegenüberliegenden Nadellagers unter dem Deckel erfolgen, wenn der andere Fettweg verstopft ist.

Das ist aber nur so eine Idee...

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.04.2012, 21:49:19
Hallo zusammen,

ich helfe wieder mal meinem Kollegen beim Häuslbauen, also ist derzeit nur Zeit fuer Kleinkram.

Die Radnabe ist fertig ausgewaschen und der Dichtring + Lager sind ausgebaut, beim Waschen des selbigen löste sich der Käfig mit den Kegeln vom Innenring.

[attach=1]

Ich wusste nicht das sich das Teil zerlegen lässt, der Zusammenbau war recht schwierig da die Kegel nicht von selbst in Postition bleiben.

Die Spurstange ist leicht verbogen, wenn ich mal zugriff auf einen Brenner habe werde ich versuchen sie auszubiegen.

[attach=2]

Der Schalthebel fuer den Mähwerksantrieb hat 2 ziemlich ramponierte Schlitzschrauben, beide waren allerdings nicht wirklich fest angezogen und konnten leicht entfernt werden.

[attach=3]

Anders sieht es beim linken Achstrichter aus, ich habe zwar einen ziemlich grossen Flachschraubenzieher an welchen ein Schlüssel angesetzt werden kann um das Drehmoment zu erhöhen, allerdings ließen sich die beiden M12 Schrauben davon nicht beeindrucken.

[attach=4]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 02.04.2012, 22:13:18
Hallo Manni,
für die Schlitzschrauben habe ich ein Stecheisen zurecht geschliffen,
und mit einem großen Engländer gedreht.

Dabei muß man aufpassen, daß man dicht an der Schraube dreht, der Stahl des Stecheisens
verträgt die Biegung sonst nicht.

Damit ging es recht gut.

[attach=1]

[attach=2]

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 02.04.2012, 23:06:45
Hallo Manni,

hier noch eine Alternative, denn die Schlitzschrauben sind ja für MAN-Schraubers ein bekanntes Problem  >:(  Meine abgebildete Lösung schafft es jedesmal, der einfache Wagenheber ist das "Geheimnis"  8)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 03.04.2012, 10:20:59
Hallo Magne,
ich muß immer wieder über deinen Ideenreichtum staunen, aber diese Lösung ist einfach perfekt.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 03.04.2012, 20:20:14
Hallo Manni,

die Spurstange würd ich an Deiner Stelle nicht mit dem Brenner ausrichten, wenn das Material leicht vergütet ist, ist die Festigkeit weg und die Stange biegt sich bei einem Schlag evtl. genau an dieser Stelle. Versuch das Ausrichten  lieber vorsichtig mit einem Rohrbieger...

Gruß,
Simon

P.S.: Magne, bin auch am Staunen! Super Idee, da erkennt man einfach den Praktiker!  :)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.04.2012, 10:58:42
Hallo zusammen

Magne, die Idee mit dem Wagenheber ist genial.  8)
Auf sowas wäre ich nicht gekommem, die "Schlitznuss" habe ich im Gedore Katalog gesehen (das sowas noch gebaut wird) und bereits bestellt.

Alternativ wäre da auch noch die überlegung die Schraube auszubohren und eine heutige mit Inbus zu verwenden.
Gefällt mir allerdings eher weniger da es nicht Original ist.

Weiter gehts beim vorderen Differential.

[attach=1]

Das wenige was an Öl noch drinnen war habe ich schon vor einer weile abgelassen,
dabei fiel die Wasservermischung und ein stechender Gestank auf.
Aber das war noch nichts gegen das was noch kommt.

[attach=2]

Als der Deckel runter ist fängt es an nach verwesenden Tier zu stinken, die Gehäuseteile sind mit einem klebrigen Rotz bedeckt.
Das Putzpapier habe ich sofort nachdem auswischen in den Ofen geworfen und verbrannt.
Nach einer weile lüften geht es wieder und ich sehe mir die Teile mal genauer an.

[attach=3]

Ich bin positiv überrascht, nachdem ich das wenige Öl abgelassen hatte war ich schon auf das schlimmste eingestellt.

Beim Gehäuse sieht man 3 verschiedene Farben, ein dunkler und zwei hellere Grüntöne, andere Teile haben nur eine Lackschicht, scheinbar wurde an der Vorderachse mal etwas getauscht.

[attach=4]
 
Es fehlt noch die andere Seite, die Abdrücklöcher brauche ich nicht die Hülse rutscht nach dem ausdrehen der Schrauben fast von selbst heraus.
An der Flanschseite gibt es eine 36er Kronenmutter, nach dem austreiben des Stiftes rührt sich erst mal gar nichts.

Die Mutter ist auf die Welle gerostet, ein Versuch den Flansch mit einer Rohrzange gegenzuhalten führt zu nichts.
Ich schaffe es nicht die Welle richtig festzuspannen, es muss eine Speziallösung her.

Aus einem I-Trägerrest wird ein stück ausgefeilt und 4 Löcher werden gebohrt.

[attach=5]

Ich mit meinen 80 kilo schaffe hier nichts, ein gut gebauter Kollege hängt sich mal rein aber auch das kann die Mutter nicht lösen.

Damit es weniger wackelt schiebe ich den Träger näher zu Schraubstock, nach ein paar saftigen Schlägen mit dem Gummihammer gibt der Rost auf.

[attach=6]

Drinnen schaut es nicht gut aus, der Rost hat die Lager bereits stark angegriffen. Es ist zwar kein Spiel vorhanden, aber beim Durchdrehen mit der Hand rattert es.

Das Zylinderrollenlager sitzt fest, egal da es sowieso ersetzt werden muss treibe ich es mit einem Holzklotz raus.

[attach=7]

Das rechte Radlager gibt es auch noch mal sehen ob ich dieser Tage noch etwas zeit dafür finde.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 08.04.2012, 11:14:57
Hallo Manni,
deine Achse sieht ja deutlich schlimmer aus als meine.
Ich hatte nur Verschleiß in den Kreuzgelenken und an den Wellen.

Bei den Muttern, die man schlecht einspannen kann, habe ich immer den Schlagschrauber und viel Rostlöser genommen. Durch die kurzen Impulse hat sich die Mutter dann irgendwann gelöst.

Die großen Rollenlager sind nicht gerade billig, hast du schon eine Quelle?

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.04.2012, 13:26:31
Hallo Jörg,

Es gibt eine SKF Vertretung in der Hauptstadt (Innsbruck), wenn ich mit dem zerlegen fertig bin werde ich denen mal einen Besuch abstatten.
Wenn nur Normteile betroffen sind kommt man eh vergleichsweise billig weck, die wechselt man aus und fertig.

Schlechter sieht es aus wie z.b. bei der Bremstrommel das wird sicher nicht billig, aber was solls i habe angefangen und ich werde es durchziehen.

Einen Schlagschrauber werde ich mir bei Gelegenheit noch beschaffen.

Nachdem es fuer den kleinen Werkstattkompressor keine Ersatzteile mehr gibt musste ich das gebrochene Ventilblatt selbst anfertigen.
Aktuell läuft er mal wieder. (mal sehen wie lange)  ;)
Einen Druckluftsprüher habe ich mir auch zugelegt, werde ich eventuell heute mal testen.

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 08.04.2012, 14:09:20
Hallo Manni.

bezüglich Bremstrommel bzw. Zwischenwelle (Ritzelwelle):  In Deinem Fall würde ich mich nach diesen Teilen aus einem Hinterradtraktor umsehen.  Habe mehrmals diese Teile aus Deutz F2L 514 verwendet.  Sie sind immer neuwertig, denn die Trommel wird bei einem Hinterradtraktor kaum beansprucht.  Deinen MAN hat sicher (?) Welle mit Passfedern statt Keilnuten für das Tellerrad - dieses muss man achten; ersichtlich und überprüfbar am Getriebegehäuse ("KR I,II,II oderIV").  Nur ein kleiner Haken bei der Bremstrommel aus Deutz, sie hat 8 mm Löcher für die Zylinderstiften des Kupplungsflansches, statt 10 mm bei MAN - aufbohren ist kein Problem.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.04.2012, 21:13:22
Hallo Magne,

danke fuer den Tip, ich werde mich umsehen.
Wenn ich das richtig sehe ist es ein "KR", meines Wissens handelt es sich um die Kombination die am hinteren Gussrand eingeschlagen ist ?

[attach=1]

Nachdem ich es lange vor mir hergeschoben hatte wurde nun auch rechts hinten Bremse + Trommel abgebaut.
Wasser marsch! ...so wie es hier raustropft wird das Lager sicher ein Fall fuer den Mistkübel.

[attach=2]

Bevor ich beim Getriebe beginne wird noch die Kupplungsglocke abgenommen.

[attach=3]

Die beiden Wellen lassen sich nach austreiben der Stiften leicht herausziehen.
Das Kupplungspedal hatte schon ein grosses Spiel auf der Welle,  da müsste ich so oder so ran.

Diese Hülse sitzt eng auf der Antriebswelle, vermutlich wegen des "Ölgewindes" erst nach viel hin und her gewackel lässt sie sich sich herunterziehen.
Im nachhinein glaube ich das es einfacher gewesen wäre zuerst Getriebe und Glocke zu trennen, die Hülse hätte sich einfacher abnehmen lassen ?
Aber das ist nur eine vermutung.

Fuer die M16 Bolzen braucht es 2 Verlängerungen.

[attach=4]

Bevor die oberen 2 gelöst werden wird das Gehäuse mit dem Kran gesichert. Nach dem entfernen der letzten Schraube tut sich sofort ein Spalt auf.
Mit dem Hubwagen werden beide Teile auf gleiche Höhe gebracht, der Kran hat leider keinen Feinhub.

Es genügte ein ordentlicher Ruck an den "Ohren" der Kupplungsglocke und schon sind beide auseinander.

[attach=5]

Als erstes habe ich mir die heraustehende Welle angesehen >>> das Ding wackelt wie ein Kuhschwanz,
beide Lager sind extrem ausgeschlagen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 12.04.2012, 22:34:12
Hallo Manni,

Du hast es alles mit der Kombination richtig erkannt; laut die Produktionsnummer (21950) Deines Getriebes soll es ein Ausführung 2, oder "KR II" sein.  Die römischen Ziffern sollen ein wenig weiter nach rechts am Gussrand eingeschlagen werden.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.04.2012, 11:13:37
Hallo zusammen,

nachdem ich letztes Wochenende zu faul war gehts nun wieder weiter.

Der Rost hat die Schaltung bereits befallen wenn auch nur oberflächlich.
Habe mir eine Transportbox vom Paketdienst besorgt damit die abgebauten Teile besser geschützt sind.

[attach=1]

Zwei Dinge fallen sofort auf, das an der Nebenwelle fuer den Kriechgang geschweisst wurde, und die Nutmutter an der Hauptwelle wurde nur halbherzig gesichert

[attach=2]

Es ist soweit das 1000 Foto ist gemacht.

[attach=3]

Das Lager mit der eingedrehten Nut hat seine Verschleissgrenze bereits erreicht.

[attach=4]

Unter der eingeschlagenen Bezeichnung "306426" findet man nichts brauchbares im internet.
In der Ersatzteiliste steht "Rillenlager mit Nut 45x100x25" im SKF Katalog findet sich dazu ein "6309"
Ich werde mal mit einem Kollegen sprechen ob er hier was machen kann.

Die Federn der Schaltung hätte ich durch Unachtsamkeit fast verloren.

[attach=5]

An den Kugeln ist bereits der Rost am Werk, ich werde sie auswechseln.

Die 18 x 2,5 Schlitznuss ist angekommen und es wird auch gleich ein Versuch gestartet.
Mein Mitstreiter ist heute nicht da, ich werde seinen Wagenheber nicht ohne ihn zweckentfremden.
(wenn dabei was kaputt geht kann ich es mir wieder anhören  ::) )

Eine kurze Verlängerung, 2 Keile und ein Klotz bringen mich zum Ziel, wenn auch nicht so elegant wie es der Wagenheber geschafft hätte.

[attach=6]

Es ist ist recht viel Kraft notwendig um das Losbrechmoment der Schrauben zu überwinden.
Der Riemenscheibenantrieb dürfte öfter benutzt worden sein, es sind starke Schleifspuren erkennbar.
 
[attach=7]



schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 21.04.2012, 11:30:52
Hallo Manni,

wegen des Lagers sieh mal hier.

http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=12060388 (http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=12060388)

Bei Agrolager habe ich schon einiges bestellt.
Ich habe bisher alles ohne Beanstandung sehr schnell bekommen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.04.2012, 11:49:22
Hallo Manni,

das Lager NUPM 45 N (Walzenlager - AS 440 ETL) oder ZF 45.40.0 (Ringrillenlager - C40 ETL) ist leider kein DIN-normierter Teil.  In der ETL eines C40A ist das Lager so benannt:  "Ringrillenlager mit Nut aus 6309".  Die Nut habe ich mehrmals nach Muster bei einem Fachmann drehen lassen; ist kein Problem, - der alte Sprengring kan man normalerweise wiederverwenden.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 21.04.2012, 11:54:55
Hallo Manni,

ich habe nicht so viel Platz wie Du, aber ich würde nicht alles aufeinmal auseinander nehmen.
Es muß nur mal was durcheinander geraten, oder man wird unaufmerksam was öfter mal passiert und schon schaut man sich um und man hat den Überblick verloren.   :-[

Gruß Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.04.2012, 21:51:10
Hallo,

Magne das ist gut zu hören, mein Kollege sollte also kein Problem haben die Nut einzudrehen. Ich hatte schon bedenken das der Stahl des Ringes eventuell so hart ist das eine bearbeitung mittels Drehbank nicht möglich ist.

Jürgen, es stimmt bei dieser grossen Anzahl an Teilen ist es schwierig Ordnung zu bewahren. Mein "Plan" wäre das ich nach dem ausräumen des Getriebes und besorgen der Verschleissteile, gleich hier mit lackieren und wieder zusammensetzen anzufangen.

Fast der ganze Traktor ist "eingetütet und beschriftet" ich werde bald sehen ob diese Vorgangsweise schlau war oder nicht...  ::)

[attach=1]

Nach einem kurzen Kraftakt mit dem grossen Seegering (der hat auch nach 60 jahren noch ordentlich Federkraft) lässt sich die Hauptwelle nach hinten herausziehen. Die Nutmutter war bereits locker und stellte kein Hindrniss mehr dar.

[attach=2]

Jetzt ist auch die geschweisste Stelle gut einsehbar, die 3 Wellen haben grosses Spiel, die Lagerung ist am ende.

[attach=3]

Jetzt beginnt der schwierige Teil, deswegen mache ich am Schaltgetriebe erst weiter wenn ich meine Unterlagen bekomme.

Der linke Achstrichter ist nach entfernen der Schlitzschrauben einfach abgebaut.

[attach=4]

Bevor der rechte gezogen wird habe ich das grosse Zahnrand mit Holzkeilen fixiert.
Der Trichter hängt am Kran um ein verkanten zu vermeiden.

[attach=5]

Das läuft schon mal ganz gut, doch in dem Moment als der Tricher sich neigt,  kippt eine Ladung verwässerter Schlamm heraus.

[attach=6]

Nachdem die Schweinerei aufgeräumt ist fehlt nur noch das grosse Zahnrad. Ich versuche es mit Lagern dranlassen.

[attach=7]

Ich bin mit meiner Weisheit am Ende, egal wie ich es drehe und wende irgendwo stehe ich immer an.

Also wieder runter und die Lager abziehen, danach lässt es sich recht schnell nach rechts herauskippen.

[attach=8]

Die beiden 6018er haben das abziehen nicht ausgehalten und werden auch ersetzt.

So wie es jetzt aussiehst werde ich mich bald meiner "Lieblingsarbeit" widmen können, dem malen.
Ich schaffe es schon jedesmal so rumzukleckern das mehr Farbe an Händen und Kleidung als am Werkstück ist...   ;)

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: BELA G. am 22.04.2012, 21:55:49
Gute arbeit die du MAchst das mit der Farbe kenn ich auch AN den Händen un der KLeidung ist mehr Farbe als wo es hinsollte :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 22.04.2012, 22:52:16
Hallo Manni,

was das 6309 Lager betrifft; ich muss gestehen ich weiss nicht genau wie die Nut gemacht wurde - also gefräst oder gedreht (hatte oben gedreht geschrieben).  Der Lagerlieferant hatte der Auftrag mit einer Nut für mich zu fertigen einfach angeboten ...

Zum Schaltgetriebe:  Der vordere Lagerbock für den Kriechgang ist ja mal geschweisst, leider eine übliche Bruchstelle beim Zerlegen vom Getriebe ohne das benötigte Spezialwerkzeug.  Ersichtlich am Bild hat die Vorgelegewelle die ZF-Nummer 4.100.0 und damit sind die Innereien gehörende zur Ausführung II, - bei Generalüberholungen wurden sie manchmal auf späteren Ausführungen umgebaut.  Die Zahnräder sehen durchaus gut aus, wirst Du unbedingt alles ausräumen?  Ich werde Dir gar nicht unnötig erschrecken, aber bei der Vorgelegewelle wirst Du ohne Spezialwerkzeug auf grossen Problemen stossen ...  Alle Lager sind ohne ein komplettes Zerlegen möglich aus zu tauschen, - nur zur Information.  Die Unterlagen (ETL) für AS 440 beschreibt leider nicht Zerlegen und Zusammenbau vom Getriebe, für diesen Zweck muss man sich die ETL für C40 besorgen, - kann ich nur empfehlen!

Viel Erfolg weiter!

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 22.04.2012, 23:07:22
Manni,
das ist ja wirklich das komplette Programm.

Ich habe dir eine PM geschickt, sieh mal rein, ob du damit weiter kommst.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 24.04.2012, 21:43:36

     Hallo
 Antwort  Nr131   Bild Nr4 =   die Aufschrift ist =  fabriqoe en alle Magne
 Das ist eins von den Lagern wo Magne die Nut reindrehen lassen hat  ;)

   Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 24.04.2012, 22:08:22
   Hallo
 Das Lager 6309 ist schon richtig,da fehlt nur der Anhang,N wie Nut.
 Also 6309N ,ich würde aber die Marße noch mahl vergleichen.
 Ich habe das Lager in Anhang markiert.

     (die Rechtschreibungs Prüfung geht auf einmahl nich mehr)
 
    Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 24.04.2012, 22:11:45
    Jetzt der Anhang ,wenn es denn klappt  ???
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 24.04.2012, 22:55:54

      Und noch eine Antwort von Kobbi
    http://www.ebay.de/itm/Rillenkugellager-6309-N-DKF-Neu-OVP-/120547721851?pt=W%C3%A4lz_Kugel_Rollenlager&hash=item1c1134427b
     
      Ich würde aber ein Markenlager nehmen,das ist aber auch nur 5euro teurer.
     Suchbegriff bei Googel=6309n oder 9309nr mit skf.
   
      Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 25.04.2012, 23:40:27
Hallo Jens,

ich möchte ja hier gar keinen irreführen, aber dieses Lager ist echt rätselhaft.  Das Originallager hat Aussenring mit "306426" und zusätzlich das Herkunftsland eingeschlagen (meine Vorname natürlich eingeschlossen  8) ).  Der Innenring hat ferner "6309" eingeschlagen.  Das Lager hat in der ETL keine DIN-Nr., sondern ist in der Ersatzteil-Nr. Rubrik mit entweder NUPM 45 N oder ZF 45.40.0 angegeben.  Umgeschlüsselt heisst das Lager mit MAN-Nr.:  81.93420.0003.  Für alle andere Lager eines A-15(v) gibt es Dimensions- und DIN-Nr. und nur einen Strich in der ET-Nr. Rubrik.  Ich wundere mich, was ist der Unterschied zwischen 6309 N(R) und dem Originallager?  Der Sprengring ist auch DIN-normiert; ich neige jetzt zur Theorie, die Nut muss anders am Aussenring angebracht werden (?) - am Originallager ist das Mass 6 mm vom Aussenrand.  Bei meinen Getriebeüberholungen konnte meinen Lagerlieferant nichts mit "NUPM 45 N" anfangen, so meine Lösung wurde wie früher beschrieben.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.04.2012, 20:42:34
Hallo zusammen

Jens, ich werde bei der SKF Vertretung das Lager auf den Tisch legen, mal sehn was die Leute dort darüber wissen.
Sollte sich nichts ergebn kann ich immer noch ein Standard 6309 nehmen und die Nut eindrehen lassen.


Jörg danke fuer die Unterlagen, ich werde mich mal reinlesen. Das beim zerlegen des Triebwerks die eine oder andere Schwierigkeit auftritt hatte ich mir schon gedacht, habe meinen Kollegen vor einiger Zeit angestiftet nach Unterlagen auschau zu halten,
die erste habe ich heute erhalten. Die "Anleitung zur Bedienung und Wartung" sollte auch noch kommen aber das kann noch dauern.

[attach=1]

Magne, nachdem ich die Bilder in der Anleitung gesehen habe weiss ich was du mit "eine übliche Bruchstelle beim Zerlegen vom Getriebe ohne das benötigte Spezialwerkzeug" gemeint hast.

Während des ausdrückens mit einer Spindel muss der 3. Gang abgestützt werden, das sieht nach einer heiklen Aktion aus.
Lieber wäre es mir wenn ich die Welle drinnenlassen könnte aber ich glaube nicht das ich dann das Getriebe richtig sauber bekomme.

Lackieren werde ich auch noch, während dessen müssten die Teile irgendwie geschützt werden.
Wichtig ist ja auch das ich alle Winkel erreiche und die Farbe muss gut halten, damit es nicht gleich wieder so aussieht.

Die nächsten Arbeiten brauchen einiges an Vorbereitung, besser nichts überstürzen und langsam angehen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 26.04.2012, 21:21:45

           Hallo Magne und Manni
    Endschuldigt bitte,ich hatte vergessen die zweite Seite einzufügen,wo die Nutmarße drinn sind.
    Dazu braucht ihr aber die Marßerklärung von vorigen Bild,oben links.
    Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.04.2012, 21:53:24
Hallo Jens,

dann war leider meine Vermutung richtig  >:(  Das 6309N Lager hat "C a"- Mass von max. 5,74 mm angegeben, das Originallager hat, mit Schiebelehre gemessen, 8 mm.  Die Lösung für Manni wird sich also ein "Fabrique en Alle Magne" zu besorgen  8)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 26.04.2012, 22:28:55
Ein Französer wurde sagen : Allez Magne    ;)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 26.04.2012, 22:53:38

    Hallo Magne
 In der Ersatzteilliste mit den Lager NUPM45N ,ist dort ein Abbildung drin wo man erkennen kann ob es ein Kugellager
 oder ein Zylinderrollenlager ist?

 Beim 6309N Lager ist es ja so (nur nochmal zur erinnerrung)=
 6=Rillenkugellager
 3=schwere Bauform
 09=45mm Innendurchmesser,dadurch ergiebt sich der Ausendurchmesser und die Breite in verbindung mit der 63.
 (ab 20mm Innendurchmesser=(04) wird der Innendurchmesser geteilt duch 5.    45mm geteilt duch 5 = 09)
 n= Nut außen

 Lager NUPM45n . Fange mal so an ,was mir als erstes aufgefallen ist.
 n (hinten) = Nut
 45 = Innendurchmesser (zum Teil,alte Beschriftung) bei nichtkugellager,Rollenlager,Nadellager
 (NUPM mußte ich nachschauen)
  NUp = ergab Zylinderrollenlager mit UP Bauform (Bilder folgen).
  M = Massivkäfig aus Messing,rollkörpergeführt.
                                                                                 
  Habe den starken Verdacht,das die ersten A15 Getriebe mit Zylinderrollenlager ausgeliefert wurden
  oder sollten,und das sie bei Reparaturen durch Kugellager ersätzt wurden.

  In laufe der Jahre haben sich  die Lagerbezeichnungen geendert!

  Scans volgen

  Gruß Jens
 
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.04.2012, 23:50:36
Hallo Jens,

danke für Deine immer kompetente Antworten!!  Also für NUPM 45 N lautet der Text "Walzenlager mit Nut 45x100x25 (AS 440), für ZF 45.40.0 Rillenlager (AS 325/330) oder Ringrillenlager mit Nut aus 6309 (C40).  Bei Getrieben eingebaut sind sie alle gleich (jedenfalls die ich gesehen habe) und in meinen Augen ist das ein 1-reihiges Kugellager mit 8 Kugeln und Blechkäfig.  Die Abschrägungen am Aussenring sind asymmetrisch gefertigt; vor dem Sprengring ist fast keine und das ist m.E. normal für Lager mit Nut (?)  Das Lager hat bei diesem Getriebe eine besondere Aufgabe, das soll zusätzlich das recht grosse Kupplungsgehäuse zentrieren und gleichzeitig tragen, deshalb - meiner Meinung nach - ist der Sprengring weiter gegen die Mitte gesetzt.

Dass die Lagerbezeichnungen und auch Ausführungen im Laufe der Jahre sich geändert haben, habe ich beim A-17 (wenn ich mich heute richtig erinnere) Getriebe erfahren müssen.  Hier war ein besonderer Lagertyp, mit geteilter Aussenring, gesucht; die neue Ausführung hatte geteilter Innenring und der Einbau wurde fast unmöglich durchzuführen.

Gruss
Magne

P.s.:  Habe gerade über das A-17- Lager nachgeschaut;  Original ist Ringschräglager QB 50 DIN 628 eingebaut, später von Q 310 ersetzt (nicht mehr zu beziehen).  Ein QJ 310 mit geteilter Innenring wurde die einzige Alternative ...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.04.2012, 20:30:47
Hallo Manni,

die Bilder in der abgebildeten ZF-Anleitung würden mir echt interessieren, ist dort ein gutes Bild von der Abstützvorrichtung "V5" im Einsatz vorhanden?  Ich habe immer das Werkzeug gesucht und auch hier im Forum mehrmals mit diversen Fragen versucht.  Ein Nachbau ist meiner Gedanke, ist aber schwer ohne ein Muster oder gute Bilder davon zur Hand zu haben.  Auf meinem Bild siehst Du meine Vorrichtungen für das 6-Gang A-15/V Getriebe, Nr.4 ist "V5" und funktioniert einigermassen gut wenn ich zusätzlich mittig mit einer Schraubenzwinge überbrückt - die Bruchgefahr besteht mit dieser einfachen Lösung immer und meine Nerven ... !  :o

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 27.04.2012, 22:19:22
Hallo Magne,

Scanner habe ich leider keinen, hab dir aber Fotos von den 3 Stellen gemacht wo die Vorrichtung "V5" abgebildet ist, ich hoffe man kann etwas erkennen.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.04.2012, 22:59:43
Klasse Manni !!

 - ich hatte nur das erste Bild, wie in der ETL, zur Verfügung.  Jetzt kann ich meinen Dreher besser erklären und er will sich vielleicht einfacher überreden  ;)  Die Vorgelegewelle samt Zahnräder zum abmessen sind schon vorhanden.

Herzlichen Dank!
Magne   
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.05.2012, 22:02:14
Hallo zusammen,

der "Frühjahrsputz" dauerd dieses jahr etwas länger bei mir, so komme ich nur selten dazu am MAN zu arbeiten. Letzte Woche ergab sich kurzfristig die Möglichkeit in die Hauptstadt zu einem grossen Werkzeughändler zu fahren, bei solchen Geschäften habe ich schon den einen oder anderen Lohn gelassen.  ::)

Auf jeden Fall hatte er die noch benötigten Hackenschlüssel, welche ich auch gleich ausprobieren wollte. Die Nutmutter auf der Zapfwelle bot sich gerade so an.
Das funktionierte ziemlich gut, die Muttern lassen sich so ohne Beschädigung demontieren.

Den WDR der Zapfwelle muss ich auch tauschen da er schon weit weg von "dicht" ist, ich war der Ansicht das Antriebskegelrad würde sich nach entfernen der Nutmutter jetzt einfach runterziehen lassen, aber es sitzt wirklich sehr fest.

Hinter dem Kegelrad befindet sich der Seegerring der das Lager in der Gussplatte hält, muss also wirklich das Kegelrad runter oder könnte man auch versuchen die Welle von der Aussenseite her nach innen durchzudrücken ?   

Hier traue ich mich nicht wirklich weiter, laut der Zeichnung in der Ersatzteilliste hat die Zapfwelle eine art Bund oder Ring der scheinbar verhindern soll das sie sich nach innen verschieben lässt, oder sehe ich das jetzt falsch ?

Wenn das Kugellager bei einer falschen Vorgehensweise den Seegerring aus dem Gussteil bricht dann hab ich es "geschafft"...   

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 20.05.2012, 22:31:14
Hallo Manni,
ich stand auch vor der Frage, ob ich den Simmerring der Zapfwelle auswechsel.
Ich hatte mir das schön einfach vorgestellt, ist es aber nicht.
Das Tellerrad muß tatsächlich runter.
Als mir erzählt wurde, daß dort z. T. 20to-Pressen benötigt werden, habe ich mich entschlossen
den Simmerring nicht zu wechseln. Der ist auch jetzt noch dicht.

Hier gibt es Leute, die können das genauer beschreiben.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 20.05.2012, 23:02:32
Hallo Manni,

wie Jörg schon geschrieben hat; das Antriebskegelrad muss unbedingt runter! - Deine Einschätzungen sind ganz reell ...  Das Kegelrad sitzt immer "bombenfest", so eine hydraulische Presse ist das einzige vernünftige Werkzeug.  Das Problem ist dass der Spalt zwischen Kegelrad und Gussplatte so klein ist; bei dieser Stelle, als Gegenhalt, verwende ich selber ein paar abgebrochene Federblätter - natürlich aus einem MAN Traktor  ;)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 21.05.2012, 14:18:29
Hallo Manni,

mir kraust es heute noch, wenn ich an diese Arbeit denke.
Ich hatte es erst mit einem Abzieher probiert und festgestellt das sich dabei nichts tut, ich hatte nicht lange überlegt und ging damit auf die Presse um den Deckel auszudrücken.
Wir hatten 5 T. Druck drauf gehabt und es ging nichts, obwohl wir die Welle mit Eisspray gekühlt hatten  und den Deckel warm gemacht hatten.
Wir erhöhten den Druck auf 10 T. und immer noch nichts trotz warm und kalt,ich sagte dem Werkstattmeister er solle aufhören bevor mir der Deckel bricht.
Wir hatten alles noch mal schön warm gemacht und die Welle gut gekühlt, aber es tat sich nichts. Folge dessen erhöhte er den Druck auf 14 T. wo ich schon gebrüllt hatte der geht kaputt.
Er lies in so stehen und sagte ich gehe eine Rauchen wenn ich zurück komme und es hat sich nicht getan werden wir aufhören.
Er tat einen Schritt von der Presse und es gab einen Schlag und ich dachte, dass war es jetzt ist der Deckel kaputt,aber dem war nicht so das ganze viel auseinander ohne Zerstörung. Gott sei dank dachte ich.
Solche Momente vergisst man nicht mehr in seinem Leben. Der Werkstattmeister lachte nur und sagte nur nicht so ängstlich sein,aber der hat gut reden.

PS
Habe leider keine Bilder von diesem Horrorszenarium.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.05.2012, 17:34:24
Hallo Manni ...

Ich möchte hier gar keine irreführen, so ich habe gerade drei Fotos vom Zerlegen gemacht.  Erstens, man soll durchaus nicht auf dem Lagerdeckel pressen, sonst presst man nur die Welle durch den Bund des Lagerdeckels (wo der Simmerring anliegt) und man hat es, wie Du schrieb, ordentlich "geschafft"  :o  Meiner Arbeitsvorgang ist wie folgt:  Die Blattfederstücke (aus einem Eckhauber mit IIer Achse) werden wie auf dem ersten Bild angebracht.  Weiter wird die Welle unter Druck gesetzt, so viel ich nur wage, die Blattfedern biegen sich dann schön (2. Bild).  Mit dem Schweissbrenner erhitze ich mit Vorsicht die Nabe des Antriebskegelrades und das Kegelrad springt normal schnell ab.  Die Blattfederstücke finden auch seine Krümmung zurück und sind schon bereit für den nächsten WeDi-Wechsel.  Mit Zusatzwärme läuft die Nabe des Kegelrades leicht blau an, finde es aber an dieser Stelle nicht so tragisch (wie z.B. im Schaltgetriebe), - eine Flachriemenscheibe wird wohl heute kaum verwendet ...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 21.05.2012, 17:43:53
Magne,wir haben es auch nicht anders gemacht wie du,bloß schrieb ich Deckel anstatt Zahnrad der Deckel kommt nachher leichter.
Wir mussten erst was suchen um zwischen hinein zu legen wo auch stand hält,da nicht jeder eine kaputte Blattfeder zur Verfügung hat.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.05.2012, 19:05:45
Sorry Leo, ich war gerade am Essen, sonst hätte ich Dir schneller beantworten können  ;)  Also Deine Antwort machte mich echt stützig, aber wie Ausländer ist es so leicht etwas zu missverstehen so ich dachte:  Statt dumme Fragen zu stellen mache ich lieber von meinem Arbeitsvorgang einige informative Bilder, sie können sicher nicht die Sache schaden.  Dann sind wir schon einig, denn bei dieser Baustelle gibt es kaum Alternativen.  Vielleicht haben auch andere was dazu gelernt, das würde mir freuen, Bilder sagen ja mehr als 1000 unbeholfene Worte  :-[

Gruss Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 21.05.2012, 19:21:05
abend , es gibt jedoch ein alternative :ich habe es von ein kollegen  mit ein grosse industrielle Abzieher  abbekommen,er arbeitete bei ein grosse strassenbau firma  ,  solche Geräte sind ja nicht üblich in unsere Werkstatte wo ein alte traktor instandgesetzt wird.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.05.2012, 20:30:34
Nichts für ungut Leo, aber wenn ich Dein Bild "Achs-Trichter 011" genauer studiere, hat ja der Werksmeister Deiner Lagerdeckel tatsächlich zerstört - also der Sitz/Bund für den Simmerring ist weg ...  Das braucht nicht tragisch sein, der Simmerring dichtet sicher ab - aber er ist nun mehr ausgesetzt, besonders beim Gras-/Heuaufwickeln.  Zum Vergleich habe ich mir erlaubt Dein Bild zu nutzen.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 21.05.2012, 21:00:59
Magne, der Sitz hatte schon von Anfang an gefehlt, dies war auch mein bedenken ob er nachher dicht ist.
Aber er ist dicht und arbeiten tut er bei mir nicht mehr. Hätte ich ihn nicht dicht bekommen, hätte ich den Z. Schutz eingeklebt,
und mit Öl volllaufen lassen da ich diese nicht brauche.
Aber so ist es mir auch lieber das sie noch verwendbar ist.

Auf dem Bild kann man es sehen, es ist nicht gerade das beste habe noch eins wo man es besser sieht, aber da sind mehrere Personen drauf und dies möchte ich hier nicht einsetzten.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.05.2012, 12:51:49
Hallo,

gestern wars soweit, mit so einer ausführlichen Beschreibung kann ja fast nichts mehr schief gehen..  8)

Ich darf die Presse in der Arbeit meines Vaters benutzen.

Aus dem Schrott werden zwei 10mm Tafelreste zum unterlegen gezogen, dann wird der Schlitten auf die unterste Stellung gebracht. (viel Luft bleibt nicht aber es reicht aus)

[attach=1]

Um die Buchse zu schonen wird noch ein dickes Stück Alu eingelegt, dann gehts los.

Bei 5t biegen sich die Tafeln schon durch und das Holz knarzt, bei 9t gibt es einen Knall und das Losbrechmoment ist überwunden.
Beim restlichen Abdrückvorgang bewegt sich der Druck zwischen 1-3t, recht wenig würde ich meinen.

[attach=2]

Nun lässt sich das Lager entsichern und der Gussteller runterziehen, das Lager stellt sich nach dem Waschen noch als brauchbar heraus, der Dichtring ist wie erwartet stark rissig.

[attach=3]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 26.05.2012, 13:31:31
Hallo Manni,
super, du bist schon wieder einen kleinen aber entscheidenden Schritt weiter gekommen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.07.2012, 21:28:48
Hallo zusammen

nach längerer Zeit mal wieder was neues von mir.

Bei einer Aufräumaktion wurde die linke Radnabe "wiederentdeckt", damit sie nicht nochmal in der Versenkung verschwindet arbeite ich sie auf.

[attach=1]

Das zerlegen der Nabe ist gleich wie beim letzten mal, da hat das auch recht gut funktioniert.

Beim Rollendoppelgelenk angekommen habe ich mir allerdings was anderes überlegt.
M20 Federringe aufgeschnitten passen genau auf die Welle und drücken die Buchse heraus.

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[attach=3]

Die Nadeln lassen sich gut mit einem Magneten herausziehen.

[attach=4]

Eigentlich hatte ich schon gedacht das ich hier gut davonkomme allerdings hat einer der 4 Zapfen bei genaueren Hinsehen Druckstellen und kleine Rostkrater.

[attach=5]

Weil ich grade so gut in fahrt bin wird auch gleich entlackt und nach einem Waschgang sieht das ganze recht gut aus.

[attach=6]


Die Teile liegen sicher noch eine weile deswegen hab ich mir eine Ecke mit Regal eingerichtet.

[attach=7]


Die ramponierten Teile der Handbremse habe ich zum aufarbeiten weitergegeben >> das ist mittlerweile 2 Monate her, so wies aussieht erlebe ich hier nichts mehr.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 14.07.2012, 21:58:03
Hallo Manni,

ich habe es mit ebenen Scheiben versucht, um die Dichtringe zu retten.

[attach=1]

[attach=2]

Leider habe ich sie nicht heil raus bekommen.
Haben deine überlebt?

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.07.2012, 12:07:38
Hallo Jörg,

beim rechten Gelenk habe ich versucht die Ringe zu retten aber es hat nicht wirklich funktioniert ( Antwort #113). Die Metallkappe hat es zwar überlebt aber der Gummi war schon brösel.
Ob es überhaupt eine einfache Möglichkeit gibt die Büchsen zu demontieren ohne das etwas zerstört wird ??
Die halsbrecherische Methode (Bolzen auf die Büchsen schweissen) vom letzten mal war sicher nicht gerade schonend...  :-\
 
Habe in einem anderen Beitrag gelesen das man kleine Wellendichtringe als Ersatz verwenden kann. (hoffentlich habe ich das richtig verstanden)
Deswegen wurden hier beim linken keine Bemühungen mehr unternommen die Dichtung zu retten. So waren in ca. 20min alle 4 Büchsen raus.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 15.07.2012, 18:25:12
Hallo Manni,
ich habe Simmerringe eingesetzt.
Ich müßte nachsehen, wie der Innendurchmesser ist.
Messe mal den Bolzen nach, ich denke, e waren 25mm.
Der Aussendurchmesser entspricht dem der Buchse, und der Ring ist 5mm dick.
Die Feder habe ich entfernt, damit ich wenn´s blöd läuft kein Metall im Lager habe.
Ich habe die Buchsen am Rand abdrehen lassen, so daß der Simmerring bündig auf der Buchse
sitzt, und somit zentriert wird.

[attach=1]

[attach=2]

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.08.2012, 21:16:29
Hallo Jörg

Der Bolzen hat nur 20mm, die Wulst hinten aber 25mm. Ich habe mir 25 x 35 x 5 Ringe geholt die passen gut und sind eine günstige Lösung.

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Lange habe ich überlegt wie ich das Schaltgetriebe angehe, nun habe ich eine Taktik und ein paar Tage frei.

Beim einzelnen Rad der Kriechganges gehts los.

[attach=2]

Der Schraubenzieher ist gerade noch lang genug um die Madenschraube zu fassen.

Die Welle einfach auszutreiben habe ich nicht gewagt da die "Gussaugen" recht schmal sind.
Ich zerlege den Abzieher und schraube die Druckspindel verkehrt wieder ein, sodass er sich mit Holzblöcken an der Gehäuserückwand abstützen kann.

[attach=3]

Die Welle wird langsam unter Druck gesetzt, zusätzlich wird vorn reichlich WD-40 eingesprüht, durch das Loch der Zapfwelle kommt man mit 2 Verlängerungen recht gut zu fahren.
Als der Druck schon recht gross ist beginnt sich die Welle zu bewegen.

[attach=4]

Wie die Welle dann durch die Zwischenwand ist, geht es plötzlich leicht und es ist ein metallisches Klingeln zu hören, ich habe eine böse Vorahnung und halte sicherheitshalber das Zahnrad fest bis die Welle durch ist.

Nach oben raus und sofort die Seiten zuhalten, auf der Werkbank sehe ich mir an was Sache ist.

[attach=5]

Die Nadeln haben die Stege des Käfigs durchgeschliffen, nach einer Zählung lies sich aber feststellen das alle 60 Nadeln noch da sind.
Die Ersatzteilliste habe ich zwar vorher studiert aber dieses "Detail" war mir nicht aufgefallen...

Die Rücklaufwelle ist mein nächstes Ziel.

[attach=6]

Hier ist es nicht mehr so einfach, die Welle sitzt sehr fest, die Holzklötz beginnen bereits zu knacken. Es wird ein Kunstoffhammer zur Verstärkung geholt. 2-3 Schläge auf die Verlängerung dann wieder nachspannen, so arbeite ich mich langsam vor.

[attach=7]

Wie die Welle so ein Drittel draussen ist beginnt der Widerstand zu schwinden, der Rest geht recht einfach.

Genug der Nervenaufreibenden Arbeiten fuer heute, ich reinige noch grob das Hinterradgetriebe.
Beim durchwühlen des am Boden abgesetzten Schlammes fällt ein Metallstück auf.

[attach=8]

Nach einer kurzen Reinigung glaube ich das Ding zu kennen, es sieht aus wie eine Passfeder von der Ritzelwelle.
Schnell den Beutel mit den Teilen zum vergleich geholt >>> Bingo.
Das Beste ist aber, ich habe schon 2 davon, die Feder muss also von einer Reparatur oder so stammen ???
Wenn dem so ist war es grosses Glück das, das Stirnrad die Feder nicht "zwischen die Zähne" bekommen hat.


Fuer die vorhandenen Bohrungen habe ich mir Ringschrauben geholt, so kann der Kran das Gehäuse sicher heben.

[attach=9]

[attach=10]

weiter gehts wenn ich die Fotos sortiert habe  ::)

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 13.08.2012, 23:33:12
Hallo Manni,

Dein Ideenreichtum und immer durchgedachte Lösungen beim Zerlegen Deines MAN, beeindruckt mir andauernd  ;) - hier kann kaum einiges schief gehen...  Vielleicht tauschen Deine Bilder oder der Text, aber konntest Du in der Tat den Rücklaufbolzen in der Bohrung im Stirnwand durchschieben ohne die zwei Kugellager der Vorgelegewelle erst zu entfernen?  Der Rücklaufbolzen stosst, meiner Erfahrung nach, dann immer dem Stirnrad konst. an und man kann das Doppelrücklaufrad nicht frei bekommen.  Also, ohne verbaute Lager an der Welle, wird es sofort möglich den Bolzen durchzuschieben...

Ich freue mich auf zu erfahren, wie Du die Herausforderungen bei der Vorgelegewelle löst, - das ist für mich immer wie eine "halsbrecherische" Aktion gewesen  :o

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 14.08.2012, 00:13:25
ich sehe dass die weisse Lack ins Getriebe überall abgeblättert ist , welche LAck hat ZF damals bebraucht? , wird das getriebegehäuse von euch wieder neu lackiert ?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.08.2012, 06:41:35
Hallo Magne,

einem alten Fuchs wie dir entgeht nicht das kleinste Detail  ;)

Der Text ist leider nicht ganz eindeutig und das Foto von der Reinigung ist erst ein paar Tage danach entstanden.

Du hast recht, der Rücklaufbolzen kommt nicht am am Stirnrad vorbei, ich musste zu erst das vordere Lager herausziehen, dann hat die Welle so stark gewackelt das er daran vorbei ging.

Um das vordere Lager zu entfernen gäbe es Spezialwerkzeug, ein neues Lager is aber wesentlich billiger deswegen werden Bolzen aufgeschweisst.

[attach=1]

Die 17er Stecknuss mit 2 10er Muttern drinnen hält den Abstand, die grossen Schraubenzieher verhindern das sich die Bolzen verbiegen.

Das hintere Lager ist so stark ausgeschlagen das die Welle nun weit genug weg bewegt werden kann und der Rücklaufbolzen geht daran vorbei.

[attach=2]

[attach=3]



Bastian ich hätte vor das Gehäuse innen auch neu zu lackieren, es wird eine Menge arbeit das ganze sauber genug und vor allem fettfrei zu bekommen.
Ich vermute das der Schaden am Lack durch die Wasser einlagerung und überaltetes Öl entstanden ist.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 14.08.2012, 09:39:22
Soweit mir bekannt ist, geht man heute davon ab Getriebe und Öltanks von innen zu lackieren, da die eventuell abblätternde Lackschicht mehr Probleme bereiten kann wie sie nutzt.
So hatte mir das ein Bekannter der im Maschinenbau arbeitet erklärt, sie bauen immer wieder mal Hydraulische Pressen für das Airbuswerk in Norddeutschland.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.08.2012, 22:13:51
Hallo zusammen,

ich mache "laut Anleitung" (Antwort #144) weiter das sollte fuer mich als Laien am einfachsten sein.

Am Plan steht das hintere Lager der Vorgelegewelle mitsamt des Dichtrings auszutreiben.
Das Spezialwerkzeug dazu wäre ein halbrund förmiger Meissel der gegen den Innenring des Lagers gesetzt wird, das Teil ist recht klein man muss also im Gehäuse mit einem schweren Hammer zu Werke gehen. Gefällt mir überhaupt nicht, wenn ich abrutsche sind die Stirnräder bzw. Gussteile schnell getroffen, mein Ansatz ist die Stange so zu verlängern das von ausserhalb gearbeitet werden kann.

[attach=1]

Aus einem 20er Rundstab und dem Stück 2" Wasserleitung wurde der "Schaber" geschweisst, durch die länge von 60cm kann problemlos durch das Loch der Hauptwelle gearbeitet werden.

Im Hinterachsgetriebe wird mit Kanthölzern abgespreizt.

[attach=2]

Das rausklopfen selber ist recht schnell erledigt, beim sortieren der Teile ergibt sich folgendes Bild.

[attach=3]

In der Ersatzteilliste ist nur ein Zwischenring beschrieben, hier sind zusätzlich 2 "Beilagscheiben" eingelegt.
Die 3 Ringe sind in sehr schlechten Zustand, besonders der grosse links hat tiefe Schrammen.

Die Vorgelegewelle wurde von einem der Vorbesitzer bereits einmal ausgebaut, dabei muss ziemlich rücksichtslos vorgegangen worden sein.



Es ist soweit: die Vorgelegewelle wird zerlegt, vor dieser Arbeit habe ich mich lange gedrückt, nach einigen Tagen intensiver recherche glaube ich nun einen Weg gefunden zu haben.

Die Vorderseite wird gereinigt und vermessen.

[attach=4]

Eine 12mm Druckplatte wird gebohrt und eine M20x1,5 Mutter wird aufgeschweisst.

[attach=5]

Ich habe mich fuer eine Gewindestange mit Feingewinde entschieden um den Widerstand beim drehen zu minimieren. Die Stange wurde zusätzlich angespitzt, die 2 Ringe (innen übermass aussen untermass) sollen die Welle ruhighalten.

[attach=6]

Fuer die Abstützhaube hab ich ein Stück 4" Feuerlöschleitung zerschnitten, und vorne Finger ausgeformt die in die sich in der Vertiefung des Stirnrades abstützen

[attach=7]

Auf die Gewindestange werden 2 Muttern aufgekontert, zusätzlich wird Fett aufgetragen. Die Druckplatte ist mit Abstand montiert so bekomme ich noch 2-3 Millimeter die benötigt werden um die Haube einzufädeln

[attach=8]

Tja, es kommt wie es kommen muss, das Blech wird wie Pappe zusammengefaltet und bevor das Stirnrad den Gussbogen berührt ist erst mal Endstation.
Genug fuer heute weiter gehts im nächsten Beitrag.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.08.2012, 23:41:36
Neuer Tag neues Glück - so hoffe ich zumindest.

Die verbogene Abstützhaube wird zurückgebogen und durch aufschweissen mit 5mm Flacheisen verstärkt.
Es gab noch 3 weitere Versuche die Haube zu verstärken, alle endeten das entweder die Finger eingedrückt oder die Seiten auseindergebogen wurden.

Ich muss meine Konstruktion von Grund auf überdenken, der Bereich mit den abgewinkelten Fingern ist viel zu schwach.
Ein 5er flacheisen wird zu einem Halbkreis gebogen welcher genau in die Vertiefung des Stirnrades passt, das ist mein Ausgangspunkt.
Aus dem Schrott wird ein langer 18er Bolzen gezogen und in kurze Stücke zersägt. Das ganze wird halbkreisförmig auf die Haube geheftet.
Nachdem die Masse kontrolliert sind, werden mit dem grossen Elektroschweisser alle Zwischenräume aufgefüllt. (mit meinem 0,8er Schutzgas komme ich nicht weiter) Die Unterseite wird mit einer Schruppscheibe geglättet bis das Stirnrad wieder Platz findet.

[attach=1]

Jetzt komme ich erstmals richtig auf Druck, aber es rührt sich nichts. Ich säge die Gewindestange kurz vor den Kontermuttern ab und ein schwerer Fäustel wird zum Einsatz gebracht. Wie bereits bei den kleinen Wellen hantle ich mich mit kleinen Schritten vor, 2-3 klopfen, nachspannen,...
Auf einmal scheint der Widerstand nachzulassen, nach einem kurzen Blick auf die Welle wird klar das hier etwas anders nachgegeben hat.

[attach=2]

Das Gewinde der aufgeschweissten Mutter wurde herausgezogen (an der Mutter oben steht ein Stück davon heraus). Ausserdem habe ich die Stange vor den Kontermutten plattgeschlagen, egal die Mutter wird heruntergschnitten und dieses mal werden 2 Stück aufeinander angeschweisst. Das Ergebnis ist abermals das selbe, diesesmal versagt eine kontermutter und die Welle rührt sich keinen Millimeter.

Hmm, die Feingewindestange wird es nicht schaffen...,  :-\ ich habe vorsorglich noch eine M20 mit Regelgewinde besorgt, das rechnet sich jetzt.

[attach=3]

Dieses mal habe ich eine Gewindemuffe im Einsatz, zusätzlich gibt es jetzt noch einen tiefgekröpften 30er so kann man auch zu zweit drehen.
(Der Rest des letzten Versuches liegt rechts unter der Feile)

Wie erwartet ist der Kraftaufwand durch das steilere Gewinde höher aber mein Kollege kann den Ausgleich schaffen.
Nach einigen Runden wird kurz pausiert und auf ein gutes Ergebnis gehofft.

[attach=4]

Dem ist leider nicht so, die Stange und die Haube scheinen zwar zu halten, nun gibt aber die Platte nach. In einer Anfall von Ratlosigkeit wird ein paar mal ordentlich auf die Kontermuttern geschlagen, >>> das sollte sich gleich als grober Fehler heraustellen, das Gewinde wurde gestaucht es geht nun weder vor noch zurück.

Nachdem die Reste aus der Gewindemuffe rausgefummelt sind, gibt es erst mal eine Verschnaufpause.


Was ich auf diesem Foto erst zu Hause erkannt habe, es hat sich etwas gerührt

[attach=5]

Die Platte wird mit einem Vorschlaghammer geradegerichtet, die Streifen vom Zuschnitt werden aus der Mülltonne gehohlt und oben angepunktet.
Ich habe noch alte dickumhüllte 4er Elektroden, bei 200A (stand auf der Packung) frisst sich der Lichtbogen wie durch Butter.

[attach=6]

Nach dem Abkühlen bin ich bereit fuer einen neues Versuch. Dieses mal scheint es zu gelingen, mit reichlich Fett bahnt sich die Stange ihren Weg.
Das alte Prozedere, 2-3 Schläge (dieses mal vorsichtiger) und wieder nachspannen, wirkt

Eine halbe Ewigkeit später ist ein erster Erfolg zu sehen, ein weiteres Problem taucht auf, der Führungsring ist zu schmal, er kann die Welle nicht mehr greifen.
Dem begegne ich mit 2 Holzklötzen.

[attach=7]

Jetzt ist es nur mehr "Formsache", der Kraftaufwand ist zwar noch gross aber es geht nun ohne zu klopfen schnell voran.

[attach=8]

Es ist getan, das erste Rad fällt von der Welle, genau so wie in der Anleitung beschrieben lässt sich jetzt, (nach Abbau meiner Konstruktion) das Stirnrad anheben und die Welle herauskippen.

[attach=9]

Das entfernen der beiden anderen Räder ist ein reines Kinderspiel, der Abzieher ist zu Sicherheit fest eingespannt, so kann der Kollege sich aufs drehen und ich mich auf die Welle konzentrieren.

[attach=10]

Das war bis jetzt mein mit Abstand härtester Einsatz, ich habe das Gefühl ich werde einen Urlaub vom Urlaub brauchen.  ::)

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 17.08.2012, 00:24:58
Hallo Manni..

Gratuliere zum erfolgreichen Ergebnis!!  Mit Geduld wird immer das Ziel erreicht  ;)  Was meinst Du, waren meine "Schreck Scenarien" völlig übertrieben?  8)

Gruss begeisterter Zuschauer
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.08.2012, 10:59:59
Hallo Magne,

deine Einschätzungen waren sicher nicht übertrieben, mit der Blechhaube am Anfang war ich ziemlich naiv.
Ich hätte nicht gedacht das die Teile so extrem fest sitzen, zwischenzeitlich als nur noch mit dem Hammer gedroschen wurde habe ich mir gedacht: jetzt fliegt mir gleich alles um die Ohren.
Das der Gusseisen den enormen Druck standgehalten hat ist beindruckend, unterstreicht aber gleichzeitig die hohe Qualität des Getriebes, welche man heute oft vergeblich sucht...

Ich möchte mal sehen, wenn bei einem heutigen Getriebe ein Laie wie ich mit der "Holzhammermethode" kommt, was da übrig bleibt...


Ein paar Fotos habe ich noch, die gibt es jetzt.

[attach=1]

Der Schaden ist gut erkennbar, auch das die Welle einen blauen Fleck hat.

Jetzt wird mir klar was ich zu besorgen vergessen habe: die 90° Sicherungsringzange, nach etwas rummfummeln gehts auch mit der geraden.

[attach=2]

Im Hinterachsgetriebe wird der Seegerring entfernt und der Abdichtungsdeckel mit der Welle rausgedrückt, das vordere Lager ist nun frei und wird heruntergehebelt. Ich klopfe wie Welle wieder nach vorne, jetzt ist nur mehr der Sicherungsring in der Mitte der Welle das Hinderniss.
Mit etwas Geschick gelingt es den Ring zu verschieben und wie Welle wird weitergeklopft bis alles vorne reinfällt, die Welle lässt sich nach einigen Versuchen aus dem Gussauge entfernen.

Das vordere Lager ist durch die Anschweissaktion des Gussbogens stark Wärmegeschädigt.

[attach=3]

Auch am grossen Stirnrad sind Überhitzungsspuren erkennbar.

[attach=4]

Hier noch mal alle Teile nach dem Waschgang.

[attach=5]

Ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Kollegen hätte ich es nicht geschafft, jetzt kann ich endlich das Gehäuse reinigen.

Zum Schluss noch die "Schadensbilanz" an den Geräten  :D

[attach=6]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 17.08.2012, 18:57:30
Hallo Manni..

Sei nicht so bescheiden! - ein Laie, denke ich, hätte nie mit Deinen Ideen und Lösungen auftischen können  ;)

Selber verwende ich eine kleine (20 Tonnen) hydraulische Presse für diese Arbeit, das finde ich einfacher.  Das Getriebegehäuse kann ich gerade noch in der Presse senkrecht stellen; auf diese Weise braucht man die Platte (V2), die Gewindbüchse (V3) und der Gewindespindel (V6) nicht.  Hätte ich besser Deutsch schreiben können, sollte ich hier meine alternative Vorgehensweise gezeigt...  :-[

Betreff die Beilagscheiben an der Vorgelegewelle; sie sind ja nicht in der ET-Liste beschrieben, sind aber fast an jeden Getriebe eingelegt.  Sie sind benötigt um das richtige Längsspiel zu sichern, das weder grösser noch kleiner als 0,2-0,3 mm bei angebautem Kupplungsgehäuse sein darf.  Hat man zu grosses Spiel, kann die Vorgelegewelle samt die Lager eine "Längswanderung" beginnen, mit ausgeleierten Lagerbohrungen als Endergebnis...

Dein Getriebe ist wahrscheinlich Ausf. II, die Vorgelegewelle hat dann ZF-Nr. 4.100.0 eingeschlagen - stimmt das oder ist das Schaltgetriebe mal umgebaut worden?

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.08.2012, 21:03:45
Hallo Magne,

ich würde sagen das es sich noch um das Originalteil handelt.

[attach=1]

Mit der Presse wäre es sicher schonender gewesen, aber egal jetzt ist es auseinander und ich kann mich der Reingung widmen.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.09.2012, 22:40:08
Hallo zusammen,

Derzeit versuche ich über die SKF-Vertretung die Lager & Dichtringe fuer das Triebwerk zu bekommen, es geht leider nur schleppend voran da die meisten Teile leider nicht auf Lager sind.
Dichtringe habe ich schon einen Schwung bekommen, Preise waren ok. Bei den Schrägringlagern schaut es nicht so gut aus die sind wirklich exorbitant teuer und ich brauche leider 2 davon.

Vom 6309 NR konnte ich mir auch ein Bild machen.

[attach=1]

Zum Vergleich liegt das Originalteil rechts, es ist leicht zu erkennen das der Ring um eine ganze Breite weiter aussen ist .
Ich nehme ein Standart 6309 und der Kollege darf sich mit Einschleifen versuchen.


Mein Vater hat sich einen Motorkarren angelacht,

"guter Zustand, sofort fahrbereit etwas Lack könnte er vertagen" hieß es beim Verkauf.

[attach=2]


Eigentlich wollten wir ja noch im Herbst damit Holz vom Berg runterfahren, also noch schnell alle Öle wechseln und abschmieren.
Beim einfüllen des Altöls in einen Kanister bleiben Metallteile in der Auffangschale zurück, nach abnahme des Getriebdeckels ist schnell klar was hier los ist.

Falsches Öl + Wasser im Getriebe =   

[attach=3]

Mittlerweile ist aus der "Wochenendschraubaktion" eine totale Baustelle geworden  >:(
Um das löchrige Spiralkegelrad auszubauen muss die Maschine komplett zerlegt werden ...

Noch nicht genug das die Werkstatt mit dieser "Krücke" blockiert ist, habe ich von meiner Firma die Nachricht bekommen das unsere schöne Langzeitbaustelle in Kufstein nun eingestellt wird. Die neue Baustelle ist in Osttirol, das ist 160km von mir weck, ich  komme also nur am Sonntag nach Hause.

Tja, damit ist der Plan im Herbst am Triebwerk weiterzumachen gestorben, aber ich hoffe auf einen ruhigen Jänner  :D

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: BELA G. am 23.09.2012, 22:56:05
Ich habe auc hschon Probleme gehabt bei simmeringe kaufen und so zum Glück habe im im nachbar Dorf einen Laden der fast alles bestelle nan Kugellagern und so :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.09.2012, 08:33:22
Hallo Manni..

Hatte nach der früheren 6309-Lager Diskussion doch gehofft, dass ich mich geirrt hatte oder mindestens nicht die mögliche Lieferanten kannte.  Leider haben wir in dieser Sache die gleiche Erfahrung gemacht und die Bemerkungen in den ET-Listen von MAN und ZF stimmen.  Erstaunlicher war es doch, dass niemand hier im Forum nichts bekräftigend dazu sagen konnte (oder wollte?), - die ZF A-15(V) sind doch ganz verbreitet...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 28.09.2012, 10:41:42

                     Moin
   Habt ihr es bei ZF mahl probiert ? Dänke aber die Chonche ist gering.
            Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 28.09.2012, 21:28:50
Hallo Jens,

das musste ich leider aufgeben, der Chef bei ZF Norwegen war beim aktuellen Zeitpunkt nicht besonders hilfsbereit; die alte ZF-Nummer 45.40.0 musste gegebenenfalls umgeschlüsselt werden und das war damals online noch nicht möglich, - eine Anfrage musste per Fax geschickt werden und das war ihm zu mühsam, ich musste einfach kapitulieren  >:(

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: BELA G. am 29.09.2012, 09:39:17
Ich könnte sonst mal versuchen so ein LAger im NAchbardorf beim Händler zu bekommen.
Wenn du das willst.

Gruß Béla
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 29.09.2012, 10:37:09
Hallo Manni,

welche Bezeichnung hat das Lager welches du suchst?

Das 6309-NR gibt es bei Agrolager

http://www.agrolager.de/product_info.php?manufacturers_id=22&products_id=13502670 (http://www.agrolager.de/product_info.php?manufacturers_id=22&products_id=13502670)

Ebenso das 6309 von 2 Herstellern

http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=12060388 (http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=12060388)

http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=10061027 (http://www.agrolager.de/product_info.php?products_id=10061027)

Die haben eine ganze Reihe von 6309 Lagern, vielleicht ist die richtige
Ausführung dabei.

http://www.agrolager.de/advanced_search_result.php?osCsid=6604a3e156910a897a5077f83c5de617&keywords=6309&mass1=&mass2=&mass3=&categories_id=&inc_subcat=1&x=50&y=10 (http://www.agrolager.de/advanced_search_result.php?osCsid=6604a3e156910a897a5077f83c5de617&keywords=6309&mass1=&mass2=&mass3=&categories_id=&inc_subcat=1&x=50&y=10)

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 29.09.2012, 11:05:03
Hallo Jörg,

entschuldige, die Frage war nicht an mir gerichtet, aber ab Mannis Antwort 131 findest du alle Auskünfte und Fotos darüber.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 29.09.2012, 11:52:21
Magne,
dann müßte doch das Lager vom ersten Link das richtige sein.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 29.09.2012, 12:55:16
Jörg, das Lager vom ersten Link ist ein standard 6309 NR wie am Bild in Mannis Antwort 180 gezeigt.  Beim sogenannten
NUPM 45 N Originallager rechts ist der Nutring um eine ganze Breite weiter nach innen versetzt, und so muss es sein um das Kupplungsgehäuse zentrieren und gleichzeitig tragen zu können.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 29.09.2012, 13:31:47
Magne,
danke für die Erklärung.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.10.2012, 06:39:46
Hallo zusammen

das, das 6309 Lager"Spezial" noch von ZF noch zu bekommen ist glaube ich eher nicht, aber der Kollege hat eh schon zugesagt es zu versuchen.

Ich habe dieses Jahr zwar nicht mehr damit gerechnet, aber meine zerstörten Handbremsteile sind fertig.

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Hätte nicht gedacht das man die kaputte Welle noch richten kann, es hat ja eine halbe Ewigkeit gedauert hat >>> aber besser spät als nie.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.02.2013, 12:06:39
Hallo,

nach langem mal wieder ein Bericht von mir, die "Entrostaktion innen" ist wesentlich aufweniger als ich mir vorgestellt hatte.

Wie angedacht geht es am Triebwerk weiter als ersten Schritt wird entfettet. Ich arbeite mich mit einem Pinsel und Lösungsmittel vor, dabei fällt die Farbe gleich mit ab. Hier fallen zwei M8 Schrauben auf die mit einem Blech gesichert sind, kann mir jemand sagen welchen Zweck das ganze hat ?

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Fuer die Entrostaktion habe ich mir verschiedene Bürsten besorgt um auch in die Ecken zu kommen, im Schaltgetriebe kommt eine Winkelbohrmschine zum Einsatz.
Beim rechten Achstrichter sind die oberen Befestigungsbohrungen durchgebrochen. (rot)

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Ich weiss das Guss schlecht zu schweissen ist, aber ich habe es trotzdem versucht und die Köpfe danach wieder abgerundet.

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Innen fertig, gehts aussen weiter, wobei das wirklich einfach ist da ich hier einen Winkelschleifer einsetzen kann.

[attach=4]

hinten sind massive Gussfehler, das "Loch" rechts habe ich zugschweisst den Rest lasse ich so wie es ist.

[attach=6]

Nun zu meinem alten Problem.

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Da nun alles leer ist werde ich versuchen den Riss unten zu flicken, hier muss ich mir allerdings noch Gusselektroden besorgen 


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 04.02.2013, 13:51:27
Hallo Manni,

die zwei gesicherten M8 Senkschrauben wurden zur Befestigung eines Ölfangbleches nur bei Ausführung I des A-15v Getriebes verwendet.  Die auch in der ET-Liste abgebildete Lösung wurde das A-15 Getriebe beerbt.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.02.2013, 23:51:45
Hallo Magne,

danke fuer die schnelle Antwort, gibt es eigentlich auch Teile die du nicht auf Lager hast ?   8)

Nachdem die Löcher keinen Zweck mehr haben werden ich sie zugemachen.

Die Gusselektroden sind auch da, also ran an das Problem.

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Beim ersten Versuch halten die Nerven nicht, ich verwackle die Naht und muss alles wieder runterschleifen, dann den Strom etwas runtergedreht und es läuft auch gleich besser mit der Konzentration.

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Der Riss wurde schön aufgefüllt, ich würde sagen allemal besser als vorher.
Das Lager werde ich mit Fügekleber festsetzen, die Lagersitze sind ja schon ausgeschlagen genug.


Die Ersatzteilbeschaffung ist ja seit Jahresende im vollen Gange.

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Allerdings war es nicht gerade einfach, der örtliche Lager Spezialist hat mich ordentlich hängen lassen.
Vom der SKF Vertretung habe ich mir mehr erwartet, die gebotene Leistung (Beratung) war einfach nur schwach und die Preise extrem überzogen.
Jörg, dein Tipp (Agrolager) war sehr gut, hier habe ich mir den Rest schicken lassen und es hat auch alles auf anhieb gepasst.

schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.02.2013, 21:31:22
Hallo,

kalt ist es in der Werkstatt, nachdem ich die letzten Tage einige Teile schon blank gemacht habe wird jetzt zuhause lackiert.

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Die Farbe trocknet schnell und haftet gut, aber lässt sich mit Pinsel & Roller nur bedingt verarbeiten.

Alle Teile sind 2 mal durch aber es sind Streifen drinnen die bis runter aus Metall gehen, ich werde also doch spritzen müssen.

Erstmal alles abkleben. (das wollte ich mir durch pinseln eigentlich ersparen)

[attach=2]


Mein Vater hat mir angeboten die Spritzkammer bei seiner Arbeit zu benützen, ich finde es ist recht gut gelungen. (Fotos gibts demnächst)
Besonders mit beheizter Halle macht die Arbeit schon mehr Laune

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 20.02.2013, 22:13:27
Hallo Forum..

Kennt jemand die Herkunft dieses Getriebedeckels?  Es wäre eine gute Alternative wenn man einen Kraftheber anbauen will (die vier vorderen, asymmetrisch angebrachten Gewindebohrungen könnten gut zu eventueller Befestigung einer Adapterplatte dienen ::)).  Auf jeden Fall kamen die Deckel bei MAN nicht original zum Einsatz.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.02.2013, 18:26:53
Hallo Magne,

habe heute in meinen Unterlagen nachgeforscht und folgendes entdeckt:


[attach=2]

es gibt scheinbar sieben verschiedene Ausführungen ?

am Deckel ist auf der Unterseite folgende Nummer zu sehen "180A2205"

[attach=1]

Jedoch stimmen die hinteren Zahlen nicht mit der Ersatzteiliste überein, vielleicht kann jemand noch etwas dazu sagen ?

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.02.2013, 19:19:28
Hallo..

Es ist vielleicht einfacher was dazu sagen wenn man der aktuelle Kraftheber sieht:
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 21.02.2013, 20:17:41
Hallo Manni,

Deine Auflistung kann man sogar erweitern, denn MAN hatte allein vier verschiedene Ausführungen für ZF A-15/A-15V:

- Gehäusedeckel ZF 2.16.0          für MANs ohne Kraftheber und nur eine breite Blattfeder für den Fahrersitz (A-15)
-            "             ZF 204 A 760   für Ate-Kraftheber, aber ohne Ölsumpf im Gehäusedeckel                             (A-15 und A-15V)
-            "             ZF 210 A 760                  "                       mit                         "                                                 (A-15V)
-            "             ZF 2.72.0         für Bosch-Kraftheber Typ BG 750 und BG 825                                                 (A-15V)

Die Gussnummer "180A2205" auf Deinem Deckel ist die komplette ZF-Nummer, hat (meine ich) nichts mit Bestell-Nr. = Bild-Nr. ("180a") in der ET-Liste zu tun.   

Gruss
Magne                             
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.03.2013, 17:30:52
Nachtrag Antwort #195 :

[attach=1]

[attach=2]

Die Teile sind wieder in der Werkstatt angekommen, lackiert hat mein Vater ich habe einfach keine ruhige Hand.


Magne,

ich habe mich mal umgesehn, am Kraftheber gibt es nur eine Nummer oben (100972)  sonst leider Fehlanzeige, der Originallack ist auch nicht mehr vorhanden. Es ist schwierig bis unmöglich den Hersteller zu identifizieren...

[attach=3]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 10.03.2013, 18:43:37
Hallo Manni,

ich meine es mittlerweile herausgefunden zu haben; also von welcher Traktormarke bzw. Modell die Teile geholt sind, - Hersteller der Hydraulikanlage ist noch eine offene Frage:  http://www.youtube.com/watch?v=-ysMHg7YSwA

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.04.2013, 21:27:07
Hallo Magne,

meine nachforschungen haben sich jetzt länger hingezogen aber dein Tip war goldrichtig, ich konnte den Nachdruck eines Reparaturhandbuches auftreiben.

[attach=1]

Hier sieht man auch deutlich wie es vom Werk vorgesehen war, es fehlen bei mir einige Teile aber das wird sich beschaffen oder nachbauen lassen

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Beim Thema Teile nachbauen / bearbeiten konnte ich nun endlich einen Durchbruch ereichen, ein Maschinen/Werkzeugbauer in der nächsten Stadt hat ein offenes Ohr fuer meine Projekte, so habe ich ihn gleich mit Arbeit "eingedeckt".

Die Handbremstrommel war ja durch die verstellte Rutschkupplung schwer beschädigt worden,  ich hatte zuerst an ein gebrauchtteil gedacht aber dann hätte ich wohl auch die Ritzelwelle neu benötigt da die Keilnuten an der Welle schon Spiel zur Trommel aufweisen. Mein Lösungsansatz war hier eine neue Trommel machen zu lassen mit minimal kleineren Keilnuten.

[attach=3]

Den Rest der "Luft" werde ich mit Fügekleber eleminieren.

Auch beim Thema "6309 mit Ring" konnte ich Ergebnisse erreichen, das Thema wurde ja schon ausreichend debattiert.

Der Werkmeister hatte, als ich ihm beide Lager unter die Nase hielt nur trocken gesagt : "Zwei Wendeplatten werden dabei draufgehen die musst du halt bezahlen"

Ergebnis:

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Die im Triebwerk verbauten Nutringe waren nicht mehr wirklich aufzutreiben, so bin ich froh einen Händler gefunden zu haben der ausserdem noch  Alu-Dichtringe und Federringe in Schwarz liefern konnte.

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Ich würde ja schon gerne am Triebwerksgehäuse weitermachen aber vor ca 3 Wochen gab es einen Streit mit den Hobby Autobastlern die im gleichen Gebäude untergebracht sind, seitdem ist der Strom abgestellt und ich kann nichts machen ausser mich derweilen auf Kleinteile zu beschränken die ich auch zu Hause machen kann.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.01.2014, 12:36:43
Hallo MAN Gemeinde,

wieder ist ein Jahr vorbei, fuer mich leider kein wirklich positives.
Die Lust am Schrauben ist mir nicht vergangen aber mein Mietvertrag der eigentlich bis 2016 verlängert worden ist wurde gekündigt. Es war vorhersehbar, die Zustände am Areal sind immer schlimmer geworden wodurch sich die Stadt gezwungen sah einzugreifen. 

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Ausgeräumt, und das Dach ist schon wieder undicht...

[attach=2]

Ich hatte von April bis knapp November einen Lukrativen Auftrag in Vorarlberg der in der Finalphase zu einem debakel wurde. Und so musste ich die nur begrenzt vorhandene Zeit fuer die Übersiedlung nutzen.

Die Teile sind auf dem Weg ins neue Lager.

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Hier, in einer ehemaligen Schlosserwerkstatt ist der Platz begrenzt, ich muss auf andere Rücksicht nehmen, so wird es vorerst nur sehr langsam weitergehn.
Der MAN D 1246 M mit Generator, welcher schon seit beginn in der alten Werkstatt war musste leider geopfert werden, es war einfach kein Platz mehr am neuen Standort.

Damals, in den ersten Tagen

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JW 15K und sein grosser Bruder JW 220KL sind bei einer Baufirma untergekommen.

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Während meiner Abwesenheit konnte ich die eine oder andere "Baustelle" an einen Kollegen abtreten, ich habe nun alle Fotos zusammen und werde dieser Tage auch davon berichten.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 12.01.2014, 09:59:28
Hallo Manni,

es ist toll das Du trotz allem an dem MAN weitermachst, der wird Dir nachher viel Freude bereiten.
Ich bin gespannt wie es weitergeht und wünsch Dir viel Erfolg.  :)

Gruß, Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.01.2014, 13:46:55
Hallo Jürgen,

es ist fuer mich eine schwierige Situation. Ich mache meinen Hauptberuflichen Job eigentlich recht gerne, ohne ihn wäre das "Projekt MAN" finanziell nicht machbar. (besonders die Nebenkosten wie Miete usw.) Nachteilig ist das es immer wieder zu Baustellen kommt die zwar fuer das Budget gut sind aber über Wochen hinweg meine komplette Freizeit in anspruch nehmen.

Nun zu den positiven Sachen  :D

Die aussenliegende Gelenkwelle des Allradantriebes war ja eine meiner ersten Baustellen. Das hintere Kreuzgelenk war ein Totalschaden und das vordere wies bereits ordentlich Spiel auf.  Nach und nach hat mich hier allerdings der Mut verlassen zumal das vordere Kreuzgelenk (Büchsenmaß 31,3)  praktisch nicht mehr zu beschaffen war. So wanderte das ganze in den Schrank und blieb erst einmal liegen. Letzten Sommer erfuhr ich von Kollegen das eine Hydraulik Werkstätte in Innsbruck sich auch auf die Reparatur von Gelenkwellen spezialisiert hätte.  Dort mit der Welle angekommen war schnell klar was los ist. "Das 82x30 habe ich da, kann ich dir sofort einpressen beim innengesicherten werden wir ein Problem haben"   Die Lösung war zum Glück schnell gefunden, der seltsame Gabelkopf wurde runtergschnitten und ein komplettes Neuteil wurde angeschweisst. (mit gleichen maß wie hinten)

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Beim Anlasser war wieder "Heimarbeit" angesagt. Hier gab es fuer mich nicht viel zu tun. (ausser reinigen)

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Am letzen Foto erkennt man auch wieso der Zustand noch recht gut ist: der komplette hintere Teil wurde schon einmal ausgetauscht (graue Farbe)
 
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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.01.2014, 21:19:38
Hallo zusammen,

die Lenkung ist die letzte noch ausständige Baustelle. Auch hier hat sich einiges getan, nach dem ersten öffnen vor mittlerweile 2 Jahren sah es so aus.
 
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Im unteren Bereich war nur noch Wasser, welches über den fehlenden Hupenknopf eingedrungen ist.
Nach einer aufwendigen Reinigung ergab sich folgendes Schadensbild: Der Lenkstock hat ein Axialspiel von über 2mm, die Kugeln sind weit entfernt von Rund und haben Rostansatz. (es sieht so aus also ob welche fehlen würden)

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Auf der Fingerhebelwelle sind starke Rostkrater zu sehen.

Ich weiss nicht wie er das geschafft hat aber der Lenkfinger mit seinen zwei Zylinderrollenlagern sieht wirklich gut aus und hat kein Spiel.

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Ich habe danach die Lenkung testhalber wieder zusammengesteckt und öl eingefüllt. >>> undicht beim Simmering ::)
(War aber vorhersehbar, selbst schuld wenn man den alten drinnen lässt)

Nach dem neuerlichen zerlegen mit Drahtigel entlackt.

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Nachdem der Lenkfinger in Ordnung ist werde ich versuchen die Fingerhebelwelle reparieren zu lassen, das Gewinde auf welchem die Kronenmutter sitzt ist fast von der Welle gezogen (siehe Antwort #107)

Schwieriger wird es beim Lenkstock, die Schnecke ist zwar noch recht passabel aber die Lagerung ist praktisch Schrott durch den Wassereintritt. Ich werde mit meinem Maschinenbauer sprechen ob hier eine Reparatur noch lohnt.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 19.01.2014, 21:33:58
Hallo Manni,
Deine Lenkung sieht ja noch wirklich gut aus. Meine war wesentlich mehr mitgenommen.
Ich gabe die Kugeln der Lager getauscht.

[attach=1]

Ich habe sie hier gekauft (den Durchmesser habe ich nicht mehr im Kopf)

http://www.kugel-winnie.de/epages/62136757.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62136757/Categories/Kugeln/%22Stahlkugeln%20geh%C3%A4rtet%22/%22Chromstahl%20/%20Material%201.3505%20%28ab%203%2C0%20bis%20kleiner%2010%2C0%20mm%29%22 (http://www.kugel-winnie.de/epages/62136757.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62136757/Categories/Kugeln/%22Stahlkugeln%20geh%C3%A4rtet%22/%22Chromstahl%20/%20Material%201.3505%20%28ab%203%2C0%20bis%20kleiner%2010%2C0%20mm%29%22)

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.04.2014, 12:17:51
Hallo zusammen,

das mich die Lenkung derart fordern würde hätte ich nicht gedacht. Der Maschinenbauer im Nachbardorf hat leider nicht angebissen, aber eine alternative war recht schnell gefunden .
Nach einem Gespräch und anschließender Nachdenkpause wurde folgender Plan gefasst:

- Die obere Lauffläche ist zu stark angefressen als dass man (unter vertretbaren Aufwand) hier noch etwas machen hätte können, Kugellager wird durch Kegelrollenlager ersetzt.
- Unten wird nachpoliert und die Kugeln werden wieder eingebaut.
- Das vernudelte Gewinde wird nach geschnitten und eine grössere Mutter angefertigt.

Gestern Vormittag bekam ich das Teil wieder zurück, der Kollege war etwas über motiviert und hat die Lenkung auch gleich zusammengebaut.
Die Hülse und Feder unterm Lenkrad hatte ich total vergessen, erst die Fotos haben mich daran erinnert, also wieder auseinander. (ist aber egal ich hätte sie sowieso auseinander genommen um Fotos zu machen.  8) )

Die obere Laufrille des Lenkstocks wurde runtergedreht und eine Distanzhülse aufgeschrumpft um auf den Innendurchmesser des Kegelrollenlagers zu kommen.
Unten hat das nachpolieren geklappt, es konnte ein Kugelkäfig eines Axialdrucklagers verwendet werden.

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Im Gehäuse wurde ausgespindelt und der Außenring eingepresst.

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Nachdem ich die Hülse und die Feder aus der Versenkung geholt hatte, wurde festgestellt das sie sehr schwer gängig ist. Beim zerlegen dann kommt es fast zum Super gau.
Das Ding fällt auseinander und viele Kugeln treten aus.

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38 Stück habe ich gezählt, kann die Zahl vielleicht jemand bestätigen ? ich wusste nicht mal das hier Kugeln drinnen sind...
Nachdem reinigen und einkleben der Kugeln mit Fett wird wieder zusammen gebaut und gleich eingepresst.

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[attach=5]

Der Lenkstock ist schon eingebaut, unten ist noch eine viereckige Passscheibe eingelegt, drinnen sind auch zusätzliche Passscheiben um Spielfrei zu werden.
Die Befestigungsschrauben sind Qualität 10K, scheinbar hatte der Hersteller bedenken das bei einem Stoß der Deckel abgesprengt werden könnte ?

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Das schließen des andren Deckels ist schnell erledigt, ich stecke das Lenkrad auf und stelle das Spiel mit der Verstellschraube ein.

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Der Wellendichtring musste um 2 mm tiefer gesetzt werden da der Sitz stark beschädigt war.
Der S-förmige Hebel wird nach Markierung aufgesteckt und im Schraubstock fest eingespannt um den Lenkfinger zu entlasten.
Die Neue Kronenmutter hat SW 46 im Gegensatz zu alten SW41, außerdem ist sie gut 7 mm höher um das Spiel auszugleichen.

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Öl werde ich in den nächsten tagen einfüllen, dann wird man sehen ob alles dicht ist.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 07.04.2014, 11:04:54
Hallo Manni,

Deine immer kreative Reparaturlösungen begeistern fast ohne Ende, sie sind in der Tat sehr lehrreich!  Würdest Du uns bitte verraten welches Kegelrollenlager Du im Lenkgetriebe eingebaut hast?
Das Lenkrad interessiert mich, passt das eigentlich schlecht, es sieht so aus wie das nicht tief genug an der Lenkspindel sitzt (?).  Sowas ist mir manchmal passiert; man hat noch gute Lenkräder von z.B alten Mähdreschern gefunden, schon montiert bekommt man oft der Spalt genau wie auf Deinem Foto..., und Wasser dringt wie programmiert ein. >:(

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 07.04.2014, 18:20:00
Hallo Magne,hallo Manni,

das am Ende des Rohres ein Stück fehlt um vom Lenkrad überzogen werden sollte,damit kein Wasser eindringt ist behebbar.

Bei unserem 32er war es auch so wie bei Manni,dass das Lenkrad nicht übergestülpt werden konnte, da das Rohr zu kurz war,deshalb drehten wir einen Ring so hoch, dass das fehlende Stück ausgeglichen werden konnte und der unter das Lenkrad ging und über das Rohr passte.

Über das Rohr fest, unterm Lenkrad frei.

Siehe Bild.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 08.04.2014, 08:46:46
Hallo Leo,

Deine "Regenschirm"-Lösung finde ich gleich genial wie einfach, sowas muss man erst drauf kommen!  Ich hatte mal das Problem mit meinem Dreher (ein hilfsbereiter Nachbar) diskutiert, ich war der Meinung eine grössere konische Bohrung zu machen, aber das Lenkrad fand er für ein sicheres Spannen nicht geeignet.  Wir hatten auch über eine verstellbare konische Reibahle spekuliert, solche gibt es wohl nicht...  Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht! ;)

Gruss und danke für den Tip.
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: m_driver am 08.04.2014, 13:01:12
Hallo Leo,

tolle Lösung und vor allem eine gute Idee!  ;D

Gruß,
Simon
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 08.04.2014, 18:29:20
Ja Simon, so lange die Hirnwindungen und die Drehbank noch funktionieren.  ;)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.04.2014, 21:03:26
Hallo zusammen,

das Lenkrad passt irgendwie schlecht, ich weiss nicht ob es ein originales ist, aber hier muss ich eh noch mal ran, das Teil ist ca 5cm verbogen.

Magne, das eingebaute Kegelrollenlager ist ein 32907-3 Abmessungen sollten 35 x 55 x 14 sein. (ist ein Motorrad Lenkkopflager)



schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 08.04.2014, 22:13:55
Manni, vielen Dank!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.04.2014, 23:07:14
Hallo,

das Öl ist nun schon seit über einer Woche in der Lenkung, und es ist nichts zu sehn (scheint dicht zu sein...)

Hier, in dieser Werkstätte habe ich die Möglichkeit die anwesenden Maschinen benützen zu dürfen.
Das kommt mir sehr gelegen, bei der Wasserpumpe kann ich nun weitermachen.

Das ausziehen der Lager geht mit Spezialabzieher wesentlich schonender als meine üblichen Methoden.

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Ich treibe die Spannhülse aus und versuche den Ring herauszubekommen aber der Abzieher schafft es nicht, er sitzt einfach zu fest. Auch das anwärmen des Gehäuses mit Propanbrenner zeigt keinerlei Wirkung, und bis zur Rotglut will ich nicht gehn.

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Die Rettung naht in Form einer 27er Nuss, sie passt recht gut rein und sollte den Druck an den Ring weitergeben.
Ein paar Schläge und beide fallen unten raus.

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Als nächstes habe ich die Pumpenwelle zerlegt, die Feder ist stark von Rost zerfressen und vom Gummi ist nur Brösel übrig.
Der Ring ist gut 1,5mm eingelaufen. Weiß jemand aus welchem Material der Ring besteht ?
Das Bauteil ist ja recht einfach und ich denke das ich es nachfertigen könnte.

[attach=4]


Magne hat mich in Beitrag #66 darauf hingewiesen das der Anlaufring abgedreht werden sollte.  Also los!

Tja, die Maschine ist definitiv nichts fuer mich, viel zu viele Hebel  :o
Das einspannen im Futter ging noch, aber dann das richtige Werkzeug einspannen und die passende Drehzahl auswählen...

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Nach 2 vorsichtigen Durchgängen sind 3 Zehntel abgenommen und die Oberfläche sieht ganz passabel aus.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.06.2014, 21:53:51
Hallo MAN Gemeinde,


dieser Tage ging wieder was, leider nicht alzuviel am MAN.

Zur Wasserpumpengeschichte: Soweit ich es eruieren konnte besteht der Ring aus Pressmasse (Phenol & Formaldehyd).
Er würde zwar noch gehn (ist 1/3 verschlissen) aber ich habe mich fuer eine Neukonstruktion aus Teflon entschieden.

Ein Rundstab ist leicht beschafft und mein Kollege (welcher über mehrjährige Erfahrung als Dreher verfügt) sticht davon einen Ring herunter, die Kontur habe ich mit einer Raspel und einem scharfen Messer erzeugt.

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Ich habe lange nachgedacht, was denn die Lösung fuer den zerfressenen Gummi sein könnte. Wirklich schlüssig bin ich nicht geworden, ich lasse es auf eine "Low-Cost" Lösung ankommen, sollte die Pumpe wieder undicht werden, oder gar keine Dichtheit erreichen muss ich noch mal ran.

Die Welle wird von von 14,2~ auf 14.0 runtergeschliffen.

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Beim Einpressen in das Schaufelrad ist Schnelligkeit gefragt, denn die Bohrungen müssen zusammen passen.
Ich habe das Schaufelrad etwas erwärmt, das bringt mir ein paar Sekunden um die Feineinstellung vorzunehmen.
Allerdings ist erst der 2te Versuch von Erfolg gekrönt, beim ersten bin ich einfach zu langsam die Welle erwärmt sich schnell und beginnt zu "fressen"

Dichtring und neue Feder (selbstgemacht) sind schon drauf.

[attach=3]

Zwischen WDR und Teflonring ist etwas Dichtmasse, dann wird der Stahlring wieder eingehängt.
Fehlt nur noch der Spannstift.

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So nebenbei fiel mir auf, das ich die Papierdichtung beim zerlegen zerstört habe.
Kein Problem, ich habe vor einigen Jahren 0,5er Papier eingekauft. (und weil ich die Artikelbeschreibung nicht gelesen habe, gabs statt einem A4 Blatt 2 Quadratmeter)

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Die oberen 2 Löcher hätte ich mir sparen können, hier ist zwischen Zylinderkopf und Pumpe ein Spalt.

Dichtung Pumpendeckel/Motor

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Dichtung Pumpendeckel/Pumpe

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Der Anlaufring geht zum Glück "freiwillig" rein. Der Sitz wurde etwas erwärmt und auch die 27er Stecknuss war wieder mit von der Partie.

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Jetzt hätte ich eigentlich zusammenbauen können, habe aber vergessen Kugellager zu bestellen.... ::)


Zum Schluss noch: der TR 1500 (Made in Switzerland) ist fertig und hat die Fahrt auf die Alm bereist gemeistert.  8)
(siehe Antwort #180)

[attach=8]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 30.06.2014, 00:11:46
Hallo manni,

Deine "Low-Cost" Wellenabdicht-Lösung finde ich interessant falls Du ausreichend/passende Federspannung gegen den Schleifring erreichst.  Eine Feder muss ja keinerlei die Funktion der Dichtlippe des Wellendichtringes stören.  Die (noch erhältliche?) originale Gummimanschette hat doch ein klarer Vorteil bei Pumpenüberholungen, das Flügelrad muss dann nicht unbedingt ab.  Das Flügelrad ist oft wegen Rost eine Herausforderung heil ab zu bekommen; eine hydraulische Presse, Geduld und Vorsicht sind erforderliche Elemente für solch eine Aktion...  Warum ein Schwerspannstift zum Flügelrad in der ET-Liste angegeben ist, hat mich öfter gewundert, bisher habe ich keine eingeschlagen geschweige denn eine Durchbohrung einiger Welle bzw. Flügelrad (hier nur halbweges) gesehen..., aber bei Dir war tatsächlich ein 5x45 mm Spannstift vorhanden??

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.07.2014, 23:32:39
Hallo Magne,

ja, das ist jetzt mal die "8€ Lösung", beim Probelauf spätestens werde ich sehen was die Konstruktion wert ist.
Ob es die Gummimanschette noch gibt weiß ich nicht, ich habe in diese Richtung noch keine Anstrengungen unternommen. 
Das Schaufelrad ging eigentlich recht leicht ab, mit dem Propanbrenner auf ein paar hundert Grad erhitzt, dann ein paar Schläge mit dem Splintentreiber vorne auf die Welle und es war erledigt.

Problematischer war der fest reingerostete Spannstift.

Beim Austreiben:

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Das Pumpenrad drückte sich fast 2 cm in den Holzblock, der Stift wollte nicht freiwillig raus.
Ich denke aber schon das der Stift original im Werk eingepresst wurde.

So, gestern sind die Kugellager gekommen also weiter gehts.
Die Reihenfolge ist das einzige schwierige dabei.

Anlaufbüchse>Beilagscheibe>Blechscheibe-die-Fett-zurück-hält>Kugellager>Distanzhülse>Seegerring>Kugellager>Ölfangblech>Seegerring.

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Die Löcher in der Papierdichtung stimmen nicht ganz.

[attach=3]

Damit ist die Wasserpumpe wieder zusammen, die Riemenscheibe muss ich noch reinigen dann sollts das gewesen sein.
Ich werde mich demnächst mit einem Motoreninstandsetzer treffen, und dieses Projekt mit ihm besprechen, mal sehn ob er anbeißt. Ich bin mir mittlerweile sicher das "da drinnen" das eine oder andere Problem lauert. Nach dem sich das Projekt "MAN AS 440 A" eh schon zur Langzeitbaustelle hochgeschwungen hat kommt es darauf auch nicht mehr an.

So nebenbei hatte ich mal den Mähwerksantrieb zusammengesteckt, nach reichlicher überlegung bin ich zum Schluss gekommen das ich das Teil nicht mehr anbauen werde, der Zustand ist zwar annehmbar aber ich sehe einfach keinen Mehrwert.

[attach=4]

Nun muss ich mir was mit den 2 Löchern überlegen, die entstehen wenn Mähwerk und Schalthebel abgebaut sind.
Ich habe schon einige Bilder von verschiedenen Lösungen gesehen, aber gab es da eine Originallösung vom Werk ?  oder ist es einfacher gleich ein passendes Flacheisen zu nehmen und drüber zuschrauben?


schöne grüsse aus Tirol

manni

 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 05.07.2014, 23:47:07
Hallo manni,
es gibt einen Deckel mit Ölablaßschraube.

Das Teil sieht so aus:

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Wenn du einen Deckel selber bauen willst, achte auf das Lochbild, es ist nicht symetrisch.
Es sind M10 und M12-Schrauben notwendig (meine ich mich zu erinnern).

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 06.07.2014, 07:46:50
Hallo manni,

hier ist nur wenig hinzufügen, Jörg ist in Sachen A-15V sehr bewandert. ;)  Die beiden Originaldeckel sind gegossene Teile und sind anhand Eisenplatten kein Problem zu ersetzen.  Man sieht oft unter dem Getriebe Eigenbaudeckel ohne Ölablassschraube versehen, das ist nicht wieder durchgedacht - ein Ölwechsel am Schaltgetriebe wird dann schnell eine umständliche Affäre. ::)  Anders ist es für das Vorgängergetriebe, die Ablassschraube ist dort im Gehäuse gerade hinter dem Deckel angebracht.

Ich würde es mir genau wie Du überlegt haben; der Mähwerksantrieb ist, wenn kein Bedarf, eigentlich nur eine Quelle für Ölleck, man verliert auch an Bodenfreiheit - wer hat nicht im Wald auf dies besch...enem Teil hängen geblieben.

Gruss
Magne

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 06.07.2014, 09:44:25
Moin Magne,
der  ;) ist durchaus berechtigt.

Ich habe nur wirklich nicht viel Ahnung vom Getriebe.
Ich weiß, was ich daran gemacht habe.... mehr kenne ich nicht davon.  :-[

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 06.07.2014, 11:02:40
Jörg, welches Smiley berechtigt oder nicht ist werde ich nicht diskutieren, war aber von meiner Seite nur positiv gemeint.  Während deines Restaurierungsberichtes merkte man sofort eine Person mit Auge für Details und Willen zu verstehen vor sich zu haben.  Ich denke manche haben durch deinen Bericht sehr viel oder vielleicht das meiste über A-15/V gelernt, ich erinnere besonders deine schnelle Aufklärung vom Ölstandsrätsel. ::)  Dank dieser von dir und manni's detailliert und gut geschriebenen Berichte werden sie künftig wie Nachslagewerk für Restauratoren sein!

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.07.2014, 21:21:37
Hallo Jörg & Magne,

danke fuer die genaue Ausführung.

ABER! Ich muss mich jetzt mal selber bei der Nase nehmen.  >:(
Wer Unterlagen hat, sollte sie auch benutzten!
(Das kommt davon wenn die Finger schneller sind als der Kopf...)

Heute Nachmittag habe ich ein bisschen in der ZF Ersatzteilliste geblättert und es kam wie es kommen muss, es gibt eine ganze Seite zum Thema Triebwerkanbauten. (Jörg, dein Verdacht bezüglich verschiedener Bolzen wird bestätigt.)


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Gut, jetzt weiß ich genau wie das teil aussieht, sollte sich in nächster Zeit etwas ergeben OK, wenn nicht gibts einen Nachbau.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 06.07.2014, 22:53:59
Hallo manni,

wirst Du in Österreich nicht fündig, liegen noch einige Deckelsätze hier bei mir nur herum.  Ich finde Deinen MAN die originale Gussdeckel verdient ::), wenn Interesse bitte weiter über PM.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.08.2014, 15:45:12
Hallo Magne,

Danke fuer dein Angebot! wenn es soweit ist werde ich auf dich zurückkommen.

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Ich verwende schon länger Loctite 518, und hatte damit von Anfang an das Problem, das sich nach einigen Monaten Undichtigkeiten aufzeigten, ich schob das ganze auf Verarbeitungsfehler meinerseits.
Beim letzten Projekt (Bucher TR 1500) wurde die Dichtflächen sorgfältiger denn je vorbehandelt (alte Dichtmasse entfernt und gründlich nach Herstellerempfehlung entfettet) und eine neue Tube gekauft, jedoch kam es nach 2 Monaten auch hier zum bekannten schwitzen der Naht.

Vor ca 2 Wochen habe ich die fertig zusammengebaute Lenkung umgestellt, und wie ich mir so die Unterseite ansehe, hängen da einige Öltropfen.  >:(
Grund dürfte sein das die Lenkung (welche die letzten Wochen vorm Fenster stand) stark erwärmt wurde, und das dünn flüssig gewordene ÖL den Weg durch Spalten gefunden hat.

Habe die letzte Zeit intensiv mit Ursachenforschung bzw. mit der Suche nach Alternativen verbracht, es hat auch den Anschein das ich irgendwie der einzige bin der dieses Produkt verwendet ?

Ganz schlüssig bin ich nicht geworden, aber ich denke ein gutes Ersatzprodukt gefunden zu haben: Dirko, auch in AT günstig und schnell lieferbar.

Der erste Versuch an der Lenkung zeigte gleich große Unterschiede zwischen beiden Produkten auf, Dirko ist (bei aktuellen Temperaturen) innerhalb eine Stunde fest, bei Loctite dauerte es trotz Hitze Wochen.

Auch wenn man das Öl vermutlich gleich wieder einfüllen hätte können habe ich 24h zu gewartet.

Die Lenkung beim befüllen: (ich hoffe nun endlich das letzte Mal...)

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Das Thema mit der Wasserpumpen Abdichtung hatte mich noch nicht ganz losgelassen, auch Magne's Aussage das die Manschetten noch auf Lager sein, gab mir zu denken.

Ich kontaktierte vor ein paar Tagen einen alten Kollegen, und ließ ihm die Teile Nummer zukommen.
Bereits am nächsten Tag hatte ich die Dinger in Händen, damit hatte ich nicht gerechnet.

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Der Preis war gesalzen und mit "Ösi-Aufschlag" aber was solls, sollte die Pumpe sich kurz oder lang entschließen undicht zu werden dann bauche ich auf die Originallösung zurück.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.11.2014, 15:16:49
Hallo zusammen,

in paar Wochen ist das Jahr 2014 schon wieder vorbei, fuer mich viel zu schnell, es wurde recht viel Zeit mit dem Drum-herum verbraten.

Bevor die Arbeiten mit den schweren Bauteilen wieder losgehen, war es mir sehr wichtig das der Kran wieder montiert wird, jedoch musste erst die Erlaubnis des Eigentümers eingeholt werden und das gestaltete sich nicht sehr einfach. (nicht weil er sich querlegte sondern weil ihm der Tüv und andere Gremien wegen der bereits vorhandenen alten Maschinen im Nacken sitzen.)

Außerdem hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das wenn ich das Teil schon wieder montiere, muß vorher der Umbau auf Feinhub erfolgen. Passende Antriebe wären auch von Demag noch zu beziehen gewesen aber nicht zu bezahlen. Nach 2 monatiger Suche in der Bucht war eine passende "Leiche" gefunden, wo ich Planetengetriebe und den Antrieb herausholen konnte.
Mittlerweile gab es auch von oben grünes Licht und die Arbeiten konnten vor einiger Zeit abgeschlossen werden.

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Nachdem sich im Nachbargebäude einen neuer Mieter eingefunden hat, steht die Drehmaschine jetzt neben meiner Werkbank.

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Auch ein Grund das wieder so viel Zeit vergangen ist, ich wollte alle Möglichkeiten erst mal gründlich überlegt haben bevor es weitergeht mit dem Triebwerk. Es wurden in der Vergangenheit einige Versuche unternommen den verbliebenen Ölfilm im Getriebe wegzukriegen. Leider alles nicht besonders erfolgreich, der hinzugezogene Lackierermeister war derselben Meinung: wenn man die Flächen so lässt kann man sich das Lackieren sparen, es wird nicht halten.

Zum Schluss standen noch: "so lassen" "Chemiebombe" (ich habe noch ein paar giftige Hochleistungsentfetter rumstehen) Sandstrahlen oder ausschleifen zu Wahl.
Die ersten beiden waren recht schnell raus, beim strahlen gab es das Problem das ich nicht wusste, wie ich die bearbeiten Flächen und Bohrungen schützen sollte, außerdem würden im Schaltgetriebe Abteil diverse Stellen nicht erreicht werden können.     

Ich habe mich fuer auschleifen mit Schleifstiften entschieden, bevor es losgeht werden noch die beiden Löcher aus Antwort #192 zugelötet. (Fotos davon habe ich erfolgreich im Nirvana verschwinden lassen..  ::) )

Benutzte Schleifstifte liegen genug herum, also los.

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Spezielle Probleme brauchen spezielle Lösungen..  8)

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Nachdem ich im vorderen teil schon recht weit bin, habe ich erstmals darüber nachgedacht was ich mir da schon wieder angefangen habe, mit den Bohrmaschinen geht es nur sehr langsam weiter. Ich habe den Verdacht das es hier Spezialwerkzeug gäbe, nach kurzer Rücksprache mit meinem Vater wird auf die Suche gegangen.
Der gefundene Fein Geradschleifer leistet verrückte 25000U/min (10 mal mehr als meine Bohrmaschinen) jetzt geht es merklich voran.

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Dennoch war es viel arbeit und es konnten auch nicht alle Stellen erreicht werden.

Detail hinten:
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Besonders im vorderen Bereich neben der Kriechgangwelle, der Ölschale und der Aussparung fuer das erste Stirnrad der Vorgelegewelle siehst es nicht gut aus. So habe ich mir vom Kollegen ein Sandstrahlgerät mit Becher geliehen.

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Der Sand ist trotz Schutzkleidung überall, aber ich bin zufrieden, die Problemzonen konnten erreicht werden. Wirtschaftlich ist das sicher nicht, fuer eine Streichholzschachtel große Fläche geht ein ganzer Becher Schlacke drauf.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.11.2014, 15:37:44
Hallo,

abkleben & entfetten sind die nächsten Schritte.
Besonders die Bohrungen innen werden zur Geduldspartie, das Band klebt lieber auf meinen Fingern als am Guss.

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So nebenbei habe ich aus Abfällen eine kleine Palette gezimmert, tja Tischler ist an mir definitiv keiner verlorengegangen...  :D

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Auf in die Lackierbox.

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Die exponierten Flächen lassen sich mit der Lackierpistole leicht erreichen aber die Hinterschneidungen werden zu einem Problem, die 2K Farbe ist bereits angerührt, es wird also keinen weitern Versuch an einem anderen Tag geben.
Spezialwerkzeug und mein Vater muss es wieder mal richten...

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Ich bin zufrieden, ich lasse das Gehäuse richtig trocknen.

In "Realzeit" ist eine Woche rum, es werden alle Öffnungen zugeklebt.
 
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Auf zur 2ten Runde.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.11.2014, 16:21:51
Hallo,

weil ein Teil etwas wenig ist wird die Kupplungsglocke dazugeholt. (das putzen der Lackierpistole ist eine Prozedur) Entlackt habe ich schon vor einer ganzen Weile, es sind aber noch einige Nacharbeiten notwendig.

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Innen wird nur entfettet und die alte Farbe etwas aufgeraut.

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Abgeklebt und auf dem Weg in die Box.

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Die Grundierung trocknet wegen des starken Luftzuges extrem schnell.

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Auf dem Weg von der Lackierbox zurück zu mir komme ich an der großen Waage vorbei, also wie schwer ist das Teil eigentlich ?
(Antwort steht ganz unten)

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Die Abdeckbänder von den Seiten sind bereits ab, oben werde ich noch drauf lassen, als Staubschutz gibts noch eine alte Decke. 
Ich habe unten 4 M12 Bolzen reingedreht damit der lackierte Teil nicht aufliegt.
 
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Auspacken des Kupplungsteils

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[attach=8]

Soweit ist das lackieren gut gelaufen, ich bin mir sicher das beim montieren noch einige Lackschäden entstehen werden, die muss ich danach halt ausbessern.

Im letzten Foto sieht man links noch Kran Teile liegen, die müssen aufgearbeitet werden, erst dann gehts am MAN weiter.


schöne grüsse aus Tirol

manni

der Block hat gute 116KG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Andy 4S2 am 09.11.2014, 17:00:50
Hallo manni,

eine Super Saubere und Sehr aufwendige Arbeit hast Du bzw. Ihr da geleistet. Hut ab, denn noch penibler wird bestimmt nirgends gearbeitet.
Das mit den Lackschäden wollte ich auch erwähnen ;D ;D ;D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 09.11.2014, 17:33:58
Hallo Manni, mein lieber MANn da hast Du aber eine echte Fummelarbeit hinter dir!  ???
Aber wenn man das Ergebnis sieht, denke ich, hat es sich doch gelohnt!  ;)
Weiter hin Gutes Gelingen!
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 09.11.2014, 20:44:39
Hallo..

Wenn wir hier die Aufwand und peinliche Genauigkeit studieren, bekommen wir schnell das Gefühl zu blossen Statisten degradiert zu werden. :)  Gefällt mir aber sehr gut solch anzuschauen!

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: neo202 am 10.11.2014, 06:52:34
Hallo Manni

Schaut sehr gut aus was du da gemacht hast!
Bei mir geht's auch langsam voran. Hoffentlich sehen wir uns mal bei einem Treffen oder einer Ausfahrt. (Wenn ich auch irgendwann mal fertig werde)
Gruß Michael
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 10.11.2014, 07:40:06
Hallo Manni,

du betreibst richtigen Aufwand, das gefällt mir, weiter so. :)
Freu mich schon auf die weitere Restauration.

Gruß aus Bayern
Martin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 10.11.2014, 12:14:46

Manni, du beeindruckst mich immer aufs neue mit deiner Arbeit einfach super.

Gefällt mir wie du vorgehst.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.11.2014, 18:08:13
Hallo zusammen,

wenn ich es so im Nachhinein betrachte, wars schon ein ordentlicher Aufwand, aber in der Werkstatt vergeht die Zeit einfach sehr schnell.

@neo: Ja wäre super, aber ich fürchte da wird noch viel Wasser den Inn runter müssen bis es soweit ist...

Leider hat mir der erste Motorenüberhohler eine Absage erteilt, bzw. mit voraussichtlichen Kostenschätzungen jenseits der 10K Grenze hat sichs dann erledigt.

Habe dieser Tage die beiden Deckel die mir Magne freundlicherweise zukommen hat lassen, vorbereitet zum Lackieren.

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Bis es soweit ist, wirds allerdings noch dauern, wegen jeder Kleinigkeit die Lackierpistole anzuwerfen lohnt nicht.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.12.2014, 12:06:23
Hallo MAN-Gemeinde,

Es hakt an allen Ecken und Enden, also ist wieder der MAN dran  ;D

Ich habe mir die Zapfwelle vorgenommen.

Die Stelle wo der Dichtring gelaufen ist, war stark löchrig und verrostet, der neue Ring hat die Dichtlippe weiter innen und zusätzlichen Staubschutz.

Zapfwelle auf der Drehbank:

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Ein paar Runden auf der höchsten Stufe mit Stahlwolle und fuer die Keilnuten die Drahtbürste machen das Teil wieder sauber.

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Ich habe die zugehörigen Teile aus meinem Fundus geholt, Nutmutter und Sicherungsblech kommen neu.

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Als nächsten Schritt habe ich versucht den Wellendichtring einzupressen, das gestaltet sich schwierig da ich nur am dünnen Metallrand (B1 Ring) drücken kann, ich benutze eine 41er Nuß als Unterlage.

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Es gelingt nicht, die Stecknuß ist vorne nicht Plan und rutscht immer seitlich, außerdem ist nach ca. 5mm Schluss weil der Gussbund im Weg ist, ich brauche eine andere Lösung.

Ich brauche einen Halter der den Ring sicher führt.

Nach 2h auf der Drehbank ist er einsatzbereit:

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Der Wellendichtring wir mit einem Stück Holz wieder herausgeklopft und auf den Halter gesteckt.

So geht das einpressen leicht von der Hand.

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Das Lager der Welle und der Gußdeckel werden geölt und zusammengebaut, Presse ist nicht notwendig der Gummihammer schaft es leicht. (zum Glück auch sonst könnte das Lager Schaden nehmen)

Es ist soweit, das Tellerrad kommt rauf, auch hier ordentlich ölen und auf die grosse Presse.

Dreiviertel des Weges ist kaum Widerstand zu sehen, erst zum Schluss lande ich bei 5t.

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Die neue Nutmutter mit Sicherungsblech montiert, nur noch das Sicherungsblech umbiegen da passierts.

Der Klassiker: Reden während schwieriger Arbeit, ich setzte den Meissel an um das Blech zu biegen und treffe stattdessen die Nutmutter links neben der Nut...

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Das hinterlässt einen etwas bitteren Nachgeschmack aber nach etwas Feilübung lasse ich es gut sein, man muss es positiv sehen : wieder ein Teil montagefertig.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 08.12.2014, 12:59:38
Hallo Manni,

da hast du aber Glück gehabt auf der Presse,denn bei unserer Zapfwelle mussten wir über 12 T. auf die Presse geben um ihn vom Lager und Zapfwellendeckel abzudrücken.

Wir hatten sogar die Welle mit Eisspray eingesprüht und den Deckel warm gemacht dazu

Mir war es nicht mehr wohl bei dieser Sache, dass kannst du mir glauben.

Lass dich bloß nicht entmutigen.

Weiter so und viel Glück dabei.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.12.2014, 22:37:51
Hallo Leo,

ja ich bin froh das es ohne zusätzlichen Widerstand gegangen ist, die alte französische Presse kann bis 50t aber mir wird schon unwohl wenn die 10t überschritten wird...


Es geht los ich fange an das Getriebe zu bestücken, als erstes musste ich die restlichen Abdeckbänder entfernen, das ging nicht mehr wirklich einfach, die Farbe ist sehr hart geworden. Ein Dreieckschaber wirds richten.

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Aus meiner "Getriebekiste" habe ich mir einen Schwung Teile geholt. Teilweise erkenne ich die Teile nicht wieder, das zerlegen ist schon zu lange her....   ::)
Genau aus diesem Grund habe ich einen Uralt Pc in der Werkstatt stehen so kann ich mal schnell in die Fotos gucken.

Nachdem nun alle Klarheiten beseitigt sind kanns ja losgehn. Schutzdeckel links und Lagersitze der Welle wurden etwas poliert, an den restlichen Teilen habe ich nichts auszusetzen.

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Das hintere Lager wird extern vormontiert, die Welle wird von den Aluschutzklötzen sicher gehalten.

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Als erstes wird der Seegerring in der Getriebezwischenwand montiert.
Jetzt wirds schwierig, nachdem ich im Kopf ein paar Möglichkeiten durchgespielt habe, wird das Konstrukt von hinten her eingefädelt.  Dann vorne das kleine Stirnrad drauf und den Seegerring fixiert um nun zu erkennen das sich das grössere Stirnrad nicht mehr auffädeln lässt...   ???

Also wird der Seegerring wieder etwas zurück verschoben bis das zweite Rad auch Platz findet und dann erst kommt der Ring an seinen endgültigen Platz. (eine mords Fummelei)

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Jetzt ists mal wider Zeit fuer Spezialwerkzeug.

Gewindestange spitzen:
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An der Rückwand stütze ich mit einem Holzblock ab, der Lagersitz ist bereits so schlecht, das ich durch bloßes mit der Hand drehen an der Gewindestange die Welle nach aussen drücken kann.

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Der zuerst eingesetzte Seegering begrenzt hier den Weg, ich gebe etwas Spannung auf die Gewindestange um das Federn bestmöglich zu minimieren, dies ist fuer die nächste Aktion wichtig.

Das Lagermontagewerkzeug passt exakt durch die Bohrung in der Getriebstirnwand, so kann ich das vordere Lager vorsichtig reinklopfen.

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Beim Ausbau habe ich noch mit der Geraden Zange rumgefummelt, (siehe Antwort #177) mit der 90° geht schon wesentlich bequemer.

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Ich gebe hinten und vorn ein paar Tropfen Buchsenkleber in den äußeren Lagerring um den selbingen im Gehäuse festzusetzten.

Die Montage von Schutzdeckel und Seegering hinten ist nur noch Formsache.


Erste Runde fertig:
[attach=9]

weiter gehts demnächst.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.12.2014, 10:37:10
Hallo manni,

mein grösster Respekt für Deine geleistete Arbeit!  Wenn man so weit gekommen ist und alles von Teilen wie neu vorbereitet hat, muss der Zusammenbau wie ein Genuss sein.  Die wenigsten besitzen solch eine Geduld nicht, ich bestimmt nicht - die MANs müssen schnellstens wieder laufen. :P

Jetzt ist es vielleicht etwas zu spät, aber die Kriechgangwelle ist möglich ab Getriebeausf. II mit Tonnenlager (20207 DIN 635) umzurüsten.  Das ist klar eine Verbesserung, die Lagersitze werden so weniger beansprucht.  Die Fummelei beim Zusammenbau wird wenn möglich noch grösser...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.01.2015, 12:17:42
Hallo Magne,

ich würde gern schon weiter sein, aber wenn ich es im Stress versuche dann endet es so wie mit der Handbremshebelwelle, und solche Aktionen würde ich gern vermeiden.

Zum Glück drängts mich ja nicht (außer mein Sturkopf  ;) ) der TR 1500 ist einsatzbereit und hat schon die eine oder andere Aktion hinter sich.

Das mit den Tonnenlagern stand auch so in meiner Ersatzteilliste, (erfolgreich wieder verdrängt) Ich hoffe, das bei meiner gelegentlichen Beanspruchung es auch mit Rillenlagern hält.

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Ich brauche eine Kontruktion um die Wellen einzupressen, nach einem Rundgang in der Werkstatt habe ich ein paar passende Teile gefunden. Unter dem Regal mit dem Rundmaterial liegt versteckt ein 20mm Flacheisen, welches gleich weiterverarbeitet wird.

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Ein paar Löcher bohren und Langmuttern aufschweißen, die Gewindestangen befestigen.

[attach=2]

Das Getriebe wird noch eine längere Baustelle, ich habe mir überlegt wie ein einfach anzubringender Staubsschutz aussehen könnte. In der Abfallstation steht ein dicker Karton eines Kühlschrankes, das sollte gehn.

[attach=3]

Meines erachtens sind alle notwendigen Vorbereitungen getroffen also weiter gehts.

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Nachpolieren der Welle mit Stahlwolle

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Bei einer ersten Anprobe der Rücklaufwelle sieht man das ich die linke Seite abkleben hätte sollen.

der Dreiecksschaber richtet es mal wieder...

[attach=6]

Nach anbringen meiner Konstruktion habe ich das Gussauge mit dem Föhn etwas vorgewärmt.
Bolzen und Rücklaufrad werden leicht geölt, das eindrücken geht relativ leicht.

[attach=7]

Schraube eindrehen und Blech umbiegen.

[attach=8]

Diese Schraube ist eine "Falle"  Kopf: SW 14 Schaft: M10 Ich musste das Sicherungsblech etwas aufbohren da ich der irrtümlichen Meinung war, das es sich um M8 handelt.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2015, 17:38:14
Hallo zusammen,

morgen sind die Ferien schon wieder vorbei, hier ein letztes Update zur aktuellen Lage:

Das einzelne Stirnrad fuer den Kriechgang fehlt noch bevor das "Trauma Vorgelegewelle" ein Comeback feiern darf...   :o

[attach=1]

Die beiden Nadellager hat es zerbröselt, genauer gesagt wurden die Querstreben des Lagerkäfiges durchgefressen.
Ich habe als Ersatz Standard Nadelkränze 35x42x16 verwendet.

Die Welle ist hohl gebohrt, ich vermute mal um das überflüssige Öl abzuleiten. Da drinnen sieht es nicht gut aus, starke Ablagerungen sind vorhanden. Es ist ein Bohrloch mit geraden Durchmesser, ein passender Bohrer eingespannt und die Welle ein paar mal per Hand durchgedreht, der Rest fliegt mit der Druckluftpistole raus.

[attach=2]

Ich habe die Gussaugen wieder vorgewärmt, das macht sich jetzt bezahlt, denn es geht doch ziemlich hart, ich kann nur mit einer Hand drehen mit der anderen muss ich das Stirnrad gerade halten.
Die Gefahr beim durchfahren den Lagerkäfig zu quetschen ist hoch.

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Geschafft! Aber es wäre echt von Nöten gewesen wenn noch eine helfende Hand da gewesen wäre.

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Der Gewindestift wurde vom Werk her nicht gesichert, heute ist das ja einfach, ein paar Tropfen Loctite aufs Gewinde und dann eindrehen.

[attach=5]

Da noch Zeit ist habe ich mir erste Gedanken zur Vorgelegewelle gemacht, die Bastellösung der letzten "Getriebereparatur" kann nicht bleiben. Ich werde alles extern einmal montieren dann vermessen und die Differenz mit richtigen Passscheiben ausgleichen.
Der Kollege sollte dieser Tage auch wieder aus dem Urlaub zurückkommen, ich muss mir seinen großen Messschieber ausleihen.


Grüße, der Tiroler

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.02.2015, 22:43:49
Hallo MAN-Gemeinde,

nach 2 nervenaufreibenden Wochenenden bin ich nun ein ordentliches Stück vorangekommen.  :)

Die Vorbereitungen beginnen:

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Die Teile wurden gereinigt (es hatte sich bereits Flugrost angesetzt) und soweit es mir möglich ist, durchgesehen.
Die "Idee" ist wie bereits im letzten Beitrag beschrieben, das alles erst einmal montiert wird um zu sehen wo es fehlt.

Die 3 Stirnräder werden einzeln aufgepresst, das ich zum Schluss bei 11t gelandet bin hat damit zu tun das ich mir sicher sein wollte das keine Spalten mehr vorhanden sind, pro Rad waren ca 2-3t notwendig.

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Keinteile:

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Besonders der Distanzring hat schwere Kampfspuren, die beiden Passscheiben sind zusammen geschnipseltes Blech. Meine "Vorgänger" waren nicht gerade zimperlich. (vermutlich hat es ihnen an Zeit und Werkzeug gefehlt)

Das hintere Lager wird raufgetrieben.

[attach=4]

Der Adapter bzw. Haltering des WDR wurde poliert, der Innenbereich war stark verkratzt, alles wegbekommen habe ich aber nicht.
Es ist der gleiche Dichtring wie bei der Zapfwelle, ich kann also meinen "Montagehalter" wieder verwenden.

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Mit der Dichtmasse habe ich definitiv zu dick aufgetragen, beim WDR der Zapfwelle habe ich keine drinnen, ich habe mittlerweile etwas Bedenken das sich das Öl irgendwann den Weg zwischen Blechring und Halter bahnen könnte...

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Was für ein Apparat! ich wäre mit einer kleineren schon zufrieden gewesen.

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Leider bin ich einer falschen Vorstellung aufgesessen, diese Schiebelehre hat keine Messstange fuer die Tiefenmessung.  :-\
Um nicht in einer Sackgasse zu enden habe ich zu folgender Methode gegriffen.
Ein Alurohr wird beidseitig abgedreht und mit etwas Übermass gegen den Seegerring gedrückt, die 2-3 Zehntel die vorne noch überstehen werden mit einer flach anliegenden Karosseriefeile geplant.
Beim dranhalten des Winkels sitzt das Rohr gut drinnen.

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Das Alurohr wird anschließend abgemessen: 305,26 dieses Maß darf ich nicht überschreiten bzw. muss ich mit den Passscheiben erst mal dahin kommen.

Vermessen der Welle:

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Abzüglich des Lagers und des Dichtringhalters muss ich also 6,81 einlegen. Entsprechende Scheiben habe ich mir bereits eingekauft, nach dem durchsehen gibts Kopfschmerzen, der Mann hat mir zu wenig mitgegeben und ich habe es in der Eile nicht kontrolliert, also ist erst mal Ende...

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.02.2015, 23:15:06
Hallo,

neuer Tag neues Glück, leider ist Samstag und ich bekomme meine Passscheiben nicht, außerdem 60km fahren fuer Scheiben im Wert von 2€ ist nicht drin.

Ich wage den Versuch auf der Drehbank, nach über einer Stunde bin ich bereit zum Abstechen.

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Der Aufwand hat sich gelohnt, ich liege laut Messgerät nur 0,01 drüber.

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Mit den Scheiben zusammen komme ich auf 6,79 das sind 0,02 unter dem wo ich hinsollte.

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Das Scheibenpaket wird mit dem Lager montiert.

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Beim anschließenden Messen komme ich auf 305,20 , etwas weniger als erwartet bzw. berechnet.

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Das wären jetzt 0,06 Untermaß, ich lasse es drauf ankommen (es sollte sowieso noch ganz anders kommen)

Zur Montage brauche ich noch einen Halter bzw Führung um Druck auf die Vorgelegewelle zu bringen.
Doch erst mal ein größeres Futter auf die Drehbank bauen.
Aus einem 50er Rundstab habe ich folgende Hülse fabriziert.

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Leider hat der 35er Bohrer gefressen und ich musste den Rest mit einer beschädigten Bohrstange machen.

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Zerlegen der Welle, die Presse schafft alle 3 Räder + Lager in einem Gang, bei einem Vorschub von nicht mal einem Millimeter pro Pumphub ist das auch noch Kraftraubend.

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Das Lager habe ich etwas angewärmt da es recht gut draufsaß.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 06.02.2015, 23:35:43
Hallo manni,

ich verfolge Dein überaus durchdachte Projekt mit grösster Interesse, eine Frage habe ich dennoch...  Du verfügst ja über eine Drehbank, warum hast Du Dich nicht eine leicht führbahre Buchse mit den Massen WDR-Haltering +Lager gedreht?  Auf diese Weise würde einem im voraus den extra Aufwand mit Zahnräder aufpressen und das Ausmessen und Probieren der Passcheiben erspart worden.  Deine Vorgehensweise ist klar ok, finde sie selber etwas umständlich...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.02.2015, 23:47:32
Hallo Magne,

du hast recht, mit deinem Vorschlag hätte es einfacher gehen können, es fehlt mir hier an Erfahrung, deswegen denke ich sicher oft zu kompliziert...  :-[

Irgendwie wollte ich zusammenbauen, habe aber schon wieder zerlegt.  ::)

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Die Passscheiben habe ich gereinigt (dabei ist mir ein Fehler passiert, aber dazu später mehr) und provisorisch mit Klebeband befestigt.

Einsetzten der Passfedern.
Lang - Mittel - Kurz

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Die Welle wird mit Motoröl bestrichen und die ersten 2 Stirnräder werden wieder aufgepresst.

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Ich lasse die Federn ein paar Millimeter vorstehen damit ich es leichter habe das Stirnrad einzufädeln.

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Im Getriebe:

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Ich krame die Führungsringe hervor welche mir der Kollege vor Jahren fuer die Demontage gemacht hat.  (Antwort #174)
Aus 2mm Blech wird ein zusätzlicher Ring gedreht und davor gelegt um mehr Abstand zu bekommen.

[attach=6]

Hinten wird der zweite Ring eingesteckt.

[attach=7]

Das sieht dann folgendermaßen aus:

[attach=8]

Die gedrehte Hülse hat auf einer Seite eine  20mm und auf der anderen Seite eine 35mm Bohrung.

Das auffädeln des 3ten Stirnrades geht besser als gedacht.

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Doch wie alle drei beginnen Widerstand zu leisten, muss ich einsehen das ich die hier auftretenden Kräfte unterschätzt habe.

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schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 07.02.2015, 00:27:10
Hallo wieder,

ich hoffe ich Dir beim Schreiben nicht unterbreche, aber diese gezeigte Methode finde ich zu riskant!  Das vordere Flacheisen ist wahrscheinlich auch zu weich..., die Stirnwand kann auf diese Weise beschädigt oder sogar zerbrochen werden!  Selber stelle ich das Getriebegehäuse senkrecht in eine hydraulische Presse und arbeitet anstatt der Gewindestange mit einem 15 Tonnen Flaschewagenheber innerhalb des Gehäuses.  Auf diese Weise hat man volle Kontrolle in beiden Richtungen.  Nicht ein Versuch belehrend zu sein, nur ein freundlicher Rat.  :)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.02.2015, 00:32:30
Hallo,

es ist schon wie beim zerlegen damals 2012 ich muss mit schwereren Gerät ran.  ;)

Die verbogenen 20er Flacheisen werden auf der Presse geradegerichtet, danach bin ich mal auf "Einkaufstour" durch die Werkshallen und den Schrottcontainer.
Es ist zwar nicht ganz das was ich gesucht habe, aber es sollte funktionieren.

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4 Trennscheiben später habe ich die beiden Tafeln zu 4 Streifen zerschnitten. Der Schweißgenerator wird aus der Versenkung geholt, und ich schaffe alles zum Schweißplatz nach nebenan. Dort ist eine Absaugung, so brauche ich weder die alte Farbe noch den Rost entfernen.
Geschlagene 2 Stunden später bin ich wieder zurück, die beiden Schienen musste ich zwischen zeitig in den Waschraum bringen sie wollten nicht abkühlen, ich habs etwas zu gut gemeint mit dem Strom...

[attach=2]

Jetzt gehts endlich zu Sache, die Gewindestange wurde noch ordentlich eingefettet.

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Der Druck ist schon ordentlich, die langen Gewindestangen wirken wie Federn, es geht ruckweise in 1-2mm Schritten voran. Ich hohle mir Unterstützung, damit ich das Einscheren der Stirnräder des Rücklaufes und der Nebenwelle Kriechgang genauer im Blick habe.

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Ca 15mm vor Ende ist plötzlich Schluß, irgendwas scheint nicht zu stimmen, es ging zwar hart aber nun geht nichts mehr.
Alles wird kurz durchgesehen, der vordere Zentrierring ist scheinbar nicht schön auf den Wellenstummel gelaufen und sitzt jetzt bombenfest.

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Alles klopfen hilft nichts, ich muss Abdrücklöcher reinbohren und den Ring mit einem Abzieher wieder rausholen.

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Edith: Magne ist mal wieder Schneller beim schreiben als ich   ;)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.02.2015, 01:07:12
@ Magne: bei "meiner" Presse geht der Block leider nicht rein, sie ist zwar ziemlich breit aber nicht hoch genug. Ich habe schon ein Auge auf die Abstände gehabt, deswegen hab ich es auch sofort gestoppt wie sich die Flacheisen verbogen haben. Dein Rat ist mir immer willkommen, ich sehe manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht und verfolge immer wieder mal mein Ziel auf diversen Irrwegen...


Der Ring hatte einen leichten Grat bekommen, welchen ich abgefeilt habe, aber er will trotzdem nicht wieder auf die Welle, er beginnt sofort zu klemmen, da es sich um nicht viel handeln kann habe ich eine Reibahle verwendet.

[attach=1]

Alles wieder zusammengebaut und weiter eindrücken, der Kraftbedarf steigt stetig an bis es der Gewindestange zu viel wird.

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Das verbogene Teil wird weggeschnitten und wieder angespitzt. Der Rest des 50er Rundstab wird gesucht und davor gesetzt.

[attach=3]

So geht es weiter (sehr zäh) bis ca 4mm, nun geht schon wieder nichts..

[attach=4]

.. aber die Lösung ist schnell gefunden: Die Welle hat den Ring erfolgreich durchfahren und steht am Anschlag an, also einen zusätzlichen Ring einlegen.

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Die letzen Millimeter sind ein Kapitel fuer sich, es hat ordentlich Kraft gekostet.  ;D

[attach=6]

Das hintere Lager wird eingeklopft, der Halter + WDR gleich danach und zuletzt der Seegering.

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Der bereits bekannte Aufbau wird verwendet um die Welle stillzuhalten während ich das Lager in die Stirnwand einklopfe.

[attach=8]

Nachdem nun alles wieder abgebaut ist, fällt mir auf das die Welle vorne 2mm vorsteht.

[attach=9]

Es ist bereits sehr spät, ich habe keine Lust mehr zu suchen was diese Katastrophe verursacht hat.
(der Fehler wurde bereits gefunden, ich werde demnächst darüber berichten)


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 07.02.2015, 07:45:57
Moin Manni,
deine Geduld ist bewundernswert!
Aber es hilft ja nix, wenn´s bei 2ten mal nicht geklappt hat, muß man
ein 3tes Mal ran.

Besteht nicht die Möglichkeit die Montage durch Abkühlen der Welle und durch
Aufheizen des Gehäuses zu erleichtern?

Viel Erfolg und Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 07.02.2015, 15:37:24
Hallo Manni  hier wird ein saubere Arbeit geleistet bei einer komplizierter Operation , der V
Ausführung braucht wegen seiner Kriechgang  wesentlich mehr Geduld und ein guter Auge zum demontieren dann seiner normalausführung ohne Krieggang so habe ich es  erfunden ,  beim ein und auspressen ist erhebliche Vorsicht geboten da die Gussaugen sich leicht abbrechen lassen  ; wenn du  ein Umbau machen willst nach ein Schellganggetriebe wäre das jetzt die Gelegenheit  zu machen   , beim  Allrad  könnte man den Kegel Teller austauschen ( obwohl Kegel  8 schwierig auf zu treiben ist )  , ich werde deine Revision mit Grosse Interesse verfolgen   
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.02.2015, 23:34:06
Hallo zusammen,

Jörg, der Effekt hält nicht gerade lange an, bis sich beide Teile wieder aneinander angeglichen haben, ich habe die Erfahrung gemacht das man sehr zügig arbeiten muss, damit es sich der "Aufwand" lohnt.
Bei der Vorgelegewelle habe ich das zusätzliche Problem durch die dauernden Unterbrechungen, wenn alles einmal zusammen ist habe ich es als großes Hindernis empfunden die Zahnräder zu erwärmen ohne das auch die Welle was abbekommt, ich denke man müsste schnell und kräftig anwärmen damit es auch was bringt ?
Solange die Teile separiert sind ist es relativ einfach (in dieser Jahreszeit ist es ja noch leichter) die Welle kommt vor die Tür und das was drauf soll kommt vor den Ofen oder Fön. Ich habe immer wieder mal gesehen das sowas mit einem Azetylen Brenner gemacht wird, ich denke damit bekommt man die Wärme sehr schnell und "punktgenau" rein (solange man weiß, was man tut) Ich werde das bei gehärteten Teilen nicht versuchen, da bei einer Fehlanwendung schwere Schäden zu erwarten sind. In der Betriebsanleitung des SKF Induktions-Anwärmgerät wird empfohlen das die hauseigenen Lager nur bis 110° angewärmt werden sollen, ich vermute mal das dies auch auf andere Teile wie Zahnräder umgelegt werden kann? Um auf der sicheren Seite zu bleiben, heize ich solche Teile nur soweit auf, solange ich sie mit bloßen Händen gerade noch anfassen kann (da dürften dann so 60-80° sein)

Ich habe schon mit dem Gedanken gespielt ein Niedrigtemperatur Kühlsystem zu beschaffen um die Teile in z.b Alkohol herunterkühlen zu können. Es gibt solche Systeme zu kaufen aber man findet im Internet nur sehr wenige Informationen darüber. Ich werde mal mit dem Ex- Arbeitskollegen meines Vaters über das Thema sprechen müssen, da ich von dieser Materie nur sehr wenig Ahnung habe.

Bastian, es hat mir ziemliches Kopfweh bereitet, wie du siehst habe ich die Aktionen immer wieder mal unterschätzt.
Die "Lernkurve" während des Arbeitens am Getriebe ist allerdings recht steil, es vergeht kein Tag an dem man nicht etwas neues entdeckt.
So ganz habe ich aber die ZF Spezialisten nicht verstanden, wie kann man ein Triebwerk bauen das so dermaßen wartungsfeindlich ist ? Die Vorbesitzer hatten auch so ihre Probleme, wie man an den Kampfspuren urteilen konnte.

Zum Thema Schnellgang: Ich denke das es bereits ein Schnellgang ist ? Laut Navi sind wir bei der Überstellung mit ca 25km/h unterwegs gewesen, es wäre noch was gegangen aber ich wollte dem alten Motor kein Vollgas zumuten. Bei den ganzen Unterschieden und Varianten die es da von MAN gab blicke ich nicht mehr durch...



Ist nun doch etwas mehr geworden als gedacht, aber für die Auflösung meines "Fehlers" sollte noch Platz sein   :)

Als erstes habe ich mal nachgerechnet ob ich einen Fehler begangen habe, oder wo sonst der Wurm drinnen sein könnte. Es scheint alles zu zu passen, also klopfe ich die Welle mit dem Gummihammer etwas vor und zurück (sie geht sehr leicht, die Lagersitze sind ausgeschlagen)  Es gibt Spiel zwischen Lager und Dichtringhalter, der selbige hat auch noch Abstand zum Seegerring, wahrscheinlich hatte er sich verkantet oder ich habe ihn beim ersten mal nicht fest genug zurückgedrückt.

Ich habe mir gedacht das es damit erledigt ist aber Fehlanzeige, das Lager steht immer noch deutlich vor.
Damit ich weiß um wieviel es eigentlich fehlt habe ich begonnen zu messen, eine Messuhr werde ich mir jetzt endgültig kaufen ich hätte dringend eine gebraucht.
Also wird es mit einer Fühlerblattlehre gemacht, Aluklotz wird über die Lagerringe gehalten und der Anstand zum Gussblock gemessen.

[attach=1]

0,20 geht leicht 0,25 nur mehr schwer, die Wahrheit wird irgendwo dazuwischen liegen.
Tatsache hingegen ist das ich irgendwo einen Fehler begangen habe. (Antwort #246)

Es hilft nichts die Hinterseite muss wieder raus um die Ringe zu kontrollieren.

Abspreizen nach üblicher Methode:

[attach=2]

Auf der Drehmaschine hab ich ein Rohrstück sauber runtergestochen, mit der Flex in der Mitte geteilt und auf einen 20er Stab .
geschweißt

"Lagerschaber 2.0"

[attach=3]

Das rausklopfen ist recht simpel erledigt (habe ich ja schon einmal gemacht) jetzt ist mal messen angesagt.
Ein verdammter 2 Zehntel Ring ist zuviel drinnen  >:(

Folgende Ansammlung wird wieder eingebaut:

[attach=4]

6207 und WDR wieder eintreiben.

[attach=5]

Ich versuche das gesamte Paket soweit wie möglich zusammenzudrücken, um brauchbare Messergebnisse zu bekommen.

Ich würde sagen es ist gelungen, die 0,05er Zunge geht nur mehr schwer rein.

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Genauer bringe ich es mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln nicht hin, die Dichtmasse trägt ja auch noch etwas auf, das vordere Lager wird auf jeden Fall noch mit Fügekleber gesichert.

Damit bin ich am Ende meines Beitrag Marathons, in den letzten 2 Wochen ist ordentlich was weitergegangen.
Die nächsten Arbeiten (nach der Hauptwelle natürlich) wären, die anderen Komponenten soweit vorzubereiten das ich in relativ kurzer Zeit das Getriebe dicht bekomme, das Staubproblem ist hier allgegenwärtig.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 08.02.2015, 06:48:46
Hallo an alle A-15 Schrauber..

Eine kleine Ergänzung zur gelungenen Aktion von "manni":  Statt mit einer angespitzten Gewindestange direkt am kleinen Lagerungszapfen der Zapfwelle zu pressen (Bruchgefahr!), finde ich es sicherer und stabiler wo der Kugelschreiber hinzeigt , zu pressen.  Dazu kann man verschiedene Hülsenlösungen verwenden, habe selber zwei recht massiven Hülsen drehen lassen - sie funktioniert auch wie Führungen beim Zerlegen bzw. Zusammenbau der Vorgelegewelle.

Gruss
Magne

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 08.02.2015, 08:18:23
Moin Manni,
Glückwunsch zur gelungenen OP.

Beim Abkühlen/Erwärmen der Teile habe ich die Erfahrung gemacht, daß
jeder noch so kleine Temperaturunterschied hilft.
Mit Kältespray kann man sehr genau arbeiten. Aber das war ja nicht mehr nötig.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.02.2015, 20:46:35
Hallo,

aktuell erlaubt es mir die Situation fast täglich 1-2h am MAN zu schrauben, das ist zwar nicht viel aber Kleinvieh macht auch Mist.

Die nächste Baustelle:

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Nutmutter und Sicherungsblech werden (wie schon fast üblich) ersetzt (das Teil wird mich noch in Teufels Küche bringen aber dazu später)
Das von mir neu gekaufte Blech nach DIN 462 ist gut 1,2mm stark und damit wesentlich stärker als das Original (die erste Variante) verwendete von ZF, wie Magne schon mehrfach schrieb gabs mit dem Teil Probleme, ich habe schon drüber nachgedacht das "Spezialteil" Siehe HIER (http://www.forum.man-traktor.de/index.php?topic=5551.msg54989#msg54989) nachzufertigen, denke aber das DIN 462 sollte genug Verstärkung bringen. Ich werde versuchen die Nutmutter ordentlich anzuziehen damit ausreichend Vorspannung vorhanden ist.

Schon vor einiger Zeit ist mir folgender Schaden aufgefallen:

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Die Oberfläche der Kugel ist abgeplatzt und andere Kugeln haben kreisförmige Abdrücke erlitten, ein Austausch muss her, ich habe ein Ersatzteil vom örtlichen Händler bezogen was sich im nachhinein als schwer überteuert herausgestellt hat (Made in Austria muss man sich heutzutage leisten können)

Das zerlegen gestaltete sich recht einfach, ich lasse den Lageraussenring an den Formrohren anstehen und drücke mit der Presse auf die Welle, der Passungsrost hielt bis knapp 10t dagegen.

Die Scheibe links habe ich schon mit Stahlwolle behandelt, die "Buchse" wo der Wellendichtring läuft ist schwer angefressen, ich muss mir das noch genauer ansehen ob ich nicht eine Neuanfertigung brauche.

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Am neuen Lager möchte ich so wenig wie möglich rumklopfen, also wird Aufheizen versucht.

[attach=4]

Es bleibt leider beim Versuch (aber jeder Versuch bringt mehr Erfahrung), Ich lasse das Lager auf die Welle rutschen, knapp 10mm vor ende bleibt das Lager auf der Welle stecken.

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Was soll ich jetzt machen, je länger ich warte desto fester wird es, rauspressen ist schwierig da ich den Innenring abstützen müsste, ich versuche es mit einer Trennvorrichtung was besser als gedacht funktioniert.
Nächster Versuch: das Lager kommt wieder vor den Ofen und die Rostflecken habe ich nochmal mit Stahlwolle behandelt.
Erfolg! das Lager rutscht bis zum Anschlag vor und ich lasse es erst mal Abkühlen, ein Foto gibts auch noch.

[attach=6]

Daheim, beim durchsehen der Fotos läuft es mir kalt den Rücken runter, ich habe den Abstandsring verkehrt drinnen.  ::)


Manchmal sind halt aller guten Dinge 3, also Trennvorrichtug wieder angebaut, ausgepresst, Ring umgedreht, Lager aufgeheizt und zusammenfallen lassen, ich habe mir den Gummihammer mal vorsichtshalber daneben gelegt, war aber überflüssig.

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Kleiner Fehler, große Wirkung, demnächst mehr.


schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 15.02.2015, 21:30:51
Hallo manni,

auf dem dritten Bild erkennt man einen Zwischenring mit Einlaufspuren.  Hast Du gemessen wieviel das ausmacht?  Manchmal muss man den Ring plan schleifen/drehen und mit Beilagringen ausgleichen.  Eine kleine Abweichung hier kann schnell das Tragbild negativ verändern...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.02.2015, 21:40:20
Hallo Magne,

Nachgemessen habe ich nicht, (ich vermute mal 2-4 Zehntel) ich dachte das diese Stufe eingeschliffen wurde um das Tragbild anzupassen, es gibt eine Stufe außen und eine innen, Vergleich siehe Bild 2 mit Bild 6, beim zerlegen habe ich nicht viel gesehen, (zum Glück sieht die Kamera mehr als ich) deswegen war der Ring fälschlicherweise verkehrt eingelegt.

Ich werde es jetzt mal so einbauen und es wird drauf rauslaufen das ich das Tragbild überprüfen muss.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.02.2015, 22:25:46
Hallo zusammen,

Teil 2 der Baustelle Hauptwelle.

Wellendichtring mit Dichtringhalter:

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Dichtringe in der Ausführung B1 (nach Simrit) sind immer wieder eine Herausforderung für mich, man kann nur auf den dünnen Blechrand drücken,(man könnte auch in die Fuge dazwischen drücken aber das traue ich mich nicht) ich fertige einen "Ringhalter" an.

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Der Dichtringhalter wird gereinigt, entfettet und Dichtmasse aufgetragen. Ich stecke den Ring auf das Drehteil und klopfe den Halter langsam runter bis die Masse rauskommt.

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Das ganze wird zum trocknen abgelegt, in ausgehärteten Zustand lässt sich die überstehende Dichtmasse leichter entfernen.

Ich habe mir schon überlegt wie ich die Welle eintreiben kann ohne das Lager übermäßig zu belasten, gedacht hätte ich an den Außenring des alten Schrägringlagers.

Zerlegen:

[attach=4]

[attach=5]

Die erste Kugel rauszuholen ist eine mords Fummelei, da alles perfekt ausgerichtet sein muss, danach geht es recht schnell, ich habe die Kugeln durch hochziehen des Lagerkäfiges herausgedrückt, sobald die Vorspannung weck ist, fällt die Hinterseite von selbst auseinander.

Ich werde versuchen die in meinem vorletzten Beitrag gezeigte "Büchse" zu retten. Zuerst mit Schleifmatten der Rost entfernen, dann polieren mit Stahlwolle.

[attach=6]

Tja, die Poren sind kleiner geworden aber immer noch da, ich habe nachgemessen wo die Dichtlippe später laufen wird, in dieser Flucht sieht es eh ganz passabel aus, die großen Löcher liegen daneben. Der Ring wurde durch das polieren sehr glatt, den Dichtring zerkratzen kann er so nicht mehr.
Ganz begeistert bin ich nicht, da aber diese Konstruktion "nur" die beiden Getriebehälften voneinander trennt kann ich damit leben.

Die Kontrahenten noch mal im Überblick...

[attach=7]

...und auf in den "Kampf" , die 110 x 4 Seegerringe sind mir in Erinnerung geblieben, trotz großer Zange brauche ich beide Hände um den Ring vorzuspannen.

[attach=8]

Den Dichtringhalter klopfe ich mittels Kantholz rein.

[attach=9]

Der Lagersitz und der äußere Lagerring werden eingeölt, die Hauptwelle durchgesteckt, das Sicherungsblech, die Nutmutter und die 3 Räder nacheinander aufgefädelt.
Dies ist eine Geduldsprobe da sich ständig etwas verkantet, es geht nur ruckweise voran und wenn dann gleich viel zu viel. Irgendwann dann mal steht das Lager an den Gussblock an und wird mit leichten Schlägen auf den alten Ring vorgeschoben, als es bündig ist lässt sich die Welle dank guter Schmierung händisch in Endlage bringen.
Die Nutmutter wird aufgeschraubt und der hintere Seegering eingesetzt.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.02.2015, 23:04:20
Das anziehen der Nutmutter gestaltet sich schwierig da die Welle blockiert werden muss, ich habe dazu einen Keil eingelegt.

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Eigentlich fehlt nur das verklopfen des Sicherungsbleches, ich verwende dazu einen Kreuzmeißel, die Welle will ständig ausweichen also halte ich sie fest und lasse meinen Vater ran, es wird versucht das Blech vom Dichtringhalter wegzudrücken, das störrische Teil hält allerdings dagegen, es ist schon spät und die Motivation ist nicht mehr sonderlich gut also wird einfach fester auf den Meißel geschlagen. Das Blech weicht aus, der Meißel rutscht ab und drückt den Rand des Dichtringhalters ein.

[attach=2]

Ich mache jetzt das was ich vor 10 min tun hätte sollen: zusammenräumen und nach Hause fahren. (jetzt noch etwas anzugreifen würde es nur noch schlimmer machen)


Der nächste Tag: Schadensbegutachtung, und alles wieder raus.

[attach=3]

Das kann ich nicht so lassen, das Stück könnte sich im Betrieb ablösen und Schäden verursachen.

Zuerst wollte ich den Dichtringhalter komplett neu anfertigen lassen, aber das kommt mir dann doch etwas über das Ziel hinausgeschossen vor.
Die Reparatur mit Kaltmetall wird versucht.
Nach dem erhärten wird sie Stelle nieder geschliffen, das Zeug hält ziemlich gut.

[attach=4]

Das behebt zwar die Folgen aber nicht das Problem, nach einer Pause habe ich einen ganz anderen Lösungsweg.

[attach=5]

Die Welle wird außerhalb vormontiert, ich habe zwar Alubacken im Schraubstock aber die alte Hose kann nicht Schaden.
So kann ich mit dem Hakenschlüssel die Nutmutter mit ordentlichen Bums anziehen ohne das ständig etwas ausweicht.

Das Sicherungsblech lässt sich mit einem Schraubenzieher steil wegdrücken, mit dem Meißel wird es eingerissen und niedergeklopft, diesen Vorgang sollte ich noch etwas verbessern damit es nicht so nach Schlachtfeld aussieht.

[attach=6]

Das alte Sicherungsblech ist im Vergleich zum neuen "hauchdünn" kein Wunder das es die Nutmutter nicht halten konnte, dennoch hatte das Neue auch seine Tücken.

Das wieder einbaun ist keine große Sachen mehr und geht schneller als vorher.

[attach=7]

Damit ist das Schaltgetriebe fast wieder komplett, als nächstes werde ich wieder Teile vorbereiten.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Prototyp 4P1 am 21.02.2015, 23:14:29
Hallo Manni,

der MAN konnte in keine besseren Hände kommen, ich bewundere Deine Arbeit und Sorgfalt.

Es ist überaus schwierig nach einer langen Pause wieder alles zusammen zu bekommen, wenn man dann
zwischendurch auch noch mit dem ganzen Krempel umziehen muss usw. usw....  ::)

Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.  8)

Gruß, Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.02.2015, 21:34:15
Hallo Jürgen,

danke, es ist übrigens genau so wie du sagst, ich habe dieser Tage die Teile der Riemenscheibe zusammengesucht und musste feststellen das ich sie verlegt hatte..

Das heutige "Bilderrätsel": Wer findet das Zubehör für den Riemenantrieb. ?   8)

[attach=1]


Das Sackerl hatte sich in der "Getriebekiste" versteckt, da kann ich lange suchen, nachdem alles gefunden wurde, habe ich mir einen Überblick verschafft.

[attach=2]

Den Verschlussdeckel hatte ich komplett vergessen, also alten Dichtring raus, gewaschen und lackierfertig gemacht.

Einer der Seegerringe ist beim ausbauen gebrochen, ich habe mich zwar um Ersatz gekümmert, aber leider gab mir der Verkäufer einen kleineren Ring, er wackelt beim probieren,  :(  das ist jetzt etwas blöd, zum zurückgeben ist es schon zu lange her.
Da ich den Wellendichtring aber auch noch nicht habe, kann ich eh nicht fertigmachen.

Das Gussteil gibt mir Rätsel auf, es gibt fuer den unteren Ring (Außenseitig) 2 Nuten, nach vermessen des Kugellagers wird klar das die (2) richtig ist. Fuer was die andere (1) ist, hat sich mir nicht erschlossen, vielleicht gab es hier die Option auf eine andere Lagerung?
Einer der 4 Ringe ist kein 90x3 sondern ein 90x4, das ist mir beim ausbauen nicht aufgefallen, war aber kein Problem, es gibt nur eine Nut die breit genug ist. (die äußerste hinter dem Wellendichtring)

[attach=3]

Ich habe mal die Ersatzteilliste befragt aber statt antworten zu bekommen gibt es noch mehr Fragen...

[attach=4]

Es sind schon mal nur 3 Seegerringe verzeichnet, vom 90x4 ist nichts zu sehen. Scheinbar gibt es aber eine Art Passscheibe (ZF  21.584.0) , die fehlt bei mir.

Bevor ich heute gar nichts mehr weiterbringe konzentriere ich mich besser auf die Sachen die klar sind.

Auch diesen Anlaufring hat es schlimm erwischt.

[attach=5]

Im Werkzeugschrank der Drehbank habe ich diese Spannvorrichtung gefunden (ich weiß aber nicht was der eigentliche Zweck derselbigen ist  ::) )

[attach=6]

Das Abstandsrohr habe ich gleich dazu genommen. Die Schleifmatte war erfolgreich, der Ring hat schlimmer ausgesehen als es war.

Die Lagerung sieht zwar benutzt aus, aber es gibt keine Schäden an den Walzkörpern etc., ich wasche sie vor dem Montieren noch mal ab und dem Einbau steht nichts mehr im Wege.

[attach=7]

Das Kugellager sitzt sehr steng auf der Welle, ich habe den Föhn verwendet um etwas Toleranz zu kriegen.

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Der Anlaufring hingegen sitzt mir etwas zu locker drauf, ich habe ihn sicherheitshalber mit Dirko bestrichen.

[attach=9]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 24.02.2015, 22:51:50
Hallo manni:

zur Klärung des Gussteil-Rätsels  ::):
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.03.2015, 17:49:33
Hallo Magne,

danke, es war mir schon fast klar das meine Ersatzteilliste hier schwächelt.

Bei der Antriebswelle gehts weiter:

[attach=1]

Das Sicherungsblech ist neu die Nutmutter nicht, sie wurde scheinbar noch nie geöffnet und hat keine Beschädigungen. Es wäre auch ein Problem geworden, ich habe im Internet praktisch keine Linksgewinde Muttern dieses Typs (DIN 70852) gefunden.


Nach dem Reinigen mit Stahlwolle:

[attach=2]


Das 6309 mit "Spezialnut" (siehe Antwort #202) wird endlich eingebaut, wie schon fast üblich vor dem Ofen erwärmt und per Hand aufgeschoben. Nutmutter mit Sicherungsblech auffädeln und mit Hakenschlüssel festziehen, mir fällt auf das ich keinen gut passenden Hakenschlüssel habe, um eine Delle zu vermeiden wurde ein Stück Messing untergelegt.
Die Welle dreht sich mit da der Schraubstock zu breit ist um die glatte Fläche zu greifen, ich muss die Welle hinter dem Bund spannen, nun bin ich ziemlich weit überhängend, es werden noch ein paar Holzklötze drunter gelegt.

[attach=3]

Im umbiegen der Sicherungsbleche bin ich schon etwas weiter, der verwendete Kreuzmeißel wurde geschliffen um scharfe Kanten zu erhalten, dadurch reißt das Blech sauberer ein.

[attach=4]

Den Sprengring (DIN 5417) vom alten Lager umzuhängen, war mit einer Spitzzange schnell erledigt.

Über das vordere Lager (6207) muss ich noch etwas nachdenken, bei uns in Tirol ist es zwar nicht so steil wie beim Schweizer Kollegen Fritz, aber ich glaube das dieses Lager durch das ständige fahren in steilen Gebieten gelitten hat.
Beim Bergauf fahren kommt an dieses Lager eigentlich kein Öl (dazu müsste es ja nach oben fließen)
Das Spritzöl was durch die Schale rechts gesammelt und durch die Bohrung hinter das 6309 geleitet wird, fließt sicher sofort wieder zurück ins Getriebe, ich überlege ob es nicht sinnvoller wäre ein abgedichtetes 6207 zu verwenden...

Heute ist noch Zeit, aber ich habe keine Lust mehr auf geistig fordernde arbeiten, ich entroste etwas.

Das Gehäuse des Allradabtriebes ist das erste Teil was ich zu fassen bekomme.

[attach=5]

Lack und Rost sind mit den Drahtbürsten recht schnell Geschichte, nun sieht man aber gut wie grob das Teil gegossen wurde. Ich habe mit einer Korundscheibe schon die gröbsten Überstände beseitigt, um es aber noch gleichmäßiger hinzubekommen wird gefeilt.

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Das Teil ist sicher einen halben Kilo leichter geworden, aber ich bin soweit zufrieden, wieder ein Teil lackierfertig
 
[attach=7]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.03.2015, 23:24:17
Hallo MAN-Gemeinde,

dieser Jahresbeginn kann sich sehen lassen, ich arbeite fast ausnahmslos Normalzeit und kann so recht viel Zeit in die Projekte stecken.

Als nächstes hätte ich vorgehabt die Dichtringe in den Flanschen der Hinterachse zu montieren, die Fotos erinnern mich an ein Blech welches vorher eingelegt werden muss.

Das Ding sieht ja besch... aus, umso mehr man putzt desto weniger gefällt mir was ich sehe....

[attach=1]

Im inneren Bereich wo der Abstandhalter anliegt hat das Blech nur noch ein paar Zehntel, die große Kronenmutter vor der Bremstrommel, war ja nicht ordentlich fest (und hochprofessionell mit Nagel gesichert) vermutlich hat sich hier Spiel entwickeln können, mit der zerquetschten Scheibe als Ergebnis.

Das Teil ist aus 1er Schwarzblech, das sollte ich doch hinbekommen.
Blechstreifen besorgt, aufgezeichnet und versucht mit der Blechschere auszuschneiden, beim ersten habe ich mich gleich verschnitten also nächster Versuch, der ist schon besser aber das Teil wellt extrem, ich klopfe es flach aber das endet in einigen Dellen. Es gibt danach noch ein paar Aktionen welche aber alle samt im Schrottcontainer enden.

Muss den alles so schwierig sein ?? im Werk haben sie die Scheibe ziemlich sicher einfach ausgestanzt...

Ich habe aber eine andere Idee, Akkuschrauber mit Lochsäge.

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Außen mit Blechschere grob auszwicken, ich bleibe 2mm weiter weg um das verzogene Material noch entfernen zu können.

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Drehen von solch dünnen Material ist sehr schwierig, besonders wenn man nur Drehmeißel hat die ihre besten Zeiten schon hinter sich haben, es bleibt viel Grat stehen welchen ich mit dem Schaber beseitige.

Umspannen:

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Nach einigen Fehlversuchen habe ich endlich 2 Stück die halbwegs ansehnlich sind, sie wurden mit Stahlwolle behandelt um die Kratzer vom drehen und festspannen zu verringen.

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Die B2 Ringe haben den enormen Vorteil das ich beim eindrücken nicht so genau sein muss, ich verwende einen Ring vom Lagereinbauwerkzeug.

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Ich muss recht oft umdrehen und nachsehen ob die Dichtmasse ordentlich rauskommt, auch will ich nicht riskieren den Gussring durchzubrechen.

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Der 2te Flansch läuft gleich ab wie der erste, aber mit dem Unterschied das ich mir schon wieder auf die Finger schlage. (irgendwas ist mit diesem schwarzen Schonhammer faul)
Demnächst steht wieder eine gröbere Entrostaktion an, also werden auch diese Teile vorerst wieder eingepackt.

[attach=8]


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 15.03.2015, 09:43:08
Hallo..

Von der Sorgfalt die hier bei Arbeit aufgewiesen wird, kann man schnell ein schlechtes Gewissen bekommen. :-[  Selber schmeisse ich bei jedem WeDi-Wechsel, wenn noch vorhanden, die sogenannten Ölstaubleche immer weg.  Meiner Meinung nach haben sie für jeden gelösten Kronenmutter immer schuld, denn sie bestehen von zu weiches Material.  In meinen Augen haben sie nur eine Funktion nachdem ein WeDi Öl leckt.  Wichtiger finde ich die Bohrungen für eventuelles Lecköl immer offen zu halten bzw. nachprüfen.  Eure Meinungen dazu würden mich klar interessieren. ::)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.03.2015, 21:21:55
Hallo Magne,

die Leckölbohrungen habe ich zuerst mit einem Bohrer dann mit Preßluft gereinigt, jetzt sollte ich nur noch beim montieren nicht vergessen sie nach unten stehn zu lassen...  ::)

Ich hätte vorgehabt die Kronenmutter 1-2 mal nach Inbetriebnahme zu kontrollieren um Setzungen auszugleichen.
Auf der anderen Seite sah das Ölstaubblech besser aus, es hatte zwar auch Spuren aber nicht so gravierend.

"Ring-wo-der-Wellendichtring-darauf-läuft" gibt an diesem Traktor mehrere, jetzt sind die von der Hinterachse dran.

Ich habe mir den linken geschnappt und begonnen mit Polierpaste zu rubbeln, das ging nur sehr langsam also Ring in die Drehe gespannt und einen langsamen Gang geschaltet.

[attach=1]

Während der Ring sich dreht habe ich die Paste aufgetragen und dann die Bohrmaschine mit der "Huttenscheibe" drangehalten.

Das hat ziemlich gut funktioniert.

Vergleich Links mit Rechts:

[attach=2]

Den rechten auch eingespannt und das selbige Spiel wiederholt, doch wie ich das Ergebnis genauer betrachtet, sieht man das hier ein tiefer gehendes Problem lauert.

[attach=3]

Der Ring ist zwar sehr glatt geworden aber der Rost hat ordentlich Löcher gefressen, ich glaube nicht das der Simmering darauf dichten wird. Beim Rückblick in die Fotodoku werden die Erinnerungen wieder wach, (siehe Antwort #129) hier hatte sich Wasser zwischen Lager und Dichtring gesammelt.

Ich statte dem Maschinenbauer im Nachbardorf einen Besuch ab, nach kurzem Gespräch sind wir uns einig: eine Neuanfertigung.

[attach=4]

Der neue Ring ist zusätzlich oberflächengehärtet, wieder was abgehakt.   8)

Nebenbei habe ich noch die aussenliegenden Lager auf die Halbachsen montiert, das übliche Spiel: Lager vor den Ofen, Welle in den Schraubstock und rauf rutschen lassen.

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schöne grüsse aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.03.2015, 22:21:47
Admin: Doppelposting gelöscht
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.03.2015, 22:25:50
Hallo zusammen,

lang habe ich mich dagegen gewehrt, nun hilft es nicht mehr, eine 3M 6000 Schutzmaske fuer die extremen Aktionen wurde angeschafft.

Es gibt auch schon die perfekten Kandidaten um sie zu testen.  :D

[attach=1]

Die Bremstrommeln + Grundplatten, sehen auf den ersten Blick nicht wirklich besonders aus, aber auf der linken Seite hat sich der Rost bereist weit unter die Farbe gefressen.

Wie ich so mit der Zopfbürste über 2 Nieten fahre merke ich das sich auf der anderen Seite etwas verabschiedet hat.

[attach=2]

Das Schildchen wird gleich in Sicherheit gebracht.

Die Außenseite habe ich komplett gemacht, innen wurden nur rostige Stellen behandelt, der Rest etwas aufgeraut.
Der Unterschied ist gut sichtbar, rechts habe ich nur den Ring machen müssen und links praktisch alles.

[attach=3]

Da die Schildchen jetzt weg sind könnte es schwierig werden die beiden Teller auseinander zuhalten, Schlagbuchstaben liegen schon bereit.

[attach=4]

Kurzfristig habe ich mich doch entschlossen die Trommeln zu zerlegen, dabei werden die halbhohen Muttern als "Verlierer" davongehen.
(Das nehme ich in Kauf) Bolzen sind hinten mittels Körnerschlag gesichert, aber gegen den Schlagschrauber haben sie keine Chance.

[attach=5]


Ein Schlag mit dem Gummihammer und die Nabe fällt heraus, die Radbolzen werde ich später noch gesondert entrosten.
Auch hier habe ich eine Markierung gesetzt damit ich nach dem lackieren weiß wie es zusammen war.

Bei den Naben setzte ich die Zopfscheibe als nächstes an, ein bekanntes Gussemblem taucht auf:

[attach=6]

Zum Schluss noch die Trommeln selbst, bei der linken ist arg viel Rost vorhanden, zwischenzeitlich habe ich bei der Staubwolke die eigenen Hände kaum noch gesehen.

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Die flache Scheibe verwende ich für den gröbsten Dreck und die Topfscheibe zum nacharbeiten, das hat bis jetzt gut funktioniert.
Jetzt erst ist die erste fertig (siehe Foto) auch das ganze Getriebe hab ich mit dieser Scheibe gemacht, ich denke das waren gut investierte 13€ 

Als nächsten Schritt muss ich jetzt mal alles staubsaugen, und danach geht der Kampf gegen den Dreck zuhause unter der Dusche weiter   ;)

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 21.03.2015, 07:58:20
Moin Manni,
da hast du schwer geackert. Meine Zopfbürsten haben es nie so weit geschafft.
Vorher haben sich immer die Drähte verabschiedet und u. a. schöne Muster auf
Hose und Pullover hinterlassen.
Bei den Arbeiten ist die Nutzung einer Schutzbrille Pflicht.

Ansonsten.... perfekt, wie immer! Auch die Illustration ist klasse.

Ein Tipp von mir für später:
Ich habe einen Extrakt meines "AS440A mit Bagger"-Berichtes zusammen gestellt.
Die DIN-A4-Seiten habe ich laminiert und zu einem kleinen Buch klammern lassen.

[attach=1]

Ab und an sehe ich da mal rein und auf Treckertreffen kann man den Besuchern
zeigen, daß es etwas mehr braucht, als ein wenig Farbe, den Trecker wieder
in einen guten Zustand zu versetzen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: H.Petersen am 21.03.2015, 08:44:12
Moin Jörg,

klasse Idee.


Mfg
Heiko
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.04.2015, 23:00:23
Hallo Jörg,

ich verwende aktuell Bürsten der Fa. Lessmann, damit habe ich bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht, davor hatte ich welche vom Baumarkt, (vermutlich aus Fernost Produktion) da brechen die Drähte sehr schnell ab und so viel billiger waren sie dann auch wieder nicht.

Die Idee zum Restaurationstagebuch gefällt mir sehr gut, da kann man auch "offline" mal drin blättern (und auch fuer die Kollegen die noch nicht so mit dem digitalen Zeitalter vertraut sind) 

Nun zu den Kleinigkeiten der letzten Tage.

Das Führungsrohr aus der Kupplung wurde entlackt und gesäubert.

[attach=1]

Die Original verwendete Dichtmasse ist ja hartnäckig, besonders da auch noch mit "der großen Kelle" aufgetragen wurde.
Ein abgebrochener Schraubenzieher, scharf angeschliffen, eignet sich recht gut fuer diesen Fall. Den Rest habe ich nach üblichen vorgehen auf der Drehbank gemacht.

Die Bremsklötze sind als nächstes dran.

Beschriften:
[attach=2]

Ausbohren der Nieten auf der Ständerbohrmaschine, dabei ist mir aufgefallen das es sich nicht um Kupfer sondern um Messingnieten handelt.

[attach=3]

Beläge sind noch Original vom Hersteller also vermute ich mal das die Messingnieten auch Original sind.
Der kurze Belag ganz oben, war an einem Ende so ungleichmäßig abgenutzt das er beim runternehmen gebrochen ist.

[attach=4]

Mit der Flex habe ich dann den Rost attackiert.

[attach=5]

In die Fuge zwischen den Schweißraupen kommt aber nur schlecht rein, deswegen wurde noch eine Runde mit dem Sandstrahler gemacht.

[attach=6]

Lackierfertig würde ich sagen, also nächste Baustelle.
 
Die Radbolzen stehen immer noch rum. Ich hätte vorgehabt sie grob zu entrosten und dann elektrolytisch zu reinigen aber nach genauerer Betrachtung bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Alle Bolzen des rechten Rades haben Dellen im Gewinde, meiner Meinung nach kann dies nur mit einer falschen Felge oder falschen Muttern passiert sein. Danach habe ich die Bolzen optisch auf Rundlauf geprüft, auch hier ist das Ergebnis sehr ernüchternd: 5 Stück haben einen Schlag drinnen das mir ganz übel wird.

Das muss ich erst mal verdauen, Fotos demnächst.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.04.2015, 20:36:00
Hallo,

es hat sich wieder was getan, doch zuerst das in letzten Beitrag fehlende Foto.

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Gut sichtbar sind die von der Felge verursachten Druckstellen, es sieht auf den ersten Blick schlimmer aus als es ist.
Theoretisch könnte man die kaputten Stellen überarbeiten und die Bolzen weiter verwenden, ich weiß noch nicht so Recht.
Habe am Freitag diese Baustelle mit meinem Dreher besprochen und sollte demnächst ein Angebot bekommen, dann wird es eine Entscheidung geben.

Die Teile der Schaltung habe ich zwischendurch mal bearbeitet, abbürsten hat gereicht.

[attach=2]

Die Schienen dazwischen haben auch schon bessere Tage gesehen, da ich aber beim probehalber zusammenstecken nur sehr geringes Spiel sehen konnte, denke ich das es die alten noch tun.

Das 2000ste Foto:

[attach=3]

Es haben sich in den letzten Wochen viele Teile angesammelt, es wird Zeit die Kleinigkeiten abzuschließen und lackierbereit zu machen.

In den Naben stecken teilweise noch die Zylinderstifte fuer die Verdrehsicherung der Radbolzen, ein oder zwei sind schon raus gefallen, ich habe versucht mit einer Kombizange die restlichen zu kriegen war aber nur mäßig erfolgreich, einige sind reingrostet.

Ich habe es danach noch mit einer Beißzange versucht aber das ging gar nicht, also jetzt die harte Tour.
5mm Rundstab anschweißen, mit kleiner Pumpenzange wackeln und gleichzeitig ziehen, so ging auch der Rest raus.

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[attach=5]

Bei dem Flansch des Allradabtriebs musste die Dichtmasse noch entfernt werden, mir fällt auf das es einen (scheinbar von der Produktion, ausstanzen ?) ungleich vorstehenden Bund gibt.

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Ist zwar nur ein Schönheitsfehler, aber ich brauche ja immer wieder mal ein Übungsteil auf der Drehbank.  :D

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Grauguss ist das keiner, das Material macht sehr lange scharfkantige Späne.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.04.2015, 20:49:15
Den Lenkhebel musste ich noch mal abbauen, spätestens bei der Montage kriege ich die Lenkung sonst nicht durch den Bock gefädelt.
Der Enddeckel (Differentialsperre) der Ritzelwelle ist auch entlackt.

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Endreinigung mit Nitro und Silikonentferner.

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Das Abkleben kann beginnen.

[attach=3]

Ich bin schon ein geduldiger Mensch, aber diese Arbeit bereitet mir Kopfschmerzen.

[attach=4]

Nach 4 geschlagenen Stunden abkleben bin ich soweit.

Vor der Lackierkammer:

[attach=5]

Norwegische Teile:

[attach=6]

Bremstrommeln:

[attach=7]

Die Lenkung ist Recht schwierig da ich sie nicht zu stark neigen darf.

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Ablage zum trocknen:

[attach=9]

Damit habe ich in den Nächsten Wochen wieder etwas zum Montieren.  ;)


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 11.04.2015, 21:43:26
Hallo Manni, es ist einfach schön deinen Bericht zu lesen und zu sehen wie genau und exakt Du arbeitest!
KOMPLIMENT! Weiter so. ;)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: bolzendreher am 12.04.2015, 14:08:41
Hallo Manni,

die Abdrücke im Gewinde könnten auch von nicht korrekt angezogenen oder sich gelösten Radmuttern kommen, dann arbeitet die Felge auch auf den Bolzen...

Viel Erfolg noch.

Grüße

Clemens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.05.2015, 19:49:06
Hallo Clemens,

das wird sogar ziemlich sicher die Ursache gewesen sein, (genau zu dieser Thematik gibt es eine Anekdote von meinem Opa) ich habe meinem Dreher grünes Licht fuer die Neuanfertigung aller 16 Bolzen gegeben, damit ist dieses Problem auch aus der Welt.

@Alex : Danke fuer die Blumen.

Trotz Stress in der Arbeit hat sich auch beim MAN ordentlich was getan.
 
Die Teile des Allradantriebes nach dem zusammensuchen.

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Schon beim suchen ist mir aufgefallen das ich einige Sachen erfolgreich verlegt habe,
den Einschalthebel sowie die Öleinfüllschraube muss ich noch finden, der Halter der Exzenterschaltwelle hätte auch lackiert werden sollen. (wurde übersehen)

Die bogenförmigen Sicherungsbleche sind teilweise schon durchgerostet und werden nicht mehr verwendet, ich habe aber keine Lust jetzt sofort dafür eine Lösung zu finden >>> wird hinten angestellt.


Vorbereiten bzw. entrosten:

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Die 2 noch eingebauten Lager werden rausgeklopft, der Flansch in die Drehmaschine gespannt und die Dichtmasse abkratzt.

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Die Passscheiben sauber zukriegen ist sehr langwierig.

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Die 3 beteiligten Lager sind noch brauchbar, aber stark verschmutzt/ angerostet, nach der Behandlung mit Stahlwolle wird noch einmal gewaschen und die Partikelreste mit Druckluft entfernt.

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Diesen Schaden sehe ich heute zum ersten mal.

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Alles rumdrücken und überlegen wie das passiert sein könnte hilft nichts, ich brauche eine Lösung.
Die Welle neu anzufertigen wegen eines fehlenden Zahnes scheint mir zu hochgegriffen, ich lasse es auf eine Lösung mit "Hausmitteln" ankommen.
Sollte sich der Rest noch dazu entschließen plötzlich abfallen zu müssen könnte ein schwerer Schaden entstehen, ich habe ihn mit der Korundscheibe entfernt.

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Das Schrägringlager kommt wieder an seinen Platz, das Kegelrad ließ sich nach etwas einölen mit der Hand eindrücken.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.05.2015, 19:56:23
Die Welle wird fest zwischen den Holzklötzen eingespannt.

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Anziehen der Kronenmutter und versplinten:

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Weiter bei der Abtriebseite: Das Zylinderrollenlager ist schon drin, die Abstandbüchse muss vor dem Einbau des zweiten Lagers rein, außerdem ist die Einbaulage zu beachten.

[attach=3]

Noch etwa vorölen.

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Er geht zwar recht gut rein per Hand aber ich möchte sicherstellen das ich die "Luft" heraussen habe, also auf die Presse damit.

Messingstreifen damit der Druck nur auf den Innenring des Lagers wirkt.

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Wie gedacht gehen noch ein paar Milimeter.

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Einbau der ersten Seite:

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Alle Ringe werden dünn mit Dichtmasse bestrichen...

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...dann gleich den Einsatz rein, Deckel bestreichen und Schrauben ansetzten. Ich musste diese Arbeit in zwei Schritten machen da ich den Deckel nicht gesäubert hatte, und die Zeit dafür hat man bei Dirko aber nicht.

[attach=9]

Wie am Anfang schon angesprochen bleiben die Sicherungsbleche jetzt noch weg, ich muss aber ordentlich festschrauben damit die Dichtmasse in die Ritzen gedrückt wird.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.05.2015, 20:00:52
An dieser Stelle wurde eine Woche pausiert, damit in der Zwischenzeit nicht zuviel Dreck eindringt wurde alles verpackt.

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Ich verwende nach Möglichkeit Wellendichtringe mit zusätzlicher Staubschutzlippe, auf jeden Fall aber die Metallgehäuseausführung. Original habe ich bis ca. 80mm die Variante B1, darüber die Variante B2 (Bezeichnungen nach Simrit) vorgefunden.

Dirko wurde bereits aufgetragen, dann fällt mir auf das der Flansch den WDR sehr weit abdeckt, nach kurzem nachmessen wird klar das dies so nicht läuft, die Staublippe würde eingedrückt werden.

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Entweder die Dichtlippe opfern oder den Flansch ausdrehen ? ich entscheide mich fuer letzteres.

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Die inzwischen hartgewordene Dichtmasse wird entfernt und neu aufgetragen, der B2 Ring (Original wäre B1 gewesen, war aber mit Lippe nicht lagernd) ist sehr steif und braucht ein paar ordentliche Schläge um reinzugehen, passt dann aber perfekt.

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Bei der arbeit an der Abtriebseite habe ich mich an die Debatten hier im Forum erinnert, ich denke das ich schon einen Fehler gemacht habe, also wird die Welle noch mal ausgebaut.
Sollte die Welle leicht unrund sein oder kleine Defekte haben, könnte das Öl später den Innenring des Schrägringlagers überwinden und über die Keilnuten in die Kupplung vordringen.
Der Lagerinnenring wurde mit Dichtmasse bestrichen und die Welle wieder einbaut.

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Der Distanzring wird auf den Innenring des Lagers geklebt.

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Wenn ich alles richtig im Kopf habe, dann sollte der Montage nun nichts mehr Wege stehen.
Passcheiben sind bereits dran.

[attach=7]

Das Einschieben geht leicht, ich treffe auch auf Anhieb die Zahnlücke, der Rest ist Formsache.

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Das wars vorerst, beim nächsten mal dann der Bericht über die Sicherungsbleche.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.05.2015, 21:10:03
Hallo zusammen,

die "offiziellen Geschichten" haben derzeit Vorrang.  :(

Es geht nur schleppend weiter da ich schon wieder aufarbeitungswürdige Teile entdeckt habe, aber hier mal mein Bericht über die Nachfertigung der Sicherungsbleche:

Ich werde hier vom Original abweichen und kein Schwarzblech verwenden, ein uraltes "Einser" Verzinktes wirds werden.

[attach=1]

Das übliche Leiden: bei Verwendung der Blechschere verzieht sich der Rand stark (jedenfalls bringe ich es nicht besser hin) also wieder drehen...

Aber erst mal ein größeres Futter montieren und einen Halter basteln.

Aussenbearbeitung:

[attach=2]

Während der erste Schritt noch halbwegs mit ein paar Tricks machbar ist, ist der zweite einfach nur noch Wahnsinn, wie kann man auch nur auf die Schnapsidee kommen 1mm Blech zu drehen...   ::)

[attach=3]

Irgendwie hat es dann doch funktioniert, das am besten erhaltene Blech wird als Vorlage zum anzeichnen genutzt.

[attach=4]

"Sprengen" des Ringes.

[attach=5]

Ankörnern und bohren der Löcher, ich habe mit 3,5 begonnen und schäle danach auf 10mm auf, einen Spiralborer habe ich mich wegen den dünnen Blechen nicht verwenden getraut.

[attach=6]

Der Stufenbohrer kann aber nur gerade Maße, ich brauche aber 10,5, also müssen alle Löcher vorsichtig nachbearbeitet werden.
Nachdem alle Löcher noch angesenkt wurden, wird auf dem Bandschleifer die grobe Kontur erzeugt.
 
[attach=7]

Fuer den letzten Schliff habe ich eine Feile verwendet, danach mit Zinkspray drübergegangen, ist zwar sinnfrei aber sieht aktuell mal gut aus.

Bei der Montage bin ich auf das Problem gestoßen das sich die Bleche anfangen zu wellen, eines wollte sich mitdrehen, dem entgegne ich mit einer Schraubzwinge.   

[attach=8]

Die Enden wurden mit dem Zangeschlüssel vor der Montage schon etwas angehoben, das erleichtert das hochbiegen mit dem Kreuzmeissel erheblich.

[attach=9]

Die ersten sechs sind montiert, die anderen sind fuer später (Vorderachse).   

[attach=10]



schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 12.05.2015, 21:49:14
Hallo Manni,
sehr sauber....
Sag, wie hast du das Blech im Futter der Drehbank gespannt.
Auf dem Bild scheint es zu schweben.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.05.2015, 06:37:02
Hallo Jörg,

die Drehe läuft eigentlich nur mir 275 Touren, aber durch die Kamera entstehen seltsame Bilder.

Außerdem habe ich die "verkehrten" Backen nach dem ersten Bearbeitungsschritt eingebaut. (weiß jetzt nicht so genau wie die heißen)

Hier noch ein Foto kurz nach dem einspannen, die Maschine steht noch.

[attach=1]



schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 13.05.2015, 10:06:30
Beim Foto denke ich das die Kamera wegen den eingeschränkten Lichtverhältnissen die Belichtungszeit so lang gewählt hat das dadurch die Spannbacken nicht mehr zu sehen sind. Da der Zwischenraum zwischen den Backen in Summe größer ist wie die Backen in Summe sieht man sie halt nicht mehr.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 13.05.2015, 17:14:43
Moin Manni, danke für die Aufklärung.
Diese Backen fehlen mir leider.

Den Effekt der lange Belichungszeit und der damit verbundenen Unschärfe, kannst
du mindern, in dem du einen Blitz benutzt.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Karl-Ernst am 13.05.2015, 20:03:43
Hallo Jörg,

der Effekt vom Foto ist ja nicht direkt als Unschärfe zu Bezeichnen.
Oft wird dies extra so benutzt um einem Foto eine gewisse Bewegung oder auch Lebendigkeit zu verleihen.
Wenn man zum Beispiel einen Wasserfall fotografiert und die Belichtungszeit so lange Wählt das das herunter stürzende Wasser dann verschwimmt und der Rest scharf abgebildet wird, wirkt das Foto lebendiger wie als wenn man so kurz Belichtet das das herunter stürzende Wasser eingefroren wird.

Wenn es wie hier eher darum geht die Art und Weise zu zeigen wie der Ring gespannt war, würde ich einfach bei still stehender Maschine das Bild machen. Ein Blitz kann wieder ungewollte Spieglungen der Metalloberflächen hervor rufen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 13.05.2015, 21:13:09
                                        Hallo
Anhang zu Jörgs Antwort= oder ein lichtempfindlicheren Film wählen,
                                     = bei der Diggi den Iso-Wert erhöhen.
                        So kann man manchmal Karl Ernst seine angesprochene Spiegelung sparen  ;) .
                            (Der Blitz verläuft sich auch in großen Räumen = Hintergrund dunkel.)
                                               Gruß Jens
                                                             
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 13.05.2015, 21:18:59
Ja, es gibt da einige Möglichkeiten.
Damit ich nicht ständig auf den Blitz angewiesen bin,
bevorzuge ich Kameras mit lichtstarkem Objektiv.
Meine Digi hat 2,4.
Die Bewegungsunschärfe bringt natürlich immer Dynamik in die Aufnahme.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 09.06.2015, 23:30:40
Hallo!

Ich bin neu hier und durch Zufall auf dieses Forum und dieses Thema gestoßen.
War im Netz nach der Suche nach dem 6309 Lager mit Nut für meinen Steyr 182a den ich gerade restauriere.
Beim genaueren hinsehen ist mir aufgefallen der MAN hat das selbe Getriebe wie der Steyr  :o

Das ganze hat mein Interesse geweckt...
Hab hier im Thema auch schon Bilder vom Steyr Hubwerk und was von einer Nummer mit 180a gelesen...
180a ist das Vorgängermodell von meinem Steyr, diese Nummer ist also eine Steyr Teilenummer.

Ich mag es irgendwie nicht glauben das Steyr die Getriebe von ZF bezogen hat, aber wird wohl so sein, aber warum Steyr Teile am MAN ?

Beim Durchlesen ist mir das Lager vom Triebling aufgefallen das ja bereits erneuert wurde, in meinem Getriebe ist dort ein spezielles Lager verbaut, kein normales 3310, sondern ein 3310 DMA (geteilter Innenring und dreifacher Preis) War im MAN ein normales 3310 verbaut ? denn hier wurde wohl eines eingebaut oder?

Bitte entschuldigt das ich hier vom eigentlichen Thema abschweife, aber denke ein eigenes Thema ist es nicht wert ;)
Jedenfalls ist das hier eine absolute TOP Restauration, gefällt mir sehr gut!

Anbei noch ein Bild vom Getriebegehäuse meines Steyr der auch bald neue Lager bekommt  :D

(http://abload.de/thumb/20150527_09425005y0g.jpg) (http://abload.de/image.php?img=20150527_09425005y0g.jpg)

Danke und schöne Grüße aus Oberösterreich  ;D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 10.06.2015, 16:03:43
Hallo!

Leider ist das Bild bei mir nicht möglich zu vergrössern.  Ist das Getriebe eigentlich ein 6+1 Gang ZF A15v? - es sieht nicht so aus...?!

Gruss MAN-fantast
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 10.06.2015, 17:26:20
Hallo,

soweit mir bekannt ist, hat Steyr bei diesem Typ ein eigenes Getriebe verbaut.

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 10.06.2015, 20:42:44
Hallo!

Habe mich wohl falsch ausgedrückt...

Der Steyr 180a hat ein 5 gang Getriebemit Kriechgang als Sonderausrüstung soweit mir bekannt, mein 182a hat 4 Gänge, und das ganze als Acker, Straßen und Rückwärtsgruppe.

Die ähnlichkeit zum Zf Getriebe schon rein optisch hat mich aber stutzig gemacht, finde aber keine anzeichen von ZF auf meinem Getriebe.

Hier nochmal das Bild

http://abload.de/image.php?img=20150527_09425005y0g.jpg (http://abload.de/image.php?img=20150527_09425005y0g.jpg)

lG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.06.2015, 21:17:09
Hallo,

Ob es sich um ein ZF Getriebe handelt lässt sich normalerweise anhand der eingegossenen Nummern überprüfen. ??

es könnte natürlich auch sein das Steyr nur den Gussblock von ZF genommen hat und die Innereien Eigenproduktion sind??

jedenfalls sieht das Gussteil auf deinem Foto schon verdammt ähnlich aus, aber die Räder weichen deutlich vom A-15 ab.


[attach=1]

Zitat
Ich mag es irgendwie nicht glauben das Steyr die Getriebe von ZF bezogen hat, aber wird wohl so sein, aber warum Steyr Teile am MAN ?

Meines Wissens hatte vom Werk aus nur der Steyr 280a ein ZF Getriebe. (so hat man es mir erzählt) alle anderen waren Eigenkreationen.

Warum an meinem MAN Traktor Steyr Teile sind lässt sich nur raten...
Es könnte der originale Kraftheber zu Bruch gegangen sein und das Steyr Hubwerk war gerade zu Hand?
eventuell war der MAN auch ohne Hydraulik ausgeliefert worden, und ein findiger Tiroler Landwirt hat sich Teile dann von heimischen Traktoren geholt??

Fragen über Fragen....


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 10.06.2015, 21:56:20
Hallo!

An meinem Getriebe ist an der Stelle "180A 2 70" , was auf eine Steyr Eigenproduktion hindeutet....

Auf der anderen Seite  30.6.1959, wird wohl das Datum sein an dem das Teil gegossen wurde.

Vielleicht hat Steyr das ganze auch in ZF Lizenz und etwas verändert selbst produziert.

Das mit dem Steyr Hubwerk auf deinem MAN klingt sehr plausibel, wird sich auch kaum mehr herausfinden lassen :D

Vielleicht kannst du mir ja noch die Frage vom Lager des Trieblings beantworten.

Fragen über fragen die wohl nicht leicht zu beantworten sind  ;D

lG

Edit: hat vielleicht jemand eine ahnung in welchem Zeitraum ZF das A15 produziert hat?

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 11.06.2015, 07:20:19
Hallo!

Ich kann zwar nur für MAN sprechen, aber das A15 wurde von 1948-1957 (einschl.) benutzt.  Das Getriebe wurde ständig verbessert und verstärkt, aber es hat nur zwei Gehäusevarianten gegeben.  Ich kenne nur das sogenannte Ring-Schräglager 3310X DIN 628 als Trieblingslager...  Das sehr ähnlich aufgebaute A17 hatte stattdem zwei Lager für den Triebling, wo das vordere Lager, schaltgetriebeseitig, geteilter Aussenring hatte.  Als Ersatz wurde später ein Lager mit geteiltem Innenring von ZF vorgeschrieben.

Gruss aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 11.06.2015, 16:40:32
                                           Hallo
Ein Bekannter von mir hat auch zwei Steier,ich weiß jetzt aber nicht welcher Typ.
Es könnte/könnten Typ 188 & 190 sein,jedenfalls so was wie in den Link .
http://agraranzeiger.bauernzeitung.at/fr/view/machine-d-occasion/tracteur/1575122/steyr-t188-28ps-mw-fl-gabel-schaufel.html
Die Ähnlichkeit ! ,von Getriebe, zum ZF A208 oder A210 ist da auch nicht abzustreiten,
das viel mir auch als erstes auf.Ich meine einer von beiden hat da was abgekupfert,
oder sie haben da zusammen gearbeitet,oder die Entwicklung kam nur aus den gleichen Haus ?
                                                       Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.06.2015, 22:03:33
Hallo,

bei mir war es wie Magne schon geschrieben hat, es war ein 3310 verbaut, das originale VKF Lager ist durch die vorhandene Einfüllbohrung komplett gefüllt, das ist beim neuen SKF nicht mehr der Fall. Die SKF Vertretung hat mir allerdings versichert das dies in meinem Fall kein Problem darstellt.

Bilder siehe Beiträge: #255 und #258


Wenn ich auf der SKF Homepage das 3310 A mit dem 3310 DMA vergleiche, dann fällt mir auf das das DMA Lager etwas stärker belastbar ist, in wieweit das in deinem Fall relevant ist kann ich aber leider nicht beurteilen...



schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 11.06.2015, 22:19:39
Hallo!

Bei Steyr tauchte diese art von Getriebe zum ersten mal 1953 im Typ 180a auf und wurde bis ca 1962 in ähnlicher Form gebaut, also denke ich hat hier ZF die Idee gehabt :D

Vielleicht hat Steyr das mit dem Lager ja "verbessert" das im Steyr verbaute 3310 DMA (laut Ersatzteilliste keine Normbezeichnung, quasi ein Steyr Eigenprodukt) hat einen Druckwinkel von 45°, sollte also mehr axiale Kraft aufnehmen können als das "normale" 3310.

Anzumerken ist vielleicht auch das alle Lager im Steyr auch im Steyr Wälzlagerwerk produziert wurden.

Ich hatte selbst schonmal das vergnügen mit einem ZF A212, und dort konnte ich innen keine ähnlichkeiten zu irgendeinem Steyr Getriebe feststellen, und von Steyr hatte ich schon einige Getriebe in der Firma zerlegt ;)

LG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 12.06.2015, 21:59:13
                         Hallo
Ich meinte auch die Außenansicht von Steyr Getriebe,von innen habe ich es nicht gesehen.
Wenn sie denn auch so gut sind wie die ZF,dann ist es auch kein Wunder  ;) .
                                      Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.06.2015, 13:36:49
Hallo zusammen,

noch ein paar Gedanken von mir:

Scheinbar hatte Steyr in diesen Jahren mit diversen Problemen zu kämpfen (oder einfach nur die hohe Nachfrage unterschätzt ?)
Ich vermute mal das man keinen potentiellen Kunden auslassen wollte und so kam es dazu das Gussteile außer Haus gefertigt wurden,
das lässt sich heute noch leicht nachweisen denn die Jenbacher Werke und die Vöest haben ihre Embleme auf den Teilen hinterlassen.
So ähnlich wird es wohl in diesem Fall gewesen sein, die Entwicklungszeit wird erheblich verkürzt wenn man auf bereits bewährte Fremdteile zurückgreifen kann. 

Böse Zungen behaupten das Steyr es nicht geschafft hat fuer den 280a (die "Königsklasse" mit 68PS ) ein einwandfreies Getriebe zu bauen, und deshalb ein ZF Getriebe zugekauft werden musste.

Leider ist das ganze wieder mal typisch österreichisch, es wird nur hinter verschlossener Tür gewerkelt (mit der Ausnahmen von ein paar Einzelkämpfern), das steht den klaren Fakten im Weg und hält "Mythen und Legenden" perfekt aufrecht. Auch das Steyr Forum ist nicht öffentlich einsehbar das schreckt sicher viele "Wissende" ab.
 
Ich lerne gerne etwas dazu und wie ich damals vor dem Entschluss stand eine Traktor Marke zu wählen, war fuer mich eine der Kernkriterien das es ein gutes und belebtes Forum gibt um sich bei den auftretenden Problemen aushelfen zu können. Das haben die Steyr-Fans bis heute nicht auf die Reihe gebracht, schade...

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 14.06.2015, 21:50:34
Hallo!

Da hast du wohl recht, leider wird entweder nichts verraten oder nur Halbwahrheiten verbreitet.

Forum gibt es leider nicht wirklich was gutes, für mich und viele andere ist Steyr wohl einfach "der" österreichische Traktor egal was er kann und was nicht  ;)

Vielleicht lässt sich das Rätsel mit dem Getriebe ja noch aufklären, mal sehen :D

Habs vielleicht überlesen, aber mich würde interessieren mit welchem Lack du das Getriebe innen lackiert hast.
Habe irgendwie bedenken ob das hält, Guss kann sich ja angeblich mit öl vollsaugen, und ich habe nicht wirklich lust den Lack dann in den neuen Lagern zu haben.

Werde den Restaurationsbericht auf jeden Fall weiterverfolgen!

MfG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.06.2015, 19:41:58
Hallo,

nein, du hast es nicht überlesen, ich habe dazu noch nichts geschrieben...

Es handelt sich um MIPA EP 100-20 2K-Zinkphosphat-Epoxidharz-Grundierung in RAL 1015 Hellelfenbein.
Die Farbe wird nach dem aushärten sehr zäh und nicht steinhart.

Die Innenseite wurde mit dem Propanbrenner abgeflämmt und dann komplett abgeschliffen.
Heute würde ich es eher nicht mehr so machen (zu viel Aufwand) ich würde es komplett Sandstrahlen da ich von Klebebändern gehört habe die das aushalten, so ist es ohne viel Ärger möglich die Bohrungen zu schützen.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 07.07.2015, 22:44:15
Hallo!

Die Farbe schaut gut aus und scheint auch sehr hochwertig zu sein.

 Ich persönlich hätte da aber trotzdem bedenken, nicht das sich das alles wieder löst und die neuen Lager ruiniert....
Ist halt meine Meinung...

Habe dir übrigens eine PM wegen dem 6309N Spezial gesendet ;)

lG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.08.2015, 19:58:33
Hallo zusammen,

Zurück zum Thema:

Ich versuche mich fuer zukünftige Beiträge mehr mit der Kamera auseinander zusetzten außerdem ist eine zusätzliche Leuchte über der Drehmaschine geplant.

Irgendwie konnte ich den Schwung aus dem Frühling nicht mitnehmen, so gabs nur "Gelegenheitswerkeln".
Die Lüftung in der Werkstatt funktioniert nicht wie gewünscht,(auch hier werde ich noch nachbessern) so hielt sich die Hitze auch nach Sonnenuntergang hartnäckig.

Also habe ich je nach Motivation an mehreren Ecken gleichzeitig gearbeitet.

Belegen der Bremsbacken:

Vor einiger schon mit Grundierung versehen wurden die Beläge aufgenietet.

[attach=1]

Zum gegenhalten habe ich ein Stück Rundstahl abgedreht und in den Schraubstock geklemmt.

[attach=2]

Die vorgebohrten Löcher stimmen nicht ganz zusammen was aber kein größeres Problem darstellte.

[attach=3]

Die selbst angebrachten Markierungen waren sehr hilfreich um die verschiedenen Längen zuordnen zu können.

[attach=4]


Der WDR fuer die Riemenscheibe (50x72x10) ist nach schier ewigen warten endlich angekommen. Ich wollte unbedingt die originale Ausführung in "B1" mit zusätzlicher Staubschutzlippe.

[attach=5]

Der Ring ging extrem streng rein ich hatte schon bedenken das es der Gussdeckel nicht halten würde.

Wieder ein Teil montagefertig.

[attach=6]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.08.2015, 20:24:09
Als nächstes nehme ich mir den Entlüfter des Allradabtriebes vor, ich habe den Dreck schon aus den Bohrungen gehohlt aber er ist trotzdem nicht durchgängig.

[attach=1]

Auf der Drehbank die Schweissnaht runtergedreht, dabei ist mir die kleine Hülse eh gleich um die Ohren geflogen.
Die Kugel ist festgerostet, dahinter befindet sich weiterer Dreck.

[attach=2]

Die Hülse hatts ordentlich verdellt, bevor ich hier irgendwelche Versuche starte lieber eine Neuanfertigung.
Die Materialausnutzung ist sehr schlecht ca 80% endet in den Spänewanne.

[attach=3]

Eine neue 13er Kugel ist beim örtlichen Lageristen leicht beschafft, die Feder dahinter habe ich nur ausgebogen.
Das anschweißen war nicht ganz einfach, ich musste die Naht danach noch etwas zurückschleifen da es sonst Konflikte mit dem Gewinde gibt.

[attach=4]


Folgenden Blechen gilt nun meine Aufmerksamkeit:

[attach=5]

Der Rost allein wäre jetzt nicht das Problem gewesen aber es gibt schon Ermüdungsrisse (vermutlich von Vibration)

Mein Vorrat an Schwarzblechen hat auch schon Flugrost angesetzt.

[attach=6]

Ich habe die beiden alten Bleche abgezeichnet und dann mit der Flex grob ausgeschnitten.
Nach ein paar mal dranhalten und ein paar Feilübungen kommt es dem Original schon sehr nahe. Fehlen nur noch die 5 Löcher welche einfach mit einem Schälbohrer gemacht wurden.
Auf die "zweiteilung" habe ich zugunsten zusätzlicher Stabilität verzichtet, ebenso wurde die 2te Bohrung fuer den Ölmessstab weggelassen.

[attach=7]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: michaelman am 23.08.2015, 22:40:21
Hallo Manni,

Schöne, Saubere und gute Arbeit wie du dass machst, ich möchte dir nur noch einen Tip geben wenn du das nächste mal Beläge
aufnietest.
Fang mit Nieten immer in die mitte an, und dann immer von Links nach Rechts arbeiten, damit sich der eventuelle Lochunterschied verteilt, es ist weniger Spannung im Belag und liegt besser an.

M.fr.Gr.
Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.01.2016, 22:06:30
Hallo Michael,

die Handbremse steht eh noch an, ich werde mich an deinen Tipp erinnern.


Das Projekt MAN steht derzeit etwas hinten an aber etwas geht immer.

Mittlerweile sind viele Schrauben und Kleinteile die das Triebwerk betreffen gereinigt und durchgesehen.
Beschädigte Normteile werden erneuert.

[attach=1]

Die beiden M12 Senkschrauben haben durch den vorbeilaufenden Riemen etwas Schaden genommen, die gäbe es zwar noch zu kaufen aber nicht einzeln.
Ich habe mich fuer eine Feilübung entschieden.

[attach=2]

[attach=3]

Die hinteren Radbolzen waren ja arg beschädigt, erst vor kurzen habe ich mal daran gedacht auch die vorderen unter die Lupe zu nehmen.

[attach=4]

Ausgebaut waren sie mit dem Schlagschrauber recht schnell aber der Rost war unter der Farbe schon gut verbreitet.

Vor kurzen wurde beim Aufräumen eine "Altlast" (Salzsäure) entdeckt, ich habe mal wo gelesen das dies ein guter Rostlöser sein soll also wird ein Versuch gestartet.

[attach=5]

Die Salzsäure ist schon ein ekelhaftes Zeug, obwohl ich im Freien bin kann man das Zeug weithin riechen.

Nach nur 10min ist es trübe geworden und das Schäumen hat aufgehört ob es das schon gewesen ist ?

[attach=6]

Habe die Bolzen rausgefischt und sie unter fließenden Wasser kurz abgebürstet.

[attach=7]

Der Rost wurde porentief eliminiert, außerdem hat sich nach kurzem Test mit beiden Muttern gezeigt das es keine ernsthaften Schäden an den Gewinden gibt, die Radbolzen können wieder verwendet werden.
Interessanterweise wurde die Farbe nicht angegriffen, einige Farbreste musste ich mit der Drahtbürste noch entfernen.

[attach=8]

Das "Teufelszeug" hat ja ziemlich gut funktioniert aber ich werde die Säure nur mehr in Sonderfällen verwenden.
Es bleibt immer giftiger Schlamm zurück der entsorgt werden muss und die Handhabung ist trotz Schutzkleidung mit Risiko verbunden.

In einer ruhigen Minute habe ich mal probehalber die Gangschaltung montiert, zuerst hat es recht gut ausgesehen aber je mehr ich mich damit befasst habe desto schlechter wurde es, die Schaltmuffe welche den Kriechgang betätigt hat viel Spiel, es könnte passieren das der Schaltfinger aus der Rille neben dem Zahnrad springt.
Ich habe den ganzen Kram zu meinem Maschinenbauer geschleppt >>> er überarbeitet einige Teile, ich hoffe das es nicht all zu teuer wird.
Bericht demnächst.

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.04.2016, 13:16:17
Hallo MAN Gemeinde,

Kleinvieh macht auch Mist so sagt man, hier eine Übersicht der Arbeiten der letzten Monate.

Die Schaltung hatte mich in den letzten Wochen ordentlich auf Trab gehalten, wann immer ich dachte "jetzt bin ich einbaufertig" ist wieder ein neues Leiden aufgetaucht.

Die Schaltelemente hatten sich in die darunterliegenden Flacheisen geschliffen, dieselbigen habe ich wieder planschleifen lassen.

[attach=1]

Das sah dann schon recht gut aus, ich habe anschließend alle Teile der Schaltung mit der Drahtbürste behandelt, bei der folgenden Anprobe war wieder reichlich Luft entstanden, ich beschloss die Abstandhalter zwischen den Schaltelementen doch zu erneuern.
Ein schnelle Skizze von den Dingern gemacht und damit zum örtlichen Wasserstrahlschneider gegangen.

[attach=2]

Die Feinanpassung habe ich dann mit der Feile erledigt.

[attach=3]

Die Teile wurden anschließend oberflächengehärtet und auf Maß geschliffen.

[attach=4]

Der Einbau:

[attach=5]

Als nächster Schritt kommt das Ölleitblech ran, aber auch hier stimmt etwas nicht, so wie ich das verstanden habe soll das über die Rinne laufende Öl in das Loch der Rücklaufwelle tropfen ?

[attach=6]

Ich habe die Verdrehung mit der Lötlampe zum glühen gebracht und etwas nachgebogen.

[attach=7]

Die Sicherungsbleche wurden schon x-mal auf und zugebogen sie werden ersetzt.

[attach=8]

Schlussbild:

[attach=9]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.04.2016, 13:22:35
Vor einiger Zeit wollte ich die Schrauben für die beiden Blinddeckel besorgen, also kurzer Blick in die Ersatzteilliste des Triebwerks:
M10x30 und M12x30 fuer den grossen und M10x20 nach DIN 931 fuer den kleinen Deckel.

Beim Schraubenhändler kam dann die Ernüchterung: Gibt es nicht, und gab es auch nie.
Irgendwie seltsam, ich weiß das ich solche Schrauben am Triebwerk schon gesehen hatte,
also ein Blick in das Normblatt der DIN 931: M10 gibt es ab Länge 40 und M12 ab 45mm.
Also wieder mal Spezialteile, ich hätte hier jetzt auf die Vollgewindevariante DIN 933 zurückgreifen können, aber das gefällt mir nicht.

Bei einer Anprobe des kleinen Deckels fällt auf das Länge 20 reichlich kurz geraten ist (nur 3-4 Gewindegänge eingriff im Guss), mit 25 sind sie innen genau bündig.

Um die Schrauben nicht von Grund auf anfertigen zu müssen, habe ich die kürzesten gekauft die lagernd waren.

Ab hier wird es experimentell, die Verzinkung der Schrauben wird heruntergelaugt.

[attach=1]

Blank, fehlt nur noch das kürzen.

[attach=2]

M10x25 Fuer den kleinen Deckel bereits gekürzt und das Gewinde nachgesetzt:

[attach=3]

Teile Übersicht:

[attach=4]

Die Verschlussschraube ist nicht ZF Original sondern eine nach DIN 910 mit M42x1,5.
Die Originale hat: SW 24, die nach DIN hat: SW 30


Im Internet gibt es einiges zu lesen zum Thema Schwärzen von Metallteilen, die Schrauben eignen sich gut fuer einen Versuch. Zwei mal mit Leinöl bestrichen und mit Heissluftföhn eingebrannt.

[attach=5]

Abkleben hat an dieser Stelle nicht ganz geklappt also wieder freischaben, die Montage danach war problemlos.

[attach=6]

Anders hier gab es eine Schrecksekunde, die Löcher passten nicht überein, nachdem ich einem Moment nicht wusste was hier fehlt, war nach einigen verwirrten Gedanken die Antwort klar: der Deckel ist asymetrisch gebohrt.

[attach=7]

Damit ist das Schaltgetriebe wieder komplett, fuer das Hinterradabteil sind noch ein paar vorbereitende Arbeiten notwendig.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 03.04.2016, 13:37:07
Hallo Manni,
die Schrauben gibt es als DIN 933:

http://www.ebay.de/itm/8-Stuck-DIN-933-Sechskantschrauben-M10x30-mm-8-8-verzinkt-Frei-Haus-/262347363900?hash=item3d151f163c:g:6BgAAOSwHjNV7uSi (http://www.ebay.de/itm/8-Stuck-DIN-933-Sechskantschrauben-M10x30-mm-8-8-verzinkt-Frei-Haus-/262347363900?hash=item3d151f163c:g:6BgAAOSwHjNV7uSi)

http://www.ebay.de/itm/Sechskantschrauben-Maschinenschrauben-Vollgewinde-DIN-933-8-8-verzinkt-M12-/360650508453?var=&hash=item53f87208a5:m:m-WwTqA22gDQLfkCRMQQk3g (http://www.ebay.de/itm/Sechskantschrauben-Maschinenschrauben-Vollgewinde-DIN-933-8-8-verzinkt-M12-/360650508453?var=&hash=item53f87208a5:m:m-WwTqA22gDQLfkCRMQQk3g)

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 03.04.2016, 15:36:02
Hallo manni,

leider hast Du der Sinn des Ölleitbleches ein wenig missverstanden.  Die Rinne soll Öl zum hohlen Zwischenradbolzen beim Kriechgang fördern.  Die Ausbuchtung der Rinne ist so gemacht wegen des Ölmess-Stabes.  Habe auch schnell zum Verständnis ein Illustrationsfoto geschossen.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: 00-Schlosser am 03.04.2016, 17:31:12
Hallo manni,

sehr schöne Arbeit von dir!
Deine Detailversesenheit bei Dingen die man vielleicht nie wieder zu sehen bekommt, wie bei den Schrauben ist erstaunlich.

Ich habe aber eine Frage zu den von dir neu angefertigten Abstandshaltern zwischen den Schaltelementen.
Hast du die da nicht Seitenverkehrt eingebaut?
Es soll doch so sein das man nur mit einem leichten Zug am Schalthebel
 in den Kriech/ bzw. Ersten/+Rückwärtsgang gelangt aber ohne Zug wieder in die mittleren Gassen.
So wie die leisten auf deinem Bildern eingebaut sind mit den Abschrägungen nach innen dürfte das aber nicht funktionieren.

mfg Christian
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.04.2016, 21:22:04
Hallo,

Magne: Das Ölleitblech war beim zerlegen so eingebaut wie es im Foto Nummer 6 (2304.jpg) zu sehen ist, ich dachte mir schon das dies nicht richtig ist, zumal das Blech beim einlegen des Kriechganges am großen Stirnrad streifte. (dies war auch bei geschlossenen Getriebedeckel lautstark zu hören) jetzt verstehe ich auch den Sinn der "Delle"

Christian: Die drei Abstandhalter habe ich so wieder eingelegt wie ich sie beim zerlegen vorgefunden habe. Ich musste den Hebel immer anheben (bei raus und beim reinschalten) da der Schalthebel aber total verbogen ist habe ich mir nicht sonderlich was dabei gedacht.


So wie ich das sehe waren hier schon mal "Vollprofis" am Werk: einfach mal zerlegen und wenn mans nicht mehr zusammen bekommt dann einfach irgendwie ist doch wurscht.  >:(


Danke an alle die hier mitschreiben! Das Forum ist echt super, ohne diese Diskussionsplattform hätte ich keine Möglichkeit solche Details/Fehler zu entdecken.


schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 03.04.2016, 22:56:54
Hallo manni,

ich hatte in der vorigen Antwort ein wichtiges Detail in Bezug auf Einbau des hohlen Zwischenradbolzens vergessen.  Er hat für das Zahnrad nur ein seitlich gebohrtes Schmierloch.  Finde es wichtig, dass das nach unten im Getriebe zeigt.  Vielleicht selbsverständlich, aber dennoch...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 06.04.2016, 21:24:21
Hallo,
noch mal zurück zu den Steyer Fans.
Ich habe hier eine ZF Liste:
das A15V Getriebe ist ausser bei MAN noch bei:
Bukh
KHD
O&K
Schlüter
Stolberger und
 Steyer verbaut worden.
Typ:   180a mit Motor WD213a
       N180a mit Motor WD213F
       N182  mit Motor WD213G
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.09.2016, 10:52:05
Hallo Ali,

interessante Liste hast du da, ich war im Sommer in einem Heimatmuseum bei uns in der Nähe, da waren auch einige Traktoren aus Privatsammlung ausgestellt, unter anderem ein großer gelber Steyrer und wie ich so das Getriebe genau betrachtet habe sind mir die ZF Teilenummern seitlich am Getriebe Block aufgefallen, habe mir zuerst gedacht, das kann nicht original sein aber mittlerweile bin ich mir fast sicher das dies so gehört.


@Magne, das Loch im Zwischenradbolzen habe ich zwar gesehen, aber den Zweck nicht verstanden, jetzt in Kombination mit dem Foto ist mir klar was zu tun ist.

Die Sicherungsschraube will nicht mehr raus, einen Blechlötkolben gut 1 min aufgelegt und der Kleber ist hin.

[attach=1]

Ausdrücken des Bolzens:

[attach=2]

Ich habe alles gereinigt und den Bolzen markiert, damit man sieht ob er sich beim einpressen zu drehen beginnt.
Nun kann ich mich wieder erinnern, dieser Vorgang ist recht fordernd, die Nadellager im Zwischenrad müssen während des drückens auf den Bolzen gefädelt werden, das ganze geht nur nach Gefühl, man sieht nichts.
Die Gewindestange versucht (wie befürchtet) den Bolzen mitzudrehen also habe ich eine Mutter dazwischengenommen und mit einer Gripzange blockiert, so bin ich dann zum Ziel gekommen.

[attach=3]

Das Leitblech ist nun total verbogen, ich versuche das mal hinzubiegen wie es auf Magnes Bild ist.

[attach=4]

Der Gasbrenner braucht einfach sehr lange bis das Blech anfängt zu glühen, dann ein Stück vorsichtig biegen, anprobieren.
nach etwa 6 versuchen war das Gas alle und meine Lust auch.

Ich habe mir dann ein paar Tage später vom örtlichen Gashändler die Flaschen gehohlt den Brenner dazu hatte ich schon seit gut 5 Jahren im Dachboden rumliegen.

[attach=5]

Damit ists schon ein anderes arbeiten, und nur ein paar Versuche später passts auch.
Alle Gänge noch durchgeschaltet, um zu sehen das genug Abstand in allen Betriebslagen ist.

[attach=6]

Ein paar Teile wurden auch wieder durchgenommen.
Aufbohren der Niete des Handbremsbelages:

[attach=7]

Originalbelag:

[attach=8]

Ich habe zuerst mit der Drahtbürste angefangen aber schnell wieder gelassen man kommt nicht in die Zwischenräume.
Also gestrahlt:

[attach=9]

Für das Ölleitblech wurde noch eine Neues Sicherungsblech hergestellt:

[attach=10]

schöne grüsse aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 17:46:54
Hallo zusammen,

irgendwie ist 2016 schon wieder fast vorbei, die Zeit geht einfach zu schnell vorüber.
Ich habe noch ein paar Urlaubstage, die werde ich nutzen um hier mal ein ganzes Stück voranzukommen.

Vormontieren der Differentialsperre

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Nun zur Kupplungsglocke:

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Ich habe mich final für ein dauergeschmiertes Lager entschieden, mal sehen was es bringt.

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Verschlusstopfen

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Beim Reinigen ist mir aufgefallen das die Schrauben der Zapfwelle überdehnt wurden.
Hier habe ich lange herumüberlegt was es werden soll, die nicht mehr erhältliche SW 14 und das außerhalb der DIN Norm fabrizierte Teilgewinde haben mich zu einer Neuanfertigung ermutigt.
Einen Sechskantstab "42CrMo4 vergütet" bestellt und dann auf der Drehe fertigbearbeitet.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 17:55:33
Was sonst noch vom Triebwerk so rumliegt wurde zum Aufarbeiten zusammengesucht.

mal wieder entrosten/entlacken

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Schaltung des Allradabtriebes: Führung des Schaltgestänges verbogen, richten mit Brenner.

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Bei dem dazugehörigen Gabelhebel wurde die Gabel stark verbogen,
laut Ersatzteilliste sollte zur Verbindung ein Bolzen eingesetzt sein (nach Din 1434) es war eine Schraube
drinnen welche einfach voll angezogen wurde.

Wieder ausgebogen, glüht aber noch:

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Dieser Kegelstift sitzt sehr fest und das dünne Ende ist breitgeschlagen, freiwillig geht der nicht mehr raus.

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Abschneiden des vorstehenden Teils, und durchbohren bis etwa zur Mitte.

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Der Durchtreiber kann den Stift nun problemlos "ziehen"

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Entrosten/Entlacken der Pedale:

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 18:01:04
Gewisse Stellen sind praktisch nicht erreichbar, also ab zum Strahlen.

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Vom wem ZF die Bremshebel wohl zugekauft hat ? nach dem Strahlen gut sichtbar:

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Der Kupplungshebel wurde schon einmal ausgebuchst, wackelt auf der Welle aber wie ein Kuhschwanz.
Mein Dreher wirds schon richten...
 
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Ausrückhebel

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Die Gewinde der beiden Spezialschrauben sehen nicht mehr gut aus, auch hier werde ich mir noch was einfallen lassen müssen.

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Das sollte es nun gewesen sein ums Triebwerk, alle Teile entfetten und rein in die Lackierkabine.

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Bremstrommel in schwarz hitzebeständig

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der Rest wie üblich rotbraun

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weiter gehts nach einer kurzen Pause.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 18:23:28

Auf diesem Stift sitzt die Ölförderscheibe, er wird unter der Zapfwelle innen seitig in den Block geschraubt.
Damit es im Betrieb nicht zum losdrehen des Teiles kommt wurde mit einem Körner das Ende geweitet,

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dabei wurde das Gewinde beschädigt, nach etwas nachfeilen wird zusammengebaut:

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Heute gibt es ja die Möglichkeit auf Loctite zurückzugreifen, der Körner kann in der Kiste bleiben.

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Und noch die Verschlußschraube hinten:

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Es ist soweit: ein Podest aus drei Paletten (wie schon beim zerlegen) wird gebaut um bei der folgenden Montage eine stabile Unterlage zu haben.

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Die benötigten Teile liegen bereit.

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Beim Differential gehts los, ein guter Freund steht mir heute zur Seite, so sollte es besser laufen als beim zerlegen damals.

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Ich wollte die Lager schon vorher montieren, zum Glück habe ich es nicht gemacht, das Rad geht nur ohne und auf eine Weise rein (mit dem langen Stummel voraus)   

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 18:30:49

Lager links + Distanzring

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Auf der rechten Seite ist noch zusätzlich ein Deckblech für das Lager.

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Achstrichter rechts:

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Sperrklaue eingebaut:

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Steckachse liegt bereit zum Einbau.

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Wer Foto 1860 in Beitrag #266 kennt wird wissen wo der Fehler liegt.
Jetzt sind bei uns erstmal ordentlich Kopfschmerzen und ratlose Gesichter angesagt.

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Nach einer kurzen Pause werden die Fotos und die Projektdokumentation durchgesehen.
Bei der Bestellliste angekommen wird klar was hier schief gelaufen ist, 6212 wurde durch einen Tippfehler mit 6312 vertauscht.
Das "gemeine" daran ist das beide Lager die gleiche Bohrung haben so wurde der Fehler nicht sofort bemerkt wurde.
 
Wieder Abziehen:
 
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Um nicht diesen Tag zu "verlieren" wird beschlossen die Achsen inzwischen wegzulassen.

Die Sperrklaue wird mit Klötzen im Rohr eingekeilt, der Kollege schwingt schon den Brenner.

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Ich trage inzwischen die Dichtmasse auf, so geht das Lager gut in den Achstrichter.

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Gleiches Spiel Links, hier ist schon mehr Kraft notwendig, die Schlitzschrauben stellen keine große Herausforderung mehr dar.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 18:38:26

Alle Teile der Ritzelwelle: (so dachte ich es mir zumindest) auch hier wird es noch Probleme geben, aber dazu später mehr.

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Die Schwierigkeit hier ist eigentlich nur genügend Hände zu haben.

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Aufschrauben der neuen Mutter und verklopfen des Sicherungsblechs.

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Aktuell ist nicht ganz klar wann es an der Bremse weitergeht, so wird ein Schutzdeckel angefertigt.

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Differentialsperre:

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Das Ding ist fummelig zu montieren, ständig greife ich in die frische Dichtmasse.

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Riemenscheibe:

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2016, 18:50:36
Ölleitbleche:

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Bei der Zapfwelle ist die Schaltmuffe ein gefährliches Detail (besonders bei meiner hektik)

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Montiert mit den selbstgemachten Schrauben

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Der Getriebedeckel wird zum Staubschutz aufgelegt, dann wird die Kupplungsglocke herangefahren.
Ich frage mich in solchen Situationen immer wieder, was machen Leute die keinen Kran oder einen Motorheber haben?

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Der Lagersitz der Vorgelegewelle ist ausgeschlagen und wird mit dem Lageraußenring verklebt.
Noch festschrauben:

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Lagerböcke Bremsen:

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Getriebe technisch bin ich soweit durch, alle offenen Löcher werden zugeklebt, einige Teile sind derzeit beim aufarbeiten, mal sehen wann und wies weiter geht .


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: 00-Schlosser am 24.10.2016, 01:32:18
Hallo Manni,
Weiterhin ein sehr schöner Bericht den du hier machst, besonders im Bezug auf das Getriebe für mich sehr hilfreich.
 Denn trotz Unterlagen und anderer guter Berichte hatte ich neulich beim Ausbau auch das Problem mit dem Differenzial und dem Lager auf der Sperrenseite. Das passt da zusammen einfach nicht durch.
 Ich habe noch eine Frage zu dem letzten Foto in Antwort 318.
Da ist die Getriebenummer zu sehen (aber nicht lesbar) und der Kegeltreibling mit 7 Zähnen,
 hast du da ein "B" Getriebe? Also die Getriebenummer beginnt mit "B" oder ist das umgebaut.
Ich habe das Thema mit dem Umbau auf ein schnelles Getriebe für mich noch nicht geklärt und bin noch auf der Suche.
mfg Christian
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.10.2016, 20:45:13
Hallo Christian,

ja das Getriebe ist Ausführung "B", jedenfalls ist es so eingeschlagen, in Antwort #129, Foto 280 ist es besser zu sehen.

Herumgebastelt wurde an diesem Getriebe schon einiges: Abgebrochenes Gussauge der Nebenwelle Kriechgang, mit dem Gehäuse verschweißte Kugellager, falsch eingebaute Ölleitbleche...
 
Laut meinem Wissenstand gibt es 3 Kegelradpaarungen:

29:6
29:7
28:8

Bas hat mich ja in Antwort #251 aufmerksam gemacht, das durch den Tausch von 29:7 zu 28:8 noch etwas Tempo herauszuholen wäre.

Der Traktor ging so 25km/h (mit Navi gemessen, es wäre aber noch etwas mehr "drinnen" gewesen), das ist nicht nur der Übersetzung sondern auch den 2000 Touren des Motors  geschuldet.
In der ZF Broschüre war ja die zur Berechnung der Geschwindigkeiten angenommene Motordrehzahl mit 1500 angeben.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 24.10.2016, 23:48:26
Hallo Manni ,wieder ordentlich gemacht , beim lesen deiner Lagerfehler   kam ich zu schmunzele   ;D , schon bemerkt das   deiner Getriebe  bald  seiner  63er Geburtstag hat ?  fängt dann auch sein Leben an oder erst bei 66?   ( mit andere Worte:der Rest vom Traktor muss auch noch gemacht werden?).
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.10.2016, 21:44:47
Hallo Bas,

das mit den Lagern war ein ordentlicher Griff ins Klo, aber solange es keine anderen Schäden gibt, die richtigen sind eh schon gekommen.

Ich weiß das es sehr langsam läuft, es gibt leider immer wieder so Phasen wo einfach nichts geht.
Wie lange es noch dauerd >>> ich habe keine Ahnung (wenn es nach Udo Jürgens geht habe ich ja noch etwas Zeit  :D )

Teile wo es keine Probleme gibt, gehen eh in recht kurzer Zeit runter, aber die Baustellen sind halt das wo es hakt...

 

Die "neuen" Lager sind schon montiert:

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Die Sperrklaue wird derzeit von Holzstücken gehalten,wenn ich die entferne fällt sie raus und damit auch die Gleitsteine, das wäre sicher eine mords Fummelei bis die wieder auf Position sind, ich habe aber schon eine Idee wie ich das verhindere.

Triebwerk zu Seite gekippt:

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Holz entfernt:

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Sieht gut aus, die Sperre bleibt wo sie ist, das einfädeln der Achse ist nur mehr ein kleiner Balanceakt.
Ich habe zwar die beiden Dichtringe noch die hier eingelegt werden sollen, aber der Zustand ist unbrauchbar, so habe ich eine ordentliche Naht Dichtmasse aufgetragen.

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Nachdem der Zwischenring fest angedrückt wurde, habe ich den Abschlussdeckel mit dem Loch nach unten montiert, die Schrauben sind nur zeitweilig damit die Dichtmasse fest in die Ritzen gedrückt wird.

Für das zurückdrehen des Getriebes habe ich mir Unterstützung geholt.
Die zweite Achse war dann nur mehr Formsache.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.10.2016, 22:06:29
Hallo..

Eine Alternative, wenn man schnell die rechte Hinterachswelle ziehen soll, ist die Sperre zu aktivieren.  Mit einer langen Schraubzwinge das Pedal unter Druck setzen und die Schiebemuffe bleibt wo sie soll.  In diesem Fall, bei komplettem Zusammenbau, soll man bei "meiner" Vorgehensweise am besten zwei Personen sein.

Gruss Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 30.10.2016, 15:43:23
Hallo Magne,

du weißt ja :warum einfach wenns auch kompliziert geht.   :-[


Beim lesen der älteren Beträge bin ich wieder auf die Debatte zum tuschieren (Überprüfung des Tragbildes der Kegelpaarung) gestossen. Nun wäre ein geeigneter Zeitpunkt das mal zu versuchen.

Ich verwende ein amerikanisches Produkt da es bei uns einfach und günstig lieferbar ist.
Auf das Tellerad der Zapfwelle etwas mit dem Pinsel aufgetragen und ein paar mal gedreht:

[attach=1]

Auf dem Foto kommt es eventuell nicht so gut rüber aber ich hätte gesagt das geht in Ordnung.

Dann beim großen Tellerrad:

[attach=2]

Hier stimmt was nicht, der Berührungspunkt läuft in der Mitte des Spiralkegels über die Zahnflanke hinaus.
Es hat noch eine ganze Weile gedauert bis ich dahinter gekommen bin was hier danebengegangen ist.

Mir ist aufgefallen das die Paarung ein großes Umkehrspiel hat, außerdem hatte das Ölleitblech nicht mehr gestimmt und wurde nachgebogen.

Ich muss also beim Zusammenbau einen Fehler gemacht haben, recht schnell wird auch schon etwas entdeckt:

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Der Lageraußenring hat erheblichen Abstand zum Seegerring, nun kenne ich mich gar nicht mehr aus.
Auf meinen Fotos von damals ist nichts zu sehen, erst die Ersatzteilliste klärt mich auf, es gibt zwischen Differentialdeckel und Lager einen Abstandring.

Ich habe mal eine Nachdenkpause eingelegt und mit meinen Mitstreitern gesprochen, aber Fehlanzeige, so wie es aktuell scheint hat der Ring schon beim Zerlegen gefehlt, sonst wäre er aufgefallen.

Im Endeffekt bringen mich alle diese Mutmaßungen nicht weiter, ich brauche eine Lösung und die heißt: DIN 988

Sperrdeckel wieder demontiert:

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Mit dem Gummihammer wurde die Welle bis auf Anschlag Seegerring zurückgeklopft.

Tiefenmikrometer habe ich keinen aber eine Schiebelehre mit Haken:
Wenn man den Haken von 2mm dazurechnet kommt man auf gerundet 5,5mm

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Der Deckel hat einen vorstehenden Bund von genau 3mm also sind noch 2,5mm auszugleichen.

Passcheiben 110mm

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Ich lege die Scheiben ein und schraube den Deckel mal ohne Dichtmasse rauf.
Nochmals die Tuschierfarbe:

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Besser geworden ist es, ich finde das die Berührungspunkte am Spiralkegel recht klein ausfallen, dies umfassend zu beurteilen dafür reicht mein Fachwissen aber nicht aus.

Tellerrad:

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Fast in der Mitte, so sollte wohl das Optimum aussehen ?
Ich lasse das mal so, sollte sich was grob anderes ergeben muss ich noch mal ran.

Das Ölleitblech war nun auf Kollision mit dem Tellerad also wieder zurückbiegen.

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Der Sperrendeckel wurde wieder abgenommen gereinigt mit Dichtmasse bestrichen und wieder montiert.

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Was mir jetzt so beim betrachten der Bilder spontan einfällt: muss der Fuß des Sperrendeckels auch gegen den darunterliegenden Flansch abgedichtet werden ? (blauer Pfeil)


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 30.10.2016, 17:43:41
Hallo manni,

beim blauen Pfeil ist normal zwischen Zentrierring und Führungsflansch ein dicker Dichtring aus Moosgummi (ZF 34.65.0) eingelegt.  Er soll Staub- und Schmutzeindringungen von unten verhindern und entgegen dem Fett von oben Widerstand üben.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 01.11.2016, 09:20:57
Hallo und Moin,
hier ein Auszug aus dem Schlepperhandbuch. Vielleicht hilft es.

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.11.2016, 21:05:14
Hallo euch beiden,

danke für die Infos, mal sehen was sich daraus ergibt.


Ein alte Baustelle habe ich dieser Tage auch finalisiert

Alu Scheibe:

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Auf Maß ausgebohrt, dann eine Stufe eingedreht.
Umgespannt und Außendurchmesser auf Maß gebracht, die untere Kante noch verrundet.

Beim anprobieren habe ich gemerkt das am Lenkrad eine Delle ist und der Ring nicht rein geht.

Das Teil geht grade so am Bett vorbei, im langsamen Gang wurde dann den Buckel weggedreht.

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Das Lenkrad hat einen Schlag drinnen, mal sehen was man da machen kann. (oder vielleicht auch so lassen...)

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Doch das ist im Bezug zum Ring nicht relevant.

Passt:

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Den Ölmessstab habe ich mal ausgeklopft, "gut" ist was anderes.

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Problematischer als die ganzen Macken ist aber, das ich mir mittlerweile sicher bin das der Stab für dieses Getriebe (mit Kriechgang) viel zu lang ist.

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Der Holzblock soll den Getriebedeckel darstellen, so sind es bis zum Boden noch gut 4 cm.
Das Tellerrad der Zapfwelle würde grade so ein Stück noch eintauchen, das Tellerrad der Ritzelwelle wäre in der Luft.

Am einfachsten wird wahrscheinlich sein bei geöffneten Deckel die geforderte Ölmenge einzufüllen und den Stab danach auszurichten. 

Meinen Erkenntnissen nach sollte die am tiefsten liegende Welle bis etwa zur hälfte eintauchen.
Demnach sah das damals kurz vor dem Ablassen schon optimal aus (der Ölpegel, der Rest eher weniger...)

[attach=8]

Aktuell muss ich mich damit noch etwas gedulden, zum Lackieren werde ich wieder in die Kabine in der anderen Werkshalle fahren.
Durch die Tür komme ich aber nur stehend, diese Übung werde ich nicht mit gefülltem Getriebe versuchen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 06.11.2016, 22:50:45
Hallo Manni , sofern ich weiß muss das Öl bis am mitte Zapfwelle kommen , oder wie Du schreibst  bis am tiefst gelegene Welle ; um sicher zu gehen wäre tatsächlich erst das Differentialgehause au zu füllen mit dem vorgeschriebene Ölmenge  der beste vorgang , wegen zu langes Ölmessstab  Du hasst doch nicht der Ölmessstab verwechselt mit dem vom Schaltgetriebe?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 07.11.2016, 13:38:01
Hallo,
ich hab' mal die Peilstabnummern aus ET Listen und einige Peilstäbe von meinen Getrieben verglichen.
Es bringt allerdings nichts Genaues.  Nur grob: vorne längerer Peilstab als hinten. In den Listen AS440 (hi) und A32 (vo) sind scheinbar die Nummern vertauscht. Beim A15 ist es wieder umgekehrt (oder auch falsch?)
Mach es, wie Bastian schreibt: ÖL nach Angabe auffüllen und Peilstab angleichen.
Wobei in der BA vom AS440 steht: Füllmenge Hinterachstriebwerk 9,5 L (Dies sind Mengen aus A15)
                              A32/C40      : Füllmenge Hinterachstriebwerk 32 L
                im Schlepperhandbuch : Füllmenge Hinterachstriebwerk 32 L

Bei der Sucherei habe ich eine Peilstablänge von einem A60A!!  ausgegraben. Wer weiß was das nun wieder ist?

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 07.11.2016, 17:14:22
Moin,
hier ein Auschnitt aus einem ZF-Prospekt:

[attach=1]

Danach ist entscheidend, ob ein Kriechgang vorhanden ist.
Vermutlich sind die Drehzahlen beim Kriechgang im Hinterachsantrieb zu gering,
um alle Schmierstellen mit Schleuderöl zu versorgen.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 07.11.2016, 19:46:29
Hallo..

Ich denke Jörg hat mit seinem Beitrag uns zur Lösung gebracht.  Der Getriebedeckel kommt wahrscheinlichst von einem Steyr 180a her, das wurde in früheren Beiträgen nahezu festgestellt.  Vielleicht lässt es sich so mit dem langen Peilstab erklären, denn dieser Typ hatte ein 5+1 ZF A-15 ohne Kriechgang...

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.11.2016, 21:20:29
Hallo zusammen,

Bas, ein verwechseln der Stäbe ist nicht möglich siehe folgendes Foto:

[attach=1]

Ali, ich habe mir mal die Ersatzteilliste des Triebwerks vorgenommen, da sind insgesamt 5 verschiedene Stäbe genannt!

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Jörg, als ich in den ersten Tagen auf ein lautes Geräusch (bei Benutzung des Kriechganges) aufmerksam wurde hab ich kurzerhand den Getriebedeckel geöffnet, dabei fiel mir eigentlich nichts besonderes ins Auge.
Also wurde der Schlepper gestartet und mit Standgas am Vorplatz (bei offenen Deckel  :o  ) gefahren. Da sah ich dann sofort das der erste Gang am falsch eingebauten Ölleitblech streifte.
So nebenbei sah man aber auch wie die Ölleitbleche im Hinterachsgetriebe "arbeiten", Spritzöl war da noch keines am Weg.

Magne, du wirst sicher recht haben, mein Deckel hat das ZF Logo nicht, außerdem schleift der Peilstab am großen Stirnrad, das ist nicht die Originallösung...


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 07.11.2016, 22:28:50
Ja habe es so eben bemerkt im Liste von Ali das es nur 1 Stab gibt ohne Gewinde und 5 Messtabvarianten mit Gewinde   , Aufmerksam ist auch die unterschiedliche Öleinfullmengen und Meßstäbe vom ZF a15v  Getriebe zwischen ATE  Gussaugendeckel und Bosch Plandeckel , erstaunlich das es so  viele Varianten gibt .
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 09.11.2016, 21:12:16
Hallo!

Der Deckel ist wie schon gesagt ziemlich sicher von einem Steyr 180a bzw 182, jedoch gab es diese Traktoren auch mit Kriechgang.
In der Ersatzteilliste kann ich aber keine verschiedenen Meßstäbe finden.
Im Reparaturhanduch vom 180a steht auch wie man den Kriechgang nachträglich einbaut, von einem anderen Meßstab steht dort aber nichts.
Die Füllmenge der Hinterachse ist laut Betriebsanleitung mit 10l angegeben.

Bei bedarf könnte ich die länge des Stabes an meinem Steyr 182a nachmessen, dieser hat aber ein 8/4 Getriebe ohne Kriechgang ,  aber laut Ersatzteilnummer (180a2117) der selbe wie im 180a.


Vielleicht hilft dir das ja weiter  ;)

lG aus Oberösterreich und immer weiter so 8)

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.11.2016, 21:27:28
Hallo,

wenn dir der Deckel bekannt vorkommt dann ist so gut wie fix.
Ich habe mal das Internet nach Bildern durchsucht aber wirklich gute vom Getriebedeckel waren keine dabei, nur auf ein paar konnte man einige Details ausmachen.

Im Prinzip ist es ja egal welcher Deckel drauf ist, Hauptsache er passt. Den Messstab hinten muss ich allerdings noch überdenken die Position neben dem großen Rad ist schlecht, da die Neuanfertigung / Reparatur des Stabes aber eh noch weiter weg liegt mache ich mir jetzt mal darüber noch keinen Kopf.

Was mich aber interessieren würde, wie hat Steyr das "Schmierproblem" der oberen Welle gelöst ?
Bei 10l ist der Ölstand ja meilenweit weg von den Lagern, hofft man da das während der Fahrt genug Öl hochgeworfen wird ?


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 10.11.2016, 21:54:42
Hallo!

Hab mal ein Bild von meinem Getriebedeckel hinzugefügt.
Sollte gleich sein, nur hat meiner einen Schalthebel mehr.


Das "Schmierproblem" der oberen Welle als solches kenne ich nicht, ist aber durchaus möglich das es das auch beim Steyr gibt.
Was mir schon aufgefallen ist dass das Steyr Getriebe zur Trieblinglagerung kein normales 3310 Kugellager verwendet sondern das 3310DMA von SKF bzw. früher das selbe aus dem Steyr Kugellagerwerk mit geteiltem Innenring und grösserem Druckwinkel.
Hier noch ein paar Bilder von der Hinterachse und dem Lager, vielleicht hilft es ja weiter.

Je mehr ich über das ganze nachdenke umso unwohler wird mir bei der geringen Ölmenge :(
Die Frage ist ob es einen nachteil hat wenn der Ölstand höher wäre ..

lG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.11.2016, 21:33:28
Hallo,

danke für die Fotos! dann ist das ja geklärt mit dem Deckel, das Kugellager mit den Messingkäfigen (Made in Austria) sieht schön aus, mir wurde von der Lagervertretung in Innsbruck gesagt das in Österreich von SKF nur noch die "komplizierten" Lager gefertigt werden, welche dann dementsprechend kosten....

Ich sehe die Ölgeschichte wird noch ein paar weitere Kreise ziehen müssen.
Wenn ich dann soweit bin werde ich verschiedene Versuche mit den Ölständen durchführen und hier berichten.


Ich war in den letzten Tagen nicht untätig:

Während der Messstab hinten mal auf Eis liegt mache ich den vorderen mal Montage bereit.
Das ist aber gar nicht so einfach, die Zahnräder der Vorgelegewelle haben sich im unteren Teil verewigt.

[attach=1]

Ich hatte zuerst an aufschweißen und zurechtschleifen gedacht, war mir aber zu gefährlich, wenn es später zu einem Bruch kommt dann liegt das Teil "da drinnen"

Ich bin noch etwas unschlüssig habe aber schon mal angefangen, immer wieder kommt auch während der arbeit ein guter Gedanke.
Der Stab ist im Verschlußdeckel eingeschweißt, ich habe die vorstehende Naht weggearbeitet und dann mit dem Zentrierbohrer angebohrt.
Dabei fiel schon auf das die Schweißnaht sehr hart ist, die Naht wurde mit einem 6er Bohrer durchbohrt und der Stab fällt heraus.
Ich wollte dann mit einem 10er Bohrer noch eine Fase machen um für die neue Naht Platz zu schaffen, das ging gründlich daneben die verhärtete Naht hat den HSS Bohrer schwer beschädigt. Also wurde zu einem Hartmetall bestückten Bohrer (Baumarkt Wunderbohrer) gegriffen der ging dann sauber durch.

[attach=2]

Ein Rundstab aus St 37 war in der Restekiste schnell gefunden, doch wie sollte ich die beiden Kerben da reinkriegen ?
Bei genauer Betrachtung sah man das das Material nicht weggenommen sondern verdrängt wurde.
Ich habe einige Versuche auf der Drehbank gemacht das irgendwie nachzuahmen, leider ohne Erfolg.
Die Maschine ist für diese kleinen Durchmesser nicht geeignet, mehr als 1000U sind nicht drin und die Geräusche die das Getriebe bei dieser obersten Drehzahl macht sind nicht lustig.

Fürs erste war Schluss mit dieser Baustelle, einige Zeit später war ich in der Werkzeugkammer auf der Suche.
Zufällig hatte ich einen alten Rohrabschneider in Händen, da kam mir die Idee : der müsste sich doch umbauen lassen!

Die Andruckwalzen sind bei diesem alten Modell austauschbar, also habe ich sie abgebaut und auf der Drehe neue gemacht welche in der Mitte eine leichte Vertiefung haben.
Mein Gedankengang ist, das dabei das Material durch das Schneidrad aufgeschoben wird.

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Den Rundstab habe ich in einem Akkuschrauber gespannt, die Positionen markiert und los gehts.
Vorsichtig zustellen, etwas Öl und langsam laufen lassen, das sollte hinhaun, das Ergebnis verblüfft mich sehr.

[attach=4]

Ein bischen schmäler sind sie geworden aber sonst sehe ich keinen Unterschied.
Den Stab noch auf korrekte Länge gebracht und in den Verschlußdeckel gespannt.

Eine Lötübung soll es werden, dazu den Deckel entlackt und ausgeglüht.

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Messinghartlot:

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Das vorstehende Lot abgedreht und den Sechskant noch etwas nachgefeilt:

[attach=7]

Ich weiß das sich der eine oder andere Leser nun an die Stirn fassen wird und denken: was soll der Mords Aufwand für einen Stab den keiner mehr sieht?
Ja, hier war definitiv der Weg das Ziel.  ;)  Dennoch bin ich mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 11.11.2016, 21:51:06
Manni....du bist der Knaller!!  :D
Auf welche Ideen du kommst!
Und deine professionelle Vorgehensweise bis in Detail, ist genial!!
Hut ab!!
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 12.11.2016, 19:46:46
Hallo Manni,

mach weiter so!!

Diese kleinen Details können Getriebe retten. :)
Deine Entscheidung zur Anfertigung für einen neuen Ölmeßstab finde ich richtig, oft scheitert es an sowas.

Gruß Martin

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.12.2016, 19:41:09
Hallo zusammen,

heute wird mal wider was zerlegt:

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Der Zahn ist komplett runter, also Demontage, geht mit Brenner recht einfach.

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Entlacken ist nur noch Formsache.

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Das Gaspedal gibt es auch noch, die Schrauben der Skala sind meine ersten Gegner.
Die haben sich zu wehren gewusst, nach einmal scharf anheizen aber nicht mehr.

[attach=4]

Wollte den kleinen Hebel als nächstes machen, aber das sieht nicht gut aus, also die Schrauben zuerst.

[attach=5]

Die sitzen auch sehr fest, nachdem etwas Überzeugungsarbeit geleistet ist geht es ganz einfach.

[attach=6]

Das Pedal selbst ist genietet.

[attach=7]

Freiwillg geht da nichts mehr raus, die Köpfe wurden weggebohrt.

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Nun jetzt doch zum kleinen Hebel, ich habe die Welle vorsichtig angebohrt das ein 1mm Rand stehen bleibt.
jetzt kann ich mit dem Splintentreiber die Reste zur Mitte rausklopfen.

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die Welle geht nun raus, Zustand: schlecht.

[attach=10]

Für heute ist mir zu kalt, 8) weiter demnächst.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 11.12.2016, 20:28:16
Hallo manni,
Gaswelle kann ich dir anbieten. ;)

Gruß Martin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: manboliden am 12.12.2016, 12:11:42
Hallo manni, tolle fotodokumentation und kurze, sowie prägnante betexttung !!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.12.2016, 22:53:39
Hallo Ihr beiden,

Martin danke für dein Angebot, ich muss mir erst noch ansehen ob es möglich ist ein Originalteil zu verwenden, der Gussblock ist augenscheinlich oval ausgeschlagen.

Udo, für mich ist das Schrauben einfacher als das schreiben, daher lasse ich gerne viele Bilder sprechen.


Nun wieder zur Gaswelle:

Hier gab es mal einen Sicherungsstift, der aber nicht mehr rausgeht.

[attach=1]

Der Brenner konnte zwar die Verbindung zwischen den beiden Bauteilen lockern aber mehr nicht, der Rost war schon zu tief drinnen.
Da eh alles neu muss habe ich den Sicherungsstift einfach mit der Presse abgeschert.

[attach=2]

Diese Baustelle werde ich aber erst demnächst weiterverfolgen, deshalb jetzt zu etwas ganz anderem.

Die Handbremse verfolgt mich nun schon seit dem Frühjahr 2012, damals bei der Demontage wurde die verzahnte Welle abgebrochen.
Beim Auspressen des Reststückes wurde auch noch der federnde Hebel beschädigt. (was mir erst viel später aufgefallen ist)  Ein Kollege versprach mir das zu reparieren, also wurden die abgebrochenen Stücke zusammengeschweißt, die entstandenen Riefen aufgefüllt und abgedreht.
Wodurch es genau ausgelöst wurde lässt sich mehr sagen, aber die Teile waren danach so verzogen das die Verzahnung nur mehr mit viel Gewalt passen wollte.
Außerdem fiel mir auf das es im federnden Hebel Risse in der Verzahnung gibt.

der Status quo :

[attach=3]

Nach dem x-ten Reparaturversuch habe ich dann das Handtuch geworfen, es wurden verschiedene Quellen wegen Ersatzteilen kontaktiert, leider ohne Erfolg, also eine Neuanfertigung.
Die Kerbverzahnung der Welle nach DIN 5481 sollte sich hier als praktisch unlösbares Problem herausstellen.
Erst vor kurzen stieß ich durch puren Zufall auf die Annonce eines Schlachtfestes vom Deutz F2L514, also schnell den Verkäufer kontaktiert und ein paar Tage später war das Teil dann mir, es ist die komplette Bauteilgruppe schon teilrestauriert.

So läufts im Leben: Pech für den Deutz, Glück für den 440er:

[attach=4]

Als erstes habe ich den Handbremshebel abgebaut:

[attach=5]

Verzahnung ist noch sehr gut, Seegerring hat zwar schon gefehlt aber das ist egal.
Auch die Passung zwischen dem federnden hebel und dem Handbremshebel ist gut.

Einiges Manko: der Hebel wurde verbogen, aber ich denke das bekomme ich in den Griff.

[attach=6]

Ich hatte gedacht das ich auch die Sperrklinke verwenden könnte, aber die ist noch fertiger als meine.

[attach=7]

Danach habe ich alles komplett zerlegt und eingelagert.
Ich freue ich mich wirklich das die Teile brauchbar sind und ich wieder einen ordentlichen Schritt weitergekommen bin.  :D

Als nächstes werde ich mich um die Sperrklinke kümmern, hier habe ich schon ein paar Ideen.

[attach=8]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NicNic am 25.12.2016, 23:52:53
Hallo Manni
So manches mal hilft die Geduld, bei der Sperrklinke aufschweißen und die Feile.
Bin begeistert von deiner Art und Weise der Aufarbeitung.

Gruß Ulli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 26.12.2016, 09:22:36
Moin,
ich habe die Sperrklinke, wie von Ulli erwähnt, aufgeschweißt und zurecht gefeilt.
Leider habe ich davon keine Bilder gefunden.

Es funktioniert aber gut.

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 27.12.2016, 20:54:14
Hallo Ihr beiden,

die Sperrklinke ist sehr hart (beim "Feilentest" hatte die Feile danach einen Kratzer) wie sich der Stahl verhält wenn ich da eine Naht draufmache weiß ich nicht...

Der alte Schlosser hier hat die kaputten Feilen die wirklich massig rumliegen für alles mögliche verwendet.
Das werde ich auch versuchen, ich habe mir eine passende Feile gesucht und sie im Ofen versenkt.

Feile zwischen den glühenden Pellets:

[attach=1]

Nach gut 8h wurde die Feile herausgeholt und über Nacht am Kamin langsam abkühlen gelassen.
Die Härte ist praktisch komplett weg, die Säge hat keine Schwierigkeiten.

[attach=2]

Als erstes werde ich die Seiten planen, da ich keine Fräse habe, werde ich so vorgehen wie ichs mal in einem youtubevideo gesehen habe.
In das abgesägte stück wird ein Loch gebohrt und ein 10er Gewinde geschnitten.
Auf der Drehe wird ein Futterflasch montiert, eine Planscheibe würde auch gehen aber ich habe nur eine sehr große und die verträgt laut aufdruck nur 400Upm.

Feilenstück auf Futterflansch geschraubt:

[attach=3]

Der Drehstahl wird durch den unterbrochenen Schnitt enorm belastet hält aber durch.

[attach=4]

Währenddessen zeigt sich ein anderes Problem: der Schlitten versucht auszuweichen, die Klemmung wird härter gedreht und eine Messuhr wird angeheftet damit ich das im Auge habe.

Erste Seite fertig, die Schraube wurde einfach mitbearbeitet.

[attach=5]

Nach dem wenden und auf Maß bringen: Anreißen der Form:

[attach=6]

Die groben Züge habe ich mit der Flex gemacht, danach wird gefeilt.

[attach=7]

Es wurde viel gefeilt bis die Kontur stimmig war.

Das Gewinde wurde herausgebohrt und das zweite, kleinere Loch wurde auch gemacht.

[attach=8]

Das wars soweit von meiner Seite, die Klinke habe ich dem Kollegen mitgegeben, wenn das nächste mal der Härteofen angeworfen wird geht das Teil mit rein.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 27.12.2016, 21:07:45
Manni......Du bist ein Freak!!!!!!!!!!!  :) ;) :D ;D

Solch Energie in so kleine Teile zu setzen ist echt der Wahnsinn!!

Ich freu mich schon jetzt auf das Endergebnis !
Hochachtungsvoll !!
Alex ;)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2017, 16:35:57
Hallo MAN - Gemeinde,

das neue Jahr fängt ruhig an, genug Zeit für Krimskrams.


Ordentlich verbogen: der Schalthebel

[attach=1]

Beim entrosten / ausbiegen fällt doch erheblicher Verschleiß ins Auge.

[attach=2]

Die ganze Schaltung war in einem lausigen Zustand, wenn man z.B den 5.ten Gang etwas zügiger geschaltet hat, haben die Finger Bekanntschaft mit der Kante des Amaturenbretts gemacht. Manchmal hatte ich das Gefühl ich würde eher mit einem Kochlöffel in einem Kochtopf rühren als zu schalten...

Nach Rücksprache mit meinem Dreher ist klar was zu tun ist, die Vorarbeiten werde ich zur Kostenreduktion selbst übernehmen.

Dokumentieren des Knickes:

[attach=3]

und der anderen relevanten Maße:

135,6
[attach=4]

Hebel soweit als möglich begradigt:

[attach=5]

Schweißnaht abgedreht:

[attach=6]

So habe ich das Teil zur Nachfertigung rausgehen lassen, das Maß der Schaltgasse hat er auch um den Verschleiß zu kompensieren.

Derweilen gilt meine Aufmerksamkeit des halbrunden Deckels, der Führungsstift am Getriebedeckel hat das Blech hier fast schon durchgeschnitten.

[attach=7]

Eine Neuanfertigung steht außer Frage, die Geometrie ist viel zu komplex, außerdem ist das Teil nur aus 2mm Schwarzblech also aufschweißen.

[attach=8]

Zurechtschleifen mit HSS Schleifstift, dazwischen immer wieder anprobieren.

[attach=9]

Etwas mühselig war das einpassen schon, aber ich hätte mit schlimmeren gerechnet.

[attach=10]

Gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2017, 17:18:23
Der Stab ist zurück, Material C45, die ersten gut 5 cm sind (wie beim Original auch) gehärtet.

[attach=1]


Ausrichten der Teile im Schraubstock.

[attach=2]

Ich hätte die Kappe jetzt einfach wieder festgeschweißt, mein Dreher hat mir aber davon abgeraten (ich glaube er weiß von meinen Schweißkünsten...) deswegen wurde gelötet und danach mit einer Schweißdecke eingemacht damit es nicht zu schnell abkühlt.

[attach=3]

Inzwischen mal die zugehörigen Teile rausgekramt, (hatte die Hülse immer schon einen Riss? ich kann mich nicht erinnern)

[attach=4]

Egal, erst mal probemontieren.

Federn bleiben, Kugeln (10mm) werden getauscht.

[attach=5]

[attach=6]

Das Zeugs da wieder reinzufummeln ist nicht lustig...

[attach=7]

Zum testen eine Kugel aufgeschraubt.

[attach=8]

Das ist kein Verglich zu vorher, da wackelt praktisch nichts mehr.

Der Riss beschäftigt mich noch, zum Biegen muss ich eh nochmal zerlegen also Neuanfertigung.

Material: irgend ein härterer Baustahl, schon recht zäh, aber noch bearbeitbar.

[attach=9]

Innen auf 16mm gebohrt und mit verstellbarer Reibahle auf ca. 16.1 gerieben.
Außendurchmesser wurde so gewählt daß die Feder leicht darübergeht.

[attach=10]


Einer geht noch...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Andy 4S2 am 06.01.2017, 17:25:07
einfach genial
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 06.01.2017, 17:30:41
.... ich schließe mich an.....
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2017, 17:40:23
Vergleich:

[attach=1]

Nun fehlt nur noch Knick: der 5mm Rundstab am Tisch gibt die Biegung vor, ich werde mich nur auf das Heizen konzentrieren, formen soll mein Vater.

[attach=2]

Zu zweit gehen solche arbeiten einfacher von der Hand.

[attach=7]

Der Schalthebel ist somit lackierfertig.


Im Getriebedeckel gibt es ein Loch was mir erst jetzt aufgefallen ist, dadurch kann Wasser eindringen das kann nicht so bleiben.

Bohrung mit Gewindebohrer gereinigt.

[attach=3]

Bei einer 16er Schraube das Gewinde verlängert:

[attach=4]

Ablängen: (Da ich manchmal zu recht unheiligen Zeiten arbeite, und die nerven der Anwohner schon genug strapaziert werden,
habe ich eine alte Säge reaktiviert, so kann die Flex in der Schublade bleiben.

[attach=5]

Der reingefeilte Schlitz ermöglicht das Einschrauben, mit etwas Schraubensicherung bleibt das ganze an Ort und Stelle.
Sollte ich das Loch mal brauchen kann die Stiftschraube wieder entfernt werden.

[attach=6]

schöne Grüße aus Tirol

(sorry, ich hatte massive Probleme mit der Reihenfolge der Fotos uns musste mehrfach nachbessern)

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 06.01.2017, 19:06:34
Hallo manni,

bevor Du weiter machst, die eingebaute Feder ist vermutlich falsch!  Sie wird wahrscheinlichst die Schaltung bzw. das Einlegen der Gänge stören.  Die Feder muss kegelförmig sein, ihre Auflagefläche oder Sitz im Deckel ist leicht zu erkennen.  Habe zum Verständnis ein Bild geschossen.

Ansonsten bin ich von Deiner Arbeit und Ideenreichtum echt begeistert!

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 06.01.2017, 21:25:34
hallo , der Feder muss in der tat  Kegelformig sein , ich vermute selber das diese Form dafür sorgt das der Schalthebel ,wenn es im Neutral steht , wieder in die Mittelstellung gedrückt wird .
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: rabbaunsl am 06.01.2017, 21:57:56
Hallo!

Da hier ja der Getriebedeckel vom Steyr 180a verbaut ist hab ich schnell in der ETL nachgesehen, und die Feder ist zylindrisch, sollte also schon so passen! ;)

Es sieht auch so aus als wäre der "verbogene" Schalthebel schon ab Werk unten etwas nach vorne gebogen, aber auf der Zeichnung schwer zu erkennen... leider hab ich auch kein Bild von so einem Hebel zur Hand b.z.w. im Kopf.


lG
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 06.01.2017, 22:15:21
sorry , war vergessen das es um den Lizenzbau Steyr Getriebe handelte , bin mit meiner Gedanken immer bei die originale A-15er  so wie die bei meiner  MAN verbaut sind , also wegen Feder wieder was gelernt.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.01.2017, 20:00:43
Hallo zusammen,


danke für die Aufklärung, rabbaunsl!

Ich habe mich jetzt mal am oberen Knick des alten Stabes orientiert. Meine Vermutung ist das es Konflikte geben wird und ich noch nachbessern muss, das aber zu gegebener Zeit.


Die Kleinigkeiten:

Beim Allradschalthebel ist im Verbindungsgelenk der Stift irgendwann mal verloren gegangen, das wurde mit einer M10 Schraube und fest zudrehen kompensiert.

[attach=1]

Die Ersatzteilliste sieht hier einen Splintbolzen der sogar ein Normteil wäre, das geht aber schneller auf der Drehbank, vor allem kann ich die ausgeleierte Bohrung so gut ausgleichen.

[attach=2]

Noch ein Loch gebohrt und damit ist auch dieses Problem aus der Welt.

[attach=3]


Die Radbolzen hinten sahen ja nicht mehr so gut aus ( siehe Antwort #272 )  Ersatz war gefragt, mein Kollege musste mal wieder ran.

[attach=4]

Damit steht dem zusammenbau nichts mehr im Wege.
Einschlagen der Stifte:

[attach=5]

Die alten Bolzen waren ziemlich verrostet, Behandlung mit Kupferpaste.

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Die halbhohen Muttern waren mit einem Körnerschlag gesichert, heute gibt es für sowas Schraubensicherung.

[attach=7]

[attach=8]

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.01.2017, 20:09:05
Die Komplettierung des Allradabtriebes ist als nächstes dran.

Alte Ablassschraube mit neuen Kupferring:

[attach=1]

Zwischenzeitlich musste ich die Deckplatte der Werkbank mal abschleifen lassen, dem Dreck war nicht mehr Herr zu werden.

Allrad Schalthebel:

[attach=2]

Die Stange mit dem Excenter muss zuerst rein dann kann erst die Führungshülse aufgeschoben werden, gleichzeitig zu versuchen die Schaltmuffe zu treffen war nicht ganz einfach.

[attach=3]

[attach=4]

Dichtring:

[attach=5]

Fehlt nur noch der Entlüfter

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Wohl dem der eine 50er Stecknuss hat...

[attach=7]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.01.2017, 20:29:57
Ich habe lang und breit überlegt wie ich die vom Vorbesitzer vergewaltigte Handbremse wieder hinbekomme, das gefundene Ersatzteil bringt mich schon viel weiter, aber noch nicht ins Ziel.
Handbremshebel und Welle verwende ich vom Deutz, die Grundplatte wird aufgearbeitet.
Die Buchse hatts aber schon hinter sich, mein Dreher Kollege ist derzeit nicht greifbar also muss ich selbst ran.
Das Teil ist schon recht locker eine Kombizange reicht zum entfernen.

[attach=1]

Ein stück RG7 besorgt...

[attach=2]

... und los gehts

[attach=3]

Mit den Ausbohrköpfen habe ich bessere Erfahrungen gemacht als mit Bohrstange und Schneidplatte

[attach=4]

Aussenbearbeitung:

[attach=5]

Die Buchse geht leicht über die Verzahnung, bleibt danach aber sofort stecken, das war beabsichtigt denn die Hebelwelle ist schon leicht unrund.
Ich habe sie mal eingespannt und versucht mit der Messuhr einen Rundlauf herzustellen, das ging recht gut, es ist kein passendes Werkzeug für diesen Job da, also wird ein Stechschwert zweckentfremdet.

[attach=6]

Die ärgsten Buckel runtergeschabt und es passt.

[attach=7]

Ich habe die Oberfläche der Buchse rau gelassen so haftet der Kleber gut.

[attach=8]

Zu guter letzt wurde noch das Schild wieder angenietet.

[attach=9]

Das lief besser als gedacht, ich bin zufrieden mit dem Ergebnis.


Von der Getriebe-zusammenbau-Aktion vor einiger Zeit ist so nebenbei ein Video entstanden, das mir ein alter Mitstreiter geschnitten und online gestellt hat, ich habe von solchen Sachen nur wenig Ahnung.

AS440 Triebwerkzusammenbau (https://www.youtube.com/watch?v=aP9hwKsKTQcurl)


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Wipf9 am 28.01.2017, 21:20:31
Stark 👍
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 28.01.2017, 21:29:27
Einfach atemberaubend!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 28.01.2017, 21:44:12
...... ganz großes Kino...... top!!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 28.01.2017, 21:58:14
Keine Worte! :)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 29.01.2017, 10:12:22
Hallo Manni , Gut gemacht  , aber zwischen Getriebedeckel und Getriebe hätte ich mir ein Dichtung gemacht , habt euch das vergessen oder vertraut euch es so ?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.02.2017, 23:54:57
Hallo zusammen,

danke für die Blumen!

Bas: Der Getriebedeckel bleibt nicht so, ich habe ihn nur draufgetan das nicht zuviel Staub reinkommt. Zapfwellenhebel und Ganghebel müssen ja auch noch rein, und das "Ölstandproblem" gibt es auch noch.

Zwischenzeitlich bin auf ein anderes Problem gestoßen: Am Allradabtrieb sind die "Schrauben locker"
Normalerweise ziehe ich bei der Montage die Schrauben zuerst Handfest, dann fest nach Gefühl an. Erst nach einiger Zeit dann richtig mir Drehmomentschlüssel, den muss ich mir immer ausleihen gehen da lasse ich immer was zusammenkommen.

Entdeckt habe ich das eher zufällig, der Plan wäre demnächst wieder zu lackieren also bin ich alle Schrauben nochmal durchgegangen das keine vergessen wurde festzuziehen.

Ich denke das es eine Setzung wegen der Dichtmasse war, es wurden alle Sicherungsbelche nochmal aufgebogen und nachgezogen.
Dabei begannen sich die Bleche teilweise wieder mitzudrehen, was mittels Schraubzwinge verhindert wurde.
 
[attach=1]

Soweit passt es jetzt wieder aber ich werde die Sache im Auge behalten.

Auch eine andere Sache konnte dieser Tage abgeschlossen werden, der Dichtring hinter der Handbremstrommel war sehr schwierig zu beschaffen. (die Originalausführung in B2)

[attach=2]

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.02.2017, 10:43:15
Hallo,

die letzten Tage wurde fast nur am MAN gearbeitet, so konnten auch gröbere Baustellen aufgerissen werden.

Das Kupplungspedal habe ich im Oktober zum ausbuchsen gegeben, es kam dieser Tage zurück also sehe ich mir die Teile "drumherum" mal genauer an.


Das Ausrücklager macht mir Sorgen, hat seine besten Tage sicher schon hinter sich.
Da ich keine Möglichkeit gesehen habe das zerstörungsfrei aufzubekommen wird einfach das Blech aufgebogen.

[attach=10]

Dann fällt auch schon der Deckel raus, zum Vorschein kommt ein Standart Kugellager mit mehr Dreck als Fett drin.

Vom Halter abgezogen:

[attach=1]

Ein neues 6009 zu besorgen ist noch die leichtere Aufgabe, das Blechgehäuse ist eingerissen ein Ersatz muss her.
Zeit und Motivation sind gerade genug vorhanden also ein neues Anfertigen.

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Außendurchmesser bereits fertig bearbeitet, 40er Loch bohren:

[attach=3]

Das Ausdrehen hat lang gedauert zum Schluss konnte ich nur mehr wenige Zehntel zustellen sonst wäre das Blech gleich weggeflogen.

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Abstechen und die Hinterseite fertig berabeiten, erste Anprobe...

[attach=5]

... sieht gut aus

Wollte zuerst den Blechrand einfach zuklopfen bin dann aber auf eine bessere Idee gekommen, aus ein paar Resten und einem alten Kugellager wird ein Bördelgerät improvisiert.

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Das ging besser als gedacht, Ergebnis:

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Mit einem Meißel werden zwei Kerben als Verdrehsicherung einschlagen, dann den Halter geputzt und mit etwas Farbe aufgehübscht.

Lagermontage:

[attach=8]

[attach=9]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.02.2017, 10:48:44

Vorbereiten des Ausrückhebels:

[attach=1]

Bei einer Schraube war der Gewindeauslauf unterm Kopf nicht in Ordnung, so hatte er beim Einschrauben die ersten Gewindegänge im Hebel beschädigt.


Bremshebelwelle bereits eingebaut.

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Kupplungswelle einfädeln und alles was so drangehört auffädeln.

Einschlagen des Stiftes:

[attach=3]

Rechts kommen 3 Scheiben hin (war beim zerlegen schon so, keine Ahnung warum)

[attach=4]

Links eine Scheibe, der Hebel und der Nachsteller

[attach=5]

Was sofort ins Auge fällt es gibt eine Menge Axialspiel.

Egal, erstmal weiter beim Ausrückhebel, dessen Führungschrauben haben Verschleiß außderdem erlaubt diese Konstruktion kein nachstellen, ich werde stattdessen harte Gewindestifte mit Zapfen und Kontermutter verwenden.

[attach=6]

Hier wurde noch adaptiert, die Zapfen waren zu klein.

[attach=7]

Mal alles Montiert, mal sehen wo mich das hinführt.

[attach=8]

Der Ausrückhebel sitzt gut und macht was er soll, aber das Spiel an den Seiten wird nicht so bleiben, die große Scheibe kommt auf beiden Seiten weg und wird durch eine entsprechend stärkere Ersetzt.

Spiel ausgemessen und 2 Stück gedreht:

[attach=9]

Probemontiert, viel besser, das kann so bleiben.

[attach=10]

Dem Kupplungshebel habe ich noch einen Schmiernippel spendiert, damit wars das auf dieser Seite der Kupplung.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 12.02.2017, 13:15:08
Servus manni,

bei Dir liegt die Liebe im Detail :) :). Super, einfach nur schön anzuschauen!! Weiter soo.

Gruß Martin


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN Boy am 12.02.2017, 15:24:59
Hallo Manni,

auch von mir ein dickes Lob für Deine hervorragende Restauration!!!!!!!!!!!!!!!


Mit MAN-Gruß

Heinz
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 19.02.2017, 10:52:50
                       Hallo Manni
Ich schließe mich meinen beiden Vorrednern voll und ganz an !
Aber in Antwort Nr.369 , das Ausdrucklager wird bei Sachs noch zu beschaffen sein.
Bei unseren 4P1 wurde die Et.Nr. paar mal umgeschlüsselt,und es wurde bestellt.
Das es innen ein Standartlager ist,hatte ich auch entdeckt,und so viel mir auch gleich
deine Machart ein,für Zeiten wo es die Lager nicht mehr fertig gibt  ;) .

Man sieht deutlich,das du ein Mechaniker bist,und kein Ersatzteilaustauscher  :) .
(bei mir gehen solche Altteile nicht in Schrott .....   ;) )
          Weiter so,Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.02.2017, 21:34:22
Hallo Jens,

hätte jetzt nicht im Traum daran gedacht das es das Teil noch geben könnte, gut zu Wissen.


Und wieder die "Kleinigkeiten" (sind wahrscheinlich nicht so interessant aber müssen auch sein)

Die Teile des Gaspedals wurden sauber gemacht und ausgebogen.

[attach=1]

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Wobei ich mir jetzt im Nachhinein nicht mehr so sicher bin das es eine gute Idee war den kleinen Hebel auszubiegen....   :-\

Weil der Brenner grad in Betrieb ist kommen noch eine paar Kandidaten an die Reihe.
Der "Zeiger" vom Handgashebel streifte die darunterliegende Skala.

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Geradegemacht und weiter oben wieder geknickt.

[attach=4]

federnder Bremshebel:

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Der alte Fettschlauch ist rissig, wir haben einen Hydraulik Schlauch Service hier in der Stadt, also hingefahren.

[attach=6]

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Etwas bockiger ist der Neue, aber das wird schon werden.

Die Abdichtung der Differentialsperre hatte ich zwischenzeitlich schon wieder vergessen, ich wollte hier einen dicken Gummiring einlegen, aber irgendwie gefiel mir das alles nicht.
Es war immer die Wahl zwischen "Schnupfen oder Husten"  Ich habe dann entnervt aufgegeben und auf eine Lösung mit viel Dichtmasse gesetzt, das wiederstrebt mir zwar auch und ist nicht schön anzusehen, wird aber fast sicher funktionieren.

[attach=8]

Gerade gesehen der letzte Beitrag war der 200ste und der Thread hat schon über 50000 Klicks, wer hätte das gedacht (ich nicht)  ;)


schöne Grüße aus Tirol

manni

PS: am "Horizont" habe ich etwas blassgrünes gesehen, so wie es aussiehst wird es endlich fertige Teile abgeben.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 19.02.2017, 21:39:57
Moin manni,
erst 200 Beiträge? Das reicht noch lange nicht!
Von den Beiträgen wie du sie verfaßt, können wir hier gar nicht genug bekommen. ;D ;D

Gruß
Jörg

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 27.02.2017, 21:14:05
Hallo Jörg,

ja da müssen noch ein paar mehr, schon gespannt wie viele es letztendlich werden.   8)

Aktuell sind immer wieder ein paar freie Tage drin da geht ungemein was weiter.

Das Thema hinterer Ölmessstab, im Getriebe liegt eine Taschenlampe...

[attach=1]

...wenn man durch die Bohrung des Stabes guckt ist genau drunter ein Ölleitblech.
Deshalb sieht der Stab auch so malträtiert aus, daneben läuft gleich das große Stirnrad es ist einfach kein Platz an dieser Stelle.

Ich habe den Kraftheber mal draufgehoben um zu sehen wie das im Endzustand aussehen wird.

[attach=2]

Rechts hinten wäre Platz, aber den Stab zu versetzten, das riecht nach Großbaustelle.

Nach abwägen der Optionen ist mir aber klar das ich am jetzigen Standort nicht glücklich werde.


Also hier soll er hin:

[attach=3]

Deckel festgespannt und mit Zentrierbohrer angekratzt, dann mit 10mm durch, in der Schräge bohren macht keinen Spaß.

Als nächsten Schritt mit Stufenbohrer langsam aufgeweitet, es ist schwierig zu verhindern das der Bohrer von der "Soll-Position" weggedrückt wird aber machbar.

Das Loch im Deckel ist damit durch aber ich muss gut 7mm in den Steg rein, dafür habe ich einen 26mm drei schneidigen Aufbohrer.

[attach=4]

Der macht schon seltsame Geräusche aber es läuft, sehr langsam....

Nach einer gefühlten Ewigkeit zurück auf der Werkbank zur Begutachtung:

[attach=5]

[attach=6]

So wollte Ich das haben, die "Idealllinie" wurde fast perfekt getroffen.
Der Kollege bestellt mir einen Grauguss Rundstab mit, den werde ich dann einpassen.

Die alte Bohrung wird nicht mehr benötigt und zugelötet.

[attach=8]

Zwischenzeitlich werden Lackiervorbereitungen getroffen.

Alle "Fettfinger" entfernen, Kratzer, Schraubenköpfe und Bereiche die abgeklebt waren aber jetzt vorstehen werden nachlackiert.

Die ältesten Teile wurden im Feb. 2013 also vor 4 Jahren grundiert, alles wird angeschliffen und mit Silikonentferner behandelt,
was jetzt nicht grün werden soll wird abgeklebt.

Wie bereits angesprochen komme ich mit dem Teil so nicht mehr in die Kabine, zwei Kanthölzer werden ans Heck geschraubt.

[attach=7]

Mit dem Kran hochgedreht und mit der Palette verschraubt kanns losgehn.
Irgendwie kommt mein Kumpel nicht mit dem Gusstab daher, das wird noch interessant werden....

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 27.02.2017, 22:22:29
MAN oh MAN.........manni!!!

Alle Achtung!

Hochachtung!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.03.2017, 13:09:59
Hallo zusammen,

es hat sich wieder was getan am MAN.

Wann immer es die Möglichkeiten zulassen wird lackiert, kurzfristig ist das bei mir nicht drin und Bedarf immer vorausschauender Planung, leider läuft es aktuell nicht so wie gewollt, der Gußstab ist immer noch nicht da, der Lackierer aber schon...

Triebwerk in der Kabine:

[attach=1]

Das hölzerne Podest funktioniert wie gedacht. Da mit der Farbe (Mipalin) keine Erfahrung vorhanden ist, habe ich einen Haufen diverser Teile vorbereitet, es wird solange weitergemacht bis die Dose (1kg) aufgebraucht ist.

[attach=2]

Die letzten Teile (Lenkung, Bremshebel) gingen sich nur mehr einseitig aus.

48h später:

[attach=3]

Soweit ich das beurteilen kann hat es gut funktioniert, Triebwerk wird ausgepackt, Hölzer demontiert und wieder in Montageposition gebracht.
Beim reinigen der Bohrungen für Handbremshaube fällt auf das es eine Kollision gibt, wenn die Schrauben nicht zu lange sind sollte dies aber kein Problem darstellen.

[attach=4]

Dichtmasse aufbringen und Haube festschrauben.

[attach=5]

Als nächstes den Bock der Lenkung und die Pilzförmige Abdeckung der Differentialsperre montiert.
Bei der rechten Bremse gehts weiter, Provisorium abgebaut und Grundplatte angeschraubt.

[attach=6]

Ich habe mit einer Tauchbrünierung experimentiert, ist recht Zeit intensiv aber das Ergebnis gefällt.

[attach=7]

Die Bremsnachsteller sind noch nicht ganz fertig, deswegen habe ich mich an dieser Stelle nochmal der Bremstrommel gewidmet.
Hier hatte ich beim Abkleben was falsch in Erinnerung, die vom mir benutzte Grundierung gibt es auch als Spray, so können Kleinigkeiten sofort ausgebessert werden, ohne gleich wieder eine Baustelle zu haben.

[attach=8]

Dies ist auch das 3000 Foto in der Dokumentation.

Gleich gehts weiter...
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.03.2017, 13:23:23
Die Nachsteller sind schon vor längeren zerlegt und entrostet worden.

[attach=1]

[attach=2]

Ich war mir längere Zeit nicht sicher was es werden soll, die aktuelle Lösung war: sauber reinigen, mit etwas Kupferpaste zusammenbauen und mit Zinkspray behandeln.

[attach=3]

Alles eingebaut.

[attach=4]

Trommel aufgesteckt und Muter handfest angezogen, aktuell ist Platznot alles was montiert werden kann wird es auch.
 
[attach=5]

Die linke Seite nach gleichen Schema gemacht.

[attach=6]

[attach=7]

Das wars soweit mal, beim nächsten mal gibts wieder Krims-Krams.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 12.03.2017, 21:47:03
hallo Manni , wie von dir gewöhnt  mal wieder saubere Arbeit  , wenn ich nun die beide Bremsnachsteller sehe erinnere ich mich daran  das mann von aussen  durch ein  Loch dieser Nachsteller  mit ein Schraubendreher (oder ähnliches )nachstellen kann , dieser Wartung kommt zwar sehr sporadisch im schwang aber  ich persönlich  komme  immer am  raten in welche richtung dieser Zahnrad am Bremsnachsteller verdrehen muss um die Bremsbacken nach aussen zu bewegen ( wenn das Gewinde überhaupt noch geht)) deswegen markiere ich persönlich immer am Ankerplatte  die drehrichtung  vom Nachsteller mit + und -  , wenn alles offen ist kann man gut die  Funktion von dieser Bremsnachsteller  beobachten  das heisst auch die Gewinde  ob Links- oder Rechtsgewinde.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.03.2017, 18:39:25
Hallo Bastian,

stimmt, darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht, da einfach auf Verdacht zu drehen geht sicher daneben und man kurbelt sich nen Wolf, ich werde die Bremsen mal grob einstellen wenn das Gestänge und Pedalerie montiert sind und für danach wird es eine Lösung geben.

Und hier wie im letzten Beitrag angedroht der Kleinkram de letzten Tage:

Gaswelle habe ich von "mortl" bekommen, die Nocke (Mitnehmer Handgas) ist aber bei der "Demontage" unbrauchbar geworden.
Mein Dreherkollege ist mit Baustellen für andere Projekte genug eingedeckt, ich habe zwar keine Fräse aber man kann in gewissen Umfang auch auf der Drehbank fräsen.

[attach=1]

Den Rest der Welle habe ich am Bauteil gelassen der wird für die Aufspannung benötigt.

[attach=2]


Mit Zentrierwinkel angerissen...

[attach=3]

... und im Vierfachhalter befestigt, der Fräser wird ins Futter gespannt.

[attach=4]

Bis ich die angezeichnete Linie auf den Fräser ausgerichtet hatte waren ein paar Versuche notwendig.
Da ich vom Fräsen absolut keine praktische Erfahrung habe wurde sehr vorsichtig vorgegangen, so habe ich ~6 Durchgänge gebraucht um auf die erforderliche Tiefe zu kommen.
Anschließend das Bauteil um 90° verdreht und das gleiche nochmal, damit ich nicht ständig mit dem Messschieber kontrollieren muss hatte ich 2 Messuhren im Einsatz.

Von der fertigen Nocke musste nur noch der Halter abgesägt werden.

[attach=5]

Hier bin ich erneut auf ein "Problem" gestoßen, in der Gaswelle ist die Sicherungsbohrung für die Nocke bereits gemacht, ich kann also nicht einfach Blind durch beide Teile Bohren, ich glaube hier muss mein Kollege ran...

Die beiden Bremshebel wurden mal zur Probe montiert, dabei fiel auf das der Sperrhebel (oder wie das Ding auch heißt) sehr schlecht passt, er scheint außerdem zu kurz zu sein und muss mit viel Kraft gedreht werden, dabei werden die Pedale leicht verdrückt, nach kurzem Check mit dem Messschieber: das Teil ist weit weg von Rund.

Ersatz aus Teilen der Schrottkiste:

[attach=6]


schöne Grüße aus Tirol

manni


 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.03.2017, 14:19:31
Hallo zusammen,

der lang erwartete Rundstab ist endlich angekommen.

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Die schöne Farbe muss nun wieder weichen, doch zuerst das "Gussteil" bearbeiten.
5/10 umlaufend ist die Fuge für das Messinglot.

[attach=1]

Ich habe nur die dünnen 1mm Hartlotstäbe mit Flussmittelumhüllung, die schmelzen weg wie Eis in der Sonne.
Eigentlich ist es recht kühl heute, aber nach einer halben Stunde draufhalten mit dem Brenner kommt es mir vor als ob der Getriebedeckel gleich anfängt zu glühen.

Nach der Abkühlpause:

[attach=2]

Schleifstift liegt schon bereit, alles was zuerst zuviel draufgemacht wurde muss nun wieder runter .

[attach=3]

[attach=4]

Nun der Messstab, oben wird er so werden wie der alte (abgeflacht), aber das Unterteil werde ich rund lassen.

[attach=5]

Eine Feilübung und ein Drehteil später:

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Das biegen der Schleife erfordert ein paar Versuche geht aber denn recht gut, anschließend wird der Hohlraum komplett mit Messing ausgelötet.

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Die verbrannte Stelle wurde gereinigt und wieder grundiert.

[attach=8]

Was zuerst nach "sehr viel Baustelle" ausgesehen hat, war dann eigentlich nicht so spektakulär, ich bin froh diesen Schritt gemacht zu haben weil vorne war der Messstab einfach nur fehl am Platz.

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.03.2017, 14:54:58
Bei der Handbremse mache ich weiter,

biegen des Gestänges, das alte wär noch brauchbar gewesen wenn ich nicht den Sicherungsbolzen in der Kappe übersehen hätte, so wurde beim abschrauben das Gewinde verschmiert.  ::)

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Nachbiegen anhand der Vorlage:

[attach=2]

Hier die Gehärtete Sperrklinke:

[attach=3]

Beim aufstecken steht sie schief und zwar sehr, nach etwas messen wird klar das der Bolzen verbogen sein muss, also raus damit.

Ich habe dann einen neuen gemacht zur Probe reingesteckt, gleiches Problem: Schief
Nach kurzer Ratlosigkeit wird der Fehler entdeckt: irgendjemand hatte hier nicht nach Vorgabe gearbeitet, entweder ist der Bund am Stift zu groß oder die Flachsenkung am Bremshebel zu klein, dadurch hat sich der Bolzen beim einnieten schief gestellt.
 
[attach=4]

Ich habe den Bund abgedreht, nun passt er wie es sollte.

Nach dem einnieten bin ich mir nicht mehr ganz sicher wie das mit der Stange ausgesehen hat, zum Glück ist die Fotodoku immer zur Hand:

[attach=5]

Aufnieten der Sperrklinke:

[attach=6]

Es musste sehr zügig gearbeitet werden damit sich die Sperrklinke nicht mit erhitzt.

Soweit so gut, ich hatte jetzt mal alle Teile ins Regal zum lackieren gelegt, nun beschleicht mich doch die Unsicherheit.
Probemontage aller Beteiligten:

[attach=7]

Ich habe es geahnt, der Handbremshebel vom Deutz ist unten zu dick, der federnde Hebel lässt sich nicht montieren.

Als ersten Schritt den Hebel etwas abgeschliffen.

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Das ist noch zuwenig, ich habe am Gussteil die Wandstärke ausgerechnet: gut 8 mm
Ich denke das es auch mit 7mm noch keine Probleme gibt.
Abschleifen:

[attach=9]

Jetzt sitzt alles wie es soll, zerlegen und ab ins Regal damit.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.04.2017, 11:23:24
Hallo MAN-Gemeinde,

aktuell ist nicht gerade viel Zeit am Stück vorhanden also widme ich mich einfacheren Arbeiten.

Mal ein paar Teile aus dem Lager geholt zur Inspektion/Entlacken/Entrosten.

Tankunterbau:

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Typenschild abmontiert und mit runter mit der Farbe. Teilweise gehts ganz leicht und dann wieder schmiert es wie verrückt, leider kommt dann ein Kollege und will die Absaugung benutzen, egal mache ich später fertig.

Zwischenstand:

[attach=2]

Irgendwie habe ich von diesem Teile nur ein Foto von der Oberseite, für was ist die mit dem Pfeil markierte Lasche ? (oder hat die nur einer der Vorbesitzer drangebastelt ?)

Zwischenzeitlich das Armaturenbrett drangenommen:

[attach=3]

Alle Teile ausgebaut:

[attach=4]

Der Kollege ist fertig ich gehe wieder ans entlacken.

[attach=5]

Einen Ermüdungsriss in der Mitte wo die Lenkung sitzt gibt es auch, der wird noch zugeschweißt werden.

Den Tank werde ich zwar noch lange nicht brauchen aber das offensichtliche "Gebrutzel" auf der Unterseite lässt nichts gutes vermuten.

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Die Nähte bis auf 0 runtergeschliffen und die Bleche fallen ab, darunter starker Rost, die im Original eingelegten Filzstreifen waren zwar gut gemeint aber sind vermutlich oft Nass und beschleunigen das rosten...

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[attach=8]

Aktuell bin ich sehr unschlüssig was es werden soll, mir ist bekannt das es ein Reparaturblech gibt aber das wieder dicht zu bekommen, außerdem weis ich aus leidiger Erfahrung das die Bleche anfangen sich stark zu verziehen wenn man so wie ich nicht Schweißen kann...

Hat jemand von Euch das Repblech schon verwendet bzw Erfahrung damit ? die Seitenteile muss ich ja in einem Stück herausbekommen, wurde das Gelötet ? eine offensichtliche Schweißnaht ist nicht erkennbar.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 02.04.2017, 11:56:42
Hallo manni,

kurz zu Deiner technischen Frage, Bild 2:  Die mit dem Pfeil markierte Lasche ist für das Gestänge des Spritzverstellers an früher gebauten Exemplaren.  Mein Bild zeigt das System in aktiviertem Zustand.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.04.2017, 14:29:02
Hallo Magne,

danke für die Aufklärung, das Teil kann so bleiben.

Beim Tank habe ich noch keine Idee, wird zurück ins Eck gestellt.

Machen wir mal das Gaspedal fertig, habe ja von Martin die Gaswelle bekommen und mit der neu angefertigten Nocke probe montiert.
Muss nach dem putzen immer alles doppelt so schlimm aussehen ? nun kann man fast 1cm seitlich wackeln mit dem Pedal, ich war der Meinung mit der neuen Welle wäre das erledigt aber scheinbar nicht...

Gussteil 1,5mm aufbohren

[attach=1]

Der Bohrer hat ordentlich gehakt, also noch reiben.

Zwei Buchsen anfertigen und einpressen

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Um Fluchtungsfehler zu eliminieren habe ich sie etwas kleiner gelassen und reibe nun beide unter einmal durch.

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Die Ölbohrungen wieder herzustellen sollte sich plötzlich als Problem herausstellen, auch mit kleiner Maschine kommt man nicht ran, es wurde ein Stück Baustahl passend abgedreht, 3er Loch gebohrt und der Bohrer mit Sekundenkleber eingeklebt.

[attach=4]

Diese "Methode" habe ich mal in einem Bastlerforum gesehen, funktionierte bei mir wirklich gut, danach braucht man nur den Baustahl mit Feuerzeug warmmachen, so lässt der Kleber schnell wieder los.

Die alten Bohrungen im Gaspedal habe ich zugeschweißt da ich mit der "Freihand Methode" sowieso nicht treffen würde.

Die nächste Hürde stellen die 4x20 Halbrund-Vollnieten dar, der Kleineisenhändler im Dorf hat zwar noch ein paar rumliegen aber nicht die die ich brauche, damit ich einen Anhaltspunkt habe nehme ich eine 5x18 mit.

Auf dieser Basis habe ich einen HSS Block angeschliffen und die Nieten aus einer alten Schraube gedreht.

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[attach=6]

Bohren der Nietlöcher auf Basis der alten Gaswelle:

[attach=7]

Dabei fällt mir wieder was auf:

[attach=8]

Nach etwas Ursachenforschung komme ich zum Schluss das dies Original auch schon so war, gefällt mir aber nicht.

Beilagscheibe passend abgedreht:

[attach=9]

Passt:

[attach=10]

Gleich gehts weiter...

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.04.2017, 15:04:23
Nietwerkzeug zusammengesucht:

[attach=1]

und die Köpfe auf der Hinterseite gemacht.

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Man kommt recht schwer zu, es wurden die Nieten etwas angewärmt dabei ist die Welle angelaufen.

Ich habe den Dreherkollegen gebeten die Nocke auf Basis des Originals mittig zu durchbohren, bei der ausgelutschen Standbohrmaschine hier, wäre das nix geworden.

Leider habe ich trotzdem eine ganz leichte Abweichung, besser wäre es wahrscheinlich gewesen beide Löcher unter einmal durchzubohren.
So habe ich mich dazu durchgerungen durch beide Teile mit 4,3 aufzubohren.

Reiben auf 4,5

[attach=3]

Das ist erst die halbe Miete, die Ersatzteiliste sieht hier einen Kegelkerbstift gibts laut DIN 1471 nicht in 4,5.

Ein Spezialteil solls also sein, jeder andere hätte hier vermutlich einfach nen Schwerspannstift reingehaun aber damit möchte ich mich nicht zufrieden geben.

Die Herausforderung ist nicht nur das Maß zu treffen, sondern auch eine brauchbare Oberflächengüte zu erreichen.

Dies ist der finale Versuch: (davor gabs 2 weitere)

[attach=4]

[attach=5]

Mit den hier verfügbaren Wendeschneidplatten ist der Bearbeitungsdruck zu groß an der Maschine ist Spiel vorhanden und so würde ich nie auf die geforderte Toleranz kommen, ein Schäldrehmeißel kommt zum Einsatz, der ist sehr scharf angeschliffen und schafft auch noch Zustellungen im 1/100 Bereich.

[attach=6]

1/100 unter 4,5

[attach=7]

Die Anprobe bestätigt die Messung, der Stift lässt sich per Hand leicht eindrücken.
Mit dem Kreuzmeißel noch die drei Kerben gemacht:

[attach=8]

Das einschlagen war nur mehr Formsache, damit ist das Gaspedal soweit durch, den kleinen Hebel werde ich erst verbohren wenn das Trittblech fixiert ist.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Andy 4S2 am 09.04.2017, 19:02:58
Hallo Manni,

wenn du wegen dem Tank nichts finden solltest, ich habe mehrere liegen. Ansonsten weiter so wie bisher👍
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.04.2017, 21:00:41
Hallo Andy,

danke für dein Angebot. Aktuell ist der Tank bei einem Kollegen (der mir noch was schuldet) mal sehen was der so draus macht.

Und hier wieder die Zusammenfassung der letzten Tage.

Auch für den Handgashebel gabs eine Buchse:

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[attach=2]

Schon vor einiger Zeit habe ich mich dem Bremslichtschalter angenommen.

[attach=3]

Schalter innen stark verdreckt, die Feder war gebrochen, auch sind Verbrennungsspuren von Kurzschlüssen zu sehen (bei dem Zustand der Verkabelung kein Wunder) Ich habe kurz überlegt was man hier noch richten könnte, aber ich weiß gar nicht wo ich da anfangen sollte.

Habe dann mal den Distanzblock und das dazugehörige Blech gereinigt, welches sich bei genauerer Betrachtung als Bastlerarbeit herausstellte. Löcher asymetrisch mit viel zu großen Durchmesser, Etagierung komplett schief, Teil hat keine Grundierung nur ganz dünn grüne Farbe.

Ersatz gibt es ja bei den üblichen Verdächtigen also bestellt.

[attach=4]

Der neue ist ein "Zug aus" mit Grundstellung rechts, damit wird das Blech obsolet, der Schalter wird hängend montiert nicht mehr stehend.
Außerdem stimmen die Bohrlöcher des neuen Schalters mit denen im Guss überein so habe ich nur einen stärkeren Abstandhalter gemacht.

[attach=5]

Das Armaturenbrett hat mich dann doch stärker gefordert als gedacht.

Als erstes der Ermüdungsriß:

[attach=6]

Der/die Vorbesitzer haben einige zusätzliche Löcher gebohrt, die werden zugeschweißt, außerdem habe ich mir Gedanken gemacht wie ich die zusätzlichen Teile (Blinker) anordnen möchte.
"Zündnagel" und Startknopf bleiben an Ort und Stelle, die Kontrolllampen dazwischen werden neu aufgeteilt und um eine weitere (Blinkerkontrolle) ergänzt.

[attach=7]

Den Blinkerschalter habe ich jetzt mal links vom Schloss hingesetzt.

Verschließen der Löcher mit Blechresten.

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Verschleifen der Nähte:

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[attach=10]

Blecharbeiten sind nicht so das meine, sehr zeitaufwendig wenn man nicht danach alles unter Spachtel begraben möchte, ich hätte jetzt eigentlich noch geplant die neuen Löcher zu bohren usw. aber der Tag ist schon wieder rum.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 17.04.2017, 21:19:57
Hallo Manni,

ich kann mich Andy nur anschließen, mach weiter soo. :D

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.04.2017, 21:39:49
Hallo zusammen,

weiter gehts mit dem Armaturenbrett.

Lämpchentechnisch ist ja nichts mehr originales vorhanden, da ich von der mäßigen Qualität der diversen Nachbauten nicht überzeugt bin habe ich mich auf die Suche nach den Bosch Anzeige Lämpchen gemacht wie sie in vielen Fahrzeugen der 50/60 Jahre zu finden waren.

Das hat sich sehr lange gezogen, diverse Telefonate mit Bosch Diensten und Ersatzteilhändlern waren nötig.

Eine neue Rote habe ich nur mehr ohne Zierring bekommen, dafür einige Zeit später eine stark grbrauchte mit Zierring, mal sehen was sich hier basteln lässt (nach dem Motto aus 2 mach 1)

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Der Standart Blinkerschalter war einfacher zu beschaffen.

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Nun zum Einbau:

Die Positionen hatte ich ja schon festgelegt, fehlt noch das Bohren der Löcher

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So wird das mal aussehen.  8)

[attach=4]

Für den Blinkerschalter waren noch 2 "Ohren" (Verdrehsicherung) zu feilen, aber keine große Sache.

Den Blinkgeber werde ich den alten wiederverwenden er hat klaglos bis zur Demontage funktioniert.
Die Befestigung wird aber verbessert, außerdem sehe ich noch vor eine Klemmleiste zu verwenden.
Ganz sicher bin ich mir noch nicht, ich lasse noch diverse Optionen offen, deswegen werden erstmal Bolzen angeheftet.

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Eventuell hätte ich vorher etwas üben sollen, das Gerät "schießt" ganz schön heftig so sind die Bolzen gut 2mm neben der Linie...

[attach=6]

Dennoch, das sollte es (für jetzt) vom Armaturenbrett gewesen sein, also nächstes wird es noch etwas Kleinkram geben, ich bereite mich geistig auf die arbeiten am Motor vor, man darf gespannt sein.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.05.2017, 11:41:43
Hallo,

die letzten (Feier)Tage konnten gut für diversen Kleinkram genutzt werden, auch mein Lackierer hatte Zeit.


Zündschloss (oder Schaltkasten wie es in der BA heißt) wird unter die Lupe genommen, das Umschalten zwischen den Stellungen 2-3 ist nur mit Kraft möglich und das wird nicht so bleiben.

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Laschen vorsichtig aufgebogen:

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Dazu braucht es wohl keine Erklärung, ein Waschgang ist längst überfällig.

Schäden gibt es glücklicherweise keine.

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Einige Schrauben ließen sich aber nicht mehr entfernen, also mit Rostlöser einweichen.

Die Masseschraube 31 ließ sich davon aber nicht beeindrucken, also Schraubenkopf scharf angeheizt (nur ganz kurz sonst nimmt der Bakelit träger Schaden) und raus war sie.

[attach=4]

Abschließend noch alle Teile Sauber abgeschliffen, bin noch beim überlegen ob ich wieder schwarz lackiere oder doch verzinken ?


Teile fertigmachen zum lackieren, Fugen strahlen des Tankunterbaus:

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Irgendwie haben die Teile die "Angewohnheit" sich in der Werkstatt gleichmäßig zu verteilen...
Zusammensuchen und abschließende Arbeiten.

[attach=6]

Grundieren ist kein Problem die Farbe trocknet ruck-zuck aber der Decklack braucht 24h bis er "klebefrei" ist, so haben sich Teile in diversen Zuständen angesammelt.

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[attach=8]

Anschließend alles wieder in die Ablage zum trocknen.


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.05.2017, 12:03:46
Teile die keinen Decklack bekommen wie die Handbremsbacken kann ich aber sofort weiter bearbeiten.

Aufnieten der Beläge:

[attach=1]

Dieses mal habe ich in der Mitte begonnen, das funktionierte schon besser als am Ende.

Den Allradabtrieb rangeholt, beim montieren der Feder habe ich gesehen das die entsprechende Anschlagbohrung vom Sicherungsblech verdeckt wird.

[attach=2]

Mit Spitzzange aufgebogen und weiter gehts.

Auch bei der Grundplatte gibts einen "AHA-Moment"
Die Gussstücke ragen durch den Abtrieb nach draußen und hätten grüne Farbe benötigt, mit Pinsel nachgebessert.

[attach=3]

Hebelwelle:

[attach=4]

Mit einer Schraube fixiert versuche ich die Bremsbacken einzubauen, das ist fummelig ein zweiter Mann wäre jetzt ganz gut, ist aber leider nicht vorhanden.
Nachdem ichs auch allein geschafft habe, die Dinger aber ständig verrutschen, wurde mit etwas Draht provisorisch fixiert.

[attach=5]

Einhängen der Federn:

[attach=6]

Das wäre es jetzt eigentlich gewesen, wie jedoch schon des öfteren steckt der "Teufel im Detail"

Der Schalthebel sitzt recht locker drauf (ist schon etwas ausgeschlagen) und wenn man ein paar mal schnell damit hin und herwackelt beginnt sich der Stift zu lösen, der war bei zerlegen reingerostet und hatte dadurch recht gut gehalten.

Die Schwierigkeit ist das ein Zylinderstift DIN 7 (m6) nur aufgrund seiner Passgenauigkeit in der Bohrung festsitzt,
Ein paar Hunderstel machen bei Durchmesser 6mm schon sehr viel aus.

Also die "übliche" Vorgangsweise :
Reiben auf 6.5

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Einen Sondermaßstift aus einer alten Schraube drehen und einschlagen.

[attach=8]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 14.05.2017, 22:24:45
                                            Hallo Manni
Wieder (fast) alles SUPER was du machst ,auch das mit den Passstift,die Feinheiten
sehen die meisten Schnellschrauber garnicht .

Nur zu Antwort 393 ,Bild 5 + 6 fällt mir noch was ein.
Du solltest sämtliche beweglichen Teile,oder Anlagen,etwas mit Kupferpaste
einschmieren,nur so ein ganz dünnen Film , DAS WIRKT SPÄTER BEIM BREMSEN WUNDER  ;) .

                                                  Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.05.2017, 20:33:11
Hallo Jens,

stimmt daran hab ich nicht gedacht, ich bin nun beim überlegen ob es Sinn machen würde auch die Mechanik der Hauptbremse zu schmieren (nur ganz dezent, um nicht einen verschmierten Bremsbelag zu riskieren)

Aber das ist alles noch eher "weiter weg", ich würde gern den Allradabtrieb anbauen um dieses Kapitel abschließen zu können aber das wird noch warten müssen, im Jänner wurde eine neue Nutmutter für die Handbremstrommel in Auftrag gegeben, die alte hatts definitiv hinter sich.
Das Problem ist das Linksgewinde sonst hätte ich sie problemlos bei meinem Schraubenhändler bekommen.
Irgendwie hat sich bei dieser Baustelle noch nichts bewegt, da muss ich dieser Tage wieder mal nachhelfen...

Genug davon, es gibt reichlich andere Teile die montiert werden können.

Bremspedale:

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Die Kegelreibahle wurde nur benutzt um die Farbe aus der Bohrung zu kriegen.

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Kupplungspedal:

[attach=3]

Hier hat mir der Dreherkollege eine "Falle gestellt"
Ich versuche gerade den Verstellmechanismuß aufzufädeln da es recht schwer geht wird durch ein paar Faustschläge nachgeholfen, dabei zieht es die Buchse raus.
Eigentlich hätte ich ausgemacht das sie einzukleben wäre...

Hohle ich das eben selber nach.

[attach=4]


Den Versteller noch verstiftet damit wäre das erledigt, ein Reststück Draht hält das Pedal auf Position. 

Lenkung:

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Die Schrauben sind jetzt mal nur Handfest, ich weiß aus leidiger Erfahrung das bei vorschnellen anziehen, andere Teile seltsamerweise nicht mehr passen...
 
[attach=6]

Tankunterbau / Batteriekasten:

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Der Befestigungsbügel für die Lenkung wurde aus dem "Nirvana" zurückgehohlt und entrostet.

[attach=8]

Eigentlich wollte ich den ganz normal grundieren und dann grün einfärben, habe mich dann kurzfristig anders entschlossen.
Zinkspray und einen Schutzschlauch drüber sind meines Erachtens die Bessere Lösung.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.06.2017, 16:13:09
Hallo zusammen,

das verlängerte Wochenende ist zwar noch nicht zu ende aber bis jetzt sehr produktiv.


Ich habe mir vor einigen Tagen die Teile der Bremse zurechtgelegt und wollte nun montieren, aber irgendwie ist mir dabei eine Paßfeder abhanden gekommen.
Zum Glück gibts die bei uns beim lokalen Eisenwarenhändler.

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Die dazugehörige Schraube wurde getauscht, die Anrostung im Bereich des Schnittes war schon recht kritisch.
Die Bolzen des Gestänges werden neu angefertigt, als Rohlinge dienen 2 Schrauben aus der ehemals größten Schraubenfabrik der Welt.

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Noch 2 Beilagscheiben dazu.

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Die Linke Seite werde ich noch auslassen, ich bin mir nicht mehr sicher ob ich den Allradabtrieb sonst drauf bekomme.

Dem lokalen Baumarkt habe ich danach noch einen Besuch abgestattet, von dem Laden bin ich eigentlich kein Freund aber die Schlüsselringe und die Zierkettchen gibts hier noch am günstigsten.

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Ein Thema das mich von Anfang an beschäftigt hat, ist das das Kupplungspedal auf dem S-Hebel der Lenkung liegt.
Bis auf die "Speziallösungen" im Getriebe finde ich das Triebwerk sonst gut durchdacht, wo waren hier die Ingenieure als diese Stelle durch genommen wurde ? oder sollte keiner mit großen Schuhen Traktor fahren ?
Ich bin bis jetzt noch nicht sehr viel gefahren aber es hat sich recht schnell gezeigt das ich des öfteren bei den Schrauben des Lenkbockes mit dem Schuhprofil hängenbleibe. Eine Verbesserung verspreche ich mir wenn das Pedal etwas höher steht.

Ein Stück aus einer 15er Platte gebrannt.

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Rundgefeilt und bohren der Befestigunglöcher:

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Drehen des Endes:

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Nach ein paar mal anprobieren: Feilen der Kerbe und diverser Rundungen.

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Das sieht schon ganz gut aus, um zu sehen wie alltags-tauglich diese Lösung ist werde ich aber auf die Probefahrt warten müssen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: drl am 04.06.2017, 21:55:13
Einfach Wahnsinn!

So penibel zu arbeiten - top.

Zustand nach der Restauration - wie neu!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.06.2017, 21:45:43
Hallo MAN-Gemeinde,

es geht doch schneller als gedacht mit meiner Linksgewinde Nutmutter für die Handbremstrommel.  :D

Bei der Riemenscheibe sitzt die Nutmutter in einer Vertiefung und ist per Hakenschlüssel nicht erreichbar, die "Meißelmethode" scheidet für mich aus. Diese Mutter ist zwar eine andere Norm (DIN 70852 gegen DIN 1804) hat aber den gleichen Außendurchmesser wie die Mutter der Handbremstrommel.
Das werde ich ausnutzen und ein Werkzeug bauen um die Mutter "ordentlich" festziehen zu können.

Einen Ronde Baustahl ausdrehen, sägen der "Finger" mit der Bügelsäge.

[attach=1]

Einen 4 Kant feilen, der mit dem halb Zoll System des Steckschlüsselsatzes zusammenstimmt.
Da mir das noch zuwenig stabil erscheint gibt es noch einen Ring zusätzlich.
Ein passendes Rohr ist gerade nicht vorhanden, deswegen wird aus dem Vollen gearbeitet (was für eine Materialverschwendung)
36 Loch bohren:

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Die "neue alte" Bohrstange hat Ihren ersten Einsatz.

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Schlitzen mit Winkelschleifer.

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Einpressen des Kernteils und Verschweißen.

[attach=5]

Noch eine Feilübung und fertig ist das Werkzeug.

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Test mit Mutter der Riemenscheibe

[attach=7]

Hochgenau ist es nicht geworden aber ich bin sicher das es seinen Dienst tun wird.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 13.06.2017, 08:17:35
                                        Moin Manni
Mit den Außenring aufschweißen,da bin ich auch noch nicht drauf gekommen,
hab es BIS JETZT immer mit ein halbwegs passenden Rohr gemacht,und ein
Querrohr als Dreher angeschweißt. Naja Fusch gegen dein,aber manchmal muß es schnell gehen.

So spezielle Sachen, baue ich mir auch gerne selber,vorallen wenn man sie immer
wieder braucht.

Der Komet Bohrstahl steht auch noch oben auf meiner Willllhabenliste,
auch wenn er nicht ganz billig ist  ::) .

Immer wieder interessant, dein Bericht !

                                               Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.06.2017, 20:32:47
Hallo Jens,

...aber manchmal muß es schnell gehen.

das kommt mir bekannt vor, bei anderen Arbeiten/Projekten mache ich es so: die Methode die mich ohne Umwege zum Ziel bringt (ohne Schäden zu verursachen versteht sich) wird benutzt. 
Beim 440er ist das was anders, das ist mein "A-plus" Projekt, hier nehme ich mir die Zeit die ich brauche, der Lerneffekt, austesten des möglichen, verbessern der eigenen Fähigkeiten steht da im Vordergrund.

Die Bohrstange habe ich schon länger in der Bucht beobachtet und in einen günstigen Moment zugeschlagen, (das Klemmprisma dazu hatte ich schon) die Preise sind da teilweise schon heftig.

Genug geschrieben, die Bilder sind wieder dran.

[attach=1]

Die neue Mutter ist super leichtgängig das warten hat sich gelohnt.
Mein Dreher Kollege hat die Verzahnung der Handbremstrommel etwas kleiner gemacht um den Verschleiß der Welle auszugleichen. Perfekt gelungen ist dies nicht da die Welle nicht gleichmässig verschlissen ist.
Er hat mir geraten zur Verbesserung des Eingriffs zwischen Welle/Nabe die Spalte mit einem Reparatur Fügekleber aufzufüllen. 

Das Zeugs ist zum Sprühen. ich hätte vorher abdecken sollen....

[attach=2]

Trommel aufstecken, Sicherungsblech einlegen, da ich dem Blech nicht restlos vertraue gibts einen Tropfen Schraubenkleber.

[attach=3]

Mutter handfest aufgeschraubt, dann Getriebedeckel hochgehoben 2 Gänge gleichzeitig eingelegt um eine Blockade hervorzurufen.

Das Werkzeug hat seinen ersten Härtetest.

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Als nächstes: aufstecken des Kupplungsflansches wie er in der Ersatzteiliste heißt.

[attach=5]

Hmmm, außer das nicht sauber lackiert wurde, passt das Teil auf einmal nicht mehr, wobei hatte ich das jemals probiert ?
Die Trommel ist ja neu, also könnte mein Kollege auch einen Fehler gemacht haben.
Nachdem ich aber nochmal genauer hingesehen habe fällt auf das das Sicherungsblech nach DIN zu groß ist.
Zur Sicherstellung schnell das alte drangehalten, ja war kleiner.

Ok, also schnell wieder runterschrauben bevor der Schraubenkleber aushärtet.
Blech mit Sekundenkleber auf einen Ring befestigt und abgedreht.

[attach=6]

Alles mit Aceton saubergemacht neuer Schraubenkleber drauf, mit der kurzen Umschaltknarre hat man nicht viel Hebel, aber ich versuche alles herauszuhohlen was der Unterarm hergibt. Ich bin mir sicher das die nicht mehr von selbst aufgeht, das Werkzeug hat auch gut gehalten.
Das Sicherungsblech liegt jetzt Plan an, ein sehr spitz geschliffener Schraubenzieher bringt die Lösung.

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Nun jetzt endlich zum Kupplungsflansch, die Teile liegen schon bereit.

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Bei den Montageflächen bin ich mit Kupferpaste drübergegangen die Schrauben sind zu Sicherheit geklebt, ein Stück Draht aus der Restekiste verleiht den "Originalen Look"

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gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.06.2017, 21:19:49
Die Fotodokumentation läuft bei solchen Aktionen im Hintergrund, sonst hätte ich jetzt schon den ersten Bock abgeschossen.
An das kleine Kugellager hätte ich bei meinem Glück erst gedacht nachdem alles fertig gewesen wäre.  ::)

Also Lager gesucht und draufgesteckt, als nächstes die beweglichen Stellen eingestrichen.

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Abtrieb ranfahren.

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Als erstes wurde eine alte Decke (selbstverständlich farblich passend) darübergelegt um nicht unmengen Kratzer zu machen.

Es war trotzdem eine mords Fummelei bis man dahinter kommt wie es geht, es gibt nur einen Weg (außer man hätte die Bremsgrundplatte noch weggelassen) 45° von links oben reinkippen, dabei geht es um jeden Milimeter, knapper hätte es nicht sein dürfen.

Ich habe noch den federnden Hebel aufgesteckt um einen guten Angriffspunkt zu haben.

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Der Wellendichtring und das Lager wurden vorsorglich schon geölt aber der Lagersitz ist ziemlich streng und erst mit viel gewackel geht der Abtrieb in die finale Position.

Angefangen die Schrauben einzudrehen, es gibt 3 Verschiedene Längen, wenn man sich jetzt noch notiert hätte welcher wohin kommt...

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Aber es gibt gleich ein viel ernstzunehmenderes Problem.

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Der Allrad lässt sich nicht komplett schalten. es fehlen gut 5mm
Solche Momente bedeuten immer Kopfschmerzen, nach einer Weile wirr herumgelaufe geh ich es logisch an und beim Blick auf die Fotos vom zerlegen habe ich einen Verdacht.

Er muss wieder runter.

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Auf der Werkbank habe ich den Schalthebel angebaut um die Funktion beobachten zu können, und es ist wie gedacht die Schaltmuffe steht am Kugelllager an.

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Man sieht außerdem das die Welle aus dem Lager hervorsteht, hier vermute ich den Fehler.
Mit einem kleinen Abzieher wird das Lager ein Stück bewegt bis beide Plan sind.

Der Versuch bestätigt meine Vermutung.

Erfolg!
[attach=8]

Nun kanns ja weitergehn, Abtrieb wieder rauffummeln, je öfter man das macht desto schneller geht es.
Das ausrichten der Bohröcher aufeinander bleibt aber lästig.
Nun wieder die Schraubengeschichte, es gibt 6 kurze 3 mittlere und einen langen.

Hier hilft nur ausprobiern, wobei die Positionen der kurzen Schrauben sind schnell gefunden.
An gewisse Stellen kommt man mit Drehmomentschlüssel nur mehr extrem knapp.

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Einer geht noch...

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.06.2017, 21:44:55
Die Bremsenteile stellen eigentlich keine große Herausforderung dar, wobei ein zweites paar Hände wäre schon sehr hilfreich gewesen.

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Kupferpaste überall.

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Den federnden Hebel komplett reinzubringen ohne die Welle gegen zuhalten war auch sehr schweißtreibend.

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Den Seegering habe ich vergessen zu kaufen, steht aber schon auf meiner Liste und wird nachgeholt.

Die Verzahnung stimmt gut überein.

[attach=4]

Zum Schluss noch den Allradschalthebel versplintet und die Feder eingehängt.
Es bleibt noch Zeit das Bremsgestänge zu montieren.

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Es ist noch genauso wenig Platz wie bei der Demontage aber dafür ist nicht alles mit schwarzer Pampe bedeckt.

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Das wärs jetzt gewesen, ich bin schon mitten im zusammenräumen als eine Klammer übrigbleibt.
AJA! da war ja was, meine Bremse war verbastelt und dieses Teil hat gefehlt.

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Die Klammer ist aus Federstahl und weiß sich gegen die Montage zu wehren. Erst 2 Kombizangen machen hier fertig.

Abschlußfoto:

[attach=8]

Die Lagergeschichte ist ziemlich böse, eventuell war ja hier eine Beilagscheibe oder ähnlich verbaut, wie soll man sonst darauf kommen das das Lager nicht bis zum Anschlag rauf darf?

Trotz der Hartnäckigkeit diverser Bauteile bin ich sehr zufrieden über diesen langen Tag.


schöne Grüße aus Tirol

manni
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.06.2017, 10:36:28
Hallo zusammen,

wie einige schon bemerkt haben dürften liegt die Schwungscheibe auf einer Palette und der Kuppungsautomat auf der Waschanlage. Wenn man an mehreren Ecken gleichzeitig Baustellen aufreißt dann passiert sowas.

Ein alter Kollege meines Vaters wurde vor einiger Zeit angeheuert um mir beim Motor auf die Finger zu schauen.
Bis heute ist leider immer wieder was dazwischen gekommen und die beginnende Urlaubssaison macht es nicht besser.
Ich habe schon mal begonnen diverse Anbauteile abzubauen und begutachten hier mein Bericht dazu:

Der Motor steht aktuell noch im "letzten Eck" etwas umständlich so zu arbeiten, aber wird schon gehn.

Nachdem der Luftfilter abgeschraubt ist wurde grob mit einem Lappen der Innenraum der Pumpe getrocknet überall hängen Dieseltropfen, die Undichtigkeiten zu stoppen wird noch eine Aufgabe werden.

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Die silberne Leitung geht über die Handpumpe und macht diese unbenutzbar, das kommt definitiv anders.

Es gibt ja Situationen wo der alte Spruch "viel hilft viel" stimmt, hier aber eher nicht. Wenns mit 2 Dichtringen nicht dicht wird dann mit 5 schon gar nicht.

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Die Schrauben sind angeballert wie blöd, das kann noch heiter werden.
Das Gasgestänge wird als erstes abgebaut, danach lässt sich die schwarze Leitung als erstes lösen der Schottnippel kurz danach.
Als nächstes der Schlauch der Einspritzpumpe, auch hier wieder Gewaltanwendung notwendig.

Dieser Schottnippel ging noch raus, aber der andere mit der silbernen Leitung rührt sich nicht mehr.

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Man möchte meinen da eh schon alles in Diesel getränkt ist das hier sollte leicht gehen, aber den Gefallen machen mir die Teile nicht. Rostlöser aufsprühen und inzwischen etwas anders machen.

Die vermackten Überwurfmuttern der Einspritzleitungen bedeuten sicher weiteren Ärger.

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So schlimm wurde es dann aber doch nicht, aber zugedreht wie verrückt waren sie doch.
Abdeckkappen für Pumpe und Düsen habe ich schon vor einer Weile besorgt.

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So und jetzt nochmal zur störrischen Leitung, auch ein weiterer Versuch schlägt Fehl.
Heiß zu machen habe ich wegen der Dieselsauerei nicht gewagt, ich wäre nicht der erste der sich die Werkstatt mit solch einer Aktion anzündet.
Also gewartet bis mein Vater kommt, die Leitung abgezwickt damit sich ein Ringschlüssel draufstecken lässt und außen mit einem weiteren Ringschlüssel drehen.

Puh, das war nicht lustig aber er ist raus.

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Die Überwurfmutter war so hart angezogen das es das Gewinde herausgerissen hat.
Die Dellen an den Schottnippeln habe dich vorsichtig zurückgeformt und die kleinen Macken im Gewinde gefeilt.
Zuerst hat es ausgesehen als ob hier nur mehr Schrott rauskommt aber die Dinger können wiederverwendet werden.

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gleich geht weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.06.2017, 10:57:26
Hier gehts weiter:

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Die Schrauben sind kein Problem, bis auf den Dreck ist aktuell mal nicht viel sichtbar.

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M 14 Feingewinde, die waren auch ordentlich zu.

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Abnehmen der Schwungmasse, dahinter wie zu erwarten eine undichte Asbestdichtpackung.

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Der Kupplungsautomat wurde abgewaschen und für gut befunden, zerlegen werde ich das Teil nicht, den wieder einzustellen sieht nach viel Arbeit aus.

Die Scheibe war verdreckt aber nicht verölt nach einem Bad sieht das ganz manierlich wieder aus.

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Man kann noch die Riefen der Maschine sehen die die Scheibe heruntergeschnitten hat, nach 60 Jahren kann das doch nicht sein?

Also genauer betrachten, der Automat ist mit 11.53, die Scheibe ist mit 5.80 gestempelt.
Der Schlepper war also in den frühen 80ern mal auseinender.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Uliman am 18.06.2017, 14:04:53
Hallo Manni

Deine Berichte sind immer wieder ein Highlight! Habe vollen Respekt vor Deiner exakten Arbeitsweise! Und lehrreich sind sie auf alle Fälle
 Gruß Uli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 18.06.2017, 15:26:34
Hallo manni,

ich möchte gern zurück zur ESP kehren.  Anscheinend ist die Pumpe mal überholt oder ausgetauscht worden und auf jeden Fall mit einem falschen Deckel bestückt.  Der grosse Entlüfter bereitet die Probleme mit den undichten, umgebogenen Leitungen.  Ich würde empfehlen, wenn möglich, den platzsparenden Originaldeckel mit Entlüftung wie auf dem Bild zu besorgen.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.06.2017, 14:23:48
Hallo Magne,

danke für die Info, wenn es dann soweit ist das ich die Teile ausgebaut habe, werde ich daran denken.

Bosch Dienst gibt es bei mir in der Nähe, bei dem habe ich vor einiger Zeit Federn für die Lichtmaschine geholt und so nebenbei angemerkt das ich eine Pumpe zur Überprüfung hätte.
Fazit: Prüfung bzw austauschen von Ersatzteilen ist kein Problem, für Aufarbeiten ist er nicht eingerichtet aber er würde mir die Pumpe zur "Zentrale" senden die haben schon mehr Möglichkeiten, aber vorher müssen noch andere Sachen gemacht werden.

Da ich nicht untätig war die letzten Tage hier eine Zusammenfassung diverser Aktivitäten:

Bei der letzten "Pinselsanierung" hat man es mit dem Abkleben nicht so ernst genommen.
Ausbohren der Nieten:

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Die Ameisensäure wirds schon richten.

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Bei diesen Temperaturen über 30° ist eine Reaktion schon nach 5 min zu beobachten.

Reste abgewaschen:

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Optimal, das Schild wird eingelagert, weiter zum nächsten Teil.

Sicherungsbox:

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Es sind zwar 3-4 Schichten drauf aber sie werden schnell angegriffen.
Wie zu erwarten wurde das Bakelit oberflächlich angegriffen, auch einige feine Kratzer sind im Deckel.
Durchschleifen mit 300er, Finish mit 1000er, danach auspolieren mit Tuchscheibe.

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Die Kontakte und Messingstreifen müssen noch irgendwie gereinigt werden, aber das ist ein eigenes Thema.
Vor kurzen bin ich auf die Methode: Polieren/reinigen mit Walussschalengranulat gestoßen, vielleicht hilft mir das hier weiter...

Da die Motorgeschichte einfach nicht in Bewegung kommen will, (Ich überlege aktuell den Motor vor dem öffnen noch reinigen zu lassen..) werde ich nun bei den Teilen der Vorderachse beginnen.

Die Allradteile sind verbaut, nun ist der Vordertragblock per Kran wieder "erreichbar"

[attach=6]

Anbauteile entfernen:

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Die Augen waren böse angedreht, ich dachte zuerst an Rost aber das Gewinde ist gut eingefettet, also eine Stange durchgesteckt und mit dem schweren Hammer beim drehen mitgeholfen.

Ich habe den Block mit dem Kran auf den Wagen gehoben und zum entlacken in die Lackierkabine gebracht.
Bilder demnächst.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 26.06.2017, 08:19:43
                         Moin
,, Die Kontakte und Messingstreifen müssen noch irgendwie gereinigt werden, aber das ist ein eigenes Thema.
Vor kurzen bin ich auf die Methode: Polieren/reinigen mit Walussschalengranulat gestoßen, vielleicht hilft mir das hier weiter... "

Ein Bekannter von mir,hat die Batteriepole in Backpulver mit Wasser aufgemischt eingelegt  :o ,
ich hab nur das Endergebnis gesehen,metallisch rein  :o .
Ich habs selber noch nicht versucht.
                                         Gruß Jens
         
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Andy 4S2 am 26.06.2017, 12:57:16
Glasperlen strahlen geht auch
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Peer am 26.06.2017, 19:53:00
Ich habe mich die Tage an elekrolytischem Entrosten versucht.
Eine ordentliche Ladung "Waschsoda" in einen Eimer Wasser. Bauteil rein und Strom drauf (Labornetzteil oder Batterieladegerät um die 10A, Werkstück an Minus, Gegenelektrode an Plus).
Das funktionierte eigentlich ganz gut, auch tieferer Porenrost wurde gelöst. Dabei bildet sich eine Schlammschicht die man mit einer Bürste unter fließendem Wasser problemlos beseitigen kann. Es dauert zwar seine Zeit, aber man muss ja nicht davor sitzen und sich das Geblubber ansehen ;-)

Der Effekt ist von Stromstärke und Oberfläche abhängig. Unter 5A passiert praktisch nix. Bei größeren Flächen braucht es auch mehr Strom.

Achtung bei Legierungen - hier können die Metalle ungleichmäßig herausgelöst werden. Da ist vielleicht eine sachtere Methode angemessen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 30.06.2017, 22:16:18
Hallo euch dreien,

ja Methoden gibt es sehr viele, ich versuche gern immer wieder mal was neues. Mittlerweile habe ich einen Händler ausfindig gemacht der mir einen Kübel Walnussschalengranulat sendet, ich bin schon sehr gespannt wie sich das Zeug verhält.

Mit elekrolytischem Entrosten habe ich etwas Erfahrung (2 mal angewendet) In diversen Foren wurde geraten den Strom so zu wählen das nur kleine Bläschen aufsteigen, wenn der Strom zu hoch ist wird auch "gesundes" Material abgetragen.

Ich habe mich beim folgenden Zahnrad im Bereich von etwa 2-3A bewegt, benutzt wurde ein altes PC Netzteil der Strom wurde durch umstecken auf verschiedene Spannungen "eingestellt"

Was ich als erstes herausgefunden habe, ist das als Anode blanker Stahl und verzinkte Teile praktisch unbrauchbar sind, sie korrodieren schnell und der Stromfluss kommt fast zum erliegen, ein Stück rostfreies Blech (1.4301) verhält sich wesentlich besser.
Der Kontakt am rostigen Bauteil war auch ein Problem, ich hatte zuerst einfach etwas Draht drumgewickelt, dadurch gab es aber einen erheblichen Fehlerstrom weil der Übergang vom Kupfer ins Wasser viel niederohmiger ist als vom rostigen Teil, ich habe dann einen isolierten Draht genommen, nur ein Stück blank gemacht und am Bauteil mit der Feile an einer kleinen Stelle den Rost abgekratzt, der Unterschied war beträchtlich.
Teile die Hohlräume haben stellen ein weiters Problem dar, der Stromfluss ist im inneren praktisch Null, wenn man also auch drinnen entrosten will muss hier die Anode platziert werden, was schwierig werden kann, wegen Kurzschlüssen.

Bei zu hoher Dosierung der Waschsoda gab es bei mir Ablagerungen davon am zu entrostenden Bauteil.

Es wurden 4 Durchgänge mit je ~12h gefahren dazwischen immer wieder unter fließenden Wasser bürsten.

Ein paar Fotos dazu.

Ausgangszustand:

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Versuchsaufbau:

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Finale:

[attach=3]

Soviel zu meinen Erfahrungen mit diesem Thema.

Auch in dieser Woche ist wieder viel (in diversen Bereichen) am MAN passiert:

Das Lenkrad ist so krumm, das ich schon auf der Suche nach einen Ersatzteil war.
Ich hatte dann allerdings eine Idee wie ich eventuell die Macke herauskriegen könnte,
also Versuch macht klug schlimmer kanns eh nicht mehr werden.

Lenkrad in der Presse fest eingeklemmt und mit kleiner Wasserwaage die niedrigste Stelle gesucht.

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Dann mit einem Nageleisen zwischen Tischchen und Ring gefahren und fest hochdrücken.
Nach ein paar Durchgängen begann der Fehler immer weniger zuwerden.

Lenkrad in Drehbank gespannt und den Lauf optisch kontrolliert.

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Hey, da kann man schon fast von Rundlauf sprechen, gut 5mm Schlag sinds zwar immer noch aber das ist kein Vergleich zu vorher. Ein paar Risse sind im Kunststoff ich weiß da einen Kollegen der Hauptberuflich mit GFK arbeitet, dem werde mal ich einen Besuch abstatten.

Manchmal habe ich nur ~2h Zeit und Muße und dann entstehen z.B solche Sachen:

Abdeckung Differentialsperrhebel:

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Das Blech ist total verdellt eine Neuanfertigung ist weniger Arbeit als die Reparatur.
Ich habe versucht die Blechstärke zu bestimmen, von 0.9 - 1.4 war so alles dabei.
Egal, ein Stück 1.5er aus der Restekiste gesucht und losgehts.

Mit der Handstanze die Löcher grob herausgezwickt, nachgefeilt und abgerundet.

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Die Bohrungen werden erst gemacht wenn das Trittblech fertig ist, damit sie mit Sicherheit übereinstimmen.

[attach=8]

Weiter gehts wenn ich die Fotos fertig sortiert habe.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.07.2017, 10:56:29
Hallo MAN's

Derzeit ist in der Arbeit bei mir nicht viel los, ich kann des öfteren früher weg und bin dann in 15 min zuhause, das sorgt für gute Fortschritte.

Der Vordertragblock steht schon zum entlacken/entrosten bereit. Es ist total unterschiedlich, da gibt es Stellen wo es sehr schnell geht und es gibt Stellen wo ich 3 mal hin muss da die Farbe wie verrückt schmiert, da wechsel ich gerne auf die Reinigungsscheibe die hat da leichteres Spiel.

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Mit den unerreichbaren Ecken mühe ich mich nicht mehr ab, das geht mit Strahlen einfach viel schneller.

Da der Block schon durch ist, gleich noch einen Haufen Teile nachgeholt.

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Nachdem die Zopfbürste ihre Arbeit getan hat ist der Strahler dran.

[attach=3]

Wichtig ist mir das der Rost verschwindet, die Farbreste innen sehe ich eher unkritisch. 

[attach=4]

Alle Teile zurück in meiner Werkstatt, die eigentliche Arbeit beginnt aber erst jetzt.

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Austreiben der alten Stifte, teilweise waren sie schon abgebrochen oder verbogen.

[attach=6]

Entfernen der alten Dichtmasse und reinigen der Bohrungen/Gewinde.
 
[attach=7]

Dichtmasse mit der Drahtbürste zu entfernen geht zwar schneller aber die Löcher werden dabei "ausgefranst"
Daher verwende ich einen Schleifpilz.

Das Zugmaul wurde nach dem Gießen wohl "vergessen" , Grate und überstehendes Material werden mit dem Geradeschleifer eingeebnet.

[attach=8]

Hier muss noch fertig zerlegt werden:

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gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.07.2017, 11:30:23
Der Lageraußenring lässt sich mit dem Innenauszieher nicht greifen, ich nehme mal probehalber einen kleinen Abzieher bei dem ich die Haken umdrehe.
Zum Glück haben sie damals bei MAN vorausgesehen das der Ring eventuell mal raus muss und 2 Taschen dahinter gefräst, wo man eingreifen kann.

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Eigentlich sollte man nicht die Schraubenschlüssel für sowas zweckentfremden aber manchmal siegt die Faulheit.
Nachdem etwas Rostlöser eingesprüht wurde geht der Ring fast ohne Widerstand heraus.

So wie der Dichtring aussieht ist es kein Wunder das das ganze Öl ausgelaufen war.

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Bei der anderen Achsgabel hängt der Ring richtig fest, mit dem Abzieher wird soweit als ich mich traue vorgespannt und der Ring mit etwas Kältespray geschockt.
Das funktioniert, allerdings nur einmal.

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Gut 4 mm hat er abgehoben, jetzt sitzt er richtig fest.

[attach=4]

Aber der Innenauszieher lässt sich jetzt einsetzten.

[attach=5]

Und der hatte noch Mühe den Ring rauszubekommen.

Das eingedrungene Wasser hat seine Spuren hinterlassen.

[attach=6]

Ausziehen der Lagerschale vom Differential:

[attach=7]

Die saß auch böse fest, aber nicht durch den Rost. Ich habe vorgespannt was möglich war und wieder den Kältespray eingesetzt, ohne hätte ich keine Chance gehabt.

Entfernen des Kegelrollenlagers mit Trennvorrichtung:

[attach=8]

Auch dieses saß bombenfest, aber der größere Abzieher hatte den längeren Atem.

Dahinter (wieder mal) Rost:

[attach=9]

Das Differential selbst bleibt zusammen, ich sehe keinen Mehrwert es zu zerlegen.

Einer geht immer noch....
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.07.2017, 11:49:53
Beim Vordertragblock gibt es zwei Löcher wo eingedrungenes Wasser abfließen sollte, der Grat verhindert dies.
Die Lösung heißt wieder mal Geradeschleifer.

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[attach=2]

Das Differentialgehäuse ist dran.

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Dieses ist am gröbsten von allen Gußteilen, hier habe ich eine ganze Weile geschliffen

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Nachdem dieser Überstand entfernt ist wird auch die Innenseite gebürstet.

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Der Blick meines "strenges Auges" ruht auf den Buchsen der Achsgabel.

Urteil: Durchgefallen.

Also Auspressen:

[attach=6]

[attach=7]

Die Bolzen dazu habe ich mal grob abgemessen: gut 6/10 unrund...

Auch raus damit:

[attach=8]

[attach=9]


Fotos hätte ich noch ein paar, mal sehen ob ich heute noch Zeit finde, jetzt ist erstmal der Hausputz dran....    ;)


schöne Grüße aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.07.2017, 19:46:49
Hallo zusammen,

die Fotos haben nun alle den Weg auf meine Festplatte gefunden, und ich musste feststellen das ich massiv hinterherhinke.

Hiermit unternehme ich was dagegen.  8)

Auch vom zweiten Hebel wurde der Bolzen ausgepresst:

[attach=1]

Entlacken:

[attach=2]

Dellen abschleifen:

[attach=3]

Die Achsschenkelbolzen unten werde ich etwas modifizieren.

Abstechen der Scheibe:

[attach=4]

Unterseite geplant, gerade soviel entfernt das eine Fläche entsteht.

[attach=5]

Aufbohren, gleiches Maß wie bei den Hebeln oben.

[attach=6]

[attach=7]

Material für die Bolzen organisiert mir ein alter Freund, das kann also dauern...

Nächstes Bauteil: Radnabe Links

[attach=8]

Hatte mal "Feindkontakt" das Ding (oder war es nur der Randstein ?)
Die 470er Verschlußscheibe wurde herausgedrückt, ich habe zuerst vorsichtig mit dem Hammer versucht die Scheibe auszubiegen aber das Misslang, die Bohrung ist komplett unrund.

Das wird so nichts, nächste Idee währe heissmachen und Dellen zurückklopfen gewesen, es befindet sich aber knapp dahinter die Verzahnung und diese könnte vergütet sein, also besser sein lassen.

Die "Drehbanklösung" wirds werden, wenn auch nicht ganz einfach.
Am Umfang kann ich nicht spannen weil der nicht entgratet ist, also vorsichtig an der kleinen Stufe spannen.
Die würde mir aber mit Sicherheit um die Ohren fliegen, mit einer Gewindestange wird der Anpressdruck erhöht.

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Umspannen, und bohren bis wieder Rundlauf erreicht ist.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.07.2017, 20:48:40
Wieder mal: Ein Baustahl aus der Restekiste.

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Ich habe eine Scheibe (welche ich beschafft hatte, aber durch das ausbohren nun zu klein ist) drangehalten und versucht die Biegung nachzuahmen, nach etwas Übung gelingt es ganz gut.

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Die Scheibe ist in der Mitte 6mm stark also kann ich eine streng gehende Passung machen.

2-3 Hammerschläge später ist auch diese "Baustelle" abgeschlossen.

[attach=3]


Beim Motor wurde das Öl schon vor längerer Zeit abgelassen (kann mich jetzt auf die Schnelle nicht mal mehr erinnern wann das war...) Zustand stark verschmutzt/überaltert der letze Ölwechsel muss Jahrzehnte her sein.
Einen Ölwechsel habe ich nach dem Kauf ja gemacht, da noch nicht klar war wie das ganze ablaufen wird. (Antwort #31)

Wie schon mehrfach angesprochen, ich vermute Schäden/ starken Verschleiß durch da alte Öl, ich werde nun einen Blick in den Motor riskieren.
Der Plan wäre den Stirnradeckel abzunehmen, das kann ich als Dilettant unter " kalkulierbares Risiko" verbuchen.
Abnehmen der Keilriemenscheibe:

[attach=4]

Dabei fällt gleich was ins Auge: Die Schrauben sind "österreichisch" (Fabrikat Bundu) und zurecht geschnitten. Es wird immer wahrscheinlicher das dieser Traktor ohne Hydraulik ausgeliefert wurde.

Abnahme des Deckels:

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Das sieht nicht gut aus, an manches stellen ist die Ablagerung mehrere Millimeter dick, die stinkende Pampe abkratzen wird noch spassig...

Entfernen der Dichtpackung, der Umbau auf Wellendichtring ist so gut wie fix.

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Anschießend Stirnraddeckel wieder angeschraubt.

Motor umgedreht und Dichtpackung Kupplungsseite abgeschraubt:

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Ein bischen rumgemessen: 140 Bohrung im Gehäuse, 115 Flansch der Schwungscheibe, mit diesen Maßen zum Großhändler in die nächste Stadt, diesen Ring gibt es, auch in Material Viton.

Das könnte so laufen:

[attach=8]

Ich muss mir noch überlegen wie ein Halter aussehen könnte, damit der Ring nicht von selbst abspringt, aber das ist noch weiter weg. Zumindest stimmen die Maße Bohrung und Welle das ist schon viel Wert.
An der Stirnradseite gings nicht so einfach, der Bohrungsdurchmesser muss hier um 1mm verringert werden.


Da steht er nun und wartet auf den Mechaniker.

[attach=9]

Doch es sollte noch ganz anders kommen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.07.2017, 21:23:23
Am Mittwoch Abend war ich mit ein paar Kollegen fachsimpeln und das Thema mit meiner Restauration kommt zur Sprache, ein Arbeitskollege meinte ob ich den Motor nicht vorher reinigen lassen möchte, er wüsste jemanden der das mit Trockeneis machen würde. Da ich von der Schmiere schon etwas die Nase voll hatte habe ich einfach "ja" gesagt.

Nicht mal 6h später war der Motor schon verladen und wir auf dem Weg zum Strahler.
Am Abend könnten wir ihn wieder abholen hatte er gemeint, als wir dann Abend wieder vorfuhren und ich den silbern glänzenden Motor sah wurde mir ganz übel...

[attach=1]

Das war kein Trockeneis sondern Mischkorund, beim Gespräch später stellte sich dann heraus das es hier in Missverständnis gab an dem ich auch eine Mitschuld habe.

Ich habe den Motor dann wieder verladen und wir sind nach Hause gefahren, die Zukunft wird weisen ob ich diesen Tag noch bereuen werde...

Aber zumindest außen Blitzsauber ist er jetzt.

Mein Vater hilft mir am Samstag ein bisschen, also ran.

Einstellung ESP:

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Herausfischen der Schrauben mit Magnet.

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Jetzt weiß ich auch für was die 4 Löcher neben den Einspritzleitungen gut sind.

Die ESP liegt auf der Werkbank und wie ich kurz weggehe leistet sie sich einen "Umfaller"
Kurz darauf gibt es eine Ölpest.

Damit dies nicht nochmal vorkommt habe ich mich kurz im Holzwerken betätigt.

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Detail Schilder:

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[attach=6]

Düsen abmontieren:

[attach=7]

Die erste (#4) geht ziemlich leicht heraus ob es das schon gewesen ist kann ich fast nicht glauben.

[attach=8]

Gleich bei der nächsten werde ich eingebremst die hält Bombenfest.
Auf die Stehbolzen werden Muttern aufgekontert damit lassen sie sich ausdrehen, aber nicht freiwillig.

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Vorsichtiges ziehen mit einer Zange und viel Rostlöser bringen mich zum Ziel.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.07.2017, 21:40:14
Den Motor dann auf eine stabile Box gestellt die Bodenplatte abgeschraubt, mit Kaltreiniger gibt es erste Reinigungsversuche.

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Motor wieder gedreht, Seitendeckel entfernt und weiter waschen.

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Die Ölkohle ist sehr hartnäckig aber langsam geht sie ab.

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Hier hilft nur noch die Spachtel.

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Entfernen der Dichtungen.

[attach=5]

Auch an den Seitendeckeln dicke Ablagerungen.

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Das Bodenblech:

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Zwischenzeitlich hat der Reiniger die Ölpumpe "gelöst" , ich bürste gerade drüber auf einmal habe ich das Teil in der Hand.

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Da die eingestanzten Ziffern auf allen Rädern aber noch gut lesbar sind habe ich wenig Sorgen das wieder zusammenzubringen.

Schlussbild:

[attach=9]

Das war eine Ereignisreiche Woche, aber zwischendurch enorm stressig, die kommende muss ich aber wieder mal was für meinen Arbeitgeber tun sonst gibts Ärger.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.07.2017, 20:32:02
Hallo MAN-Gemeinde,

ich habe mir die letzten Beiträge nochmal durchgelesen, da ich nicht mehr editieren kann werde ich 2 Dinge einfach nachreichen.

Zu Antwort #416 Abbau der Keilriemenscheibe: Nach dem Waschen stelle ich fest das der Bolzen in der Kurbelwelle für die Andrehkurbel die Scheibe ausgeschlagen hat, was eigentlich nicht sein kann, außer jemand hat die Scheibenfeder in der Kurbelwelle entfernt.
Nachgesehen: Ist weg, nur noch Dreck vorhanden, könnte eventuell mit der Nachgebauten Hydraulik zu tun haben...

Auch an der Einspritzpumpe hat sich mal jemand verlustiert, von den speziellen Beilagscheiben fehlt eine stattdessen wurden Kupferringe eingelegt.

Apropos ESP:  Am Freitag habe ich alles zum Bosch Dienst gebracht, der Meister würde sich diese Woche nach der Durchsicht bei mir melden, mal sehen was dabei rauskommt.

Das Wochenende war wieder einiges los bei mir:

Demontage Stirnräder:

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Anschließend war die Ölpumpe dran, ich kann mit den Teilen so nicht auf die Waschanlage der Kaltreiniger ist schon ziemlich erschöpft. Von der Tankstelle ein paar Liter Diesel geholt und damit vorreinigen.

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Der Putzaufwand ist schon hoch ich brauche zwar keine Farbe/Rost zu entfernen aber der festgebackene Dreck ist sehr
hartnäckig. Nach den 2 Waschgängen werden die Verbrennungsrückstände mit der Drahtbürste abgekratzt.

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Abbauen des Nockenwellen Zahnrades, auch hier wieder viel eingetrocknetes Öl.
Demontage vorderes Blech.

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Na Mahlzeit, Rost verhärteter Dreck und stinkendes Öl, was will man mehr ?

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Detail am Rande: Einer der Schrauben vom Blech ist Länge 16 die restlichen Länge 18, warum wissen wohl nur die Götter.

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Adapterplatte Kupplung:

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Ich habe den Motor dann wieder Kopfüber aufgehangen, der "wichtigste Mann" steht nun bereit.

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Nachdem das Ölansaugrohr weggebaut ist, solls bei den Pleuellagerschrauben losgehn.

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gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.07.2017, 20:54:26
Die sind gut zu, die "Ratsche" (Umschaltknarre) dürfte ruhig etwas größer sein.

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Nachdem die Lagerschalen entnommen sind, wären die Hauptlager dran, hier geht mir dann die Puste aus...

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M14 voll angeballert, das ist zuviel. Der Praktiker holt sich ein Wasserrohr aus der Restekiste und weiter kanns gehn.

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Mit dem Gummihabemmer die Lagerböcke entfernt, das Passlager wehrt sich und wird mit Schrottteilen abgezogen.

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Herausheben der Kurbelwelle:

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1 & 4 gehen ganz knapp heraus für die Mittleren beiden musste die untere Passlagersschale entfernt werden.

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Wenig später auf der Waschanlage:

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Die Furchen oben sind ganz schön heftig, aber das war zu erwarten.

Motor unten leergeräumt:

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Anschließend wurde mir noch demonstriert wie man die Kolbenringe entfernen würde. (interessantes Spezialwerkzeug)

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Das wars soweit:

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Während ein Bier gezischt wurde habe ich ich noch bis in die Nacht Teile gewaschen.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.07.2017, 21:46:01
Hallo zusammen,

wie versprochen wurde ich wegen der ESP angerufen. Es sieht nicht gut aus, die Düseneinsätze sind total hinüber, eine hat nur mehr getropft, von Sprühen war auch bei den anderen nicht mehr viel zu sehen am Teststand, die Einsätze sind noch beschaffbar und werden getauscht.
Mehr Sorgen bereitet ihm die Pumpe, es hat 2 Pumpelemente "erwischt" eins klemmt und eins hat Korrosion, aktuell kein Ersatz mehr lieferbar. Er versprach mir aber sich darum zu kümmern.
Positiv: Der angesprochene Deckel kann beschafft werden, dauerd allerdings...

Zusammenfassung der letzten Tage:

Der Ansaugkorb wurde zerlegt und gereinigt:

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Ich versuche die verschlossenen Ölbohrungen wieder zu öffnen, dazu Motor auf die Seite gekippt.

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So langsam sollte doch auch der letzte Rest Öl ausgelaufen sein möchte man meinen ?

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Sehr zäh, aber mit Unterstützung des 17er Schlüssels war es möglich die Stopfen zu entfernen.

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Motor aufgestellt und Schlitzschrauben ausgedreht.

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Filter, Umgehung und Überdruckventil abgebaut.

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Der Filter war nicht so sauber beim Ausbau, der war komplett dicht.

Demontage der Antriebsklaue ESP, ausdrücken der Scheibenfeder, ziehen der Welle.

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Ring + Wellendichtung werden herausgeklopft.

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Öleinfüllstutzen und Verschraubung der Ölleitung kommen als nächstes weg.
Hinter der ESP gibt eine Schraube welche das Wasserführungsrohr gehalten hat, das die sich noch lösen ließ verblüfft mich.

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Auf der Kupplungsseite gibt noch einen großen Ölstopfen, hier versagt die "Schraubenschlüsselmethode" er sitzt einfach zu fest.

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gleich kommt noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Peer am 14.07.2017, 22:03:29
Wenn es mit dem großen Schraubenzieher und Schlüssel nicht raus will: Hast du es mal mit einem Schlagschrauber versucht? Ich meine jetzt nicht den Druckluft-Prügler sondern einen Manuellen dem man hinten mit dem Hammer einen drauf gibt während man die Schraube raus dreht.

Ich hab das Teil seinerzeit gekauft um die Schlitz-Senkkopfschrauben am Anlasser auf zu bekommen. War gar nicht mal teuer.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.07.2017, 22:12:20
Hallo Peer,

ich glaube zu wissen was du meinst, ich kenne diese "Handschlagschrauber" aber nur mit den Standart Biteinsätzen (welche natütlich viel zu klein sind) ich muss mich mal umsehen obs da auch was gröberes gibt.


Ich habe noch mit einem größeren Schraubenzieher versucht den Stopfen zu lösen aber Fehlanzeige, mittlerweile ist er schon gut ausgefranst und es wird zur Grobschlossermethode gegriffen: 1KG Hammer + Meißel

Es brechen nur einige Stücke des Kopfes heraus und bevor noch das Gewinde im Block Schaden nimmt wird die Schraube angebohrt.

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Aufbohren mit 10,5 einschlagen eines Linksdrehers, ein Großes Windeisen hat immer noch Mühe den Stopfen zu lockern, das wäre niemals mit dem Schraubenzieher gegangen.

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Einfaches waschen ist bei den Motorteilen zu wenig, die Ölkohlerückstände sind sowas von hartnäckig dass anschließend noch gebürstet werden muss.

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Vorreinigen der Lagerschalen mit Diesel.

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Erst nach dem Bürsten werden Details wie die Beschriftungen wieder sichtbar.

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Bei den Kolben wurde nur gröbster Schmutz entfernt, der Instandsetzer darf sich hier weiter austoben.

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Es sieht nach nicht viel aus aber dem Schmierkram Herr zu werden ist sehr Zeit intensiv, langsam vestehe ich warum eine Motor Instandsetzung richtig viel Geld kostet...

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 14.07.2017, 23:05:36
Hallo Manni , wieder hervorragende Leistung    aber nun habe ich ein Frage und die musst Du nicht als negative Kritik sehen : warum machst Du den Motor sauber  und demontierst Du Teile  während der Zylinderkopf noch montiert ist?    ich demontiere immer erst den ZK  somit der Motor leichter und Handelbarer wird und auch umgekehrt aufgestellt werden kann  .....
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Peer am 15.07.2017, 00:10:58
@Manni:

Sowas hier meine ich:
https://www.amazon.de/KS-Tools-515-1003-Hand-Schlagschraubendreher-Satz-11-teilig/dp/B001NYZSTK/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1500069213&sr=8-1&keywords=schlagschrauber+ks-tools
die Schlitz-Bits da drin gehen bis 14mm Breite. Das sollte normalerweise genügen.
Achtung, das sind keine Standard 1/4"-Bits sondern die haben eine größere Aufnahme. Die beiliegende 1/2"-Nuss ist der Bithalter.


Die Story dazu ist aber auch erzählenswert:
Ich kannte den nur als "manuellen Schlagschrauber", also rein in den Laden und danach gefragt. Der (junge) Verkäufer wusste nicht was das sein sollte, wollte mir nen Druckluft-Schlagschrauber verkaufen. Nee, hab ich schon, ich suche was Anderes.
Irgendwann kam dann ein verkäufer aus der Generation 50+. Der hat sich den Katalog geschnappt eine Weile gewühlt und den obigen Satz gefunden.
Alter: "Hier, sowas sucht der Kunde"
Junge: "Boah, sowas haben wir ganz sicher nicht!"
Alter: "Bevor du den Kunden wegschickst, schauste jetzt erstmal im Computer nach."
Junge: *brummel* *tipp* *große Augen* "Also laut Computer haben wir das in der Auslage..."
Daraufhin haben sie zu zweit das Regal hinter sich durchsucht und ganz hinten drin hinter diversem anderen (gängigeren) Werkzeug die Schachtel ausgegraben.


Ein Tipp zur Bedienung: Wenn du mit dem Hammer drauf haust, musst du gleichzeitig weiter drehen. Das geht nicht automatisch, d.h. das Ding hat keine Ratschen-Funktion.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.07.2017, 00:09:50
Hallo euch beiden.

@Bas : Die Aktion mit dem Sprüher am Anfang kann man getrost als "Verzweiflungstat" verbuchen.
           Bei uns sagt man so : Wenn man sich hinten und vorne nicht auskennt dann fängt man halt in der Mitte an.
           Du siehst, es steckt keine tiefere Logik dahinter, beim "nächsten Motor" bin ich dann schon erfahrener und würde eine
           andere Vorgehensweise wählen... 

@Peer: Optimal, steht schon auf meiner Einkaufsliste.

Heute war Primär aufräumen, Putzen und Sortieren angesagt, ich habe für die Kotflügel einen neuen Platz gesucht, damit ich hier die Motorenteile lagern kann.
Nebenbei sehe ich mir die aktuellen Teile immer wieder an, um Details zu erkennen.

Hier hatte sich wohl ein Sandkorn verirrt...

Umlaufender Kratzer:
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Einige Teile wurden zum einlagern (gebürstet und entfettet) fertig gemacht wie: Stehbleche vorne und hinten Bodenblech, Seitendeckel.

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Auch gab es wieder Unmengen Schrauben und Kleinteile die gebürstet und eingetütet wurden.
Der Öleinfüllstutzen und die Kurbelgehäuseentlüftung haben Ablagerungen wo ich einfach nicht rankomme, beides wird einige Tage in Diesel eingelegt, das hat sich gut gegen die Ölkohle bewährt.

Es ging doch schneller als gedacht, da mein Vater gerade anwesend ist wird mit der Zerlegung fortgefahren.

Abnahme Kipphebelbrücke:

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Stangerln ausfädeln und markieren.

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Die Kopfschrauben sind seltsam, teilweise nur leicht angezogen, die Stecknuss lässt sich auf manche nicht ordentlich aufsetzten irgendwas stimmt hier nicht.

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Da nicht klar ist was hier läuft, werden die Schrauben nicht einfach herausgezogen sondern in der Reihenfolge des entfernens aufgelegt.

Leicht ziehen und der Kopf ist ab:

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Mir fällt ins Auge das die Dichtung nicht zentriert aufliegt, außerdem gibt es Löcher in der Dichtung die keinen Zweck zu haben scheinen ?

Kann es sein das hier schon jemand dran war ? die Schraubengeschichte beschäftigt mich am meisten also hier weiter.

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Vier kurze Schrauben sind bei den Einlässen, dann gibt es noch 2 Schrauben (roter Kreis) die doppelte Beilagscheiben haben.
Augenscheinlich sind die alle gleich lang, also waschen und bürsten.

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Die Schraubenköpfe sind großteils "verschmiert" Normalerweise passiert das durch stümperhaftes Arbeiten oder falsches/kaputtes Werkzeug.
Um sie nicht zu verlieren werden die Dellen zurückgeformt und die Grate leicht gefeilt, zwischendurch fällt eine Schraube durch kaputtes Gewinde auf die beim einsortieren auch noch kürzer ist. (weißer Ring) Ein Blick auf den Kopf entlarvt sie als nicht original, die werde ich neu brauchen, ich hoffe das Gewinde im Block hat keinen Schaden genommen.

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Die Schraube sieht aus wie selbstgebastelt, das Gewinde läuft nicht zentrisch zum Schaft.

Aber auch diese Probleme werden sich lösen lassen, ich hoffe nur das kein größerer Schaden noch da drinnen lauert...


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 16.07.2017, 09:30:37
Hallo manni,

beschädigte Gewinde an den Kopfschrauben hat wohl nur die Ursache, dass der ehemalige "Motorinstandsetzer" nicht das Gewinde vor dem Zusammenbau mit einem Gewindebohrer bzw. -Schneider gereinigt hat.  Bis 1954 (das Jahr 1954 einschliesslich) hatten die G-Motoren die vier kürzere Schrauben bei den Einlässen.  Die Köpfe kommt man dann sehr schlecht an, wenn man nicht die Stiftschrauben der Düsenhalterbefestigung entfernt.  Echt nervend als man später nach z.B. der Einlaufsphase einer Motorüberholung die Anzugsmomente kontrollieren will.  Bei Einführung des Zylinderkopfes mit Düsenmantel aus Kupfer wurde das Detail wie auf meinem Foto in 1955 verändert.

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.07.2017, 21:45:27
Hallo Magne,

habe mir die Zylinderkopfdichtung genauer angesehen die besteht aus einem Metallgewebe, (habe sowas noch nie gesehen aber das heißt ja nichts) die ist ordentlich zusammengedrückt, hier wird es sicher in der ersten Phase zu Setzungen kommen...
Ich muss mir noch überlegen wie ich diesem Problem begegnen werde, aber soweit bin ich noch nicht.
Hauptlager und Pleuellager waren augenscheinlich noch nie offen die Schrauben dazu sind in Ordnung.

Nun zu etwas anderem was vor ca 5 Jahren schon von dir angesprochen wurde:

Hallo Manni.

es wundert mich zuweilen, dass ich aus meinem Aussenposten in Europa mir Sorgen über einen MAN in Tirol mache  ::) , aber ich dauere fort:  Ich habe mich mehr über das Rostproblem im Motor überlegt.  Der Motor hat vermutlich ansehnliche Rostablagerungen zwischen den Zylinderlaufbüchsen, also eine Überhitzungsgefahr besteht...

Offen gesagt habe ich fast Angst vor der kommenden Arbeit, es ist die letzte "große Unbekannte "in diesem Projekt.

Aber in den letzten Jahren ist SEHR viel passiert, eine große Menge an Erfahrung ist dazugekommen, damals (als ich den Trekker gekauft habe) hätte ich mir nicht vorstellen können diese Arbeiten am Motor selbst auszuführen.

Anfertigen einer Scheibe:
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M20 Gewindestangen liegen noch welche rum, so sieht meine Lösung aus.

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Metallunterlagen möchte ich nicht verwenden, ich habe große bedenken Druckstellen zu machen, deswegen Hartholzblöcke.

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Vorspannen, Kontrolle ob alles richtig sitzt und langsam weiterdrehen. es beginnt zu knarzen und kurz später wird das drehen so hart das mir wiedermal die Puste ausgeht, die Mutter wird zurückgedreht und geölt da sollte ein bisschen helfen, abermals wird mit aller Kraft gedreht, da gibt es einen Knall und die Holzblöcke fliegen in alle Richtungen.
Ich hatte schon gedacht das es die Gewindestange abgerissen hat aber einer der Holzblöcke hatte aufgegeben.

Schnell einige Eschenbrettchen zusammengeschraubt und neuer Versuch.

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Ich fahre mich abermals fest, sollte es das gewesen sein? Leider kommt mir erst jetzt der Gedanke an den Kältespray, aber besser spät als gar nicht.
Ordenlich reingesprüht und bein weiterziehen gibt es einen Knacks irgendwas hat sich bewegt.

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Sie kommt, zaghaft aber es ist möglich, nachdem der Bund überwunden ist geht es leichter zum Drehen.
Es wird weiter gezogen solange der vorhandene Weg es erlaubt, nach gut 8 cm steht sie am Holz an.
Unter vorsichtigen Gewackel wird weitergezogen, sie lässt sich entfernen.

In diesem fast schon "großen Moment"   8)  entsteht das 4000 Foto in der Dokumentation.

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Wie die Buchse so entfernt wird ist ein Rieseln zu hören, der Blick unter den Motorblock lässt einen erschaudern.

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Fast eine Hand voll Rostdreck mit den traurigen Resten der Wasserführung ist herausgefallen.

Nach kurzer Verschnaufpause wird zur nächsten Buchse übergesetzt, mir ist noch in den Sinn gekommen von der Blech stanze ein Axialdrucklager zu verwenden um den Widerstand bei drehen herabzusetzen.
Das bewährt sich und kurz später ist auch die Nummer 2 draußen.

Ohne Worte:
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Die anderen beiden laufen gleich ab.

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Es ist geschafft, das Rostproblem bzw. die Ablagerungen sind enorm, ich wüßte nicht wie man das herausbekommen sollte ohne die Buchsen zu entfernen.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Peer am 17.07.2017, 19:26:01
Die Alternative wäre allenfalls Chemie gewesen und den Block mit rostlösendem Mittel spülen.
Aber dann weiß man immer noch nicht wie es da drinnen aussieht. Und ein geeignetes Endoskop liegt auch nicht überall rum.

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.07.2017, 11:36:57
Hallo Peer,

beim Block komme ich jetzt gut rein zum entrosten, beim Kopf wird es schwieriger, ich habe nicht vor alle Löcher vom Kerne-einlegen wieder zu öffnen, wobei die unterseitigen sind ja aus Stahl und teilweise schon heftig angerostet das lasse ich nicht so.
Hier werde ich sicher die "Chemie Keule" zum Einsatz bringen, mal sehen wie heftig das wird.

Nun zum "Wochengeschehen"

Nockenwelle ausgebaut:

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Die "seltsamen Hülsen" dazu:

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Vorreinigen der restlichen Teile, nur mehr der Block fehlt.

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Nockenwelle in die Drehbank gespannt, auf 28U geschaltet und mit Drahtbürsste auf den unbearbeiteten Flächen die Ablagerungen entfernt.
 
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Kurbelwelle: freimachen der Bohrungen.

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Anschließend frei drehbar aufgespannt und mit Drahtbürste gereinigt, trotz Schutzmaske konnte man die Ölkohle schmecken...

Nach dem entfetten habe ich den Bereich vor dem Zahnrad (dort wo später der Wellendichtring laufen soll) leicht geschliffen und poliert.

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Als nächstes hatte ich mir eine Laufbuchse in den Schraubstock gespannt und wollte den Rost abschleifen, nach nur 3 sec. war die Staubentwicklung so stark das ich abbrechen musste, in der Kabine mit Absaugung gings dann weiter.

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Das Büchsenthema wurde im Forum schon mehrfach debattiert, daher war ich gespannt was zum Vorschein kommt.

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1&4 mit schmaler Rille 2&3 mit breiter, das wird noch Interessant.

Zum Schluss noch die Kleinteile gemacht, die sind zeitraubender als man glaubt.

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Der rosa Glanz ist komisch, muss eventuell mal verkupfert gewesen sein.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 23.07.2017, 13:33:04
Hallo G-Motor Kenner,

die Ventilstössel mit den spirallaufenden Schlitzen sind meines Wissens nicht original vom Band an einem G-Motor gewesen, sie gehören dem 0026-Motor.  Habe die Sache heute genauer untersucht:  Die 32 mm Ventilstössel vom G-Motor mit 136A38 Block, vom 9614M, vom 0024M und vom 0026M sind alle um einander tauschbar (0026 hatte für eine kurze Periode auch 35 mm Stössel).  Habt Ihr andere Erfahrungen gemacht?

Gruss der wissbegierige Norweger.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.07.2017, 21:50:50
Hallo Magne,

das wird immer Interessanter, ich bin schon sehr gespannt was mein Instandsetzer dazu sagt aber das dauerd noch eine Weile.

Ich wollte heute Vormittag eigentlich noch einen Beitrag schreiben aber das ging sich zeitlich nicht mehr aus, und der Nachmittag war schon verplant also jetzt:


Die Hauptlagerhalter habe ich nun auch abgeschlossen und eingelagert,

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bleibt noch die Kipphebelbrücke:

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Den Handschlagschrauber habe ich mir diese Tage geholt, ich habe mich für ein umschaltbares Modell (damit kann man Schrauben Lösen und anziehen) entschieden, außerdem hat er einen 1/2" Stummel somit können z.b Inbus oder Torx Nüsse verwendet werden.

Erster Einsatz:

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Die Kipphebel habe ich als nächstes geputzt, da ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden war und aber vom Bürsten so schnell nichts mehr hören wollte, wurde der Strahler angeworfen.
Ich habe mir einen Holzstab zurecht gedrechselt damit die Bauteile aufgesteckt werden können, außerdem werden so die Bohrungen geschützt.
Da die Hochofenschlacke aus ist und derzeit nicht lieferbar, verwende ich eine schwarze Schlacke die bei der Alu Herstellung abfällt, die ist auch nicht so aggressiv wie das andere Zeug.

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Ein paar kleine Schmierer auf der Welle deuten auf Mangelschmierung hin, alle Ölbohrungen auf Durchgängigkeit hin überprüft und gereinigt, anschließend zusammengebaut, die Schraube der Ölbohrung wurde eingeklebt, die "Körnermethode" habe ich nicht mehr angewendet.

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Von mir aus gibt es hier nichts weiter zu tun, den Ölweg von der Pumpe hoch zu den Hebeln werde ich auch noch überprüfen.

Weil grade alles angerichtet ist noch die Schutzhaube innen sauber gemacht, da sind einige hartnäckige Verkrustungen drinnen.

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Aktuell habe ich gerade den Block in Arbeit, Fotos demnächst.


schöne Grüße aus Tirol

manni


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.07.2017, 21:48:53
Hallo zusammen,

ich hatte eigentlich vor den Block am Boden in der großen Wanne zu waschen aber das ging nicht sonderlich gut, die Waschanlage wäre zwar groß genug aber würde das Gewicht nicht aushalten. Mit dem Kran als "kräftigen Helfer" könnte das gehen, aber dazu muss erst die Waschanlage ihren gewohnten Platz verlassen.

Nachdem alles positioniert ist will ich den Block raufheben: 5cm unter der Kante schaltet der Anschlag ab, die Kette ist zu lang, also wieder runter auf die kleinere wechseln, diesmal geht sichs aus, es ist schon verdammt lästig wenn man nur ~2m Hakenweg hat. Schon das leichte aufsetzten lässt den Tisch nachgeben, besser nicht zuviel belasten sonst gibts gleich die nächste Baustelle.

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Die schwierig zu erreichenden Stellen machen es nicht leichter, aber da gröbste geht so recht schnell ab.
Die hartnäckigen Ablagerungen gehen mit der Bürste aber nicht weg, es wir mit dem Schleifpad weitergemacht.

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Das ist irre Schweißtreibend, die Sonne brennt beim Fenster rein und die Ellenbogenlangen Handschuhe machen es nicht besser.
 
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Am späten Nachmittag sind gut 90% der Ölkohle abgegangen, aber ich bin zu 100% fix und fertig.
Damit ist es leider noch nicht erledigt, ich muss nochmal ran, aber erst demnächst.

Die Auslastung in der Arbeit war ganz ordentlich so ist nicht viel anderes passiert, bis auf einen Anruf heute: Pumpe abhohlbereit.

Nach der Arbeit noch schnell hingefahren das Ding abhohlen.

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Der neue Deckel sieht gut aus, die Mechanik (vom Regler) ist nun sehr leichtgängig kein Vergleich zu vorher.
Die Handförderpumpe war leider auch hinüber und wurde ausgetauscht, Kupferringe sind jetzt reichlich vorhanden.
Die Hohlschrauben sollte ich noch tauschen da sie eiern bzw. überdehnt sind.
Die vernudelten Schlitzschrauben wurden gegen Sechskant getauscht, muss mir noch überlegen ob mir das so gefällt..

Das lose im Karton liegende Kärtchen hatte ich vorerst ignoriert, zum Glück dann später doch noch gelesen.

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Damit ist dieses Thema soweit durch, die Pumpe werde ich derweilen zu Hause im Dachboden aufbewahren.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 28.07.2017, 23:21:21
Hallo manni,

original hat der seitlichle Deckel der ESP eine Entlüftung, der neue hat anscheinend nicht (!?)  Ist es ratsam ohne zu fahren, ich weiss ehrlich nicht...

Gruss, Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 29.07.2017, 10:31:37
Hallo wegen ESP scheint mir dies  gesehen den Blechverschraubung am Reglergehäuse ein anfang 60er Jahren Pumpe  , die vorherige hätten noch ein massiven Schraube  , wurdest Du uns  den  ESP Pumpen typ verraten ?  PE4A.........   , wegen Blockreinigung  wurde hier ein Chemischer Reiningung etwas hilfreicher sein aber wer  so ein Gerät herum stehen ?  ich wollte  meine Motor  letztes Jahr beim Motorinstandsetzer  chemisch reinigen lassen aber die haben dann freundlich  doch zwingend gebeten nicht mit meinen verkohlten und verdreckter Motor zu ihm  zu kommen  ......  ::)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.07.2017, 22:44:22
Hallo euch beiden,

Magne, ich habe es auch schon gesehen das es augenscheinlich keinen Entlüfter gibt, ich muss mich noch schlau machen ob dies ein Problem ist oder nicht.

Bas, die Pumpe heißt PE4A60B410RS98/1 siehe Beitrag #417, an der Pumpe sind am Regler verschiedende Verschlusschrauben.

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Die Verdreckung ist ein größeres Problem als ich zuerst angenommen habe, nicht jeder Motoreninstandsetzter hat eine richtige Waschanlage. (Damit ist nicht der Teilewäscher gemeint den ich auch habe, es gibt da Geräte die wie ein sehr großer Geschirrspüler aussehen und auch so ähnlich funktionieren.)

Ich habe es schon mal erwähnt: bei den Versuchen einen MI zu finden der mir das "Komplettpaket" macht wurde ich auch hingewiesen das das Reinigen aufwendig ist und erhebliche Kosten verursacht, (oder auch das man gleich wieder weggeschickt wird) damals konnte ich mir nicht so richtig vorstellen welcher Aufwand dahintersteckt, wenn alles mit der hartnäckigen Ölkohle verdreckt ist.

Zwischenzeitlich habe ich beim Kopf die Wasserlöcher zugeklebt und Zitronensäure eingefüllt.

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So wurde das dann ein paar Tage stehen gelassen, beim auskippen kam dann eine braun-schwarze Masse mit heraus.
Das hat gegen den Rost schon mal ganz gut geklappt muss aber mehrfach wiederholt werden um ordentlich was abzulösen, ob das Zitronenwasser auch gegen die Ablagerungen hilft weiß ich nicht, ich werde mir eventuell noch einen Kesselsteinentferner holen die sollen ordentlich "Bums" haben.

Mehr dann beim nächsten Mal.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 30.07.2017, 09:38:35
                           Moin
Die braunen Verunreinigungen an der ESP gehen mit Backofenspray recht gut weg  ;) ,
jedoch wird die Qualität da auch schlechter,und der teure muß nicht der gute sein  :o .

Hatte vor jahren beim D439 IH mal den Motor warm laufen gelassen,eingesprüht,einweichen lassen,
nachgepinselt,und mit Wasser danach abgespühlt.
Mein Nachbar war verdattert,er konnte sich nicht vorstellen,das ich eine neue ESP gekauft hab,
wo er ja recht hatte  :D
                                              Gruß Jens
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 30.07.2017, 12:16:47
Hallo Manni dann ist est doch der Orginalpumpe  , den vordere Verschraubung mit schlitz ist dan sicher mal ausgetauscht werden gegen diese Blechverschraubung mit 6 kantmutter , bei viele Pumpen trifft mann schon beschädigte  Sclitzverschraubungen an wegen das schwierig öffnen , und schon becshrieben wurde auch dieser rechteckigen Stößelkammerdeckel   mal erneut  , so weit mir bekannt ist gehört hier Deckel mit den  vertikaler Entluftungskanal in die mitte ,  mit dieser Deckel  könnte die Luft vielleicht entweichen via Ölstandpegel oder die Federringen hinter die 2 Schrauben ?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.08.2017, 20:47:36
Hallo MAN - Gemeinde,

die letzten Tage war es wirklich sehr heiß, so hält sich der Fortschritt in Grenzen.

Eigentlich wollte ich die Ventile nicht angreifen und die weiteren Schritte dem MI überlassen, da sie aber bei den kommenden arbeiten nur lästig sind werden sie doch demontiert.

Sicherungsringe entfernen.

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Auf der Drehe wurde eine Hülse angefertigt, ein Loch reingeflext und das ganze auf einem Setzeisen befestigt.
In die Standbohrmaschine gespannt: Fertig ist der Ventilfederzusammendrücker.

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Durch das Loch können die Keile einfach entnommen werden.
Im ausgebauten Zustand gut zusehen: die asymmetrisch gewickelten Federn.

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Detail Ventilführung und "Sicherungsdraht" (jedenfalls vermute ich das dieser Draht zur Sicherung des Ventils dient)

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Die Ablagerungen sind mal wider sehr hartnäckig.

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Fürs bürsten fehlt mir aktuell der Nerv, also Ventilführungen zugeklebt und Kopf abgestrahlt.

[attach=6]

Kopf danach mit Druckluft saubergemacht, die Bohrungen und Gewinde mit Azeton durchgespült.

Aus Neugier dann die Stopfen "attackiert" nur bei 2 brauchte ich den Hammer, bei den andern war ich nur mit dem Schrauberzieher allein sofort durch.

[attach=7]

Dahinter ist noch ordentlich harter Dreck, das ärgste mit einem abgebrochenen Schraubenzieher abgeklopft und mit dem Staubsauger herausgeholt.

Anschließend begonnen die Ventilsitze und Ein/Auslasskanäle mit Stahlwolle zu reinigen.

[attach=8]

Zum Schluss wieder Zitronenwasser eingefüllt.

[attach=9]


schöne Grüße aus Tirol

manni


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.08.2017, 11:14:40
Hallo zusammen,

die Entrostungsaktion/Entkalkung beim Kopf geht weiter, ich habe jetzt vier mal Zitronensäure eingefüllt für 3-4 Tage drinnen lassen und durchgespült, da ging immer ordentlich was mit raus.

Beim Blick in den Kopf wird sichtbar: der Rost hat sich fast zur Gänze gelöst, die Ablagerungen aber nicht.

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Hier wird es noch eine Aktion mit Kesselsteinentferner, Entkalker oder ähnliches geben.
Derzeit kann ich das Teil aber nicht mehr sehen es kommt der Block wieder ran.

Die Bereiche die im Wasser stehen haben das gleiche Problem wie der Kopf: Ablagerungen/Rost, mit dem Unterschied das man jetzt nach dem Ausbau der Büchsen eigentlich gut zum Stahlen reinkommen müsste.

Abkleben der Büchsensitze um Strahlschäden zu verhindern:

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Bei den Dichtringen unten habe ich auch versucht zu kleben, das Band klebte aber lieber auf meinen Fingern als am Block.

Ein Holzring solls werden.

Was macht man wenn die Holzwerkstatt im Urlaub ist und man selber kein Holzbearbeitungswerkzeug mehr hat ?

Improvisieren:

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So hätte ich mir das Vorgestellt:

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Durch das Loch kann das verbrauchte Strahlgut und der Dreck nach unten rausfallen.

Alles geht nicht ab, das Strahlmittel müsste aggressiver sein, ich denke aber das reicht so, alles was lose war ist ab.

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Der restliche Tag ging dann mit Staubsaugen und Putzen drauf.

Die Wasserdurchlässe zum Kopf sind fast zugewachsen und werden vorsichtig wieder aufgebohrt.

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Bei den ZK Schraubenlöchern ist wie zu erwarten am Grund verbackener Dreck.

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Der Bohrer wurde per Hand solange gedreht bis sich alles gelockert hatte.
anschließend die Gewinde mit Nitro eingeweicht und die Reste mit Druckluft ausgeblasen.

Während der Arbeit fällt mir die Vermurxte ZK Schraube ein, bis jetzt waren die Gewinde im Block in Ordnung sollte es das gewesen sein?

Leider nicht, das vorletzte neben dem Kranbolzen hats erwischt:

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Die ersten 15mm Gewinde sind komplett herausgezogen, ein Gewindeeinsatz wirds werden.
Da die Standartlänge zu kurz ist werde im mich im Bekanntenkreis mal umhören, sonst muss ich mir son Teil halt in der Bucht schießen...

Für heute ists genug, ich habe noch einige "Dreckpakete" an schwer zugänglichen Stellen entdeckt die kommen beim nächsten mal dran.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.08.2017, 17:59:21
Hallo MAN's

die Ölkohle Schlammschlacht geht in die letzte Runde. Irgendwo wurde hier im Forum mal geschrieben das es wo die Ölleitung in den Kopf hochgeht zu Ablagerungen kommt, da hier das Öl nicht zurück in die Wanne laufen kann.

Musste eine weile suchen was damit gemeint war.

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Und ja, hier ist noch ordentlich Ölkohle vorhanden, das Problem man kommt sehr schlecht zu.

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Gegenüberliegend war die gleiche Situation vorhanden, bin schon am Grübeln ob es sich nicht irgendwie machen ließe das das Öl hier nicht wieder stehenbliebt, aber wenn es einfach wäre hätte mans ab Werk schon gemacht.

Danach noch die ESP Kammer gebürstet, von der Farbe war nicht mehr die Welt vorhanden.

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Mit der Reißnadel wurden die Dichtringe (Büchsen) herausgefischt.

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Die habens hinter sich  :-X  hoffe mal das es hier noch Ersatz gibt.

Den restlichen Tag habe ich mit Aufräumen/Platzmachen verbracht. Dabei bleibe ich bei der Anhängerkupplung "hängen"
(Es ist eh immer die gleiche Leier) "War das Ding immer schon so ausgeschlagen" ???
In letzter Zeit bin ich eher geneigt abzuwägen ob es sich noch lohnt viel Aufwand in ein Teil zu investieren.

In unserem Lokalanzeigen habe ich schon einige male zum sehr kleinen Preis komplette Zugmäuler gesehen.

Was spricht dagegen eine "heutige" Anhängerkupplung (Prüfzeichen/Zulassung müsste natürlich vorhanden sein) zu verwenden.
(Außer dem das es nicht mehr Original wäre.)
Ein Kollege hatte mit änlicher Problematik einige male mit der Prüfhalle (wie sie bei und heißt) zu tun und hat mir doch etwas zu denken gegeben.

"Laienreparaturen" an solchen Teilen werden dort nicht sonderlich gut aufgenommen...


schöne Grüße aus Tirol

manni




Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.09.2017, 11:25:40
Hallo zusammen,

aktuell habe ich viel mit dem 220KL Kompressor zu kämpfen da er für den Umbau auf der Alm benötigt wird, aber nach der langen Standzeit nicht mehr anspringen will.

Für den MAN ist aber auch etwas Zeit, das "Kopf-Kapitel" bekommt eine nächste Runde und einen Abschluss. (von meiner Seite)
Der verhärtete Ruß in den Auslasskanälen (es wurde ziemlich sicher mit Heizöl oder schlimmeren gefahren) hat sich bis jetzt gut gehalten.

Eingelegt für ein paar Tage mit Wasch Soda:

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Durch das wiederholte Schwenken hat sich das Wasser schon fast Schwarz gefärbt.

Der Kopf wird herausgeholt, durchgespült und getrocknet, ein Wettrennen mit dem Rost und der hat schnelle Schuhe...

Alles ist nicht abgegangen, aber die verbleibenden Reste sind angeweicht.

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Ich habe für die Drahtbürste eine Verlängerung gemacht damit kann der Auslasskanal komplett erreicht werden.

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Ein paar Ablagerungen von der Soda und etwas Flugrost noch entfernt, damit bin ich aktuell durch mit dem Zylinderkopf.

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Endlich ist das neue Fass gekommen, damit ist die Waschanlage wieder einsatzbereit.

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Es liegen noch einige Teile darauf herum, die werden gleich gemacht.

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Wieder ein Punkt abgehakt, als nächstes werde ich mich der Wasserführung widmen, es sind davon nur mehr Brösel übrig.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 03.09.2017, 18:32:56
Hallo Manni,

wie immer saubere Arbeit verbunden mit deinen Ideenreichtum.
Die O-Ringe für die Laufbüchsen solltest du bekommen von einen Motorinstandsetzter, ich habe sie vor einen Jahr auch noch bekommen.

Gruß Martin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 04.09.2017, 20:19:07
Hallo manni,

die O-Ringe hat mir immer (jedenfalls ab den 90'ern) Johann Zintl besorgt.  Original waren es ja Gummiringe von mehr "viereckigem" Querschnitt, normale O-Ringe dichtet auch ohne Probleme ab.  Wollte gern die genaue Masse von Zintl wissen, dann wurde er gleich geheimnisvoll.  :)

Gruss
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.09.2017, 00:35:18
Hallo euch beiden,

mein Plan wäre in ca. 3 Wochen beim Instandsetzter aufzuschlagen, da werde ich nachfragen.

In letzter Zeit gab es nur "Ölkohle hier, Ablagerungen dort" da ist es eine schöne Abwechslung mal wieder was zu basteln.

Das Wasserführungsrohr:

Den entscheidenden "Geistesblitz" hatte ich beim Einräumen der Wäsche daheim, das Rohr für die Kleiderbügel sah verdammt ähnlich aus wie die Fotos von der Wasserführungsschiene die hier im Forum zu finden sind.

Den kläglichen Rest mit ins Geschäft genommen und drangehalten: das sollte machbar sein, Abmessungen sind ~ 30x15

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Die erste Hürde das Rohrende zusammenzufalten ging schon mal besser als gedacht.

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Ich habe das Rohr in den Block gehalten, die Löcher grob mit Filzstift markiert,
dann die Stellen schwarz ausgelegt, und das Rohr gekürzt.
Rohr provisorisch mit Keilen fixiert, Löcher mit Reißnadel markiert, das Zentrum der Bohrung angerissen und kontrolliert.

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Die Löcher gebohrt:

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Vom verrosteten Rest irgendwie Maße für die Gewindemuffe abgenommen, ein Messingteil aus der Restekiste gekramt und 2 Einsätze daraus gedreht.

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Kurze Anprobe, Schrauben lassen sich eindrehen, optisch kein Fluchtungsfehler erkennbar.

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Dann begonnen die Gewindeteile einzulöten, dabei ist mir ein Fehler passiert, ich habe versehentlich zu irgend einem Reststück Lot gegriffen das sich nur grauenhaft verarbeiten ließ.
Ich wollte dafür eigentlich das Silber Reparaturlot verwenden mit dem ich bis jetzt immer gute Erfahrungen gemacht hatte, leider bemerkte ich den Fehler erst als ich so gut wie fertig war.

Zum Schluss noch die Löcher gebohrt.

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Bis auf die "verpatzte" Lötnaht bin ich zufrieden, eine Arbeit steht noch aus: das Rohr muss vorne aufgebördelt werden, sonst fließt das Kühlwasser dran vorbei.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.09.2017, 13:57:34
Hallo MAN - Gemeinde,

nach einem persönlichen Gespräch warte ich nun auf einen Termin, der Motoreninstandsetzter ist gut ausgelastet wie ich gesehen habe.

Derweilen geht es an anderen "Ecken" weiter, der 220KL ist soweit durch (Einspritzanlage hatte das lange stehen übel genommen)


Außerdem konnte die Tankgeschichte vor kurzen einen Abschluss finden.
Wir haben uns darauf geeinigt das die Vorarbeiten komplett ich übernehme und der Kollege nur mehr das Einschweißen des Bodens und der beiden Stutzen übernimmt, während des Entrostens stellte sich nämlich heraus das nur das Bodenblech durch war, die anderen Teile sind brauchbar.

Aber nun von Anfang an, der Ausgangszustand:

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Es fing mit dem "Schlachtfest" einer Waschmaschine an, diese enthält (fast) alle notwendigen Teile für eine Scheuertrommel.

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Verschließen der Löcher:

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Streusplitt:

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Die Motorsteuerplatine der Waschmaschine war für mich zu komplex aufgebaut als das ich hier eingreifen hätte können.
Bei diesem Modell wurde der Anker über 2 Thyristoren mit Gleichstrom gesteuert.

Da ich nur geringe Drehzahl brauche, wird verstellbares Starthilfegerät zweckentfremdet, die beiden Wicklungen werden parallel geschaltet.

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So gings dann für einige Stunden rund, zuerst Linkslauf dann Rechtslauf. Der Splitt hat einige Gesteinssorten dabei die schnell verschleißen und viel Staub verursachen, ich habe immer etwas Wasser dazu gegeben, alle paar Stunden Schlamm auswaschen und neuen Splitt einfüllen.
Die Pausen waren auch notwendig, der Waschmaschinenmotor wurden gut warm. 

Gut 6 Durchgänge und ~14h später:

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Ab hier wurde dann klar das nur der Boden raus muss.

Der Rost feiert sein "Comeback"

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Aber nicht mehr lang, der Tank wurde komplett entlackt und alle Fugen anschließend gestrahlt.

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Ab zum Kollegen mit den Teilen, so kam er dann zurück: 

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Kostenpunkt: 2 Kisten Bier, so günstig bin ich noch nie davongekommen.

Abschließend gesehen hätte ich mir die Bastelei mit der Waschmaschine sparen können, es war aber für mich persönlich ein sehr interessantes und lehrreiches Projekt, im Internet gibt es zwar genug Anleitungen und Seiten dazu, aber eigene Erfahrungen sind immer was anderes.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.10.2017, 11:52:11
Hallo zusammen,

am Dienstag wars soweit, ein kurzer Anruf, der Motor kommt zum Instandsetzter.

Noch schnell ein paar letzte Arbeiten, auslegen/hervorheben der Markierungen.

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Habe mich jetzt doch dazu entschlossen die Pleuel von den Kolben zu trennen, sind doch 35km und Macken haben die Teile schon genug.

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Kurz vor dem verladen.

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Transport ging einwandfrei vonstatten, kommende Woche werden die Teile Vermessen/begutachtet, dann gibts einen Kostenvoranschlag.

Zwischenzeitlich ist auch einiges passiert.

Beim Reinigen der Vorderachse bin ich auf ein loses Metallteil gestoßen.

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Links brechen schon kleine Stücke aus.

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Im oberen Bereich sitzt es noch fest, je weiter ich mit dem Schraubenzieher kratze desto mehr bröselt ab.
Die Reste würden die neuen Lager ruinieren also ausbohren.

Viel Platz bleibt nicht mehr.

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Als der Steg durch ist fallen die Reste raus, was das wohl einmal war?

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Die Späne muss ich noch rausholen, sonst ist hier nichts mehr zu tun.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 08.10.2017, 20:45:09
Hallo manni,

der Steg ist nicht tragisch wichtig, er ist eine Führung für die Antriebswelle damit sie sich beim Einbau im Ausgleichseitenrad leichter zentriert.  Die Beschädigung stammt wahrscheinlich von einer abgebrochenen Antriebswelle, sie hat im Bereich eine Sollbruchstelle.

Gruss Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.10.2017, 22:57:24
Hallo Magne,

danke für die Aufklärung.

Die Vorderachse bietet noch die eine oder andere Herausforderung, die beiden Kegelrollenlager werden ausgetauscht das wäre zwar nicht zwingend notwendig gewesen, aber etwas Rost ist durch das eingedrungene Wasser vorhanden und jetzt ist schon alles auseinander ...

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Reinigen der Passscheiben, ich habe einen Verdacht daher gibt es eine Probemontage.

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Lagerring Gegenseite:

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Differential:

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In Schraubstock festgespannt geht recht flott.

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Der Verdacht bestätigt sich der Deckel steht etwas ab, die neuen Kegelrollenlager sind breiter als die alten 22,7 gegen 22,5.
Die Nummer stimmt überein  "30211" aber scheinbar wurde hier in den vergangenen Jahrzehnten mal etwas verändert ?

Wenn ich das gewusst hätte, wäre es schlauer gewesen die alten zu entrosten und drin zu lassen.

Ich habe die Schrauben so gleichmäßig wie möglich mit der Hand angezogen und dabei das Tellerrad gedreht.
Nach einigen Messungen komme ich auf 3/10 Überstand.

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Also wieder Zerlegen, ich hätte schon daran gedacht aus Hasbergfolie zusätzliche Passbleche zu machen aber das ist alles andere als günstig.
Bei einem Gespräch mit meinem Dreher kam eine wesentlich günstigere Lösung zu Tage: Die Ringe außenseitig mit der Flachschleifmaschine 1,5/10 abzuschleifen.

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Der Mann ist mehr als gut ausgelastet das kann also dauern, nicht so tragisch es gibt noch genug zu tun.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.10.2017, 19:15:16
Hallo zusammen,

die "Baustelle Vorderachse" geht in die nächste Runde.

Abziehen des Innenringes (Zylinderrollenlager)

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Wenn ich noch fester drehe bricht die Trennvorrichtung durch, es dürfte Rost zwischen den Bauteilen sein.
Es muss also die "Grobschlosserlösung" sein.

Ring mit Geradscheifer einkerben und mit Meißel zum reißen gebracht.

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Restliche Teile Entrosten/entlacken.

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Der Wellendichtring hat sich verewigt, ein guter Kandidat für eine Speedy Sleeve.

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Alle notwendigen Teile für den Zusammenbau sollten vorhanden sein.

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Lager und Distanzelemente einbauen.

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Neuen Innenring aufschieben.

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Leicht ölen, staubdicht eingepackt liegt das Bauteil dann fertig für die Montage bereit.

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Der alte Wellendichtring wurde rausgeklopft, beim neuen gibt es dasselbe Problem wie beim Allradabtrieb: Bohrung zu klein für die Staubschutzlippe.

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gleich Teil 2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.10.2017, 19:36:54
Einschlagen Wellendichtring.

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Der ging extrem schwer rein, zum Glück halten die Dinger mit Metallgehäuse was aus.

Der Lackierer hat sich angekündigt und da kann ich schlecht nein sagen.

Ein Haufen aktueller Teile zusammengesucht:

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Beim Anschlag Kupplungspedal ist mir ein Fehler unterlaufen, es wurde zum falschen Bohrer gegriffen, das Gewinde ist kaum tragfähig. Um das Bauteil nicht zu verlieren gibts einen Drahtgewindeeinsatz.
 
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Entfetten und Abkleben ist mittlerweile schon etwas Routine.

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Die Verschlussscheiben werden mit etwas Fügekleber eingebaut.

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Vor der Kabine:

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Zwei Deckel vom Motor sind auch mit von der Partie ( die Unordnung ;) lässt grüßen )

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Soweit ich bis jetzt gesehen habe hat das Grundieren einwandfrei funktioniert. Hatte danach noch ein Gespräch mit meinem Dreher, der Vordertragblock steht bei ihm seit Juli (neu ausbuchsen), er hat mir versprochen es dieser Tage dranzunehmen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 01.11.2017, 13:33:59
Hallo Manni,

bei deiner genauen und exakter Arbeit kann man nichts sagen, die Bilder sprechen für sich!! ;)
Weiter so, ich freu mich auf weitere Bilder, und irgendwann auf den kpl. MAN.

Gruß Martin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.11.2017, 12:02:45
Hallo Martin,

danke für dein Lob, es geht zwar nur langsam voran aber besser als gar nicht.

Die Teile die seit dem Sommer beim Dreher lagen sind endlich zurück:

Lagerringe mit verkleinerten Innendurchmesser:

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Buchsen:

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Einbau:

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Lageraußenringe mussten geklebt werden, die Gefahr des mitdrehens im Betrieb ist groß.

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Die Buchse für den Tragblock ist sehr gut geworden, der Bolzen musste ein paar Zehntel abgedreht werden.
Die Abschlussplatte wurde flachgeschliffen.

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Die Vorarbeiten der Achsmontage beginnen:

Bauteile zusammensuchen, entrosten, endreinigen.

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Sicherungsbleche werden nicht mehr verwendet: Neuanfertigung

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Abzeichnen der groben Form, Rekonstruktion des Radius mit passender Beilagscheibe.
Mit Flex ausgeschnitten und Kontur passend gefeilt.

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Zum Abschluß die Löcher gebohrt und entgratet.

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Leider ist mir erst danach aufgefallen das in den Schonbacken Dreck war, der hat Dellen in einem der Bleche verursacht.

Die kleinen Sicherungsbleche für die Seite der Kardanwelle habe ich noch im Regal liegen, es wurden damals noch ein paar Extra gemacht.
 

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.11.2017, 17:37:51
Hallo MAN's,

die Woche war doch trotz Stress in der Arbeit recht erfolgreich für den MAN.  ;D


Die Sicherungsbleche für den großen Lochkreis hatte ich nicht mehr im Auge, kommen auch neu.

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Vom 1er Blech sind nur mehr Reste übrig, die "Drehbankmethode" scheidet aus.

Da die Maße bekannt sind: Der Zirkel machts.

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Die nachfolgenden Bearbeitungsschritte sind die gleichen wie im vorhergehenden Beitrag.

Die abgeschliffenen Lagerringe sind auch zurück, ging richtig schnell diesesmal.

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Der Plan wäre einmal "trocken" zu montieren dann das Tragbild abnehmen.
Wenn alles klar geht dann gleich final zusammenbauen.

Teile rangeholt, und zusammengesteckt.

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Sieht gut aus, Tellerrad lässt sich per Hand leicht drehen.

Den Spiralkegel aus dem Lager geholt ausgepackt und tuschiert.

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Etwas dick aufgetragen ist die Paste aber wird schon gehn.

Mit dem Schraubenzieher einige Runden gedreht.

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Wieder ausgebaut.

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Die Farbe sollte wirklich dezenter aufgetragen werden es ist fast nichts zu erkennen.
Dafür gibt es am Tellerrad einige recht gute Abdrücke.

[attach=9]

Soweit ich das beurteilen kann sieht es besser aus als im Hauptgetriebe, vor allem das Umkehrspiel ist sehr gering.
Nächste Schritte: komplett zerlegen und für die Endmontage vorbereiten.
 

... gleich Teil 2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.11.2017, 17:53:50

Nachdem alles gereinigt wurde kanns losgehn.

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An den Gussteilen gibt es Kerben die beim ausrichten helfen.

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Dieser Lagerring geht schon zu leicht rein, der Buchsenkleber muss es richten.

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Dichtmasse hinter den Passcheiben.

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Den Ring habe ich geklebt, damit soll verhindert werden das das Öl zu den Keilnuten kommt und bei der Mutter austreten kann.

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Deckel aufgeklebt.

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Flansch von der Kardanwelle leicht festgedreht damit der Kleber zusammengedrückt wird.

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Zum Abschluss noch alle Schrauben mässig festgezogen, Bleche werden erst in einer Woche verstemmt (nach Kontrolle mit Drehmomentschlüssel) wenn sich der Kram gesetzt hat.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.11.2017, 07:46:55
Hallo..

Der Druckring ist, wie gezeigt, wichtig zum Lager-Innenring zu kleben damit Öl nicht zu den Keilnuten langt; gleich wichtig ist den Mitnehmerflansch der Kardanwelle zum Druckring zu kleben, ansonsten kann noch Öl bei der Kronenmutter austreten.  Ich denke Manni weiss hier schon Bescheid. ;)

Gruss Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.12.2017, 13:54:27
Hallo Magne,

danke fürs erinnern, es sind doch recht komplexe Stellen, wenn dann später im Betrieb Öl ausläuft ist das frustrierend, da man nochmal ran muss.

Die Woche wurde an diversen Stellen gewerkelt:

Einbau Lagerung + Wellendichringe Vorderachse.

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Durch die neuen Laufringe konnten Nadelkränze von "der Stange" benutzt werden.

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Die Wellendichtringe mussten unbedingt eingedichtet werden die Oberfläche ist schon ziemlich Rostzerfressen.

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Die Schrauben fertig anziehen würde jetzt auf dem Programm stehen, Drehmomentschlüssel gibts noch keinen bei mir, der Schlosserkollege ist heute nicht da wird also nichts mit ausleihen.

Es geht bei der Radnabe weiter, (wie Üblich) mal zuerst alle Teile zuammensuchen.

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Nutmutter und Sicherungsblech gibt es neu, hier haben sich schon der ein oder andere passionierte Schrauber verewigt.

Wellendichtring einklopfen hat nicht gut funktioniert, ich nehme hier gerne die Kunstoffringe des Lagereinbausatzes, da keiner passte wurde zu ein Stück Hartholz gegriffen.

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Jetzt hat die Decklage einige Wellen bekommen, aber er wird auch so seinen Zweck erfüllen.

Dieser Bereich ist später nicht mehr erreichbar, Pinsel schwingen ist angesagt.

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Nachdem die Farbe etwas getrocknet war und ich zu montieren beginn gab es die Erkenntnis das Sicherungsbleche nach DIN 70952 die Nase in die falsche Richtung haben...

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Mit Brenner angewärmt und umgeklappt.

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Das Spiel einstelllen ist eine Geduldsaufgabe.

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gleich Teil 2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.12.2017, 14:24:12
Neue Schmiernippel:

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Die Radnabenmontage ist soweit gut abgelaufen, der Schlosserkollege hat sich nun doch noch blicken lassen.

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Somit konnten diese Punkte abgehakt werden.

Was mich jetzt schon wundert: hatte das Problem mit den zu breiten Kegelrollenlagern des Vorderachsdifferentials nur ich ?

Weils gerade so schön läuft, rein mit dem Zeugs in die Lackierkabine.

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[attach=8]

Fürs den nächste Grundierdurchgang ein paar Teile entfetten /abkleben.

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Für solche "bösen Stellen" hat sich die Spray Grundierung gut bewährt.

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Ich habe zwar schon viel gutes über die Speedy-Sleeve gelesen aber noch nicht selber benutzt.

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Ob man jetzt unbedingt abdichten hätte müssen weiß ich nicht, aber die Montage mit der mitgelieferten Kappe ist sehr einfach.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.12.2017, 16:15:34
Hallo zusammen,

und schöne Feiertage allerseits!

Zwei stressige Wochen liegen hinter mir, es ist viel passiert auch am MAN.

Nachdem es mit der Speedy Sleeve gut funktioniert hat ist noch die Montage des Mitnehmerflasches ausständig.
Hier habe ich mich etwas in die Ecke manövriert, die Kronenmutter benötigt doch ordentlich Vorspannung, mit dem halbzoll Schraubersatz kommt man hier nicht weit, dies war schon beim zerlegen eine gröbere Hürde...

Dichtmasse am Flansch und zur Sicherheit auch auf der Scheibe:

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Mittlerweile habe ich aber einen großen Steckschlüsselsatz, so musste "nur" noch mit einem Flacheisen Reststück ein Gegenhalter gebastelt werden.

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Den Stift einschlagen und diese Baustelle kann abgehakt werden.

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Die zuletzt vorbereiteten Teile wurden grundiert.

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Die Grundierung trocknet extrem schnell, nach 30min kann mit den Teilen schon weitergearbeitet werden.

Ich hätte die Bolzen markieren sollen, so musste ich ausprobieren welcher wohin gehört und wo die Passscheibe sein muss.

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Das Fetten der Gewinde ist hier obligatorisch, es ging auch so noch hart genug.

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Beim zerlegen der Vorderachse war schon abzusehen das die Federbolzen es hinter sich haben.
Hier im Forum wurde schon über Bezugsquellen debattiert.
Die Fa. Winkler ist auch in Tirol vertreten, da ich persönliche Beratung sehr schätze bin ich hingefahren.

Ganz so einfach war es nicht da es eigentlich keinen Verkauf an den Endverbraucher gibt...

Der sehr freundliche Verkäufer hat dann aber doch die benötigten Teile für mich organisiert.  ;)

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.12.2017, 21:23:51
Hallo MAN's

eigentlich wäre die Blattfeder dran, aber ich möchte bevor was neues aufgerissen wird mal eine andere Baustelle abschließen.

Der Luftfilter...

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...wurde im Sommer zerlegt und entlackt.

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Ich möchte aber das Filtergewebe auswechseln, da nach zweimaligen auswaschen mit Diesel immer noch viel schwarzer Dreck rauskommt. Bekanntlicher weise lässt sich der Einsatz nicht zerlegen, aufschneiden wollte ich nicht (irgendwie muß ja wieder zugemacht werden). also versuche ich den Falz aufzubiegen.

Nach diversen Versuchen dann die "Lösung": Zugeschliffener Schraubenzieher mit alter halbrund Feile.

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Es genügt etwas über die Hälfte aufzumachen dann kann der Boden seitlich rausgezogen werden.

Ich habe mir im Vorfeld diverse Fotos zu den Filtern angesehen aber das es zwei Kammern gibt muss mir entgangen sein. 

Die untere wird gleich nach Abnahme des Bodens zugänglich.

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Das Rohr ist im Lochblech eingewalzt, einmal kurz "grob rangehn" mit altem Schtaubenzieher und schon lassen sich beide Bleche und der eigentliche Filter rausholen.

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Das Gewebe abgemessen und neues bestellt, für den schmalen Ring darunter brauche ich eine andere Lösung der ist nicht aufzutreiben. 

Im Bereich der Ölschale (die 3 Haken) und bei dem "Hütchen" oben hat das entlacken mit der Zopfbürste nicht gut funktioniert.
Hier werde ich mit dem Strahler nachbesseren.

Gleich noch ein paar andere "Kandidaten" dazugeholt.

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Neues Gewebe ist da (zu groß, wußte ich aber schon)
 
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Eine passende Scheibe aus einer Faserplatte geschnitten.

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So habe ich den Kokoseinsatz auf der Bandsäge dann kleiner gemacht.

gleich gehts weiter...


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.12.2017, 21:45:40
Das Material lässt sich erstaunlicherweise gut schneiden.

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Beide Lochbleche eingelegt und wieder befestigt.

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Es passiert ja immer wieder das man mit der Ersatzteilbeschaffung kreativ werden muss, aber in die Zoohandlung musste ich bis jetzt noch nicht.

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Kokosfaser zum Nestbau, warum es gerade aus den Niederlanden kommt entzieht sich meiner Kenntnis.

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Bis der Boden drauf geht, war einiges an Fummelei notwendig, mit einem Flacheisen als Gegenhalter wurde der Falz wieder geschlossen.

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Ölschale noch innen sauber gemacht

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Zum Abschluß noch alle Teile durchgesehen und diverse kleine Beulen begradigt, das sollte es vom Luftfilter gewesen sein, der Lackierer kann kommen.

Habe mir dann doch mal die Teile der Feder angesehen, einige davon sind schon arg verschlissen.

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Da es sich "nur" um gewöhnlichen Baustahl handelt werde ich aufschweißen versuchen.

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Das rechte hat sich ganz leicht verzogen, wobei nicht ganz sicher ist ob das nicht vorher schon war.
Es wurde daher komplett überfräst.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 28.12.2017, 22:01:55
Hallo Manni.
Das du kreativ bist hast du ja schon öfter bewiesen, da lässt du dich von so einem bisschen Kokosmaterial doch nicht aus der Bahn werfen!!  :D
Ich frage mich nur warum du in der Mitte das lose Material verwendet hast und nicht wie im ersten Arbeitsschritt das vorgeformte?
Gibt es da Unterschiede?  ::)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 30.12.2017, 11:47:22
Hallo Alex,

alles mit den losen Fasern vollstopfen habe ich nicht gewagt, wenn zuviel davon drinnen ist kommt die Ansaugluft nicht mehr richtig durch mit unbekannten Folgen.
Der Kokoseinsatz wird von eine Art Klebstoff in Form gehalten.

Preislich ist ordentlich Unterschied: der Einsatz hat mich 18€, die Fasern 3€ gekostet.



Ja, die Feder gibts auch noch....

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Als erstes den Bolzen in der Mitte entfernen, der geht sogar noch raus, die beiden Schrauben an den Federklammern aber nicht mehr, wobei ich es nicht mit viel Gewalt versucht habe.

Irgendjemand war an der Feder schon mal dran, das hat Spuren an den Klammern hinterlassen.

Ich ahne schon was jetzt kommt, gehe aber trotzdem nach Plan vor.

Brenner holen und und heißmachen.

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Ohne Worte:

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Damit beschäftige ich mich später, jetzt muss erstmal der Rost weg.

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Spur- und Lenkschubstange sind auch dabei.

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Nun ernsthaft: Entfernen der Schrauben.

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Klammern demontiert (Niete geköpft)
Die Federblätter sind einseitig gestempelt (mit Stern, weiße Markierung,) scheinbar gibt es eine Einbaulage zu beachten ?   

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Nachfertigung der kaputten Teile:

Die Ersatzteilliste sieht hier 2 Senkniete, ich besitze kein Werkzeug in dieser Größe um den Rundkopf heiß zu formen daher mache ich es andersrum.

Aus alter Schraube gedreht:

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Flacheisen aus der Restekiste gesucht und gebohrt, mit der Länge bin ich unsicher wird später gekürzt.

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Zusammenbau dann beim nächsten Mal.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 01.01.2018, 11:10:52
Hallo und frohes Neues!

Ein ereignisreiches Jahr geht vorbei, wenn ich so zurückblicke ist 2017 wirklich ein gutes Jahr gewesen.
Hätte nicht gedacht das ich soweit komme.

Ein paar Fotos vom alten Jahr habe ich aber noch:

Nieten der Federklammern:

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Ich habe einfachhalber genug Material vorgesehen, der Überstand wird nun abgeschliffen.
Anschließend die Flacheisen scharf heißgemacht und abgewinkelt.

Die Schmierung von Blattfedern hat schon für einige hitzige Debatten in diversen Fachforen gesorgt. Ich habe mich für Trockenschmierung entschieden die ist auch bei unserem Grobhacker erfolgreich im Einsatz.

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Das Produkt braucht recht lange zum trocknen, in der Zwischenzeit wurde für den zentralen Bolzen Ersatz gemacht.

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Blätter aufgeschichtet und verschraubt, Flacheisen auf erforderliche Länge gebracht.

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"Heiß zugeklappt"

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Fehlen noch die Buchsen.
Herausklopfen:

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Die neuen sind etwas länger.

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Kürzen

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Hier ist die Passung so streng das es die neue Buchse leicht gestaucht hat. Ich hätte die Bohrung in der Achse etwas aufreiben sollen, so musste ich die Buchse leicht nachreiben.

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Bei der Feder ist es genau andersrum, die Buchse kann von Hand eingedrückt werden, Fügekleber erforderlich.

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gleich Teil 2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 01.01.2018, 11:42:14
Es ist recht kalt und der Fügekleber braucht lange bis sich was tut, mir ist aufgefallen das die neuen Federbolzen einen ticken größer sind als die alten.

Die Federhalterung links habe ich gleich mit Grundierspray behandelt um nicht auf den Lackierer warten zu müssen.

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Wie zu erwarten klemmt es, die beiden Halter habe ich nach Möglichkeit ausgerichtet und anschließend gerieben.
 
[attach=2]

So sollte das sein.

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Die Abstandhalter der Federklammern sind aus irgend einem zähen Material, jetzt meinen Dreher anzurufen schien mir zu hoch gegriffen. Ich habe Schwerspannstifte bestellt und entsprechend gekürzt, die haben noch den Vorteil das sie unten offen sind, so bleibt das Wasser drinnen nicht stehen.

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So wird das aussehen für die vergammelten Schrauben muss ich noch Ersatz besorgen.

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Die Halterungen der rechten Seite sind auch runtergeritten, die Löcher leider schon soweit unrund das aufschweißen keinen Sinn mehr macht.

Flachmaterial organisiert:

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Zugeschnitten mit der motorisierten Bügelsäge, gebohrt auf 19,8 und gemeinsam auf 20 gerieben.
Federbolzen durchgesteckt und andere Seite gerieben .

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Die beiden Schlitze (Verdrehsicherung) gefräst und und die Enden auf dem Bandschleifer abgerundet.

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Vergleich neu alt:

[attach=9]

Die Teile mit Grundierspray montagefertig gemacht, derweilen die Teile des Tragblockbolzens zusammengesucht.

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Ein paar Fotos sind noch übrig aber jetzt darf ich meine Verwandten nicht länger warten lassen das Neujahrsessen ist angerichtet.

!Prosit 2018!

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: mortl am 01.01.2018, 13:47:59
Hallo manni,

wie immer Top Arbeit, du nimmst wirklich jedes Teil in die Hand und Arbeitest es auf.

Da wünsche ich gutes Gelingen für 2018

Gruß Martin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Corti am 02.01.2018, 21:10:34
Hallo,

ich habe mir seit gestern alle Seiten von dem Restaurationsbericht durch gelesen... 😃
Ich bin schwer begeistert!
Das du z.B. die Sicherungsbleche erneuerst, wobei die "alten" ja noch gut zu gebrauchen gewesen wären...toll! Der MAN wird ja besser als neu.
Schade das du keinen 4P1 so mit neuem Leben erweckst, da hätte ich ja Tränen in den Augen bekommen. Aber vielleicht machst du ja noch mal solch einen Rundhauber fertig.
Super Arbeit.

VG Corti
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2018, 12:13:17
Hallo euch beiden,

Martin, ich möchte mit dem Trekker ins Holz fahren (wenn er dann mal fertig ist) und da soll es einfach passen.
Sicher gibt es keine Garantie das nicht trotzdem mal etwas kaputt wird, aber so habe ich nach besten Wissen & Gewissen alles getan damit die Maschine später lange einwandfrei läuft. Nichts ist (meiner Meinung nach) frustrierender als eine ewige Dauerbaustelle.

Corti, schön das es dir gefallen hat, dies macht Motivation weiterzuschreiben. Das ich nochmal einen Traktor restauriere glaube ich nicht, aber man soll ja niemals nie sagen...


Zuerst die beiden Halterungen noch mit Grundierspray abgeschossen, die Federbolzen leicht gefettet so steht dem Zusammenbau nichts mehr im Wege

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Nun zum Tragblockbolzen:

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Wie in Beitrag #108 schon erwähnt: Ich bin von den M14x100 (sind Original laut Ersatzteilliste) nicht überzeugt.
Es wurde auf M14x110 umgestellt die nutzen das vorhandene Gewinde komplett aus.

Vergleich:

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[attach=4]

Ich wollte schon den Drehmomentschlüssel holen und festziehen aber da gibt es ein gröberes Problem, der Bolzen wird zwar zentriert aber nicht auf Achsparallelität geführt, das muss später die V-Strebe machen.


Die Feiertage bieten neben Erholung auch viel Zeit zum Nachdenken.
Ich habe mir die Elektrik rangenommen, das ist zwar noch etwas früh aber so bleibt mir genug Zeit um Lösungen für Problemstellen zu finden (Stichwort: Leitungsführung)

Ein paar Skizzen wurden schon gezeichnet, mein Bericht dazu demnächst.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: don_quietsch am 08.01.2018, 21:32:13
Hallo manni,
lese schon die ganze Zeit deinen Restaurierungsbericht mit brennendem Interesse mit und bin von Deiner Sorgfalt begeistert.
Da Du im letzten Tread schriebst, daß Du dich z.Zt. um die Kabelführung kümmerst habe ich ein paar Bilder als Inspiration angehängt. Habe gerade an meinem AS440 die Elektrik neu gemacht. Will diesen zur Vollabnahme vorfahren und erst später komplett überarbeiten.
Zur Erklärung: ich verwende sog. schwarzes Wellrohr (10, 13, 16 und 28 mm Hellermann von Conrad Elektronik) als Kabelführung, weil es sich besser (sauberer) um Kurven biegt, die Stecker sind superseal mehrpolig (zwar nicht zeitgemäß, aber zuverlässig, hinten setz ich grundsätzlich eine Klemmdose mit Phönix Quattro 2,5er Steckklemmen drin um an alle Stellen zu verteilen und beim Zerlegen einfach wieder zu trennen, grundsätzlich verlege ich FLRY 1,0 und mit Masse zu jeder Leuchte, beim AS 440 kann man die Rangierkabellängen gut unter der Batterie in der Tankkonsole verschwinden lassen, das PVC Bougierohr unterhalb des Sicherungskastens werde ich auch noch gegen 10 er Wellrohr ersetzen.
Über meine Kabel/Rohrverlegung und die Verteilerdose kann man als Purist streiten ..., für mich ist es so praktisch.
Bitte die Bilder als Ideen zur Kabelführung verstehen...
Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Gruß
Helmut
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.01.2018, 16:12:39
Hallo Helmut,

sieht gut aus, die Kabelschellen (DIN 72571) gefallen mir sehr und die Durchführungsgummis stehen schon auf meiner Liste.
Ein paar Details muss ich mir noch überlegen aber so im großen ganzen denke ich mal das der Plan steht.


Dieser Beitrag wird sehr theorielastig ausfallen, das ist klarerweise nicht jedermanns Sache...

Ich habe mit einer Bestandsaufnahme begonnen. Die Elektrik war vorne noch fast vollständig vorhanden.

Das zentrale Element neben dem Schaltkasten ist die Sicherungsdose:

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Die ist recht aufwendig gefertigt mit den ganzen Messingbrücken hinten drauf, dürfte allerdings nicht nur für diesen Traktor benutzt worden sein da 2 Sicherungshalter laut Schaltplan in der BA unbenutzt bleiben.

Ich möchte die Dose nach Möglichkeit wiederverwenden, dazu muss ich mir einen Überblick verschaffen.
Die Vorbesitzer haben im hinteren Teil der Elektrik gewütet und auch einige Sachen abgeklemmt.
Anhand der alten Fotos konnte folgende Beschaltung eruiert werden:

[attach=2]

Im Vergleich mit dem Schaltplan kommen Ungereimtheiten zu Tage.

[attach=3]

Klemme 51 Lichtmaschine sollte auf 51 vom Schaltkasten führen, und über die interne Brücke nach 30.
In der Praxis aber wurde die Sicherungsdose benutzt um die Verbindung von Lichtmaschine 51 nach 30 Batterie (über Anlasser) herzustellen, 51 vom Schaltkasten bleibt leer.
Die Ersatzteilliste schreibt von 2 möglichen Schaltkästen: Bosch HBA 5 oder SAS 3/7z, eventuell gibt es die Klemme 51 am anderen Bauteil nicht...

Die Durchführungen (für Anlasser, Hupe und Ladekontrolle) der Sicherungsbox wurden vermutlich der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet.


Ich habe in einer längeren Nachdenkpause "was ich will" gegen "was ist möglich" aufgewogen, leider gibt auch noch "was der Gesetzgeber vorschreibt". (dies betrifft z.b was muss noch funktionieren wenn Zündung aus, oder: getrennte Absicherung der Standleuchten links & rechts)

Was dabei rauskam (Eckpunkte):

- Sicherungsbox bleibt, Modifikation ist aber erforderlich.
- Lichtmaschine wird auf stärkeres Modell (mit externen Regler) getauscht.
- dadurch Anpassungen notwendig, Durchführung Sicherungsdose bzw. der Schaltkasten könnte überlastet werden,
   Relais für zusätzliche Verbraucher erforderlich.
- Blinker Einkreis. Auf Nachfrage bei der "Prüfhalle" ist ein Warnblinker nicht zwingend nachzurüsten.
- Vorsehung für einen Arbeitsscheinwerfer.
- Verdrahtung vorne wird wie Original ausgeführt, hinten bin ich noch nicht total durch, "Draht im Rohr" hört sich gut an.
- Separate Masse zu jedem Verbraucher ist meiner Ansicht nach obligatorisch. 

Die Brücken in der Sicherungsdose optimal zu nutzen war für mich die größte Herausforderung.
Folgende Beschaltung soll Verwendung finden.

[attach=4]

Auf dieser Basis habe ich mal einen Stromlaufplan gekritzelt. Kaum zu glauben aber mit diesem Foto fällt die 5000er Hürde.  8)

[attach=5]

Schön ist was anderes aber notwendig für den nächsten Schritt, auflisten der einzelnen Verdrahungsstrecken und Auswahl Farbe und Länge. (soweit möglich abgleich mit DIN 72551)

Erst noch schell auf dem Blockzettel dann richtig für die Bestellung am PC.

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[attach=7]

Die Längen wurden mit Maßband am Schlepper genommen und aufgerundet.
Bin gespannt inwieweit sich das in der Praxis gleicht.

Am Firmenpc habe ich zum Abschluß noch mit einem Zeichenprogramm experimentiert, ist ganz gut geworden, außerdem sieht man den tatsächlichen Leitungsverlauf durch die Sicherungsdose.

[attach=8]

Ein oder zwei Details muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen, aber zu 98% wird die Elektrik so kommen, Drähte werden jetzt mal laut Liste bestellt, alles andere dann später.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: don_quietsch am 14.01.2018, 17:24:02
Hallo Manni,
daß die "Ladeleitung" durch die Sicherungsdose geht sejhe ich hier zum ersten Mal.
Ich verlege immer Lima 51 oder B vom Regler zum Anlasser M10/M8 er Bolzen und dann weiter zum Schaltkasten mit 4 qmm Rot und träume von einer Lima, die die 40 Amp. Kabelkapazität wirklich ausnutzt ...
Seit Jahren verwende ich in allen meinen Traktoren die elektronsichen Blinkgeber von Kabel Schmidt. Kosten zwar rund 150 €, sind aber absolut zuverlässig und machen das ganze Theater mit Blinkgeber, Lampenwattage, Einkreis, Zweikreis, Hängerbetrieb, Kontrolleuchtenschaltung übersichtlicher und einfacher. In der Anlage dazu ein Schaltplan.
Wenn Du nicht 110 % orginalgetreu restaurierst, findet sich dafür ein unsichtbares Plätzchen und hast viele Probleme erschlagen.
Gruß
Helmut
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.01.2018, 20:54:01
Hallo zusammen,

zum gestrigen Beitrag haben mich im Hintergrund einige Nachrichten erricht.

Wie dem technisch Versierten Leser sicher schon aufgefallen ist, geht bei der Sicherungsdose (Foto 4889) der graue Draht oben rechts nicht zum Bremslicht sondern zum Standlicht hinten, der graue Draht daneben war bei mir etwas oberhalb des Bremspedals abgerissen, sein Zweck ließ sich nicht mehr einwandfrei ergründen.

Außerdem habe ich beim Abtippen meiner Bleistiftnotizen die Nummern durcheinandergebracht, (auch Foto 4889) es muss heißen "Schaltkasten 30" nicht 51.

Da ich auch schon gefragt wurde wo die Nummern der Fotos stehen: mit dem Mauszeiger über dem Foto stehenbleiben, (nicht klicken) dann wird die Nummer eingeblendet.

Ich wurde gebeten ob ich nicht ein Foto von der Sicherungsbox mit Beschriftung habe welches auch den Verlauf der Rückseitigen Messingbrücken zeigt.

Um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen und damit alle Interessierten was davon haben, wurden die Fehler ausgebessert und Beschriftungen eingezeichnet:

[attach=1]

Helmut diesen Blinkgeber kannte ich noch nicht, interessantes Gerät.

Zum Thema "Lichtmaschine zu schwach" (sofern man nicht einfach auf Drehstromlima umbaut) kann ich noch zwei Anekdoten beisteuern: 
Mir wurden mal Fotos gezeigt wo jemand "einfach" eine zweite Gleichstromlichtmaschine zur bestehenden dazugebaut hat, sozusagen im Tandembetrieb, leider gabs keine näheren Infos dazu. (Schaltung etc.)

Es gab da auch noch einen "verrückten Bastler" der mir im Gedächtnis geblieben ist, der Strombedarf seinen Schleppers war scheinbar exorbitant, so wurde zur "Overkill Lösung" gegriffen: Gleichstromlima aus dem LKW Bereich mit 1000W und U-Regler, beides heftigst modifiziert um auf die 14,4V zu kommen...

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: don_quietsch am 17.01.2018, 21:16:33
Hallo Manni,
anbei noch ein Bild von dem Schmidt Blinkgeber in meinem AS 440 im Batteriefach. Ist zwar sichtbar, kann ich aber unter der Motorhaube mit leben. Ist halt nichts für Puristen ...
Übrigens, ich bekomme von Kabel Schmidt keine Provision oder sonstige Zuwendungen, aber ich bin von der Lösung seit mehreren Jahren und bisher 5 Fahrzeugen absolut überzeugt und hatte noch keinen Ausfall. Macht es alles viel einfacher.
Ausserdem für die "Elektriker" noch ein Bild von meiner Verteilung auf der Hinterachse rechts (von unten mit einem 3 mm Blechwinkel) befestigt und von hinten ohne Abbau von Rädern oder Blechen gut zu erreichen. Die Klemmen sind Phoenix Steckklemmen und werden mit dem Schraubenzieher rein drücken auf den organgen Punkt wieder entriegelt. Die roten waagerechten Balken sind Steckbrücken, also Verbinder um mehrere Klemmen zu einer zusammen zu fassen. Wenn der Alukasten mal mit grün lackiert ist, regt sich keiner mehr drüber auf. Vorteil ist, ich kann bei der Größe gut 5 Wellrohre verklemmen, nämlich Zuleitung als 1 Kabelstrang unter die Batterie, Kotflügel rechts, Kotflügel links, Anhängersteckdose und Bremslichtschalter. Ist aber auch wieder Ansichtssache.
Frohes Planen
Gruß
Helmut
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.01.2018, 11:45:28
Hallo Helmut,

top gemacht danke fürs zeigen!
Bei uns werden diese Wellrohre "koflex" genannt. (keine Ahnung warum) Die finden auch im Elektroanlagen bau Verwendung.

Habe meine Sachen auch bei KS bestellt, er ist nicht der billigste aber es hat immer schnell und gut funktioniert.


Von den Arbeiten in den Ferien sind noch Fotos da, z.B von den Achsschenkelbolzen.

Material gekauft:

[attach=1]


Schnappschuss:

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Der Einsatz des Stechschwertes ist abgenutzt (wurde anschließend ausgewechselt), der Span wird ordentlich warm. 

Das drehen ist aber erst die halbe Miete, Schmierbohrung mit Gewinde für den Nippel, Querbohrung und 2 kleine Planflächen sind noch zu machen.

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Passungen drehen ist für mich immer noch eine große Herausforderung,(nicht nur wegen der alten Kiste) das mit den Toleranzfeld habe ich noch nicht so verstanden...

Die Gegenseite, hier ist es etwas einfacher da die Bolzen kürzer sind.

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Einpressen, jetzt zeigt sich wie genau ich getroffen habe.

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Der erste geht mit 9t optimal, beim zweiten sinds 16t, das ist meiner Ansicht nach fast zuviel. Grund dafür dürften die Fresser im Gussteil sein, ich habe sie zwar mit nachreiben etwas egalisiert, aber ganz weg nicht, dafür hätte viel Material rausmüssen.

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Die Gegenseite läuft mit ~3t gleichmässig ab.

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Zum Sicherheit gibt einen "Angst-schweißpunkt" drauf.

[attach=9]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.01.2018, 18:33:46
Hallo zusammen,

nun zum Umbau der Sicherungsdose wie in Beitrag #470 beschrieben, doch zuerst muss das Ding mal sauber werden.

Der Untersatz der Sicherungsdose ist ordentlich verdreckt bzw. korrodiert (Beitrag #472) Die Waschanlage hat zwar schon einiges weggemacht aber die Kontakte richtig sauber zukriegen ist damit nicht möglich.
Da es mir von mehreren Seiten empfohlen wurde habe ich in der Bucht einen Kübel mit Nussschalengranulat geschossen.

Ist ein Interessantes Zeug, bei 4 bar wird das Bakelit der Dose praktisch nicht angegriffen.

[attach=1]

Jetzt zur Modifikation: die wird benötigt um die letzten beiden Sicherungen rechts für mich nutzbar zu machen.

In der Mitte befindet sich eine dicke Messingbrücke welche Schaltkasten, Batterie und Lichtmaschine miteinander verbindet.
Davon weg führen 2 kleinere Brücken, eine zur Sicherung ganz Links (welche später wieder für Hupe Bremslicht und Steckdose genutzt wird) und die andere zu einer Sichung ganz rechts.

[attach=2]

Die Sicherung ganz rechts muss vom Hauptstrang 30 weg, dafür wird an den 2 Stellen mit dem Pfeilen die Brücke abgebohrt.

Da wo eigentlich der Verbraucher angeschlossen worden wäre wird nun eingespeist von Relais 15, die Sicherung daneben ist ebenfalls unbenutzt und wird dazugenommen.

Die dicke waagrechte Brücke verbindet 4 Sicherungshalter, das wird von Schaltkasten 58 (Standlicht) angespeist.

Abtrennen des letzten Elements:

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Umschwenken der Brücke und verlöten.

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Als letzten Schritt muss der Sicherungshalter bearbeitet werden, der Hersteller hat hier absichtlich das Gewinde weggelassen damit nichts angeschlossen werden kann.

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Anbohren: Nur nach Gefühl die Mitte zu finden war nicht so einfach, geeignetes Messwerkzeug muss ich mir mal kaufen.

Vorsichtig das Gewinde reinschneiden, damit ist der Umbau abgeschlossen.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.01.2018, 20:19:17
Hallo MAN's,


aktuell ist bei mir im Job nicht viel los, kein Wunder wenns am Balkon schon so aussieht.   8)

[attach=1]

Genau die richtige Zeit für Restarbeiten / Kleinigkeiten.

Zylinderstifte einschlagen:

[attach=2]

Die Radbolzen werden mit Schraubensicherung geklebt, auf den "Körnerschlag" wird verzichtet.

[attach=3]

Anziehen mit Drehmomentschlüssel, man kommt gerade so noch zu Wege, es wäre besser gewesen die Bolzen vor Zusammenbau der Nabe einzudrehen.

[attach=4]

Fehlen eigentlich nur noch die beiden Gelenkwellen, um die Vorderachse wieder zu komplettieren.
Aber die Nadelschläge in den Kreuzen bereiten mir Kopfschmerzen, um es einfach so zu lassen ist der Verschleiß schon zu groß.

Ich habe meinen Dreherkollegen darauf angesetzt, mir fällt da zu nichts wirkliches ein.

Ein paar Teile müssen noch sauber gemacht werden, eine biegsame Welle mit 6mm Spannzange hat die Handbohrmaschine in diesem Bereich erfolgreich verdrängt. Der weite Drehzahlbereich von 1000-40000 und das geringe Gewicht der Spindel sind gewaltige Vorteile.

[attach=5]

Beim Tank ist mir aufgefallen das die Ablassschraube am letzten Gewindegang hakt, so wie es aussieht ist die Bohrung durch das Blech zu knapp. Ich bin mit dem Geradeschleifer rangegangen um etwas nachzuarbeiten, dabei hat es den Schleifkegel zerlegt und die Reste haben das Gewinde zerstört.

...

Nach einem kurzen Frustmoment nachgemessen: M16x1.5, das habe ich als Gewindebohrer liegen, sollte kein gröberes Problem darstellen.
Neues Gewindestück auf der Drehe gefertigt:

[attach=6]

Den Dreck aus der Ablassschraube entfernt, und entrostet.

[attach=7]

Abschneiden der kaputten Gewindemuffe.

[attach=8]

Mit Schweißen wird das bei meinen Künsten niemals dicht, also Messing Hartlot.

[attach=9]

Vor kurzem bin ich im Netz auf ein Foto gestoßen wo mit einem Füllstand Schauglas eine Tankanzeige realisiert wurde.
Das hat mir sofort gefallen und wurde kurzerhand nachgebaut.

[attach=10]

Montage ist sehr einfach: ausmessen, 2 Löcher bohren, Anschrauben.



schöne Grüße aus Tirol

manni
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.01.2018, 11:31:20
Hallo zusammen,

weiter gehts mit den Kleinigkeiten, solche Sachen gehen einfach auch immer mal zwischendurch.


Saubermachen des Spaltfilters und Absperrhahn.

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Soweit ich mich noch erinnern kann ist der Hahn in Ordnung, ich verzichte aufs zerlegen.

Nach dem Abwaschen:

[attach=2]

Das vor einiger Zeit bereits entlackte Spannband mit Haubenhalterung hat arge Scheuerstellen die zugeschweißt werden.

[attach=3]

Die Kühlermaske ist zu weit hinten, dadurch hat die Haube im Tank Einfüllstutzen und hier am Spannband einen Abdruck hinterlassen.

[attach=4]

Von meinem Dreher gibt es auch Neuigkeiten:
Da der Verschleiß Hauptsächlich in den Zapfen ist, werden diese rundgeschliffen, aufgespritzt und anschließend wieder auf Originalmass gebracht. Auch die Stelle wo der Wellendichtring bzw. der Nadelkranz gelaufen ist wird so behandelt.
Dazu müssen die Gelenke komplett zerlegt werden.

[attach=5]

[attach=6]

[attach=7]

Das ging sogar ohne Probleme, nur einmal wurden 11t erreicht. Das linke Gelenk hat es stärker erwischt als das rechte, der Kollege meinte das wäre auf die Torsions(feder)wirkung der längeren Antriebswelle zurückzuführen.   

Die Buchsen sind zwar auch nicht mehr druckfrisch aber hier werde ich mal "fünfe grade sein lassen"


Beim Kurbelgehäuse Entlüfter habe diesen Schaden entdeckt.

[attach=8]

Erst später fiel mir auf was die Ursache war: Der Seilzug des Kühlerollo läuft hier vorbei.
Das Blech ist einfach nur dünn, zuschweißen fast unmöglich, so habe ich nur das Loch unten zugepappt.

[attach=9]

Ein bisschen krimskrams habe ich noch dann gibts wieder was größeres.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NicNic am 28.01.2018, 13:32:45
Hallo Manni
Bei dem Kurbelgehäuse Entlüfter könntest du ein Streifen Kupfer Flachmaterial
dem Radius angepasst biegen und hinterlegen, dann vorsichtig aufschweißen.
Der Kupferstreifen nimmt die überschüssige Wärme auf und fällt nach dem
Aufschweißen so wieder ab.

Gruß Ulli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 28.01.2018, 14:18:12
Hallo Manni.
Was verwendest du für eine Beize zum entlacken?
Scheint gut zu gehen!  :)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.01.2018, 19:45:56
Hallo euch beiden,

Ulli, der Trick mit dem untergelegten Kupfer hat mir ein Schlosser mal gezeigt, ich weiß nicht warum mir das wieder entfallen ist...  :-[
Aber es gibt noch ein paar andere Teile, bis dahin komme ich eh wieder mal zu unserem Altmetallhändler der hat genug liegen.

Alex, ich verwende den Oxystrip Entlacker (https://www.scheidel.com/produkte/Oxystrip-Entlacker,3.html) der ist soweit ich weis auf Alkohol/Ameisensäure basierend. Eine Reaktion findet bei Raumtemperatur so ab 8min. statt.
Billig ist er nicht aber sparsam einzusetzen.
Ich habe ein paar Proben auf verschiedenen Altteilen gemacht: Autolack, 2k Maschinenlack, Pulerbeschichtung, alles wurde recht schnell angegriffen, nur bei einem alten Spind gab es keine Reaktion. Dies hat mir auch ein Kollege bestätigt der damit seine Felgen entlacken wollte, es gibt vereinzelt Fälle wo die Farbe resistent ist.
Es können auch dicke Farbschichten unter einmal angehoben werden, das dauert aber über Nacht, hier sollte man das Produkt mit Folie vor Austrocknung schützen, sonst kommt die Reaktion zum erliegen.

In einer ruhigen Minute habe ich (mal wieder) Kleinteile durchgesehen, und einige zum aufarbeiten herausgesucht, so langsam wird es weniger.

Das Thermostat:

[attach=1]

Die Schläuche sind porös das es zum fürchten ist, das die noch dicht waren verblüfft mich.

[attach=2]

Divere Teile, auf dem Weg zum entlacken/entrosten.

[attach=3]

Die Dieselleitungen sind großteils noch gut in Schuss, da brauche ich nicht viel machen, bei den Ölleitungen sieht es dagegen bitter aus. Die Leitung zur Öldruckanzeige ist ein einziger Dellenhaufen, und hat mehrere arge Scheuerstellen das kommt neu.

Rohre zu entlacken/entrosten ist lästig, irgendwo ist immer eine Stelle wo man noch nicht war, bis ich eine Idee hatte:
Nicht das Werkstück festzuspannen sondern die Maschine:

[attach=4]

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Das eignet sich auch gut um die Dichtflächen der Kugelbuchsen (DIN 3863) zu polieren.

[attach=6]

Entfetten, Abkleben und Grundieren (auch mit dabei, aber nicht am Foto: Der ESP Kammer-Deckel)

[attach=7]

Nachdem ich meinem Dreherkollegen die zerlegten Teile der Vorderachse vorbeibrachte erwähnte er so am Rande das derzeit die Tage recht wenig los ist.
Das hätte er besser nicht gesagt... Bin dann sofort zurück in die Werkstatt und habe den Flansch des Motors geholt.
Um den Umbau auf Wellendichtring zu ermöglichen muss auch die innere Fläche plan sein.
Ich konnte das Teil am Tag darauf wieder abholen:

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Dann wurde der Kühler aus dem Regal geholt, das wird eine Baustelle geben, doch für heute habe ich genug Dreck abgekratzt.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Fabian1988m am 31.01.2018, 20:44:37
super arbeit
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.02.2018, 14:39:17
Hallo Fabian,

danke für dein Lob!  :D

Die letzte Woche war geprägt von SEHR viel Zeit am 440er, auch größere Teile konnten drangenommen werden.

Der Kühler:

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Die Lötstellen die den eigentlichen Kühler im Rahmen halten sind allesamt (ein)gerissen, vermutlich "war da mal was im Weg"
Gröbere Probleme habe ich sonst keine gesehen, mit reinigen / entlacken wirds größtenteils getan sein.

Ablöten:

[attach=2]

Auch das Überlaufrohr ist gelötet.

[attach=3]

Der Blechrahmen kann jetzt abgezogen werden, der Entlacker kommt zum Einsatz.

[attach=4]

Nach dem Abwaschen:

[attach=5]

Die obenliegende Farbe wurde gut entfernt, aber darunter liegt noch eine weitere dunklere Farbschicht, die ist recht hartnäckig.

Zwischenzeitlich den Rahmen abgebürstet:

[attach=6]

Hier muss ich eine kleine Warnung ausprechen: Die Seitenbleche wurden vom Hersteller als Korrosionschutz / Löthilfe gebleit, hier ohne Staubschutzmaske zu schleifen kann mit Bleivergiftung enden.

Der gesamte Kühler ist aus dünnen Messing, Stahlen mit Schlacke/ Korund habe ich nicht gewagt.
Ein Versuch mit Walnussschalengranulat wird gestartet, danach sieht die Kabine aus wie in der Sahara.

[attach=7]

Bis zum Schluss hatte ich den Dreh raus, bei gut 6,5 bar wird auch die alte Farbe in den Waben entfernt, das Lötzinn aber noch nicht nennenswert abgetragen.
Neben dem Herstellerschild gibt es eine weitere Plakette mit der Aufschrift: "Flensburger Kühlerbau" vermutlich eine frühere Reparatur?

[attach=8]

Nachdem ich die "Wüste" wieder in den Griff bekommen hatte, gabs 2h "Lamellen ausbiegen"

[attach=9]

Soweit ich das verstanden habe soll auf den Rundstäben später das Rollo entlanglaufen, da die Lötstellen eh schon nicht mehr gut sind werden die verrosteten Stäbe ersetzt.

[attach=10]

...gleich Teil 2.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.02.2018, 14:53:26

Ich finde das Stäbe aus Messing besser zum Kühler passen, gabs zum Glück im stätischen Baumarkt.

[attach=1]

Der erste Versuch mit Flachhämmern ging gleich daneben, das Messing ist zu spröde um es kalt zu verformen.

[attach=2]

Eingelötet:

[attach=3]

Das verrostete Rohr werde ich auch ersetzten, Kupferrohrreste liegen bei uns in rauen Mengen.

[attach=4]

Mit der Biegevorrichtung bin ich noch auf Kriegsfuß, aber es wird schon.

[attach=5]

Enden bördeln:

[attach=6]

Das Tiffanylot benötigt kein zusätzliches Flussmittel und lässt sich gut verarbeiten.

[attach=7]

Detail der gebrochenen Kühlermaskenhalterung:

[attach=8]

[attach=9]

Das Flacheisen habe ich mit Spraygrundierung behandelt, der Rest muss zum jetzigen Zeitpunkt ohne Farbe bleiben sonst wirds nichts mit verlöten im Rahmen.

[attach=10]


Wenn ich heute noch Zeit finde, gibts eventuell einen weiteren Beitrag.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 04.02.2018, 17:31:47
hallo , ich verfolge dieser Thema immer mit große interesse , nun  ist der Manni beim Kühler angekommen , was ich mir schon immer abgefragt habe ist was die Nummern auf demKühlertypenschild bedeuten ,  Dat. ist natürlich Datum  aber Kom.  und  Z.  ?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 05.02.2018, 18:06:43
Hallo zusammen.

Wie machst du jetzt mit dem Kühler weiter Manni!
Wird der komplett, also auch das Netz lackiert?
Und wenn ja gibt es dafür extra Farbe?  ::)

Nach dem Sinn der Bezeichnung auf dem Kühler hab ich mich, wie Bastian auch schon gefragt!

Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.02.2018, 21:40:09
Hallo euch beiden,

über die Kürzel am Kühler habe ich auch schon nachgedacht, bei "Kom" würde ich am ehesten noch zu "Kommission" tendieren, beim Rest habe ich keine Ideen.

Der Kühler wird wieder Lackiert in klassisch schwarz, aber nur ganz dünn, um den Wärmeaustausch nicht zu behindern.
Ich verwende dafür Standart 2K Maschinenlack, ob es hier ein spezielles Produkt gäbe weiß ich nicht.


Der "Rest" vom Kühler:

Nachdem die Grundierung angetrocknet ist den Kühler wieder in den Rahmen gefädelt, wenn 4 Hände anwesend sind dann geht das gleich viel leichter.

Damit das Lot nicht so leicht abhauen kann wird der Kühler im Schraubstock festgespannt:

[attach=1]

Nachdem die großen Laschen wieder fest sind habe ich den Kühler im Rahmen ausgerichtet und die Ecken verlötet.

Das Überlaufrohr wieder befestigt.

[attach=2]

Schön sind die Nähte nicht geworden aber ich bin überzeugt das es halten wird.

"Schwarz machen" werde ich nur einmal, es müssen noch andere Teile Lackierfertig gemacht werden.

Beim entlacken des Luftfilters ist mir aufgefallen das dieser als unterste Schicht Schwarz hatte, das wird wieder so werden.

Sonst gibt es noch den Anlasser:

[attach=3]

Auch der war mal Schwarz, ich wollte den noch etwas bürsten und das sollte es gewesen sein, beim umdrehen fällt Strahlsand heraus.

Also geöffnet:

[attach=4]

Ja, hier ist er der "Griff ins Klo" , ich habe damals schon nachgedacht ob es eine gute Idee sei den Starter am Motor zu lassen, aber wenn der Kollege mit Trockeneis gereinigt hätte wäre ja auch nichts weiter passiert.

Nutzt jetzt alles nichts, das Teil muss auseinander und wieder saubermachen.

Das ist recht schnell geschehen aber es gibt noch andere "Problemchen" da drin.

Wie im letzten Bild zu sehen ist kommt die Buchse raus , die ist komplett lose und hat sich so wie es aussieht schon länger im Gehäuse mitgedreht.

Der Kollektor ist 4/10 eingelaufen, die Bürstenenden sind schon etwas schräg, vom total verrosteten Bürstenhalter will ich gar nicht reden.

Ich muss schwer was an den Augen gehabt haben das mir diese Sachen letztens nicht aufgefallen sind?

Gerade eben fällt mir mein Lehrmeister ein, der sagte immer: Man installiert nur auf zwei Arten: richtig oder nochmal.

Also ran:

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Rundlauf geprüft, immer wieder mal sind die Zentrierbohrungen vermurxt, hier sieht es gut aus, Schlag bei einen halben hundertstel.

Die Bohrstange ist derzeit das einzige Werkzeug das richtig frisch geschliffen ist.

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Dreikantschaber geschärft, so geht zurücksetzten der Isolation und entgraten in einem Zug.

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Der Schutzdeckel: gut zu sehen wo das Wasser gestanden hat...

[attach=8]

Material für die Buchse wäre zwar da aber meine Konzentration spielt derzeit nicht mit, wird auf später verschoben.

Anlasser zusammengebaut und abgeklebt:

[attach=9]


mehr demnächst.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: bolzendreher am 06.02.2018, 06:32:01
Hallo Manni,

saubere Arbeit. :)

Ich würde das Kühlernetz mit hochtemperaturfestem Ofenrohrlack lackieren. Braucht keine Grundierung und er ist matt, dann hast die maximale Wärmeübertragung. :)  Ich verwende immer "Mipatherm", gibt aber sicher genügend andere Hersteller die was ähnliches haben.

Hab ich jetzt schon an einigen Kühlern (Wasser, Öl,..) gemacht, und auch an den Zylinderkühlrippen von luftgekühlten Motoren. An meinem 914er hat es extrem was gebracht, der wird jetzt lange nicht mehr so warm :)

Viel Erfolg weiterhin,

Grüße

Clemens 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.02.2018, 21:20:28
Hallo Clemens,

der hitzefeste Lack ist natürlich die 100% Lösung, von den Sachen die ich für die Restauration so brauche gibts praktisch immer Schwierigkeiten mit der Beschaffung, (>90% muss ich über das Internet organisieren) hier im "heiligen Land Tirol" hängt praktisch alles am Tourismus.

Für den Auspuff werde ich mir den Speziallack bestellen, bei den Teilen hier denke ich wirds der EP-100 2K auch tun.

Teile entfetten und abkleben steht wieder an, das ist sehr Zeitintensiv aber die richtige Vorbereitung ist die halbe Miete zur passablen Lackierung.

Beim Luftfilter sind noch Reste der alten Dichtung im Gehäuse, dahinter Öldreck das muss alles raus. 

[attach=1]

Neben Anlasser, Kühler und Luftfilter wird auch die Hinterseite der Sicherungsdose lackiert um die Leiterbahnen vor Feuchtigkeit besser zu schützen.

Beim Kühler habe ich noch die Flussmittelrückstände des Lotes entfernt, da im Tiffanylot nur Kolophonium ist genügt abbürsten.

Das sollte es von den Vorarbeiten gewesen sein, in der Kabine habe ich ein Wasserrohr zweckentfremdet montiert, damit die Teile in einem Zug gemacht werden können.

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Im Winter wirds einfach zu früh dunkel, ohne Bauscheinwerfer ist nicht mehr viel erkennbar.

Die Sicherungsdose kommt als erstes raus, soweit ich das beurteilen kann ist es gut geworden, der Lack härtet trotz niedriger Temperatur recht zügig.

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Nächster Tag, die Farbe sind fest genug um weiter zumachen, nachdem das Malerkrepp "runtergefuzelt" ist habe ich den Bürstenhalter abgebaut.

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Es wird gebrauchtes Strahlgut verwendet, das ist nicht mehr so bissig und sollte die Teile nicht beschädigen, wenn man zusätzlich noch den Druck reduziert dann kann eigentlich nicht mehr viel passieren.

[attach=5]

Ist sehr sauber geworden, der Rotguss liegt schon bereit.

Ich bin nur Dilettant an der Drehe, also den Kollegen noch angerufen und ihm die Maße durchgegeben damit er mit sagt wieviel ich zurückbleiben muss.

Nun zur Ausführung, eine 10er Bohrstange wäre hier vonnöten gewesen ich habe nur eine 5mm Micro, die schlägt sich aber weit besser als gedacht.

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Es läuft wirklich sehr gut, "die alte Kiste" ist heute auf meiner Seite, das einbauen danach gelingt mit ein paar leichten Hammerschlägen.

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Den Halter entfettet, abgeklebt und dünn Grundiert. Nach der Trocknung Kontaktstellen für die Masse richtig blank gemacht und mit Kupferpaste bestrichen.

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Zusammengebaut mit neuen Schrauben und korrigierten Bürsten.
Probelauf mit regelbarem 50A Ladegerät, aber nur mit geringer Spannung, damit er nicht gleich hochdreht wie blöd, soweit kein Fehler erkennbar

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Deckel draufgemacht, das sollte es (bis auf 2 Kleinigkeiten*) nun wirklich gewesen sein, der geht jetzt ins Regal wo Kühler und Luftfilter schon eingelagert sind. Auf den Blechstreifen der die Schrauben sichern soll habe ich verzichtet, so ist es leichter mal reinzusehen ob noch alles passt.

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* Für die Deckelschrauben werde ich Schnorrscheiben zur Sicherung organisieren, außerdem wurde durch das Sandstrahlen die Isolierhülse der Klemme 50 am Magnetschalters beschädigt, auch hier wird es noch Ersatz geben.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 10.02.2018, 21:29:28
Hallo Manni.
Ich hätte da noch eine Frage zu dem Kühler.
Hast du den vorher auch von innen gereinigt?
Hab da von manchen gehört die den mit Zitronensäure, Essig, oder sonst was behandeln um Ablagerungen zu beseitigen.
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.02.2018, 01:49:22
Hallo Alex,

ich muss zugeben das habe ich erfolgreich verschwitzt, nach dem auftragen des Entlackers bin ich mit dem Kühler vor die Tür gefahren und habe begonnen mit dem Dampfstrahler den Kühler zu waschen, das ging genau 4 sec. danach streikte das Gerät.
Der Plan wäre gewesen den Kühler mit Dampf innen und außen soweit sauber zu kriegen, dann wäre es auch nicht nötig gewesen zu strahlen.

Wenns mal wieder wärmer ist werde ich einen Entkalker durchlassen, wenn das nichts bringt gibts Kesselstein Entferner.


Die Woche ist schon fast wieder um, aber Kleinkram geht derzeit immer.

Beim Umsetzen der Vorderachse ist mir aufgefallen das sich die Blattfeder seitlich verschieben lässt.
1.8mm Spiel bestätigt die Messung, ich wollte das Problem zuerst mit Hasbergfolie erschlagen, habe danach aber im Fundus Karosseriescheiben gefunden die schon fast passen.

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Nach dem Aufbohren wurden die Scheiben auf ein Reststück geklebt, wenn sachte zugestellt wird hält der Sekundenkleber die Scheibe ausreichend fest.

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Federbolzen ausgefädelt, Scheibe vorn, Scheibe hinten, Bolzen wieder rein, sieht gut aus.

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Ich bin mir sicher das ich bei der Feder fertig bin, die Kronenmuttern angezogen und versplintet, weiter gehts bei der Vorderachse erst wenn die Teile von meinem Dreher zurück sind.

Die ersten Teile der Elektrik haben sich bei mir eingefunden.

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Nachdem ich die Bohrung über der Sicherungsdose mit einer Gummitülle versehen habe wurde darunter noch ein zusätzliches Loch gebohrt.

Der Metallschlauch war schon ordentlich rostig, es wurde ein neuer bestellt, der hat aber andere Abmessungen, das bedeutet ich benötige auch neue Befestigungsschellen.

Der Schlauch ist an 3 Stellen befestigt: hinten an der Sicherungsdose, an der M12 Schraube vom Tankunterbau und neben dem Lenkstock.
Die unter der Schraube eingeklemmte Schelle kommt definitiv nicht mehr, das kann man besser lösen.
Etwas weiter vorn wäre Platz, beim verschieben der Schelle besteht "Kollisionsgefahr" da der Seilzug für das Rollo auch hier durchläuft.

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Das lässt sich noch recht einfach in den Griff kriegen, ich habe bei einer Internetsuche entdeckt das die Schellen nach DIN 72571
genormt sind, selbermachen kann ich mir sparen.

Die Dinger sind sehr schnell angekommen, ein paar andere Teile finalisiert und rein in die Lackierkabine.

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Die Trockenzeit genutzt die noch offenen Schrauben festzuziehen.

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Beim Lenkungsbock kommt man ja besch... zu, vermutlich bräuchte es einen Rohrsteckschlüssel.

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Mit dem Mini-Akkuschrauber das neue Loch für die Schelle gebohrt, das ging knapp, mein Winkelbohrer ist derzeit verliehen.

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Die alten Schellen haben für M5, bzw M12 Bohrung, bei den neuen ist die Bohrung für M6 vorgesehen, die Ersatzteilliste sieht für die Befestigung hier eine Halbrundkopfschraube (nach DIN 86) die sind schon lange obsolet. Nach etwas wühlen im Lager habe ich noch einige gefunden, die muss ich noch auf die benötigte Länge bringen.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.02.2018, 10:52:57
Hallo zusammen,

bei der Vorderachse und beim Motor bewegt sich derzeit nicht viel, kein Wunder auch, bei aktuellen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Die Fortsetzung vom letzten Beitrag:

DIN 86 Schrauben gekürzt und entrostet, Befestigungsteile von der Sicherungsdose sauber gemacht.

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Alle Teile geschwärzt, die Halteklammer für den Stecker habe ich übersehen das wird beizeiten nachgeholt.

Für die Sicherungsdose gibt es noch ein Unterlagsblech, das ist mittlerweile getrocknet und kann montiert werden.

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Mir fällt erst jetzt auf das es hier ein Loch (gelber Pfeil) gibt dessen Zweck ich nicht kenne, weiß jemand mehr darüber ? 

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Der Metallschlauch wurde fertig angeschellt, in der Doku war ersichtlich das hier die Schraube der Sicherungsdose mitbenutzt wird. Aus einem Reststück Kupferrohr habe ich eine art Durchführung gemacht, damit werden die Drähte die an der Hinterseite der Sicherungsdose laufen befestigt.   

Der Tank ist als nächstes zur Montage dran, ich wollte die originale Filzeinlage eigentlich nicht mehr verwenden da der Filz Wasser aufsaugt was Rost an diesen Stellen bewirkt. Ein Kollege riet mir zu imprägnieren, von der Häcksleraufarbeitung habe ich eh noch Wollwachs übrig.

Filz zugeschnitten und bestrichen:

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Die Streifen im Heizhaus ganz oben aufgehangen, so wird das Wachs dünnflüssig und verteilt sich gleichmäßig, Überschuss tropft ab.
Anschließend Versuch im Waschraum gemacht: Wasser "perlt ab".

Der Tankdeckel wurde schon vor einiger Zeit entrostet:

[attach=5]

[attach=6]

Einfach Lackieren wollte ich nicht, mein Dreherkollege hat mir angeboten den (galvanisch) verzinken Deckel zu lassen.
Das kostet praktisch nichts also: Versuch macht klug.

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Ganz zufriedenstellend ist es nicht geworden aber wenns schäbig wird kann ich immer noch lackieren.

Den Dichtring habe ich beim Lama im Dorf bekommen. Der hat mich auch gleich "aufgeklärt" was es mit dem "Patent Blau" Schriftzug auf der Innenseite auf sich hat, die Wiener Firma Blau & Co fertigt diese Verschlüsse, sie sind an vielen österreichischen Fahrzeugen zu finden.

Nun sollte der Montage nichts mehr im Wege stehen, Filzstreifen aufgelegt und Tank aufgesetzt.

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Das ausrichten ist eine Fummelei, leider ist keine helfende Hand anwesend sonst wäre es sicher schneller gegangen.
Ich habe das Armaturenbrett aufgesteckt und wollte nun festschrauben, die Muttern dazu wurden schon bei der Demontage weggeworfen da sie zu verdellt waren, Ersatz zu beschaffen wurde vergessen. Ok muss ich also auf später verschieben.

Aber der Metallschlauch kann nun fertig abgelängt und die Endülle montiert werden.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.02.2018, 21:40:49
Hallo MAN-Gemeinde,

es ging wieder ein Stück vorwärts:

Die Hülse für das Fernthermometer wurde nun ordentlich eingedichtet, hier hatte es scheinbar mal Probleme gegeben, mehrere Dichtungen waren eingelegt und das Gewinde mit Silikon bestrichen gewesen. (leider kein Foto)

Die nächste Sache ist ein klassischer Fall von "Fehler in der Reihenfolge", die Füllstandanzeige hätte ich wesentlich leichter montieren können wenn der Tank noch am Tisch gelegen wäre...

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Da ich nun M10 Muttern (in blank) zur Hand habe wird der Tank ordentlich befestigt, der Spaltfilter bleibt aktuell noch im Regal ich denke das er sonst nur im Weg stehen würde.

Auch hier Filzstreifen als Scheuerschutz.

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Es wurden zusätzlich Beilagscheiben untergelegt, Montageschäden am Lack gibts eh schon genug.

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Das Spannband mit den Haubenhalterungen wird aufgelegt.

[attach=4]

Jetzt weiß ich warum die beiden Gewindestücke so krumm waren, die Laschen stehen nicht im Winkel dazu.
Wenn ich das jetzt so anziehe gibt es wieder eine "Gurke"

Mit einem Alustab und einem schweren Hammer werden beide Laschen "kalibriert"

[attach=5]

Ich habe versucht auch hier Filz unterzulegen aber das trägt zu stark auf, die Haube passt nicht mehr.
Ein Streifen mit dicken Klebeband ist es geworden.

[attach=6]

Durch den veränderten Winkel der Laschen sind die Gewindestücke nun zu kurz um zwei Mutter aufzukontern.
Ich habe die zweite Mutter auf die Gegenseite der Lasche gesetzt so wird das ordentlich fest.

[attach=7]

Puh, ich hätte nicht gedacht das mich diese Arbeit so lange beschäftigen wurde, aber bis alles passt vergeht doch ordentlich Zeit.

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Anschließend habe ich vorsichtig die Haube aufgelegt, die Spannhaken lassen sich einhängen, offensichtlichen Fehler habe ich keinen bemerkt.

Mein Vater hat mir danach die rohen Stellen am Heck fertiglackiert, die Riemenscheibe kann demnächst montiert werden.
Mit dem restlichen Lack wurde noch die "Filterkonsole" und die Halterung der Lichtmaschine gemacht (rechts hinten im Bild)

[attach=9]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 20.02.2018, 10:27:54
Hallo Manni.
Wieder mal ein sauberes Stück Arbeit von dir!
Auch wenn es jetzt vielleicht zeitraubend ist (erscheint) wirst du später davon profitieren und deine Freude daran haben!
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 22.02.2018, 08:17:16
Hallo,
die Bohrung unter dem Sicherungskasten ist für die Befestigung einer Blechschelle. Von unten kommen die Kabel (mit dem Flexrohr) die auf den Stecker an der Sicherungsdose gehen.
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.02.2018, 21:26:26
Hallo euch beiden,

ja die Idee wäre das ich mir jetzt etwas mehr Zeit nehme für die komplexen Stellen, um unnötiges Nacharbeiten zu vermeiden.
Ob das dann so funktioniert wird sich noch zeigen.

Ali, danke für die Aufklärung!


Ohne Umschweife nun zur Riemenscheibe:

[attach=1]

Nutmutter und Sicherungsblech gibt es noch von der Stange, also neu.

Die Passfedern habe ich mit Kupferpaste "angeklebt", die Riemenscheibe dürfte viel benutzt worden sein, es gibt mehr Spiel als gedacht, da ich aber keinen konkreten Anwendungsfall für Flachriemen habe sehe ich das mal gelassen.

[attach=2]

Man hätte jetzt mit einer Fehlschaltung das Getriebe blockieren können und die Mutter dann festziehen, das ist mir zu riskant.
Einen Behelf gebaut:

[attach=3]

Der Gummi dazwischen sorgt dafür das die Scheibe nicht rutscht, das läuft besser als gedacht.
Meine "Spezialnuss" von der Handbremstrommel passt auch bei dieser Nutmutter.

Und wieder ein Punkt der abgehakt werden kann.

Nach kurzem Abstecher im Lager sind neue "Kandidaten" an der Reihe.

[attach=4]

Alle Anbauten entfernt und mit Entlacker bestrichen.

[attach=5]

Die Filtergehäuse danach abgewaschen, die Dichtungringe in den Deckeln sind bröselig da braucht es Ersatz.
Das Alu ist fleckig, ich würde es gerne in "Alu Natur Optik" belassen, es wird geschliffen.

[attach=6]

Magne hat mich auf die Spannfeder im Gehäuse hingewiesen (bleibt stecken wegen Rost), das ist zwar schon lange her aber ich habe es nicht vergessen.
 
Eher zufällig bin ich draufgekommen das der Mechanismus nur eingeschraubt ist, er war schon locker und hing nur noch an den letzten Gewindegängen.

[attach=7]

Mit der biegsame Welle ist es einfach ein Traum zu arbeiten, in kürzester Zeit sind die Teile sauber.

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Beim anderen Gehäuse sitzt das Rohr sehr fest, ich habe es mit den Alubacken eingespannt so konnte der Mechanismus ohne Beschädigung ausgebaut werden.

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Darunter zu sehen: Rostschlamm.

[attach=10]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.03.2018, 10:58:18
Hallo zusammen,

weiter gehts mit der Filtergeschichte. Die Ablagerung war sehr hartnäckig, ich habe zum Schluss kurzerhand den Sandstrahler angeworfen.

[attach=1]


Bei einer der Entlüfterschrauben ist der Stift mal verloren gegangen, die Lösung war vermutlich eine Kombizange, die hat Abdrücke hinterlassen.
Der Stummel wurde leicht überdreht um die Grate loszuwerden.

[attach=2]

Ich habe mir den vorhandenen Stift genauer angesehen, es könnte sich um einen Knebelkerbstift (DIN 1475) handeln.
Den fertige ich aus einer alten Schraube selbst an.

[attach=3]

Meißeln der Kerbe

[attach=4]

[attach=5]

Das Schleifen der Filtergehäuse hat zwar gegen die Flecken geholfen aber ansehnlich sind sie immer noch nicht.
Ich habe Glasperlen organisiert und starte einen Versuch.

[attach=6]

Das ist schon wesentlich besser, besonders die Deckel sind meines Erachtens gut geworden.

Die Anbauteile wurden schon gebürstet und liegen jetzt im Brünierbad.

[attach=7]

Die M10 Schrauben sind von der Filterkonsole, die kleinen von Anlasser.

Rohre einschrauben, der Hersteller hatte die einfach "voll angeballert" das ist heute nicht mehr notwendig, Schraubensicherung machts.

[attach=8]

Ein alter Kumpel hat mir geraten die Filtergehäuse mit Klarlack zu versiegeln damit sie länger gut aussehen, ich bin noch unsicher ob das eine gute Idee ist.

Definitiv keine gute Idee war es zu versuchen den vom Vorbesitzer mitlackierten Blinkgeber mit Entlacker zu reinigen.

[attach=9]

Der Lack ist zwar ab, die Beschriftung aber auch.  :-X

[attach=10]

gleich noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.03.2018, 11:31:37
Ich wollte schon immer mal wissen wie das Teil funktioniert.

Aufhebeln der Bördelung:

[attach=1]

Ist nicht viel drinnen, die Blinkfunktion mit dem Heizdraht ist ja noch recht simpel, die Blinkerüberwachung aber wird über das Magnetfeld der Spule realisiert was schon recht anspruchsvoll ist.

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Q&D eine Schaltung zusammengesteckt, der Geber läuft einwandfrei, hier sieht man auch gut wie die Blinkerüberwachung funktioniert.

[attach=3]

Wieder zusammengesetzt und mit Zinkspray abgeschossen.

[attach=4]


Nachdem ein "Griff ins Klo" pro Tag zuwenig ist gleich noch einer.

Der Öldruckmesser hat Rost angesetzt, ich habe schon einen Austauschring da.

[attach=5]

"6.70" das ist bereits ein Austauschteil, das wird umso klarer als ich die kleine Birne auschraube, die ist für 24V, der Anzeiger kommt fast sicher von einem LKW.

[attach=6]

Ich hätte jetzt schon gesagt das ich meist gute Einfälle habe, der folgende aber ist nicht zur Nachahmung empfohlen.

[attach=7]

Erst sieht noch alles gut aus, das Stechschwert entfernt den Ring problemlos.

Weiter zerlegen:

[attach=8]

Die Feder hat die Aktion übel genommen, da muss jetzt wohl ein Fachmann ran.

[attach=9]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: drl am 04.03.2018, 12:20:48
Hallo Manni,

Super Arbeit und sehr gewissenhaft.

Zum Blinkgeber hier noch ein Video von einem alten Deutzschrauber, dass evtl zum Verständnis hilft.

https://youtu.be/dzkQKu4fGpg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.03.2018, 14:38:07
Hallo Florian,

gutes Video, habe es mir gerade angesehen.


Dieser Tage bin ich mit dem Dieselfilter in der Tasche zum örtlichen Lama wegen der Deckeldichtung.
Der Mann ist sehr bemüht und konnte mir auch dieses mal weiterhelfen.

[attach=1]

Schrauben mit neuen Kupferringen:

[attach=2]

Die Dieselschläuche sind allesamt brüchig, hier muss ich mich noch umhören wer die bei uns macht, zwei sind noch Original, der Rest wurde irgendwann mal getauscht. Ich habe bei den 440ern hier im Forum gesehen das die Filter anders verbunden sind als es bei mir der Fall war, einer der Vorbesitzer dürfte sich wohl daran verlustiert haben...
 
Aktuell bin ich wieder mal an "5 Ecken" gleichzeitig, unter anderem wurden die Radnaben Probe montiert. 

[attach=3]

Die Druckscheiben sind verschlissen, erschwerend ist das der Achsschenkel ebenso Verschleiß aufweißt, die neue Druckscheibe muss entweder dicker sein oder ich lege etwas bei, bei dieser Baustelle bin noch unschlüssig.

Einfacher ist der Wellendichtring umbau beim Motor, hier habe ich konkrete Pläne.

Messen der Bohrung im Stirnraddeckel.

[attach=4]

etwas unter 82, der Viton Dichtring hat 80 außen, ich brauche also einen sehr dünnen Blechring dazwischen.

Ich wollte zuerst ein Rohr als Ausgangsmaterial nehmen aber ich komme bei den gängigen Rohren von den Maßen her nicht hin, so wurde 85er Vollmaterial aus der "Restekiste" genommen.

Beschäftigung für die Bügelsäge:

[attach=5]

Bohren auf 80,1

[attach=6]

Viel bleibt nicht mehr, beim umspannen sehe ich schon das geht so nicht.

[attach=7]

Der Ring wurde auf einen Halter geklebt und fertig bearbeitet. Den Kleber mit der Lötlampe zum schmelzen gebracht und mit Alustab den Ring heruntergeschoben.

[attach=8]

Einkleben des Ringes:

[attach=9]

Mit Lagereinbauwerkzeug den Dichtring eingeklopft, der sitzt gut.

[attach=10]

Damit ist diese Seite abgeschlossen, leider wird meine freie Zeit wieder weniger, der Job drückt herein.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 18.03.2018, 21:27:07
Hallo Manni,
auch von mir hier nochmal ein Kompliment für deine Arbeit. Ich freue mich schon die ganze Woche auf deine  Sonntagabend - Restaurierungsberichte!

Die sind spannender als der Tatort im ersten Fernsehprogramm! ;) ;)

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.03.2018, 21:29:42
Hallo Gerhard,

danke für die Blumen, sehe gerade dein Beitrag war der 500ste, hätte nie gedacht das es so viele werden.  :D

Viel passiert ist in den letzten Tagen nicht, ich habe mir ein paar Gedanken zur Anhängerkupplung gemacht.

Genauer gesagt zur Befestigung am Triebwerk, die vorhandenen Teile kann man getrost in den Schrott werfen.

[attach=1]

Die nutzbare Gewindelänge im Block ist ca. 45 mm teilweise ist schon arg Korrosion vorhanden.

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Gewindeeinsätze halte ich jetzt für übertrieben, aber ich werde dennoch alle Bohrungen in die Befestigungen mit einbeziehen.

Vermessen des Lochbildes:

[attach=3]

Die "20" links und rechts ist mit einem Stern gekennzeichnet da es sich bei den Seiten nicht um bearbeitete Flächen handelt. (ungenau)

Ein paar dicke Flacheisen stehen schon auf der Einkaufsliste damit geht es dann demnächst weiter.


Heute war ich Besprechung beim Motoreninstandsetzter: etwas zäh aber es geht voran.
Probleme gibt es aber beim beschaffen der Rechteck O-Ringe für die Laufbuchsen, die gelieferten Ersatzteilen stimmen nicht mit dem Bestand überein.

Vielleicht kann mir jemand mit den Originalmaßen aushelfen?

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Schmalspur-Tina am 23.03.2018, 01:44:12
Hallo Manni,

Super toller Bericht von Dir !
Ein paar Fotos von unserer Lösung
zum Thema Anhängerbock findest
Du im Getriebe Thema  "ZF A15V"  in Antwort 80
wenn Du magst. Wir haben
Winkelstahl verwendet um
eine auf der ganzen Höhe
verstellbare Anhängekupplung
der späteren Rundhauber
anbauen zu können.

Grüße aus dem bergigem
Deutschland.

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 23.03.2018, 18:53:50
Hall Manni  die rechtformigen O-Ringen gibt es anscheinend nirgends mehr , dafür gibt es die normale O-Ringen  ,  ich habe bisher noch nicht von Ärger gehört das die nicht tauchen , beim einbauen soll mann die gut einfetten .
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.03.2018, 15:58:55
Hallo euch beiden,

Tina, ich habe mir die Fotos angesehen, genau an sowas hatte ich auch gedacht, die Verstellmöglichkeit gefällt mir sehr.
Das Material dafür organisiert mir ein alter Kollege, das dauerd jetzt zwar wieder aber er hat einfach die besseren Konditionen.


Bas, ich hatte noch ein Telefonat mit meinem Instandsetzter, er meinte auch das O-Ringe taugen sollten, er wird sich das noch genau ansehen.


Von der Vorderachse gibt es aktuell noch nichts neues, da an noch nicht genug Ecken gleichzeitig gerabeitet wird habe ich an den Kotflügeln die Befestigungswinkel abgebaut.  ;)

In jede Bohrung kommt eine andere Schraubenlänge, ich habe Fotos dazu gemacht.

[attach=1]

Das sieht nicht nur auf den Fotos übel aus, die Schrauben sind komplett verrostet.

[attach=2]

[attach=3]

Den Winkel auf der rechten Seite habe ich an der Hinterseite gestrahlt um zu sehen wie viel Metall überhaupt noch da ist.

[attach=4]

Die Käfigmuttern sollten sich retten lassen, nach dem Strahlen sieht man die Punkte von der "Schweißzange" wieder.

Ich habe die Punkte angekörnert, der Schweißpunktbohrer hat vorne eine Zentrierspitze.

[attach=5]

Die Winkel haben Ermüdungsrisse an diversen Stellen, es wurde geschweißt und die Nähte haben wieder Risse bekommen.
Ein Teil fehlt komplett.

[attach=6]

Auch auf der rechten Seite die Käfigmuttern entfernt.

[attach=7]

Bei einem Käfig habe ich versehentlich durchgebohrt, das wurde wieder zugeschweißt.
Vor kurzem hab ich es endlich geschafft mir einige Kupferreste organisieren.

[attach=8]

Der Käfig wurde außerdem (zum vermessen) "heiß" auseinander gefaltet, ein Bekannter hat nun in der Arbeit einen Laserscheider.
Mal sehen ob er mir "anbeißt" und ein paar davon macht.



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 01.04.2018, 22:29:57
Hallo zusammen,

auch diese Woche hat sich am MAN etwas bewegt, auch wenns nur sehr wenig war.

In den Befestigungswinkeln wie auch in den Trittblechen sind überall diese ~10,5x14,5 Langlöcher. Das mit Bohren und Feilen zu machen habe ich verworfen da in der Nebenhalle eine Profilstanze steht. Auf der Suche nach passenden Stempeln bin ich bei 10x14 gelandet, der wurde schnell geliefert, bin gespannt wie das funktioniert.

[attach=9]

Wie schon in Antwort# 441 geschrieben werde ich das alte Zugmaul nicht mehr verwenden da es zu verschlissen ist.
Ich konnte nun nicht widerstehen und habe aus den Kleinanzeigen ein gutes gebrauchtes von einem MAN 12 Tonner geangelt.

Es ist wirklich ein Schnäppchen und der Zustand ist bis auf den Dreck wirklich gut.

[attach=1]

Das Teil müsste nur gereinigt und lackiert werden, keine zusätzlichen Baustellen.
Ich habs mal drangehalten, die Optik sagt mir allerdings nicht zu, das muss ich noch sitzen lassen...


Als Arbeit für zwischendurch wurden Schrauben von den Trittblechen/Kotflügeln aufbereitet und gebürstet, viel ist da nicht geblieben, die meisten waren zu stark verrostet oder beschädigt.

Die Ersatzteilliste ist an dieser Stelle etwas unklar geschrieben, es hat eine Weile gebraucht bis ich den Durchblick hatte welche Länge für wo gedacht ist.

Am Armaturenbrett habe ich vor dem Lackieren kleine Bolzen aufgeschossen, hier werden die Halterungen für Regler, Relais, Blinkgeber und Sammelschiene - befestigt.

Wie könnte eine Masse Sammelschiene aussehen ? diese Frage hat mich lange beschäftigt, die im Handel erhältlichen Steckdinger sind zwar zuverlässig aber sehen nicht historisch passend aus.

Bei der Demontage eines Verteilers aus den frühen 60ern wurde ich dann fündig.
Die "Nullleiterschiene" mit den vielen Schrauben ganz links.

[attach=2]

Nacharbeiten der Gewinde, entgraten der Bohrungen, Abrunden der Enden und reinigen.

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Die gelb chromatieren DIN 85 sehen zwar gut aus, aber die vernickelten passen noch besser. Ich sammle schon seit vielen Jahren seltene Teile aus alten Maschinen / Geräten das macht sich in diesen Momenten bezahlt.

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Nun zum Halter: Grundplatte

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Winkel für Sammelschiene

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Zusammenheften:

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Oben kommt der Regler hin (Bosch GA-2) in der Mitte die Schiene und unten das Relais.

[attach=8]

Danach wurde noch ein einfacher Winkel für den Blinkgeber gebogen.

Das wars, die Teile stehen schon in der Warteschlange für den Lackierer.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Peer am 01.04.2018, 23:56:48
Wegen des Zugmaules der Hinweis: Soweit ich weiß, haben LKW größere Bolzen und entsprechende Zugösen gegenüber landwirtschaftlichen Anhängern. (50mm statt 40mm).



Bisschen Off Topic: Kann es sein, dass wir uns in einem anderen Forum zum Elektrothema schonmal begegnet sind? Der Nick kommt mir sehr bekannt vor.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.04.2018, 10:16:43
Hallo Peer,

du hast mich unsicher gemacht also wurde nachgeschaut: es ist ein 40er Bolzen in der Kupplung, laut Aufdruck ist es für Anhänger bis 7000 kg zugelassen, was für mich weit mehr als ausreichend ist.   


Falls du das Elektronikforum (http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/) meinst, ja dort schreibe ich gelegentlich auch.

Der "unsympathische Stress" geht wieder um in der Arbeit, ich habe es die Woche gerade mal geschafft die Zeichnung der Käfigmuttern-Gehäuse dem Kollegen zum digitalisieren gegeben, wenn alles gut läuft dann sollte ich in einigen Tagen näheres erfahren.

[attach=1]



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 08.04.2018, 13:29:16
Hallo manni,

denk nochmal intensiv über "das Zugmaul" nach!!!!

Da gibt's bestimmt noch was Orischinaleres ;) ;)


Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.04.2018, 23:00:19
Hallo Gerhard,

ich liege schon auf der Lauer, das was bis jetzt vorbeigekommen ist war mir aber zu teuer, aber es ist ja noch Zeit.


Zum Wochengeschehen: Der Wellendichtring Umbau Kupplungseite ist dran.

Einen Vitonring mit passenden Maßen 115/140 gibt es von der Stange, der liegt auch schon länger bei mir.
Die Schwierigkeit ist: wie wird der Ring im Betrieb fixiert?

Folgende Zeichnung soll meine Idee dazu verdeutlichen:

[attach=1]

Links (Motorinnenseite) wird es einen Ring geben an dem der WDR ansteht, dafür wurde die Gehäuseplatte wurde auf der Innenseite plangefräst. Da die Platte nicht dick genug für den WDR ist erhält der Ring eine Stufe.
Rechts (Kupplungsseite) wird eine Blechscheibe den WDR abdecken. Der vorhandene Lochkreis wird benutzt um beide Teile zu fixieren.

Begonnen wird mit dem abkratzen der Farbe von der bearbeiteten Außenfläche, hier habe ich vergessen abzukleben.

[attach=2]

Die Fassung der Dichtpackung ist 3mm hoch plus Dichtungspapier plus ein Verstärkungsring mit 2mm,
wenn ich hier darunterbleibe sollte es keine Probleme geben.

3mm Schwarzblech für den Deckel.

[attach=3]

Mit dem Zirkel angezeichnet, grob ausgeschnitten und auf der Drehmaschine den Innendurchmesser gebohrt.
Umgespannt und fertig bearbeitet.

[attach=9]

Der Ring: Ein Reststück abgemessen, ja das geht sich aus, nach groben Zuschnitt mit der Stanze geht es wider auf die Drehe.

[attach=4]

Leider ist heute nicht mein Tag, es hat schon über eine Stunde gedauert in diese 10mm Platte ein 135er Loch zu bohren.
Ich plane die erste Seite, Ring wird gewendet ich will die zweite Seite Planen:

[attach=5]

Da ist ein Flexschnitt der über das Eck hinausgeht...

Alles nochmal von vorn, ein neues Stück Blech gesucht zugeschnitten und gebohrt.

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[attach=7]

Bei der Stufe innen hat es aus irgend einem Grund angefangen zu rattern, was gut zu sehen ist.

[attach=8]

Den WDR eingedrückt, das passt schon mal

[attach=10]

gleich Teil 2.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.04.2018, 23:17:41
Ich habe nicht die Möglichkeit einen Lochkreis zu bohren, daher muss ich tricksen.
Den WDR mit Ring eingebaut, auf die Bohrmaschine gespannt und durch den vorhandenen Lochkreis gebohrt.

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Gewinde:

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Der Blechdeckel wurde mit Sekundenkleber fixiert und auf die Selbe weise gebohrt, jedoch mit 6,2 dabei wird das Gewinde in der Gussplatte ausgebohrt.

Der Fehlerteufel will heute einfach keine Ruhe geben, schon wieder eine kaputte Stelle:

[attach=3]

Da mir nichts besseres Einfällt habe ich die Stelle plangefeilt und das Produktionsdatum eingeschlagen, so kann ich immer noch sagen es war gewollt.  ;)

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Entfetten der Teile

[attach=5]

Auf beiden Teilen wurden Pfeile eingeschlagen in welcher Position gebohrt wurde.
Einbau, mit etwas Dichtmasse:

[attach=6]

Passende Schrauben hatte ich keine zur Hand das kommt beim nächsten Mal.


schöne Grüße aus Tirol

manni

 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.05.2018, 23:17:42
Hallo MAN-Gemeinde,

nachdem die letzte Woche gar nichts ging, ist die angefangene Woche schon jetzt sehr produktiv.

Aber erstmal bin ich noch den Abschluss vom letzten Beitrag schuldig. 

Die Federringe sind nur zur Optik, Loctite 243 sorgt hier für Ruhe.

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Damit kann das Teil zurück ins Regal, jetzt im nachhinein gesehen war der Wellendichtring Umbau gar nicht so der große Aufwand wie ich mir vorgestellt hatte.

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Beim Frühjahrsputz bin ich wieder mal übers Lenkrad gestolpert.

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Der Kunststoffring hat 3-4 Stellen wo er gerissen ist, an der Oberseite sind viele kleine Löcher drin.
Zum Glück weis ich mittlerweile einen fähigen Mann der sich mit GFK Geschichten auskennt. 

Nur ein paar Tage später:

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Boah eh, das sieht aus wie neu, und ich wollte es schon wegwerfen. An dieser Stelle noch mal vielen Dank an Richard, das ist einwandfreie Arbeit.  :D


Noch ein Erfolg konnte verbucht werden die Gehäuse de Käfigmuttern sind endlich gekommen.

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Die nächste Herausforderung wird jetzt das falten der Gehäuse werden, aber ich habe schon ein paar Einfälle.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.05.2018, 22:05:19
Hallo zusammen,

mal wieder die Kleinigkeiten:  ;)


Ich habe mich jetzt für die Klarlackgeschichte entschieden, damit ich das selbst erledigen kann zum Farbenhändler in der Stadt und eine 2K Dose gekauft.
Die drei Aluteile entsprechend abgeklebt und befestigt.

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Der Lack trocknet rasch, vormontieren der Filtergruppe.

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Dichtung schneiden:

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Spaltfilter Tank montiert.

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Jetzt bin ich natürlich neugierig, wird er dicht sein ? 2-3l Diesel eingefüllt.

Die Schweißnähte vom Kollegen passen, da mache ich mir auch keine Sorgen, aber bei der Ablassschraube hängt zwei Tage später schon der erste Tropfen.

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Ich hatte schon die Befürchtung das es die Lötstelle ist, aber es ist der Dichtring. Die Schraube ist schon sehr fest angeballert, und nach fest kommt ja bekanntlich ab.
Diesel abgelassen und genau betrachtet, nichts zu sehen, eventuell ist der Bund der Schraube nicht mehr einwandfrei, mal zum probieren gegen eine Fiberdichtung getauscht, seit 4 Tagen ist nichts zu sehen, ok das lassen wir so.

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Auch in einer anderen Sache konnte ein Abschluss gemacht werden: Die Isolierhülse, des Magnetschalters (Klemme 50) war beim Strahlen beschädigt worden. Im Bastelbedarf wurde ein Stück Hartgewebestab akquiriert.

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Die Mircro-Bohrstange machts.

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Das Loch für den Draht gebohrt, mit Klarlack versiegelt.

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Die Passung ist sehr gut geworden, lässt sich gerade noch so mit dem Daumen aufschieben.

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gleich Teil 2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.05.2018, 22:31:38
Als Arbeit für zwischendurch habe ich die Schwungscheibe genommen.
 
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Offensichtliche Probleme sehe ich jetzt mal keine, der leichte Grat wurde abgefeilt.

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Polieren des Stummels, hier wird später der Wellendichtring laufen, anschließend die Scheibe gebürstet.

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Beim Teile Sortieren bin ich auf zwei Sachen aufmerksam geworden:
Erstens: Bei der Einspritzpumpe hat eine dieser kegeligen Ausgleichscheiben gefehlt.

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Ein zähen Stahl aus der Restekiste gefischt, die Form habe ich "Frei Auge" gedreht.

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Bis auf die Farbe sieht man keinen Unterschied.

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Zweitens: Einer der Ölbohrungsstopfen am Motor ließ sich nicht Zerstörungsfrei ausbauen.
Gewinde ist M20 x 1.5 eine passende Flachmutter habe ich noch von den Radnaben da.

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Die Schwierigkeit ist das man ohne Gegenstück auf Spezielles Werkzeug angewiesen ist, (z.B Rachenlehre) damit man weiß wenn das Gewinde tief genug ist.

Der Schlitz ist mit einem Scheibenfräser für Scheibenfedern gemacht worden. Exakt den gleichen habe ich nicht aber es wird auch so gehen.

[attach=8]

Links die Vorlage, rechts das angefertigte Teil, die Schlitztiefe ist leicht unterschiedlich, viel wichtiger aber: die Mutter lässt sich auf alle drei leicht aufschrauben, so sollte es auch später am Motorblock keine Probleme geben.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: drl am 14.06.2018, 15:32:10
Hallo Manni,

wie läufts mit deinem MAN? Riesen Kompliment an deine Detailversessenheit! Der Traktor ist wirklich generalüberholt!

Gruß,

Flo
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.06.2018, 20:06:30
Hallo Flo,

danke dir! derzeit ist leider ein Jobwechsel im Gange der meine gesamte Freizeit verbraucht. So ist das "Projekt MAN" praktisch auf Halt.

Ein paar Bilder habe ich aber noch liegen:

Die Gehäuse der Muttern sind fertig, gefaltet wurden sie auf der Presse, die seitlichen Anschläge wurden mit einem eigens Angefertigten "Auswerfer" gebogen. (alter Meißel umgeschliffen)

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Passende Vierkantmuttern zu bekommen war gar nicht mehr so einfach, aber damit ist es erledigt, die anderen Muttern sind ja noch brauchbar.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.07.2018, 20:28:49
Hallo zusammen,

ein paar freie Tage haben einen nicht vorhergesehenen Fortschritt erzielt (wäre schön wenn sowas öfters passiert)

Ich habe mich den Befestigungswinkeln gewidmet, 2mm Blech ist gerade aus, eine alte Montageplatte entlackt und zugeschnitten.

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Übertragen der Maße.

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Stempel eingebaut, das ausrichten ist bei dieser alten Maschine viel arbeit.

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Ein paar Testlöcher gemacht zum einstellen des Anschlages.

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Die Winkel selbst waren dann schnell gemacht.

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Die Schwenkbiegemaschine hier in der Werkstatt ist für solche Sachen einfach zu ungenau, ein Fachbetrieb in der Nähe hat die Winkel gebogen.

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Die zwei kleinen Winkel wurden vom Reststück geschnitten und entgratet.

Ausrichten der Käfigmuttern:

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Heften mit der Punktierzange:

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Die Käfige am Rand werden mit zwei Schweißpunkten befestigt.

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Ein Käfig ist auf Reserve geblieben, ganz gleich sind die Löcher nicht geworden, die alten sind teilweise etwas größer aber das sollte durchgehen.

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Bei den Aussparungen fehlen noch, hier weis ich nicht was Original ist, die werden gemacht wenn die Kotflügel soweit sind.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: drl am 21.07.2018, 12:17:01
Hallo Manni,

besser als neu kann man den MAN dann wohl nennen wenn du fertig bist.

Weiterhin viel Erfolg.

Gruß,

Florian
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.08.2018, 15:22:40
Hallo Florian,

danke dir!


Motor und Vorderachse sind ja im Sommerloch verschwunden, es wird was neues aufgerissen die Kühlermaske:

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Die Lampen sehen noch gut aus, aber scheinbar sind es Nachbauten.

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Ich habe die Lampen demontiert und dabei schon gewundert: warum nur ein Draht ?

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Nach dem Öffnen wird alles klar, das Innenleben besteht nur aus einer modernen Halogenlampe, kein Standlicht oder Fernlicht.

Demontage des Gitters:

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Die Schrauben sind allesamt vermurxt aber gehen noch auf, auch hier stimmt was nicht es sind bereits verzinkte Muttern dran.


Am Lüftergitter geht gar nichts mehr hier ist alles zugerostet und mit Farbe überschmiert.

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Herunterbrennen der Farbe:

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Es ließen sich alle Muttern  abschrauben, wer hätte das gedacht.


Herausdrücken des Logos.

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Ab damit zum Strahlen.

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Der Sand ist am Ende, fürs Gitter hatts nicht mehr gereicht.

Nachdem der Dreck dahin ist sieht man die Verbindungstellen mit Messinghartlot, die Gewindebolzen sind in Wirklichkeit aufgelötete Schlitzschrauben.

Vom Gewinde ist nicht mehr viel übrig, einen abgelötet.

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gleich Teil 2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.08.2018, 15:31:05

Im Lager gekramt, rechts Original nach DIN 87, Links nach DIN 963 der Kopf der neuen Schrauben ist etwas kleiner, das kann ich verschmerzen.

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Schrauben getauscht.

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An der Vorderseite 2 Beulen ausgedrückt das sollte es am Logo gewesen sein.

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Bei dem "Punkten" habe ich auch neue Schrauben spendiert.

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Das Gitter und die Maske habe ich zum Karosseriespengler gebracht, bei so großen Flächen fange ich mit meinem Spielzeugstrahler nicht mehr an.

Bei den Halteschienen gibt es Blechstreifen die zur Kabelführung benutzt werden, die alten haben es hinter sich, Blechdicke ~0,4 so dünnes Zeug habe ich nicht hier, per verdacht ein Ölfass abgemessen, das kommt hin.

 
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Streifen rausgeschnitten, und aufgepunktet.

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Zwei Tage später die Sachen abgehohlt, sind sauber geworden.

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Wie zu erwarten sind einige unschöne Stellen aufgetaucht.

[attach=9]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.09.2018, 14:20:07
Hallo,

die letzten Wochen wurden ein paar Arbeiten an der Kühlermaske bzw. an den Teilen um die Kühlermaske gemacht.

Als erstes aber widme ich mich diesem Konstrukt, sieht schlimm aus, wie viele "Künstler" sich daran wohl verlustiert haben?

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Nieten ausgebohrt.

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Schweißnaht aufgetrennt.

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Da bleibt nichts brauchbares übrig, den anderen Lampenhalter auch abgebaut, abgemessen und auf zur Neuanfertigung.

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2-3 Durchschüsse zugeschweißt und eine Beule ausgeklopft, dennoch hat die Maske einen Geometriefehler (linke Seite ist 4cm nach außen gebogen), hier steige ich aus ich weis nicht wie ich das in den Griff bekommen sollte ohne es zu verschlimmern.
Karosseriearbeiten sind eine Meisterschaft für sich...

[attach=8]

Die Schrauben an der Innenseite (für den Grill) hat mal jemand mit "neuen Gewinden" versehen.

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Abgelötet und neue Schrauben aufgelötet, wie schon beim Gitter.

[attach=10]

Fürs erste bin ich mit der Maske durch, eve. beißt ein Bekannter noch an und beult mit das Ding aus, sonst muss ich mir jemanden suchen.

Erst danach werde ich die Lampenhalter wieder befestigen, passende Nieten sind schon besorgt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.11.2018, 16:22:28

Hallo zusammen,

mein letzter Beitrag ist schon wieder länger her, seitdem hat sich wieder bisschen was getan.


Vor dem Sandstrahlen der Kühlermaske wurde die Spiegelhalterung demontiert und zurückgelegt.
Da steckt noch eine abgebrochene Schraube drin, die sich dem Linksdreher erfolgreich wiedersetzt hat.

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Auch heißmachen war nicht von Erfolg gekrönt, das Gewinde ist eh schon hin, ich habe einfach alles mit dem Hartmetallbohrer durchgebohrt, der Gewindeeinsatz wird es richten.

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Die Aufgearbeiteten Teile der Vorderachse sind zurück, da mehrere Firmen beteiligt waren ist ein teurer Spaß geworden.  :o

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Die obere Antriebswelle wurde nur poliert, die untere musste geschliffen, beschichtet und wieder auf Maß gebracht werden.

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Die Buchsen hatten auch schon leichte Nadelschläge, sie wurden 2-3 Zehntel ausgeschliffen.

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An den Zapfen war der meiste Verschleiß/Schäden. Auch hier wurde beschichtet und geschliffen, die Zapfen haben jetzt Übermaß um den Verschleiß der Buchsen auszugleichen.
 
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Das Zusammenbauen wird sich noch etwas ziehen, ich möchte die Gummischeiben in den Gelenken ersetzen, mal sehen was es hier gibt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.11.2018, 19:39:15
Hallo zusammen,

nun zu einer Baustelle die mir schon länger im Magen liegt: die Achsstrebe

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Hier gibt es gleich mehrere Probleme:

-Kugel 5mm unrund abgenutzt
-Lagerschale erheblich ausgeschlagen.
-beide Enden abgebrochen

Ich habe oft darüber nachgedacht was hier die Lösung sein könnte, vor allem was ich hier in der Werkstatt machen kann.
Geplante Vorgehensweise:

-Entfernen des Stahlgussteils von der Strebe
-Aufschweißen des Schaftes
-Abdrehen der unrunden Kugel
-Gewinde am Stummel
-Neue Kugel mit Übermaß bestellt (ist bereits angekommen)
-Lagerschale wird zum ausbohren auf neues Maß weggeschickt (diese arbeit kann ich nicht selbst erledigen)
-Wieder verschweißen der beiden Teile

Später wenn der Schlepper wieder steht: Ausrichten der Teile am Schlepper, und wieder verschweißen der abgebrochenen Stummel. Diese werden aber noch neu angefertigt um die Festigkeit an dieser stark belasteten Stelle zu erhöhen. 

Los gehts: Auftrennen der Naht

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Entlacken/Reinigen.

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Ausrichten des Stahlgussteiles auf der Drehe, da mache ich vor dem Aufschweißen sonst habe ich keine Referenzpunkte mehr

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Es gibt an jeder Stelle Verschleiß, das ausrichten geht eher nach Gefühl als nach der Messuhr.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.11.2018, 19:44:12
Nachdem alles eingerichtet ist Planscheibe abgenommen, aufschweißen des Schaftes.
Mein Schlosser hat mir hierfür diese Elektroden empfohlen.

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Meine Schweißkünste mit Elektrode sind eher bescheiden wie man sieht.

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Wieder auf die Drehmaschine montiert, das entfernen der Kugel kann beginnen.

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Formen des Radius:

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Bis auf eine Stelle ist es sehr gleichmäßig geworden.

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Als nächstes wurde der Stummel gekürzt und mit dem Gewinde begonnen.

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Leider hats an einigen Stellen gerupft aber bei 35mm Länge wird es halten.

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Die Kugel wird später aufgeklebt, das genau Maß dazu ist aber noch unbekannt.
Die Lagerschale ist bereits bei meinem Dreher angekommen und wird bei Gelegenheit auf das neue Maß abgezeilt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.12.2018, 20:21:03
Hallo zusammen,

das Jahr neigt sich wieder dem Ende zu, von diversen Arbeiten habe ich noch ein paar Fotos liegen.

So nebenbei habe ich an der Elektrik diverse Teile aufgearbeitet.

Der Startknopf:

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Sehr unansehnlich, hat aber bis zum Ausbau funktioniert.
Zur "Sicherheit" wird doch reingesehen.

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Die Schwierigkeit ist hier den Knopf so festzuspannen das man den Isolierteil herausschrauben kann, Heute ist das Glück auf meiner Seite und er kommt ohne größere Probleme. Leichter Abrieb aber sonst alles in Ordnung.

Von der Kappe wurde die Farbe entfernt und die Reste der Vernickelung abgeschliffen.

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Ein Riss wird sichtbar, einschlitzen und mit Silber zulöten.

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Überschüssiges Lot habe ich abgefeilt, und den Knopf noch etwas poliert.

Nächster Kandidat: Steckdose.
Auch hier wurde überlackiert.

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Zerlegen und reinigen.

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Die Feder hat eine Scheuerstelle hinterlassen, die wird gleich zugelötet.

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Die Halteklammer Sicherungsbox, der "Schlüssel" und vier Schrauben kommen noch hinzu, die Sachen werden zum vernickeln geschickt.

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Zwei Wochen später sind sie zurück.

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Man hätte zwar die kleinen Beschädigungen vorher rauschleifen/polieren können, das hätte das Ergebnis noch verbessert, war mir aber zu arbeitsintensiv.


gleich Teil Zwei...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.12.2018, 20:54:40
Weil ich den Strahler wegen einer anderen Baustelle gerade in Gang habe wurde die Chance genutzt und die Kunststoffteile mit Walnussschalen Granulat gereinigt/poliert.

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Montage ist schnell erledigt, LT 243 sorgt für guten halt.

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Das sollte es gewesen sein, ich schraube die 8-kant Mutter auf und will das Teil schon zur Ablage bringen.

Irgendwie zickt die Mutter auf einmal, sie geht schwer, das vor und zurückdrehen per Hand macht es schlimmer bis sie fest frisst.
Ein kurzer Versuch mit Pumpenzange wird gemacht, etwa zwei Gewindegänge vor Ende ist dann Endgültig aus, wenn jetzt Gewalt angewendet wird bricht der Knopf.

Also doch die harte Tour:

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Das Einkerben drückt die Mutter weit genug auseinender und die fällt ab, darunter viel aufgeschobenes Material.

Nachdem der erste Schreck verdaut ist, in der Restekiste gewühlt und einen passenden Seckskant gefunden.

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20min später ist die neue M22x1 passend.

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Damit ist der Knopf nun wirklich montagefertig.

Teile der Steckdose zusammengesucht:

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Der Untersatz ist unbrauchbar, der Fußkontakt ist praktisch nicht mehr vorhanden.
Den gibt es aber noch zu kaufen, ist zwar ein anderer Hersteller aber passt zusammen.

Beim zerlegen musste die kleine Welle geopfert werde, neuanfertigung aus Messing Reststück.

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Ein Ende wird gestaucht damit kann die Welle nicht mehr herausfallen.

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Wieder ein Teil fertig.

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Mit dem Rollendoppelgelenk habe ich schon angefangen, wann es weitergeht ist leider unbekannt meinem Vater ist vor ein paar Tagen ein Steyr 430 zugelaufen, dieser verteilt sich so langsam in der Werkstatt, man darf gespannt sein.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2019, 14:45:02
Hallo,

während diese Baustelle nebenher immer weiter ausartet,

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versuche ich mich an den Rollendoppelgelenken:

Abdichtring:

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Etwa die Hälfte hat das zerlegen damals mitgemacht, die anderen sind zerbröselt.


Mein Versuch das nachzubauen:

[attach=3]

Standart Gummimatte taugt hier nicht, die ist nicht beständig gegen das Fett.

Lochen der Ringe:

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Die alten Scheiben werden später wiederverwendet, jetzt wird erstmal die rechte Seite zusammengebaut hier sind die Ringe noch heil.

Herauszufinden was wie zusammengehört hat ist die erste Aufgabe, die Fotodoku machts.

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Erster Versuch: Welle wird aufgeheizt, Bolzen gekühlt.

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Klemmt bereits nach 10mm.

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Noch heißer habe ich nicht gewagt die Vergütung des Bauteils wird verändert.

Mal sehen ob die Presse das richten kann.

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Gut 9t mußten zum Schluß drauf, das mittig einrichten des Bolzens ging leichter als gedacht mit dem Winkel.

Die Nadeln sind noch gut und werden wieder eingebaut.

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Aufbereiten der Bleche und der Schrauben.

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.01.2019, 14:50:43
Auch hier: Loctite statt Körnerschläge

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Andere Seite,

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Selbes Spiel.

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Reinigen/Entgraten der Büchsen

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Hier kommen die Nadeln neu der Verschleiß war zu hoch.

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Schraubstockmethode, die Dichtringe hätte ich fast vergessen.

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Ich schaffe es nicht die Sicherungsringe richtig einzuhängen, die Dichtringe sind zu hoch, da ist was daneben gegangen.

[attach=9]

Das Gelenk klemmt jetzt schon total, zurück an den Schreibtisch.
Der Spruch ist zwar schon alt, aber wenn ich gewusst hätte was für eine Baustelle diese Gelenke werden hätte ichs gelassen.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 06.01.2019, 15:46:48
Hallo Manni,
Bewundere deine Arbeit, sind die Nadelrollen gleich lang?
Mir ist es schon passiert das etwas anderes auf der Tüte steht als drin steckt.
Viel Erfolg, klasse.
Grüße, Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.01.2019, 18:44:38
Hallo Michael,

habe nochmal nachgemessen, die Nadeln stimmen.
Das Gelenk wurde wieder zerlegt und die Teile vermessen, dabei sind zwei Dinge aufgekommen.

-Dichtringe mit 5mm sind zu hoch es geht sich nicht aus, ich weis auch nicht mehr wie ich auf dieses Mass gekommen bin...

-Beim Schleifen der Zapfen wurde ein Teil des Bundes (für die Nadeln) mit abgeschliffen , jetzt können sich die Nadeln seitlich zuviel bewegen, das wird ein Problem werden ich muss passende Scheiben anfertigen.

Neue Dichtringe sind schon gekommen in 4mm. 

[attach=1]

Wenn es schon auseinander ist habe ich die Teile jetzt gleich mit Grundierspray abgeschossen, später kommt man ja fast nicht mehr ins innere.

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Büchse mit passend angefertigter Scheibe.

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[attach=4]

Mit fällt nichts mehr ein was noch fehlen könnte: Neuer versuch.

[attach=5]

[attach=6]

[attach=7]

Jetzt lassen sich auch die Ringe einsetzen.

[attach=10]

Die Gegenseite ist fummelig mit der Langen Welle dran aber es gelingt.

[attach=9]

[attach=8]

Was für eine Baustelle!
Das zweite Gelenk könnte noch etwas dauern meine Geduld ist aktuell etwas knapp, und wenn der Kopf nicht mitspielt lasse ich es lieber sein.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.02.2019, 11:41:23
Hallo zusammen,

es ging dann doch besser als gedacht mit dem zweiten Gelenk.

[attach=1]


Weil mein Vater aktuell grad Zeit hat werden die lackierfertigen Teile vorbereitet. (abkleben, entfetten)

Die Kardanwelle liegt schon länger rum, und musste von Flugrost befreit werden.

[attach=2]

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

In den nächsten Schritten möchte ich die Vorderachse komplettieren, hier ist mir erst vor kurzem aufgefallen das die Druckscheiben sehr ungleich verschlissen sind.
Neue Druckscheiben könnte ich selbst anfertigen, aber die werden nicht lange halten.
Auch die schräg abgenutzte Stelle im Achsschenkel ist ein Problem, mein Dreher aktuell nicht greifbar, mal sehen ob ich das auch selbst irgendwie schaffe.


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 26.03.2019, 13:54:01
Hallo Manni,

lese seit einiger Zeit deine Beiträge (bzw. auch der anderen MAN-Kollegen, da ich auch im Endstadium der Restaurierung eines AS440A bin.

Hast du schon die Vorderachse zwischenzeitlich zusammengebaut?
Ich hadere da mit dem Einbau der Antriebswelle inkl. Kugellager und Seegering sowie Simmerring in die Achsaufnahme.
Der Simmerring kann erst nach der Montage in die Achsaufnahme gedrückt werden. Da ist aber nicht viel Platz für irgendwelche Hilfsmittel, da das Rollendoppelgelenk im weg ist.
Würde da gerne mal deine Montageschritte wissen?
Oder hat jemand anders da hilfreiche Ideen?

mfg
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: fenner200 am 26.03.2019, 14:22:14
Hallo Stefan,


http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/restaurierung-2r3/60/

Der Zusammenbau ist wirklich etwas fummelig. Schau mal hier ab Beitrag 79. Müsste alle Fragen beantworten.


Grüße Christian
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 26.03.2019, 19:00:58
Hallo Christian,

Danke für die Info.
Habe einen Blechwedi.
Werde das mit den Halbschalen gesichert mit einer Schlauchschelle mal ausprobieren.
Hatte auch an sowas schon gedacht, aber immer auch in Verbindung mit einem Abzieher.
Mal sehen wie es klappt
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.03.2019, 20:26:08
Hallo Stefan,

leider bin ich bei der Vorderachse noch nicht weitergekommen, der Frühjahrsputz um Haus und Hof verbraucht aktuell meine gesamte freie Zeit.

Grüße

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 27.03.2019, 08:55:32
Hallo Manni,

ist kein Problem. Auch ich kenne so einige andere Dinge die manchmal wichtiger sind.
Werde die Vorgehensweise von Christian mal ausprobieren.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 31.03.2019, 09:05:41
Hallo zusammen,

der Einbau des Wedi in die Achsschenkel war soweit erfolgreich. Ist jedoch echt fummelig wegen der Seegeringe.
Zum Glück passten die Achsschenkel inkl. der Antriebswellen dann gut in die Achse.

[attach=1]
[attach=2]
[attach=3]


Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 31.03.2019, 09:19:51
Hallo an alle in dieser Runde,

ich habe da mal eine Frage zur Spurstange.
Da meine völlig krumm war musste ich die komplett gerade biegen.
Jetzt fehlen mir die Maße um die originale Biegung (für das Diff.) wieder hin zu bekommen.
Geht um den Abstand vom festen Spurstangenkopf bis zur Mitte der Biegung und den Biegewinkel.

[attach=1]

Kann jemand von euch helfen??

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.03.2019, 19:40:05
Hallo Stefan,

würde dir gerne helfen, leider hatte meine Spurstange auch schon mal "Feindkontakt" daher bin ich nicht sicher ob der Winkel noch stimmt...

PS: Die Montagehilfe für das Doppelrollengelenk sieht gut aus.  8)


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 02.04.2019, 07:06:59
Hallo Manni,

welches Längenmaß und Winkel hast du denn?
Ggf. kann ich mir daraus etwas ableiten.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 02.04.2019, 10:48:20
Hallo Stefan,

eine neue Spurstange habe ich zwar liegen, aber es ist schwer die nachgefragten Werten genau festzustellen.  Es handelt sich nicht um einen definierten "Knickpunkt" sondern einen Biegeradius.  Dennoch so gut wie möglich eingeschätzt:

Längenmaß = 315 mm und Biegewinkel um 17-18°.  Hauptsache ist das kein Konflikt zwischen Spurstange und Diff.Gehäuse bei vollem Lenkeinschlag entsteht.  Mit Anpassungen muss man immer rechnen...

@ manni:  Sorry, wenn ich Deinen Bericht störe.

Gruß aus Norwegen
Magne
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 02.04.2019, 12:39:34
Hallo Magne,

danke für die Info. Werde ich mal ausprobieren.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.07.2019, 20:09:09
Hallo zusammen,

@ manni:  Sorry, wenn ich Deinen Bericht störe.


Magne, du störst mit Sicherheit nicht.  ;)


Mein letzter Beitrag ist schon wieder länger her, es ist seither nur wenig passiert.
Auch hat die Motivation etwas gelitten...

Letzte Woche kam ein Anruf rein: der Motor ist fertig bearbeitet. (hat das lange gedauert, seit Nov. 2017)
Heute vormittag mit Leihauto die Teile abgeholt: 

[attach=1]

Die Kosten für die Überarbeitung liegen im oberen vierstelligen Bereich, es musste praktisch alles gemacht werden.
Ich werde mir die nächsten Tage einen Überblick verschaffen und ausführlicher darüber berichten.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 17.07.2019, 22:29:34
Hallo Manni,
ich hab deine Berichte schon vermißt!

Sonntag für Sonntag hab ich geschaut, freu mich drauf wieder mit zu lesen!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.07.2019, 21:17:35
Hallo Gerhard,

es geht nur langsam voran, ich bin an einem Punkt der Restauration angelangt wo ich viel auf fremde Hilfe angewiesen bin.
Das verursacht immer wochenlangen Stillstand bis sich jemand mal Zeit nimmt. Keine Sorge er wird fertig werden aber es zieht sich alles enorm in die Länge...

Die Vorderachse hat so diverse Problemstellen, aktuell warte ich darauf das die Lagerschale auf die neue Kugel passend bearbeitet wird.
Als nächstes sollte die Auflagefläche der Druckscheiben geplant werden, ich wollte das zuerst selbst machen aber dazu müsste ich recht viel in neues Werkzeug investieren und das geht sich nicht aus. Also auch hier: warten.

Zum Motor:

Kurbelwelle und Pleuel wurden neu gelagert, die Tassenstößel wurde geschliffen (kleinere Oberflächendefekte)
Der Kopf wurde geplant, die Ventilsitze waren in katastrophalen Zustand.
Weder Geometrie noch Maße stimmten mit den Vorgaben aus der Schleppertechnik überein.
Es ist sehr wahrscheinlich das die Ventile (mehrfach und unprofessionell) nachgearbeitet wurden, so mussten Ventilsitzringe in den Kopf eingearbeitet werden. Die durchgerosteten Kernstopfen sind aktuell mal dicht verschlossen ob dies bei Betriebstemperatur auch noch so ist steht auf einem anderen Blatt.

[attach=1]

Die nächsten Schritte: Ich möchte den Motor auf Mikrofilter umrüsten, ein "Schlachtplan" dazu ist im Aufbau, Ideen sind willkommen.
Es gibt zwei ausgerissene Gewinde am Block auch hier muss ich mich noch dahinterklemmen.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.08.2019, 22:22:21
Hallo zusammen,
 
der Plan zum Microfilterumbau reift so langsam, ich habe mir dazu die alten Beitrage hier im Forum durchgesehen.

Es ergeben sich zwei mögliche Varianten: Den Spaltfilter durch einen passenden Papierfilter ersetzten oder extern an eine passende Stelle eine Filterpatrone schrauben. Beides hat so seine Vor und Nachteile.

Aktuell neige ich dazu die externe Variante zu favorisieren, da hier eine große Patrone mit viel Fläche verwendet werden kann.

Neben dem Ölmessstab gibt es eine "gute Stelle" wo man die Patrone platzieren könnte.
Etwas getrickst mit paint, so könnte das aussehen:

[attach=1]

Schön ist was anderes, man könnte auch eine Abdeckhaube drüber machen.
Aber bevor ich an die Umsetzung gehen kann muss ich noch die Details durchexerzieren, wie kommt das Öl zum Filter und wieder raus, gibt es Kollisionen mit anderen Bauteilen, was musst am Block adaptiert werden (besser so wenig wie möglich...)


So nebenbei wurde an der Befestigung der Anhängerkupplung gearbeitet.
Als ersten Schritt habe ich mir einen ordentlichen Schlosserwinkel und einen Höhenreißer organisiert,
diese Werkzeuge sparen sehr viel Zeit beim Anzeichnen von Lochreihen.
Mangels Schweißtisch wird auf der gehobelten Platte der Tafelschere gearbeitet.

[attach=2]

Die grobe Kontur wurde mit dem Winkelschleifer zurecht geschnitten und anschließend sauber gefräst.

Bohren der Löcher:

[attach=3]

Ich habe nur wenig größer gebohrt, (17mm) viel Spielraum bleibt nicht aber es passt. Eine stabile Bohrmaschine macht den Unterschied ob die löcher exakt am Körnerpunkt sind oder irgendwo hin verlaufen.

[attach=4]

Nachdem die zweite Seite auch ohne Probleme gebohrt wurde geht es nun an die beiden Querteile.

[attach=5]

Auch das ist gut abgelaufen, verrunden der Kanten:

[attach=6]

Fräsen der Aussparung Zapfwellendeckel:

[attach=7]

Ich hatte zuerst die Bolzen auf 20mm ausgelegt, das hat sich bei der Anprobe recht schnell als zu mager erwiesen.

[attach=8]

Nach erfolgreicher Materialbeschaffung wurde auf 25mm Aufgebohrt.

[attach=9]

[attach=10]

Ein Kollege wird mir die Winkel zusammenschweißen, mal sehen wann das wird...


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 16.08.2019, 15:34:40
Hallo Manni,
Was möchtest du mit ein Microfilter erreichen.
Hat damals mit dem Spaltfilter doch auch funktioniert.
Brauchst nur Einbereichsöl zu benutzen.
Du hast alles so schön original, warum dass denn nicht?
M.fr.Gr. Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: kobbi am 22.08.2019, 22:02:13
                       Hallo Manni
Sehe grade,oben links in Bild, irre ich da,
oder ist das ein Microoelfilter in Nebenstrom  ???.

Punkt zwei, deine Metallarbeiten wie immer SUPER Sauber,großes LOOB !
Nur dein Zugmaul, ich weiß jetzt nicht ob du es gesehen hast  :-\ ,
Bild 6 hier ganz vorne in Bericht,
ich meine es ist nicht original  :-\.
(das sollte jetzt keine Kretik oder irgendwas von mir sein,
nur ein unsicherer Hinweis  ???)
                                   Gruß Jens
Titel: Re: AS 44
Beitrag von: Corti am 22.08.2019, 22:53:36
Hallo,
ich teile die Meinung von hobbyman. Aufgrund der geringen Laufleistung unserer Traktoren, im Besonderen die, die nicht mal in der Landwirtschaft eingesetzt werden, könnte man auf die zusätzliche Filterung verzichten. Auch deshalb, da dieser Motor jetzt im Neuzustand ist. Was soll denn mit den paar Std. wo der genutzt wird, passieren?
In der Zeit wo damals die Schlepper richtig ran mussten, wurde da immer rechtzeitig der Ölwechsel gemacht? Oder immer alles abgeschmiert? Ich bezweifle das als ehemaliger Lamamech...Die haben damit aber auch zig Jahre überlebt.
ABER, jeder wie er möchte und für richtig hält!
Diese Meinung vertritt der Mann der auch an seinem P1 den Spaltfilter gegen einen Papierfilter ersetzt hat, soviel dazu ;)

VG Corti
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.08.2019, 22:29:42
Hallo zusammen,

der Motor wurde ja sandgestrahlt, ich habe geputzt was ging aber man kann immer noch Rückstände vom Korund finden.
Durch die fehlende Schwungscheibe ist der Dreck überall eingedrungen. Ich sehe hier für den Spaltfilter keine Chance das zurückzuhalten, die neuen Lager werden nicht lange neu sein.
Der Originale Filter wird nicht verändert, sollte ich das hier in naher Zukunft als Fehler erkennen, ist es möglich wieder zurückzubauen.


Nur dein Zugmaul, ich weiß jetzt nicht ob du es gesehen hast  :-\ ,
Bild 6 hier ganz vorne in Bericht,
ich meine es ist nicht original  :-\.

Das stimmt, es ist von einem älteren Steyr Traktor, wie der Kraftheber auch.
Ich bin noch unsicher was ich mit dem Zugmaul mache, es ist total ausgeschlagen außerdem gibt es Fehlteile.

Mit den beiden "Verstellwinkeln" lasse ich mir noch eine Türe offen, eine Adapterplatte muss so oder so angefertigt werden.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Corti am 24.08.2019, 16:15:46
Hallo Manni,

Korund? OK, Staatsfeind Nr.1...muss beseitigt werden 😃
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.08.2019, 11:27:23
Hallo MAN-Gemeinde,

die letzten Feiertage standen ganz im Zeichen MAN.


Im Herbst 2011 habe ich den Kraftheber gemacht, damals ist mir ein Fehler unterlaufen ich habe eine gewisse rote Dichtmasse benutzt ohne zu wissen das dies der falsche Anwendungsfall für dieses Produkt ist. Alle Stellen die damit abgedichtet wurden sind mittlerweile undicht.
Zwischenzeitlich habe ich entdeckt das es für den Kraftheber noch einen Dichtsatz gibt, außerdem wurde mir ein Serviceblatt zugespielt, gute Gründe das Teil noch mal genauer zu inspizieren.


Der Dichtsatz:

[attach=1]

Erster Schritt: entlacken

[attach=2]

[attach=3]

Demontage:  (Ein weiterer Meilenstein: Foto 6000!)

[attach=4]


Durchsicht der Teile, außer ein paar Drecksnester die übersehen wurden sieht es ganz brauchbar aus.

[attach=5]

Die Anschlussgewinde für die Rohrleitungen werde ich nicht mehr verwenden Ersatz habe ich bei der Hydraulikbude ums Eck problemlos bekommen.
 
[attach=6]

Ein Kollege hat mich aufmerksam gemacht das es den Dichtring für den Kolben (der war nicht Bestandteil des Dichtsatzes) noch bei Steyr gibt, also gleich mittauschen.
Bei der Montage leistet das Serviceblatt gute Dienste.

[attach=7]

Die Kugeln sind stark verschlissen und haben irgend ein krummes Bohrungsmaß, ich habe sie gegen die Standarddinger 
getauscht.

Auftrennen der Schweißnaht:

[attach=8]

Neue Kugeln eingeschweißt, (leider nicht mehr so schön wie das Original.)

[attach=9]

Damit ist er nun wirklich Lackierfertig, das Seitenblech mit der Raste kommt erst nach dem Grundieren wieder dran.

[attach=10]

Ich habe mich am anfänglich gewehrt hier nochmal ranzugehen aber es war absolut notwendig die 60 Jahre alten Dichtringe waren fertig, außerdem war die Regelmechanik so wie das Überdruckventil verstellt.
Ob das jetzt so korrekt ist kann allerdings erst bei laufenden Motor kontrolliert werden...


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.09.2019, 22:30:56
Hallo zusammen,

die letzten Wochen habe ich mich mit den Baustellen rund um den Motorblock beschäftigt.

Bohrung Wasserablasshahn:

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Hier wurde ein 3/8" Gewinde reingemurxt, zuerst dachte ich noch ans nach- bzw. tiefer schneiden aber als ich den passenden Gewindebohrer angesetzt hatte stand dieser total schief und so ist auch das Gewinde im Block: unbrauchbar.

Nachgemessen ob man noch aufbohren kann, es ist noch ausreichend Wandstärke vorhanden ich gehe auf M20x1.5

Als erstes die provisorisch eingebaute Kurbelwelle wieder ausgebaut und eingelagert, anschließend die Lagerschalen mit Draht gegen abfallen gesichert.

[attach=2]

Ein neuer Hahn wurde schon vor längerer Zeit aus der Bucht gefischt.
Herstellen eines Adapters von 14x1.5 auf 20x1.5:

[attach=3]

[attach=4]

Bohren des Loches erster Versuch:

[attach=5]

Die Magnetbohrmaschine findet am Gusssteg einfach nicht genug halt.

Nach kurzer Denkpause wird auf die Fräse gewechselt.
Das wird nicht so einfach wie gedacht, erstmal den Tisch demontiert und eine Vorrichtung gebaut um den Block an die Spannbrust zu fahren. An vier Rundstäbe Gewinde aufgeschnitten und mit passenden Schrauben an den Nuten befestigt

[attach=6]

Mit der Uhr die Kante abgefahren und solange mit dem Gummihammer nachgeklopft bis der Fehler nur mehr 3-4/100 betrug, genauer wirds mit dieser alten Maschine sowieso nicht.
Gegen die Angst noch zwei Spannpratzen mit großen Muttern reingeklemmt.

Verschiebekopf voll rausgezogen, so kann die Bohrung erreicht werden.

[attach=7]

Nach dem Aufbohren zur festen Spitze gewechselt und das Feingewinde geschnitten.

[attach=8]

[attach=9]

Das hat ja besser geklappt als gedacht, aber der Aufwand ist schon beträchtlich.

Als nächstes werde ich das ausgerissene Gewinde von der Zylinderkopfschraube angehen.
Das ist aber schon eine andere Liga, die Bohrung darf nicht verlaufen oder gar einen Geometriefehler haben, die Schraube würde nicht halten.

Vor kurzen ist es bei uns in der Nähe zu einem tragischen Unfall (https://www.krone.at/1972757) gekommen. 
Ich sehe das ich mir zum Thema Sturzbügel / Fahrerkabine noch ein paar Gedanken machen sollte.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 30.09.2019, 21:08:23
Hallo zusammen,

ich habe doch einige Mails zum verunfallten MAN erhalten und möchte klarstellen: ich habe damit nichts zu tun, auch ich habe nur aus den Nachrichten davon erfahren und ich weis auch nicht was aus dem Schlepper geworden ist.


Nun zu etwas erfreulichen: ich habe eine Möglichkeit gefunden das ausgerissene Gewinde der Kopfschraube zu reparieren.

Der erste Gedanke war noch auf der Fräse die Bohrung nachzuarbeiten, aber das war mir schlussendlich zu heiß, sollte ich die Mitte nicht treffen oder die Schraube später schief stehen würde das noch größere Probleme bedeuten.

[attach=1]

Des Rätsels Lösung ist dieser Gewindebohrer:

[attach=2]

Ich kannte sowas bis vor zwei Wochen auch nicht aber ein Kollege hat mich darauf aufmerksam gemacht.
Dieser Bohrer ist zweigeteilt, vorne ist ein Stummel mit M12x1.5 dieser folgt dem alten Gewinderest und Zentriert so den Bohrer.

[attach=3]

Beim weiterdrehen wird der hintere Teil reingezogen dieser schneidet das Gewinde für den Drahtgewindeseinsatz.
In meinem Fall (Sackloch) bleiben unten ca 15mm altes Gewinde stehen.

[attach=4]

Das ist jetzt aber kein Problem, ich habe den "normalen" Drahtgewindeseinsatz-Gewindebohrer benutzt um bis zum Grund der Bohrung weiter zuschneiden.

[attach=5]

Jetzt ist es nur mehr Formsache: Coils ablängen und einsetzen:

[attach=6]

[attach=7]

Das hat absolut super funktioniert, ich bin total begeistert.  8)


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 30.09.2019, 22:13:53
Hallo Manni,

Klasse, hab ich bisher auch noch nicht gekannt!

Ich kann deine Begeisterung verstehen.


Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.12.2019, 17:56:43
Hallo zusammen,


das Jahr 2019 ist schon fast wieder vorbei, ich habe das Gefühl das geht immer noch schneller...
Viel ist nicht passiert seit meinem letzten Beitrag aber hier mal ein kurzes Update:


Das ausgerissene Gewinde der Kopfschraube war leider nur die Spitze des Eisberges, bei einer Durchsicht aller Beteiligten
erwiesen sich zwei drittel der Schrauben als bereits schwer beschädigt.

Die Einschnürung ist bereits deutlich zu sehen, die Schrauben wurden durch das gewaltsame anziehen teilweise um 2mm gelängt.

[attach=1]

Länge 125 ist nicht zu bekommen, daher kam die Idee auf die Schrauben durch drehen anzufertigen.
Ein Kollege klärte mich dann allerdings auf das gedrehte Gewinde niemals so belastbar sind wie gerollte.   
Im Bereich FKL 5D (4.6) - 8G [8.8] mag das noch keine große Rolle spielen bei den hochfesten ist das aber was anderes.
Um wieviel das weniger ist wagte mir keiner zu sagen daher habe ich diese Idee wieder verworfen.

Einige Zeit später im Nachbardorf beim Maschinenbauer einen Flansch für meine Drehe abgeholt und wir kommen so ins Gespräch. Er würde mir bei einem Schraubenproduzenten wegen Sonderanfertigung anfragen.

Ganz ehrlich: ich habe nicht daran gedacht das das was wird.

Kurz später ein Anruf: Länge 125 ist problematisch, die Maschine umzurüsten das wird unbezahlbar für eine Handvoll Schrauben. Gegenvorschlag: Länge 130 und wir rollen 5mm mehr Gewinde auf den Schaft, die Schraube kann dann selbst gekürzt werden.

8 Tage später waren sie auch schon da: (zu einem unerwartet sehr fairen Preis)

[attach=2]

Kürzen auf der Drehe:

[attach=3]

[attach=4]

Vergleich alt neu

[attach=5]

Anprobe: dabei wurde auch sichtbar das einige Schrauben sich nicht komplett einschrauben lassen, ich habe die Bohrungen gereinigt bzw. nachgearbeitet.

[attach=6]

Damit hoffe ich ist dieses Thema abgehakt, die von der/die Vorbesitzer verursachten Schäden (nicht Verschleiß) kosten mich am meisten Kraft bei diesem Projekt.

In die gleiche Kerbe schlägt die Sache mit der V-Strebe, ich zitiere mich mal selbst:

Die Lagerschale ist bereits bei meinem Dreher angekommen und wird bei Gelegenheit auf das neue Maß abgezeilt.

Diese Teile sind retour gekommen:

[attach=7]

Allerdings konnte nicht der gesamte Schaden egalisiert werden, die Druckstellen in der Kappe waren zu tief.
Ich habe das genaue Mass nicht im Kopf die Schale wurde etwa 2mm vergrößert mehr traut sich mein Kollege nicht.
Hier geht es aktuell nicht weiter die Teile kommen wieder ins Lager.

Auch in einer anderen Sache gibt es Fortschritte zu vermelden:

...dennoch hat die Maske einen Geometriefehler (linke Seite ist 4cm nach außen gebogen)
Fürs erste bin ich mit der Maske durch, eve. beißt ein Bekannter noch an und beult mit das Ding aus, sonst muss ich mir jemanden suchen.

Ich habe mittlerweile einen Karosseriebauer gefunden der sicher der Maske angenommen hat.
Mal sehen was sich entwickelt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.01.2020, 10:03:06
Hallo MAN-Gemeinde,

die Vorarbeiten zum Motorzusammenbau gegen weiter:


Hier ein gutes Beispiel das "optisch saubere" Gewinde noch lange nicht sauber sein müssen.

[attach=1]

Beim schleifen der Kurbelwelle wurde vom MI das Ölspritzblech und der Spannstift entfernt.

[attach=2]

Das Blech wird durch Meißelkerben in Position gehalten, diese habe ich leicht zusammengedrückt das Blech aufgefädelt und wieder verstemmt.

[attach=3]


Der Spannstift ist etwas verbogen, daher gibts ein Ersatzteil:

[attach=4]

[attach=5]

Die ZK Dichtung hat zwei Passlöcher an der sie am Block ausgerichtet wird, (wurde hier im Forum schon besprochen) als Positionierhilfe taugen alte ZK Schrauben:

[attach=6]

Köpfe abgedreht und Schlitze gesägt:

[attach=7]

Bei der abgerissenen Kopfschraube fehlte die Originale Beilagscheibe es wurde einfach irgendwas eingelegt.

[attach=8]

Die Maße der Scheibe sind ein wenig seltsam, ich habe aus einem Reststück Vergütungsstahl eine neue Scheibe gedreht.

[attach=9]

[attach=10]

Bildlimit erreicht, ich schreibe später noch einen Beitrag...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.01.2020, 13:48:15

Ein Thema das mich schon länger beschäftigt ist der Filter im Tank. Ein paar Liter Diesel habe ich schon nach Montage eingefüllt um zu sehen ob es hier Probleme gibt, was sich auch recht schnell mit einer undichten Ablassschraube zeigte.

Leider habe ich dann nicht mehr daran gedacht wieder Diesel einzufüllen das ist erst im Herbst geschehen, und siehe da am Filter läuft es raus wie bei manneken pis. 

[attach=1]

Diesel abgelasssen, Filter ausgebaut Dichtung begutachtet, eventuell ist das Papier schon zu alt, einen Bogen Abil bestellt und eine neue geschnitten.

[attach=2]

Sieht gut aus, im ersten Moment, eine Woche später (ich habe diese Baustelle schon fast wieder vergessen) nachgesehen: undicht.
Es kommt zwar nicht viel aber es sifft ganz langsam raus.

Aller guten Dinge sind 3 (mal wieder?) bei der Rücksprache (mit Lieferant) wurde mir vollmundig erklärt das "Papierdichtungen" heute überholt sind, Empfehlung: Aramidfaser NBR gebunden.

Der Mann hat gut reden diese Dichtung ist 4-5 mal so teuer wie das Standardpapier, aber es gibt auch kleine Abschnitte davon.

[attach=3]

Das C-4400 greift sich schon ganz anders an, die Oberfläche ist glatt und irgendwie leicht schmierig.
Zugeschnitten und eingebaut:

[attach=4]

Die ist jetzt seit einigen Wochen drin, Diesel wurde wieder aufgefüllt bis jetzt zeigt sich nichts davon, ich hoffe mal das es auch so bleiben wird.

Etwas spät aber doch: Ich habe mir die Originaldichtung angesehen (jedenfalls das was davon Übrig ist) diese ist ganz sicher eine Papierdichtung, allerdings wurde definitiv Dichtmasse zusätzlich verwendet, ich vermute das die doch recht groben Bearbeitungsspuren an den beiden Flanschen das Problem sind, durch die feinen Rillen konnte der Diesel heraussickern.

Nun wieder zurück zum Motor, beunruhigt durch diverse Threads hier im Forum werde ich die folgenden Stellen genauest möglich begutachten.

Anprobe der ZK Dichtung:

[attach=5]

Es scheint "die richtige" zu sein, jedenfalls gibt es keine offensichtlichen Fehler.
Maß der Flammringe: Alt: 102 Neu: 100   

Nächstes heikles Thema: Büchsenüberstand.

Im Absatz des Blocks sind hartnäckige Verkrustungen, diese wurden mit dem Dreikantschaber entfernt. 

[attach=7]

Eine Buchse ausgepackt und eingesetzt, ohne Ringe lassen sich die Teile ganz leicht einstecken.

[attach=6]

Messen des Überstandes: Das ist zwar nicht Professionell aber gibt schon mal einen guten Anhaltspunkt.

[attach=8]

Je nachdem wo man misst komme ich auf 7-8/100 Überstand, das ist zuviel laut Schleppertechnik. (Vorgabe 2-5/100)

[attach=9]

Ich habe am Dienstag ein Treffen mit meinem Dreherkollgen, mal sehen was dabei raus kommt, ich glaube das darauf rausläuft das die Buchsen gekürzt werden müssen. 


schöne Grüße aus Tirol

manni

 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 12.01.2020, 14:08:44
Hallo,

wie immer........tolle Arbeit, die uns noch zudem viel Hintergrundwissen vermittelt. Ich mache fleißig Notizen über deine Werkstoffe und die damit gemachten Erfahrungen.

So , wie jetzt das "Dichtungspapier".

Welche Dicke hast du gewählt, gibt es unterschiedliche ...??

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bayern-Franz am 13.01.2020, 10:55:27
Servus Manni,

wir hatten ungefähr die gleichen Sorgen.
Spann die Buchse mal runter und meß dann nochmal.
Du glaubst nicht, was da noch geht...  :o
[attach=1]

Schöne Grüße
Franz
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Jacoby am 13.01.2020, 11:25:24
Hallo Franz, vielen Dank für deinen Beitrag im Forum. Wie viel Hundertstel gingen denn die Buchsen bei dir noch runter? und blieben die auch in der Position nachdem du die Schrauben gelöst hast?
Ich habe nur mit zwei Unterlegscheiben (siehe Foto) die Buchse reingedrückt. Mein Überstand ist 0,2 mm, also 0,15mm bzw.15/100 zu hoch. Danke Jacoby
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.01.2020, 21:10:51
Hallo zusammen,


Welche Dicke hast du gewählt, gibt es unterschiedliche ...??

Ich habe die mit 1mm Stärke genommen da ich den Verdacht habe das der Flansch am Tank nicht total plan ist.


Mit meinem Kollegen hatte ich gestern ein Treffen: abschleifen wäre kein Problem, er hat mir auch eine Messuhr geliehen um die Messung noch mal zu checken.

Um Rauszufinden ob die Büchse komplett sitzt habe ich erst den Absatz dann den Bund gemessen:

0
[attach=1]

-8,01
[attach=2]

8,09
[attach=3]

Auch seine Messuhr zeigt die 0,08 Überstand an.

[attach=4]

Um sicher zu gehen das hier nicht doch irgendwas ist habe ich eine Büchse mit zwei Schrauben vorgespannt und einige Schläge mit dem Schonhammer draufgegeben. > Keine Veränderung.

Die Laufbüchsen kommen morgen zum abschleifen, ich werde 0,04 abnehmen lassen damit würde ich dann bei 0,04 Überstand sein.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.04.2020, 20:27:16
Hallo zusammen,


bei den Büchsen ist derzeit leider Stillstand. Aber für Kleinkram ist aktuell grad Zeit.

Der Kühlerablasshahn (wurde schon vor längerer Zeit gemacht) und das dazugehörige Distanzstück:

[attach=1]

Dieses ist aus Stahl und schwer zerfressen, warum es nicht (wie alle anderen Teile hier) auch aus Messing ist habe ich nicht verstanden.

Aber das kann man ja ändern:

[attach=2]

[attach=3]

17er Sechskant habe ich nicht da, die Schlüsselfächen werden mit dieser recht Originellen Kopiervorrichtung angefräst.

[attach=4]

[attach=5]

Anschließend den Spannstummel abgedreht und das passende Gewinde geschnitten:

[attach=6]

[attach=7]

Dann gibt es noch den Antrieb des Stundenzählers, die flexible Welle ist überdreht:

[attach=8]

Hier bin ich zufällig auf die Lösung gekommen: alte Motorradtachowellen haben das gleiche Maß.

Zerlegen:

[attach=9]

Die Welle vom Motorrad ist viel feiner gewickelt, das sollte mehr Flexibilität bringen.

[attach=10]


... gleich Teil 2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.04.2020, 20:36:32
Die Welle auf Maß geschnitten und die Enden verschweißt.

[attach=1]


Die alte Welle ist eingepresst, zum herausreißen taugt die Kombizange.

[attach=2]

Die neue passt gerade so nicht rein, mit einem Zwischenmaßbohrer die Bohrung um etwa 2/10 erweitert.

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Die Teile entfettet und mit Buchsenkleber bestrichen, der Körnerpunkt sichert das bis der Kleber ausgehärtet ist.

[attach=4]

Wieder zusammen:

[attach=5]

Ich habe es danach mit dem Stundenzähler zusammengehalten, sieht gut aus.


schöne Grüße aus Tirol

manni
 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 03.04.2020, 06:43:44
Morgen Manni,
Immer wieder bewundere ich/wir über die fähigkeiten
und die Liebe womit du die Teile herstellst und wie
du deinen MAN  restaurierst.
Ich finde, es darf gesagt werden, das deinen MAN
der beste wird/ist der jemals gebaut wurde.
Einfach TOP.
Beste Grüße, Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 03.04.2020, 09:49:52
Hallo , auch von mir  viel respekt für diese sehr Aufwändiger  un Zeitraubender restauration  der mit viel geduld ausgeführt wird ,  wenn der Traktor endlich fertig ist wird er wohl zu schade zum fahren sein   .
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 03.04.2020, 15:44:48
Da kann ich mich nur anschließen, Klasse!


Weiterhin die nötige Zeit für diese Akribie!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Breindlbach am 03.04.2020, 18:33:43
Hallo Manni

Wenn bei uns mal wieder die Luft rein ist und du Zeit hast würde ich mir dein Werk mal gerne ansehen wenn ich darf. Hab ja nicht weit rüber zu dir nach Tirol.

Gruß Thomas aus dem Rosenheimer Land
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 04.04.2020, 08:06:44
Hallo in diese Runde,

an Manni kann auch ich nur Respekt aussprechen, dass er so lange schon durchhält.
Habe immer wieder diese Restaurierung verfolgt und viele nützlich Dinge auch für meine AS440A restaurierung angewand.

Ggf. kann mir hier ja jemand ein paar Tipps zu meinem Motor D9214Gz geben.

Bin dabei die Buchsen und Kolben zu tauschen. Beim Ausbau des Buchsen konnte ich an Zyl. 3 erkennen,
dass es hier wohl mal mächtig gekracht hat. Auch der Motorblock hat an dieser Stelle einen abbekommen.
Es fehlt ein Stück von der unteren O-Ring Nut. Reichen die beiden verbliebenen oberen Nuten noch zwecks Wasserabdichtung?
Über eine Info wäre ich dankbar.
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[attach=2]




Gruß Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.04.2020, 19:58:09
Hallo zusammen,

danke euch für den Zuspruch! Mir wärs zwar lieber wenn es schneller ginge, aber gewisse arbeiten kann ich einfach nicht selber ausführen.
Das verursacht immer wieder große Stillstandzeiten.
Etwas lässt sich das kompensieren indem an vielen Stellen gleichzeitig gearbeitet wird.

@Thomas: gerne, hoffentlich dauert die aktuelle Situation nicht mehr all zulange.

@Stefan: sieht schon übel aus, vielleicht lässt sich der Dichtring trotz Ausbruch montieren? Einfach weglassen würde ich ihn nicht.



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.04.2020, 19:33:42
Hallo zusammen,

aktuell ist es recht ruhig, da bleibt wieder etwas Zeit um am MAN weiterzuarbeiten.

Der Auspuff:

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Den angeschweißten Deckel habe ich ja schon "behandelt", jetzt geht es dem Rost an den Kragen.
Zerlegt und in die Kabine gebracht, solche "Drecksaktionen" mache ich nicht mehr ohne Absaugung.

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Ein gewisser Teil des Rostes ging zügig ab, aber an der Unterseite ist er schon zu lange am Werk.
In Kombination mit dem eingebrannten Dreck/Farbe gibt das eine Schicht die fast nicht mehr abgeht.

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Eigentlich würde ich an dieser Stelle Sandstrahlen, aber das lasse ich heute aus. Die Zitronensäure muss ran.
Der Behälter ist etwas klein geraten, die Teile müssen so später gedreht werden.

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Nach 10h herausholen und kurz spülen/ bürsten, da geht schon eine Menge Rostschlamm ab.

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Ich habe die Teile dann über Nacht drinnen gelassen, am nächsten Tag dann nochmal spülen und trocken.
Das sieht dann so aus:

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Was hier nach frischen Rost aussieht sind nur leichte Rückstände die gehen mit der Drahtbürste leicht ab.
(das kleine Blech ist beim bürsten abgefallen, so habe ich die Naht gleich mit entfernt)

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Die Düse musste auch ausgebeult werden.

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[attach=9]

Der Topf hat noch eine paar Beulen, da muss jemand mit Spezialwerkzeug ran.

Generell finde ich das gewellte Rohr recht eigenartig, die Vermutung liegt nahe das es von irgendeiner anderen Maschine ist?
Bei der Bildersuche im Internet findet man eigentlich nur das gerade Rohr (oder nach Oben) wie es in der Ersatzteilliste auch abgebildet ist.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 13.04.2020, 21:16:41
Hallo Manni,

auch ich bewundere deine Ausdauer und Genauigkeit, wie du an die Sache rangehst. Wenn ich richtig gerechnet habe, bist du mittlerweile schon im 9. Jahr am restaurieren. Ich glaube, da hätte schon mancher die Flinte ins Korn geworfen. Aber du bist ja noch ein junger Bursche und kannst dein Ergebnis noch viele Jahre genießen. Wir "Älteren" müssen uns da schon ein bisschen ranhalten, sonst wird's mit dem Aufsteigen auf den Schlepper immer schwieriger. Aber Spaß beiseite, mach weiter so und halte uns mit deinen Beiträgen immer auf dem Laufenden. Denn wo ein Anfang ist, ...
Grüße aus der schönen Rhön         Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 14.04.2020, 08:45:48
Hallo Manni,

ich wusste, dass ich schon mal solche ähnlichen Auspuffrohre gesehen habe. Zum Glück hab ich die Bilder gefunden.
Man kann zwar nicht alles sehen, da durch die Reifen/Kotflügel etwas verdeckt. Ggf. wurde das Rohr bei dir ja auf einen AS440 passend gemacht, oder es ist von einem ganz anderen Traktortypen?
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Diese Bilder sind vom D40 später 4R1 und 4S1

Ich habe auch nur das gerade Rohr.
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Sehe auf deinen Bildern an der Trennung Rohr/Topf eine Flachdichtung.
Normal gehört dort einen Linsendichtung hin. Kannst ja mal schauen ob du sowas irgendwo bekommen kannst.
Wäre dann originaler. Oder falls du es nachfertigen willst, kann ich das bei mir mal auseinander bauen und dir genauere Bilder/Maße zuschicken.
Nur bei dem Material wäre ich mir nicht sicher. Laut ET soll es ja ein Weicheisen sein?

Gruß Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.04.2020, 19:23:41
Hallo euch beiden,

@Thomas: ja die Zeit vergeht, eigentlich hätte ich geplant dieses Jahr fertig zu werden, aber das kann man getrost vergessen,
ich bin schon heilfroh wenn zu Weihnachten der Motor wieder läuft...

@Stefan: Das sieht schon sehr interessant aus auf den Bildern. Ja am Auspuff war schon jemand dran, die verpatzte Naht in der Mitte ist eher nicht Original.

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Die Geschichte von der Dichtung gibt mir jetzt zu denken, aktuell ist eine drinnen die ziemlich sicher aus Asbest ist, ich habe diese für das Originalteil gehalten und nicht weiter nachgedacht.
Für eine Linsendichtung braucht es einen passenden Sitz im Flansch sonst werden die nicht dicht.
Dieser ist mit Sicherheit beschädigt oder verschlissen, ich werde mir das demnächst ansehen und überlegen was man hier machen könnte.

Der Ring selbst ist ja ein Normteil das sollte nicht das Problem sein, die Ersatzteilliste schreibt hier Weicheisen, (das habe ich auch schon gelesen) vermutlich ist ein sehr weicher Stahl damit gemeint, ich hätte hier allerdings auch kein Problem einen Ring aus Messing zu verwenden (wie auch bei den Muttern am Auspuff) dieser rostet dann nicht so einfach fest.

Außerdem muss ich eh noch noch klären wie der Wartungsdeckel an der Seite dicht werden soll, aktuell kippelt der wie eine Suppenschüssel.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 14.04.2020, 20:14:19
Hallo Manni,
an meinem 4R2 ist auch so ein gebogenes (und ein modifiziertes  ;) ) Auspuffrohr!
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 15.04.2020, 08:48:08
Hallo Manni,

ich denke im WWW wird man schon irgendwo eine Linsendichtungen bekommen können.
Wenn nicht, sag Bescheid, dann kann ich mal Nachmessen.

Wegen der Abdichtung am Deckel war vorher irgendeine flache (bröselige) Dichtung vorhanden.
Habe die vorsichtig komplett entfernt. Da ich nicht wusste welches Dichtungsmaterial es war, habe ich einfach selbstklebendes Kaminabdichtband in der Stärke 3mm genommen. Funktioniert eigentlich ganz gut. Je nachdem was man lokal oder im WWW bekommen kann, müsste man es in der Breite etwas anpassen. Graphitflachdichtung wäre bestimmt auch eine Möglichkeit.

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Gruß Stefan

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.04.2020, 19:56:55
Hallo zusammen,

@Alex: Danke für dein Bild.

@Stefan: An so eine Dichtschnur habe ich auch gedacht, die Herausforderung wird den total verzogenen Deckel wieder zu begradigen, im jetzigen Zustand wird das niemals dicht.

Bin nach der Schicht heute kurz in der Werkstatt vorbeigefahren.
Der Flansch am Topf hat die Fase:

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Der am Rohr nicht: (müsste nachgearbeitet oder getauscht werden)

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Ganz so einfach wird das also nicht, ich habe außerdem den Verdacht das es zwischen Auspuff-Endrohr und Lenkschubstange schon zu Kollisionen gekommen ist.
Wenn ich das mit den Bildern hier vergleiche dann steht das Rohr zu weit vom Motor ab.

Gewissheit wird es erst geben wenn dir Maschine wieder auf den Reifen steht.

Dennoch, ich habe mich heute durch diverse Unterlagen zur Linsendichtung (die heute Dichtlinse heißt) gewühlt dabei ist folgendes zu Tage gekommen.

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Nicht ganz unkompliziert aber machbar, die Entscheidung wie es mit dem Rohr weitergeht werde ich aber auf unbestimmte Zeit verschieben, der Umbau auf Original reizt mich zwar sehr, würde aber sicher wieder viel Zeit verschlingen.


schöne Grüße aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 15.04.2020, 22:01:56
Hallo manni,

Dir eine originale gebrauchte Dichtlinse zu schicken wäre kein Problem....
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.04.2020, 19:41:55
Hallo Magne,

danke für dein Angebot, wie schon gesagt ich muss mir erst überlegen ob ich diesen Umbau mache.


Gestern erreichte mich eine positive Nachricht: mein Dreherkollege ist wieder im Geschäft, die Laufbüchsen können abgeholt werden.
Wieder mal nach der Schicht kurz in die Werkstatt:

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Trocken eingebaut und vermessen:

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Alle sind im Bereich um 4/100 Überstand (so wie es geplant war), das sieht gut aus.
Ich werde dieser Tage die Arbeiten im Kopf durchgehen, wenn mir nichts mehr auffällt dann kann der Motor zusammenbau starten.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.04.2020, 10:49:56
Hallo zusammen,

dieser Tage konnte ich eine langwierige Problemstelle abschließen:

Die Überwurfmutter war so hart angezogen das es das Gewinde herausgerissen hat.

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Das sollte ja nicht das Ding sein, bei der Hydraulikbude im Ort mit der Mutter rein, Bauteil war lagernd, 2 Stück mitgenommen.

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Beim der Anprobe und dem anschließenden nachmessen wird (wiedermal) klar das der "Teufel im Detail" steckt.

Der alte Dichtkegel fällt fast durch, die Bohrung an den neuen Überwurfmuttern ist erheblich größer.
Der Gewindeauslauf ist anders gestaltet, und 2mm höher sind sie auch.

Der erste Lösungsansatz war ein Schnellschuss: zuschweißen und auf das passende Maß bohren.

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Beim nacharbeiten hat es den Bohrer irgendwohin gedrückt und das Loch ist jetzt aus der Mitte...

Ok das muss ich als Lehrgeld verbuchen, ich habe dann versucht die passenden Muttern im Internet zu kaufen, dabei wurden aber nur noch mehr Fragen aufgeworfen.

Zwischenzeitlich wurde versucht den alten Dichtkegel von der abgeschnittenen Leitung auszulöten, das misslang der Kegel ist teilweise geschmolzen.

Da ich nun auch hier ein Ersatzteil brauche habe ich mich mit einem Kumpel getroffen um sein "Archiv" nach Antworten zu durchforsten, und wir sind fündig geworden.

DIN 7608 Dichtkegel sind ausgelaufen, Ersatz ist DIN 3863 Kugelbuchsen Diese konnten dann auch recht einfach beschafft werden.

Zur DIN 7606 Überwurfmutter ist leider nur wenig bekannt, es ist zu vermuten das auch hier die Norm ausgelaufen ist, Ersatz nach DIN 3870.

Beim Blick ins Normblatt wir auch klar warum da bei mir nicht funktioniert hat.

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Es gibt vier verschiedenen Varianten wie der Gewindeauslauf gestaltet sein kann. Die von mir gekauften Muttern sind Form "A2" und damit für die gelöteten Kugelbuchsen unbrauchbar. Mein Altteil am MAN hat die Form "B1"

Die Möglichkeit diesen Radius zu stechen habe ich nicht, ich bin aber der Meinung das "B2" auch taugen sollte und das sollte ich hinbringen.

Ein Reststück Baustahl:

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Bohrung und Gewinde sind recht leicht gemacht, ausräumen des Bodens ist mangels Sicht schwierig.

Teil abstechen und umdrehen, mit der Microbohrstange auf den geforderten Durchmesser bringen, laut Liste soll die Bohrung 2/10 größer sein als der Schaft der Kugelbuchse.

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Das ist gut gelaufen gleich noch eine zweite gemacht.

Neuteile oben:
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Probehalber zusammengebaut und nachgemessen, es bleibt ein halber Gewindegang Rest bis die Mutter am Nippel zu klemmen beginnt, das ist zwar nicht viel sollte aber ausreichen.

Die Gegenseiten sind noch brauchbar es wurde nur mit Schleifvlies der Buchsensitz nachgearbeitet.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.04.2020, 15:46:36
Hallo zusammen,

Zur DIN 7606 Überwurfmutter ist leider nur wenig bekannt, es ist zu vermuten das auch hier die Norm ausgelaufen ist, Ersatz nach DIN 3870.

nach weiterer Recherche bin ich auf ein Dokument gestoßen das diese Vermutung bestätigt:

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Diese Woche gabs wieder Restarbeiten rund um den Motorblock:


Reinigen der Ölkanäle:

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Dazu habe ich einige Rundbürsten organisiert, es kam noch ordentlich Ölkohle und anderer Dreck zum Vorschein.

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Das Wasserführungsrohr:

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Die Abmessungen des Rohres sind fast identisch mit dem Rest den ich im Motor gefunden habe, soweit ich weis ist das Ende gebördelt.

Ein passenden Hammer gesucht und los gehts.

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Das passt jetzt schon besser, Schrauben dazu gesucht und mit Kupferpaste montiert.

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Alle Flächen auf der Innenseite wurden nochmal so gut es geht mit Waschverdünnung gereinigt, ich werde es jetzt gut sein lassen, den Rest muss der Ölfilter schaffen.

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Mir fällt jetzt nichts mehr ein das noch im Weg stehen könnte, wenn alles nach Plan läuft dann startet der Motor zusammenbau nächstes Wochenende.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.05.2020, 19:45:20
Hallo MAN-Gemeinde,

Die Feder hat die Aktion übel genommen, da muss jetzt wohl ein Fachmann ran.

an dieser Stelle hatte ich doch einen erheblichen Bock geschossen, einige Reparaturanfragen dazu verliefen ins Leere.
Zu guter letzt bin ich dann doch beim richtigen Mann gelandet (wurde hier im Forum schon genannt): Ka-Ja Tachodienst.
Einwandfreie Arbeit und schnell noch dazu.

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Die vergangene Woche ist außerdem einiges am Motor passiert:

Die Sitze der Laufbuchsen sind ja nicht mehr so toll, ich möchte hier Dichtmittel verwenden um einen Wasseraustritt vorzubeugen.
Dazu habe ich aus 2mm Alublech eine Dichtungsattrappe gemacht um die Buchsen fest einzudrücken (während das Dichtmittel aushärtet)

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Die Ölbohrungen zu den Hauptlagern werden mit großen Schlitzschrauben verschlossen, diese wurden mit neuen Kupferringen bestückt und eingedreht.

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Zitat aus einem anderen Thread:

aus der ET-Liste:
Zylinderkopfschraube M 10x12 DIN 84 (gebondert) zum Verschluß der Ölbohrungen
Dichtring A 10x14 DIN 7603, Weicheisen, dazu.

Ich habe in meine Ersatzteilliste gesehen, da steht das gleiche, das ist aber seltsamerweise nicht nicht richtig,
es sind M12x1,5 Feingewinde Schrauben.

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Der Motorzusammenbau wird sich eine gewisse Zeit hinziehen, um währenddessen die halbfertigen Teile vor Staub zu schützen habe ich einen alten Karton zurechtgeschnitten.

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Mein Kumpel hat Zeit es geht los: Teile aus dem Lager geholt durchgesehen und abgestaubt.

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Von mehreren Seiten wurde mir geraten eine Montagepaste zu verwenden. (soll Fressschäden beim ersten Starten verhindern)
Dünn bestreichen der Lagerschalen:

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Kurbelwelle reingehoben und geölt.

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Lagerböcke eingebaut und verschraubt. (derzeit nur mäßig, einen Drehmomentschlüssel dieser Größe muss ich ausleihen)

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... gleich Teil 2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.05.2020, 19:58:18
Die O-Ringe:

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diese habe ich gut mit Rohrgleitmittel bestrichen und eingesetzt.

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Die Laufbüchsen ausgepackt und entfettet, zum Abdichten werde ich Curil (zum Streichen aus der Dose) verwenden es ist recht dünnflüssig und sollte sich gut zusammendrücken lassen.

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Das eindrücken ging mit dem kleinen Gummihammer gut vonstatten, aber die O-Ringe leisten trotz Gleiter ordentlich Widerstand. 

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Führungsschrauben eingedreht

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Alublech aufgelegt

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Kopf aufgesetzt mit Holzblock abgeklopft und verschraubt.

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So kann das ein paar Tage stehenbleiben bis das Dichtmittel durchgehärtet ist.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 06.05.2020, 19:47:23
Hallo manni,

es freut mich, dass es bei dir so gut voran geht. Schön dass du mir beim Lösen des Rätsels um den Dichtring helfen konntest. Bei dir siehts ja aus wie auf einem OP-Tisch, so sauber und akkurat wie alles daliegt. Da steht einer erfolgreichen Motor-OP ja nichts mehr im Wege. Wenn der Motor erst wieder läuft, geht es ja mit großen Schritten voran, ich bin schon auf dein Endergebnis gespannt.
Weiterhin viel Elan und Durchhaltevermögen!
Gruß  Thomas

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 07.05.2020, 08:43:50
Hallo Manni,

hatte hier im Beitrag als Antwort #575 ja mal etwas zur Abdichtung des Abgastopfdeckel geschrieben.
Die Montage hatte ja super geklappt. Die Praxis dann eher nicht. Bei einer ersten kurzen Probefahrt gestern hat es nicht wirklich lange gehalten. Muss mich jetzt doch noch mal nach etwas anderem Umsehen > Hochtemperaturdichtung.
Werde dich hierzu auf dem laufen halten.

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Gruß Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 07.05.2020, 09:07:59
Hallo Stefan,
Ich habe hier dickes Klingeriet benutzt.
Einen Ring schneiden der im Deckel passt und dan leicht mit dem Deckel gegen den Topf drücken.
An den Abdruck siehst du wo du eventuell den Topf ein Bisschen nacharbeiten musst.
Viel Erfolg und beste Grüße, Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.05.2020, 18:59:48
Hallo Stefan,

danke fürs zeigen, irgendwo hier im Forum gibt es ein Foto von der Originalen, das ist so ein umhülltes (Graphit/Asbest) Metallgewebe.
Ich weis noch nicht genau was ich mache das hängt davon ab wie gerade das Teil nach dem ausbeulen wird.


grüße

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 08.05.2020, 07:14:57
Hallo zusammen .
Wäre hier eventuell eine Dichtung von einer Ofentür (Türdichtung) zu verwenden?
Die ist ja auch Temperaturbeständig und in verschiedenen Stärken erhältlich .
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 08.05.2020, 12:03:14
Hi Manni, hier hast du die alte Dichtung gesehen in Antwort 401. Ich habe so wie Luci schrieb Ofendichtband verwendet und dies ist super.

http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/ueberholung-vom-b45a/400/
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.05.2020, 17:11:16
Hallo zusammen,

@Leo: ja genau das war es, danke dir.


Heute Vormittag gings weiter am Motor:

Nachdem der Kopf wieder runter war, wurde nachgemessen ob sich durch das Dichtmittel etwas verändert hat.
Es sieht gut aus:

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Die Pleuel aus dem Lager geholt gereinigt und zerlegt:

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Kolben ausgepackt und Konservierungswachs abgewaschen, in der Doku nachgesehen wie die Montagerichtung ist und Markierungen gesetzt

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Montage:

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Der Kolbenbolzen geht nicht rein (jedenfalls nicht ohne Gewalt) Ich habe in der Schleppertechnik nachgesehen wie groß die Bohrung im Kolben sein sollte, dabei sehe ich das der Kolben (wegen der Presspassung) angewärmt werden muss.

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Es ist heute vormittag schon recht warm in der Werkstatt, auf den Bolzen wird ein Spritzer Kältespray gegeben das erleichtert die Arbeit gleich nochmal.

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Lagerschalen mit Montagepaste bestrichen.

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... gleich Teil 2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.05.2020, 17:26:23
Detail Kolbenringe:

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Die Schleppertechnik sieht eigentlich bei Ring 3 eine "Normalausführung" vor, ich habe hier einen mit Fase.
Ich nehme jetzt mal an das dieser Umstand nicht Kriegsentscheidend sein wird und lasse es so.

Kolben ölen und Montagevorrichtung aufsetzen:

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Schneller Blick in die Doku: Die Anfasung der Brennkammer muss in Richtung Düse stehen. Das einfahren der Kolben geht Überraschend einfach.


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Motor zur Seite gekippt, Lagerschalen aufgesetzt und verschraubt.

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Motor wieder aufgerichtet und die Kurbelwelle einmal durchgedreht, die Kolben stehen irgendwie vor?
Nachgemessen:

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Das muss jetzt (scheinbar) auch noch sein, Laut Schleppertechnink ist der Überstand Kopf Null, wenn nicht: Kolbenboden abdrehen.
Ich komme so auf rund um 4/10.

Damit ist die gute Laune für heute dahin, da der Muttertag eh ausfällt werde ich morgen alles wieder ausbauen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 11.05.2020, 07:47:58
Hallo Manni,

mit dem Kolbenüberstand ist nicht schön. Ist wieder ein unnötiger Arbeitsschritt.
Bei den Kolbenringen hatte ich die gleiche Anordnung wie du.
Der dritte Ring müsste ein Nasenminutenring sein, der für eine bessere Ölabstreifwirkung da ist.
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Bei der Dichtung am Abgastopf habe ich mich für das Produkt Novaform SK entschieden,
da mein Händler das Klingeriet (danke für die Info an Hobbyman) nicht hatte.
Ich denke das kommt vom Aufbau her am ehesten an die original Dichtung heran.
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Bei besserem Wetter wird die nächste Probefahrt gemacht.

Gruß Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.05.2020, 18:41:00
Hallo Stefan,

ja darauf hätte ich gerne verzichtet. Aber was solls ich kanns nicht ändern.
Die Auspuffdichtung sieht gut aus, wenn ich den Deckel wieder so gerade hinbringe könnte das was werden.

Gestern habe ich mir die Sache nochmal genau angesehen.

Die Hauptlagerschrauben waren noch nicht endfest angezogen, laut Schleppertechnik sollten die Schrauben leicht geölt werden, also wieder rausgedreht geölt und richtig festgezogen.

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Motor wieder gedreht, Messuhr geholt und den höchsten Punkt gesucht.

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Es ist mehr geworden, die Kurbelwelle war nicht fest genug angezogen.

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Motor zum x-ten mal gedreht und Kolben ausgebaut.

Den Kolbenbolzen wieder rauszukriegen war nicht leicht, ein passendes Holz mit Kartonunterlage hat bleibende Spuren verhindert.

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Kolbenringe habe ich zugeklebt, sonst hätte ich die auch noch demontieren müssen, bin heute gleich um 7 beim Dreherkollegen auf der Matte gestanden, mal sehen wie lang das dauerd.

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Mein Plan wäre das Wochenende um Christi Himmelfahrt auszunutzen, bin gespannt ob sich das geht.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 12.05.2020, 06:43:22
Hallo Manni,

dann viel Erfolg.


Gruß Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.06.2020, 21:24:02
Hallo zusammen,

am Donnerstag sind die Kolben zurückgekommen, beim Abdrehen gab es einige Schwierigkeiten, es musste eine Aufnahme gemacht werden um beim spannen keine Druckstellen zu machen.

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Pleul/Lagerschalen aus dem Lager geholt, alles geputzt und wieder eingebaut.

Vermessen:

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Im Schnitt stehen die Kolben 2-3/100 zurück.


Was mir im Zuge dessen auch aufgefallen ist: das übermäßig gewaltsame Anziehen der Kopfschrauben hat Spuren hinterlassen, 1-2/100 Buckel rund um die Schraubenlöcher lassen sich messen.
Auch wenn ich keine Freude damit habe, aber ich habe beschlossen das so zu lassen.
Ich kenne nur einen der die Möglichkeit hätte das zu machen, und das würde dieses Jahr nix mehr werden.
Wenn mein Kumpel dieser Tage Zeit hat gehts hier weiter.


In einer anderen Sache gabs aber Fortschritte: Ich habe jemanden gefunden der den Aupufftopf ausgebeult hat.

Ich habe mich dem verdellten Deckel gewidmet, das ausklopfen hat zwar einiges gebracht aber dicht würde der nicht mehr werden. Es wurde aufgeschweißt und die Kontur nachgedreht, so liegt die Dichtung später sauber auf.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 07.06.2020, 15:17:08
Hallo Manni,
lass den Kopf nicht hängen. Ist manchmal schon ärgerlich, wenn man manche Dinge doppelt machen muss. Da kann man schon mitleiden mit dir. Ich bewundere immer wieder deine Geduld und Genauigkeit, wie du an die Sache rangehst und dich nicht entmutigen lässt. Ich wünsche dir trotz einiger Rückschläge weiterhin gutes Gelingen. MAN weiß ja selbst nicht, was einem bei so alter Technik noch alles erwartet.  ;)

Viele Grüße   Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.06.2020, 20:49:25
Hallo Thomas,

danke für deinen Zuspruch.


Am Wochenende habe ich mir einen Überblick der kommenden Arbeiten verschafft, dabei wurde folgende Frage aufgeworfen:
Ist die Nockenwelle seitlich (axial) irgendwie geführt? 

Die Vorderseite wird im Stirnraddeckel (mit Feder und Kugel) abgestützt, hinten ist aber augenscheinlich nichts?

Bild vom zerlegen damals:

[attach=1]

Die NW steht etwa 5mm zurück, könnte es sein das was fehlt?


Ich habe den Freitag schon reserviert, um noch etwaige Besorgungen zu tätigen, am Wochenende geht der Zusammenbau weiter.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 09.06.2020, 22:24:25
Hallo manni,

das Stirnblech funktioniert als Anschlag für das Antriebsrad der Nockenwelle.  Damit wird eine axiale Bewegung nach innen verhindert.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.06.2020, 19:28:53
Hallo Magne,

danke für deine Antwort, es ist eigentlich logisch, ich hatte einen Denkfehler.



Das Wochenende ist vorbei, ich hatte den Freitag noch dazu gepackt, so wurde 4 Tage rund um den Motor gearbeitet.
Einige Probleme konnten gelöst werden, aber ein paar neue sind aufgetaucht zum Glück nichts gravierendes.

Es hat sich gezeigt das noch viel zu tun ist (die bösen Kleinigkeiten...) aber wir werden jetzt das Hauptaugenmerk auf den Zusammenbau lenken um ehest möglich einen Probelauf zu absolvieren. Ich möchte die Geduld meines Kollegen nicht überstrapazieren, Kleinkram kann ich (wenn Zeit bleibt) dazwischen oder sonst danach machen.

Kopfdichtung mit Führungschrauben:

[attach=1]

[attach=2]

Die Kernstopfen am Kopf waren arg durch, es ist nicht mehr sicher ob das dicht werden wird ich habe in die Fuge etwas Dichtmasse gegeben.

[attach=3]

Die beiden Stifte sind einfach super zum ausrichten, da verrutscht nichts. Die Kopfschrauben wurde geölt und dann mäßig angezogen. (das "Fest" kommt erst zum Schluss)

[attach=4]

[attach=5]

Nockenwelle geölt und eingefädelt.

[attach=6]

Weitere Teile:

[attach=7]

[attach=8]

Die Schrauben der Kipphebelböcke (leider erst jetzt bemerkt) sind nicht mehr gut, beim anziehen merkt man das die Schraube "weich" bleibt. (auch die wurden schon überdehnt) Ich habe es jetzt mal so stehen lassen, bei nächster Gelegenheit wird Ersatz bestellt.
 
[attach=9]


gleich der nächste...


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.06.2020, 19:48:23
An dieser Stelle war viel Rost, (vermutlich von der Undichtigkeit der Wasserpumpe) es ist aber auch eine blöde Stelle,
Wasser das hier hinter den Deckel eindringt kann nicht mehr raus.
Ich werde hier Grundierung auftragen, und oben versuchen das mit Dichtmasse abzuschließen.

[attach=1]

[attach=2]

Am Stehblech sind die Rostnarben gut zusehen :

[attach=3]

Während die Farbe trocknet den Dichtring für den Antrieb der Einspritzpumpe vorbereitet.

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Der Ring wurde in den Halter gedrückt und der Halter mit Dichtmittel in den Block geklebt.

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Antrieb Einspritzpumpe:

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Der Verschlussstopfen muss zuerst rein, er wird vom Blech abgedeckt.

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Die Körnerschläge sind die alten, halten muss es die Schraubensicherung.

[attach=9]

und noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.06.2020, 20:08:35
Nr# 600  8)


Blech entfettet, lackiert und Dichtmittel aufgetragen.

[attach=1]

Vier Schrauben haben Durchgangslöcher, (rote Kreuze) hier wurde zusätzlich mit Dichtmittel bestrichen.

[attach=2]

Ölpumpe hervorgekramt und zusammengebaut.

[attach=3]

Jemand hat mal erwähnt das die Pumpe nicht trocken montiert werden darf (da sie sonst kein Öl ansaugt)
Die beiden Räder wurden dünn mit Fett bestrichen.

[attach=4]

Montage:

[attach=5]

Wer sich wundert warum nur drei Schrauben in der Ölpumpe sind:  Die 4te Bohrung ist eine Attrappe, dahinter ist ein Hohlraum. 

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Gegenseite zusammengebaut:

[attach=7]

Die Schrauben habe ich wegen der Originalität wieder "verdrahtet" , ist aber Deko, halten tuts LT 243.

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Auch auf der Gegenseite wurde der 1mm Draht durchgezogen.

[attach=9]

einer geht noch...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 15.06.2020, 20:24:22
Leider bin ich hier mit den Fotos machen etwas durcheinender gekommen, das Stirnrad der Nockenwelle das jetzt kommen sollte ist oben schon montiert.

Rad Nockenwelle:

[attach=1]


Rad Einspritzpumpe:

[attach=2]

Räder aufeinander ausgerichtet, Schrauben eingeklebt und mit kleinen Drehmomentschlüssel festgezogen.

[attach=3]

Abdeckung entfettet und die Schrauben zugeordnet.

[attach=4]

Nach drei Durchgängen ist die Dichtmasse soweit gesetzt das es nicht mehr weitergeht

[attach=5]

Damit ging ein erfolgreicher Tag zu Ende, was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste:
Hier darf ich noch mal aufmachen, es wurde etwas übersehen, dazu aber das nächste mal mehr.


schöne Grüße aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 15.06.2020, 20:49:04
Hallo Manni,
meinen Glückwunsch zur gelungenen Teil-OP am offenen Herzen. Ich glaube, du hättest auch einen guten Chirurgen abgegeben. Es freut mich, dass ihr ein gutes Stück vorangekommen seid trotz einiger Ärgernisse. Aber wie ich dich kenne, wirst du nicht lockerlassen, bis alles perfekt passt. Hut ab vor deiner tollen Arbeit und dass du uns daran teilhaben lässt. So macht das Restaurieren auch selber Freude. Bis zur Fertigstellung noch gutes Gelingen - ich warte schon gespannt auf das Endergebnis. :D :D

Schöne Schraubergrüße    Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.06.2020, 20:43:42
Hallo Thomas,

danke für die Blumen, Arzt ist an mir keiner verloren gegangen, auch wenns auf den Fotos nicht so aussieht aber ich bin einfach zu hektisch.


Weiter gehts:
Riemenscheibe mit Zubehör aus dem Regal geholt und begonnen die Gewinde zu reinigen, das vergesse ich immer mal wieder.

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Für die Zusatzscheibe sind vier Schrauben vorgesehen, es waren vier verschiedene vorhanden, Respekt das muss man auch erst mal schaffen.

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Im Fundus wühlen bringt mich schon etwas weiter, die überlange Schraube wurde noch eingekürzt und schon habe ich 4 gleiche.

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Ich bringe die Scheibe zum Motor, dabei kommt mir ein Gedanke: da war ja noch irgendwas mit einem Stift.
Zurück zum Regal: das Altteil ist augenscheinlich eine abgesägte Schraube.
Beim Motor dann die Erkenntnis: der hätte vorher rein müssen....   (also wieder runter)

[attach=4]

Ok, das ist jetzt so, diese Stelle hatte ich nicht mehr im Kopf.
Die vernudelte Schraube kommt nicht mehr, soviel ist schon mal sicher, die Ersatzteilliste sieht hier einen (Schwer) Spannstift den ich nicht habe, unser örtlicher Teilehändler hat viel, musste sich aber auch geschlagen geben.

Blick in die Restekiste: da ist noch ein altes Setzeisen für Einschlaganker.
Kurze Feilprobe gemacht, ist sehr zäh aber könnte gehen.

[attach=5]

Hier eine Passung draufzuzaubern war echt eine Aufgabe, es hat gerupft wie blöd.
 
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Zum Schluss gings nur noch mit schleifen, damit das auch wirklich an Ort und Stelle bleibt gibts an beiden Seiten einen Tropfen Buchsenkleber.

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Die alte Dichtmasse abgekratzt und den Deckel wieder aufgeklebt, dann ging mir die Zeit aus, die Riemenscheibe wurde zurück in Lager gebracht, die bestellten Scheibenfedern wurden auch noch nicht geliefert.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.06.2020, 13:22:24
Hallo zusammen,

wieder eine Woche ist zu Ende, und viel passiert. Ich konnte einen zusätzlich freien Tag herausholen das hat für ordentlich Fortschritt gesorgt.


Letzte Begutachtung der Wasserpumpe:

[attach=1]

Die Stelle rund um den Wassereintritt beim Block ist schwer angerostet, ich hatte damals ein Stück Dichtungspapier eingelegt, aber so wie das aussieht wird das eher nicht dicht werden.
 

[attach=10]

Dichtmasse muss es richten, damit der Deckel richtig angedrückt wird wurde die Pumpe montiert.

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In der Pumpe sind geschlossene Lager, ein Blindstopfen wurde aus einer alten Schraube gemacht.

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Während die Dichtmasse trocknet eine Arbeit für Zwischendurch:
Einspritzleitungen entrosten:

[attach=6]

Eigentlich sind sie hinüber, (Muttern vernudelt+ Gewinde ausgezogen) das kommt aber erst später mal.

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Mittlerweile ist die Dichtmasse ausgehärtet, der Überstand wurde mit einem scharfen Messer abgeschnitten, hinter der Pumpe werde ich noch Grundierung aufbringen später kommt man hier nicht mehr ran.

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Die Einspritzpumpe wurde vom Dachboden wieder in der Werkstatt gebracht, als erstes habe ich die neuen Hohlschrauben probiert, die sind etwas höher aber es geht sich aus.

[attach=9]


gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.06.2020, 14:31:51
An der Pumpe selbst gibt es Stellen die noch etwas Aufmerksamkeit bedürfen.

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Diverse Schrauben werde ich bei Gelegenheit noch tauschen, ich muss zuerst herausfinden was wo hingehört.

In der Zeit als die Pumpe im Dachboden stand hat sich eine Leckage entwickelt, an der Unterseite der Reglergehäuses hängen immer Öltropfen.

Der Gashebel ist locker, die Schraube wurde nachgezogen, das macht es schon besser aber noch nicht gut.
Ich habe den Hebel abgebaut und das wirkliche Problem kommt zum Vorschein.

[attach=2]

Hier sollte eine Scheibenfeder sein und nicht eine zugeflexte Beilagscheibe.

Ok, die Problemchen kommen alle auf die Liste und werden etwas nach hinten geschoben, ich möchte zuerst die Dieselleitung neu anfertigen, da habe ich mir Biegewerkzeug ausgeliehen.

Das hatte dann doch etwas länger gedauert so wurde in der Zwischenzeit die Filterkonsole fertiggestellt.
Beim Gewindeschneiden des Adapterstückes entsteht Foto 7000.

[attach=3]

Der Filterumbau ist (vom Aufwand her) schwer aus dem Runder gelaufen, ich weis noch nicht wie ich das hier einbringe, demnächst mehr.

Biegewerkzeug (10 + 12) ist da, es kann losgehen.

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Lötnippel habe ich schon vor längerer Zeit beschafft. Schottnippel sind die alten. Das 10x1 Stahlrohr ist seltsamerweise zum Problem geworden, die Hydraulikbude im Ort konnte (oder wollte) es nicht beschaffen. Online bestellt war es nach 4 Tagen da.

Kleine Rückblende und ein paar Gedanken dazu.

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Die schwarze Leitung sollte Original sein, was mir aber absolut missfällt ist der Bogen in der Mitte, an dieser Stelle könnte Luft stehenbleiben.   
Zur zweiten Leitung rechts ist nichts zu sagen, das ist Murx erster Güte, die Handpumpe ist so unbenutzbar. 



Schottnippel eingeschraubt, reinigen der Pumpengewinde.

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[attach=7]

Da ich vom Leitungsbiegen nicht sonderlich viel Ahnung habe wird zuerst eine Attrappe aus 12mm Alurohr gemacht, die kann man auch mehrfach wieder aufbiegen ohne das das Material bricht.

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Und es hat wirklich einige Versuche benötigt um dahinter zu kommen wie man hier rangeht, mehrere scharfe Bögen hintereinander sind schwierig die Biegevorrichtung braucht Platz um zu arbeiten.

[attach=9]

und noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.06.2020, 14:50:31
Die Attrappe steht, anfertigen der Kopie aus Stahl:

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Lötnippel aufstecken und Rohr kürzen, hinter der Pumpe ist genug Platz.

[attach=2]

Das Löten der Nippel ging fast schief, wenn man zu heiß wird schmilzt auch der Stahl sehr schnell.
Ich habe daher einige Nippel auf Reserve gekauft. Außerdem sollte man immer im Hinterkopf haben das die Überwurfmutter auch mit drauf muss.

[attach=3]

Die zweite Leitung sollte einfacher sein 1x Etage 1x Bogen, fast zuspät wurde dann gesehen das hier eine Kollision mit dem Stehbolzen vom Deckel droht.

[attach=4]

Es wurde eine zweite Etage eingebaut.

[attach=5]

Die Kopie aus Stahl angefertigt, hier war die Schwierigkeit das eine Biegestelle sehr nah am Lötnippel liegt, das ging nur durch heißmachen. 

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Was für ein Aufwand für zwei Rohre aber ich denke es hat sich gelohnt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 22.06.2020, 07:31:59
Hallo Manni,

ist zwar was spät, aber hier mal die Leitungsverlegung wie es bei mir aussieht.
Sind auch noch die (original) Stahlleitungen und ich denke es ist dabei egal ob Bosch oder Deckel ESP.

[attach=1]

Die obere Leitung ist bei mir genauso wie bei dir. Hat auch den kleinen schwenk nach oben.
Hatte mir dazu auch schon mal überlegt die anders zu legen. Deine Lösung hinter der ESP her zu gehen finde ich gut
und hast du wieder klasse hinbekommen.
Die untere Leitung hat halt den Bogen um das Schauglas herum. Damit hat man dann auch keine Probleme beim Kraftstoffvorpumpen.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 22.06.2020, 07:46:56
Hallo nochmal,

war eben was schnell mit dem abschicken.

Bei meiner Wapu ist oben noch eine Fettkartusche dran, mit der die Kugellager nachgeschmiert werden können.

[attach=1]

Hast du sowas nicht gehabt, oder wegen Verwendung der geschlossenen Kugellager nicht angebaut?
Habe mir auch geschlossene Kugellager für die Wapu besorgt, diese jedoch auf der jeweils inneren Seite geöffnet.
Damit hat man dann doch noch die Möglichkeit Fett nachzuschieben, nur für den Fall der Fälle.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 22.06.2020, 19:38:36
Hallo,
wie Stephan schreibt, ist es die originale Verlegung auf seinem Foto. Wenn ein Spritzversteller verbaut ist, ist eine andere Rohverlegung nicht möglich.
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.06.2020, 20:17:15
Hallo Stefan,

du hast einen anderen Block, erkennbar rechts oben an der Leitungsdurchführung, aber trotzdem danke für dein Foto.

An der Pumpe war bei mir keine Fettbüchse vorhanden:

[attach=1]

Wahrscheinlich werde ich die Pumpe (eher früher als später) wieder zerlegen müssen, ich glaube meine "Bastelabdichtung" wirds nicht machen, aber wir werden sehen.


Eine andere Baustelle: Bei der Einspritzpumpe hat eine Schraube gefehlt, der Boschdienst hat bei der Überprüfung eine Sechskantschraube mit drei Federringen reingemacht, das sagt mir nicht zu. Hat jemand ein Foto dieser Stelle für mich ?

[attach=2]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 22.06.2020, 22:07:54
Hallo manni,

die Stelle hat original eine Art Plombierung.  Bei Dir fehlt eine Kappe die zum ersten die Kontermutter versteckt.  Die Blechkappe ist für eine Senkschraube mit Schlitz ausgelegt, Gesamtlänge 25 mm.  Zum Schluß wurde ein Bleistopfen über der Schraube gepresst/gegossen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 23.06.2020, 07:09:37
Hallo Manni,

meinst du mit der Bastelabdichtung das Dichtpapier oder das Dichtpaket innen drin?


Zur Reparatur des Dichtpaket an der Wapu hatte Magne mal irgendwo mögliche ET eingestellt. Diese habe ich mir besorgt. Die Feder war noch gut. Am Gehäuse hab ich den Dichtsitz etwas nacharbeiten lassen und der neue Dichtring musste etwas aufgebohrt werden (ich meine 0,5mm). Die ist jetzt dicht.

[attach=1]


Oder aber du schaust mal hier. Bastian hat einen Reparatursatz für die Wapu.

http://www.forum.man-traktor.de/ersatzteilangebote/m-a-n-motor-getriebeteile-front-radgewichte-kottfluegel-instrumente-etc/msg75060/#msg75060

Ist etwas teurer als die Variante oben. Obwohl MAN für die Gummimanschette ca. 50€ nimmt. Der Dichtring von MB war ca. 10€


Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.06.2020, 19:07:07
Hallo euch beiden,

Magne, danke für das Foto, das Blechteil ist kein Hexenwerk, ich werde es demnächst nachbauen.


Stefan, ich habe die Wasserpumpe auf Wellendichtring umgebaut:

http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/as-440a/msg50594/#msg50594

Das ist 6 Jahre her  :-X damals schien es mir die einfachste und günstigste Lösung.
Wiegesagt: ob das Taugt wird sich beim Wasser füllen bzw .Probelauf weisen.


Die Einspritzpumpe wurde dieser Tage genauer unter die Lupe genommen.

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Die beiden unpassenden Sechskantschrauben entfernt und gegen Schlitz getauscht.

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Nun zur Scheibenfeder: die Größe ist zwar noch erhältlich aber nur im Ausland, mit Versandkosten ist mir das zu teuer.

Die Größe wurde mit der Radiuslehre ermittelt.

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Eine Scheibe vorgedreht.

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Die Höhe mit der Fräse angepasst.

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Abgestochen und entgratet.

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Das ging überraschend gut, als nächstes kommt das Ölleck dran.

Soweit ich gesehen habe tritt Öl am Reglerdeckel aus, die Dichtung zwischen Regler und Pumpe schwitzt etwas, richtig viel aber kommt bei den beiden Schrauben am Deckel. Eine rausgedreht und schon rinnt es raus.

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Die Bohrungen brechen nach innen durch, hier hätte man wohl abdichten sollen?

Nachdem die "Überholung" der Pumpe (durch den Fachbetrieb) auch schon wieder ewig her ist (ja man könnte das Teil wieder hinbringen und sich über die Undichtigkeit beschweren) werde ich jetzt selber ran müssen.

Also alle (mittlerweile vernudelten) Schrauben raus, bisschen rumgewackelt und ab war der Deckel.

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Es ist übrigens noch die uralte bröslige Papierdichtung drinnen, keine Ahnung was man sich dabei gedacht hatte.

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.06.2020, 19:37:15
Als erstes wollte ich mir ansehen warum Öl zwischen Regler und Pumpe rauskommt (die Dichtung ist ja offensichtlich neu), die Schrauben an dieser Stelle sind schwer beschädigt und haben außerdem zu wenig Vorspannung.
Ich wollte es zuerst noch mit nachziehen versuchen aber das kann man vergessen.


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Eine rausgedreht und vermessen (ist DIN 63) dann im Sortiment gewühlt, Glück gehabt die Größe ist da.

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Oben in der Mitte wird es schon schwieriger, hier ist eine große.

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Diese habe ich nicht, aber eine nach DIN 963 ist da.

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Gewinde gekürzt, Senkkopf kleiner gedreht.
Passt:

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Auch die unteren ausgetauscht.

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Die Pumpe zum Waschtisch gebracht und den Regler gereinigt, dann die Reste der alten Dichtung abgekratzt.

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Die Schrauben vom Reglerdeckel: DIN 63 Form B (Teilgewinde)
Da muss ich passen, ich habe nichts auf Lager das auch nur annähernd passt, also abbürsten und (vorerst) wieder rein.

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Alle Teile entfettet mit Curil bestrichen und zusammengeklebt.

[attach=9]

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Ich hoffe das ist es gewesen, wenn ich mir überlegt habe was mit den vernudelten Gehäuseschrauben passieren soll werden diese auch eingedichtet.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.06.2020, 19:50:28
Hallo zusammen,

Zeit wieder was zu montieren.
Hinter der Wasserpumpe ist eine Stelle wo später ein Hohlraum entsteht, auch hier wird Spray Grundierung angewendet.

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Riemenscheibe Kurbelwelle:

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Die Scheibe hat keinen Anschlag, man kann sie soweit draufschieben bis sie am Stirnraddeckel ansteht.
Genau ausrichten bringt jetzt eh noch nichts da ich sie zum Lackieren abnehmen werde.
(der Vorbesitzer hatte ja sogar den Keilriemen mitlackiert...)

Die Grundierung trocknet schnell, es kann weitergehn.
Unter der Pumpe wurde eine Raupe mit Dichtmasse gelegt, das ist zwar nicht schön aber sollte verhindern das auslaufendes Wasser wieder hinter das Stehblech kommt.

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Die Riemenscheibe der Wasserpumpe:

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Das aufziehen des Riemens ging leicht aber das Spannen der Scheibe war total fummelig.

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Montageflansch Stundenzähler:

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Den Zähler selbst habe ich mit einer weichen Büste behandelt, ob das so bleibt weis ich noch nicht.

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gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.06.2020, 20:22:15
[attach=1]

Für heute wurde der große Dremomentschlüssel ausgeliehen. Im Vorfeld habe ich mir einige Gedanken gemacht wie das ablaufen soll.
Damit die Angst im Hinterkopf Ruhe gibt habe ich die Schrauben neben den Ansaugkanälen (12x100) und die Schrauben der Kipphebelbrücke jetzt doch neu gekauft. 

wieder abmontiert:

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Alt gegen neu, diese Schrauben gibt es problemlos von der Stange, daher war die Entscheidung auch nicht sonderlich schwer.

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Richtig schwer hingegen war das anziehen der Schrauben. Die Schleppertechnik spricht von 12 mkg das ist ne Hausnummer, aber es läuft alles nach Plan.
5 Durchgänge später ist die erforderliche Vorspannung erreicht.

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Die Schrauben der Kipphebelbrücke. MAN hat hier ein Sondermaß (12 x 87) gewählt, ich bin auf die nächste Normlänge (12 x 90) gegangen.

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Der Versuch zeigt das (etwas unter 1mm) zuwenig Gewinde vorhanden ist, eine farblich dazu passende Scheibe schafft dieses Problem aus der Welt.

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Die drei Stiftschrauben eingedreht, dann die Überlaufleitung befestigt.

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Eine passende Dichtung für den Ventildeckel war beim Dichtsatz dabei.

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Damit konnten wieder einige Baustellen abgeschlossen werden.

 
schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.07.2020, 19:51:34
Hallo zusammen,


noch ein paar Bilder vom letzen Schraubertag:

Verschließen Ölbohrung

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Stehwand aus dem Regal geholt und entfettet.

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Ebenso die Schwungscheibe, die lang unter der mobilen Werkbank und musste nochmal geputzt werden.

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Die Schrauben habe ich mit Dichtmasse bestrichen, das zentrieren der Scheibe auf den Kurbelwellen flansch war ein bisschen fummelig.   

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Automat und Kupplungscheibe.

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Auch hier war die Herausforderung die Kupplungsplatte möglichst mittig zu platzieren. Obs genau genug war werden wir noch sehen.

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Unter der Woche beschäftige ich mich wieder mit der Vormontage / vorbereiten von Teilen:

Filterkorb und "Ölwanne"

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gleich gehts weiter...

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.07.2020, 20:12:39
Die Schrauben durchbrechen die Bodenplatte, unter den Köpfen sind Kupferringe.

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Den Dichtring habe ich vor langer Zeit schon gekauft, er hat gut funktioniert. (wird wiederverwendet)

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Zwischenzeitlich ist eine Lackierarbeit aufgetaucht, (Fahrradanhänger) das habe ich ausgenutzt und einige Teile zusammengesucht die auch Farbe brauchen.

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Den Rohrbogen habe ich selbst gemacht, Fotos davon reiche ich nach wenn ich sie finde.  :-[

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Als nächstes habe ich mir Gedanken gemacht wegen der fehlenden Kappe bei der Einspritzpumpe.
Soweit ich das auf Magne's Foto beurteilen kann ist das ein recht einfaches Bauteil.

Ein Stück Keilstahl

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Bohren der Löcher, die Abmessungen habe ich aus dem Foto geschätzt.

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Abgetrennt:

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meine "Lieblingsaufgabe" das feilen von Radien.

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Anfasen/ Entgraten

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Leider geht mir jetzt die Zeit aus, daher gehts ein andermal weiter.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 12.07.2020, 17:33:46
Hallo zusammen,

und weiter gehts:


Als ich die Kappe montieren wollte gabs ein neues Problem, trotz Spiel geht sie nicht drauf.

Also nachgemessen: die Mutter hat schon mehrere Kampfspuren und sollte ausgetauscht werden.

Soweit ich es einschätzen kann ist dieses Maß kritisch:

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Abgemessen und notiert, so sollte es kein Problem werden die Einstellung wieder zu finden.
Den Gewindestift ausgebaut, gereinigt und mit neuer Mutter wieder eingebaut

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Und jetzt passt auch die Kappe: (aktuell noch mit alter Schraube)

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Unter der Woche habe ich immer so stundenweise die beschädigten Schrauben nachgefertigt.

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Diese (und andere Kleinteile) sind aktuell auf dem Weg zum verzinken.

Zwischenzeitlich hatte mein Kumpel auch wieder ein paar Stunden für mich, so haben wir den Motor (hoffentlich da letzte mal) zur Seite gedreht und alle Schrauben nachgezogen.

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Die Ölbohrung zur Pumpe hoch mit dem Blindstopfen verschlossen und das Ansaugrohr montiert.

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Die Bodenplatte entfettet und montiert, dabei ist aufgefallen das Blech schlägt Wellen, ob das dicht werden wird...

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Nach dem aufstellen wurden noch die beiden Seitendeckel montiert.

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Motoröl habe ich schon bekommen, ich werde morgen einen Liter einfüllen, dann sehe ich ja wo das überall wieder rauskommt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.07.2020, 11:26:53
Hallo zusammen,

die Arbeiten rund um den Motor gehen weiter:


Der Kranbolzen durchbricht das Gehäuse, auch hier solls die Dichtmasse richten.

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Den Starter aus dem Lager geholt und angebaut.

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Kühlwasserohr und Kurbelgehäuseentlüfter

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Dann noch den Blindstopfen für die Ölbohrung Kompressor eingedreht.   

Auf der anderen Seite wurden Überdruckventil, Umgehungsventil, Filterkonsole, Filterattrappe, Öleinfüllstutzen und Ablasshahn montiert.

Die Rücklaufleitung am Öleinfüllstutzen wurde mit einem Blindstopfen verschlossen.

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Ich bin etwas später die Runde gegangen und habe mit einem scharfen Messer die Überstände abgeschnitten.

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Zwischenzeitlich wurde die schon montagefertige Filtergruppe hervorgekramt, dabei fällt mir ein das ich die Dieselschäuche noch nicht organisiert habe.
Beim Blick in die Doku wird klar das hier schon mal jemand dran war, die Verlegung ist nicht Original.

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In der Hydraulikbude dann die nächste Erkenntnis: seine Schläuche sind teuer und sehen meines Erachtens auch unpassend aus.   
Bin dann wieder gegangen, nach einer "Denkerpause"  wurde Material zum selber konfektionieren bestellt, so kann ich die Längen am Motor einfach anpassen.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 19.07.2020, 13:25:51
Hallo manni,

offensichtlich hast Du eine Lösung für Umbau auf Filterpatrone gefunden.  Bin sehr gespannt auf weitere Informationen.  ::)
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.07.2020, 20:46:21
Hallo Magne,

das wäre meine nächste Frage gewesen,  :D   
da es Interesse gibt werde ich demnächst einige Bilder dazu zeigen.


Ich bin immer ein bisschen hin- und her gerissen, sind es zuviel oder zuwenig Bilder? wie genau soll ich über ein Thema schreiben...

Heute einen kurzen Abstecher in der Werkstatt, es ist ja schon eine Woche her das Öl eingefüllt wurde, sieht eigentlich ganz gut aus, (aber nur solange bis ich mich hingekniet und und zwischen Palette und Motor reingesehen hatte...)

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Ja, da muss ich nochmal ran, aber erst morgen heute ist Sonntag.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: FrontMAN am 19.07.2020, 21:10:06
Hallo Manni,
Bilder können nie genug sein. Zum einen kannst du immer drauf zurück greifen, und zum anderen sagen manchmal Bilder mehr, als
tausend Worte. Bin auch immer beeindruckt von deiner Genauigkeit, selbst bei der kleinsten Schraube. Da kann dich auch ein Ölleck nicht aus der Fassung bringen. Das bekommst du auch noch dicht. Weiterhin alles Gute bei der Montage.
Gruß Armin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.07.2020, 23:29:52
Hallo Armin,


danke für deinen Zuspruch.

Die bestellten Sachen sind mittlerweile angekommen.

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Ich hätte die Teile gern in schwarz gehabt aber das ist (praktisch) nicht zu bekommen.
Brünieren habe ich aber schon mal gemacht, zuerst muss die Zinkschicht runter: (Natronlauge)

[attach=2]

Das kann ein paar Tage dauern besonders wenn die Teile stark verzinkt sind.

Während dessen wurden die Filter montiert:

[attach=3]

Soweit kein Fehler erkennbar, ich habe auch die Halterung der Lichtmaschine montiert, das vierte Loch scheint keinen Zweck zu haben ?

[attach=4]

Das eingefüllte Motoröl wurde wieder abgelassen und der Flansch abgebaut, offensichtlich konnte ich jetzt nichts erkennen was die Leckage verursacht hat.

[attach=5]

Ich habe dann trotzdem den Stummel ein paar Zehntel abgefräst.

Außerdem wurde der Ring ordentlich durchgeglüht.

[attach=6]

Ein Kumpel hat zu mir gemeint das sie früher die Ringe immer mit Curil eingestrichen hätten. (habe ich da, kann ja nicht schaden)
Beim eindrehen dann fällt sofort auf: der Ring ist jetzt deutlich weicher.
Dann wurde der Flansch wieder montiert, mal sehen ob das den Unterschied macht.


Die Sachen habe ich nach dem Brünieren noch geölt, ist ganz gut geworden.

[attach=7]

Ich verwende ein System zum selbst konfektionieren:

[attach=8]

Dazu braucht es nur eine Beißzange.

[attach=9]

[attach=10]

Wenn ich nicht vergessen hätte Ringe zu kaufen dann wäre das jetzt soweit fertig.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 26.07.2020, 09:42:27
Hallo,

das vierte Loch neben der LiMa-Halterung ist für die Kühlerverstrebung.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.07.2020, 11:41:02
Hallo Magne,

danke für deine Antwort, ich habe mich durch meine Fotos gewühlt, das Teil hat schon beim Kauf gefehlt.
Das wird beizeiten nachgebaut.

Der Verbindungschlauch zur Pumpe kommt auch neu.

[attach=1]

Die Pumpe kam von der "Überholung" mit dem Hinweis zurück das kein Öl drinnen ist.
Mit dem kleinsten vorhandenen Trichter wurde die Pumpe dann befüllt es ging eh nur wenig rein.

[attach=2]

Es gab damals bedenken das der neue Deckel (ohne sichtbaren Entlüfter) Probleme verursachen könnte, das Öl lief im Trichter aber zügig ab, von daher kann man ausgehen das eine Entlüftung vorhanden ist.

Im Regler wird Öl eingefüllt bis es an der Kontrollschraube zu sehen ist, das ist recht einfach.
Im Pumpensumpf gib es einen Messstab mit einer Kerbe, es hat sich mir noch nicht erschlossen ob diese Markierung jetzt das Maximum oder das Minimum darstellt, daher bin ich jetzt mal auf der Kerbe.

[attach=3]

Der Zusammenbau geht weiter, da gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, es taucht mit Sicherheit noch die ein oder andere Baustelle auf.

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

[attach=7]

[attach=8]

[attach=9]

[attach=10]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.07.2020, 12:36:47

[attach=1]

[attach=2]

An einen der Düsenstöcke sind Spuren von einer Rohrzange, viel kann man da nicht machen, ich habs soweit es geht abgefeilt.

[attach=3]

[attach=4]

Die total verbogene Verrohrung wieder so hinzubekommen war nicht lustig.

[attach=5]

[attach=6]

Die Leckölleitung stimmt nicht mehr, das Problem ist nicht neu es sind unzählige Schrammen und Druckstellen vorhanden.

[attach=7]

Die Rückleitung stimmt auch nicht mehr, bei diesem Anblick glaube ich mich erinnern zu können: Die Hohlschraube war festgegammelt und hat beim lösen die Leitung mitgedreht.

[attach=8]

Die Rückleitung vorsichtig ausgerichtet, das ging recht gut. Die Leckkölleitung wurde warm gemacht aber als ich versuchte den Knick zurückzubiegen begann die Leitung einzureißen.

[attach=9]

Die hatts nun endgültig hinter sich, ich werde versuchen ein Ersatzteil aufzutreiben.

Ungeachtet dessen wurde weitergemacht: beim Luftfilter müssen ein paar Schrauben und die Dichtungen neu. (steht schon auf der Liste)

[attach=10]

gleich noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.07.2020, 12:50:43
Die Flansche beim Auspuff stimmen sowas von überhaupt nicht.

[attach=1]

Leider sind mir hier ein paar Fotos verloren gegangen, Details dazu werde ich aber noch nachreichen.

[attach=2]

Soweit ist er wieder zusammen, bis zum Probelauf wird es aber noch dauern. Ich habe schon eine "Problem Liste" angefertigt, diese wird in nächster Zeit abgearbeitet.

[attach=3]

In der Zwischenzeit werde ich die Doku zu den "Nebensächlichkeiten" durchwühlen und für hier ein paar Beitrage vorbereiten.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Dieselfrank am 26.07.2020, 13:21:27
Hallo Manni,
verfolge deine Restauration als "Mitleser". Sehr saubere Arbeit. Respekt. Wie schaffst du es die Metallteile so "blitze blank " zu bekommen und was für eine Grundierung für die Metallteile verwendest du?
Gruß aus dem Saarland
Frank
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 27.07.2020, 09:02:48
Hallo Manni,

der Motor sieht soweit ganz gut aus. Hätte ich besser auch komplett gemacht. Dann wäre es jetzt wohl einfacher für mich.
Saubere Arbeit jedenfalls.

Ich hatte mich bisher auch immer über das vierte Loch neben der Lima Halterung gewundert.
Nach der Aussage von Magne, dass dort die Kühlerverstrebung montiert wird, habe ich mal in der ET nachgeschaut.
Auf Tafel 13 ist die Pos. 10 gezeigt. An meinen 440 fehlt diese Verstrebung und ich möchte die auch soweit möglich original nachbauen da ich diese Abstützung als sehr Sinnvoll erachte. Am Kühler fehlt meiner Meinung nach aber ein entsprechender Befestigungspunkt.
Wie sieht dein Kühler oben am Einfüllstutzen aus. Oder hast du Magne (oder jemand anders) ggf. Bild von der gesamten Halterung.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.07.2020, 10:13:58
Reicht es so, Stefan?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 27.07.2020, 10:25:13
Hallo Magne,

danke für das Bild. Ich sehe jetzt, dass bei mir das Blech am Kühler teilweise abgebrochen ist. Bekommt man aber auch wieder hin.
Wie sind die Maße für den Flachstahl. Kannst du eine grobe Skizze erstellen?

Wäre wohl auch für Manni hilfreich.

Danke im voraus.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 27.07.2020, 11:16:37
Hallo Stefan,

die Stütze ist aus 6x30 mm Flachstahl gemacht.  Original ist ein 11 mm Loch 20 mm von jedem Ende gebohrt, der Knickpunkt liegt um 40 mm.  Gesamtlänge 273 mm ungebogen, fertig gebogen richtet sie eine Linie um 264 mm aus.   
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 27.07.2020, 20:40:42
Hallo zusammen,

@Frank: Ich nehme an du meinst den Auspuff? Der wurde mit Zitronensäure entrostet und anschließend gebürstet. Der Motorblock wurde gestrahlt und auch anschließend gebürstet. Die Rotbraunne Grundierung ist Mipa Rapidprimer.


Am Kühler fehlt meiner Meinung nach aber ein entsprechender Befestigungspunkt.

Ich wusste es...  :o

[attach=1]

Ich habe mir bei der Aufarbeitung des Kühlers schon gedacht warum hier eine Flickstelle ist.
Jetzt ist mir alles klar:  Irgendwann gabs mal "Feindkontakt" dabei hat es die Halterung aus dem Kühler gerissen.
(Am Tank gab es auch eine Druckstelle wo die Haube gegen den Stutzen geschlagen hat.)

Was macht man dann? das Loch zuflicken und die Strebe entsorgen, Spezialisten eben...


Trotzdem danke für die Bilder, ich werde mir mal überlegen ob man hier was machen kann ohne gleich eine Baustelle aufzureissen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 29.07.2020, 08:48:30
Hallo Magne, Manni,

danke für das Bild. Damit können wir bestimmt die Strebe nachbauen.

Manni, bei mir scheint es wohl ähnliche Problematik gegeben zu haben. Dis Lasche am Kühlergehäuse ist noch vorhanden, jedoch an der Knickstelle abgebrochen. Denke ich werde hier ein neues Stück Blech auf die alte Lasche setzten und entweder mit kleinen Schrauben oder Nieten befestigen. Das bedeutet aber quasi in den Kühler zu bohren. Andere alternative wäre eine Querstrebe zwischen den beiden oberen Befestigungsschrauben der Maske einzubringen. Wäre zwar nicht ganz original, aber die Funktion ist gegeben. Bei dir wäre ja noch die Möglichkeit, wenn noch nicht lackiert, eine neues Blechstück wieder anzulöten.

[attach=1]

Gruß Stefan

 

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 29.07.2020, 09:32:36
Hallo Stefan und Manni,
Da es öfter is vorgekommen dass diese
Strebe abbricht, hab ich mich gefragt wass die
Ursache sein könnte.
Scheinbar gibt es zwischen Motor und Kühler Vibrationen.
Jetzt weiss ich nicht wie der Kühler weiter befestigt ist.
Aber wenn er ansonsten gut fest sitzt, muss man sich überlegen ob es Sinn hat diese Verstrebung wieder dran zu machen.
M.fr.Gr. Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 29.07.2020, 10:01:17
Hallo,
die Strebe unbedingt wieder einbauen.
Wenn der Kühler wieder neu eingebaut wird, auf folgender Arbeitsablauf:
Kühler am Federtragbock befestigen.
Strebe oben befestigen. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Verstrebung und der Kühler spannungsfrei eingebaut wird. D.h. Bohrungen und Biegung des Flacheisens nötigenfalls nacharbeiten. Nicht versuchen den Kühler gegen die Strebe zu ziehen, oder abdrücken.
Danach erst die Kühlwasserschläuche befestigen (ich stecke sie erst lose auf), so wird verhindert, daß die Vibrationen über den Schlauchstutzen aufgefangen werden.

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 29.07.2020, 11:00:33
Hallo zusammen,

so wie das in Magnes Bild ausschaut ist in dem Flacheisen ein Innengewinde zu sehen. Eine Lösung, die mehr Beweglichkeut verschafft, wäre ein Langloch. Die Befestigung erfolgt mit einer durchgehenden Schraube und Mutter.
Das ergibt etwas "Luft" und "Spielraum."

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 31.07.2020, 09:37:12
Hallo zusammen,

danke für die hilfreichen Tipps.
Werde diese bei mir einfließen lassen.

Was letztendlich zum Bruch der Verstrebung geführt hat ist natürlich schwierig zu sagen. Vibrationen könnten es sein.
Ggf. aber auch größere Beschädigungen durch große Äste/Bäume gegen die Maske/Kühler oder andere Feindkontakt.
Auf der Innenseite meines Kühlers war das Netz teilweise im oberen Bereich durch den Lüfterflügel in Drehrichtung eingedrückt.
Die gesamte Halterung der Lima wurde wohl auch kurzzeitig nach hinten gedrückt, da ein kleiner Schraubenabdruck vorne am Ventildeckel zu erkennen ist. Da hier das Blech am Kühler gerade mal 2mm stark ist (die Breite kann ich nicht 100% bestimmen) knickt das bestimmt schnell bei eine größeren Stoßbelastung weg.
Tja und wenn das Halteblech nicht mehr da ist, dann braucht man den Rest der Strebe auch nicht mehr. Einfache Schrauberlösung.  Auf den technischen Hintergrund hatte damals wohl noch keiner so genau geachtet.  ;D

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.08.2020, 11:07:55
Hallo zusammen,

Bei dir wäre ja noch die Möglichkeit, wenn noch nicht lackiert, eine neues Blechstück wieder anzulöten.

leider nein, der Kühler ist schon Montagefertig.
Wenn ich an die Flickstelle denke krieg ich Bauchschmerzen, darunter ist sicher ein ordentlicher Krater.
Aktuell wäre der Kühler dicht, ich bin mir nicht sicher ob ich das aufs Spiel setzen soll...
Vielleicht gibt es ja auch noch eine andere Lösung, ich denke mal drüber nach, die Strebe kommt aber auf jeden Fall wieder.

Ein älteres Thema: ich überlege mir aktuell wie ein Probelauf des Motors funktionieren könnte, es kristallisiert sich immer weiter heraus das dabei der Motor angebaut sein sollte. Dabei wird ein Teil des Getriebes mitlaufen, ohne Öl ist das sicher nicht gut.

Ölfüllstände und Messstablängen wurden hier schon einige Male beackert, und die Tatsache das ich einen Getriebedeckel von einem Steyr habe macht die Sache nicht einfacher.

Noch "besser" ist das sich MAN und ZF in ihren Listen mit den Füllständen widersprechen.

[attach=1]

Der Messbecher und die Strichliste liegen bereit. 

[attach=2]

Bereits nach 4 L zeigt der provisorisch befestigte Messtab das Maximum an.

[attach=3]

Die großen Zahnräder würden genug eintauchen, die kleinen aber noch nicht das ist auf jeden Fall noch zuwenig.
Der Messtab ist auf jeden Fall zu lang und wird noch gekürzt.

Hinten ist zumindest das einfüllen einfacher:

[attach=4]

Der Füllstand bei 10 L

[attach=5]

Die Marke reicht gerade so bis zur Kante der Kugellager, die Achsrohre sind trocken.
Den Wert "9,5L" aus der Bedienungsanweisung kann man getrost als Phantasiewert bezeichnen, der Ölstand viel zu niedrig.

Weiter einfüllen, 15 L

[attach=6]

Der Pegel steigt nun sehr langsam die Achsrohre beginnen vollzulaufen.

20L:

[attach=7]

Das Tellerrad ist gut 30mm vom Ölspiegel entfernt.


[attach=8]

meines Erachtens muss das Tellerrad etwas eintauchen sonst wird das nix, leider ist mir dann die Zeit ausgegangen.
Das genaue abfüllen der Messbecher benötigt doch recht lange.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 03.08.2020, 13:48:15
Hallo Manni,

bei meinem Getriebe habe ich nur ca. 10-11L eingefüllt, dann war der max. Strich erreicht.
Der Ölstand war dann so, dass gerade Öl auch in den Achstrichter steht.
Das sollte eigentlich reichen. Bei dir dann das Bild 5. Ich müsste mal schauen, ob ich ein Bild durch die Einfüllöffnung machen kann.

Aus meiner Sicht hast du jetzt viel zu viel Öl drin. Das fängt an zu schäumen und damit würde wohl auch der Druck ansteigen.
Ich denke erhöhte Undichtigkeiten sind die Folge, auch wenn neue Wedi eingebaut sind.

Aber ggf. haben ja auch noch andere hier im Forum dazu eine technische Meinung.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.08.2020, 20:13:46
Hallo Stefan,

es wäre sehr interessant herauszufinden warum MAN für den 440er die Ölmenge so drastisch hinaufgesetzt hat.
Meine Vermutung: es hat Schäden und damit verbundene Reklamationen gegeben. (das zu beweisen dürfte allerdings nicht mehr möglich sein.)

[attach=1]

Das Thema wurde vor Jahren in einem anderen Thread bereits ausgiebig debattiert, ich finde den Beitrag leider nicht mehr.
Ich habe mich mit diesem Thema bereits vor der Zerlegung beschäftigt, dabei war zu sehen das bei der Fahrt in den unteren Gängen keinerlei Spritzöl im Hinterachsgetriebe am Weg ist, die Verteilung erfolgt nur über die Bleche.

Woher ich das weis? Von einer gefährlichen und dummen Aktion: Fahren ohne den Getriebedeckel.

Schnappschuss bei etwas mehr als Schrittempo:
 
[attach=2]

Das linke Ölleitblech ist komplett trocken, (das muss ich mir auch noch ansehen) das rechte funktioniert normal.
Dieser Vorgang läuft aber nur wenn das Tellerrad aus dem Ölbad schöpfen kann.


Ich habe heute nach der Arbeit weiter gefüllt:
bei 23L ist unterkante Tellerad erreicht.

[attach=3]
 
bei 28L ist der Ölpegel genau Mitte Zapfwelle, bei 30L sieht es so aus.

[attach=4]

[attach=5]

Ich lasse das jetzt mal bis Ende der Woche so stehen, mal sehen ob sich irgendwelche Undichtigkeiten zeigen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Lef. am 03.08.2020, 20:18:36
Hallo,
in meinen Unterlagen habe ich dieses gefunden:

[attach=1]

Ich vermute, dass die Umfangsgeschwindigkeit im Kriechgang zu gering ist, um Öl nach
oben zu schleudern um über die Ölleitbleche die Schmierstellen zu erreichen.
Das hast du aber ja auch schon erwähnt....

Gruß
Jörg
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 04.08.2020, 07:16:49
Hallo zusammen,

ist immer wieder interessant all diese Informationen zu lesen. Man muss ja echt alle Angaben immer wieder hinterfragen.

Bisher habe ich lediglich 35km Testfahrten mit den nur ca. 10l im Getriebe hinter mir. Testweise auf dem Feld mal alle Gänge kurz  ausprobiert und sonst nur im 5 und 6 Gang gefahren.
Fraglich ist dann, was nun die richtig Füllmenge wäre. Im ZF A 15 V ist ja eigentlich der 1 Gang als Kriechgang immer vorhanden.
Man müsste also immer die ca. 30l Öl einfüllen.
Ich werde wohl aber nie den 1 Gang benutzen da ich nichts habe wozu ich das jemals brauchen würde.
Ist es dann auch wirklich notwendig?, oder sollte man es Sinnvollerweise immer so viel auffüllen egal ob man es braucht oder nicht?

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 04.08.2020, 09:44:06
Hi, ich habe auch 30 Liter in meinem A15V Getriebe eingefüllt und ich  fahre sehr viel mit ihm. Auch mir hat sich die Frage damals gestellt.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 05.08.2020, 23:23:08
Hallo,

nach Kundendienst-Rundschreiben Nr.II/2708 vom 20.11.1953 wurde die Füllmenge von "bisher 9,5 Ltr. auf 30 Ltr." heraufgesetzt.

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 09.08.2020, 11:10:28
Hallo,

hier noch einige Erläuterungen.......

Begründung:

Bei Benutzung im Kriechgang und den dabei geringen Umlaufgeschwindigkeiten der Hinterachsteile kommt zu wenig Öl zu den Ölleitblechen und damit zu verschiedenen Lagern, wodurch an diesen Teilen Schäden auftreten können.   

Maßnahmen:

Die bisherigen Markierungen für den Ölstand am Peilstab muss geändert werden und zwar..

1.Die neue Markierung für den niedrigsten Ölstand ist 250 mm unter der Auflagefläche des Ölmeßstabes anzubringen.
2.Die Marke für den höchsten Ölstand ist dann 15 mm über der Marke für den neuen Mindestölstand anzubringen.

Als Folge dieser erhöhten Ölmenge wurde der Ölwechsel nicht mehr jährlich, sondern alle 2 Jahre fällig.

Diese Anweisung kam von ZF und ging an die Traktorfirmen und galt somit für alle verbauten ZF A 15-V Getriebe mit Kriechgang.

Gruß
Gerhard







Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 09.08.2020, 19:42:05
Hallo Gerhard,

danke für deine Ausführungen, ich muss den Stab für das Hinterradgetriebe eh noch fertigmachen, der alte war ja in sehr schlechten Zustand.

Bis jetzt haben sich am Getriebe 2 Undichte Stellen gezeigt, eine davon dürfte aus Gedankenlosigkeit entstanden sein.
Da muss ich demnächst mal ran, jetzt aber zu einem älteren Thema.

Den Rohrbogen habe ich selbst gemacht, Fotos davon reiche ich nach wenn ich sie finde.  :-[


Das Altteil:

[attach=1]

Der ist schon schwer angegriffen, ich habe ein bisschen rumgekratzt und war auch sofort durch.

[attach=2]

Abgemessen: ist ein Präzisionsstahlrohr 35 x 1 das könnte man recht einfach bestellen aber wie kriegt man den Bogen da rein.
Im Lager dann habe ich ein Kupferrohr mit gleichen Abmessungen gefunden.

Ich bleibe beim Kupferrohr das ist viel weicher und sollte sich biegen lassen.

Aus einem 2mm Draht eine Stützfeder gerollt.

[attach=3]

Weichglühen des Rohres:

[attach=4]

Improvisierte Biegevorrichtung:

[attach=5]

Das scheint zu funktionieren, ein stück biegen bis es fester wird dann wieder glühen usw.

[attach=6]

Zum Schluss habe ich dann auf den stärkeren Brenner gewechselt damit kriegt man die Hitze schneller rein.

(passt schon fast)

[attach=7]

Die Feder rausgeholt, abgelängt und den Zunder entfernt:

[attach=8]

Das ist besser gegangen als gedacht, ich hatte immer bedenken das das Kupfer einreißt aber es hat sich bis zum Schluss gut ziehen lassen.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 09.08.2020, 21:40:47
Hallo,
Eine Info aus der alten Handwerkskiste:
Ein entsprechend passendes Blechrohr mit reichlich Überlänge einseitig verschliessen. Mit sehr feinem absolut trockenem Sand ffüllen.Sand gut verdichten, zweite Öffnung mit einem Holzpfropfen stramm verschliessen. Es darf kein Hohlraum entstehen.
Rohr an der Biegestelle rotglühen. Jetzt lässt sich das Rohr ohne  Knick über ein dem Biegeradius entsprechendem Bogen (Rohr o.ä.) in die gewünschte Richtung biegen. Wichtig ist die Beibehaltung der gleichen Temperatur über die Biegung.  Durch den Sanddruck im Inneren knickt das Rohr nicht ein.
Gruß
Ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 10.08.2020, 07:06:06
Hallo,

hier noch einige Erläuterungen.......

Begründung:

Bei Benutzung im Kriechgang und den dabei geringen Umlaufgeschwindigkeiten der Hinterachsteile kommt zu wenig Öl zu den Ölleitblechen und damit zu verschiedenen Lagern, wodurch an diesen Teilen Schäden auftreten können.   

Maßnahmen:

Die bisherigen Markierungen für den Ölstand am Peilstab muss geändert werden und zwar..

1.Die neue Markierung für den niedrigsten Ölstand ist 250 mm unter der Auflagefläche des Ölmeßstabes anzubringen.
2.Die Marke für den höchsten Ölstand ist dann 15 mm über der Marke für den neuen Mindestölstand anzubringen.

Als Folge dieser erhöhten Ölmenge wurde der Ölwechsel nicht mehr jährlich, sondern alle 2 Jahre fällig.

Diese Anweisung kam von ZF und ging an die Traktorfirmen und galt somit für alle verbauten ZF A 15-V Getriebe mit Kriechgang.

Gruß
Gerhard


Hallo zusammen,

danke für die Infos, werde bei mir entsprechend noch Öl nachfüllen.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 10.08.2020, 13:24:34
Hallo,

freut :) mich, wenn es euch geholfen hat.


Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.08.2020, 19:03:11
Hallo zusammen,

Der Filterumbau ist (vom Aufwand her) schwer aus dem Runder gelaufen, ich weis noch nicht wie ich das hier einbringe, demnächst mehr.

Puh, das Aufzuarbeiten war jetzt doch mehr "Arbeit" als gedacht, da mir aber von mehreren Seiten dazu Interesse versichert wurde denke ich ist es den Aufwand wert.
 
Am Anfang gabs einige Überlegungen dazu:

Ziel sollte sein sowenig wie möglich am Motor zu verändern, bzw. wenn man auf die Originallösung zurückbauen möchte, muss das auf jeden Fall möglich sein.
Die einzige Stelle wo man bei diesem Motor an die Ölbohrungen rankommt ist unter dem bestehenden Spaltfilter.

Das Öl von der Ölpumpe strömt in die Filterkammer wo der Spaltfilter sitzt, an dieser Unterseite gibt es bereits eine Ablassschraube, hier werde ich mit einer Konsole das Öl zum Filter weitergeleiten.
Der Originale Spaltfilter wird eingelagert und bleibt unangetastet, es wird eine Attrappe gebaut, diese bringt das Öl von der Filterkonsole wieder zurück.


Ich beginne mit der Filteratrappe: ein 50er Rundstab ist noch von einem anderen Projekt übrig geblieben.

[attach=1]

Messen der Bohrung am Motor, diese Stelle ist eigentlich nur mit dem Innenfeinmessgerät erreichbar.
 
[attach=2]

Drehen des Rohres:

[attach=3]

[attach=4]

Ein starkes Flacheisen zugeschnitten:

[attach=5]

Ich habe in der Mitte einen Spannstift gesetzt damit sich die Teile selbst zentrieren.
Anschweißen:

[attach=6]

Anschließend hinten und vorn leicht geplant.

[attach=7]

Lochkreis von der Drehmitte her aufgezeichnet und die Befestigungslöcher gebohrt.

[attach=8]

Anprobe, meine "Messerei" stimmt soweit schon mal, Optisch muss ich noch was machen.

[attach=9]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.08.2020, 19:20:15
Weiter mit den arbeiten am Motorblock:

Mit einem Überlangen Fräser wird der Bereich unter dem Spaltfilter geplant.

[attach=1]

[attach=2]

Ausmessen der Mitte und bestimmen der Bohrung für den Ölrücklauf.

[attach=3]

Um ein Gefühl zu bekommen wie die Konsole aussehen wird habe ich das mal auf ein Blatt Papier gekritzelt.

[attach=4]

Finalisieren der Filterattrappe: Feilen der Radien.

[attach=5]

Nach dem die Atrappe montiert ist wieder auf die Fräse, 8er Bohrer in R2 Überlänge.

[attach=6]

Und er reicht nur knapp, ich muss ja nicht nur den Block sondern auch die Attrappe durchbohren.

[attach=7]

Aufbohren mit 15mm

[attach=8]

das hat nicht so gut funktioniert, der Bohrer hat beim durchbrechen des Blocks stark zu rattern begonnen.

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.08.2020, 19:32:24
Die eigentlich Filterkonsole wird aus Gusseisen, da hier viel zu bearbeiten ist und sich dieses Material einfach zerspanen lässt.
Außerdem habe ich ein Stück von einem Maschinentisch? noch liegen.

[attach=1]

Die Säbelsäge hatte ganz schön mühe die 40mm starke Platte kleinzukriegen.

[attach=2]

Das Material erfüllt die Erwartungen, nach kurzer Zeit ist die Platte auf ~28mm fast halbiert.

[attach=3]

Fräsen der groben Kontur optisch nach Anriss.

[attach=4]

[attach=5]

Ganz schön viele Späne.

[attach=6]

Weiter gehts auf dem Schraubstock: eine "Feilorgie" später.

[attach=7]

So wird das aussehen.

[attach=8]

Auslegen und aufzeichnen der Ölbohrungen.

[attach=9]

Mehr demnächst.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Eifel MAN am 16.08.2020, 23:19:34
Hallo Manni

Sehr sehr gute Arbeit die du da verrichtest. Daumen hoch
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Tom AS542A am 17.08.2020, 13:01:14
Wunderbar...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.08.2020, 20:15:04
Hallo Leute,

danke euch für den Zuspruch.


Weiter gehts mit positionieren der Befestigungsschrauben, (das war gar nicht so einfach) ich muss den Ölbohrungen ausstellen aber auch der Dichtfläche des Filters.
Ich habe mich für Senkschrauben mit kleinem Kopf entschieden (DIN63)

Bohren der Löcher:

[attach=1]

Zwischenzeitlich ist mir auch eine Idee gekommen was ich gegen die leicht ovale 15er Bohrung mache:

Feingewinde:

[attach=2]

Der Bohrer konnte immer nur ein kleines Stück mit der Zange gedreht werden dann wieder Kontrolle auf Winkligkeit.

Provisorische Befestigung der Konsole am Block:

[attach=3]

Mit der Magnetbohrmaschine habe ich die Löcher auf den Block übertragen, so gibt es kein Problem mit Fluchtungsfehlern.

[attach=4]

[attach=5]

Auch hier braucht es Gewinde, die Parallelunterlage dient der Kontrolle.

[attach=6]

Als Filter verwende ich den sehr gängigen W940 (wird mittlerweile sogar von Amazon vertreiben)
Dieser benötigt ein Zollgewinde zur Befestigung.

Drehen eines Adapterstummels:

[attach=7]

[attach=8]

Sieht zwar ganz nett aus, wird sich aber noch als unbrauchbar herausstellen.

[attach=9]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.08.2020, 20:28:30
Ausrichten der Konsole und Bohren der beiden längsten Ölbohrungen.

[attach=1]

[attach=2]

Dann auf die Drehmaschine, ausrichten auf den späteren Filter Mittelpunkt.

[attach=3]

Anbohren der mittleren Ölkanals, Bohrungsgrund planen und Gewinde reinschneiden.

[attach=4]

[attach=5]

Schaffen einer Vertiefung damit sich später das einströmende Öl verteilen kann.

[attach=6]

Durchbrechen auf den zweiten Ölkanal, die Feinarbeit habe ich mit der biegsamen Welle gemacht.

[attach=7]

[attach=8]

Wieder auf der Fräse, die Querbohrungen gemacht.

[attach=9]

Und die Zu- bzw. Ablaufbohrung.

[attach=10]

gleich geht weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.08.2020, 20:40:24
Aufbohren der Befestigungsbohrungen und Ansenken laut DIN Vorgabe.

[attach=1]

Im Lager zwei Schrauben ausgesucht, und die Köpfe passend abgedreht.

[attach=2]

[attach=3]

Schlitze sägen: die Schrauben werden beim Anziehen einiges aushalten müssen.

[attach=4]

[attach=5]

Zum Verschließen der Bohrungen mache ich Stopfen aus Aluminium.

[attach=6]

Auch das sieht auf den ersten Blick gut aus, aber es wäre besser gewesen hier zusätzlich Dichtmittel zu verwenden.

[attach=7]

So eine Stufe kommt wenn man kurz abgelenkt ist und mit dem falschen Bohrer zu arbeiten anfängt...

[attach=8]

Nächstes Drehteil, das Führungsrohr:

[attach=9]

[attach=10]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.08.2020, 20:54:04
Hier spielt meine Maschine nicht mit, ich verfehle die Passung und darf es nochmal machen.

[attach=1]

Sägen eine Schlitzes, das Teil sitzt später plan in der Bohrung.

[attach=2]

Die Konsole ist soweit fertig, ich habe sie einem Kollegen mitgegeben der ist mit der Flachschleifmaschine drübergegangen, das entfernt alle Berabeitungsspuren.

[attach=3]


Jetzt wollte ich den Adapterstummel anprobieren und habe festgestellt das es keine gute Idee war mit einer Metrischen Gewindeschneidplatte ein Zollgewinde zu versuchen, Außerdem habe ich vergessen einen "Antrieb" am Stummel vorzusehen.

Also nochmal:

[attach=4]

Gewinde ohne Freistich sind immer wieder eine Herausforderung, besonders wenn die Drehmaschine kein Bremse hat.

[attach=5]

Aber es hat dieses mal funktioniert.

[attach=6]

Den Stummel eingeschraubt, die Öleintritt Position markiert, und das Loch entsprechend gebohrt.

[attach=7]

[attach=8]

und gleich der letzte...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.08.2020, 21:00:44
Mit Schraubensicherung eingeklebt.

[attach=1]


Die Hinterseite grundiert:

[attach=2]

Die Attrappe ist mittlerweile lackiert, bereit für die Montage.

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

[attach=7]

Damit ist der Ölfilterumbau abgeschlossen, die Bewährungsprobe steht noch aus.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 20.08.2020, 21:11:48
Hallo Manni,
da hast du ja wieder ein Meisterstück hingelegt. Lass es dir gleich als Patent anmelden, einfach genial. Bei der Anstrengung und Präzision sollte es bestimmt funktionieren. Weiterhin viel Erfolg und ein baldiger Motor-Probelauf  :D

Gruß  Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Schmalspur-Tina am 20.08.2020, 22:20:32
Hallo Manni,
erstmal Respekt vor Deiner Arbeit.
Aber wir verstehen nicht das Du selbst die kleinste Schlitzschraube entsprechend dem Original erneuerst, wenn nur der Schlitz vernudelt ist. Alles muss perfekt und absolut original sein. Aber warum muss der Ölfilter unbedingt modernisiert werden ?
Das über 60 Jahre alte Filtersystem und die immer noch verfügbare Ölsorte die über 60Jahre dem Motor genügt haben ist doch immer noch verfügbar und die geleistete Arbeit wird der Trecker bestimmt nicht noch einmal vollbringen müssen deshalb gefällt uns das ganze hier nicht ?? Da wäre uns persönlich dann wichtiger gewesen zB. die Kühlertemperatur so zu regeln das der Ventilator nur läuft wenn das Wasser auch gekühlt werden muss und nicht immer.
Oder ein Bremskraftverstärker oder eine Bremsscheibe an der Kardanwelle zur Vorderachse oder eine Lenkhilfe und und.... einzubauen.
Aber jeder so wie er mag.
Viel Erfolg weiterhin.
Gruß Tina und Jürgen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Tom AS542A am 24.08.2020, 12:06:18
Original oder nicht... einfach super zu sehen das Jemand soviel Muhe und Fachmannkraft rein steckt... wunderbar!
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.09.2020, 13:42:54
Hallo zusammen,

seit meinem letzten Beitrag ist wieder einiges passiert (von wegen Sommerloch...)
Nicht alles positiv: meine Kamera die seit dem ersten Tag mit dabei ist, hat den Dienst quittiert.
Ersatz (eine sehr gute gebrauchte) wurde aber mittlerweile gefunden. 

Beim zusammenbau des Motors hatten wir so nebenbei eine Kamera stehen die ständig Fotos gemacht hat, mein Kumpel hat daraus einen kleinen Film gezaubert.
 
Video (https://www.youtube.com/watch?v=bVFi0gwgN9c)

Der Motor wurde mittlerweile angebaut, fetten des Starterkranzes:

[attach=1]

Ich habe Motor und Getriebe mit der Wasserwaage ausgerichtet, es war trotzdem noch eine arge fummelei bis sich der Motor aufschieben hat lassen.

[attach=2]

[attach=3]

Mit den Schrauben am Lochkreis komme ich noch nicht zusammen da war schon mal jemand dran, spätestens zum lackieren muss der Motor aber nochmal ab und ich werde mir das genau ansehen.

Im Schaltgetriebe, wurde bis 5,5l aufgefüllt, der Ölpegel reicht nun bis zur Mitte der Vorgelegewelle

[attach=4]

Auf dem Ölmessstab habe ich eine Markierung angebracht.

[attach=5]

Es müssen ca 25mm weg, die beiden Rillen nochmal zu machen war mir zu aufwendig, ich habe den Deckel entlackt den Stab ausgelötet, gekürzt und wieder eingelötet, jetzt muss halt der Deckel wieder neu lackiert werden.

[attach=6]

Der hintere Messstab muss auch noch angepasst werden, das wurde vergessen, wird aber demnächst in Angriff genommen.

Nun zu den Undichtigkeiten:

Die am Hinterachsrohr wird noch eine gröbere Baustelle, das spare ich mir für den Urlaub auf.

[attach=7]

Am Schaltgetriebe kommt es bei zwei Schrauben raus:

[attach=8]

In der Doku nachgesehen: diese Schrauben brechen nach innen durch, hier hätte man abdichten sollen.

[attach=9]

Einen vollen Tag gewartet bis alles Öl ausgelaufen war, beim durchschauen der Fotos ist mir aufgefallen das auch eine der Schrauben zur Kupplungsglocke durchbricht, das bedeutet nichts gutes.

Motor wieder abgebaut und nachsehen:

[attach=10]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 06.09.2020, 13:59:32
Wie zu erwarten kommt es auch hier raus.

[attach=1]

Zum Glück kommt man mit dem Gelenk ran sonst müsste die Bremshebelwelle wieder raus.

[attach=2]

Dann mehrfach mit Pressluft und Bremsenreiniger durchgespült und die Schraube eingedichtet.
Den Motor wieder angeschraubt, mittlerweile hab ich Übung und es geht immer schneller.

Am Schaltgetriebe die gleiche Prozedur:

[attach=3]

Es wurde dann eine volle Woche gewartet (die Dichtmasse härtet in den Hohlräumen nur sehr langsam aus) und das Öl wieder eingefüllt, bis heute hat sich keine Leckage mehr am Schaltgetriebe gezeigt.

Zu den beiden Dieselleitungen:

[attach=4]

Obwohl die Leitungen vorher zusammen waren stimmen sie jetzt nicht mehr, war aber nur etwas zum nachrichten.

[attach=5]

[attach=6]



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.09.2020, 20:39:24
Hallo zusammen,

weiter gehts mit der Leitung vom Öldruckmesser: die Originale hat einige Druck, Knick und Scheuerstellen, außerdem ist sie meines Erachtens zu kurz (dürfte wohl mal abgebrochen sein) sie verlief genau vor der Sicherungsbox.

Präzisionsstahlrohr in diesen Durchmesser kostet sehr wenig, ich versuche eine Neuanfertigung.
Der alte Dichtnippel/Kegel wurde abgelötet aber sieht schon sehr verbraucht aus, der wirds nicht mehr lang machen.

Da kein Ersatzteil verfügbar war habe ich einen Schlauchnippel genommen, die sind viel leichter zu bekommen.

[attach=1]

Das Stück für den Schlauch habe ich abgesägt, geplant und soweit aufgebohrt das der Durchmesser zum Rohr passt.

Alt links neu rechts:

[attach=2]

Rohr und passendes Biegewerkzeug:

[attach=3]

Ich habe rechts am Anschluss begonnen und mich dann nach links vorgearbeitet, die beiden Dieselleitungen durfte ich nochmal abbauen...
 
[attach=4]

So konnte ich das Rohr immer kurz drahhalten, Markierungen setzten und zum biegen wieder zum Schraubstock.

[attach=5]

Der Anschluss am Instrument ist nicht in der Mitte, es gibt noch eine Etage unterm Tank.

[attach=6]

[attach=7]

Den Anschluss winkelgenau zu treffen war dann die größte Herausforderung.

[attach=8]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.09.2020, 20:57:49
Das Löten habe fast noch "vergeigt" bei so dünnen Rohren ist vorsicht geboten (besonders wenn man nur selten lötet so wie ich) man ist sofort durch. Die Überwurfmutter sollte außerdem vor dem Löten am Rohr sein...

[attach=1]

Am Anschluß rechts ist eine  90° Standard Schneidring Verschraubung.

[attach=2]

Die Montagekralle drückt einfach stumpf gegen das Instrumentenbrett, das sagt mir nicht zu, es wurde aus 0,5er Alublech eine sehr dünne Beilagscheibe gemacht.

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

Das hat recht gut funktioniert, ob es auch dicht ist wird sich (wiedermal) noch zeigen.

Als nächstes werde ich die Andrehkurbel nachbauen, irgendwo hier im Forum gabs mal ein Foto davon, das habe ich mir abgespeichert.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 14.09.2020, 09:29:03
Hi Manni, wenn ich deine Bilder sehe und die Berichte dazu, dann geht mir das Herz auf.
Hier die Maße von der Kurbel von unserem Nordlicht.

http://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/wiederbelebung-a45a/120/
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 14.09.2020, 16:11:13
Hallo Leo,

ich lese mit Begeisterung manni's Berichte. Mit welcher Akribie er die diversen Probleme angeht und zu einer Lösung kommt ist faszinierend.
Ich bin überzeugt, dass viele hier mit der gleichen Begeisterung mitlesen.

MAN(N) darf manni hier auch mal ein Kompliment machen, das hört jeder gerne....tut einfach der Seele gut!

Leo hat seine Freude schon gezeigt!

Gruß
Gerhard

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Uliman am 14.09.2020, 19:44:43
Hallo Manni,

ich kann Leo und Gerhard nur zustimmen.
Deine Berichte sind immer ein Highlight und ich lese sie immer mit Begeisterung!

Ich freue mich schon auf die nächsten Beiträge!

Gruß Uli 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: FrontMAN am 14.09.2020, 20:16:32
Hallo Manni,
lange Rede, kurzer Sinn: Immer wieder faszinierend deine Berichte. Das liest sich wie ein Bilderbuch. Kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Für alle nachvollziehbar.
Gruß Armin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 14.09.2020, 21:15:43
Hallo Manni,
auch von mir wieder mal ein dickes Lob nach Tirol. Habe mir vor meiner Restauration deinen gesamten Bericht "reingezogen", MAN konnte nicht wieder aufhören. Konnte viele Tipps von dir mit einbeziehen, aber vor deiner Geduld und Genauigkeit "Hut Ab". Da kann sich dein MAN wirklich mit dir auf seinen Neustart freuen.  :D
Weiterhin viel Erfolg!   Gruß  Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 16.09.2020, 08:56:44
Gerhard, ich weiß was Rückschläge sind, da ich sie zu genügend erfahren habe.
Deshalb ist es sehr wichtig anderen immer wieder Mut zu machen. Es gab und gibt immer noch genug wo eine Restauration abbrechen, weil sie nicht mehr weiter kommen, oder vor Frust aufhören.
Weiter hin viel Erfolg an alle.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.09.2020, 10:28:25
Hallo zusammen,


danke euch für die Blumen!

@leo: Danke für das Foto mit den Maßen, das kannte ich noch nicht.


Damit steht der Fertigung nichts mehr im Wege. Auf den Innensechskant an der Hinterseite habe ich verzichtet, diesen kann ich nicht selbst machen und das zu vergeben würde sich wieder über Monate hinziehen.

Ein Stück irgendwas: da nicht geschweißt wird und das Teil keine Kritische Aufgabe erfüllt kann die Materialqualität im dunkeln bleiben.

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Auf der Fräse das Querloch gebohrt.

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Oberen Rand ausgelegt und den Verlauf der Schnecke angezeichnet.

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Die grobe Kontur mit einem Frästift Freihand gemacht, finalisiert mit der Rundfeile.

[attach=5]

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Einen Rundstab aus Baustahl passend gedreht und mit Kleber eingepresst.

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An der Hinterseite ein Gewinde geschnitten.

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Zwei Ronden gedreht, die vordere ist geschraubt die hinten nur geklebt.

[attach=9]

Die Vorderseite geplant, so wird die geschraubte Stelle "unsichtbar".

Die Querbohrung mit Gewinde für den Griff gemacht:

[attach=10]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.09.2020, 10:49:18
Ein weiterer Baustahl Rundstab: Am Ende ein Gewinde aufgeschnitten und fest eingeschraubt.

[attach=1]

Biegen:

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Passt:

[attach=3]

Exakt wie das Original ist er nicht, ein paar Sachen habe ich vereinfacht.
Bei MAN dürfte das ein Schmiedestück gewesen sein.

Die Kurbel wurde gleich ausprobiert, den Motor über die Kompression zu drehen ist nur schwer möglich. Ich habe das Ventilspiel Einlaß auf 0 reduziert so werden sie undicht und der Motor kann gedreht werden.

Nach einiger Kurbelei und kurzem "Ansaugen" kommt Öl am Filter an:

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Jetzt will ich es wissen: auf den Tank habe ich einen Spiegel gelegt um das Manometer im Blick zu haben.

[attach=5]

Nach einigen Minuten weiterkurbeln beginnt das Instrument anzuzeigen.
Schnappschuss:

[attach=6]

Ich komme per Hand problemlos auf 2,5 bar die Ölpumpe scheint in Ordnung zu sein.

Etwas anderes: Der Getriebedeckel liegt nur auf, mit zwei Schrauben gesichert, ich habe mit eine Dichtung geschnitten damit nicht wieder Dreck reinkommt.

[attach=7]

Die Idee eine Farbabdruck zu machen (um zu sehen wo die Löcher hinmüssen) war nur bedingt gut, die Farbe ließ sich nicht mehr von der Dichtung entfernen, damit kann ich aber leben.

[attach=8]

[attach=9]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.09.2020, 19:10:53
Hallo zusammen,

die letzten Tage ist wieder einiges passiert:
Die Abdeckung vom Umgehungsventil Ölfilter musste ich neu eindichten, da kam es raus.

Zeit sich die Dieselleitungen anzusehen, am Tank den Absprerrhahn geöffnet: 

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Mit der Handpumpe wurde begonnen die beiden Filtergehäuse zu füllen.

[attach=2]

Dann die beiden Filter eingebaut uns weitergepumpt bis Diesel aus der Rücklaufleitung im Tank ankommt.

[attach=3]

Bei ein paar Dichtringen kams dann recht schnell rausgelaufen, ich habe die Ringe geglüht und wieder eingebaut.

[attach=4]

(Die Zange ist schon kaputt, sonst würde ich sie nicht in die offene Flamme halten.)
Soweit ist mir nichts mehr aufgefallen, genau sehen wird man es eh erst beim Probelauf.

Am Motor komme ich derzeit nicht weiter, also zur Vorderachse:

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Die recht eingelaufenen Lagerflächen wollte ich nicht so lassen, der Kollege hat sie sauber gefräst.

[attach=6]

Nun zum schwierigen Teil, dem Einbau der Gelenkwellen.
Im Werk wird es sicher eine Vorrichtung für diesen Arbeitsschritt gegeben haben, ich versuche mal das nachzubauen.

Aus einem Stück Baustahl habe ich einen Ring mit Nut gedreht.

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[attach=8]

Anschließend wurde vom Ring ein Stück herausgesägt und der Rest dann geteilt.


Gelenkwelle vorbereitet:

[attach=9]

Das Lager wurde gleich mit Fett bestrichen:

[attach=10]

gleich gehts weiter ...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.09.2020, 19:43:17
Die Teile auf die Gelenkwelle montiert und die Montagehilfe unter den Seegerring gefädelt.

[attach=1]

Das sieht auf den ersten Moment schon ganz nett aus hat aber einen groben Fehler, im eingepressten Zustand muss sich die Montagehilfe wieder entfernen lassen.Ich habe ein Stück abgefräst und stattdessen einen Blechstreifen eingelegt.

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Beim Einbau dann kam recht schnell raus das wird auch so nicht funktionieren, das einpressen geht zwar super aber ich krieg die Teile nicht mehr raus.

Das wollte ich aber nicht wahrhaben und es wurde so einige Zeit rumgefummelt bis alles total zerkratzt war.
Am Ende musste die Welle wieder raus.

Neuer Plan: die Montagehilfe wurde erheblich abgefräst und passende Einlegestücke dazu gemacht.

[attach=3]

Auch darf das nicht extrem streng gehen sonst lässt sich sich das später wieder nicht entfernen.

Beim nächsten Versuch klappt es dann, mit einem Haken können die Teile herausgefischt werden, für erhöhte Schwierigkeit sorgt auch das der Seegerring ständig im Weg ist.

[attach=4]

Den Seegerring einzuhängen war dann nur noch die kleine Hürde.

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[attach=6]

Die Gegenseite gleichermaßen vorbereitet.

[attach=7]

Sobald man weis wie es läuft geht es dann in 5 min und ohne einen Kratzer auf der Nabe.

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 29.09.2020, 20:15:42
Hallo, noch eine kleine Anmerkung:
 ist das Überdruckventil in Kraftstoffrückleitung überprüft? Die Boschpumpe ist vielleicht nicht so empfindlich, wie dei Deckel. Aber wenn das Ventil nicht richtig Druck hält, bedarf es beim Starten einige Umdrehungen der KW bis der Vordruck durch die Förderpumpe reicht um die E-Pumpe vernünftig mit Kraftstoff zu versorgen.

Trägst Du eigentlich weisse Handschuhe bei der Motage?  :)

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Tom AS542A am 30.09.2020, 13:59:03
Trägst Du eigentlich weisse Handschuhe bei der Motage?  :)

 :D :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.10.2020, 19:29:12
Hallo Ali,

ja das Ventil habe ich mir angesehen, soweit keine Auffälligkeiten.

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Die Probleme kommen von den Kupferdichtringen, die sind großteils "verhärtet". Nach dem glühen merkt man den Unterschied beim Anziehen sofort.

(Und nein, beim Zusammenbau benutze ich keine Handschuhe  :D )


Weiter mit der Vorderachse: Für die beiden Lenkhebel habe ich neue Zylinderstifte beschafft.

[attach=2]

Die Sachen werden immer so schnell schwer, ohne Kran läufts nicht.

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Schrauben habe ich aktuell irgendwelche genommen, die "richtigen" besorge ich erst wenn das mit den Kotflügeln durch ist.

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Dichtringe für die Ablassschrauben

[attach=5]

Öl einfüllen:

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Eine Sache wurde allerdings zu wenig beachtet: die alten Druckscheiben sind arg eingelaufen und müssen neu.
Ich werde mir überlegen ob ich da selbst rangehen kann oder ein Kumpel dran muss.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.10.2020, 13:31:01
Hallo zusammen,

am Motor rührt sich leider immer noch nichts, ich habe wieder angefangen mit Kleinkram.

Die Hupe:

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Ich habe die Kontakte ans Ladegerät gehalten: funktioniert nicht, egal, dann fliegt sie in die Tonne, ich habe vor einiger Zeit am Flohmarkt eine gefunden die noch sehr gut aussieht.

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Allerdings musste ich feststellen das diese auch nicht funktioniert...
"Da kann nicht viel sein" den Deckel abgeschraubt: es kommt nur noch verbrannter Dreck zum Vorschein, die Hupe ist Schrott.
 
Ok, ich wurde über den Tisch gezogen...  :P

Soviel zum Thema Abkürzung, ich habe dann doch begonnen die alte zu zerlegen.

[attach=3]

[attach=4]

Die ist zwar gut verdreckt aber nichts ist wirklich kaputt, die Lötstellen wurden aufgefrischt und die Teile sandgestrahlt.


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Zusammenbau:

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Lackieren:

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gleich Teil 2...

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.10.2020, 13:39:06
Der Befestigungsbolzen war irgendwie beschichtet, ich habe die Teile verzinken lassen.

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[attach=2]

Eine der beiden Schrauben ist verloren gegangen, das sind aber nur Messing Gewindestifte.

[attach=3]

Aus der Bastelkiste zwei Messingschrauben gefischt, Köpfe abgesägt, und Schlitze geschnitten.

[attach=4]

[attach=5]

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Test mit einer Batterie:

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Ist (sehr) laut, Funktion in Ordnung.



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.10.2020, 19:54:43
Hallo zusammen,

ich konnte dieser Tage wieder eine Baustelle abschließen: Das Zündschloss (Schaltkasten)

[attach=1]

Die 8-kant Mutter hat mir ein Kollege gedreht, an der alten war das Gewinde ausgerissen.


Abschließend noch alle Teile Sauber abgeschliffen, bin noch beim überlegen ob ich wieder schwarz lackiere oder doch verzinken ?


Hier noch ein älteres Foto dazu:

[attach=2]

Ich habe mich für Zink entschieden, wenn es mir nicht mehr gefällt kann ich immer noch schwarz drüberlackieren.

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Montage:

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Die bewegten Teile habe ich leicht gefettet.

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Gehäuse aufgesetzt und zugebogen.

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Die 8-kant Mutter ausprobiert: lässt sich leicht aufschrauben, etwas ist aber komisch.
Nach etwas rumgemesse wird klar das das Gewinde am Schloss schief aufgewalzt wurde.
(dies hatte auch die alte Mutter zerstört)
Ich weis nicht was ich dagegen machen soll, dieses Schloss gibt es als Ersatzteil nicht mehr, man könnte maximal einen Nachbau nehmen.

Erst vor kurzen hatte ich eine Idee dazu: eine keilige Beilagscheibe soll es werden, diese ersetzt auch gleich die vorhandene.

6,5 /10 ist die Abweichung.

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gleich Teil 2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 18.10.2020, 20:10:28
Aluronde mit 2mm:

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So dünne Sachen zu bearbeiten ist immer wieder eine Herausforderung, Alu lässt sich aber sehr gut kleben.

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Foto7777:  8)  Nachdem außen-innen fertiggedreht ist, das Teil auf der Fräse ausgerichtet bis die gleiche Neigung wie am Schloss erreicht ist.

[attach=7]

Der Fräser ist zu groß, aber ich habe keinen anderen der noch richtig scharf ist.

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Mit Bunsenbrenner erwärmt damit der Kleber wieder auslässt, den Kern herausgedrückt und entgratet.

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Ein passende Schutzkappe hab ich eher zufällig in der Bucht entdeckt.

[attach=5]

[attach=6]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.10.2020, 19:57:23
Hallo MAN-Gemeinde,

die letzten Woche ist wieder einiges passiert, alles in allem diverser Kleinkram:

In die Vorderachse hatte ich ja schon vor einiger Zeit Öl eingefüllt, es schien alles dicht zu sein bis ich jetzt mal genauer hingesehen habe.
Beim Antriebsflansch kam es bereits ordentlich raus, beim Aufmachen dann gabs eine Überraschung.

[attach=1]

Die Dichtmasse hatte sich überhaupt nicht verteilt, ich habe wohl zwischen Auftrag und Zusammenbau zuviel Zeit vergehen lassen außerdem wurde zuwenig verwendet.
Nachdem ich alles entfettet habe wurde der Flansch neu eingedichtet, dieses mal kam die Masse auch überall raus das sollte jetzt hinhauen.

Beim umräumen ist mir die Rutschkupplung in die Hänge gefallen, entrosten ist eine passende Arbeit für "zwischendurch".

[attach=2]

[attach=3]

Zwei Gewinde sind ausgerissen bzw. wurden aufgebohrt  (das ist mit schon beim zerlegen aufgefallen)
Der Steg dazwischen ist nur dünn ich versuche mein Glück mit Drahtgewindeeinsätzen.

[attach=4]

[attach=5]

Viel tragfähiges Material ist nicht vorhanden, aber ich lasse das jetzt mal so, wenn sie das festziehen nicht überstehen kann ich immer noch eine andere Lösung suchen.

Den Ölmessstab habe ich schon eine Weile aufgeschoben, jetzt war mal Zeit dafür.

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Gekürzt, eine Fläche gefeilt, die zwei Kerben mit einem Meißel eingeschlagen.

[attach=7]

Wieder etwas das von der "ToDo Liste" kann.

[attach=8]

Irgendwann mal unter Dusche ist mir eingefallen das ich immer noch kein Öl im Lenkgetriebe habe.

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Zum Glück geht da nur sehr wenig rein.

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gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 26.10.2020, 20:34:37

Beim Schottnippel neben der Wasserpumpe gibt es eine Leckage, es tropft langsam Diesel raus.

[attach=1]

Der Dichtkegel ist ja neu von daher vermute ich das dieser in Ordnung ist.
Ich habe den Schottnippel ausgebaut, auch hier war nichts auffälliges zusehen.

Ein Schrauberkollege meinte ich sollte den Sitz nachschleifen das würde mit einem Schleifstift recht einfach gehen.

Nachdem nichts passendes da war im Baumarkt ausschau gehalten: 60° gibts nicht von der Stange also einfach einen mit sehr feiner Körung gekauft um ihn anzupassen.

Das ging mit einer abgenutzten Wendeplatte gar nicht so schlecht.

[attach=2]
 
Etwas Öl auf den Schleifstift gegeben und den Sitz nachgerabeitet.

[attach=3]

An den Kontaktflächen hat man auch sofort gesehen das der Sitz nicht mehr richtig gestimmt hat, ich habe solange geschliffen bis eine Fläche entstanden ist.

Den Schottnippel gereinigt, es dürfen keine Schleifkörner zurückbleiben, und wieder eingebaut.

[attach=4]

Sieht sofort besser aus, ich denke das er auch dicht sein wird.

Am Freitag hatte ich kurzfristig einen freien Tag, so habe ich mir etwas größeres vorgenommen.

Hier ein altes Bild vom Hubwerk (wie es bei Steyr heißt):

[attach=5]

Diverse Teile fehlen, andere sind arg verbogen, eigentlich weis ich gar nicht wo ich anfangen soll.

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Der Verstellmechanismus ist fest, aber nicht vom Rost sondern durch die "Bananenform". Eine große Rohrzange musste ran.

[attach=7]

Grobrichten der Teile: Ich hab es dann aber wieder gelassen, es macht wenig Sinn hier viel Arbeit zu investieren wenn ich noch nicht mal weis was ich wieder verwenden kann.

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Alle Teile in die Kabine zum entrosten / entlacken gebracht

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[attach=10]

Da wartet noch eine Menge Arbeit auf mich, ich muss mir einen "Schlachtplan" überlegen wie ich hier vorgehe.
Von den Teilen passt einfach nichts richtig zusammen, der Kraftheber war ja für den Steyr 80/180 bestimmt und nicht für einen MAN.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 08.11.2020, 19:46:20
Hallo zusammen,

aufgrund privater Tiefschläge ist derzeit ein wenig die "Luft raus", so geht es nur langsam weiter.

Beim Kraftheber glaube ich aber mittlerweile einen Plan zu haben:

-Die beiden Hubstreben sind bis auf die Kugeln gut und werden wiederverwendet.
-Die fixe Zuggabel hat für den 440er die falsche Länge, die Bohrungen sind ausgeschlagen, kurzum da bin ich schneller mit neumachen.
-Bei der verstellbaren Zuggabel muss das Gewindeteil (in der Mitte) neu das ist zu schwer verschlissen, die Gabeln sollten sich aufarbeiten lassen.
-Die alte Ackerschiene wäre noch gut, ist aber für "System Kat1" und passt mit den 22mm Zapfen nicht für die großen Kugeln.
Ich habe zuerst noch ans anfertigen einer neuen gedacht, die Schiene ist aber im Zubehörhandel recht einfach zu bekommen und sollte nächste Woche geliefert werden, mal sehen wie sie passt, es könnte sein das ich die Länge anpassen muss.
- Die Befestigung am Achstrichter (so wie es der Vorbesitzer hingebastelt hatte) kommt nicht mehr, die Hubstreben sind lang genug sodass ich die Bohrungen unten am Getriebe benutzen kann. Hier werde ich eine zentrale Welle montieren auf der dann die Hubstreben und die Seitenstreben befestigt werden. Auch wenn sie Optisch nicht der Knaller werden wird: mit dieser Lösung erschlage ich mehrere große Probleme auf einmal. (Fluchtungsfehler zwischen den Streben)


Auftrennen der Nähte:

[attach=1]

Wenn die Kugeln raus sind lässt sich das Gehäuse herausschlagen.

[attach=2]

Reinheften der neuen Kugeln:

[attach=3]

Der Kraftheber wurde aufgesetzt und ein Provisorium gemacht damit ich die Teile ausmessen kann.

[attach=4]

Anfertigen der Teile für die fixe Zuggabel:

[attach=5]

[attach=6]

Ist noch ein bisschen Klobig, ich werde irgendwann noch große Radien dranmachen. Die Verbindung mit dem Rundstab ist mit einem M24 Gewinde ausgeführt da ich nicht wusste aus welchen Stahl der Vierkantstab war.

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Die Gegenseite: (gut zu sehen die ausgeschlagen Bohrungen)

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Ausräumen: (Foto No.# 8000  8))

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Auch hier muss ich die Radien noch dranfeilen.

[attach=10]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 09.11.2020, 18:13:43
Hallo Manni,

wieder saubere Arbeit, die du abgeliefert hast. Ich glaube es gibt kein Bauteil an deinem Schlepper, wo du nicht Hand angelegt hast. Da habe ich ja mit der Substanz von meinem 4L1 wirklich Glück gehabt, obwohl auch einiges zu machen war bzw. ist. Aber ich denke wenn du fertig bist, hast du viele Jahre deine Freude daran. Auch wenns mal Tiefschläge gibt, unser Hobby baut uns wieder auf.
Weiterhin viel Erfolg  :)

Gruß  Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.11.2020, 14:19:23
Hallo Thomas,

danke für deinen Zuspruch, ja mir wäre es auch lieber gewesen wenn nicht jedes Teil eine Baustelle darstellen würde, vor allem die Schäden die vom Vorbesitzer verursacht wurden.
Ganz ehrlich gesagt: als "Erstlingsprojekt" ist das der falsche Traktor...
Aber mittlerweile bin ich schon soweit da ist aufgeben nicht mehr drin.


Die Ackerschiene wurde mittlerweile geliefert:

[attach=1]

Die Maße stimmen mit denen im Online Katalog nicht zusammen, (wie könnte es auch anders sein?) die Schiene ist 25mm kürzer,
das ist nicht kritisch mit dem kann ich leben.
Schwieriger ist das die beiden Zapfen zu dick sind, sie passen nicht in die Kugeln.

Ok, dann drehe ich etwas ab sollte keine große Sache sein, eingespannt und mit der Uhr die Mitte gesucht, da hatt es mich fast auf den Arsch gerissen, die Dinger haben 2mm Schlag!

Tja um 60€ darf man nichts hochwertiges erwarten, ich habe die Zapfen angeheizt und ausgebogen bis der Schlag nur mehr 2-3/10 war, so konnte ich dann ans abdrehen gehen.

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Radius formen:

[attach=3]

Der Vierkantstab für die Befestigung der Unterlenker.

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Beide Seiten abgedreht und mit Gewinde versehen.

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Den Traktor etwas hochgebockt und das Lochbild auf der Unterseite vermessen.

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Eine Attrappe aus Sperrholz angefertigt.

[attach=7]

Die Teile mal grade so zusammengesteckt:

[attach=8]

[attach=9]

Ich hätte gesagt das sieht stimmig aus, an der Seiten muss ich mir noch Gedanken wegen der Abstützung machen, mal sehen wies weitergeht. 


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 22.11.2020, 21:35:11
Hallo,
die Unterlenker würde ich verstärken, sie verbiegen sehr leicht. Von unten ein Flachstahl auf ganzer Länge anschweissen, als quasi  "T" (umgedreht).
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Felix am 23.11.2020, 16:58:25
Verstärkung am Unterlenker, ab Werk so ...
Gruß
Felix
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.11.2020, 22:09:01
Hallo zusammen,

mich hat es erst auch gewundert das Steyr nur die Flacheisen für die Unterlenker vorgesehen hat, hier ein Werksfoto: 

[attach=1]

Mir ist dann aber aufgefallen das die Bohrungen in den Unterlenken nach 60 Jahren noch maßhaltig sind, (im Gegensatz zur Zuggabel)
hier wurde kein einfaches St37 verwendet, die Teile sind ordentlich zäh.
Von daher würde ich jetzt mal sagen, wenn es so lange gehalten hat kann die Konstruktion nicht so schlecht gewesen sein.

Aber diese Baustelle wird etwas nach hinten verschoben, gestern hat sich an einer anderen Ecke was getan:


Fürs erste bin ich mit der Maske durch, eve. beißt ein Bekannter noch an und beult mir das Ding aus, sonst muss ich mir jemanden suchen.

Das ist schon wieder so lange her das mir schwindlig wird wenn ich dran denke, ich hatte die Maske zu einer Firma gebracht um sie richten zu lassen, kurzum: es ist seit damals nichts passiert, gestern ist mit dann die Geduld ausgegangen und ich habe die Teile zurückgehohlt. 

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Der Tragblock wurde hervorgekramt und abgestaubt:

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Unter dem Kühler waren dicke Filzstreifen untergelegt, (muss ich erst organisieren) derweilen habe ich Reste genommen.

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Ablasshahn eingedichtet.

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Rohrbogen:

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Das Ding da wieder reinzukriegen ist ja ne mords Fummelei. 

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Thermostat:

[attach=10]

In den nächsten Tagen werde ich die Dichtheitsprobe machen (mir graust schon davon) mal sehen wo es überall rausläuft.
Der Plan ist nächstes Wochenende die letzten arbeiten um den Motor abzuschließen mit anschließenden Probelauf.

schöne Grüße aus Tirol

manni
 

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 28.11.2020, 23:54:11
Hallo Manni,

du siehst langsam Licht am Ende des Tunnels.......

Willst du das Hubwerk vom Steyr nachbauen oder das vom MAN? Aufgrund vom unterschiedlichen Aufbau der beiden Hubwerke sollten auch die Kräfteverhältnisse an den Streben unterschiedlich sein.....und damit die Dimensionierung.

Oder mache ich hier einen Denkfehler?

Ansonsten bewundere ich immer wieder deine akribische Arbeit und Ausführung!

Klasse!

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.11.2020, 18:28:22
Hallo Gerhard,

mit dem Kraftheber habe ich noch so meine Probleme, das was ich hier mache war so nie vorgesehen.
Wahrscheinlich werde ich aber nur die beiden Steyr Unterlenker wiederverwenden können und der Rest muss irgendwie angefertigt werden.

Ich war heute in der Werkstatt mit aufräumen beschäftigt, ein anwesender Kollege hat mich herausgefordert, so habe ich zwei Kübel Wasser in den Kühler gefüllt.


[attach=1]

Ein Kurzen Moment sah alles gut aus, dann fing es auch schon zu laufen an.

[attach=2]

Das Thermostat und der Rohrbogen sind mir egal, das ist großes Problem.

Eher von der Katastrophalen Sorte ist das:

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Da wartet noch richtig viel arbeit auf mich....   :o


schöne Grüße aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Tom AS542A am 30.11.2020, 15:42:41
Oi... Kopfdichtung?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.12.2020, 21:54:13
Hallo zusammen,

ja es war die Kopfdichtung, ich habe die Vorspannung der Schrauben kontrolliert, da ging nichts mehr.
Durch das übermäßige anziehen wurde rund um die Schraubenlöcher Material hochgezogen,
es wäre notwendig gewesen auch den Block zu planen, aber dafür ist es jetzt zu spät.
Ich habe zwar nen langen Atmen aber auch mir geht irgendwann die Puste aus, und jetzt den Motor wieder komplett auszuräumen und wieder vorn zu beginnen ist auch finanziell nicht mehr drin, es muss anders gehen.

Bas hat mir eine neue Dichtung zukommen lassen, die ist etwas dicker. Ich habe die Bereiche um die Wasserdurchführungen dezent mit Curil bestrichen mal sehen ob das was wird.

Zwischenzeitlich habe ich beim Kraftheber weitergemacht.

Übertragen der Maße von der Attrappe aufs Blech.

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Gebohrt und geschweißt:

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Bei der fixen Zuggabel wurde die Stange auf das fertige Maß gebracht.

[attach=3]

Feilen von diversen Radien:

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Ich habe dann zwei Tage lang nur Drehteile gemacht, es haben alle Bolzen gefehlt (teilweise waren alte Schrauben drin)

[attach=5]

Die verstellbare Zuggabel, bereitet mir Kopfzerbrechen, wo soll man da anfangen? es stimmt einfach nichts mehr...
 
[attach=6]

Ich habe dann doch einen Nachmittag verbracht mit zuschweißen und ausrichten.

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Bei der unteren wurden dann erstmal die Löcher neu gebohrt.

Das Spannrohr ist zu kurz und kommt neu, beim alten sind die Gewinde eh schon abgenutzt / zerfressen.

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Die Kugel wurden wiederverwendet:

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schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 21.12.2020, 12:58:04
Zu  den abdichten der Zylinderkopf  auf dem Motorblock    gibt es immer enrneut probleme  bei der  9214 G Motor , auch hier beim as440 von Manni  trotz  saubere Arbeit     ,   bei der Buchsenüberstand  ist immer den vorgeschriebener Maß  0,02mm-0,05mm zu beachten , ich wurde dan eher 0,02 - 0,03mm einhalten  ;

Weil  der ``normalen`` Zylinderkopfdichtung  von 0,75mm   sowieso  probleme   gab  beim abdichten    habe ich   1,00mm starke  Dichtungen anfertigen lassen , Herr Zintl hat die gleiche erfahrung ,   dazu  habe ich   aufgummierte  oder  beschichtigte  Dichtungen in 0,75mm  zum verkauf anfertigen lassen , da  Manni   seiner  beschichtigter 0,75mm  (  irgendwo  innerhalb Österreich oder Deutschland bezogen?) nicht  getaucht hat    habe ich ihm ein 1,00mm  Starke  Dichtung   zugeschickt  ,   bin  Neugierig ob dieser taucht  und wie hoch er die Laufbuchsen im Block stehen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.12.2020, 19:54:11
Hallo,

aktuell schwankt der Überstand zwischen etwas unter 4 bis etwas über 4/100.

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Das Hauptproblem vermute ich allerdings immer noch in den verzogenen Schraubenlöcher vom Motorblock.(in Kombination mit den Rostspuren der durchgerosteten Kernstopfen.)
Nächste Woche sollte die Dichtmasse genug Zeit zum aushärten gehabt haben, dann wird erneut Wasser gefüllt und ich weis mehr.


Am "Heck" gings wieder ein bisschen weiter:

Ich habe eine neue Gabel gebogen, so ist jetzt oben und unter das gleiche Material (Stärke und Breite) vorhanden.

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Außerdem wurden beide Gewindestücke neu gedreht, auf die kommt es jetzt auch nicht mehr an.

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Bei solchen eindrücken fällt die Entscheidung recht einfach.

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Für die Befestigung der Unterlenker werde ich Abstandrohre verwenden, diese und die Zentrierscheiben für die beiden Stützen wurden ebenfalls angefertigt. 

[attach=5]

[attach=6]

Da aktuell die Geschäfte wieder zu sind habe ich die Klappsplinte online bestellen müssen, es fehlen jetzt nur noch die beiden Abstützungen am Achsrohr, dann sollte das Thema Kraftheber durch sein.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 25.12.2020, 22:20:33
Hallo  Manni ,    deinem Motorblock hätte  wie schon beschrieben   am oberseite  Plangefräst werden mussen , also ist es für  derjenen die im Zukunft ein Motor revidieren wollen  ratsam die oberseite vom Block zu beobachten ob es plan ist  , meiner  0024m Block habe ich am oberseite plan fräsen lassen.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 26.12.2020, 12:14:53
Hallo,
Zuerst für Allen ein frohes, behutsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neues.
2020 war ein Jahr was wir besser im Rückspiegel setzen können.
Manni,
Der Zyl,kopf muss sowieso runter, da muss es doch eine Mõglichkeit geben da wo die Zyl.kopfschrauben im Motorblock angreifen, etwas Plan zu schleifen.
Zum Beispiel mit einen elektrischen Magnethalter, ich dachte an eine Bohrmaschine mit Schleifstein.
Nur so eine Idee.
Viel Erfolg und Beste Grüße, Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 26.12.2020, 14:18:21
Hallo Manni,

sehe es geht weiter bei dir. Feine Arbeit für den Kraftheber.

Ich habe meinem Motorblock nicht planen lassen. Den Zylinderkopf auch nicht. Es gab am Block ein paar leichte Unebenheiten.
Ich habe die Kopfdichtung beidseitig mit DIRKO an den neuralgischen Stellen bestrichen. Bisher ist dort keine Undichtigkeit festzustellen. Hoffe daher auch auf einen Erfolg bei dir.

Ansonst wirst du wohl nicht drum herum kommen, die Flächen irgendwie plan zu bekommen.
Mit einer Magnetbohrmaschine wie Michael schreibt würde ich auch für eine mögliche Lösung halten.


Ansonsten Wünsche ich noch schöne Feiertage.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.12.2020, 08:24:11
Hallo zusammen,

ich habe gestern Abend Wasser gefüllt, augenscheinlich gibt es keine Leckagen. Heute Nachmittag schaue ich nochmal drüber.
Wenns dann immer noch dicht ist kanns weitergehen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 29.12.2020, 09:08:23
Guten Morgen Manni,

das ist doch schon mal gut zu hören.
Ich möchte deine Freude nicht schmälern, aber ob es wirklich Dicht ist wirst du sehen, wenn der Motor mal läuft und richtig warm wird. Da kann sich dann doch noch etwas zeigen.

War bei mir auch so. Nach dem ersten Versuch hat sich Wasser bei Motorbetrieb über irgendwelche Schleichwege in die Durchgangsbohrung der Kopfschrauben nähe Lufteinlass gedrückt und ist durch den Guss unter der Farbe hervorgetreten. Da haben wir schon echt blöd geguckt. Beim ersten Aufbau hatte ich auch kein DIRKO benutzt.
Beim zweiten Aufbau habe ich dann wie schon beschrieben alles mit Dichtmasse eingesetzt, seit dem ist auch mit warmen Motor alles Dicht.

Hoffe das dein Curil ähnliche Wirkung letztendlich zeigt.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.12.2020, 21:47:12
Hallo Stefan,


das ist mir klar, wenn der Motor heiß wird kann es immer noch irgendwo anfangen zu pissen.
Ich habe beschlossen das ich dieses Risiko gehen werde, wenns daneben geht muss ich halt nochmal ran.

Heute beim Lokalaugenschein: An der Wasserpumpe (wie kann es anders sein) hängen 2-3 Tropfen sonst ist alles trocken.
(hier mache ich erstmal nichts, das wird weiter beobachtet)
Motor mit Kurbel durchgedreht, (es könnte Wasser in den Brennraum eingedrungen sein) dabei Ventilspiel erstmal eingestellt.
Eine alte USV Batterie an den Schubmagnet angeschlossen und ausprobiert.
Den Startstrom kann diese aber nicht liefern, ich benutze dafür einen alten Gleichstromumformer.

Bilder von diesem Aufbau möchte ich nicht zeigen solche Aktionen sind etwas grenzwertig, außerdem ist es mit diesem Setup schnell möglich den Anlasser durchzubrennen.

Sollte der Motor sich dazu entschließen etwas "unvernünftiges" zu machen habe ich zwei 5mm Gummiplatten bereitgelegt.

[attach=1]

Als erstes wurden die Überwurfmuttern der Einspritzleitungen gelockert, dann der Anlasser mit der Hilfsbatterie eingerückt.
Der Strom wird anfangs niedrig gewählt (ca. 100A, der Starter schafft es kaum den Motor zu drehen),
dann wird langsam erhöht bis der Anlasser (vom Abeitsgeräusch her) die "richtige" Drehzahl hat.

Kurze Kontrolle am Armaturenbrett: der Manometer zeigt vollen Öldruck an. 

Die ESP ist auf unteren Anschlag gestellt in dieser Position wird nichts gefördert andernfalls stimmt was nicht.

Das hat soweit alles geklappt, es wurde dann begonnen den Hebel der Einspritzpumpe zu verstellen, 2-3 Sekunden darauf tropfte es bei allen Überwurfmuttern.

Damit fällt mir nichts mehr ein, ich habe die Muttern wieder festgezogen und wir machen den ersten Startversuch.
Ich habe den Gashebel noch nichtmal richtig angefasst, dann lief der Motor schon, es begann allerdings nach ein paar Sekunden stark zu rauchen da das bei der Montage verwendete Öl mit verbrannt wurde.     

[attach=2]

Bei der Rücklaufleitung am Kopf begann kurz darauf Öl auszutreten (welches sofort in allen Richtungen verspritzt wurde), ebenfalls in den Ölbohrungen der Kipphebel ist Öl zu sehen. 

Es wurde dann wieder abgestellt und wir sind "geflüchtet", der Rauch war nach 1 min Laufzeit so dicht das ich meinen Vater nicht mehr sehen konnte.   

Morgen sehe ich mir das nochmal genauer an, wenn dann nichts mehr auftaucht geht der Motor zum lackieren.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 30.12.2020, 20:07:13
Hallo Manni.
Das freut mich, dass der erste Startversuch soweit gelungen ist!  :)
Das sind Erfolgserlebnisse die man braucht und einen bei der Stange halten.  ;)
Drücke dir die Daumen das keine weiteren Probleme auftreten.
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 31.12.2020, 11:58:31
Hallo Manni,
Bevor der Motor zum Lackierer geht würde ich ihm Draußen stellen und 3 bis 4 Stunden laufen lassen.
Hast du die Möglichkeit um über die Zapfwelle den Motor zu belasten?
Der Motor wird durch und durch warm und wenn dan alles zu ist bleibt es auch zu.
So hab ich es früher gemacht mit die luftgekühlte Deutz Motoren als die einen neuen Dichtsatz
bekamen.
Bitte Temperatur gut im Auge behalten, viel Erfolg.
Deine Arbeit ist top.
Für dich und alle Mitglieder einen guten und behutsamen Rutsch ins Neues ;)
Beste Grüße aus Holland.
Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.01.2021, 11:45:43
Hallo zusammen,

ich habe mir die letzten Tage Gedanken gemacht wie es weitergehen könnte, die aktuelle Lage mit Ausgangsbeschränkungen usw. macht es noch schwieriger.

Ja, es wäre wichtig den Motor eine Weile Laufen zu lassen um mehr Erkenntnisse zu bekommen, "hier" ist das aber nicht möglich, draußen sieht bei mir so aus:

[attach=1]


"Hier" ist mitten im Wohngebiet, das kann ich nicht machen, die Nachbarn sind schon überstrapaziert.

Ein weiteres Thema (das dieser Tage wieder zur Sprache gekommen ist) ist der Verkauf/Abriss des gesamten Geländes.
Für den ersten Bauabschnitt gibt es jetzt einen Termin.

Was ich damit sagen will: es geht mir so ganz langsam die Zeit aus, ich bin mir zwar sicher das noch genug Spielraum ist den Traktor fertig zu bekommen,
aber "Kommt Zeit kommt Rat" ist jetzt nicht mehr drinnen.

Es sagt mir zwar überhaupt nicht zu, aber ich werde gewisse "Problemchen" nicht vorher austreiben können, das muss auf später warten. 

Ich habe nächste Woche Urlaub, dieser wird großteils dafür verwendet die Lecks am Getriebe zu beheben, mal sehen was sich sonst noch ausgeht.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Tom AS542A am 10.01.2021, 12:41:18
Viel erfolg, und hoffentlich sehen wit bald die Resultaten von Ihre schönen Arbeit.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.01.2021, 11:03:30
Hallo Tom,

danke für deinen Zuspruch!


Ein extrem arbeitsreiche Woche geht zu Ende, ich musste eine Rückschläge einstecken aber es konnte praktisch alles abgearbeitet werden.

Aber alles der Reihe nach, als erstes wurden gewisse Teile wieder zerlegt und zum Lackieren vorbereitet:

[attach=1]

Den Motor richtig sauber/fettfrei zu bekommen war eine Herausforderung.

An einer Bohrung für den Tragblock gibt diesen Durchbruch:

[attach=2]

Hier ist mir folgende Idee gekommen: Eine passende Schraube wird als Gegenhalter eingedreht, ein Stück Karosseriezinn abgeschnitten und mit dem Hammer langsam reingeklopft bis es den Hohlraum vollständig ausgefüllt hat.

Zwei dreimal mit der Feile drüber uns es ist fast gar nichts mehr zu sehen.

[attach=3]

Restliches abkleben:

[attach=4]

Grundieren: Diverse Teile wurden auch dazu genommen.
 
[attach=5]

Am nächsten Tag dann den Decklack aufgebracht:

[attach=6]

[attach=7]

Vom Lackieren habe ich jetzt mal wieder die Schnauze voll, das abkleben/entfetten ist so eine Riesenarbeit...

Es wird Zeit sich den Leckstellen an den Achsrohren zu widmen.

Ich habe zuerst alle Schrauben auf festen Sitz geprüft: alles in Ordnung.
Etwas anderes ist aber aufgefallen: das große Stirnrad im Getriebe klemmt hier stimmt etwas nicht.
Beim Zusammenbau wurde hier irgendwas falsch gemacht.

Ablassen Öl Hinterachsgetriebe:

[attach=8]

Nachdem alles abgebaut war, ist mir aufgefallen das zwischen Achsrohr und Getriebe ein Spalt bleibt.

[attach=9]

gleich Teil2
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.01.2021, 11:35:33
Die alte Dichtmasse wurde abgeschabt, dann die Teile vermessen und probemontiert.

[attach=1]

Es bleibt ein 1mm Spalt, ich habe nochmal alle Teile auf korrekten Sitz, Abmessungen und Einbaurichtung hin durchgesehen aber es ist genau so wie er zerlegt wurde.

Ich habe keine Erklärung dafür, aber es kann nicht so bleiben.

Dieser Ring wird gegen eine dünneren getauscht:

[attach=2]

Anfertigen aus 1.4301, das ist recht gut maßhaltig.

[attach=3]

Beim Zusammenbau dann läuft alles recht glatt, das große Zahnrad lässt sich jetzt viel leichter drehen und die beiden Achsrohre sitzen nun komplett auf, es sollte jetzt also dicht werden.

Da gerade kein Öl im Getriebe ist noch eine Baustelle:

[attach=4]

Meine Fotodoku bestätigt das ich hier kein Dichtmittel am Bund des Dichtringes benutzt habe, das rächt sich jetzt.

[attach=5]

Nachdem alles wieder zusammengebaut war, habe ich den Motor wieder aufgesteckt, diesmal mit der "Paletten Methode":

[attach=6]

Anbau Riemenscheiben und Vordertragblock.

[attach=7]

An der ESP hat sich am Flansch vorne und an der Handpumpe seitlich eine Leckstelle aufgetan. 

[attach=8]

Die Pumpe wurde ja von einer Firma überhohlt also sollte eigentlich alles in Ordnung sein,
in der aktuellen Situation ist es für mich nur schwer möglich dahin zugehen also bin ich das Problem selbst angegangen.
Das hat sich dann innerhalb von Minuten in eine Großbaustelle verwandelt.

Was mich zur Frage bringt: interessiert das Thema ESP jemanden im Detail ? sonst schreibe ich nur eine kleine Zusammenfassung.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 17.01.2021, 11:44:47
Hi Manni, natürlich ist Interesse da von der Pumpe, wie es ist oder war.
Gruß Leo
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 17.01.2021, 13:35:45
Hallo Manni,

der Zwischenring (ZF 22.124.0) ist leider falsch eingebaut, soll an der rechten Seite eingelegt werden.  Ist auch auf einer Schnittzeichnung in der BA zu erkennen (Bild 29 und 30).
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 17.01.2021, 17:36:06
Hi Manni.
Klar besteht Interesse!  ;)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.01.2021, 21:54:24
Hallo zusammen,

ok, ich weis Bescheid, die nächsten Tage werde ich einige Beitrage zur Pumpe vorbereiten.

Magne, der von dir genannte Ring ist an der richtigen Stelle verbaut.

[attach=2]

Warum bei mir auf der anderen Seite auch ein Ring war kann ich nicht sagen, der/die Vorbesitzer haben an den verschiedensten Stellen ihr Unwesen getrieben, eventuell geht das auch auf Ihr Konto.
Normalerweise dürfte ja kein weiterer Ring platz haben (wenn alles in Ordnung ist)

Hätte ich mir die Schnittzeichnung früher angesehen wäre mir das auch aufgefallen.

[attach=1]



schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.01.2021, 22:20:14
Hallo zusammen,


hinter diesem Lagerschild tritt Öl aus, also habe ich hier angefangen. Als erstes muss die Klaue ab, die wird mit einer M12 Mutter gehalten. 

[attach=1]

Ein Abzieher kann den kegeligen Teil nur schlecht greifen, daher hat Bosch ein Innengewinde (müsste M30x1,5 sein) reingeschnitten.
Ich habe einfach eine Ronde mit Gewinde Innen und außen gedreht, so wurde ein einfacher Abdrücker realisiert.

[attach=2]

Die Schrauben vom Deckel sind schon arg vernudelt, außerdem sitzen sie sehr fest, der manuelle Schagschrauber kriegt sie dennoch alle.

[attach=3]

Abziehen Lagerschild:

[attach=4]

Hier wird mir das erste mal klar das diese Vorgangsweise keine so gute Idee war, die Nockenwelle wird von den Federn nach unten gedrückt, das Lagerschild bekomme ich so einfach nicht mehr rein.
Das beste ist aber: das "neue" Kugellager hat am Innenring einen Ausbruch...

[attach=5]

Ich mache erstmal beim zweiten Leck weiter, die Handförderpumpe.

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Es wird auch schnell klar warum hier eine Undichtigkeit ist: Wenn man die neue Dichtung auf die Reste der alten draufpappt dann kann das nix werden...

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Ich habe dann mal in die Pumpe reingeleuchtet, da drinnen sieht es extrem aus.

[attach=8]

Rückstände und Abrieb überall, die Pumpe ist innen total verdreckt. So sieht also eine Überholung vom Fachbetrieb aus ?  :o

Ich musste mich dann setzen und nachdenken wie es weitergehen soll, aber der "Point of no Return" ist meineserachtens bereits überschritten,
also werde ich das jetzt selber durchziehen.

Erster Schritt: Öl vom Regler ablassen, das geht am einfachsten wenn man eine Gehäuseschraube rausdreht.

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Dann den Anschlag der Regelstange abschrauben, und den Führungsstift unten entfernen.
Nachdem alle Gehäuseschrauben raus sind kann die Haube nach oben abgenommen werden.


[attach=10]

morgen gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.01.2021, 08:59:31
Die Haube abzubekommen kann ein bisschen fummelig werden, an der Gaswelle zu wackeln hilft die richtige Position zu finden.   

[attach=1]

Als nächstes werden die diversen Hebel / Gestänge abgebaut, wenn man die Pumpe danach nicht neu einstellen will, sollte darauf geachtet werden die Stellschrauben nicht zu verändern.

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[attach=3]

Hier geht es weiter mit dem Sicherungstiften.

[attach=4]

[attach=5]

Der Regler selbst wird mit dieser Schlitzschraube gehalten.

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Diese sitzt sehr fest, nach etwas anwärmen mit Föhn gings sofort leichter.

[attach=7]

Der Regler kann per Hand abgezogen werden, als nächstes kommt diese Scheibe raus.

Hier ist wieder die gleiche Situation wie am Anfang mit der Klaue, um das Gewinde rauszufinden habe ich diverse Schrauben durchprobiert (müsste 20x1,5 sein)

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Nachdem das geklärt ist, habe ich auch für diese Stelle einen Abdrücker gemacht.

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[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.01.2021, 09:21:54
Dahinter kommt ein Kegelrollenlager zum Vorschein, ich vermute das dies nicht Original ist.
(soviel ich weis sollte hier ein zweiteiliges Kugellager sein)

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Die 5 Schlitzschrauben raus und das Reglergehäuse kann weg.

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[attach=3]

Als nächste Hürde stehen die Sicherungsteller unter den Federn an, diese sind auch am Pumpenkolben eingehängt.
Bosch sieht hier wieder Spezialwerkzeug (Stößelheber, und es wird für jedes Pumpenelement einer benötigt) vor, ich werde hier einen anderen Weg nehmen.

Dieses Flacheisen hat vorn die richtige Schräge und Dicke um zwischen die Feder zu greifen.

[attach=4]

Eine alte Zwinge aus dem Baumarkt umgebaut.

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Diese Aktion erfordert größte Vorsicht, das Pumpenelement ist ständig in Gefahr.

[attach=7]

Die Nockenwelle ist soweit gelockert das ich mit dem kleinen Abzieher rankomme, und der hat größte Mühe mit der Presspassung.

[attach=8]

Dahinter sitzt ein Ring um den Radius auszugleichen.

[attach=9]

Jetzt kann die Nockenwelle raus.

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.01.2021, 09:47:47
Die Rollenstößel fallen jetzt nach unten und können zur Seite raus.

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Noch mehr Dreck kommt zum Vorschein.

[attach=2]

Ich wollte die Schlitzstopfen eigentlich sein lassen, aber sie müssen raus, andernfalls kann ich den Ablagerungen da drinnen nicht zu leibe Rücken.
Die sitzen aber wie einbetoniert, nur einer hat sich nach kurzen Schlagschraubereinsatz bewegt.

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Ohne warmmachen gehts scheinbar nicht, dabei sind die Abstreifer / Filze in Gefahr.

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Das Pumpengehäuse wird schnell warm, zu schnell für meinen Geschmack, ich breche ab und versuche doch die Federn oben raus zu holen.

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Das hat nach einer "Fummelorgie" auch funktioniert, die Bauteile dürfen nicht vertauscht werden.

[attach=10]

Jetzt kann ich mit "schweren Geschütz" ran, und das zeigt auch sofort Wirkung.

[attach=9]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.01.2021, 09:59:02
Es wurde dann versucht die Ablagerung abzubürsten, der Erfolg blieb aber aus.
(Es sieht immer noch katastrophal aus da drinnen)
 
[attach=1]

Der nächste Versuch wird mit Nussschalengranulat sein, dazu muss aber alles raus, abschrauben der Druckrohranschlüsse, und ausbau der Pumenelemente.

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Die Regelstange wird von einer Schraube an der Hinterseite gesichert.

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Damit ist eigentlich alles auseinander, Waschen der Gehäuse:

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Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 24.01.2021, 10:13:51
Das Reglergehäuse wurde nur leicht gebürstet, das hat ausgereicht.

[attach=1]

An der Haube war es etwas schwierig ranzukommen.

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Das Pumpengehäuse selbst wird mit niedrigen Druck gestrahlt.

[attach=3]

Diese Methode ist sehr effektiv, auch die Kleberreste in den Gewinden sind gut abgegangen.

[attach=4]

[attach=5]

Die beiden Ölbohrungen waren verstopft, und wurden mit Pfeifenreiniger freigemacht.

[attach=6]

Damit ist meines Erachtens auch geklärt das die Entlüftung der Elementkammer über den Peilstab erfolgen kann.

Die verklebten Filze hab ich eingelegt:

[attach=7]

Derweilen wurde versucht die Schlitze an den Stopfen wieder hinzubekommen.

[attach=8]

Zwei (sehr) anstrengende Tage gehen damit zu Ende.

[attach=9]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 24.01.2021, 10:23:15
Hallo,
super Info, macht Spass das zu verfolgen, man kommt mit dem Lesen kaum hinterher.
Soweit hab' ich mich bisher nicht getraut.
Aber welche "Spezialfirma" liefert soeine verdrekte Pumpe als überholt wieder ab? Unglaublich.
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 24.01.2021, 12:16:06
Hallo manni,

toller Bericht. Der Sonntag ist gerettet! ;) ;)


Gerhard 
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-fantast am 24.01.2021, 13:34:02
Hallo manni,

mit größtem Respekt verfolge ich Dein Bericht; jetzt stellst Du uns auch eine super Reparaturanleitung für die ESP zur Verfügung, Danke!

Dein eigenentwickeltnen Stößelheber werde ich gleich nachbauen, eine brilliante und einfache Idee!  Habe immer mit ein paar Schraubenziehern gearbeitet, es geht, taugt aber schlecht.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 24.01.2021, 14:15:09
Manni, es macht mir richtig Freude wenn ich deine Ausführungen lesen und gleichzeitig bestaunen kann.
Ich habe schon lange fest gestellt, dass du kein gewöhnlicher bist und alles sehr genau nimmst.
Dies sind Dinge wo der eine oder der andere noch was lernen kann.
Ich wünsche dir,  dass dein Projekt bis zum Schluss
Erfolgreich bleibt.
Gruß Leo
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NDS_MAN am 24.01.2021, 19:55:25
Hallo Manni,

ich verfolge deinen Bericht sehr interessiert.
Auch wenn ich Ihn nicht direkt nutzen kann, kann man doch das ein oder andere daraus mitnehmen bzw. lernen.

Hier ein großes Lob auf deine Art und Weise, wie du die Arbeiten angehst und wie du sie umsetzt.
Zum anderen noch ein zweites Lob zu deinem sehr ausführlich erklärtem Bericht.
Hier kann mann als MAN begeisterter sehr viel lernen. Mach bitte weiter so.

Ich wünsche Dir, das du nach all diesen Arbeiten sehr viel Spaß mit deinem Schlepper haben wirst.

MfG
Uli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 17:08:37
Hallo MAN-Gemeinde,

danke für euren Zuspruch!


Zuerst einige Vorbereitungen:

Die Gehäuseschrauben habe ich ja schon vor einer Weile neu angefertigt, sie wurden in der Zwischenzeit noch verzinkt.

[attach=1]

Beim Versuch das Dichtungspapier abzukriegen hat sich selbes begonnen aufzulösen.
Es ist 0,5er Papier verbaut, das habe ich da. 

[attach=2]

Das Dichtungspapier von Bosch passt augenscheinlich für verschiedene Pumpen, (es gibt unbenützte Löcher) diese habe ich weggelassen.

[attach=3]

Nachdem alle Teile nochmal durchgesehen wurden kanns losgehen mit der Montage.
Das Pumpenelement hat einen Schlitz (Verdrehsicherung) dieser soll vorne zu liegen kommen.

[attach=4]

[attach=5]

Bei der Regelstange musste ich nachsehen wie sie zu montieren ist, in irgendeinem LKW Forum hatte jemand ein paar gute Tipps parat.

[attach=6]

Regelstange einfädeln und eine Klaue montieren.

[attach=7]

Wenn man jetzt an der Unterseite reinguckt sieht das so aus:

[attach=8]

Richtig ist es wenn der erste Zahn in die erste Lücke zeigt.

[attach=9]

Danach können die anderen gleichsinnig aufgesteckt werden.

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 17:19:41
Für die Pumpenkolben gäbe es wieder Spezialwerkzeug, ich habe einfach ein Stück Holz improvisiert.

[attach=1]

Die Kolben haben unten am Ansatz eine Kerbe, diese muss nach vorn zeigen sonst gibts beim Starten eine "Böse Überraschung"

[attach=2]

[attach=3]

Teller und Federn eingefädelt, so geht das natürlich schon viel einfacher als wie beim zerlegen.

[attach=4]

Die Rollenstößel gehen nicht durch die Bohrungen. (wusste ich auch nicht)

[attach=5]

Die müssen von der Seite rein.

[attach=6]

[attach=7]

Ein neues Kugellager habe ich zufällig liegen.
 
[attach=8]

Wie man es schafft ein neues Lager so zu beschädigen verstehe ich nicht.

[attach=9]

Das Lager hat Presspassung, ich habe es mit dem Fön etwas angeheizt dann geht das gleich einfacher.

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 17:30:41
Den Flansch habe ich auch jetzt gleich aufgesteckt, und anschließend mit Dichtmittel bestrichen.

[attach=1]

Das einfädeln der Nockenwelle ist ein bisschen fummelig aber wenn die Stopfen draußen sind geht das recht zügig.

[attach=2]

Bereit das Reglergehäuse aufzusetzen:

[attach=3]

Das Spiel vom Kegelrollenlager muss eingestellt werden, daher ist es auch wichtig wie dick das Dichtungspapier ist.
 
[attach=4]

Die Gehäuseteile sehen zwar optisch gut aus haben aber Unmengen feiner Kratzer, ich verwende daher zum Dichtungspapier noch Curil.

[attach=5]

[attach=6]

Schrauben mit Loctite eingeklebt.

[attach=7]

Der Mitnehmer und seine beiden Filze.

[attach=8]

Hinten am Regler sind 4 Gummidämpfer verbaut, was der genaue Zweck dieser ist konnte ich nicht ergründen.

[attach=9]

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 17:35:26

[attach=1]

Dieser kleine Ring sollte nicht vergessen werden.

[attach=2]

Auch hier mit Schraubensicherung.

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

Knapper hätte es nicht sein dürfen.

[attach=7]

[attach=8]

Beim Gashebel gibt es eine Menge Unterlagbleche.

[attach=9]

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 17:39:54
Bestreichen der Haube mit Dichtmittel.

[attach=1]

[attach=2]

Anschlag des Gashebels, das Maß dürfte kritisch sein, ich hatte es vorher abgenommen.

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

Schrauben, Verschlusstopfen und Anschlaggestänge wieder dran.:

[attach=6]

Zwischenstand:

[attach=7]

Leider geht mir jetzt die Zeit aus, ich werde später noch weiterschreiben.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 19:09:27
Weiter gehts:

Auch hier habe ich alle Kupferringe geglüht.

[attach=1]

Die Hochdruckanschlüsse sollen mit Drehmoment angezogen werden. (wegen der Kunstoffdichtringe)

[attach=2]

Leider habe ich dazu keine Belastbare Aussage gefunden wie hoch der Wert sein sollte,
daher habe ich eher tief angesetzt mit 30Nm

Sicherungen:

[attach=3]

Wieder einhängen der Teller, dabei muss man sich die Nockenwelle so hindrehen das das Element wo man gerade daran arbeitet
nicht betätigt wird.

[attach=4]

[attach=5]

Etwas Öl aufgetragen und Deckel zu.

[attach=6]

Hier verwende ich eine neue Scheibenfeder, die alte wurde schon mehrfach mit einer Zange attackiert.

[attach=7]

[attach=8]

Die Filze wurden so gut es ging ausgewaschen.

[attach=9]

Ich habe mal gesehen das hier auf O-Ringe umgebaut wurde, aber ganz ehrlich, ich glaube Curil wird es auch dichtkriegen.

[attach=10]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 19:20:40
Ich habe die Stopfen nur "anstehen lassen", wenn das Curil ausgehärtet ist sitzen sie sowieso wieder sehr fest.

[attach=1]


Die Handförderpumpe hatte ich vergessen, also auseinander damit.

[attach=2]

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

Auch hier ein einiges an Ablagerungen.

[attach=7]

Hier habe ich mit diversen Bürsten/ Pfeifenrenigern gearbeitet .

Wiedereinbau der Mechanik:

[attach=8]

Das Dichtungspapier taugt noch also wird es wiederverwendet:

[attach=9]

Da ich jetzt schon soweit gekommen bin habe ich die angerosteten Verschlussschrauben weggelassen.
 
[attach=10]

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 31.01.2021, 19:34:26
Einlegen in Natronlauge:

[attach=1]

Die gelbe Chromatierung ist ganz schön hartnäckig.
Nach ein paar Tagen und 2 mal bürsten sind die Teile sauber, ab zum neu verzinken.

[attach=2]

Den Peilstab habe ich in roten Flüssigkunststoff getaucht.

[attach=3]

[attach=4]

Nach ein paar Tagen Durchärtezeit habe ich das ausgetretene Dichtmittel entfernt und Öl eingefüllt.

[attach=5]

Das wars soweit von der Pumpe, ich hoffe das es keinen neuen Probleme gibt.

[attach=6]

Die nächsten Tage werde ich mal wieder Fotos sortieren, aktuell komme ich immer wieder 2-3h zum Schrauben so geht es kontinuierlich weiter.

Demnächst in diesem Theater: die Kühlerhalterung.


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 31.01.2021, 21:02:05
Manni,
was soll ich sagen wie immer ganz akribisch gearbeitet und wieder einen top Bericht dazu verfasst!!!!!
Das war wieder eine klasse Leistung von dir! ;)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 31.01.2021, 21:21:02
Hallo Manni,
dem kann ich mich nur anschließen. Da kannst du mancher Reparaturanleitung Konkurrenz machen. Selbst ich als technischer Laie, was Motor und Einspritzung betrifft, bin von deiner Beschreibung beeindruckt und kann damit was anfangen. Ich hoffe, dass dein Motor jetzt wie ein Uhrwerk läuft und du ihn bald ausprobieren kannst.

Gruß  Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Corti am 01.02.2021, 11:04:33
Oh mein Gott ist das Perfekt! ;)

VG Corti

PS: wann machst du einen P1/R3 fertig? Das wäre schon erfreulich u. lehrhaft für uns. :)

VG Corti
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 04.02.2021, 20:08:09
Hallo zusammen,

danke für die Blumen!

PS: wann machst du einen P1/R3 fertig? Das wäre schon erfreulich u. lehrhaft für uns. :)

Ganz ehrlich: ich glaube nicht das ich noch einen mache danach, aber man soll ja niemals nie sagen.  ;)


Zum Thema Kühlerhalterung habe ich mir einige Gedanken gemacht.
Ich war zwischendurch sogar soweit den Kühler wegzuschicken um eine neue Lasche anlöten zu lassen.
Auch aufgrund der aktuellen Situation habe ich mich dann doch für eine Eigenkreation entschieden.

Es stand auch die Idee im Raum selber ein neues Blech anzulöten, nach einer kurzen "Machbarkeitsstudie" war mir das dann doch zu heiß, wenn der Einfüllstutzen sich lockern würde hätte ich eine weitere Baustelle.

Ein Schelle soll es also werden: ich habe eine ungefähre Vorstellung wie sie aussehen wird, Details kommen dann später. 


Es beginnt mit einer viel zu großen Ronde aus Baustahl.

[attach=1]

[attach=2]

Die Materialausnutzung ist mal wieder katastrophal... (80% liegen in der Spänewanne)

[attach=3]

Dann wurde an einer Seite ein Stück abgefräst, und gegenüberliegend eine Bohrung mit einer Stufe eingebracht.

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Schlitzen

[attach=5]

Aus einem dickwandigen Formrohr habe ich einen kleinen Winkel geschnitten, (5mm Blech kann ich hier nicht sauber biegen.)

[attach=6]

Angeschweißt:

[attach=7]

Dann eine Klemmschraube gedreht

[attach=8]

[attach=9]

Mit der Form bin ich noch nicht zufrieden aber das wird schon werden.

Bevor es mit der Schelle weitergeht muss ich aber den Kühler wieder anbauen, mehr demnächst.


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.02.2021, 10:27:13
Hallo zusammen,


die Montage des Wasserpumpen Keilriemens ist ziemlich aufwendig, ich habe mich daher entschlossen einen neuen zu bestellen, der alte ist zwar optisch noch gut aber das Gummi ist schon ziemlich hart.
Ich hoffe das die Geschäfte wieder mal aufsperren derzeit muss man sich alles online zusammensuchen...


[attach=1]

Man merkt gleich: der neue Riemen hat durch das weichere Material viel mehr Grip, das spannen geht sehr schwer.


Die Filze für den Kühler habe ich neu gemacht:

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Ich wollte schon den Kühler montieren da ist mir aufgefallen das ich den Stundenzähler noch vergessen habe.

[attach=3]

Zuschneiden der Kühlerschläuche.

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[attach=5]

Dann den Ablasshahn montiert, ich habe jetzt mal einen Dichtfaden probiert, (der wurde mich von mehreren Seiten empfohlen, mit Hanf bin ich auf Kriegsfuß) so steigt das Anzugsmoment zum Schluss langsamer an und es findet sich leichter eine gute Position.

Zwischendurch Brünieren von diversen Kleinteilen:

[attach=6]

Da der Kühler jetzt fix verschraubt ist, kann es mit der Strebe weitergehen.

[attach=7]

Als Modell wurde ein einfach zu biegender Blechstreifen verwendet. 

[attach=8]

Nachdem die Form jetzt bekannt ist wird das auf eine starkes Flacheisen übertragen.

[attach=9]

Das Langloch wurde gefeilt.

[attach=10]

gleich gehts weiter..
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.02.2021, 10:56:37
Zeit dem Ring seine endgültige Form zu geben: unnötige Materialansammlungen werden grob weggefräst.

[attach=1]

Danach wieder mal "feilen bis zum umfallen".

[attach=2]


Bei der anschließenden Anprobe habe ich gemerkt das der Befestigungswinkel zu weit vorsteht.
Also noch mal abgetrennt, die Fläche 5 mm tiefer gefräst, einen neuen Winkel gemacht und wieder angeschweißt.

Am Kühlerstutzen gibt es vom Überlauf eine große Lötstelle, diese habe ich zwar schon ein bisschen Freigestellt, aber das war noch zuwenig, ein Kugelschleifstift macht hier die Endgültige Form.

[attach=3]

Die Schweißnaht ist nicht so toll geworden aber es wird halten.

[attach=4]

Bei der Klemmschraube wurde noch ein Schlitz gesägt, so sieht das dann fertig montiert aus:

[attach=5]

Durch das Langloch kann man etwas einstellen (falls notwendig) Sonst ist mir nichts mehr aufgefallen, die Teile gehen zum Lackieren.


Eine weitere Problemstelle habe ich mir angesehen: das Ölleitblech links

[attach=6]

Wie bereits gesagt ist diese Rinne unwirksam, es kommt zwar Öl vorbei wird aber nicht abgestreift.
Meine Lösung dazu sieht folgendermaßen aus:

Das Endstück wurde angeschnitten.

[attach=7]

In einigen Versuchen wurde dann die "richtige" Form für den Abstreifer ermittelt.

[attach=8]

[attach=9]

Die Ablassschraube Hinterradgetriebe wurde eingedichtet, wenn der Kleber durchgehärtet ist werde ich das Öl wieder einfüllen.

[attach=10]

Einen Funktionstest des modifizierten Ölleitblechs wird es auch noch geben.

schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: elmi am 07.02.2021, 13:29:04
Hallo Manni,

das mit der Kühlerhalterung schaut gut aus, .... ich gebe allerdings zwei Dinge zu bedenken, dass der Klemmring keine unerhebliche Masse hat und dieser ist mittels eines Verbindungsbleches am Motor befestigt ist, die Motorschwingungen übertragen sich jetzt über die Halterung direkt auf den Kühler, die Frage ist, wie lange hält die Lötstelle am Einfüllstutzen das aus!
Was man noch bedenken sollte ist die entstehende Kontaktkorrosion zwischen dem Stahlring und dem Messing-Einfüllstutzen, hier sollte man vielleicht über eine Trennung der beiden unterschiedlichen Metalle durch ein Isolierband nachdenken.

Grüße
Elmar
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 07.02.2021, 14:29:53
Hallo Manni,
Ich bewundere deine Arbeit sehr und ich lese es gern wie du alles mit chirurgischer Präsizion
machst.
Was Elmar schreibt, kann ich verstehen, das auf dauer der Einfüllstützen einreisst.
Wäre es vielleicht auch möglich um ein Flacheisen quer zwischen, oder an, die beide oberen Halterungen der Kühlermaske zu biegen und befestigen mittels die Bolzen wo die Maske mit gehalten wird.
Dann von hieraus zum anderen Flacheisen, was zum Motor geht, befestigen/ schweissen.
Nur so eine Idee.
Wünsche dir gutes Gelingen und beste Grüße, Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: NicNic am 08.02.2021, 10:56:55
Hallo Manni
Wie immer saubere Arbeit
Ich würde an geeigneter Stelle einen Schwingmetallpuffer einsetzen.

Gruß Ulli
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.02.2021, 16:45:22
Hallo zusammen,

ja, die Lösung mit der Strebe zwischen Kühler und Motorblock ist nicht optimal.
Was sich MAN wohl dabei gedacht hat? Das werde ich mir nochmal genauer ansehen müssen.


Für "Zwischendurch" habe ich mich mit dem vorderen Zugmaul beschäftigt:

(älteres Foto)

[attach=1]

Der Kupplungsbolzen hat immer schon gefehlt (siehe allererster Beitrag) Der kleine Bolzen rechts ist leider auch nicht mehr auffindbar. (Schlamperei meinerseits...)
Die Schraube mit der Kronenmutter gibt es noch, Zustand verbraucht.

Sechskant SW 24 habe ich da, die neue Schraube wird am Schaft etwas größer um die ausgeschlagenen Bohrungen zu kompensieren.


[attach=2]


Der kleine Bolzen ist auch recht schnell gemacht, schwieriger wirds beim Kupplungsbolzen.
In der Bedienungsanleitung habe ich aber ein gutes Foto gefunden wie er ausgesehen hat.

LKW Steckachse vom Schrott:

[attach=3]

Am Bolzen gibt es einen Griff auch der wird nachgebaut, ein Reststück wird zum biegen benutzt.

[attach=4]

[attach=5]

Optimal ist es nicht an einem Vergütungsstahl zu schweißen, aber es wird auch nichts passieren wenn der Griff irgendwann mal abfällt.

[attach=6]

Auf dem Werksfoto ist auch zusehen das der kleine Bolzen einen Ring oben drauf hat.
So dicke Drähte habe ich nicht, also einen Nagel rundgebogen und angeschweißt.

[attach=7]

[attach=8]

Hmm, sieht nicht so toll aus, das Foto nochmal betrachtet: der Unterschied ist das der Ring "eingelegt" ist und nicht oben drauf.
Wieder runter, einen Schlitz in den Bolzen schneiden, und den Ring einlöten.

[attach=9]

Dann die Sicherungslöcher gebohrt, die Schraube wurde zwischendurch brüniert, eine Kette für die Sicherungsstifte muss ich noch organisieren. 

[attach=10]


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.02.2021, 11:36:01
Hallo zusammen,

aktuell ist es ziemlich kalt, daher gibts aktuell eher Kleinkram:

Das Kabelführungsrohr ist aus der Versenkung entkommen:

[attach=1]

Die Endkappen halt nur noch durch die Farbe und "guten Willen" zusammen, ob die noch aufzutreiben sind ? ich glaube eher weniger, mal sehen.
Das Rohr selbst ist in Ordentlichen Zustand und wurde nur abgebürstet und damit schon lackierfertig.

[attach=2]

Die beiden Gabeln vom Hubwerk hat mir ein befreundeter Schlosser geschweißt, hier ist es einfach besser wenns jemand macht ders auch kann.

[attach=3]

Irgendwo hatte ich mal gesehen das an den Kühlerschläuchen spezielle Bandschellen verwendet wurden.
Diese hat mir ein Kollege organisiert:

[attach=4]

Die Verarbeitung ist aufwendig aber es sieht gut aus.

[attach=5]

[attach=6]

Das Öl im Hinterachsgetriebe ist auch wieder drinnen, ich hoffe das keine neuen Undichtigkeiten mehr auftauchen. 

[attach=7]

Die Einspritzpumpe habe (ein weiteres mal) eingebaut, hoffentlich das letzte mal.

[attach=8]

Die Lenkschubstange wollte ich eigentlich zusammenbauen und dann lackierfertig machen.

[attach=9]

Dabei gibts eine böse Überraschung:

[attach=10]

Im oberen Teil fehlt das Gewinde komplett und der Rest unten ist ziemlich ausgefranst, das kann man nicht so lassen.


schöne grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 14.02.2021, 19:12:41
Hallo,
diese Endkappen gab es für Wellschläuche, gewickelte Metallschläuche, Kabelschutzscläuche usw.
Such mal im Netz, ich hab' mal welche bekommen, weiß aber nicht mehr welcher Hersteller das war.
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Luci am 14.02.2021, 19:59:11
Hallo Manni.
Für Elektroinstalationen wir zum Teil noch Staparohr (Stahlpanzerrohr) verwendet.
Dieses gibt es in Unterschiedlichen Durchmessern und am Ende kommt dann eine Endtülle aus Kunststoff drauf.
Vielleicht ist da was passendes dabei.  ;)
Gruß Alex
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 14.02.2021, 21:09:05
Abend Manni,

Alurohr-Kabelscheune.de

Die haben auch die Alu Endrohrtülle.
M.fr.Gr. Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.02.2021, 20:21:40
Hallo zusammen,

danke für die Tips, da ist sicher was dabei.


Weiter gehts mit der Lenkschubstange, ich habe erst an eine Reparatur des ausgerissenen Gewindes gedacht aber da wären schon wieder arbeiten dabei die ich nicht selbst erledigen kann.
Das würde wieder Kosten verursachen und vor allem eine erhebliche Verzögerung bedeuten.

Spurstangenköpfe gibts bei uns auch "um Eck" also vom Lama einen geholt.

Absägen des alten Kopfes:

[attach=1]

Der Stummel ist eingewalzt da hilft nur ausbohren.

[attach=2]

Nachdem der Stummel draußen ist kann man den Innendurchmesser der Rohres bestimmen: ca 20,3.
Perfekt für ein M22 Feingewinde:

[attach=3]
[attach=4]

Der Kopf hat ein dünneres Gewinde es braucht einen Adapter:

[attach=5]

Das musste ich leider zweimal machen da es beim bohren des Innengewindes zu einem Fresser kam.

Die Gewindehülse bekommt einen Schlitz zum eindrehen.

[attach=6]

Dann eine Flachmutter mit großer Schlüsselweite gedreht:

[attach=7]

So sehen alle beteiligten dann aus:

[attach=8]

Etwas Schraubensicherung verhindert das sich der Adapter später verdreht.

[attach=9]

So sieht das dann fertig aus:

[attach=10]

Durch die Flachmutter kann ich ein bisschen verstellen wenn es notwendig sein sollte.

gleich Teil2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.02.2021, 20:41:56
Die Gegenseite ist in Ordnung, Zusammenbau:

[attach=1]

[attach=2]

Ich wollte wissen wie gut der neue Kegel in die alte Bohrung passt, Tuschierpaste:

[attach=3]

Könnte besser sein, aber es gibt Kontaktstellen rundum das sollte genügen.

[attach=4]

Kategorie: dauert etwas länger:

Die Spurstange ist leicht verbogen, wenn ich mal Zugriff auf einen Brenner habe werde ich versuchen sie auszubiegen.

[attach=5]

Es kam damals der Rat es nicht mit dem Brenner zu machen, also auf die Presse damit.

[attach=6]

Eine leichte Kurve gibt es noch aber die ist schwierig zu kriegen, das Rohr biegt sich am liebsten da wo es nicht soll.

[attach=7]

Einbau der Köpfe:
 
[attach=8]

[attach=9]

Die Gummis (Staubkappen) muss ich noch kaufen die alten sind hinüber.

Ich habe dann mal nachgesehen wie es der Pumpe so geht:

[attach=10]

Hätte ich besser nicht, es gibt schon wieder Arbeit, egal damit fällt ein weiterer Meilenstein das war Foto #9000


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bastian am 16.02.2021, 21:13:27
Hallo zusammen,

aktuell ist es ziemlich kalt, daher gibts aktuell eher Kleinkram:

Das Kabelführungsrohr ist aus der Versenkung entkommen:

(Dateianhang Link)

Die Endkappen halt nur noch durch die Farbe und "guten Willen" zusammen, ob die noch aufzutreiben sind ? ich glaube eher weniger, mal sehen.
Das Rohr selbst ist in Ordentlichen Zustand und wurde nur abgebürstet und damit schon lackierfertig.

(Dateianhang Link)

Die beiden Gabeln vom Hubwerk hat mir ein befreundeter Schlosser geschweißt, hier ist es einfach besser wenns jemand macht ders auch kann.

(Dateianhang Link)

Irgendwo hatte ich mal gesehen das an den Kühlerschläuchen spezielle Bandschellen verwendet wurden.
Diese hat mir ein Kollege organisiert:

(Dateianhang Link)

Die Verarbeitung ist aufwendig aber es sieht gut aus.

(Dateianhang Link)

(Dateianhang Link)

Das Öl im Hinterachsgetriebe ist auch wieder drinnen, ich hoffe das keine neuen Undichtigkeiten mehr auftauchen. 

(Dateianhang Link)

Die Einspritzpumpe habe (ein weiteres mal) eingebaut, hoffentlich das letzte mal.

(Dateianhang Link)

Die Lenkschubstange wollte ich eigentlich zusammenbauen und dann lackierfertig machen.

(Dateianhang Link)

Dabei gibts eine böse Überraschung:

(Dateianhang Link)

Im oberen Teil fehlt das Gewinde komplett und der Rest unten ist ziemlich ausgefranst, das kann man nicht so lassen.


schöne grüße aus Tirol

manni
Hallo Manni , Du hasst viel zu viel Öl ins getriebe gegossen , das Ölniveau (Peil)  soll meines wissens  halberwege dem Zapfwelle stehen .
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 17.02.2021, 05:27:31
Hallo Bas,

es ist derzeit sehr kalt in der Werkstatt, das Öl ist dick wie Honig, da dauerd es einige Zeit bis die Achsrohre wieder vollgelaufen sind.
Ich habe die gleiche Menge reingetan die ich auch abgelassen habe.

grüße
manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.02.2021, 14:33:29
Hallo zusammen,

aktuell geht gut was weiter, das kann gerne so bleiben.  ;)

Bei der Pumpe hatte sich ja ein Leck aufgetan, nachdem der erste Frust dahin war wurde genauer hingeschaut.
Glücklicherweise war nur bei einer der Schrauben (die brechen nach innen durch) das Dichtmittel vergessen worden, das war recht schnell behoben.

Die Halter für die Anhängerkupplung habe ich zu einem Schweißer gebracht, das hält jetzt bombenfest.
Optisch ist die Schweißnaht allerdings nicht so toll geworden, ich bin dann auf die "Spitzenidee" gekommen das mit etwas Kunstharz zu Kaschieren...

Sonst schwirren auch noch diverse Teile rum, Zeit mal wieder zu lackieren.

Vorbereitungen:

[attach=1]

Grundierung:

[attach=2]

Aktuell ist es fast zu kalt die Farbe braucht ewig.

Ich habe mich entschieden das ich den Auspuff von Flachdichtung auf Dichtlinse/Linsendichtung zurück bauen werde.

Anfertigung der Dichtlinse aus Ms 58.

[attach=3]

[attach=4]

Die Rundungen habe ich "freihand" erzeugt ist ganz gut geworden.

[attach=5]

Absägen:

[attach=6]

Um wertvolles Buntmetall zu sparen wurde der Kern herausgebohrt.

[attach=7]

Entfernen der Drehriefen, Polieren

[attach=8]

Warum Messing? Weil ichs da habe und es ist einfach korrosionsbeständiger als das Weicheisen.
Die Anpassungen am Rohr kann ich erst machen wenn Kardanwelle und Lenkschubstange montiert sind. (Kollisionsgefahr)
Daher gehts demnächst woanders weiter.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 22.02.2021, 07:23:41
Moin Manni,

gut das du auf die Dichtlinse beim Auspuff setzt.
Ist originaler und hält bestimmt auch besser dicht. Die Form sieht soweit gut aus, wie meine.
Ich denke zum Material kann nicht negatives gesagt werden. Es passt sich ja auch gut an.
Später einfach noch etwas mit Ofenlack drüber und man merkt es quasi nicht.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 25.02.2021, 19:43:25
Hallo zusammen,

vor längerer Zeit hatte ich die Option auf diverse Kabelreste, es war auch ein Stück 70² dabei, das wurde gleich auf Lager gelegt.
Ein Kumpel hat mir dann noch zwei passende Rohrkabelschuhe organisiert.


[attach=1]

Etwas schwieriger war jemanden zu finden der mir die Schuhe presst.

[attach=2]

Über die Kabelschuhe kommen noch Gummitüllen. Dann habe ich den Anlasser wieder angebaut.
Im Lager steht eine alte Batterie die aufs entsorgen wartet, die taugt aber noch zum maßnehmen.

[attach=3]

An hochwertige Polklemmen zu kommen war ein Ding der Unmöglichkeit. Bei denen die ich schlussendlich gekauft habe waren die Schrauben so mies verarbeitet das eine fast kein Gewinde hatte und beim anziehen durchrutschte.

Verlegen Plus:

[attach=4]

Der Minus würde Original irgendwo am Motorblock angeschlossen, die Erfahrung hat jedoch gezeigt das je näher der Anschluss beim Starter ist desto besser, jeder Übergang verursacht gewisse Verluste.

[attach=5]
 
[attach=6]

Die Vorderachse soll lackierfertig werden, leider musste ich beim betrachten der Doku entdecken das ich die Lager nicht gefettet hatte.
Warum das vergessen wurde kann ich heute nicht mehr nachvollziehen.

Aber die Naben sind ja recht zügig abgebaut.

[attach=7]

Dann musste natürlich der Innenring rausfallen, typisch!

[attach=8]

Nachdem die Naben wieder zusammen sind kann ich die Restarbeiten in Angriff nehmen.

Sichern der Schrauben:

[attach=9]

Entfetten der gesamten Achse.

[attach=10]

Es waren auch eine Menge "Fettfiger" zu entfernen, und es gibt Unmengen von Stellen die alle nur schwer erreichbar sind.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.02.2021, 20:58:40
Hallo zusammen,

weiter gehts mit meiner Lieblingsarbeit: abkleben...

[attach=1]

Ich habe die Spurstange jetzt schon angebaut, die Achsschenkel geben sonst keine Ruhe.

[attach=2]

Decklack:

[attach=3]

[attach=4]

An dieser Stelle musste ich noch nachbessern.

[attach=5]

Die Lenksäule liegt immer am Armaturenbrett an, ich habe ein Stück Gummipuffer unter die Schelle gegeben jetzt habe ich 2mm Abstand.

- Lichtmaschine wird auf stärkeres Modell (mit externen Regler) getauscht.

Der F-Regler ist bereits aufgearbeitet, eine Halterung wurde vor längerer Zeit angefertigt.
Zuschneiden der Gummiunterlage:

[attach=6]

Nachdem alle Komponenten an Ihren Platz sind wird der Halter Eingebaut.

[attach=7]

Auch für den Blinkgeber gibt es eine Halterung.

[attach=8]

Die Vorderachse ist mittlerweile soweit getrocknet das ich das Abdeckpapier abziehen konnte, nur um erneut abzukleben.

[attach=9]

Blattfederspray: Durch das Gebläse wird die Beschichtung recht zügig trocken.

[attach=10]

Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten, dann gehts an die Montage der Vorderachse.

Dort lauert wohl eine der "größten Katastrophen" an diesem Projekt : die gebrochene Achsstrebe...
 

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.03.2021, 19:34:24
Hallo zusammen,

der aktuelle Kleinteilreport:  ;)


Spritzschatten und andere Lackierfehler behebe ich mittlerweile mit einem kleinen Pinsel, mit etwas Übung geht das ziemlich gut.

[attach=1]

So fertiggestellt konnte auch die Leitung zum Öldruckmesser wieder an Ihren Platz.

[attach=2]

Nachdem die beiden Dieselleitungen montiert wurden, kommt die Montage des Gasgestänges.

[attach=3]

Der im Internet beschaffte Faltengummi passt überraschend gut.

[attach=4]

Beim Zugmaul vorne gibt es zwei Spezialschrauben für die Luftpumpe, diese wurden aufgearbeitet und montiert.

Die Teile sind vom verzinken zurück.

[attach=5]

Einer der Dichtringe hat eine kaputte Stelle, blöd ist nur das es ein Sondermaß ist, an der Förderpumpe ist eine Nut eingestochen, in der der Ring zu liegen kommen muss.

[attach=6]

Aber für was sonst gibt es die Drehmaschine ?

[attach=7]

[attach=8]

Nachdem die Förderpumpe zusammen ist habe ich die beiden Dieselleitungen eingebaut.

[attach=9]

Vorbereiten / Reinigen der Buchse Vordertragblock: Das Abdecken hätte ich sorgfältiger machen sollen, es sind allerlei Brösel und Lackstaub eingedrungen.
 
[attach=10]



schöne Grüße aus Tirol

manni

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 03.03.2021, 06:52:49


Der im Internet beschaffte Faltengummi passt überraschend gut.




Hallo Manni,

sieht alles wieder gut aus. Eine Frage habe ich zum Faltenbalg, da ich auch noch nicht so das richtige gefunden habe.
Wo im Internet hast du den bestellt, Artikelnr., Typ, etc. ?

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 03.03.2021, 19:46:53
Hallo Stefan,

ist ein Zufallsfund, ich war eigentlich auf der Suche nach etwas anderem.

Firma Persicaner (https://www.persicaner.at/produkt/faltmanschette-14ox26ox100-mm-mit-5-falten/) aus Wien


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 04.03.2021, 08:16:26
Hallo Manni,

danke für die Info zum Faltenbalg. Ist leider aktuell nicht lieferbar.

Naja ein bisschen Zeit habe ich noch.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bayern-Franz am 04.03.2021, 09:31:24
Servus Stefan,

schau doch mal hier:
https://www.reiff-tpshop.de/shop/de/dichtungstechnik/faltenbalg/faltenbalg.html?&

Artikel-Nummer 10075731
13 mm   29 mm   zylindrisch   NBR   40/110 mm   F 3040 NBR    8,27€

Den haben wir bei unserem 325er verbaut.
Passt sehr gut.

Schöne Grüße
Franz
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 05.03.2021, 07:12:11
Hallo Franz,

wäre auch nicht schlecht. Da guck ich mal bei.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 06.03.2021, 09:17:54
Hallo,
falls Deine Suche erfolglos ist:  ich habe mir mal welche gekauft, die nicht ganz passen, geht aber auch.
17 x  33 mm

Melde Dich
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Bayern-Franz am 06.03.2021, 09:51:46
Hier noch ein Foto von uns.

[attach=1]

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.03.2021, 10:16:02
Hallo zusammen,

die Buchse wurde mit ausreichend Fett bestrichen, dann mit dem Kran die Achse einfahren.

[attach=1]

Tja, und wie bekomme ich jetzt die Schlinge wieder raus? Manchmal habe ich schon einen Denkfehler drinnen...

Zweiter Versuch mit Handwagen:

[attach=2]

Hinterm Getriebe steht der Hubwagen um die Höhe anzupassen, das hat recht schnell funktioniert.

[attach=3]

In der Schleppertechnik steht auf mehreren Seiten gut beschrieben wie die Achse auszurichten ist.
Es wurde mit einem Holzkeil der Pendelausgleich der Achse blockiert, dann mit Spanneisen die Wasserwaage hinten befestigt.

[attach=4]

Im Buch wird empfohlen die Schmiernippel als Messpunkt zu benutzen.

[attach=5]

[attach=6]

Ein paar Versuche habe ich schon benötigt, dann war kein Unterschied zwischen rechts & links mehr feststellbar.

Zu festziehen ist sehr wenig Platz vorhanden.
Ich habe die Achse nochmal rausgenommen, dann klappt auch das zuklopfen der Bleche leichter.

[attach=7]

[attach=8]

Ich bin mir noch unsicher wie ich hier weiter verfahre, ein paar Kleinigkeiten werden für Zwischendurch eingeschoben.

Lochschienen Zugmaul:

[attach=9]

Teile vorbereiten.

[attach=10]

gleich Teil2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 07.03.2021, 10:27:01
Einige Löcher sind echt nicht mehr gut, von daher ist es kein Fehler wenn alle benutzt werden.

[attach=1]

Die Ventilatorflügel

[attach=2]

Hätte man früher machen können ging aber auch so.

[attach=3]

Beim Gasgestänge ist mir irgendwann aufgefallen das es einen Punkt gibt wo sich alles verkantet und das Gestänge blockiert.

[attach=4]

Beim rumprobieren kommt raus das der Umlenkhebel leicht verbogen ist, das hätte ich früher sehen sollen.
Wenn man etwa 1,5mm Abstand lässt geht alles einwandfrei.

[attach=5]

Also eine neuen Bolzen angefertigt, und eine Scheibe als Distanz eingelegt.

[attach=6]

So kann das jetzt bleiben.

[attach=7]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 08.03.2021, 07:57:27
Hallo,
falls Deine Suche erfolglos ist:  ich habe mir mal welche gekauft, die nicht ganz passen, geht aber auch.
17 x  33 mm

Hallo Ali,

danke für deine Info. Ich komme drauf zurück, wenn ich nichts bekommen sollte.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.03.2021, 20:22:16
Hallo zusammen,

weiter gehts mit den Anschlägen der Lenkung.

[attach=1]

Die beiden Schrauben waren bereits vorgeschädigt und haben die Demontage nicht überstanden, Ersatz liegt schon bereit.

Auf einer Kunststoffplatte (alter Kalender) habe ich den Winkel (laut Schleppertechnik) aufgezeichnet und ausgeschnitten.

[attach=2]

Dann die Schrauben eingedreht und passend eingestellt.

[attach=3]

Das gleiche auch für die rechte Seite gemacht.

Den Lagerbock für die Achsstrebe hervorgekramt.

[attach=4]

Bei den Schrauben gibt es eine Ungereimtheit, kurzer Blick in die Doku: das ist das was ich demontiert habe.
Ok, da muss ich noch was machen, derweilen taugt auch ein Provisorium mit nur Zwei.

[attach=5]

Die Strebe selbst hat überlackierten Rost.

[attach=6]

Nach dem Entlacken wurde die verrostete Zunder/Walzschicht abgezogen.

[attach=7]

Detail Bruchstelle:

[attach=8]

Angspitzt:

[attach=9]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 10.03.2021, 20:34:34
Das Gussteil ausgerichtet, und angepunktet.

[attach=1]

Die Kugel aufgeschraubt und montiert.

[attach=2]

Das funktioniert schon mal nicht, die Strebe schlägt schon an dabei sind die Spitzen noch nicht einmal in der Nähe der Bohrungen.

[attach=3]

Die Punkte wieder aufgetrennt, mit einem Zurrgurt die Strebe fixiert.

[attach=4]

Kurz im Holzwerken betätigt.

[attach=5]

[attach=6]

Nach einigen Versuchen ist die "Richtige" Position gefunden und die Schweißpunkte werden wieder gesetzt.

[attach=7]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 11.03.2021, 07:01:17
Moin Manni,

wegen der Motorrep. ist meine Vorderachse zwar nicht angebaut, aber habe mal hier ein Bild für dich wie bei mir der Kugelzapfen angeschweißt ist. Vielleicht hilft es dir ein wenig zur richtigen Positionsfindung.

[attach=1]

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.03.2021, 10:44:05
Hallo Stefan,

danke für dein Bild, man sieht gut die Kugel ist etwa 10° geneigt, zu diesem Schluss bin ich auch gekommen.


Nach dem anheften habe ich die Teile wieder ausgebaut, der Lagerbock hat Spritzschatten auf der Hinterseite, solche Stellen lassen sich auch mit der Hand ausbessern.

[attach=1]

Die Strebe zur Absaugung gebracht, mit einer 5er Elektrode die beiden seitlichen Nähte geschweißt.
 
[attach=2]

[attach=3]

Die beiden zu langen Schrauben (vermutlich Pfusch vom Vorbesitzer) wurden getauscht.

[attach=4]

Ich habe versucht die Fläche hinter dem Bock mit dem Pinsel zu lackieren aber das ging daneben, (sieht schlimm aus) ein Kollege organisiert mir einen richtigen Lackpinsel dann werde ich das ausbessern.
 
[attach=5]

Kontrolle des Nachlaufs: In der Schleppertechnik ist eine Skizze abgebildet wie der zu messen ist.

[attach=6]

In der Zeichnung steht was von Wagenheber unterstellen und hochkurbeln bis 43mm erreicht sind.
Hier komme ich nicht hin, bei 1m messe ich ca 30mm, bei leichter Vorspannung (ohne wäre es noch weniger).

Das muss ich mir noch überlegen, in der Zwischenzeit werden die beiden abgebrochenen Enden der Strebe neu gemacht.

50mm Rundstab in St 52:

[attach=7]

Großer Radius in der Ecke:

[attach=8]

Gewinde:

[attach=9]

Dann umgedreht und an der Hinterseite das gleiche nochmal.

[attach=10]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.03.2021, 19:10:33
Hallo zusammen,

weiter im Text:


Der Stummel wurde in der Mitte geteilt, die beiden Stücke verkehrt gespannt und ein Kegel aufgedreht.

[attach=1]

Dann die Strebe wieder eingebaut.

[attach=2]

Die Achse festgekeilt damit sich während des Schweißens nichts bewegt.

[attach=3]

Dann folgte das Ausrichten, hier bin ich eher optisch vorgegangen als nach Maß, den Nachlauf werde ich so lassen wie er ist.

[attach=4]

Angeheftet.

[attach=5]

Wieder bei der Absaugung: Ich habe die Arbeiten vorher mit einem Kollegen besprochen, er hat mir auch die passenden Elektroden empfohlen, (ESB44, für die Reparatur an dynamisch beanspruchten Teilen geeignet)

[attach=6]

Die Nähte sind immer längs und versetzt um den Verzug gering zu halten.

[attach=7]

Nach 4 Raupen wechsele ich die Seite und lasse die Stelle ein bisschen auskühlen.

[attach=8]

Zwischendurch immer wieder mal probieren ob die Stummel noch in die richtige Richtung zeigen, einmal war Zuviel Schlacke am weg, kurz drübergebrürstet.

[attach=9]

gleich Teil2...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.03.2021, 19:25:37
Der Verzug ist wirklich nur gering, mich wunderts selber.

[attach=1]

Nach vielen Stunden waren praktisch die ganzen 2,5Kg Verschweißt.

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Mit der Fächerscheibe wurde ein Fläche gemacht um zu sehen wo es noch Fehlstellen gibt.

[attach=3]

[attach=4]

Dann gings wieder ans endlose feilen...

Zuerst dachte ich das findet nie ein Ende, aber das Ergebnis ist besser geworden als gedacht. 

[attach=5]

[attach=6]

Die Fuge wollte ich eigentlich auch zuschweißen aber der Kollege hat mir abgeraten.

[attach=7]

Mit Karosseriezinn zugelötet.

[attach=8]

Das sollte die letzte große Hürde gewesen sein, die Kotflügel sind zwar auch noch eine Sache für sich aber das ist kein Vergleich mit der Strebe.

Braucht jemand Feilspäne?  ;)

[attach=9]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 16.03.2021, 21:49:36
Hallo,
es sieht so aus, als ob der Lenkspurhebel verbogen ist.  Foto in Antwort 735 und 772. Er sollte etwas steiler stehen und hat keine "Delle" im oberen Bereich.
Ist vermutlich gemacht, um die Lenkkräfte zu reduzieren. Wenn das so bleiben soll, kontrolliere ob der Spurhebel bei eingependelter Achse (links hoch bis Anschlag, möglichst belastete Feder) auch frei an der Kühlermaske vorbeigeht.
Eine weitere Reduzierung der Lenkkräfte erreichst Du mit dem Umbausatz auf Axiallager  (statt Messingscheiben)  von Ulli .

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 17.03.2021, 07:13:48
Hallo Manni,

schöne Arbeit an der Strebe, sieht wie original aus. Hoffentlich hält es auch ein Leben lang.
Da bin ich echt froh das wenigstens die Strebe bei mir Ok war und diese Arbeit mir erspart geblieben ist  :)

Der Kugelzapfen ist bei mir an den Seiten auch nicht verschweißt worden, ist gut in meinem eingestellten Bild zu sehen. 
Aus welchem Grund das so ist weiß ich nicht. Man hat es sich aber damals gespart den Spalt mit Löten noch zu verschließen.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 17.03.2021, 07:21:35
Hallo,
Die Schweissnaht ringsum zu führen bringt unerwünschte Spannungen ins Gefüge .
Gruß
Ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 17.03.2021, 09:48:14
Hallo,
Die Schweissnaht ringsum zu führen bringt unerwünschte Spannungen ins Gefüge .
Gruß
Ali

Hallo Ali,

danke für die Hintergrundinfo.
Schweißen ist nicht so mein Fachgebiet.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 17.03.2021, 10:44:36
Hilfreich??
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 18.03.2021, 07:01:49
Hallo Gerhard,

sehr Interessant. Danke.


Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.03.2021, 09:36:45
Hallo zusammen,

Gerhard danke für deine Unterlagen! jetzt ist mir auch klar wieso ich mit Nachlauf einstellen nicht zusammenkomme.

es sieht so aus, als ob der Lenkspurhebel verbogen ist...

Ali danke für den Hinweis, ich habe es mir gestern angesehen, der Hebel schlägt voll in die Unterseite der Kühlermaske, es sind auch schon einige Dellen vorhanden aber ich habe den Zusammenhang erst jetzt verstanden.

Aufgrund der Aufschrift ist das Material bekannt: Vergütungsstahl 1.7035  den auszubiegen könnte spannend werden, ich muss mal meinen Kollegen befragen.


Die letzten Tage ist wieder viel Kleinkram passiert.

Die Restarbeiten an der Strebe:
M24 Muttern waren eigentlich schon organisiert, beim probemontieren kam dann auf das diese von sehr schlechter Qualität sind.
Bohrung aus der Mitte, das Gewinde sieht leicht angefressen aus, und es gibt verschiedene Geometriefehler.

[attach=1]

Die alten Muttern haben es auch schon hinter sich, aber taugen noch um die Maße abzunehmen.

[attach=2]

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

Sicherungsblech der Strebe, die Maße dazu habe ich aus dem Normblatt.

[attach=6]

[attach=7]

[attach=8]

[attach=9]

gleich gehts weiter...


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.03.2021, 09:54:23
Noch ein Sicherungsblech:

[attach=1]

[attach=2]

[attach=3]

... ich persönlich komme immer am raten in welche Richtung dieser Zahnrad am Bremsnachsteller verdrehen muss um die Bremsbacken nach aussen zu bewegen...

Ich habe lange darüber nachgedacht was hier die Lösung sein könnte, irgendwas aufmalen oder Aufkleber halten nur begrenzt und sind nach ein paar Jahren nicht mehr lesbar, kleine genietete Schildchen wären super, aber auch etwas Overkill, ich habe mich schlussendlich für eine Gravur entschieden.

Trommel abgenommen und Drehrichtung festgestellt.

[attach=4]

[attach=5]

Kleiner Hartmetallfräser:

[attach=6]

Ist ein bisschen verwackelt aber wird seinen Zweck erfüllen, irgendwo gibt es hier eine Dose mit Roter Farbe, wenn mir die wieder über den Weg läuft male ich die Gravur noch aus.

Am Dieselfilter gibt es undichte Stellen, unter anderem die Entlüfterschraube:

[attach=7]

Die Fiberdichtung schafft es aus irgendeinem Grund nicht, wird gegen c4400 getauscht.

[attach=8]

[attach=9]

[attach=10]

gleich noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: RMW-Gerhard am 21.03.2021, 10:15:10
Hallo Manni,

mir sind die Unterlagen erst jetzt wieder in die Hände gefallen, sonst hättest du die schon früher bekommen. Wußte gar nicht mehr, dass ich die hatte.
Deine akribische Arbeit muss MAN einfach unterstützen.

Viel Spaß und Erfolg weiterhin.

Gruß
Gerhard
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.03.2021, 10:17:02
Diese Schelle ist noch vergessen worden, hiermit nachgeholt.

[attach=1]

Ein weiteres "Problemkind" ist der Flansch der Kardanwelle, hier hat der/die Vorbesitzer rumgebohrt.

[attach=2]

Leider habe ich das übersehen, vor dem Zusammenbau wäre das einfacher zu richten gewesen.

Löcher zugeschweißt:

[attach=3]

feilen:

[attach=4]

Den alten Flansch aus der Schrottkiste geholt.

[attach=5]

Die Gabel abgetrennt, dann verkehrt mit dem anderen Flansch verschraubt, so ist ein leichtes den Lochkreis wieder zu bohren.

[attach=6]

Damit ist die Kardanwelle endlich Lackierfertig.

Die Endkappen des Peschelrohrs sind auch zum Problem geworden, ich habe keinen Händler gefunden der zum vernünftigen Preis zwei Stück nach AT liefern wollte.
Da ich beim stöbern ein Stück Alu "gefunden" habe mache ich eben selbst welche.

[attach=7]

Die Wandstärke ist original 0,5 das habe ich nicht gewagt, es sind 0,7 geworden.

[attach=8]

[attach=9]

[attach=10]

Was würde ich nur ohne Drehmaschine machen?

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: elmi am 21.03.2021, 10:27:38
Hallo Manni,

wie immer saubere Arbeit, eine Frage, hast du zugriff auf einen Härteofen, oder wie lässt du die neu gefertigte Feingewindemutter vergüten?

Grüße
Elmar
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: FrontMAN am 21.03.2021, 13:33:34
Hallo Manni,

Perfektion bis ins kleinste Detail.

Gruß Armin
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MAN-Rhöni am 21.03.2021, 19:27:46
Hallo Manni,
auch bei dir gilt das Motto : Geht nicht - gibts nicht. Was nicht in Ordnung ist oder fehlt, wird nachgebaut. Das geht natürlich nur, wenn MAN so gut ausgerüstet ist wie du. Für solche Fälle hab ich meinen Schlosserkumpel - auch nicht zu verachten. Mach weiter so !

Gruß  Thomas
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.03.2021, 20:04:47
Hallo zusammen,

danke euch für den Zuspruch.


Wegen der Mutter: die ist aus 42CrMo4 +QT das Material ist bereits im Anlieferungszustand wärmebehandelt, ich bin der Meinung das dies für diesen Anwendungsfall ausreichend ist, für die Interessierten hänge ich das Datenblatt unten rein.


[attach=1]


Am Wochenende habe ich so langsam den Frühjahrsputz gestartet, dabei ist leider etwas unerfreuliches passiert.
Ich habe das Thermostat vom Regal gestoßen, an der Seite wo es aufgeschlagen hat sind einige Risse entstanden, dabei wäre es schon einbaufertig gewesen.


[attach=2]

Die Farbe wurde ein Stück abgeschliffen und dann vorsichtig versucht den Bund mit Silberlot nachmodellieren.

[attach=3]

An der Innnenseite wurde die Sicke komplett vollgelötet um wieder einigermaßen stabil zu werden.

[attach=4]

Sieht nicht schön aus aber sollte halten. Um sicherzugehen das der Mechanismus noch taugt habe ich das Thermostat in heißes Wasser gelegt.

[attach=5]

Mit dem "heißen" Thermostat bin ich dann zum Waschbecken und habe Leitungswasser durchlaufen lassen, bereits nach wenigen Sekunden hat sich der Mechanismus wieder geschlossen.

Im Prinzip funktioniert das Bauteil also noch, die genaue Öffnungstemperatur muss ich dann im Betrieb beobachten.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.03.2021, 11:47:06
Hallo zusammen,

an gewissen Stellen geht derzeit nichts weiter, "der Lackierer" müsste auch mal wieder ran, das läuft aber derzeit nicht.

So habe ich mir eine neue Baustelle aufgerissen: Kotflügel rechts.
Ich habe da einen kompetenten Mann and der Angel der mir die Ausbeularbeiten machen würde.
Das entlacken/zerlegen muss ich aber selbst durchführen.

Frisch aus dem Lager:

[attach=1]

Die Hinterseite sieht aus als ob ein ganzes Dorf hier Schweißübungen gemacht hat, das kann noch heiter werden.

[attach=2]

Erster Schritt, abbauen der Lampen:

[attach=3]

[attach=4]

Auftrennen der Nähte

[attach=5]

Das "Schweißpunkte Suchspiel" kann beginnen.

[attach=6]

Wie mir von einigen Leuten schon vorhergesagt wurde: gibt es eine Menge Dreck im Zwischenraum.

[attach=7]

Der Rest der Originalen Kabelführung

[attach=8]

Im hinteren Bereich ist sehr viel Spachtelmasse verwendet worden.

[attach=9]

Detail Deckblech: es gibt drei verschiedene Grüntöne, der Traktor dürfte als schon 2 mal neu lackiert worden sein.

[attach=10]

gleich gehts weiter.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.03.2021, 12:00:49
Suchen der Punkte im Deckblech:

[attach=1]

Die "Lackab" Scheiben eignen sich dafür sehr gut.

Heraustrennen der Strebenreste.

[attach=2]

Die Strebe selbst ist auch mit der Wand verpunktet, auch wenn ich noch nicht weis wie, aber das kommt definitiv anders wieder zusammen.

[attach=3]

An der Unterseite gibt es eine schlecht zugängliche Naht.

[attach=4]

Damit trennt sich die Strebe vom Blech, wie zu erwarten sind dahinter die stärksten Rostnarben.

[attach=5]

Dann mit verschiedenen Bürsten "bewaffnet" den Lack soweit als möglich entfernt.

[attach=6]

[attach=7]

Die Strebe ist an der Unterseite schon "gut abgenagt" aber sollte noch brauchbar sein.

[attach=8]

Mehr mache ich hier erstmal nicht, der Kollege muss mir erst sagen welche Teile davon weiterverwendet werden können.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 05.04.2021, 10:53:32
Hallo zusammen,

(wieder mal) die Kleinigkeiten der Letzten Tage:


Wie vor einigen Beiträgen angeregt habe nach einem passenden Gummipuffer für die Kühlerstrebe gesucht.

[attach=1]

Der sollte funktionieren, die Strebe stimmt jetzt allerdings nicht mehr.

[attach=2]

Die Biegung versetzt (das sagt sich irgendwie so einfach...) und schon passts wieder.

[attach=3]

In einer ruhigen Minute habe ich die Radmuttern entlackt /entrostet:

[attach=4]

Bei fast allen ist der erste Gewindegang ausgerissen / beschädigt, teilweise sind die Gewinde bereits gut vermurxt,
sieht für mich nach übermässigen Schlagschraubereinsatz aus. 
Ich überlege noch ob es hier eine bessere Lösung gibt, derweilen habe ich mal die Gewinde gereinigt bzw. nachgescnitten.

[attach=5]

Ich kann nicht mehr nachvollziehen warum ich auf die Radbolzen Abdeckband geklebt habe? Fakt ist aber das Zeugs geht nach längerer Zeit nicht mehr ab, die Bürste muss ran.

[attach=6]

Am Freitag hat dann kurzfristig mein Vater zum Lackieren Zeit, das muss gleich genutzt werden.
Das Thermostat und die Strebe sind schon das zweite mal drin die Arbeiten daran haben große Lackschäden verursacht.

[attach=7]

Die rotbraun grundierten Teile im Hintergrund wurden gleich danach noch grün gespritzt, wichtig ist hier die Strebe, ich habe die nächsten Tage Zeit und werde sie montieren.

An einer anderen Stelle hat sich unverhofft etwas getan: Ein Kollege meines Vateres hat sich der Kühlermaske angenommen, mal sehen was hier rauskommt.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.04.2021, 10:04:31
Hallo zusammen,

die Osterfeiertage waren bei mir etwas länger, so konnten einige Fortschritte erzielt werden.

Die lackierten Teile sind getrocknet bei den Wetter hat es doch etwas länger gedauert.


Als erstes ist das Thermostat dran:

[attach=1]

Das Rohr ist bereits gut angefressen, ob das nochmal dicht wird darf bezweifelt werden.

[attach=10]

Beim Kompressor hatte ich das gleiche Problem, das dünne Blech zu schweißen ist eine Kunst für sich.
Ich habe mich damals für "einstreichen mit Dichtmittel" entschieden, das ist zwar die Pfuscherlösung aber hält bis heute.

Um jetzt nicht eine weitere Baustelle aufzureißen (die ich nicht selbst erledigen kann) werde ich es hier auch so machen.

[attach=2]

Die Schläuche zugeschnitten, und aufgesteckt.

[attach=3]

Während die Masse aushärtet wurde die Kühlerstrebe montiert.
Noch habe ich es geschafft keine einzige SW 13 M8 Schraube zu verwenden, mal sehen ob das bis zum Schluss durchführbar ist.

[attach=4]

[attach=5]

Dann die Schlauchbinder vorbereitet, so ganz komme ich mit den Dingern noch nicht klar.

[attach=6]

[attach=7]

Das Kabelschutzrohr ist als nächstes dran.

[attach=8]

[attach=9]

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.04.2021, 10:24:40
Achsstrebe:

[attach=1]

Für die Abdichtung habe ich drei Gummischeiben eingesetzt.

[attach=2]

Einbau:

[attach=3]

Solange der Traktor aufgebockt steht, kommt man vorne nur schlecht ran, das endgültige festziehen muss ich auf später verschieben.

[attach=4]

Hier gehts noch schlechter, man kommt nur mit einem Ringschlüssel ran.

[attach=5]

Damit die Kugel aufschrauben werden kann, wurde die Blattfeder mit Holzstücken vorgespannt.

[attach=6]

Sobald das Holz herausgenommen wird, schnappt die Kugel in die Pfanne.

[attach=7]

Kappe drauf und verschrauben.

[attach=8]


Mal sehen, wenn Nachmittag noch Zeit ist schreibe ich noch einen Beitrag.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: man leo am 11.04.2021, 11:16:54
Hi Manni, hast du genug Platz unter der Maske durch die Halterungen, wo du angebracht hast für die Strebe?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 11.04.2021, 11:32:53
Hallo Manni,

sieht gut aus. Habe die gleiche Anmerkung wie Leo.
Hattest du das mit der Maske mal gegengeprüft ob die da ggf. aufliegt und nicht an den Befestigungswinkeln?
Sonst würdest du evtl. die Maske beim befestigen verziehen.

Gruß
Stefan
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 11.04.2021, 12:15:35
Hallo,
im Original wird ja die Welle mit zwei Gummiformstücken gedichtet. (z.B. ET Liste AS 440A, Tafel 25, Nr 18)
Ein Tipp: öldichtendes Moosgummi besorgen. Ist wesentlich elastischer. Gibt es in allen möglichen Abmessungen. In Deinem Fall mit einem Locheisen aus einer Platte ausstecken. Wer die Möglichkeit hat, mit Wasserstrahl zu schneiden: das wärs. Wenn Du ein Stück von meiner Platte auf dem Foto haben möchtest, gib Nachricht.
Ich habe  daraus auch  eine Dichtung für die Sperrenbetätigung geschnitten. Zwischen Führungsflansch (S. 6 Nr. 19) auf dem Achstrichter und dem Abschlussdeckel (Tafel 17, Bild18).

Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 11.04.2021, 19:14:46
Hallo zusammen,

wie die Klemme das erste mal am Kühler probemontiert war habe ich die Maske aufgesteckt um das Spiel zu prüfen.
Es waren noch gut 4 mm vorhanden.

Derzeit ist die Maske zum ausbeulen beim Kollegen meines Vaters, wir haben uns gestern getroffen und es sieht schon sehr gut aus, sollte dieser Tage fertig werden. ​

Sobald die Maske fertig ist werde ich das zur Sicherheit nochmal prüfen, durch die nachträglichen Veränderungen könnte ein Problem entstanden sein.

Ich habe mir schon eine Weile überlegt wie ich die beiden Gummiformstücke nachbauen könnte, aber alle Optionen belasten entweder das Budget enorm oder dauern wieder ewig weil ich auf die Hilfe von Firmen angewiesen bin die derzeit nix machen wollen.

Ich habe hier den "kurzen Weg" genommen mit dem was ich da habe: NBR Gummimatte und ein Locheisen.


Zwischendurch wurden einige Schrauben brüniert, da jetzt ein größerer Topf zu Verfügung steht auch die, die vorher nicht reinpassten.

[attach=1]

Die beiden M5 x 22 gehören zum Bremslichtschalter (hier noch ohne Brünierung)

[attach=2]

[attach=3]

Die langen M14er gehören zum Vordertragblock, der kurze M14 mit der Mutter ist vom Kupplungshebel, die kurze M10 geht an die Verbindung Gummipuffer/ Kühlerstrebe und die M10 Muttern brauche ich für das Spannband vom Dieseltank. 

Der kurze Kühlerschlauch konnte jetzt endlich organisiert werden.

[attach=4]

Die Schlauchbinder kommen mit dem kleinen Durchmesser nicht klar, ich habe die Standard Quetschklemmen wie auch bei der Dieselleitung benutzt.

[attach=5]

Danach Wasser in den Kühler gefüllt, augenscheinlich kein Leck feststellbar.

Um das Getriebe abschließen zu können, ist noch eine Sache ausständig: der Test des modifizierten Ölleitblechs.
Am einfachsten ist das wenn der Motor läuft, ich habe ein paar Ideen wie das laufen könnte ohne sich dabei selbst zu vergasen.

Dichtpackung Vierkantschnur:
 
[attach=6]

[attach=7]

An die Lüftung habe ich ein 100mm Kabelschutzrohr angebracht das sollte die meisten Abgase wegbringen.
Kurzer Check, ob nicht was vergessen wurde, und wie schon vorher mit dem Schweißgerät gestartet.
Ist auch sofort angesprungen, bei leicht erhöhten Standgas dann den Kriechgang eingelegt.

Sieht gut aus, hätte ich gesagt, von der Aktion gibt es auch ein gammliges Handyvideo:

https://www.youtube.com/watch?v=B9Pm1M3q9SM


Lange konnte ich ihn nicht laufen lassen so 6-7 min dann wurde die Luft wieder zu dick, außerdem (als ich den Motor abgestellt habe) fing sofort an die Wasserpumpe zu tropfen, das Wasser musste wieder abgelassen werden.

Danach habe ich den Getriebedeckel zur Endgültigen Montage vorbereitet, der Bericht dazu demnächst.


schöne Grüße aus Tirol

manni


Achja: was passiert wenn man mit geöffneten Getriebedeckel richtig Gas gibt?

[attach=8]
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 11.04.2021, 19:31:12
Abend Manni,
Das sieht alles wieder top aus👍
Bleibt diesen Keilriemen auf der Wasserpumpe?
Gr. Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: Hühnerbaron am 11.04.2021, 22:13:17
Wenn man richtig Gas gibt und die Eingangswelle offen liegt, kannst du danach getrost ein Bremsenreinigerbad nehmen und deine Werkstatt gleich mit in die Badewanne nehmen  :D
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 14.04.2021, 19:53:32
Hallo zusammen,

Bleibt diesen Keilriemen auf der Wasserpumpe?

laut Ersatzteillliste ist das der passende Riemen.

[attach=1]

Der Kollege hat die ausgebeulte Maske vorbeigebracht, ich musste sie sofort probemontieren.

[attach=2]

Da ist noch genug Platz, alles im grünen Bereich.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: SUN am 15.04.2021, 06:55:13
Hallo Manni,

dann passt ja alles mit der Maske, ist doch super.

Gruß
Stefan

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 15.04.2021, 07:23:02
Moin Manni,

Liegt er unten auch so tief in der Riemenscheibe?
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.04.2021, 19:34:41
Hallo,

nein unten sieht es so aus:

[attach=1]


Ich würde eigentlich gerne mal wieder einen Beitrag schreiben, aber auf der Arbeit ist nur Stress und wenn ich nach Hause komme warteten schon die nächsten "Dringlichkeiten" auf mich...


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.04.2021, 21:44:57
Hallo zusammen,

genau heute vor 10 Jahren habe ich ihn gekauft, wer hätte gedacht das sich die Überarbeitung so lange ziehen würde? (ich nicht)

Habe beim stöbern zwei Fotos von "damals" gefunden.

[attach=1]

[attach=2]


Weiter gehts mit der Maske:

[attach=3]

Vor dem lackieren müssen noch die Scheinwerferhalter dran und für die Übergangsklemme muss eine neue Befestigung gemacht werden.

Ich kann mich noch erinnern das die Lampenhalter genietet waren, unser Schraubenhändler hat zum Glück noch Restbestände.

[attach=4]

[attach=5]

Etwas schwieriger wird die Sache mit der Klemme, die war total zerbröselt. Die Befestigung bestand aus zwei angeschweißten Schrauben, jedenfalls was davon noch übrig war.

Ich habe eine Position eruiert wo es keine Kollision mit dem Kühler geben sollte. Eine passende Klemme wurde über den Zubehörhandel beschafft. Zur Befestigung gibt es ein 3er Blech mit Gewinde.

[attach=6]

[attach=7]

Punktschweißen:

[attach=8]

Die Schrauben passen noch nicht, aber das wird schon werden.

[attach=9]

Nur so nebenbei habe ich mal gedacht ob die Scheinwerfer eigentlich an die alten Stützen passen. 
Ging natürlich nicht, bzw. nur mit Gewalt, im Rohrstück war ein mords Grat den habe ich gleichmal abgeschliffen.

[attach=10]

gleich gehts weiter....


Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.04.2021, 22:00:59
Jetzt siehts schon besser aus.

[attach=1]

Die Schrauben vom Getriebedeckel zusammen gesucht.

[attach=2]

Alle reingedreht und ausgemessen ob sie auch weit genug reingehen.

[attach=3]

Natürlich musste eine reinfallen...

[attach=4]

Teile des Schalthebels:

[attach=5]

[attach=6]

Hebel der Zapfwelle: Der Stift war total ausgeschlagen, ich habe auf das Zwischenmaß gerieben und einen Sonderstift gemacht.

[attach=7]

gleich noch einer...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.04.2021, 22:09:52
[attach=1]

Auflegen des Deckels: Der Stummel verkantet sofort, aber er kann sich nicht lange wehren.

[attach=2]

Beim Arbeitskollegen tauche beim aufräumen ein Steyr Emblem auf, als kleinen "Gag" habe ich es auf den Getriebedeckel (der ja von Steyr ist) geklebt.

Montage Hebel:

[attach=3]

Schrauben zuordnen.

[attach=4]

Er ist zu, nach so langer Zeit, und ich hoffe das es auch so bleibt..

[attach=5]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 28.04.2021, 19:53:19
Hallo zusammen,

ich habe mal wieder einen "Dreckstag" (klingt schlimmer als es ist) eingelegt.

Die Sitzschüssel:

[attach=1]

An der Unterseite wurde ein Befestigungswinkel drangebastelt damit der MAN Sitz am Steyr Kraftheber passt.

Nach der Demontage bin ich mit der CSD Scheibe drübergegangen, auch wenn sie nicht billig sind bin ich mittlerweile von diesen Scheiben überzeugt, sie ziehen die Farbe und den teils schon verrosteten Zunder unter einmal ab.

[attach=2]

Der Bereich um die Löcher ist gut zerfressen und es gibt auch einige Risse aber nichts dramatisches.

[attach=3]

Den zweiten Kotflügel aus dem Lager geholt.

[attach=4]

Erst wurden die Lampen abgebaut, dann habe ich innen begonnen die Farbe zu entfernen.

[attach=5]

Mich hat schon immer gewundert was hier gemacht wurde, jetzt kommts an Tageslicht es ist ein großer Flicken...

Ok, das bringt nix hier viel Arbeit reinstecken, ich mache bei der Außenseite weiter.

[attach=6]

Nächster Schritt ausbohren der Schweißpunkte.
Ansicht Deckblech innenseite: das wurde regelrecht aufgeschlitzt. (vermutlich Schneekette?)

[attach=7]

Was mich immer noch wundert, an der Innenseite wurde lackiert.
Hier ist auch Dreck vorhanden aber nicht soviel wie auf der anderen Seite

[attach=8]

Das Winkeleisen ist Großteils weggerostet, da werde ich neu machen müssen.

[attach=9]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 29.04.2021, 09:44:27
Hallo,
die Schalthebelfeder ist im Original kegelig ausgeführt. Es gibt sie noch. Hast Du probiert, ob sich der Schalthebel problemlos bewegen lässt? Ich hatte das auch mal mit einer zylindrischen Feder probiert, dann aber doch die Kegelfeder eingebaut.
Gib bei Suche mal Schalthebelfeder ein.
Ein Foto ist hier:
https://www.forum.man-traktor.de/getriebe/druckfeder-b18a-zf-a86-getriebe/?action=dlattach;attach=101546;image
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 29.04.2021, 20:39:26
Hallo Ali,

...die Schalthebelfeder ist im Original kegelig ausgeführt...

das trifft aber auf die Getriebedeckel von ZF zu, hier beim Steyr Getriebedeckel ist die Feder Zylindrisch.


[attach=1]

Das Thema wurde von Magne schon einmal aufgeworfen:
https://www.forum.man-traktor.de/restaurierungsberichte/as-440a/msg66370/#msg66370


Ich hatte vor einigen Tagen ein Gespräch zum Lenkspurhebel.

Die Kurzfassung: Hebel keinesfalls versuchen kalt zu biegen, wenn er Risse bekommt ist er Schrott. Der Hebel könnte vergütet gewesen sein, durch das anwärmen wird die Vergütung geschädigt, (wenn sie das nicht ohnehin schon ist) das muss ich in Kauf nehmen. Nach dem Biegen langsam abkühlen lassen.

Ich habe mir Nachschub beim Gaslager geholt, ein Kollege hat auch Zeit, zu zweit ist es einfacher

Ausgangslage:

[attach=2]

Als erstes oben den Knick zurückgeformt.

[attach=3]

Dann die Achse mit einer nassen Schweißdecke zugehängt, ich habe einige Minuten gebraucht bis der Hebel an dieser dicken Stelle hellorange glüht, wie es dann soweit war ging das biegen leicht.

[attach=4]

So jetzt habe ich wieder was zum lackieren.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.05.2021, 10:33:10
Hallo zusammen,

weiter gehts beim linken Kotflügel:

Ich bin mir nicht sicher ob ich nach dem Heraustrennen der Streben die Geometrie wieder hinbekomme, daher habe ich ein Winkeleisen eingeschweißt.

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[attach=2]

Dann (mal wieder) das "heißgeliebte" Schweißpunkte Suchspiel.

[attach=3]

[attach=4]

Farbvergleich: Innenseite Kotflügel mit ESP Deckel.

[attach=5]

Jetzt wirds wieder dreckig, aber die Absaugung leistet gute Dienste.

[attach=6]

[attach=7]

Die Strebe habe ich so gut es geht auch sauber gemacht, im Oberen Bereich passt das auch, unten werde ich mir noch was einfallen lassen. (aber erst wenn der Kotflügel fertig ausgebeult ist)
 
[attach=8]

[attach=9]

gleich gehts weiter...

Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 16.05.2021, 10:44:50
Auch diverse Kleinigkeiten konnten diese Woche erledigt werden:

Beim Lama zwei Staubkappen geholt:

[attach=1]

Und die Spurstange fix montiert:

[attach=2]

Die Risse in der Sitzschüssel ausgeschliffen und geschweißt.

[attach=3]

[attach=4]

Sonst gibt es am Sitz nichts zu tun, kann in die Warteschlange zum Lackieren.

Am Spannband vom Tank habe ich einen Scheuerschutz angebracht damit der Lack nicht sofort wieder durch ist.

[attach=5]

Die Markierungen für den Bremsversteller wurden zur besseren Erkennung angemalt.

[attach=6]

Die Gummistopfen gereinigt und eingebaut, mich wunderts das die noch da waren.

[attach=7]

[attach=8]


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 19.05.2021, 20:33:14
Hallo zusammen,

es hat sich zufällig ergeben das mir jemand Maske & Haube lackieren würde, nur: die Haube ist noch nicht mal entlackt.

[attach=1]

Also schnell mit der CSD Scheibe drüber.

[attach=2]

And den Seiten müssen mal irgendwelche Schilder gewesen sein, man kann innenseitig die Löcher noch sehen.
Außen war eine Art laminierter Aufkleber drauf, der flog auch sofort davon als die Scheibe zu nahe kam.


Nachdem die Bohrungen zugeschweißt sind, habe ich entdeckt das der Umschlag beim Tankstutzen eingerissen ist.

[attach=3]

Mich wundert es selber, aber es hat sich schweißen lassen, und nach einer Feilübung ist an der Oberseite fast nichts mehr zu sehen.

Die Ränder habe ich etwas ausgedrückt und entgratet.

[attach=4]

Die Anprobe bestätigt: es passt noch. Mein Vater hat die Sachen schon zum Lackierer gebraucht, in der Haube ist auch ein leichter Hagelschaden, da muss ein Profi ran.

Auch in einer anderen Sache bin ich weitergekommen: Druckscheiben Vorderachse

[attach=5]

Die Originale sind verschlissen, ich habe ja die Achsschenkel planen lassen, so fehlt mir einiges an Material.
 
Rotguss bestellt:

[attach=6]

Gebohrt und einseitig plan gedreht.

[attach=7]

Dann umgespannt, Außenbearbeitung, und teilen.

[attach=8]

Die Größte Herausforderung war das (Freihand) Fräsen der Schmiernuten.

[attach=9]

Eingebaut:

[attach=10]

Ich habe hier im Forum gesehen das einige Leute diese Stelle auf Axiallager umgebaut haben, aber das war mir zu aufwendig.
Diese Lösung war die billigste und auch schnellste für mich, alles andere hätte ich wieder fremde Hilfe benötigt und das strapaziert das Budget noch weiter.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 13.06.2021, 11:19:47
Hallo zusammen,

Haube und Maske sind wieder zurück, alles einwandfrei.

[attach=1]

Ein andere Sache ist aber aufgetaucht, der Rückwärtsgang lässt sich nicht schalten.
Ich bin mir sicher das probiert zu haben, aber ich muss etwas übersehen haben.

Deckel abgenommen:

[attach=2]

Es hat wirklich lange gedauert bis ich dahinter gekommen bin, wo der Fehler steckt.
Diese Hülse (begrenzt den Federweg) ist zu lang, so bekommt man den Hebel nicht weit genug angehoben um die Schaltsperren zu überwinden.

[attach=3]

Gekürzt, alles wieder zusammengebaut, jetzt lasen sich alle Gänge schalten.

Dabei ist aufgefallen das der Zapfwellenschalthebel nicht in Position bleibt.

[attach=4]

Die Schleife ist zusammengedrückt, Im Schraubstock habe ich das zurückgebogen, dabei ist der Lack abgeplatzt. (Wie könnte es anders sein) Montage also erst nach dem neulackieren.

Ich musste einiges umstellen in der Werkstatt, so habe ich jetzt mal die Vorderreifen montiert, nach einigen Jahren Lagerzeit war kein bisschen Luft mehr in den Reifen, das wird noch lustig werden.

Hochheben am Vordertragblock:

[attach=5]

Das Rumschieben geht schwer, aber es geht und das ist die Hauptsache. Bei dem ständigen Platzmangel muss alles mobil sein.

[attach=6]

Mein Kumpel hat sich den ersten Kotflügel angesehen / vermessen, das ist doch wesentlich mehr Arbeit als gedacht.
Ich werde nächste Woche auch den zweiten zu ihm bringen dann wird entschieden was und wie gemacht wird, mein Budget ist derzeit leider etwas knapp.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.08.2021, 19:40:23
Hallo zusammen,

an den Kotflügeln geht es nur sehr langsam voran, ich vermute das es noch bis September dauern wird.

Aktuell bin ich voll mir einem Heizungsumbau und dem Abbruch einer Lagerhalle beschäftigt.

Da nebenbei aber immer was geht habe ich mit der Aufarbeitung der Hydraulikpumpe begonnen.

Frisch aus dem Regal:

[attach=1]

Schrauben Riemenscheibe entfernen:

[attach=2]

Die Scheibe selbst habe ich (mit großer Vorsicht) versucht abzuziehen.

[attach=3]

Sobald der Abzieher auf Spannung ging, fiel die Scheibe von selbst ab, das ist erstmal gut, anderseits auch schlecht da die Passung Welle / Nabe vermutlich ausgeschlagen ist.

Die vier Schrauben an der Frontseite sind sehenswert, das so dermaßen verbogen und vermurxt hinzubekommen verdienst schon fast Respekt.

[attach=4]

Die Halterung geht nicht über den Schutzdeckel, diesen abgebaut:

[attach=5]

An der Hinterseite:

[attach=6]

Die Muttern sind recht neu, da war schon mal jemand dran, außerdem sind sie so fest angezogen das 2 schon geschmiert haben.
Nachdem die Schrauben draußen sind kann der Deckel abgenommen werden.

[attach=7]

Sieht erstmal unauffällig aus, für die weitere Zerlegung müssen diese Hülsen ausgetrieben werden.

[attach=8]

Es war zu erwarten, ein "Oberschlauer" hat hier einen Schraubenzieher reingeschlagen, die Dichtfläche ist an dieser Stelle hin.
daher kommt auch das Ölleck im Betrieb.

[attach=9]

Blick auf das Vorsatz Stehlager:

[attach=10]

Einige Stellen sind rostig das werde ich neu brauchen.

gleich gehts weiter...
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.08.2021, 20:03:30
Der Wellendichring ist bockhart und muss sowieso neu.

[attach=1]

Seegerring aushängen, und Welle austreiben, die Passung hier ist noch in Ordnung.

[attach=2]

Der Rost am Kegel sieht nicht gut aus, aber dazu später.
Das Lager habe ich einfach rausgeschlagen es muss sowieso neu.

[attach=3]

Alles durch die Waschanlage gefahren und abgetrocknet:

[attach=4]

Drei Seiten hat es arg erwischt ich muss mal mit meinem Kumpel reden ob wir das noch hinbekommen.

[attach=5]

Abbeizer:

[attach=6]

Während der Abbeizer wirkt habe ich die Riemenscheibe entrostet und alle Dellen, Hammerschläge etc abgefeilt.

[attach=7]

Die Farbe abgewaschen und das Schildchen abgebohrt:

[attach=8]

Die außenliegen Flächen sind schon extrem, mit einer Feile habe ich die meisten Grate und Dellen entfernt bekommen.

[attach=9]

Der Schleifpilz hat auch recht viel geholfen.

[attach=10]

Die arbeiten habe ich schon mit dem Kollegen besprochen, er hat Zeit und wird sich das ansehen.

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 02.09.2021, 19:17:18
Hallo zusammen,


das ist jetzt doch umfangreicher geworden als gedacht.
Ich hatte nicht auf dem Schirm das wenn die einzelnen Elemente bearbeitet werden, auch die Einbauten berücksichtigt werden müssen.
Konkret: wenn man die mittlere Platte dünner schleift, müssen die beiden Zahnräder auch dünner werden.

Aber es ist vollbracht:

[attach=1]

Nach dem entrosten wurde der Kegel tuschiert, die Nabe war ordentlich ausgeschlagen.

Hier wurden beide Flächen dezent nachgearbeitet, außerdem wurde der Freistich hinter dem Gewinde vergrößert damit die Scheibe nachrücken kann.

[attach=2]

Zusammenbau:

[attach=3]

[attach=4]

[attach=5]

[attach=6]

Lager neu:

[attach=7]

[attach=8]

An dieser Stelle ist mir ein Fehler unterlaufen: Ich habe den Wellendichtring geholt um das Maß zu checken.

[attach=9]

Mit dem ebenfalls anwesenden Arbeitskollegen hatte ich ein laustarkes Gespräch, so kam die Reihenfolge durcheinander und ich habe den Ring zu früh eingebaut. Darunter hätte aber ein Seegerring hinmüssen.

Die anschließende Demontage hat der Wellendichtring übel genommen, so muss der weitere Zusammenbau ein paar Tage warten.

[attach=10]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 23.10.2021, 20:52:30
Hallo zusammen,

die Zeit vergeht wie üblich zu Schnell, das Jahr ist nicht mehr lange.
Ich wollte eigentlich bis Weihnachten die Kotflügel erledigt haben, aber das konnte nicht umgesetzt werden.
Die Kosten sind aus dem Ruder gelaufen, so musste ich jetzt die Reißleine ziehen.

Deckbleche sind zwar so gut wie fertig aber die Stehbleche und Innenbleche sind noch nicht mal angefangen.
Da muss ich jetzt selber ran, sonst wird es Sommer 2022 und es ist noch immer nichts passiert.

Ich habe jetzt mal rumtelefoniert und es trifft sich gut, wir werden morgen nach Köln und am Montag weiter nach Heinsberg fahren und dann werde ich mir einige Teile dazu kaufen damit das hier schneller weitergeht.

Ganz ehrlich: wenn ich gewusst hätte welche Kreise das schon wieder zieht, dann hätte ich gleich zwei komplette neue gekauft und die alten sofort verschrottet.


An einer anderen Stelle hat sich aber was getan: ich habe einen neuen Zwischenring für den Starter angefertigt, die bisherige Lösung hat mir nicht mehr gefallen, da beim ersten Startversuch es sich gezeigt hat das der Anschluss recht schnell warm wird.

Auf die Idee hat mich ein Arbeitskollege gebracht, damit hat der Masseanschluss nun einen richtigen Platz, und sich sollte auch ohne Kollisionen mit der Hydraulikleitung ausgehen.

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[attach=2]

[attach=3]

schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 20.11.2021, 23:13:41
Hallo zusammen,

passend zur Lage ist aktuell mal total der Wurm drin.

Die anschließende Demontage hat der Wellendichtring übel genommen, so muss der weitere Zusammenbau ein paar Tage warten.

Nachdem der neue Wellendichtring angekommen ist, wurde dieser an einem Abend mal eingebaut. Das Resultat war das die Welle der Pumpe jetzt schwergängig ist. Der Ring saß zu tief und kollidierte mit dem darunterliegenden Seegerring, die erneute Demontage hat auch dieser Ring nicht überlebt, entnervt habe ich die Pumpe zurück ins Lager gebracht.

Gestern ist der nächste Ring angekommen und bevor ich diesen eingebaut habe wurde alles vermessen, mit dem Ergebnis das der WDR nun auf einmal keinen Platz mehr hat.

Ich habe dann vom originalen Ring die Gummierung abgeschliffen damit man ihn per Hand und ein und ausbauen kann.
Bereits 2mm bevor er plan wird sitzt er am Seegering auf:

[attach=2]

Vor dem Zerlegen:

[attach=1]


Ich habe den Verdacht das ich hier irgendwas übersehe?


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 21.11.2021, 16:13:53
Hallo,
der Deckel auf dem Foto Nr 5 vom 22.08. hat eine Ausnehmung in der Größe des WeDi's. Vielleicht gehört es so. Oder
kann es sein, daß dort ein schmalerer WeDi reingehört?
Setze die Riemenscheibe auf, läuft sie frei zum WeDi ist es gut.
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.11.2021, 17:35:19
Hallo Ali,

ja im Deckel ist eine Ausnehmung, aber nur ein paar Zehntel, jetzt fehlt es ja um fast 2mm.
Der schwarze WDR (der auf dem Foto) war vorher auch drinnen von daher wundert es mich warum es jetzt nicht mehr passt.

Die nachgekauften silbernen Dichtringe haben die gleichen Abmessungen.

Wenn alles nichts nutzt muss ich einen neuen Deckel machen, allerdings hätte ich schon gerne gewusst was hier passiert ist.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: ali am 21.11.2021, 19:11:24
Hast Du Dich vielleicht vertan, daß der erste Deckel schmaler war?
Gruß
ali
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 21.11.2021, 21:39:49
Hallo Ali,

ja es kann sein das ich mich irgendwo vertan habe, ich habe es zwar schon mehrfach mit meinen Fotos gecheckt, aber nichts gefunden. Am Deckel selbst wurde nichts verändert, aber mir ist jetzt eingefallen das die einzelnen Alublöcke bearbeitet wurden.

Im Normalfall sollten da nur 2-3 Hundertstel runtergekommen sein, ich werde trotzdem mal meinen Kolllen befragen ob er sich noch erinnern kann, mal sehen was dabei rauskommt.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 21.11.2021, 21:55:24
Abend Manni,
Du hast die mittelplatte und die Zahnräder doch dünner geschliffen, oder irre ich mich da.
Dann steckt die Welle doch etwas weiter aus?
Die Stelle wo der Seegerring drauf ist bleibt ungeändert, kommt dann hõher weil an die Mittelplatte und Zahnrader geschliffen worden ist.
M.fr.Gr. Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.11.2021, 12:20:35
Hallo Michael,

ja genau, leider hat diese arbeiten ein Kollege gemacht, so weis ich jetzt nicht was da genau passiert ist.
Ausgemacht war das er, wiegesagt so 2-3/100 abnimmt, je nach Bedarf.

Ich hoffe er ruft mich noch zurück und kann etwas Licht in die Sache bringen.


schöne Grüße aus Tirol

manni
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: hobbyman am 22.11.2021, 12:36:16
Hallo Manni,
Wenn ich mir dein Bild anschaue wo du die beschädigungen mit Rot umkreist hast und das Bild
nach den Schleifvorgang ist da meiner Meinung nach
viel mehr abgenommen.
Ich schätze so 1,5 mm mindestens.
Jetzt weiß ich nicht wie du da gegenüber stehst, aber
ich würde eine neue Pumpe kaufen.
Wünsche dir Viel Erfolg und Beste Grüße.
Michael.
Titel: Re: AS 440A
Beitrag von: MDM5 am 22.11.2021, 19:31:13
Hallo zusammen,

das Telefonat mit meinem Kumpel war leider nicht sonderlich erhellend, er ist sicher das hier nur sehr wenig abgetragen wurde.
Habe dann einen alten Schulkollegen angefunkt, er meinte das irgendwo bei ihm noch eine baugleiche ZEA rumgeistert.

Das wird mit Sicherheit dauern aber es wäre natürlich das einfachste nachzumessen wieviel Material abgetragen wurde.

Aktuell ist bei mir ein Überstand von 10,2


[attach=1]


Andere Pumpe ist halt Glücksspiel, die kann auch schon einen weg haben, mal sehen was sich die Tage ergibt.


schöne Grüße aus Tirol

manni